Homöopathie an der Uni Magdeburg

19. Oktober 2009 von Lars Fischer in Allgemein

Eine Universität ist nicht nur ein Ort der Forschung, sondern auch der Lehre. Hier lernt der Forschernachwuchs – neben Frusttoleranz – die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens. Zum Beispiel erfährt man relativ früh in der Ausbildung, dass manchmal seltsame Dinge passieren, die für sich allein genommen keine Schlussfolgerungen erlauben. Anekdoten sind keine Daten.

Deswegen muss man wissenschaftliche Hypothesen unter sorgfältig kontrollierbaren Bedingungen überprüfen, und zwar möglichst oft. Erst wenn so ein Versuch ein paar mal – reproduzierbar – funktioniert hat, darf man Schlüsse daraus ziehen. Und wenn solche Studien in Dutzenden Versuchen zuverlässig negativ ausgehen, dann muss man leider die zugrunde liegende Hypothese verwerfen und etwas anderes probieren. So läuft das in der Wissenschaft. Aber nicht an der Uni Magdeburg.

Dort nämlich wird jetzt, wie Kollege Freistetter kürzlich feststellte, ein Masterstudiengang Homöopathie eingerichtet. Genauer gesagt:  "Wissensentwicklung und Qualitätsförderung in homöopathischer Medizin (Integrated Practice in Homeopathy) (M.A.)“. Dort sollen nach Angaben von Universitätsmitarbeitern angehende Mediziner lernen, "die Grundlagen professionellen Handelns zu reflektieren, darzulegen und wissenschaftlich überprüfbar zu machen“. Nun ist Homöopathie bereits mehrfach ausführlich wissenschaftlich überprüft worden, mit eindeutigen Ergebnissen. Damit sollte das Thema für eine Universität gegessen sein. Ist es aber offenbar nicht.

Florian hat mal nachgefragt, was es damit auf sich hat, und Antworten erhalten, die einem streckenweise den kalten Schweiß auf die Stirn treiben. Er zitiert unter anderem Professor Helmut Weiß:

"Der geplante Weiterbildungs-Masterstudiengang wurde dann zweimal im akademischen Senat der Universität behandelt - einmal im Sommer 2008 zu einer ersten Vorstellung, dann mit bereits detaillierter ausgearbeiteten Studiendokumenten im Sommer 2009. Die Diskussion war intensiv; in Anbetracht des Themas wäre alles andere erstaunlich gewesen. Das Spektrum dabei reichte von Hinweisen auf Studien, die zeigen sollen, dass Homöopathie unwirksam ist, bis zu Aussagen wie "Klar, naturwissenschaftlich ist manches nicht erklärbar, aber ich bin selber so erfolgreich behandelt worden". "

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine deutsche Universität diskutiert, ob ein Studiengang eingerichtet werden soll, und bei der Entscheidungsfindung bekommt offenbar die ungeprüfte Einzelanekdote den Vorzug vor einer ganzen langen Liste von Untersuchungen, die allesamt negative Ergebnisse bringen. Ganz zu schweigen von dem Umstand, dass das diskutierte Konzept physikalisch gar nicht funktionieren kann.  Die Uni Magdeburg sucht den Dialog mit den – noch ein Zitat – „modernen  Wissenschaftskonzepten“ der Homöopathie. Die bestehen wohlgemerkt weitgehend darin, Physik, Chemie und nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte medizinische Studien schlicht zu ignorieren und auf Teufel komm raus weiterzumachen. Irgendwann wird's schon passen.

Von mir aus soll sich eine Privatperson ihre Kopfschmerztablette auf diese Weise aussuchen. Nicht mein Problem. Dass aber eine akademische Institution, die von Staats wegen mit der Ausbildung von Wissenschaftlern betraut ist, derart offen antiwissenschaftliche und antiaufklärerische Ideen legitimiert, ist ein Skandal. Es ist die Aufgabe einer Universität, wissenschaftliche Arbeit zu lehren. Wenn die Universität Magdeburg nicht bereit ist, wissenschaftliche Maßstäbe bei der Auswahl der Studiengänge anzulegen, kann sie dann überhaupt die akademische Qualität der Ausbildung gewährleisten?


43 Kommentare zu “Homöopathie an der Uni Magdeburg”

  1. Marcus Antworten | Permalink

    So läuft das in der Wissenschaft. Läuft bei denen vielleicht unter Geisteswissenschaft ...

  2. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Tut's auch.

    Die Geisteswissenschaften sind aber i.d.R. entschuldigt, weil man die nicht experimentell überprüfen kann. Das gilt hier nicht.

  3. ali Antworten | Permalink

    Geisteswissenschaften vs. Homöopathie

    Ich möchte hier doch zur Verteidigung der Geisteswissenschaften festhalten, dass die Beweisführung vielleicht schwammiger ist und es schwieriger ist, abschliessende Antworten zu finden, dass es aber doch gewisse Standards gibt. Man kann nicht wiederholt und systematisch einfach irgendwas behaupten und an das Vertrauen des Publikums appellieren will man ernst genommen werden. Argumente zählen durchaus etwas auch wenn Objektivität schwerer zu erreichen ist. In der Homöopathie hingegen...

  4. Monika Armand Antworten | Permalink

    @ Lars

    Lieber Lars,leider wird die Diskussion um Homöopathie im www dermaßen oberflächlich und geradezu ideologisch geführt, so dass die Kritik fehlender Wissenschaftlichkeit an der Homöopathie auch auf die Kritik der Kritiker übertragen werden kann:

    So wird in den Diskussionen zu diesem Thema z.B. nicht unterschieden zwischen niedrig- und hochpotenten homöopathischen Medikamenten und anderen Aspekten der begrenzten Erforschungsmöglichkeiten zur Wirkweise von Medikamenten im Allgemeinen. Ich selbst werde sehr nachdenklich, wenn bereits eine äußerst geringe Duftmolekülkonzentration in manchen Fällen bei mir eine allergische Reaktion auslösen...und mein Asthma mit Wirkstoffspuren im µg-Bereich erfolgreich behandelt werden kann:

    Du erinnerst Dich an meine Anfrage bei Dir bzgl. der pharmakologischen Wirkung von chemisch verwandten Stoffen? Dabei bin ich auf interessante Zusammenhänge gestossen, welche ich hier auch kurz erwähnt habe. Das Thema Homöopathie liefert m.E. genau so wenig Antworten, wie dies die Allopathie tut bzw. kann:

    Bereits hier: http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=828 habe ich die Ergebnisse meines zugegeben völlig unzureichenden Wissens zu diesem Thema nieder geschrieben, denn:

    "Auf dieses Problem bin ich bei meiner Recherche zur Festbetragsreglung bei Kortisonsprays (d.h. rein allopathische Medikation!) gestossen.
    Leider ist ja die Medizin keine “Wissenschaft” im reinen Sinne und so werden von einigen Medizinern auch “absurde” Ergebnisse produziert.

    Mitursächlich dürfte das im Medizinstudium “ungeliebte” Fach “Klinische Chemie / Pharmazie” sein. So werden oberflächliche Kenntnisse dort erworben, was zur groben Einordnung von Arzneimitteln ausreichen mag, für eine differenzierte wissenschaftliche Beurteilung müssen Mediziner über entsprechend Zusatzkenntnisse verfügen…..

    Ich möchte Medizinern hier gar keinen Vorwurf machen, denn ihr letztendlich riesiges Wissenschaftsgebiet und die immensen Ausdifferenzierungen in den einzelnen Facharztrichtungen zwingt natürlich auch zu einer vernünftigen Selektion dessen, was für diesen Beruf gelernt werden muss.

    Forschungsmethodik und Klinische Chemie liegt insbesondere im Arbeitsbereich von entsprechend spezialisierten Biochemikern, welche die biochemischen Reaktionen von Arzneimitteln im Detail erforschen.

    Wenn nun, wie dies ja leider in der Diskussion um allopathische vs. homöopathische Medizin geschieht, insbesondere fachfremde Wissenschaftler und Mediziner, welche nur marginale Kenntnisse zur Arzneimittelbiochemie und ihre Pharmakovigilianzen haben,”mutig” und “abschließend” Stellung beziehen, dann führt dies notgedrungenerweise weg von einer sachlichen Diskussion hin zu “Glaubensfragen”……

    Bzgl. der Kortisonsprays musste ich (natürlich nicht ohne entsprechende Fachleute zu befragen) feststellen, dass deren biochemische Reaktionsweise nur an “totem” Lungengewebe untersucht werden kann. Versuchstiere sind Ratten. Auf dieser Basis kommen dann die Erklärungen darüber zustande, wie die Medikamente wirken… und nur ein Teil der Wirkungen bzw. Nebenwirkungen lässt sich erklären bzw. sind bekannt!

    Was nicht untersucht wird, bzw. untersucht werden kann, sind etwaige biochemische Zusatzreaktionen bei Applikation mehrerer Medikamente (was bei Anwendern von Kortisonsprays ja eigentlich alltäglich ist). Ebenso bleiben Medikamentenwechselwirkungen bei der Anwendung von mehr als 2 Präparaten unbekannt. (wäre wohl ein riesiger Untersuchungsaufwand). So sind die UAW’s (Unerwünschte Nebenwirkungen) von allopathischen Medikamenten “nur” erfahrungsbasiert, d.h. sie unterliegen derselben Forschungsproblematik wie homöopathische und problematische allopathische Medikamente auch…..Z.B. können chemotherapeutische Arzneimittel aus ethischen Gründen keine RCT-Studien vorweisen. Etliche Therapien haben sich aus den “Versuchen” an Krebspatienten ja auch als wirkungslos, aber nicht nebenwirkungslos erwiesen. Manche allopathische Medikation kann so das “Ableben” beschleunigen……

    Bezüglich der oft gehörten Kritik, die Homöopathie könne nicht wirken, weil die applizierten Mengen viel zu gering seien, habe ich auch meine Bedenken.

    Leider wird in der emotional aufgeschaukelten Diskussion ja nicht einmal unterschieden zwischen naturwissenschaftlich-kritischer Homöopathie und der sog. Hochpotenz-Homöopathie…..

    Ein von mir 1x tgl. appliziertes Medikament mit 12-stündiger Wirkung ! enthält eine Dosierung von 0,00002 g. Für Kinder liegt die Dosierung bei 0,000008 g. In den zu diesem Medikament stattgefundenen Studien kamen sogar vereinzelt Todesfälle vor, so dass eine entsprechende Warnung sich im Beipackzettel befindet.

    Zumindest für homöopathische Niedrigpotenzen ist im Augenblick für mich daher diese Feststellung von “Homöopathiegegnern” weit weg von jeglicher wissenschaftlicher Logik."

  5. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Und was willst du uns damit sagen?

    Bei Homöopathie geht es nicht um geringe Konzentrationen, sondern um Wirkungen nicht vorhandener Stoffe durch irgendwelche angeblichen Informationsspuren, die sie im Wasser hinterlassen. Das ist purer Aberglaube. Moleküle lassen sich nicht beliebig verdünnen. Irgendwann sind sie weg. Und wo nix drin ist kann auch nix wirken.

    Die Wirkung tatsächlich vorhandener geringer Konzentrationen von irgendwas ist ein ganz anderes Paar Stiefel. Das ist keine Homöopathie.

  6. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Und das beste ist ja

    dass diese Heinis ihren Aberglauben auf Kosten armer Menschen in den Entwicklungsländern vermarkten. Die verfüttern ihre wirkungslosen Zuckerpillen an AIDS-kranke Kinder in Mittelamerika an und machen damit hier PR.

    Mehr dazu hier. Solche Leute gehören vor Gericht gestellt.

  7. Florian Freistetter Antworten | Permalink

    Hallo!

    Gut, das auch die Scilogs das Thema aufgreifen. Darf ich aber noch die Streichung eines "ä"s anregen? Und ein zusätzliches "e" kaufen? ;)

    Aaaargh. Das passiert mir jedes Mal. Sorry.

  8. Stefan Antworten | Permalink

    Ich schließe mich Florian an

    Es ist sehr gut, dass das wirklich ernste Thema Vodoo-Medzin auch mal in den Scilogs stattfindet.
    @Monika Arman: Wie Lars verstehe auch ich Ihre Kritik an der Homöopathie-Kritik auch nicht.

  9. Atouk Antworten | Permalink

    Ich möchte noch ein paar Punkte zum Bedenken anführen:

    Es ist richtig, dass in der Homöopathie i.d.R. mit stark verdünnten Präparaten gearbeitet werden. In der ersten Stufe D1 wird die Ausgangssubstanz 1:10 verdünnt, usw. Leider konnte ich auf die Schnelle keine Angaben finden, wie hoch die Mengen sind, die für diese erste Verdünnung (angebliche Potenzierung) verwendet werden. Ich vermute jetzt einfach mal, dass in den ersten Potenzierungen noch ein Wirkstoff vorhanden ist. Hier also möglicherweise nicht mit "Geisterwasser" gearbeitet wird.

    Stärkere Verdünnungen, in denen praktisch kein Wirkstoff mehr vorhanden sein kann (egal wie hoch die Ausgangssubstanz im D1 Präparat war), halte ich "eigentlich" auch für "Schabernack".

    Eigentlich weil:
    es gab vor einigen Jahren eine Publikation zu einem Paradoxeffekt von Wasser. Ich weiss leider nicht mehr, welches Wissenschaftsmagazin dies publiziert hatte. Bei immer stärkeren Verdünnungen sollen noch verbleibende Substanzen Aggregate bilden (auch wenn diese physikalisch eigentlich gelöst sein sollten). Die Substanzen sollen sich dann beim weiteren Verdünnen mit Wasser nicht weiter "verdünnen", sondern sollen als Aggregate aufgeteil, d.h. es gibt vielleicht manche Globuli in D20 mit viel (Aggregaten) und manche ohne jegliche Wirksubstanz.

    Wie sich diese "Aggregate" im Körper "verhalten" können, kann ich nicht beurteilen - ob diese sich dort wieder Lösen, etc.

  10. Balanus Antworten | Permalink

    Ich habe nichts dagegen, dass Ärzte lernen, was Homöopathie in der Praxis leisten kann. "Voodoo-Medizin" hat bereits (oder immer noch?) einen festen Platz in der ärztlichen Praxis. Vielen Menschen mit irgendwelchen Befindlichkeits- oder psychosomatischen Störungen kann geholfen werden, ohne dass potenziell schädliche Pharmaka verordnet werden müssen. Der Placebo-Effekt ist hilfreich und sollte gezielt genutzt werden.

    Allerdings stelle ich es mir für einen Arzt nicht einfach vor, wissentlich wirkstofffreie Mittelchen zu verordnen. Obgleich es zum Beispiel gang und gäbe ist, in Altenheimen gelbe, rote oder blaue Zuckerpillen zu verabreichen - je nach Bedarf. Und hin und wieder kommt es dort auch vor, dass sich der Zustand eines alten Menschen nach Absetzen seiner zahlreichen Medikamente (weil man den Beginn des Sterbeprozesses erwartet) wieder bessert.

  11. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Scheinmedikamente

    Im Prinzip ist nichts dagegen einzuwenden, dass Ärzte den Umgang mit Scheinmedikamenten lernen. Das gehört zur medizinischen Praxis dazu. Das ist ja auch die Ausrede der Uni Magdeburg.

    Nur: Dann hieße die Veranstaltung "Scheinmedikamente" und Homöopathie wäre nur ein Teil der Veranstaltung. Stattdessen macht hier die Uni Magdeburg de facto Werbung für eine bestimmte Klasse von Scheinmedikamenten, mit der - Zufall, Zufall - ziemlich viel Geld verdient wird.

    Ob das eine mit dem anderen etwas zu tun hat?

  12. Balanus Antworten | Permalink

    Wenn Scheinmedikamente Effekte haben sollen, dann müssen sie unter einem anderen Label verkauft werden (Homöopathie, Naturheilkunde, Magnetresonanztherapie, TCM, Akupunktur...).

    (auch den angehenden Ärzten ;-)

  13. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Nein

    müssen sie nicht. Placebos wirken auch, wenn man weiß, dass es ein Placebo ist. Und den Ärzten sollte man im Studium schon mal gar nicht irgendwelchen Unsinn erzählen.

  14. Balanus Antworten | Permalink

    Placebo-Wirkungen

    Placebos wirken auch, wenn man weiß, dass es ein Placebo ist.

    Gibt es dafür Belege?

    Wenn das stimmte, dann gäbe es für Ärzte ja kein ethisches Dilemma bei der Verordnung von Scheinmedikationen. Oder meinten Sie: Placebos wirken bei Patienten auch, wenn der Arzt weiß, um was es sich handelt?

    Was spricht dagegen, dass Ärzte lernen, mit welchen besonderen "ärztlichen" Leistungen sich das Einkommen verbessern lässt?

  15. Luchs Antworten | Permalink

    Es ist ein Skandal! Die Homöopathie wurde bereits mehrfach wissenschaftlich überprüft, und sie ist dabei durchgefallen. TCM und Anthroposophische Medizin bietet die Uni Magdeburg auch an. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, wird überall an den Unis und im Wissenschaftsbetrieb gespart, Zeitschriftenabonnements gestrichen, Bibliotheken geschlossen, Professuren nicht wieder besetzt, Mittel und Stellen gekürzt, aber für so eine Scharlatanerie-Medizin ist Geld da! Wo kommt das Geld eigentlich her?!

    Luchs

  16. Atouk Antworten | Permalink

    TCM

    @Luchs
    Dass TCM funktioniert (Akkupunktur, Massagetechniken und Bewegungsübungen (Qigong sowie Tai-Chi)), können Sie über Pubmed nachprüfen.

    Es gibt auch Publikationen, die die Wirksamkeit von TCM-Arzneimitteln bestätigen.

  17. naja Antworten | Permalink

    TCM

    Akupunktur hilft so gut wie ein Placebo, und selbst hier ist es egal ob an "echten" Punkten oder irgendwo, bzw ob mit echten Nadeln oder sahm Nadeln gestochen wird...was die ganze Theorie der Meridiane und damit den Chi-Fluß - also einen integralen Bestandteil der TCM - falsifiziert. Ebenfalls nachzulesen in Pubmed bzw der Cochrane Collaboration. Unter anderem http://www.cochrane.org/reviews/en/ab005319.html oder hier http://www.cochrane.org/reviews/en/ab001351.html

  18. Atouk Antworten | Permalink

    @naja

    Wie man die Wirkung von Akupunktur erklärt, durch Meridiane etc. ist unerheblich. Auch ist unerheblich, ob die Nadeln "genau an den Stellen" gesetzt werden müssen, oder ob der gleiche Effekt auch 1cm nebendran erreicht wird. Das man den Effekt auch durch Akupressur erreichen kann, spielt hier auch keine Rolle. Diese Erkenntnisse wurden in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.

    Dass es diese Druckstellen(-punkte) gibt, ist aussreichend belegt, ebenfalls dass die Akupunktur/pressur helfen kann (je nach Indikation), siehe Pubmed.

    Sie verweisen auf 2 Arbeiten von "Cochrane Collaboration". Nur eine davon findet sich bei Pubmed, und diese wurde in einem anderen -auch bei Pubmed- abrufbaren weiteren Artikel korrigiert:

    "CONCLUSIONS: The data do not allow firm conclusions regarding the effectiveness of acupuncture for acute low back pain. For chronic low back pain, acupuncture is more effective for pain relief and functional improvement than no treatment or sham treatment immediately after treatment and in the short-term only. Acupuncture is not more effective than other conventional and "alternative" treatments. The data suggest that acupuncture and dry-needling may be useful adjuncts to other therapies for chronic low back pain. Because most of the studies were of lower methodologic quality, there is a clear need for higher quality trials in this area."

    Ihre Behauptung ist somit falsch.
    Ich übersetze die entscheidenden Sätze:
    "Bei kronischen Rückenschmerzen im unteren Wirbelbereich ist Akupunktur effektiver in der Schmerzminderung und funktioneller Verbesserung als KEINE bzw. PLACEBO (sham) Behandlung.... Akupunktur ist nicht effektiver als andere konventionelle und "alternative" Behandlungen.

    Die TCM ist bereits seit einiger Zeit dabei, sich zu entmystifizieren und wissenschaftliche Untersuchungen sowie Richtigstellungen durchzuführen (Stichpunkt evidence-based).

  19. adenosine Antworten | Permalink

    Wenn Leute zum Art gehen, wollen sie auch ein Medikament, das ist ein soziales Phänomen und muss von den Ärzten berücksichtigt werden. Homöopatie ist ein sehr bewährter Plazebo, hat hohe Akzeptanz und hat als reines Wasser garantiert keine Nebenwirkungen.

  20. Stefan Antworten | Permalink

    @adenosine

    Dem stimme ich zu, aber so gesehen ist Homöopathie nicht mehr als organisierte Verarsche. Außerdem bleibt ja das Problem, dass die Homöopathen durchaus davon ausgesehen, dass sie keine Placebos verschreiben. Wer sich also nicht nur für Heilerfolge interessiert, sondern auch eine begründete Medizin wünscht, bekommt mit den Homöopathen ein Problem. Eine medizinische Fakultät einer Universität sollte jedenfalls den Anspruch haben, Heilung begründen zu können.

  21. MountainKing Antworten | Permalink

    "Wie man die Wirkung von Akupunktur erklärt, durch Meridiane etc. ist unerheblich."

    Ähm, nein. Wenn die Wirkung existiert und man sie ohne Meridiane erklären kann, ist sie nicht mehr Teil der TCM.

    "Die TCM ist bereits seit einiger Zeit dabei, sich zu entmystifizieren und wissenschaftliche Untersuchungen sowie Richtigstellungen durchzuführen (Stichpunkt evidence-based)."

    Tatsächlich? Woran sieht man das? Wenn wissenschaftliche Untersuchungen die Wirksamkeit einer Methode belegen und erklären, geht diese Methode dann aber in der wissenschaftlichen Medizin auf und die TCM entleibt sich quasi von selbst.

  22. MiFe Antworten | Permalink

    PR und wissenschaftliche Studien

    zum Thema Homöopathie möcht ich mich erst ausführlich Äußern, wenn ich zu Hause im Buch nachschlagen kann. Aber soviel vorne Weg da steht nichts von irgendwelchen esoterischen Aggregaten oder nicht vorhanden Wirksubstanzen.

    Was angeblich wissenschaftliche Beweise durch Studien angeht, bin ich persönlich sehr kritisch. Da viele davon mit dem Ziel des Marketings erstellt werden, ist ihr Aussagekraft sehr gering. Es gibt gerade im Pharmabereich Firmen die sich auf so etwas spezialisiert haben, z.B. Dorothea Küsters Life Science Communications GmbH wie ihr Leistungsverzeichnis zeigt: http://www.dkcommunications.de/...trypage=leistung

    Wenn man irgendwomit viel Geld verdienen kann, so gibt es auch bald viele wissenschaftliche Studien die es positiv darstellen. Da es nun Firmen gibt die steigende Umsätze mit Homöopathiekern nachweisen, gibt es natürlich auch bald wissenschaftliche Studien die deren Wirkung belegen können.
    Da der Staat nun mal häufig Unis nur noch Geld gibt, wenn auch Drittmittel - sprich Firmen Gelder - für das Projekt fließen, scheint die Uni Marburg wohl einen Sponsor für Homöopathie gefunden zu haben. Es ist also auch im Sinne des Staates, dass eine Uni sich nicht echter Wissenschaftlichkeit verschreibt, sondern profitable Ergebnisse liefert. Für die meisten ist eine Uni sowieso zum Ausbildungsplatz verkommen, nach dessen Absolvierung man mehr Geld verdient. Echtes Wissenschaftliches Arbeiten ist doch egal, solange man anschließend in einer Firma viel Geld damit verdient Produkt zu entwerfen und/oder zu verkaufen.

    Gruß
    MiFe

  23. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Wenn noch ein Nachweis nötig sein sollte

    dass die Homöopathen eine totale Vollklatsche haben - Bitte sehr: "The remedy was made by exposing powdered milk sugar to a powerful telescope in Boston, Massachusetts while it was focused on the planet Saturn during April 2009."

  24. Michael Khan Antworten | Permalink

    >Homöopatie ist ein sehr bewährter
    >Plazebo, hat hohe Akzeptanz

    ... das mit der "hohen Akzeptanz" kommt, vermute ich, großenteils daher, dass weithin die Leute nicht zwischen Naturheilmitteln und Homöopathie unterscheiden können.

    > und hat als
    >reines Wasser garantiert keine
    >Nebenwirkungen.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt durchaus Krankheiten, bei denen eine Verschleppung - beispielsweise, weil man zunächst eine homöopathische Behandlung versucht - die Heilung verzögert oder unmöglich macht.

    Wenn nur Leute irgendwelche Wehwehchen, die eh von allein weggehen würden, oder aber phsychosomatische Erkrankungen, die auf ein ganz anders gelagertes Problem hinweisen, mit einem homöopathischen Mittel bekämpfen, dann mag das manchmal vielleicht nicht so schlimm, oder sogar ganz gut sein. Schon bei den psychosomatischen Symptomen beginnt das aber zweifelhaft zu werden.

    Aber es gibt eine deutliche Grenze, ab der die Fehlbehandlung mit klinisch wirkungslosen Substanzen schlimme Konsequenzen hat und deren Verordnung eigentlich ein Fall für einen Strafprozess sein sollte.

  25. Bernd Cunow Antworten | Permalink

    Bedauern

    Ein Phänomen unserer Zeit. Die Esoterikschiene brennt sich wie ein Krebsgeschwür
    in die Wissenschaft fest. Der Unfug treibt dabei immer obskurere Blüten.
    Schockierend und äußerst bedenklich ist, wie immermehr renomierte Wissenschaftler
    ihre eigene Ausbildung inzwischen als Absurdum darstellen. Herr Dr. Konrad Schily
    (Mitbegründer der Uni Witten, ehemaliger Gesundheitspolitiker im Bundestag und Arzt) macht die Homöopathie hoffähig mit der Begründung auf das Recht der individuellen Weltanschauung. Frage an alle: Ist Wissenschaft Religion ?
    In Amerika glauben 1 Million Mensch das die Erde ein Scheibe ist, die Volkshochschule
    in Bad Boll führt Kurse zu Erdstrahlen und Wünschelruten durch. Damit nicht genug finden solche Veranstaltungen im Rathaus statt und man muß für solche wissenschaftlichen Veranstaltungen natürlich Geld bezahlen. Wann versucht unsere
    "aufgeklärte" Gesellschaft diesen Unsinn zu bremsen ? Wer denkt an die armen
    Schweine, die das alles glauben ? Sind wir mit riesen Schritt wieder zurück ins Mittelalter ?

  26. Monika Armand Antworten | Permalink

    Warum ist niedrigpotente Homöopathie

    ....in Deinen Augen keine Homöopathie?

    Laut meiner Hausärztin verwenden "homöopathisch" orientierte Ärzte sog. niedrigpotente homöopathische Arzneimittel.Homöopathisch orientierte Ärzte sind in der Regel nach der sog. naturwissenschaftlich-kritischen Homöopathie ausgebildet:

    Laut Definition wird unterschieden zwischen der naturwissenschaftlich-kritischen Homöopathie, welche mit entsprechender streng wissenschaftlicher Methodik auch untersucht wird und jenen etwas befremdlichen "esoterisch" anmutenden Richtungen....Da gibt es dann die Hochpotenz-Homöopathie, d.h. jene, welche gerne als Beispiel dafür genommen wird, dass Homöopathie nicht wirksam sei, weil derartig hohe "Verdünnungen" keine Wirkstoffe mehr enthielten und auch nicht mehr wirksam sein können. Diese Annahme teile ich auch.

    Dann tauchen noch die Begriffe "Komplementär- und Alternativmedizin" auf, welche oft auch zur "Homöopathie" gezählt werden. Dort wird z.B. die sog. "Kinesiologie" in medzinischer Ausrichtung hinzugerechnet. Auch die Kinesiologie ist laut derzeitigem Erkenntnisstand in seiner theoretischen Begründung wissenschaftlich unhaltbar und mit etlichen Studien auch wissenschaftlich widerlegt.

    Weitere Details, was alles unter dem Begriff "Homöopathie" subsumiert wird:
    Homöopathie

    und hier die verschiedenen "Richtungen" in der Homöopathie:"Homöopathie ist keine einheitliche Lehre. Es gibt verschiedene Richtungen, die sich teilweise gegenseitig bekämpfen.... weiter hier: "
    Richtungen in der Homöopathie
    "Die sogenannte naturwissenschaftlich-kritische Homöopathie ist eine Richtung der Homöopathie, die homöopathische Arzneimittel als Ergänzung zu schulmedizinischenTherapieformen einsetzt. Häufig werden niedrige Potenzen bis D12 verwendet, in denen noch ein chemisch nachweisbarer Rest der Arzneisubstanz vorhanden ist"
    ..

  27. Enya Antworten | Permalink

    Bonobos?

    Hätte die Menschheit Tatsachen immer schon ignoriert, nur weil sie nicht mit den gängigen wissenschaftlichen Methoden nachweisbar sind, würden wir wohl immer noch als Bonobos herumunken.
    Eine Universität hat die Aufgabe, sich dem Zeitgeist anzunehmen und Forschung zu betreiben. Immerhin nehmen 25% der deutschen Bevölkerung (freiwillig) homöopathische Arzneimittel ein und sind von deren Wirksamkeit überzeugt (siehe Allensbachstudie Sept. 2009).

  28. CAS Antworten | Permalink

    Magdeburg, nicht Marburg!

    @MiFe

    "...scheint die Uni Marburg wohl einen Sponsor für Homöopathie gefunden zu haben."

    Es geht um die Uni MAGDEBURG und nicht MARBURG!

    Soweit kommt es hoffentlich nie, dass in Marburg Homöopathie gelehrt wird.

    @Enya
    Dieser "Zeitgeist" (Homöopathie) wurde längst beforscht und die "Tatsachen", welche die "Bonobos" ignorieren sind: keine Wirkung über Placebo, keine Wirkung innerhalb etwa zwei Jahrhunderten!
    25% der Bevölkerung nehmen freiwillig homöopathische Präparate? Hmm, ich für meinen Teil nehme Arzneimittel nur wenn ich unbedingt muss, also wenn ich sie wegen Krankheit benötige und nicht freiwillig. Ich dachte eigentlich, das "Suchtproblem" wäre geringer - ok, wieder was gelernt.
    Aber 'mal ernsthaft, was soll uns diese Zahl mitteilen? Soll das ein Beleg sein, nach dem Motto: Millionen Fliegen können nicht irren freßt...

  29. Susann Antworten | Permalink

    Ganz ehrlich, ich finde es erschreckend wie wissenschaftsgläubig diese Diskussion geführt wird.
    Spätestens bei der Examensarbeit merkt jeder Student, dass die Ergebnisse von Studien so gedreht werden, wie es der eigenen These passt und dass Wissen ausgelassen wird, was der eigenen These widerspricht. Zudem sollte man bei den Studien immer auch hinschauen, wer der Sponsor oder Auftraggeber ist.

  30. Luchs Antworten | Permalink

    @Susann

    Hallo Susann!

    Dein Einwand mag auf einige unwissenschaftlich arbeitende Schwarze Schafe durchaus zutreffen. Naturwissenschaftler sind aber weit überwiegend ehrlich, weil dies eine notwendige Voraussetzung für Ihren Forschungserfolg ist. Deshalb unten eine aktuelle ehrliche Studie, deren Autoren sich nicht dem Sponsor gebeugt haben.

    mfg
    Luchs

    http://idw-online.de/pages/de/news342467

    Homöopathie: keine Effekte auf den Rattendarm im Laborversuch
    Frederik Betsch, PressestelleKarl und Veronica Carstens-Stiftung06.11.2009 13:00
    (Essen, 06.11.2009) Homöopathisch aufbereitetes Atropinsulfat hat keine nachweisbaren Effekte auf die Kontraktionsfähigkeit des Rattendarms. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die mit Fördermitteln der Karl und Veronica Carstens-Stiftung am Institut für Veterinär-Physiologie der FU Berlin durchgeführt wurde.
    Professor Holger Martens und Dr. Christiane Siegling-Vlitakis konnten damit die aufsehenerregenden Ergebnisse einer Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2004 nicht bestätigen. Seinerzeit konnte beobachtet werden, dass selbst homöopathische Hochpotenzen noch Effekte am isolierten Rattendarm auslösen. ...

  31. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Ich versteh das Argument sowieso nicht:

    Weil es gefälschte Studien gibt, taugt Homöopathie plötzlich was? Oder so? Ich habe den Eindruck, Susann weiß selbst nicht so genau, was sie uns damit sagen will.

  32. Stefan Ohm Antworten | Permalink

    Denkt an Alfred Wegener

    Bei solchen Diskussionen denke ich immer an Alfred Wegener, der ja als einer der ersten die Theorie der Plattentektonik formuliert hat und dafür ausgelacht wurde. Er wurde ja für seine Theorie regelrecht verachtet. Jahre nach seinem Tod hat sich dann herausgestellt, dass seine Theorie korrekt war.
    Für mich bedeutet dies, dass einige Phänomene und Sachverhalte erst Jahre nach der Formulierung richtig erforscht werden können, weil gewisse technische Vorraussetzungen dann verfügbar sind. Mit der Homöopathie scheint es gewissermaßen den gleichen Weg zu nehmen. Homöopathen werden in ein schlechtet Licht gestellt, da ihre Methoden der Schulmedizin zuwider laufen. Dabei wirft der menschliche Körper doch noch so viele Fragen auf. Kann denn irgendjemand denn schon sicher sagen, dass Homöopathie funktioniert oder nicht? Ich jedenfalls kenne einige Personen, die mit der Homöopathie sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Gerade in den Situationen, in denen die Schulmedizin nicht mehr helfen konnte. Niemand denkt doch ernsthaft, dass die Homöopathie die Schulmedizin ersetzen kann. Aber in den wenigen Fällen, in denen die Schulmedizin in eine Sackgasse fährt, ist doch die Homöopathie ein möglicher Weg und bedarf mehr Erforschung. Ich denke, dass dies auch wissenschaftlich ist. Die zitierten Studien kenne ich jetzt nicht.

  33. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Der klitzekleine Unterschied:

    Wegener formulierte seine Theorie 1915, seit den 60er Jahren hat man Methoden, seine Theorie zu überprüfen. Das hat man getan und seitdem ist die Plattentektonik weitgehend anerkannt.

    Die Homöopathie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt, wir können seit mehreren Jahrzehnten klinische Studien durchführen.

    Die Homöopathie ist hinlänglich überprüft, zusammen mit haufenweise anderen, heute als esoterisch eingestuften Ideen, die einst als legitime Hypothesen galten (man hat z.B. versucht, die Seele zu wiegen) aber sich dann bei der Überprüfung nicht bewahrheitet haben. Vor ca. 60 Jahren wäre dein Einwand eine legitime Position gewesen, aber irgendwann muss auch mal gut sein.

  34. Susann Antworten | Permalink

    @ Lars

    Deine einseitige Argumentation baut auf einem Wissenschaftsglauben auf und schließt jeglichen Erfahrungshorizont außerhalb des derzeitigen Forschungsstandes aus. Mit meinem Beitrag wollte ich verdeutlichen, wie anfällig Wissenschaft für Verfälschungen ist und dass ich daher eine kategorische Ablehnung der Homöopathie für falsch halte. Zudem glaube ich nicht, dass ein Lehrstuhl für Homöopathie nur mal eben so errichtet wird, ohne, dass eine wissenschaftliche Grundlage oder wissenschaftliches Erkenntnisinteresse dafür existiert.

  35. Lars Fischer Antworten | Permalink

    @Susann

    Was ich glaube oder nicht glaube, kannst du überhaupt nicht beurteilen. Ich habe übrigens weiter oben durchaus ausgeführt, unter welchen Umständen ich eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Homöopathie für angemessen halte.

  36. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Ach Fritzsche...

    Immer noch am Hausieren? Wo wir grad beim Thema selektives Zitieren sind: Wie ist eigentlich die Auswahl meiner Tweets in dem Post zustande gekommen? Fortgeschrittene geistige Verwirrung, wie üblich?

    Zur Erinnerung: Du bist derjenige, der dafür bekannt ist, kritische Kommentare zu löschen (und sogar die eigenen, weil sie dir peinlich sind).

  37. katharina barnim Antworten | Permalink

    schwierig

    Lieber Lars, wo genau liegt eigentlich der Grund für dein Engagement gegen die Homöopathie und weshalb streitest du nicht besser FÜR etwas?

  38. Lars Fischer Antworten | Permalink

    "Engagement"

    Hallo Katharina,

    mein "Engagement" für oder gegen etwas kannst du überhaupt nicht beurteilen. Du plapperst hier doch nur irgendwelchen Quatsch nach.

    Wofür ich mich tatsächlich engagiere, könntest du in diesem Blog hinlänglich nachlesen.

  39. Stefan Antworten | Permalink

    Selbstdenker

    @Katharina und Susann: Woher Lars seine Motivation nimmt tut doch nichts zur Sache. Er schreibt und informiert die wenigen verbliebenen Selbstdenker, die seinen Blog daher sehr zu schätzen wissen. Ich schlage vor: Bleibt beim Thema.

    Meine Reaktion auf das Thema Homöopathie kann man sich hier gut anschauen: http://craplog.de/.../05/facepalm_picard_riker.jpg

  40. A.S. Antworten | Permalink

    Jeder denkende Mensch...

    ...sollte sich gegen die Homöopathie engagieren. Motivationen gibt es viele.

    Zum Beispiel könnte man der Meinung sein, alle Menschen hätten einen Anspruch auf Würde, einen Anspruch, den man mit Füßen tritt, wenn sie anlügt. Die Homöopathie beruht aber von ihren theoretischen Rechtfertigungen über die Heilsversprechen der Hersteller bis zu den scheinheiligen Fragen ihrer Anhänger auf nichts als Lügen.

    Man könnte auch der Meinung sein, es sei marktschädlich, durchgeschütteltes Wasser zu denselben Preisen verkaufen wie echte Medikamente. Unternehmen, die homöopathische „Präparate“ verkaufen, tun aber genau das.

    Man könnte auch der Meinung sein, kranken Menschen müsse wirklich geholfen werden, statt ihnen diese Hilfe nur vorzugaukeln. Homöopathische „Präparate“ sind aber wirkungslos (das lässt sich logisch und empirisch zeigen), die Kranken werden also zum Narren gehalten.

    Man könnte auch der Meinung sein, eine aufgeklärte Gesellschaft sollte alle Entscheidungen auf der Grundlage eines rationalen Diskurses und des aktuellsten Wissensstandes in allen Themenbereichen treffen. Die Homöopathie ist aber irrational und im magischen Denken des Mittelalters stecken geblieben.

    Wie gesagt, viele Motivationen. Wen interessiert es, welche davon für Lars ausschlaggebend ist? Sie sind alle gut.

  41. Reiche Antworten | Permalink

    Hypothese

    Wo veröffentlicht man eine wissentschaftliche Hypothese?

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