AKTUELLE POSTS RSS

 

Was wollt ihr über Wissenschaft wissen – und wie?

2. Juli 2014 von Lars Fischer

Ich war Montag und Dienstag in Hannover auf der Tagung "Image statt Inhalt? Workshop Wissenschaftskommunikation" der VolkswagenStiftung, auf der es um euch ging. Genauer gesagt um die Leserinnen und Leser meines Blogs und all der anderen Medien, die sich mit Wissenschaft befassen. Nachlesen könnt ihr <das Programm auf der Webseite der Veranstaltung und den teilweise ziemlich turbulenten Ablauf von Tag 1 (von mir) sowie Tag 1 und Tag 2 jeweils komplett von Rainer Korbmann. Außerdem hier haufenweise Blogbeiträge zum Thema. Aber irgendwann muss man euch ja auch mal fragen, wie all die Versuche, euch etwas über Wissenschaft zu erzählen, bei euch ankommen. ... weiter

 

Manipulierte Facebook-Nutzer und unethische Forschung

29. Juni 2014 von Lars Fischer

Dass man auf Facebook als Nutzer mehr oder weniger ausgeliefert ist, das wissen wir schon. Aber das, was jetzt rausgekommen ist, das hat schon eine neue Qualität. Im Auftrag von drei Forschern hat Facebook gezielt Emotionen manipuliert - ohne die Betroffenen über das Experiment zu informieren. Fast 700.000 Nutzer sind so zu unfreiwilligen Versuchskaninchen geworden. Deswegen sind ziemlich viele Menschen ziemlich sauer, und zwar zu Recht. ... weiter

 

Was klebt am Touchscreen eines Smartphones?

24. Juni 2014 von Lars Fischer

Regelmäßige Fischblog-Leser wissen ja inzwischen: Die meisten Menschen waschen sich nach der Eiablage nicht die Hände und verteilen so ihre Darmflora auf allen verfügbaren Oberflächen. Demnach müssten auch Smartphones messbar fäkalverschmiert sein[1]. Traurigerweise hat das - zumindest meines Wissens - bisher noch niemand hieb- und stichfest nachgeprüft: Wie stark die Bakteriengesellschaften von Telefon und Darm wirklich übereinstimmen, ist unbekannt. Aber es gibt Grund zur Hoffnung, denn ein erster kleiner Schritt in diese Richtung ist jetzt gemacht. ... weiter

 

Warum habt ihr keine Angst?

15. Juni 2014 von Lars Fischer

Wie kann es sein, dass eine normalerweise so zur Furcht bereite Gesellschaft wie unsere, so völlig gleichgültig ihrer größten Bedrohung seit dem Schwarzen Tod entgegen driftet? Von Atomkraft bis Zucker gibt es inzwischen kaum noch etwas, das nicht breiten Kreisen der Bevölkerung Angst macht - auffällige Ausnahme ist die Bedrohung durch antibiotikaresistente Bakterien, die in den nächsten zwanzig Jahren nicht nur die Medizin auf den Stand von 1890 zurückwerfen wird, wenn wir nichts unternehmen. Warum treibt das Thema niemanden auf die Straße? ... weiter

 

Chicken Wings mit Quecksilbersoße gefällig?

27. Mai 2014 von Lars Fischer

Dieses kleine Fundstück aus der Welt des abseitigen Marketings möchte ich euch nicht vorenthalten. Die Lebensmittelmarke Buffalo Wild Wings führt anscheinend derzeit neue Soßen für ihre Chicken Wings in den Markt ein und hat dabei ein gewisses Faible für toxische Metalle entwickelt. Dass Quecksilber und seine Verbindungen ziemlich giftig sind, brauche ich euch ja nicht zu erzählen. Beryllium ist weniger prominent, aber ungefähr genauso unerfreulich. Erstens ruft es akute und chronische Vergiftungen hervor, die vor allem Lunge und Atemwege betreffen,... weiter

 

Wieso ein kontinentaler Eisschild zusammenbrechen kann und was das für uns bedeutet

14. Mai 2014 von Lars Fischer

Inzwischen dürftet ihr alle mitbekommen haben, dass die Tage des Westantarktischen Eisschildes gezählt sind. Auch wenn bis zum endgültigen Aus noch eine ganze Menge Tage zu zählen sind, müssen wir uns als globale Gesellschaft dringend Gedanken machen, wie wir damit umgehen. Dabei handeln die fraglichen Studien erstmal nur von einigen Gletschern, die vom Eisschild aus ins Meer fließen - aber wenn die Gletscher fallen, fällt nach diesen Forschungsergebnissen der gesamte Westantarktische Eisschild. Langfristig steht die Existenz der global vernetzten Menschheit in Frage. Aber das erklär ich später. Zuerst mal: Warum bricht der kilometerdicke Westantarktische Eisschild zusammen, wenn ein paar Gletscher zurückweichen? Zumal der Massenverlust der Gletscher dort an sich ja keine große Neuigkeit ist, Der Pine-Island-Gletscher hat seit den 90er Jahren 30 Kilometer Länge verloren. Das ist nicht erst jetzt plötzlich jemandem aufgefallen. ... weiter

 

Wettermanipulation: Riesenmauern gegen Tornados

6. Mai 2014 von Lars Fischer

Mit den aktuellen Tornado-Schäden und Todesopfern in den USA stellt sich wie jedes Jahr die Frage, was man gegen solche Naturkatastrophen unternehmen kann. Und da ein gesundes Maß an Größenwahn hat so einer Unternehmung noch nie geschadet hat, schlägt ein amerikanischer Forscher vor, mehrere dreihundert Meter hohe Mauern quer über die Great Plains von Nordamerika zu bauen. Das Schöne an der Idee: Sie ist nicht nur hinreißend beknackt, sondern zeigt auch, dass halbe Bildung gelegentlich mehr Unheil stiftet als gar... weiter

 

Wenn die Straße unterm Auto wegbricht…

2. Mai 2014 von Lars Fischer

Ich wollte noch mal auf das sehenswerte Erdrutsch-Video zurück kommen, an dessen Ende ein ganzer Seitenstreifen samt Autos mit großem Getöse in einem Loch verschwindet: Das ist natürlich ziemlich eindrucksvoll, aber was da nun genau passiert, sieht man leider nicht so richtig gut. Zum Glück hat Dave Petley vom Landslideblog sich die Mühe gemacht, den Hintergrund zu recherchieren, und es zeigt sich ein Szenario, das auch hierzulande zumindest vorstellbar ist. Wie man auf diesem von der anderen Seite aufgenommenen Foto... weiter

 

Pinkelt ihr ins Schwimmbecken? Von Stickstoff, Chlor und Giftgas

25. April 2014 von Lars Fischer

Die Badesaison nähert sich ja so langsam, und damit auch das alljährliche Schwimmbad-Dilemma: Aus dem Wasser und zum Klo rennen - oder reinpinkeln? Heutzutage gar keine Frage mehr. Seit sich selbst Profischwimmer als Beckenpinkler outen, ist das Laufenlassen quasi sozial akzeptiert. Und erwischt werden kann man auch nicht. Allerdings ist Urin im Schwimmbecken nicht so harmlos wie Beckenpinkler denken, und der Grund dafür ist kurioserweise das Chlor, mit dem das Wasser desinfiziert wird. Chlor greift nicht nur die Bakterien an,... weiter

 

Die fühlende Handprothese und warum es trotzdem keine Cyborgs geben wird

9. Februar 2014 von Lars Fischer

Science-Fiction-Fans wissen: Übermenschliche Fähigkeiten verleiht in Zukunft nicht mehr der Zaubertrank, sondern die Technik. Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine - Cochlea-Implantate, künstliche Netzhäute oder mechanische Prothesen - stellen heute verlorene körperliche Fähigkeiten wieder her. Aber die Idee liegt nahe, die möglichkeiten des Körpers mit diesen Mitteln über das Maß Gesunder hinaus zu erweitern - quasi nach dem Vorbild von Geordi LaForge. Ich persönlich hätte nichts dagegen, mit meinem Hörgerät auch Ultraschall wahrnehmen zu können. Wir haben ja auch neuerdings ja einen Cyborgismus-Verein in Deutschland, der sich unter anderem mit solchen Fragen beschäftigt. Die Realität ist allerdings: In den meisten Fällen gelingt es nur so gerade eben, selbst die geringsten natürlichen Fähigkeiten des Körpers technisch nachzubilden. Das jüngste Beispiel ist die neue, fühlende Handprothese, die ein italienisches Team aus Medizinern und Technikern hergestellt hat. Ihr Herzstück ist eine Verbindung zwischen Drucksensoren in der Prothese und den Armnerven, die normalerweise die Sinnesreize aus der Hand ableiten. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu echten Cyborg-Implantaten - aber auch ein Indiz dafür, dass dieser Weg letztendlich eine Sackgasse sein wird. ... weiter