Wissenschaftsblog-Auslese 2010: Die Preisträger

17. Februar 2011 von Lars Fischer in Allgemein

Die Gewinner der Auslese 2010 stehen fest: Eine 290 Seiten lange Kandidatenliste haben die zehn Juroren durchgearbeitet, um ihren kargen Vorrat von 30 Wertungspunkten zu verteilen und so die besten wissenschaftlichen Blogbeiträge des Jahres zu finden.

Update: Noch mal Ablauf und Juroren sowie die Longlist mit allen nominierten Beiträgen.

Hier also die fünfzehn Texte mit den meisten Jurypunkten. Zwei Texte ragen mit hohen Bewertungen aus dem Feld heraus, die anderen sind in willkürlicher Reihenfolge aufgeführt. 

Werner Friebel: Schopenhauers buddhistische Roots | Philosophische Schnipsel

Christiane Schulzki-Haddouti: Zahlenrätsel zum Innovationsstandort Deutschland | KoopTech

Martin Bäker: Warum darf man Vogeleier drehen, Reptilieneier nicht? | Hier wohnen Drachen

Anatol Stefanowitsch: Muschi gesucht | Sprachlog

Christian Reinboth: Das Tuskegee-Experiment und die Grenzen medizinischer Forschung | Frischer Wind

Lars Fischer: Die Seltenen Erden und wo man sie findet (fast überall) | Fischblog

Ulrich Berger: Wie Sie effektiv ein unwirksames Therapieverfahren bewerben: Fallbeispiel Universitätsklinikum Freiburg | Kritisch gedacht

Christian Reinboth: Paul die Orakelkrake - mathematisch betrachtet | Frischer Wind

Wolfgang Feil: Kaffee [Die gesündesten Lebensmittel der Welt] | Forschungsgruppe Dr. Feil

Stefan Oldenburg: Grenzen des Homo Sapiens | Clear Skies

Brigitte Knopf: Die Laufzeitverlängerung: mehr Wachstum, geringe Importrisiken, niedrige Strompreise - oder doch nicht? | Klimalounge

Alexander Knoll: Das Venter-Rezept für Bakterien mit synthetisiertem Genom | Alles was lebt

Christian Reinboth: Der Tag, als London starb - die Smog-Katastrophe von 1952 | Frischer Wind

Lars Fischer: Hat die NASA Aliens gefunden? (natürlich nicht) | Fischblog

Christian Reinboth: Pruitt-Igoe und der Tag, an dem die moderne Architektur starb | Frischer Wind

 

Gratulation an die Gewinner - und herzlichen Dank insbesondere an die aufopferungsvollen Juroren und alle, die Texte nominiert haben.


17 Kommentare zu “Wissenschaftsblog-Auslese 2010: Die Preisträger”

  1. Mlle Différentielle Antworten | Permalink

    Durchaus interessant, sich durch diese Blogposts zu lesen.
    Jedoch frage ich mich:
    Ist es möglich, Einblick in die komplette Liste der nominierten Artikel zu erhalten? Dass gerade mal zwei der 15 besten Artikel von Frauen geschrieben wurden, mutet seltsam an. Dies insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass Herr Fischer durchaus die Debatte der englisch-sprachigen Wissenschaftsbloggerinnen verfolgt/verlinkt hat. Das mag unter Umständen der Tatsache geschuldet sein, dass (hypothetischerweise) nicht mehr Artikel aus weiblicher Feder nominiert wurden. (Wenngleich dies nicht unbedingt für die deutsche Bloggerszene spräche.) Spätestens jedoch bei der Jurybesetzung haben die Veranstalter dieses Wettbewerbes doch durchaus genug Einfluss gehabt, um etwas mehr Ausgeglichenheit zu schaffen.

    P.S.: Dass auch Artikel der Veranstalter nominiert werden können, mindert in meinen Augen die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbes(Ungeachtet der Qualität der jeweiligen Artikel). Ich würde einen neutraleren Rahmen bevorzugen.

  2. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Größenordnungsmäßig

    entspricht das etwa dem Geschlechterverhältnis in den deutschen Wissenschaftsblogs insgesamt. Bei den nominierten Beiträgen ist der Frauenanteil noch geringer.

    Mal abgesehen davon, dass ich froh bin, überhaupt rechtzeitig genug Juroren zusammengekriegt zu haben, sehe ich auch nicht, wie ein höherer Frauenanteil in der Jury zu mehr Frauen bei den Siegerbeiträgen führen soll.

    Der Knackpunkt ist halt, dass es vergleichsweise wenige Wissenschaftsbloggerinnen gibt, die außerdem m.E. tendenziell weniger nominiert werden (wobei das natürlich bei so ner kleinen Stichprobe Spekulation ist). Das zeigt sich eben auch in der Auslese.

  3. Ute Antworten | Permalink

    @Mademoiselle D.

    Es steht Dir ja frei, in diesem Jahr rechtzeitig Deine Lieblingsartikel aus diversen Frauenblogs zu nominieren. Es hätte Dir auch letztes Jahr schon freigestanden.

    Ich sehe übrigens kein Problem mit der Nominierung von Blogposts aus der Plattform der Veranstalter.

    1. Kann jeder Leser jeden beliebigen Blogbeitrag nominieren, der den formellen Kriterien genügt (Veröffentlichungsdatum, Sprache, Wissenschaft)

    2. stellen die SciLogs nun mal einen großen und vor allem qualitativ guten Teil der deutschsprachigen Wissenschaftsblogs dar. Sie auszuschließen wäre nicht gerade ausgewogen.

    3. hat die Jury wohl bewiesen, daß die Plattform bei der Vergabe der Preise keine Rolle spielt.

  4. Elmar Diederichs Antworten | Permalink

    @Lars

    "Mal abgesehen davon, dass ich froh bin, überhaupt rechtzeitig genug Juroren zusammengekriegt zu haben, sehe ich auch nicht, wie ein höherer Frauenanteil in der Jury zu mehr Frauen bei den Siegerbeiträgen führen soll."

    Dem kann ich nur zustimmen: Es sollte wichtig sein, was gesagt wird, nicht aber, wer es sagt.

    Wer dieses Prinzip aushebeln will, möchte einen Vergleich der Blogger, nicht der posts. Doch Wissenschaft interessiert sich für Resultate und weniger für Personalien.

  5. Michael Khan Antworten | Permalink

    Mutet wem seltsam an?

    Dass gerade mal zwei der 15 besten Artikel von Frauen geschrieben wurden, mutet seltsam an.

    Mir nicht. Aber die folgende Aussage mutet dafür extrem seltsam an:

    Spätestens jedoch bei der Jurybesetzung haben die Veranstalter dieses Wettbewerbes doch durchaus genug Einfluss gehabt, um etwas mehr Ausgeglichenheit zu schaffen.

    Die Aufgabe der Jury soll demnach nicht sein, die besten wissenschaftlichen Blog-Artikel zu benennen, sondern, "Ausgeglichenheit" zu schaffen?

  6. WeiterGen Antworten | Permalink

    Merci

    Obwohl von mir keiner dabei ist dieses Jahr, möchte mich mich bei der Jury für die Mühe bedanken, auch von mir nominierte Artikel gelesen zu haben.

  7. Michael Blume Antworten | Permalink

    Danke

    Auch von mir ein Danke an alle Beteiligten der Blogauslese! Ich finde es klasse und fühlte mich geehrt, in diesem Jahr mit einem Artikel nominiert gewesen zu sein.

    Tut mir Leid, ich habe auf die andere Diskussion gerade keine Lust mehr.

  8. Valentin Feil Antworten | Permalink

    Signet

    Vielen Dank für die Nominierung und die Ehrung.

    Gerne würde ich ein Signet auf unseren Blog stellen. Gibt es hier schon ein fertiges oder muss man dieses selber erstellen?

  9. Lars Fischer Antworten | Permalink

    @Valentin Feil

    Sie dürfen das Logo im Beitrag gerne verwenden.

    @alle:
    Jup, dieser Kommentarthread ist gerade zensiert worden. Ich hab echt zu viel Arbeit in die Auslese gesteckt als dass ich mir durch ne Off-Topic-Gender-Grundsatzdiskussion den Spaß daran verderben lassen möchte.

  10. A.S. Antworten | Permalink

    @Lars

    Und für diese Arbeit auch hier noch mal vielen Dank! Ich denke zwar (wie du schon damals angesprochen hast), dass der Nominierungsvorgang irgendwie optimiert werden muss, denn dass z.B. keins der KosmoLogs vertreten ist, muss m.E. daran liegen, dass nicht ausreichend viele der guten Artikel (oder nicht die richtigen) in der Auswahl waren.

    Aber die Organisation der Auslese ist eine große Leistung, und auch der Jury gebührt Dank und Respekt dafür, dass sie 290 Seiten Blogbeiträge gelesen und bewertet haben!

  11. Florian Freistetter Antworten | Permalink

    Kosmologs

    @A.S.: Naja - nicht nur die Kosmologs. Es ist diesmal irgendwie gar kein Artikel mit physikalischen/astronomischen Thema dabei (sieht man mal von der NASA-Arsen Story ab bei der es aber auch eigentlich um Chemie/Biologie geht).

  12. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Die KosmoLogs sind drin

    In Person von Stefan Oldenburg. Aber Astro/Physik ist tatsächlich unterrepräsentiert, auch wenn man das mal mit den letzten Jahren vergleicht.

    Ich persönlich hatte schon bei den Nominierungen das Gefühl, dass das aktuelle Verfahren an seine Grenzen stößt. Dazu hatte ich ja schon vor dem Ergebnis was geschrieben. Es fehlen viele gute Beiträge, die zumindest hätten nominiert werden müssen.

    Inzwischen tendiere ich dazu, die Auslese in Kategorien einzuteilen und jeweils die drei besten zu suchen. Dann ist mehr abgedeckt, auch stilistisch.

  13. Werner Friebel Antworten | Permalink

    Erstmal vielen Dank an Lars und die Jury für die wieder mal viele investierte Arbeit an diesem Auswahlprocedere.
    Vorschlag, um @ Florian Freistetter aufzugreifen: Man könnte vielleicht in Zukunft die Auslese in mehrere Kategorien unterteilen, wovon dann auch "Physik/ Astronomie" eine wäre. In jeder gäbe es dann zwei oder drei Preisträger zu bestimmen. Hätte vielleicht auch den Vorteil, dass die Jurymitglieder sich je nach ihren Kompetenzen schwerpunktmäßig in den jeweiligen Kategorien umtun könnten.

  14. Christiane Schulzki-Hadd Antworten | Permalink

    Vielen Dank nochmal für die wirklich große Arbeit.

    Ich glaube, dass die Auslese breiter bekannt gemacht werden müsste, dann kämen auch mehr Vorschläge rein - und die Auswahl sollte sich an bestimmten (Qualitäts?-)Kriterien, auf die man sich vorher einigt, richten. Für diese Kriterien kann man bspw. Punkte vergeben - wer dann die meisten erzielt, steht oben. Auf diese Weise könnte man Beispiel "Originalität", "Stil", "Gründlichkeit", "Witz" u.ä. bewerten. Das wäre vielleicht wichtiger als irgendwie nach Inhalten oder Personenkreise zu gehen.

  15. pulegon Antworten | Permalink

    danke für die mühe

    Auch von mir nochmal danke für deine Mühe. Konnte nur ansatzweise deinen Aufwand mitbekommen, aber das reicht um dir meinen Respekt auszusprechen.
    Ganz schönes Stück Arbeit.
    Danke dafür.

  16. Gunnar Antworten | Permalink

    Tolle Auswahl

    Das sind ja wieder eine Menge spannender Blogposts. Meinen herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!
    Und natürlich vielen Dank an die Jury, dass sie wieder einmal die Qual der wahl auf sich genommen hat.

  17. Mierk Antworten | Permalink

    Herzlichen Glückwunsch

    ...auch von mir! Und vielen Dank für die viele Arbeit, die wieder in dieses Projekt gesteckt wurde.

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