Kleine große Welt: Heidelbergs langer Schatten


Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen, in weniger als 24 Stunden wird das Heidelberg Laureate Forum für eine Woche eines der unangefochtenen Zentren der strukturwissenschaftlichen Welt darstellen - im Moment stehen jedoch auch noch andere Events im internationalen Scheinwerferlicht: So findet etwa gerade eben im St. Antony's College der altehrwürdigen Universitätsstadt Oxford (UK) die "Philosophy and Theory of AI 2013" (TB: Philosophie und Theorie der Künstlichen Intelligenz 2013) statt. Mehr als 100 PhilosophInnen, InformatikerInnen, KognitionswissenschaftlerInnen, und andere KollegInnen aus Teil- und Nachbargebieten der Künstlichen Intelligenz diskutieren seit dem (vergleichsweise) frühen Morgen aktuelle Entwicklungen und Grundsatzfragen im Schnittbereich zwischen Künstlicher Intelligenz, Philosophie des Geistes, Informationstheorie, und Theoretischer Informatik.

So weit, so gut. Dies ist mit Sicherheit erfreulich, und dient hoffentlich als Grundlage interessanter und produktiver Gespräche - aber ist an sich doch nicht übermäßig ungewöhnlich im Tagesgeschäft des akademischen Wanderzirkus. Insofern ist es auch nicht die Veranstaltung an sich, welche mich zu diesem Blogeintrag veranlasst, sondern vielmehr ein dann doch eher unwahrscheinliches Zusammentreffen. Eine mehr oder minder routinemäßige Googlesuche nach dem Namen einer der letzten Vortragenden der Nachmittagsvortragsschiene, Ana-Maria Olteteanu, führte mich auf ihre Homepage an der Universität Bremen. Dort konnte ich mit Überraschung und Freude feststellen, dass ich offenbar nicht der Einzige sein werde, dem morgen ein frühes Erwachen und eine vorzeitige Abreise in Richtung Flughafen bevorsteht: Ana-Maria ist eine der 200 JungwissenschaftlerInnen, welche zur Teilnahme am HLF ausgewählt wurden.

So international und vielfältig der akademische Betrieb und seine AkteurInnen sein mögen, manchmal wird die große Welt dann doch erfreulich klein - und so zahlreich akademische Events auch im Jahreskalender sein mögen, manche Veranstaltungen versprechen, einfach so besonders und bemerkenswert zu werden, dass sie bei allen Beteiligten uneingeschränkte Priorität genießen. Das Heidelberg Laureate Forum zählt zweifelsohne in diese Kategorie.

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