Kaum Perseiden dank Vollmond

1. August 2011 von Jan Hattenbach in Atmosphäre

Für Viele sind die Perseiden im August der Meteorschauer schlechthin. Auch wenn nicht in jedem Jahr mit hunderten Sternschnuppen zu rechnen ist - die warmen Sommernächte (soll es ja geben) sorgen dafür, dass auch viele Nicht-Astronomen Richtung Himmel schauen, in der Hoffnung, ein paar Meteore sehen zu können. Wie sieht es also 2011 mit den Perseiden aus?

Leider nicht gut. Das Maximum der Sternschnuppen fällt in diesem Jahr nämlich genau auf den Vollmondtermin. Die meisten Perseiden fallen in der Nacht vom 12. auf den 13. August, Vollmond ist am Abend des 13. Das helle Mondlicht wird daher den Großteil der Schnuppen überstrahlen.

Die beste Zeit zur Beobachtung der Perseiden liegt etwa zwischen 01:00 Uhr MESZ am Samstagmorgen, dem 13. August, bis in die frühen Morgenstunden. Theoretisch würde man bis zu 100 Meteore pro Stunde sehen können - wenn eben der Mond nicht wäre. Wer es dennoch versuchen möchte, tut das am besten fernab vom Lichtsmog irgendwo auf dem Land. Ein paar Sternschnuppen wird man sicher sehen können, denn es sind auch immer einige helle Exemplare dabei. Die Chancen steigen, je klarer der Himmel ist und je weniger Lichtverschmutzung am Beobachtungsort stört. Weniger Perseiden, aber auch weniger störendes Mondlicht hat man in den Tagen vor dem Maximum kurz vor Beginn der Dämmerung zu erwarten - eventuell kann man dann mehr Schnuppen zählen als am Morgen des Maximums selbst.

Mehr zum Thema Perseidenbeobachtung im letzjährigen Blogartikel.

Nachtrag: Die aktuellen Beobachtungsdaten inklusive graphischer Darstellung gibt es auf der IMO-Seite!

Trotzdem: Clear Skies!


3 Kommentare zu “Kaum Perseiden dank Vollmond”

  1. Karl Bednarik Antworten | Permalink

    Laienfrage

    Kann man eigentlich mit einem grossen Teleskop die Einschläge eines Meteorschauers auf dem Mond erkennen?

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