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Textsammlung – Beiträge anderswo

12. August 2011 von Lars Fischer

Mein Blog ist seit einer Weile etwas abgemagert, weil ich viele der langen und aufwendigen Texte inzwischen für spektrumdirekt schreibe, wo ich ja jetzt auch Redakteur und Praktikantenschinder bin. Das hat dazu geführt, dass viele Beiträge, die eigentlich in einer Reihe mit anderen Einträgen in diesem Blog stehen müssten, aus ihrem Zusammenhang gerissen sind und hier fehlen. Damit all das meinen treuen Lesern trotzdem nicht vorenthalten bleiben, habe ich hier eine ausgewählte und kommentierte Sammlung zusammengestellt. Die meisten Texte sind... weiter

 

Open Access – das Petitionsverfahren ist abgeschlossen

31. Juli 2011 von Lars Fischer

Der Petitionsausschuss hat die Bearbeitung meiner Online-Petition "Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" jetzt abgeschlossen. Die Eingabe war ein erstaunlicher Erfolg und hat mir ein paar ziemlich aufregende Monate beschert. Zeit für ein Fazit.   Mitte August 2009 habe ich in meinem alten Blog[1] einen kleinen, provisorisch zusammengeschriebenen Petitionstext zur allgemeinen Diskussion eingestellt habe. Das war die Zeit, als praktisch jeder sein Lieblingsthema online verpetitioniert hat, in der Hoffnung, einen ähnlichen Coup zu landen wie Franziska Heine mit ihrer Zensursula-Petition. Ein paar... weiter

 

Die andere Malaria

25. Juli 2011 von Lars Fischer

Der Großteil aller Ressourcen zur Bekämpfung der Malaria richtet sich exklusiv gegen Plasmodium falciparum, den Erreger der oft tödlichen Malaria tropica. Daneben gibt es noch vier andere für Menschen gefährliche Plasmodium-Arten, die allerdings töten im Vergleich mit Plasmodium falciparum deutlich seltener Menschen. Gerade in den Regionen mit hoher Malaria-Inzidenz und entsprechender Sterblichkeit gelten sie als geringeres Problem. Das ist allerdings voreilig, denn im Gegensatz zur verbreiteten Fixierung auf Todesgrippe, Killerbakterien und anders mörderisches Viehzeug lässt die reine Mortalität keinen Rückschluss... weiter

 

Fördern minimale Antibiotika-Rückstände in der Umwelt Resistenzen?

23. Juli 2011 von Lars Fischer

Es ist unvermeidlich, dass man bei einer Antibiotika-Therapie einen Teil der eingenommenen Substanz unverändert wieder ausscheidet. Man geht eigentlich davon aus, dass diese Stoffe im Abwasser zu stark verdünnt werden, um in der Umwelt resistente Bakterienpopulationen heranzuzüchten. So ganz sicher können wir uns dessen aber nicht sein, im Gegenteil. In den letzten Jahren verdichteten sich die Hinweise, dass schon sehr geringe Mengen dieser Stoffe einen Effekt auf die Mikrobenflora verschiedener Ökosysteme haben. In Deutschland ist das Problem seit Anfang der... weiter

 

Den Doktor abschaffen?

4. Juli 2011 von Lars Fischer

Die Debatte um die Titelgaunereien einiger (wenn nicht gar vieler, wir werden sehen) Politiker[1] habt ihr sicher mitbekommen, das Thema hat es gestern sogar in eine dieser Quatschsendungen geschafft. Florian diskutiert bei sich im Blog inzwischen sogar die ganz radikale Lösung, nämlich den Doktortitel[2] gleich ganz abzuschaffen. Die Überlegung die dahinter steht, finde ich absolut richtig. Das hat gar nicht mal nur etwas mit den Plagiaten zu tun, sondern mit dem Doktor an sich. Das ganze Bohei um die zwei... weiter

 

Der extremophile Pilz aus der Geschirrspülmaschine

22. Juni 2011 von Lars Fischer

Heute bin ich auf eine Veröffentlichung gestoßen, die eine Lücke in meinem jüngsten Ausflug in die Mikrobiologie des Haushalts schließt. Sie befasst sich nämlich mit Geschirrspülmaschinen, und die sind etwas anspruchsvollere Lebensräume als die Orte, an denen ich meine Proben genommen habe. Deswegen findet man dort auch spannendere Organismen, in diesem Fall Pilze. Was die Forscherinnen aus Slowenien dort gefunden haben ist denn auch etwas spannender als der Gießkannenschimmel, den ich aus meinem Kühlschrank gekratzt habe. Zalar und Kollegen entdeckten... weiter

 

Kulturwochenende: Bakterien und Pilze im Haushalt

15. Juni 2011 von Lars Fischer

Letztes Wochenende hat Ute ihr neues Mikroskop mitgebracht. Das ist zwar eigentlich für ihren Nachwuchs, aber wir haben uns nicht nehmen lassen, es vorher auszuprobieren. Das Problem ist natürlich, dass die mitgelieferten Präparate wenig spannend sind, wenn man schon mal selbst so ein Mikroskop hatte und weiß, wie, sagen wir, ein Zwiebelhäutchen in groß aussieht. Und mit gängigen Freiland-Fundsachen ist man höchstens ein paar Minuten beschäftigt. Deswegen habe ich letzte Woche den Biologen und Blogger Alexander Knoll in Karlsruhe besucht,... weiter

 

HUSEC 41 – ein schlechtes Zeichen für die Zukunft

7. Juni 2011 von Lars Fischer

Ein ziemlich gruseliger Aspekt der ganzen Geschichte um O104:H4 alias HUSEC 41 alias EHEC hat bisher noch vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erregt, nämlich sein bemerkenswertes Resistenzprofil. Glücklicherweise ist das für die Therapie der von diesem Keim ausgelösten Krankheiten eh nicht von Belang, denn Antibiotika verschlimmern die Symptome möglicherweise noch. Aber HUS ist ja nicht die einzige von E. coli ausgelöste Krankheit, im Gegenteil. Ein beträchtlicher Anteil aller bakterieller Infektionen geht auf verschiedene Varianten dieses Bakteriums zurück. Aus dem letzten Annual report... weiter

 

EHEC als Biowaffe

2. Juni 2011 von Lars Fischer

Wurde EHEC gezielt in die Nahrungskette eingebracht? Undenkbar ist das nicht, denn das Bakterium ist unter bestimmten Umständen tatsächlich als Biowaffe geeignet. Ein Überblick.   Die Gurken waren es also doch nicht, und Deutschland sucht weiter die EHEC-Quelle. Ich persönlich tippe auf einen symptomlosen Träger irgendwo in der Lieferkette. Die Anschlag-Theorie die teilweise kursiert, halte ich für unwahrscheinlich, grundsätzlich sind derartige Überlegungen nicht von der Hand zu weisen: EHEC ist eine potentielle Biowaffe. Es fällt jetzt natürlich nicht das erste... weiter

 

Dänemark greift nach dem Nordpol

18. Mai 2011 von Lars Fischer

Seit ruchbar wurde, dass an den Kontinentalschelfen des Nordpolarmeeres ein beträchtlicher Teil der verbliebenen Ölreserven lagert, kann es einigen Leuten mit dem Klimawandel gar nicht schnell genug gehen. Die fünf Anrainerstaaten der Arktis prügeln sich jedenfalls seit ein paar Jahren um buchstäblich jeden kahlen Felsbrocken und jeden Quadratzentimeter Meeresboden. Das Procedere regelt der Theorie nach das UN-Seerechtsübereinkommen, nach dem jedem Küstenstaat eine 200 Seemeilen breite Sonderwirtschaftszone um seine Küsten herum zusteht. Damit sollte das Thema eigentlich gegessen sein, allerdings gibt... weiter