Sir Patrick Moore 1923-2012

9. Dezember 2012 von Jan Hattenbach in Astronomie allgemein

"I tried to do one thing, to interest other people in astronomy, show them what a marvelous study it is. Bring them into it, as a hobby, probably as a profession, give them something to enrich their lives. That's what I tried to do. Whether I managed it is for others to judge, but I tried my best."

Patrick Alfred Caldwell-Moore starb heute, am 9. Dezember 2012 im Alter von 89 Jahren. Die Astronomie verliert mit ihm einen ihrer besten Botschafter.

Seine BBC-Fernsehsendung The Sky at Night lief über 55 Jahre mit ihm als Moderator - länger als jede andere Rundfunksendung überhaupt. Hier die 700. Ausgabe aus dem Jahr 2011, in der man auch einiges über Moore und seine eigenen astronomischen Aktivitäten erfährt.


3 Kommentare zu “Sir Patrick Moore 1923-2012”

  1. Michael Khan Antworten | Permalink

    Einer der besten Botschafter?

    Ein guter, oder gar ein bester Botschafter sollte jemand sein, der verbindet, jemand der Menschen zusammenbringt und zu Höherem inspiriert. Nicht jemand, der diskriminiert, herabwürdigt und trennt.

    Der Mensch Patrick Moore sollte nicht allein nach seiner Fernsehsendung und nach seinen Äßerungen zur Astronomie beurteeilt werden. Zum Gesamtbild eines Menschen gehört alles, was er macht, sagt, denkt, tut und ausspricht.

    Ich bin ganz bestimmt nicht dafür, das Ansehen eines Menschen nach seinem Tod in den Schmutz zu zerren. Aber andererseits finde ich auch nicht, dass man dort Lob bringen sollte, wo es nicht angebracht ist.

    Wenn ich mich zu diesem Mann äußern müsste, dann käme da so viel Negatives zusammen, dass es besser ist, es bei einem einfachen "Rest in Peace, Patrick Moore" bewenden zu lassen.

  2. Jan Hattenbach Antworten | Permalink

    Die politischen Ansichten des P. Moore

    Du beziehst dich wohl auf die politische Haltung Moores, die mit "konservativ im schlechtesten Sinne" noch freundlich umschrieben ist. U.a. deshalb habe ich auch auf den enlischen Wikipediaartikel verlinkt, nicht auf den deutschen, der das Thema nämlich ausblendet. Hier noch mal der Direktlink: http://en.wikipedia.org/...m_and_political_beliefs

    Nun ging es mir bei diesem Blogpost aber nicht darum, einen Nachruf zu schreiben. Das hat Christian Wolf auf SUW-online getan, immerhin ist er mit einem Satz auf Moores politische Haltungen eingegangen. Ich hätte das etwas ausführlicher gemacht, und vielleicht mache ich das auch noch in einem späteren Artikel. Das braucht aber mehr Zeit, zumal ich Wikipedia insbesondere in einem solchen Fall nicht vertraue und die einzelnen Quellen selbst überprüfen muss.

    Dass nämlich jemand, der sich mit Astronomie beschäftigt, also jener Wissenschaft, die keine Grenzen kennt, gleichzeitig in einer derart beschränkten Gedankenwelt zu Hause ist, ist in der Tat bemerkenswert und ungewöhnlich. Das gehört mal ausführlich beleuchtet.

    Nur in einem kurzen Blogpost am Todestag eines Mannes, der sich für die Popularisierung der Astronomie ohne Zweifel verdient gemacht hat, passte es nicht hinein, und deshalb habe ich nach kurzem Nachdenken darauf verzichtet.

  3. Michael Khan Antworten | Permalink

    @jan

    Nur in einem kurzen Blogpost am Todestag eines Mannes, der sich für die Popularisierung der Astronomie ohne Zweifel verdient gemacht hat, passte es nicht hinein, [...]

    Das kann man so sehen. Es geht ja auch nicht darum, an dieser Stelle allzu explizit zu werden. Deswegen habe ich das auch nicht getan. Wer Details wissen will, findet sie schnell selbst heraus. Patrick Moore selbst hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.

    Andere Blogger haben in Nachrufen beide Seiten der Medaille dargestellt, ohne dabei respektlos zu werden, so wie Phil Plait und Martha Henson.

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