Herschel/Planck Start nun am 6.Mai

11. April 2009 von Helmut Dannerbauer in Herschel

Vor wenigen Tagen gab nun die ESA den neuen Starttermin für die beiden astronomischen Satelliten Missionen Herschel und Planck bekannt [1] - siehe auch Stephan Fichtners Post vom 13. März 2009. Am Mittwoch den 6. Mai 2009 soll es nun soweit sein. Der Start wird mit einer Ariane 5 ECA vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou/Französisch-Guyana aus erfolgen. Beide Satelliten werden zusammen gestartet!

Nach Überprüfung der Flugtauglichkeit des Herschel Teleskopes konnten ESA und Arianespace das "GO" für den neuen Starttermin geben. Der Durchmesser des Teleskopspiegels beträgt 3,5 m und wird dann das Größte Teleskop im Weltall bis zum Start des Nachfolger von Hubble, dem James Webb Space Telescope, in einigen Jahren sein. Seit Mitte März sind die beiden Satelliten nun Herschel und Planck schon flugberei. Jetzt steht dem Start von Seiten der Instrumente und des Telekops nun wirklich nichts mehr im Wege. In diesen Tagen findet nun das Auftanken von Herschel und Planck der Ariane 5 ECA Rakete mit Hydrazin statt.

Hier gibt es den Herschel/Planck Start-Countdown - eine Startzeit von 13:20 UT (15:20 MESZ) wird dabei angenommen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter eines der Instrumente von Herschel steigt auch bei mir immer mehr die Spannung und ich sehe mit großer Freude dem hoffentlich baldigen Start entgegen.

 

Startkonfiguration der Ariane 5 ECA Rakete mit den beiden Wissenschafts-Satelliten Herschel (oben) und Planck (unten), Quelle: ESA, Alcatel Space, Arianespace. 

 

Bis zum nächsten Blog,

Euer Helmut Dannerbauer

 

Quelle:

[1]: ESA Herschel News am 8. April 2009 


2 Kommentare zu “Herschel/Planck Start nun am 6.Mai”

  1. Michael Khan Antworten | Permalink

    Kleine Ungenauigkeit

    > In diesen Tagen findet nun das
    > Auftanken
    > der Ariane 5 ECA Rakete mit Hydrazin
    > statt.

    Das stimmt so nicht, denn bei der Ariane 5 ECA sind sowohl die Zentral- als auch die Oberstufe kryogen; sie werden erst am Tag des Abhebens mit flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff befüllt.

    Das jetzt stattfindende Betanken mit Hydrazin betrifft die beiden Raumfahrzeuge Herschel und Planck - diese haben selbst noch relativ kleine Tanks, um auf dem Transfer zum L2-Punkt Manöver durchführen zu können sowie um auf ihrer Bahn um den L2-Punkt Steuermanöver zu machen.

    Diese Region ist bekanntlich instabil, ein ungesteuertes Raumfahrzeug würde sich daraus über kurz oder lang in eine beliebig andere Bahn Richtung Erde oer Richtung interplanetarer Raum verabschieden.

    Zusätzlich zum Auffüllen der Treibstofftanks wird bei Herschel auch der Heliumtank des Kryostaten mit flüssigem Helium betankt. Dieser bedingt bei einem im fernen Infrarot sensiblen Teleskop die Lebensdauer des Gesamtsystems, ohne einen aktiv gekühlten Sensor läuft da nicht mehr viel.

  2. Helmut Dannerbauer Antworten | Permalink

    @Ungenauigkeit

    Hallo Michael,

    Danke für den Hinweis, ist schon ausgessert.

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