Go for Launch http://www.scilogs.de/go-for-launch Raumfahrt aus der Froschperspektive Sun, 24 May 2015 07:12:08 +0000 de-DE hourly 1 Freitag 17:00: Letzter Hangout vor der VMC-Schulkampagnehttp://www.scilogs.de/go-for-launch/freitag17-letzter-hangout-vmc-schulkampagne/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=freitag17-letzter-hangout-vmc-schulkampagne http://www.scilogs.de/go-for-launch/freitag17-letzter-hangout-vmc-schulkampagne/#comments Thu, 21 May 2015 08:13:25 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4818 Wie bereits im VMC-Blog und auch auf Go for Launch angekündigt: Vom 25. bis 27. Mai wird die VMC-Kamera auf der ESA-Sonde Mars Express ganz der Allgemeinheit gehören. Es wurden Beobachtungsvorschläge eingereicht und daraus eine Anzahl von Zielen auf der Oberfläche ausgewählt. Mars Express und die VMC sind bereit. Es kann losgehen. In einem letzten Hangout auf Google+ werden nun letzte Fragen zu dieser Aktion beantwortet. Mit dabei sind zwei Experten aus dem Team, das die Raumsonde steuert, sowie irgend so ein Missionsanalytiker.

Link zum Hangout auf Google+

Link zum Hangout im MEX-Blog der ESA

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Iridium-Flare durch Wolkenhttp://www.scilogs.de/go-for-launch/iridium-flare-durch-wolken/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=iridium-flare-durch-wolken http://www.scilogs.de/go-for-launch/iridium-flare-durch-wolken/#comments Wed, 20 May 2015 20:00:16 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4811 Wenn man den Bogen 'raus hat, wird es zur Routine. Und das Bilder-Zeigen ist wie das Witze-Erzählen, man muss aufpassen, dass man selbst nicht am Ende der Letzte ist, der sich noch dafür interessiert. Deshalb höre ich jetzt auch mit den Iridium-Flares auf. Ich weiß nun, wie es geht: ISO 800, Blende 2.8, Belichtungszeit 13 Sekunden (reicht, um die helle Phase des Flares einzufangen), die Position des Flares auf der Sternkarte bei heavens-above nachschauen und mit dem Fernauslöser in der Hand in diese Stelle des Himmels gucken, beim ersten Erscheinen der Leuchtspur auslösen und dann nur noch abwarten.

Das Gute an Fisheye-Objektiven ist, dass man sich keine großen Gedanken um das Zielen machen muss.

Hier nun wieder einer am Abend im Westen (Iridium 62, allerdings schon vorgestern Abend) und nahe beim Jupiter. Mit -6.5 mag hatte er keine Probleme, sich gegen die Schleierbewölkung durchzusetzen.

Flare von Iridium 62 am 18. Mai 2015 um 23:15:31 MESZ. Canon EOS 6D, Sigma EX DG 15 mm, f/2.8, ISO 800, 13 Sekunden

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Flare von Iridium 62 am 18. Mai 2015 um 23:15:31 MESZ. Canon EOS 6D, Sigma EX DG 15 mm, f/2.8, ISO 800, 13 Sekunden

Nu is' ersma gut.

Als nächstes nehme ich mir mal einen richtig hellen vor und fahre dazu an einen dunklen Ort.

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Noch’n Flare! Beim Jupiter!http://www.scilogs.de/go-for-launch/nochn-flare-beim-jupiter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nochn-flare-beim-jupiter http://www.scilogs.de/go-for-launch/nochn-flare-beim-jupiter/#comments Fri, 15 May 2015 21:55:17 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4807 Ich bin beeindruckt, wie akkurat die Iridium-Flare-Vorhersage bei Heavens-Above ist. Nachdem mir die App auf dem Handy mitteilte, dass heute Abend wieder mit einem hellen Flare, diesmal direkt unterhalb vom Jupiter, zu rechnen sei, schaute ich mir die Details im Web an, baute die Kamera auf, experimentierte im Vorfeld etwas mit ISO-Wert und Belichtungszeit und drückte exakt 6 Sekunden vor dem vorhergesagten Maximum auf den Auflöser.

Bingo. Den Flare erwischte ich genau, als der Satellit mit dem bloßen Auge sichtbar wurde. 13 Sekunden reichten aus, um das Helligkeitsmaximum komplett zu erfassen. ISO 640 geht noch bei voll geöffneter Blende, aber 800 hätte auch nichts geschadet.

Es ist wirklich simpel. Das kann jeder, der eine DSLR sein eigen nennt. Ein Fisheye, wie ich es verwendete, ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber doch von Vorteil, weil damit auch bei langen Belichtungszeiten die Sterne noch nicht nennenswert verwischen.

Flare von Iridium 14 am 15. Mai 2015 um 23:24:18 MESZ. Canon EOS 6D, Sigma EX DG 15 mm, f/2.8, ISO 640, 13 Sekunden

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Flare von Iridium 14 am 15. Mai 2015 um 23:24:18 MESZ. Canon EOS 6D, Sigma EX DG 15 mm, f/2.8, ISO 640, 13 Sekunden

Dieses Bild hat auch eine Aussage. Nämlich die, dass sich über der zum großen Teil überflüssigen Stadtbeleuchtung immer noch der Sternenhimmel befindet, auch wenn viele von uns das gar nicht mehr mitkriegen. Und auch, dass sich da eine ganze Menge abspielt. Vielleicht bin ich der einzige in dieser nicht gar so kleinen Stadt, der genau in diesem Moment zu den Sternen aufblickte und die Szene dokumentierte. Falls ja, wäre das sehr traurig.

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Ein knackiger Siebener!http://www.scilogs.de/go-for-launch/iridium_flare_minus7mag_15052015/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=iridium_flare_minus7mag_15052015 http://www.scilogs.de/go-for-launch/iridium_flare_minus7mag_15052015/#comments Mon, 11 May 2015 22:37:26 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4792 ... weiter]]> Iridium 70 zog von Süden kommend über Westen nach Norden knapp an Jupiter vorbei und legte dabei einen Flare hin, der auf heavens-above mit -7 mag angekündigt war. Das könnte, so mein visueller Eindruck, auch gepasst haben. Jupiter erreicht nicht ganz -2 mag, und der Flare war viel heller als der Planet, dazu noch lang andauernd.

Der Satellit schien aus dem Nichts zu kommen, war über 10 Sekunden sehr hell und konnte sich mühelos gegen die Festbeleuchtung der Tankstelle durchsetzen, um dann ebenso schnell wieder zu verschwinden, wie er erschienen war. Auf den direkt vor und nach diesem Bild gemachten Aufnahmen ist er nur ganz schwach auszumachen.

Die Leuchtspur erinnert an eine Galaxie, auf die man von der Seite draufschaut. Links oberhalb der Szene ist übrigens der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus.

Ein Flare des Satelliten Nummer 70 im Iridium-Satellitennetzwerk am 11. Mai 2015 um 23.39 MESZ, canon EOS 6D, Sigma EX 15 mm DG, f/2.8, ISO 800, 10 Sekunden Belichtungszeit

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Ein Flare des Satelliten Nummer 70 im Iridium-Satellitennetzwerk am 11. Mai 2015 um 23.39 MESZ, canon EOS 6D, Sigma EX 15 mm DG, f/2.8, ISO 800, 10 Sekunden Belichtungszeit

Hier reiche ich noch einige Bilder nach. Sie stammen vom Abend des 6. Mai, zur Kulmination des Planeten Merkur. Zunächst Venus und Merkur im Nordwesten. Merkur steht tief unten im rechten Bildteil, knapp oberhalb der Dunstschicht. Danach noch der Sternenhimmel über einem Baum, während ich auf den Mondaufgang wartete (ohne Nachführung, nur mit hohem ISO-Wert auf einem Stativ). Zu guter Letzt der aufgehende Mond mit dem Planeten Saturn.

Venus und Merkur über Darmstadt am Abend des 6. Mai 2015 um 22:26 MESZ, Canon EOS 6D, Leica Summicron-R 50, f/4, ISO 10000, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Venus und Merkur über Darmstadt am Abend des 6. Mai 2015 um 22:26 MESZ, Canon EOS 6D, Leica Summicron-R 50, f/4, ISO 10000, 1 Sekunde

Die Vega über einem Baum am 6. Mai 2015 um 23:30 MESZ, Canon EOS 6D, Leica Summicron 50, f/2, ISO 10000, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Die Vega über einem Baum am 6. Mai 2015 um 23:30 MESZ, Canon EOS 6D, Leica Summicron 50, f/2, ISO 10000, 1 Sekunde

Der aufgehende Mond und Saturn im Skorpion am 7. Mai 2015 um 00:05 MESZ, Canon EOS 600D, Leica Summicron-R 90, f/4, ISO 10000, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Der aufgehende Mond und Saturn im Skorpion am 7. Mai 2015 um 00:05 MESZ, Canon EOS 600D, Leica Summicron-R 90, f/4, ISO 10000, 1 Sekunde

Und jetzt noch ein Praxistipp für Leute, die auch Leica-R-Objektive an einer Canon-Vollformat-DSLR verwenden. Dies kann bei solchen Objektiven Probleme bereiten, die "floating elements" enthalten und bei denen sich bei der Scharfstellung auf Unendlich (was in der Astrofotografie immer der Fall ist) die hintere Linsengruppe in das Kameragehäuse hinein bewegt. Dann kann der Spiegel beim Auslösen an das Objektiv stoßen, sodass der Lichtweg zum Sensor nur halb freigegeben wird. Bei einer DSLR mit APS-C-Chip ist der Spiegel kleiner, sodass dieses Problem nicht auftritt. Auf dieser Webseite hat ein hilfsbereiter Mensch eine Liste aller Leica-R-Objektive zusammengestellt und ihre Verwendbarkeit (oder nicht) vermerkt.

Bei mir trat das Problem mit einem Elmarit-R 24 auf, und zwar natürlich im Einsatz draußen auf der Wiese unterm Sternenzelt. Erst daheim fiel mir eine Lösung ein, die ich am nächsten Morgen erfolgreich ausprobieren konnte. Man kann das Objektiv einsetzen und auf eine geringe Entfernung fokussieren, sodass das Floating Element nicht mehr in das Gehäuse ragt. Dann löst man den Spiegel aus und aktiviert die LiveView-Funktion. Diese muss während der gesamten Zeit der Verwendung des betreffenden Objektivs aktiviert bleiben.

Manche Quellen im Web empfehlen ein Abschleifen des Spiegels oder von Teilen der Linsenhalterung des Objektrivs. Wer das machen will, soll das gern tun - für mich kommt so eine Radikallösung nicht infrage.

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Zu cool für diese Welt?http://www.scilogs.de/go-for-launch/rolleiflex_sl2000f/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=rolleiflex_sl2000f http://www.scilogs.de/go-for-launch/rolleiflex_sl2000f/#comments Sun, 10 May 2015 22:16:14 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4780 ... weiter]]> Anfang der Achtziger war der Kampf der deutschen Kameraindustrie gegen die fernöstliche Konkurrenz bereits veloren. Wer sich nicht in eine hochpreisige Nische retten konnte, war entweder schon weg vom Fenster oder würde es bald sein. Rollei hatte damals als Hersteller  von Mittelformatkameras für professionelle Fotografen immer noch einen guten Namen, aber einen schweren Stand.

Die Firma unternahm mit der Rolleiflex SL2000F, auf die noch die Weiterentwicklungen 3003 und 3001 folgten, einen letzten Versuch, sich auch in der High-End-Kleinbildfotografie zu etablieren. Heraus kam eine Kuriosität, die in der Summe ihrer Eigenschaften klar an jedem möglichen Markt vorbei konzipiert war und deren Scheitern unausweichlich sein musste. Immerhin kann man der "kleinen" Rolleiflex einen Seltenheitsbonus zubilligen.

Sie sollte wohl Merkmale professioneller Mittelformatkameras auch auf dem Kleinbildmarkt etablieren. Sie trat richtig cool und ein ganzes Stück zu selbstbewusst auf. Hey Leute, ich mache alles anders, als ihr es kennt.

Im Endeffekt kombinierte sie aber die Nachteile des Mittelformats mit denen des Standardformats, ohne nennenswerte Vorteile mitzubringen. Sicher keine Vorteile, die den Amateur ansprechen würden. Aber auch für den Profi war sie einfach nicht interessant.

Ihr erstes Alleinstellungsmerkmal war das Filmmagazin, das man mit nur teilweise belichtetem Film abmontieren und gegen ein anderes austauschen konnte. Damit verbunden war ein Motor. Beides zusammen machte das Gehäuse schwer und klobig.

Ihr zweites Alleinstellungsmerkmal war der Doppelsucher: Ein Schacht, durch den man nach unten auf eine Mattscheibe schaute, wie bei Mittelformatkameras üblich. Zudem aber auch ein Teleskopsucher, ähnlich wie bei einer Videokamera. Der Teleskopsucher lieferte mir immer ein zu dunkles Bild, um wirklich von Nutzen zu sein. Der Sucherschacht war nützlich, die Fokussierung sogar ein Gedicht - aber zu der Zeit hatten sich Kleinbildfotografen nun einmal an konventionelle Sucher mit Blickrichtung zum Objekt gewöhnt.

Der praktische Nutzwert des wechselbaren Magazins war eher gering. Wenige Amateure konnten daraus Nutzen ziehen. Profifotografen dagegen, die in ihren Sessions wahre Filmvernichtungsorgien feierten, hatten ohnehin mehrere Gehäuse zur Verfügung, in die immer jemand frische Filme einlegte. Für die Profis war die Funktionalität der SL2000F auch zu eingeschränkt. Nur Zeitautomatik und noch nicht einmal die Wahl zwischen Spot- und mittenbetonter Integralmessung, sondern nur eine Integralmessung über einen Ausschnitt des Bilds hinweg. Das war nicht mehr Stand der Technik.

Die Bedienung - sie folgte einer inneren Logik und war eigentlich schon stimmig. Nur war sie in vielen Punkten anders, als man es gewohnt war. Dies war bestimmt keine Kamera von Fotografen für Fotografen. Eher schon eine Kamera von Ingenieuren für Ingenieure, aber zudem auch noch mit einigen Eingriffen der Erbsenzähler. Das konnte nicht gut gehen.

Ach so, ja. Sie hatte zwei Auslöseknöpfe. Das Nachfolgemodell 3003 sogar drei. Big deal. Das sollte wahrscheinlich die Bedienung erleichtern, führte aber in der Praxis zu ungewollten Auslösungen.

Wer kaufte sich sowas? Kaum jemand. Von der SL2000F wurden nicht einmal 5000 Stück verkauft, von der 3003 nicht einmal 3000. Ich selbst erwarb vor über 20 Jahren ein solches Gerät. Ungefähr so, wie wenn man sich in einen Menschen verliebt, obwohl man weiß, dass das nicht gut ausgehen wird. Ich kann ihr nichts vorwerfen. Sie ist, wie ist ist, und sie hat mich nie im Stich gelassen. Aber wirklich glücklich war ich auch nicht mit ihr, was mir aber auch von vorneherein klar gewesen sein musste.

Ich könnte nicht sagen, dass mich irgendeine Eigenschaft dieser Kamera besonders störte. In der Summe ihrer Charakteristiken war sie einfach unausgewogen. Ihre Stärken konnte sie nie ausspielen. Ihre Schwächen waren dagegen ... immer präsent. Ich kann deswegen nicht sagen, dass es besonders viel Spaß gemacht hätte, mit ihr zu arbeiten. Eine teure Kamera muss aber wenigstens gut in der Hand liegen und nicht nur intuitiv zu bedienen sein - sie muss eins mit dem Fotografen werden.

Was die ideale Kamera ausmacht, lässt sich schwer in Worte fassen. Wenn sie sich richtig anfühlt, dann ist sie nicht unbedingt gut. Aber wenn sie sich noch nicht einmal richtig anfühlt, ist sie ganz bestimmt nicht ideal. Die SL2000F fühlte sich einfach nicht richtig an.

Kleinbild-Spiegelreflexkamera Rolleiflex SL2000F, Ansicht von vorne rechts mit geöffnetem Sucherschacht

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Kleinbild-Spiegelreflexkamera Rolleiflex SL2000F, Ansicht von vorne rechts mit geöffnetem Sucherschacht

Kleinbild-Spiegelreflexkamera Rolleiflex SL2000F, Rückansicht mit Teleskopsucher über Filmmagazin und Batteriefach

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Kleinbild-Spiegelreflexkamera Rolleiflex SL2000F, Rückansicht mit Teleskopsucher über Filmmagazin und Batteriefach

Kleinbild-Spiegelreflexkamera Rolleiflex SL2000F, Rückansicht mit ausgebautem Filmmagazin und Batteriefach

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Kleinbild-Spiegelreflexkamera Rolleiflex SL2000F, Rückansicht mit ausgebautem Filmmagazin und Batteriefach

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Hier ein kurzer Film, in dem ich die wesentlichen Punkte der Bedienung dieser Kamera demonstriere:

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Ein alter Haudegen zur Entstehung der Ariane-Raketehttp://www.scilogs.de/go-for-launch/jean-pierre_morin_la_naissance_d_ariane/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=jean-pierre_morin_la_naissance_d_ariane http://www.scilogs.de/go-for-launch/jean-pierre_morin_la_naissance_d_ariane/#comments Mon, 04 May 2015 14:00:13 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4744 ... weiter]]> Ich habe gerade das Buch "La Naissance d'Ariane" von Jean-Pierre Morin gelesen. Jean-Pierre Morin arbeitete seit 1964 bei der französischen Raumfahrtagentur CNES und war seit 1972 beim Ariane-Programm dabei. Bis zum Jahr 1993 - als Vizedirektor des Centre Spatiale Guyanais. Also ein langjähriger Insider. Jemand, der viel erlebt und gesehen hat. Nicht nur die technische, sondern auch die organisatorische, menschliche und politische Seite des Projekts. Die Höhen und Tiefen. Die technischen Probleme mit den Vorläufern. Die unlösbar erscheinenden Konflikte. Die politischen Grabenkämpfe zwischen Amerikanern, Sowjets und Europäern, aber auch zwischen den innereuropäischen Akteuren andererseits. Und schließlich den Erfolg, den viele von vorneherein für ausgeschlossen gehalten hätten.

Auf jeden Fall eine interessante Lektüre, bei der jedoch auch einzelne Stellen Stirnrunzeln hervorrufen.

Die zweifellos spannendste Stelle des Buchs ist die Beschreibung der Stunden vor dem ersten Startversuch von Ariane 1 am 15. Dezember 1979 (Der Start wurde später aus technischen Gründen abgebrochen und auf den 24. Dezember verschoben). Morin beschreibt den Stress und die Spannung, als die jahrelangen Vorbereitungen endlich auf den angestrebten Zielpunkt zulaufen.

Aber etwas an seiner Beschreibung erscheint mir seltsam:

Zweieinhalb Stunden vor Ablauf des Countdowns wird eine Krisensitzung des Führungspersonals im Startkomplex einberufen. Ein Seeüberwachungsflugzeug der französischen Marine hatte bei der Überprüfung des von der Rakete zu überfliegenden Seegebiets zwei gestoppt liegende Schiffe gesehen. Diese hatten dort nichts zu suchen - es war zuvor schon eine Warnung an die Luftfahrt und Seefahrt herausgegangen.

Bereits die Anwesenheit der Schiffe in der Gefahrenzone würde den Start verhindern. Die Mannschaft des Marineflugzeugs versuchte deswegen, die Besatzung der Schiffe auf der internationalen Notruffrequenz anzufunken. Die Funksprüche wurden nicht erwidert. An Bord war niemand zu sehen. Mit Ferngläsern konnte von dem Flugzeug aus festgestellt werden, dass es sich keinesfalls um Fischerboote oder Frachter handelte, sondern um Spezialschiffe zur elektronischen Überwachung (ELINT). Ferner konnten die Namen der Schiffe festgestellt werden. Es waren russische Namen: Eins hieß "Petrov", das andere "Ivanov". Aha! Die nu wieder.

Beide Schiffe wurde vom Marineflugzeug aus fotografiert. Dieses kehrte dann schleunigst zur Basis zurück.

Inzwischen wurde festgestellt, dass die Schiffe keineswegs nur lauschten. Im Gegenteil, sie sendeten auf Frequenzen, die unter anderem den Radarempfang der Stationen störten, mit denen die Bahn der aufsteigenden Rakete nach dem Start verfolgt werden sollte. Also schon ein aggressiver Akt der willkürlichen Störung.

Hinzu kam, dass eines der Schiffe genau unter dem Punkt positioniert war, wo die Trennung der zweiten von der dritten Stufe und bald darauf die Zündung der kryogenen Drittstufe erfolgen sollte. Das bereitete allen in der Startbasis in Kourou größte Sorgen, denn laut Morin war erwartet, dass wegen des heißen Triebwerksstrahls aus der Drittstufe kurzfristig die Funkverbindung zwischen Rakete und Startbasis unterbrochen sein würde. Das Schiff jedoch würde sich genau unterhalb der Rakete befinden - seine Funkverbindung zur Rakete wäre von diesem Problem nicht betroffen. Es könnte in diesem Moment also gelingen, die Kontrolle über die Drittstufe zu übernehmen und das Signal zur Selbstzerstörung zu senden, ohne dass von Kourou aus eingegriffen werden konnte.

Warum aber hätten die Sowjets so etwas vorhaben sollen? Die Sowjetunion hatte mit den Europäern einen Exklusivliefervertrag für das UDMH , den Brennstoff für Erst- und Zweitstufe. Sie hätten also das Projekt Ariane viel einfacher unterbinden können, ohne schwere diplomatische Verwicklungen zu provozieren. Ohnehin konnte es der Sowjetunion doch nur Recht sein, wenn das Projekt Ariane ein Erfolg würde. Zwischen der UdSSR und der westlichen Welt gab es damals keine Konkurrenz im Markt für Satellitenstarts. Zwischen den USA und Europa schon, was zu erheblichem transatlantischen Zwist geführt hatte. Die Sowjetunion konnte nur davon profitieren, wenn es zu weiterer Verstimmung zwischen den USA und ihren Verbündeten käme.

Inzwischen war in Kourou der Film entwickelt. Man wollte die Bilder schnellstens zum Hauptquartier der Marine in Paris schicken. Nächstes Problem: Die Marine hatte moderne Faxgeräte, die Startbasis in Kourou aber nur ein veraltetes Bildtelegrafiegerät. Beide zueinander inkompatibel. Jemand fand aber heraus, dass die Tabakläden in Paris, bei denen auch Pferdewetten abgeschlossen werden konnten, Empfangsgeräte für die Bildtelegrafie installiert waren. Die Polizei ein Paris besetzte kurzerhand das dem Hauptquartier der Marine in Paris nächstgelegene "Bureau de tabac" und warf die dort wartenden Wettfreunde hinaus. Deren Murren wurde ignoriert. Man erzählte ihnen - hier besonders passenderweise - etwas vom Pferd, nämlich dass es eine Bombendrohung gegeben habe. Die Fotografien wurde zur Tabakhandlung geschickt, die Ausdrucke per Motorradkurier ins Marinehauptquartier gebracht und die Schiffe dort anhand des Archivs von Bildern aller Schiffe der Welt identifiziert.

Es stellte sich schnell heraus, dass es sich keineswegs um russische, sondern um Schiffe der US Navy handelte, und zwar, so Morin, die USS San Diego und die USS Fresno. Ein bereits zuvor ausgeschicktes Aufklärungsflugzeug der französischen Marine rief die Schiffe nun auf Englisch an und teilte den Besatzungen mit, dass ihre Maskerade aufgeflogen sei. Sie hätten sich unverzüglich zu entfernen und das Aussenden von Radarstrahlung zu unterlassen, sonst hätte es eine geharnische regierungsseitige Protestnote direkt an den US-Präsidenten James E. Carter zur Folge.

Von den Schiffen meldete sich daraufhin eine nasale Stimme und antwortete lakonisch "OK, we move". Dann nahmen beide Schiffe Fahrt auf und dem Start der Rakete stand zumindest von dieser Seite aus nichts mehr im Wege.

Ganz dramatische Sache, das. Keine Frage. Es ging über einen kleinen Kreis von Eingeweihten nicht hinaus (bis einer der Eingeweihten, nämlich Morin, in seinem Buch alles ausplaudert). Deswegen habe auch nie jemand was von der Sache gehört.

Ich habe davon auch noch nichts gehört und auch im Web nichts darüber gefunden. Ich kann also nichts dazu sagen, ob diese Sache sich so zugetragen hat oder nicht.

Was ich allerdings herausfinden konnte, ist, dass es, entgegen der Darstellung Morins, nie ein ELINT-Schiff der US Navy namens "San Diego" oder "Fresno" gegeben hat. Die "USS San Diego", die 1979 in Dienst war, war ein Versorgungsschiff, die USS Fresno ein Landungsschiff für Panzer.

Hm.

Was soll ich nun von der ganzen Sache halten?

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Interfax am 29.4. zu Progress M-27Mhttp://www.scilogs.de/go-for-launch/interfax-am-29-4-zu-progress-m-27m/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=interfax-am-29-4-zu-progress-m-27m http://www.scilogs.de/go-for-launch/interfax-am-29-4-zu-progress-m-27m/#comments Wed, 29 Apr 2015 09:32:44 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4718 ... weiter]]> +++ UPDATES unten  +++ In einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax vom 29. April werden Details zur gestrigen Havarie des Versorgungsraumschiffs Progress M-27M genannt.

Die Havarie soll laut diesem Bericht von der Oberstufe der Sojus-2.1a-Trägerrakete verursacht worden sein., Diese sei für die beobachtete enorm schnelle Rotation des Frachtschiffs verantwortlich. (Anmerkung dazu: Aufnahmen einer Videokamera an Bord von Progress M-27M von gestern legten eine Rotationsperiode von etwa 5 Sekunden nahe. Meine erste Vermutung war, dass dies an einem Problem mit einem Lageregelungstriebwerk an Bord des Schiffs liegen müsse, das in der eingeschalteten Position stecken geblieben ist. Meine Vermutung träfe aber nicht zu, wenn der Interfax-Bericht richtig liegt.)

Die Bahn ist höher als vorgesehen (Anmerkung dazu: Laut US-Stratcom-Radardaten, auf die auch diverse Webseiten wie calsky.com Zugriff haben, liegt das Perigäum bei etwa 188 km Höhe, also deutlich mehr als die gestern zunächst genannten ca. 130 km) Auf dieser Bahn wäre mit einem Wiedereintritt Anfang Mai zu rechnen. Wenn die Kontrolle nicht hergestellt werden kann, wird der Absturz des beladenen und betankten Raumschiffs irgendwo zwischen einer Breite von 51.6 Grad Nord und 51.6 Grad Süd stattfinden. Es wird versucht, die Lage zu stabilisieren und die schnelle Rotation aufzuheben, bis jetzt aber ohne Erfolg.

Sollte dies gelingen, kann ein kontrollierter Absturz eingeleitet werden. Das Ziel des Andockens an die ISS wurde laut Interfax aufgegeben,

Wohlgemerkt - es handelt sich um Berichte einer Nachrichtenagentur, nicht um offizielle Bekanntmachungen der zuständigen Raumfahrtagentur oder des Kontrollzentrums.

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Updates vom 30.4.2015:

spaceflightnow.com berichtet ausführlich über den aktuellen Stand der Ermittlungen und zitiert offizielle Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos, Demnach engt sich die Suche nach der Problemursache auf den Zeitpunkt von kurz vor bis hin zur Trennung von der Drittstufe der Soyuz 2-1a-Rakete. Der Weidereintritt wird nun früher erwartet als noch gestern gemeldet, und zwar zwischen dem 5. und dem 7. Mai.

Auf dem ESA-Spaceflightblog äußert sich am 30.4. auch der Space-Debris-Experte Dr. Holger Krag. Dieser sagt einen wahrscheinlichen Wiedereintritt am 9. Mai mit einer Unsicherheit von 2 Tagen vorher. Dies stimmt mit den gestern publizierten Vorhersagen (7-11. Mai) überein und widerspricht der spe spaceflightnow.com gemachten Aussage.

Updates vom 29.4.2015

Bericht auf Echo Moskwy vom 29.4.2015 um 12:30 Moskauer Zeit, wo über eine angeblich bereits beginnende Fragmentation berichtet wird. Unklar ist aber die Quelle, aus der diese Information bezogen worden sein soll. Auch Interfax nimmt in einer Nachricht von 12:10 Moskauer Zeit Bezug auf eine angeblich beginnende Fragmentation.

Interfax hat um 12:55 Moskauer Zeit eine weitere Meldung nachgeschoben, laut der die Versuche, die Kontrolle über das havarierte Raumschiff zu erlangen, aufgegeben worden sein sollen.Der Wiedereintritt sei zwischen 7 und 11. Mai zu erwarten, wird dort weiter ausgeführt. Dann folgt in der Interfax-Meldung eine Bemerkung zu "nachdrücklicheren Bemühungen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen", die ich nicht einordnen kann. Vielleicht kann ein des Russischen kundigerer Leser weiter helfen.

 

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Der Mond, Aldebaran und die Venus am 21.4.http://www.scilogs.de/go-for-launch/der-mond-aldebaran-und-die-venus-am-21-4/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-mond-aldebaran-und-die-venus-am-21-4 http://www.scilogs.de/go-for-launch/der-mond-aldebaran-und-die-venus-am-21-4/#comments Tue, 21 Apr 2015 21:29:58 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4706 ... weiter]]> Der Blick in den abendlichen Westhimmel lohnte sich diesen Abend ganz besonders. Der Mond und die Venus stehen beide dicht beieinander im Stier. Der Mond ist dazu auch noch sehr nahe am roten Riesenstern Aldebaran. Die Gruppe ist so dicht beisammen, dass alle drei ins Sichtfeld eines Teleobjektivs passen.

Zuerst die Übersichtsaufnahme, komplett und ohne Zuschnitt oder Nachbearbeitung. Doch ja, das Rauschverhalten ist beeindruckend. Allerdings sehe ich auch schon einige Hotpixels. Bei normalen Lichtbedingungen würden die gar nicht auffallen. In einem Astrofoto hängt der Brotkorb allerdings etwas höher.

Etwa in der 8-Uhr Position von der Venus aus sieht man das Mehrfachsternsystem τTauri. Die hier deutlich aufgelösten Partner sind etwas mehr als eine Bogenminute getrennt. Ein weiterer Stern befindet sich in 0.1 Bogensekunden Abstand vom helleren der beiden und ist hier natürlich nicht zu sehen.

Der Mond in den Hyaden nahe Aldebaran und die Venus am 21. April 2015 um 21:44 MESZ, Canon EOS6D, Leica Elmarit 180, f/5.6, ISO 1250, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Der Mond in den Hyaden nahe Aldebaran und die Venus am 21. April 2015 um 21:44 MESZ, Canon EOS6D, Leica Elmarit 180, f/5.6, ISO 1250, 1 Sekunde

Danach habe ich mit dem 420 mm-Apochromaten den Mond und Aldebaran fotografiert, und zwar absichtlich überbelichtet, sodass das aschgraue Licht sichtbar wird. Dann ist unvermeidlich die sonnenbeschienene Mondsichel überbelichtet. Dafür sieht man aber auch Aldebaran sowie einige kleinere Sterne in den Hyaden. Zuerst mit der Vollformatkamera bei ISO 10000. Ich muss den Umgang mit diesem Gerät erst noch lernen. Leider hatte ich zu spät gemerkt, dass die aktive Rauschunterdrückung bei hohen ISO-Werten auf "Standard" gesetzt war, was eine Menge unerwünschter Artefakte produzierte.

Interessant ist etwa in der 7-Uhr-Position der in allen drei Aufnahmen deutlich zu sehende, bereits beleuchtete Berg, der über den noch dunklen Teil der Mondscheibe hinausragt.

Der zunehmende Mond und Aldebaran am 21.4.2015, 21:51 MESZ, Canon EOS6D, TS-Optics TSAPO65Q 420/65 Quadruplet Apochromat, ISO 10000, 1/8 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Der zunehmende Mond und Aldebaran am 21.4.2015, 21:51 MESZ, Canon EOS6D, TS-Optics TSAPO65Q 420/65 Quadruplet Apochromat, ISO 10000, 1/8 Sekunde

Die EOS600D mit ihrem kleineren Chip bildet dieselbe Szene auf mehr Pixeln ab und schlägt sich bei ISO 1600 und 1/3 Sekunde sehr achtbar, finde ich, wenn auch hier leider ein bisschen verwischt. 1/3 Sekunde ist bei der Brennweite ohne Nachführung eigentlich schon etwas zu lang.

Es ist ganz und gar nicht so, dass man mit der EOS600D keine Astrofotografie anfangen kann. Sie kommt auch bestimmt nicht zum alten Eisen, sondern wird nach wie vor viel zu tun bekommen. Nicht zuletzt auch wegen ihres ausklappbaren LCD-Bildschirms, der in vielen Aufnahmesituationen einen erheblichen Komfortvorteil bietet.

Der zunehmende Mond und Aldebaran am 21.4.2015, 21:47 MESZ, Canon EOS600D, TS-Optics TSAPO65Q 420/65 Quadruplet Apochromat, ISO 1600, 1/3 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Der zunehmende Mond und Aldebaran am 21.4.2015, 21:47 MESZ, Canon EOS600D, TS-Optics TSAPO65Q 420/65 Quadruplet Apochromat, ISO 1600, 1/3 Sekunde

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Der Mond bei Aldebaran am 21.4.http://www.scilogs.de/go-for-launch/mond_aldebaran_venus_21_4/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mond_aldebaran_venus_21_4 http://www.scilogs.de/go-for-launch/mond_aldebaran_venus_21_4/#comments Mon, 20 Apr 2015 22:01:56 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4622 Der Syzygienkönig gibt bekannt: Die Venus ist seit der ersten Monatshälfte weiter gewandert, aber immer noch im Stier. Heute Abend begegnet der zunehmende Mond dem Aldebaran - für eine Bedeckung reicht es jedoch bei uns nicht ganz. Eine schöne Panoramaaufnahme müsste möglich sein - knapp drei Tage nach Neumond überstrahlt der Mond noch nicht alles.

Merkur tritt nun wieder in die Phase seiner Abendsichtbarkeit ein. Er steht bei Dunkelheitseinbruch noch sehr tief, ist aber jetzt nahe bei Mars. In der ersten Maihälfte wird Merkur kulminieren und ist dann viel besser zu beobachten.

Der zunehmende Mond sehr nahe bei Aldebaran und naher bei der Venus am 21.4.2015,. hier simuliert für Darmstadt um 20:00 GMT (22:00 MESZ)

Credit: Michael Khan via Stellarium / Der zunehmende Mond sehr nahe bei Aldebaran und naher bei der Venus am 21.4.2015, hier simuliert für Darmstadt um 20:00 GMT (22:00 MESZ)

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Testaufnahmen mit einer Vollformatkamerahttp://www.scilogs.de/go-for-launch/ein-paar-testaufnahmen-mit-einer-vollformatkamera/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ein-paar-testaufnahmen-mit-einer-vollformatkamera http://www.scilogs.de/go-for-launch/ein-paar-testaufnahmen-mit-einer-vollformatkamera/#comments Sun, 19 Apr 2015 20:20:36 +0000 http://www.scilogs.de/go-for-launch/?p=4692 Ich habe die Gelegenheit, eine Vollformatkamera zu testen, und zwar die Canon EOS6D zusammen mit meinen durchweg schon ziemlich angejahrten Leica-R-Objektiven. Hier nur einige Aufnahmen, die ich in den vergangenen klaren Nächten gemacht habe. Ich stelle sie vollkommen unbearbeitet ins Netz, so wie sie vom Chip gezogen wurden (als JPEG, nicht als RAW), bis auf die Verkleinerung, weil ich hier in den Scilogs nur Mediendateien von maximal 4 MB Größe hochladen kann.

Eins vorweg: Ich bin beeindruckt, wie wenig Rauschen die Kamera produziert, in zwei der Aufnahmen immerhin schon bei ISO 10,000 (jawohl, Zehntausend!).

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) in der ersten Aufnahme ist jetzt bei etwa +11 mag angelangt, aber mit einem lichtstarken Objektiv immer noch leicht abzubilden.

In der zweiten Aufnahme ist tatsächlich links oberhalb von Saturn der Titan deutlich aufgelöst, ebenso drei Einzelsterne des Mehrfachsystems ρOph. M4 ist nur ganz schwach auszumachen.

In der dritten Aufnahme gefällt die saubere Farbabstufung des Dämmerungshimmels, wobei einige JPEG-Artefakte zu sehen sind. Ich muss das mal mit dem RAW-Format ausprobieren.

Bis jetzt kann ich nur sagen, dass ich vollends überzeugt bin. Diese Kamera macht Lust auf mehr.

Komet C/2014 Q2 immer noch in der Cassiopeia, 18. April 2015, 22:33 MESZ, canon EOS 6D, Leica Elmarit 180, f/2.8, ISO 10,000, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Komet C/2014 Q2 immer noch in der Cassiopeia, 18. April 2015, 22:33 MESZ, Canon EOS6D, Leica Elmarit 180, f/2.8, ISO 10,000, 1 Sekunde

Saturn und das Sternbild Skorpion am 19. April 2015 um 4:31 MESZ, Canon EOS 6D, Leica Elmarit 180, f/2.8, ISO 10000, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Saturn und das Sternbild Skorpion am 19. April 2015 um 4:31 MESZ, Canon EOS6D, Leica Elmarit 180, f/2.8, ISO 10000, 1 Sekunde

Das Sternbild Stier mit den Hyaden (Mel20), Venus und den plejaden (M45) am 19.4.2015 um 21:28 MESZ, Canon EOS6D, Leica Elmarit 135, f/4, ISO 800, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Das Sternbild Stier mit den Hyaden (Mel20), Venus und den Plejaden (M45) am 19.4.2015 um 21:28 MESZ, Canon EOS6D, Leica Elmarit 135, f/4, ISO 800, 1 Sekunde

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