Das Ergebnis von Kopenhagen

20. Dezember 2009 von Stefan Rahmstorf in Politische Konsequenzen

Kopenhagen ist Geschichte. Das Ergebnis ist enttäuschend, keine Frage.

In Kopenhagen ist der Versuch gescheitert, eine verbindliche Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll zu treffen. Die Verhandlungen wurden  noch einmal verlängert, die entscheidenden Weichenstellungen sind auf das nächste Jahr verschoben worden. Das ist bitter, vor allem weil die Zeit so drängt. Mit jedem verstrichenen Jahr sinken die Chancen, die globale Erwärmung noch auf ein erträgliches Maß zu begrenzen.  Besonders für die Menschen, die existenziell von den Folgen der Erwärmung betroffen sind, ist dies ein schlechter Tag. Aber die Tür zu einem echten Klimaschutzabkommen ist weiterhin offen - sie ist nur leider in Kopenhagen nicht durchschritten worden, stattdessen hat man sich auf der Türschwelle gekabbelt, wer wann und wie hindurchgehen sollte.

COP

Globus im Pavillion der amerikanischen NOAA in Kopenhagen, auf dem die Folgen von einem Meter Meeresspiegelanstieg illustriert werden.

Auf der Haben-Seite steht, dass erstmals die 2°C-Grenze als globaler Konsens zum Klimaschutz festgeschrieben wurde - das ist ein historischer Fortschritt. Und im Copenhagen Accord steht auch, dass zur Einhaltung tiefe Einschnitte bei den Emissionen notwendig sind, und dass die Unterzeichner handeln werden, um die Erwärmung auf 2 ºC zu begrenzen ("...take action to meet this objective consistent with science and on the basis of equity"). Darauf kann man aufbauen: die Wissenschaft kann tatsächlich im Rahmen akzeptabler Unsicherheitsmargen die Frage beantworten, wie viel an Emissionen wir uns noch leisten können, um unter 2 ºC zu bleiben (rund 700-800 Milliarden Tonnen CO2). Die Gerechtigkeitsfrage ("equity") kann die Wissenschaft natürlich nicht beantworten - aber die entscheidende Grundlage wird hier sicher eine Pro-Kopf-Aufteilung der noch erlaubten Emissionen sein, die von den Meisten am ehesten als Gerecht empfunden werden dürfte. Womit wir beim vor einigen Monaten vom WBGU vorgeschlagenen Budget-Ansatz sind.

Auf der Soll-Seite steht vor allem, dass keine konkreten Minderungsziele genannt werden - man hat sich in Kopenhagen nicht einigen können, wer hier wie viel leisten sollte. Auch die Finanzierungszusagen für Entwicklungsländer sind sehr vage - zwar wird eine angestrebte Summe genannt, nicht aber, woher dieses Geld kommen soll. So sind der üblichen Umetikettierung und einem Streit über die Lastenverteilung Tür und Tor geöffnet. Und es gibt keine Spielregeln, wie die Emissionen der einzelnen Länder gemessen und kontrolliert werden sollen.

Die Interpretationen, was in Kopenhagen passiert ist, variieren von "Durchbruch" (Obama) bis zu "Debakel" (Christian Schwägerl bei Spiegel Online). So seltsam das klingt: beide haben meiner Meinung nach zu einem gewissen Grade Recht - und wer mehr Recht hat, wird letztlich erst die Zukunft zeigen.

Da gibt es mindestens zwei Möglichkeiten.

Erste Möglichkeit: Ein verbindlicher Klimaschutzvertrag wurde noch einmal aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Die Verhandlungen gehen weiter und kommen 2010 zum Abschluss - 2009 war die Welt aus verschiedenen Gründen (z.B. die Innenpolitik der USA) einfach noch nicht soweit, dazu kamen schlechte Vorbereitung und verhandlungstaktische Fehler der dänischen Gastgeber der Konferenz. Aber nach der Konferenz ist vor der Konferenz: see you in Mexico next year.

Zweite Möglichkeit: Dies ist das Ende der Klimaschutzverhandlungen unter dem Dach der Uno. Es haben sich in einer unheiligen Allianz die durchgesetzt, die keinen verbindlichen Uno-Vertrag wollen, vor allem die USA und China, die größten CO2-Schleudern. Daher feiert auch Obama dies als Durchbruch. Diese Mächtigen wollen sich nicht von Ländern wie Mali und Malediven dreinreden lassen und auch nicht ihre Klimaschutzbemühungen einer Uno-Kontrolle unterwerfen. Daran wird sich auch durch noch so langes Weiterverhandeln nichts ändern, also wird auch in Mexiko nächstes Jahr nichts Verbindlicheres herauskommen. Wir sehen hier einen Blick voraus auf die neue, multipolare Weltordnung. Die Welt zerfällt in unterschiedliche Interessengruppen, die jeweils ihren eigenen Ansatz zum Klimaschutz verfolgen, statt eine globale Kooperation auf Basis eines umfassenden, gerechten Abkommens anzustreben.

Beide Pfade werden wohl zu einem Übergang in eine emissionsarme Zukunft führen - diese wird kommen. Aber nicht rasch genug: Leider ist es aus meiner Sicht bei beiden der skizzierten Möglichkeiten unwahrscheinlich, dass die Erwärmung tatsächlich auf 2 ºC begrenzt wird. Im ersten Szenario humpeln die Uno-Verhandlungen im bisherigen Schneckentempo weiter voran ("green business as usual" hat der WBGU dieses Szenario in einem früheren Gutachten genannt), gelähmt von der Überkomplexität der Verhandlungen unter fast 200 Staaten, und wir landen in einer 3-Grad-plus-Welt. Im zweiten Szenario bestimmen letztlich die größten Emittenten das Tempo beim Klimaschutz, vielleicht auch mit einer Einigung unter den 15 oder 20 wichtigsten Ländern (wovon der von rund 25 Ländern formulierte Copenhagen Accord einen Vorgeschmack lieferte). Dann gibt es kein Stimmrecht der am stärksten Betroffenen (die zu den ärmsten Staaten gehören), und eine entsprechend schwache Therapie kommt sicher heraus - möglichst schmerzlos für die Großemittenten. Auch so landen wir wohl in einer 3-Grad-plus-Welt, die ich meinen beiden Kindern sehr gerne ersparen würde.

Nötig wäre ein echter Durchbruch, wie Viele sich ihn von Kopenhagen erhofft hatten. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Man kann nur hoffen, dass die Welt reif für diesen Durchbruch wird, solange es noch nicht zu spät ist.

23.12.: Wir wünschen allen unseren Lesern frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! (Und bitten um Verständnis, dass wir die Diskussion erst im neuen Jahr weiter moderieren können.)

Kunst vor dem Bella Center in Kopenhagen

 


9 Kommentare zu “Das Ergebnis von Kopenhagen”

  1. Karel Vogel Antworten | Permalink

    Wissenschaft ?

    Herr Rahmstorf,
    ich habe ein Problem mit Ihnen. Sie nennen sich Wissenschaftler, Sie benehmen sich wie ein Politiker. Das paßt nicht zusammen. Als Wissenschaftler haben Sie Ergenisse zu liefern, wissenschaftliche Ergebnisse. Sie als Wissenschaftler sollten diese nicht politisch werten, das steht Ihnen nicht zu, zumindest nicht im wissenschaftlichen Umfeld. Sie können als Wissenschaftler Temperaturen messen, aber nicht politisch werten, ob das zu viel oder zuwenig ist.
    Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse politisieren sind suspekt.

    [Antwort: Lieber Herr Vogel, wir leben in einer offenen Demokratie, wo auch ich als Bürger meine Einschätzung geben kann. Ich politisiere auch nicht meine wissenschaftlichen Ergebnisse, sondern ich kommentiere hier die Klimapolitik. Übrigens gehört es sogar zu meinem Job, mir dazu eine Meinung zu bilden, weil ich im Rahmen des WBGU die Bundesregierung in solchen Fragen berate. Wenn Sie meine Einschätzung dazu nicht interessiert, kein Problem: lesen Sie es einfach nicht. (Offenbar gehören Sie aber trotzdem zu den treuesten Stammlesern der KlimaLounge.) Stefan Rahmstorf]

  2. Jürgen Bolt Antworten | Permalink

    Kopenhagen

    Diese Einschätzung ist so treffend, daß ich ihr nichts hinzufügen kann.

    Karel Vogels Kritk kann ich nicht zustimmen, und Sie haben ja auch angemessen geantwortet. Soweit ich Ihre Beiträge erinnere, war stets transparent, wo Sie sich politisch und wo wissenschaftlich äußern.

    Und wo ich schon mal beim Loben bin: Das gilt auch für Ihre Antwort auf Hans von Storch - mit einer Einschränkung. Die 'Vorgeschichte' zu Ihrer Aueinandersetzung ist zwar unterhaltsam aber auch kein 'Sachargument'.

  3. Jochen Binikowski Antworten | Permalink

    Wirklich ein Fehlschlag?

    Sehen wir den Tatsachen ins Auge:

    1. Ein wirksames globales Klimaabkommen wird es auf absehbare Zeit nicht geben.

    2. Die von IPCC-nahen Wissenschaftlern und Massenmedien geschürten Katastrophenängste haben, auch wegen des CRU-Skandals, nicht die gewünschte Wirkung.

    Aber ist das wirklich schlimm? Ich denke, jetzt ist die Zeit gekommen über Alternativen nachzudenken, die wirklich etwas bringen, politisch durchsetzbar und vor allem finanzierbar sind. Hier einige Beispiele, die im Prinzip innerhalb Wochen umgesetzt werden könnten:

    1. Bilaterale Abkommen zwischen einzelnen Industrie- und Entwicklungsländern mit dem Ziel, den noch vorhandenen Tropenwald wirksam zu schützen und durch den Ankauf von angrenzenden (Export) Agrarflächen neue Sekundärwälder zu schaffen. Das geht völlig kostenneutral wenn z.B. die EEG-Subventionen für PV und Windkraft reduziert und Entwicklungshilfegelder umgeschichtet werden.

    2. Nationale Import/Handelsbeschränkungen für Produkte die auf abgeholzten Urwaldflächen hergestellt wurden, also z.B. unverarbeitetes Tropenholz, Gen-Soja, Palmöl usw.

    3. Schrittweise Einführung hoher Importzölle für mit Luftfracht transportierten frischen Lebensmitteln, Blumen usw., Stichwort Erdbeeren im Februar werden drastisch teurer.

    4. Vollständige Tranzparenz und ergebnisoffene Klimaforschung in allen denkbaren Richtungen, also nicht wie bislang auf CO2 fixiert.

    5. Verstärkte Forschung im Bereich tropischer Landwirtschaft mit dem Ziel, die Erträge und Einkommen drastisch zu erhöhen, um damit Flächen für den sinnvollen Anbau von Energiepflanzen freizumachen.

    6. Ersatzlose Abschaffung des Emissionshandels weil davon ausschließlich Betrüger, Großbanken und multinationale Konzerne sowie Heerscharen an Verwaltungsbeamten und Anwälten profitieren.

    So, das waren nur mal 6 von sicherlich über 1.000 sinnvollen und machbaren Maßnahmen.

  4. M.Adeno Antworten | Permalink

    Na ja, vor Kyoto betrug die Wachstumsrate der CO2 Erzeugung ca. 1%, danach stieg sie auf etwa 3%. Es ist also erstmal nicht nahe liegend zu vermuten, das sich auch Klimakonferenzen mit konkreten Reduktionsplänen sich tatsächlich reduzierend auswirken. Da passt es auch, dass in Kopenhagen den Entwicklungsländern die Milliarden erst ab 2020 zugesichert wurden, die dann von ganz anderen zukünftigen Regierungen zusammen gekratzt werden müssten. Die ganzen Weltrettungspläne auf Basis einer CO2-Reduzierung bleiben also Halluzinationen. Fragt, sich wann dann mal Pläne mit realistischem Ambiente geschmiedet werden?

  5. Gunnar Innerhofer Antworten | Permalink

    um was ging es eigentlich?

    Sehe ich mir die "Erfolge" des Kyoto Vertrags an, kann man doch nicht ernsthaft behaupten, dass verpflichtende Klimaabkommen das Klima ändern. Zu mindest nicht die globalen CO2 Emissionen, denn diese sind seit Kyoto über den worst case Szenario des IPCC gestiegen. Wer heute glaubt, das Scheitern in Kopgenhagen wird sich je messbar auf die globale Klimaentwicklung auswirken, der hat vom ganzen wohl sehr wenig verstanden. Auch ich muss ihnen Herr Rahmstorf einen gewissen Interessenskonflikt (siehe auch Kommentar von Herrn Vogel) beimessen, wenn sie die Deutsche Bundesregierung beraten. Es wäre für viele vielleicht interessant zu wissen, an welchen "Ergebnissen" Frau Merkel und ihr Stab mehr Freude haben. Will man eine "beschleunigte Erwärmung" um den nötigen Druck für die Umsetzung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu schaffen, od. will man einen ausgewogenen Blick auf den Stand der Forschung, welcher abseits und zum Teil auch innerhalb des IPCC, von weit weniger dramatischen Klimafolgen bzgl. CO2 Emissionen spricht. Eile kann aus Sicht des meteorologischen Klimas nicht angebracht sein, Vernuft und Nachhaltigkeit sollte die notwendigen Maßnahmen bestimmen. Sehen sie es einfach so: wir hatten trotz massiver Steigerung der CO2 Emissionen und ppm`s keine bzw. keine signifikante Erwärmung seit ca. 10 Jahren und diese Zeit sollte man sich in allen Klimafragen nehmen, bevor einen die Politik zu "lukrativen" Ergebnissen treibt.

    [Antwort: Lieber Herr Innerhofer, die wissenschaftliche Beratung seitens des WBGU ist unabhängig und redet nicht der Politik nach dem Munde - im Gegenteil ist sie häufig unbequem für die Politik. Sonst wäre sie auch wertlos. Worin soll da also ein Interessenskonflikt bestehen? Oder glauben Sie ernsthaft, wir hätten ein "Interesse", der Politik das zu erzählen, was sie gerne hören möchte?

    Zur angeblich fehlenden Erwärmung über die letzten 10 Jahre, informieren Sie sich einfach mal bei unseren früheren Artikeln dazu. Stefan Rahmstorf]

  6. Roland Blanke Antworten | Permalink

    Politische Haltungen

    Die Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik bzw. der politischen Haltung des Wissenschaftlers ist schon sehr alt. Archimedes meinte schon, daß der Soldat nicht seine Kreise stören sollte und wurde dabei erschlagen. Brechts Leben des Galilei kann auch mal wieder gelesen werden. Und die späteren Bedenken eines Einstein zur Entwicklung der A-Bombe und von Sacharow zur sowjetischen H-Bombe, die er mit gebaut hat, müßten auch bekannt sein. Als Gegenbeispiel sei Teller genannt, der stolz auf seine H-Bombenentwicklung war. Wissenschaft ist nicht unpolitisch. Erkenntnisse der Wissenschaft stehen ebend nicht im klinisch reinen Raum, wo man sich wertneutral über den Dingen schwebend verhalten kann wie man will. Der Wissenschaftler hat ausgehend von seinen geprüften und bestätigten Erkenntnissen die Pflicht, sich gesellschaftlich zu verhalten und einzumischen! Mir fehlt sowieso viel zu sehr die interdisziplinäre Verbindung von Natur- und Gesellschaftswissenschaften. Wer als Wissenschaftler (oder Blogger) weiter von der wertneutralen freien, sich nicht einmischenden Wissenschaft träumt, macht sich schuldig.

  7. Christian Suennen Antworten | Permalink

    Die 3° Welt

    Dieser Beurteilung kann man wohl ohne Problemen folgen. Wie es auch weitergehen wird, wir laufen auf die 3° Welt zu. Was ist aber dann die Konsequenz daraus? Weiter darüber zu diskutieren wie wir ein nicht erreichbares Ziel erreichen können? Oder sollten wir nicht die notwendigen Schritte gehen um die Folgen der 3° Welt beherrschbar zu machen? Was heist das genau? Gesteigerte Energieeffizienz ist notwendig und sinnvoll und muss weiter im Fokus stehen. Gleichen Stellenwert müssen aber "einfache" Lösungen wie Deichbau und sonstige Massnahmen haben, die die Auswirkungen des Klimawandels abfedern. Das mag nicht der Königsweg sein, ist aber die Konsequenz aus dem bisher erreichten.

  8. FritzP Antworten | Permalink

    Kampagnen vs Wissenschaft

    Ich denke das Problem ist, das die von den Skeptikern und ihren Hintermännern initiierte Kampagne auf keinerlei publikumswirksame / organisierte Gegenwehr stösst.
    Man muss sich nur sorgfältig ansehen, wer - um nur mal ein Beispiel zu nennen - die vom Heartland-Institue im letzten Jahr ausgerichtete "Klimakonferenz" sponsort (Sourcewatch.org ist diesbezüglich eine gute Quelle). Neben der Erdöl-Industrie finden sich dort religiöse Extremisten, die Neocons aus den USA sowie diverse "wirtschaftsliberale" Organsiationen. Alles in allem eine sehr seltsame, aber äusserst finanzkräftige Koalition.
    Diese Leute setzen nicht auf die Wissenschaft. Diesen Leuten geht es (und in dem Kontext ist auch der CRU-Hack zu sehen) ausschliesslich um die öffentliche Meinung. Die Kampagne beruht auf der Annahme das Massnahmen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, auf politischer Ebene durchgesetzt werden müssen. Und wenn die Politik - wie in Kopenhagen - nicht mitspielt, ist der "State-of-the-Art" der Wissenschaft letztlich irrelevant.
    Solange diese Leute hinter den Kulissen ungestört "arbeiten" können, werden sie effektive Massnahmen auf die eine oder andere Art verhindern.
    Ich denke das die Wissenschaft auf diese Art Kampagnen nicht reagieren kann, weil es keine entsprechenden Strukturen gibt, nicht geben kann.
    Insofern halte ich Bestrebungen in Richtung Reduzierung von CO2-Emissionen solange für zum Scheitern verurteilt, solange der Klimawandel keine für jeden sichtbare Auswirkungen hat. Und das ist genau der Zeitpunkt, wo es zu spät für Massnahmen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs sein wird.

  9. Jochen Binikowski Antworten | Permalink

    Qui bono?

    @ FritzP

    Ich verstehe Ihr Posting nicht. Wieso sollte ausgerechnet die Erdölindustrie die CO2-Thematik leugnen? Das sind doch gerade die Großkonzerne, die neben den Energieversorgern und den Rückversicherern am meisten vom Emissionshandel und der Katastrophenangst profitieren.

    Seit Jahren z.B. stellen RWE, EON & Co. ihren Kunden Gebühren für Emissionszertifikate in Rechnung, die sie von der Regierung geschenkt bekommen. Das grenzt schon an den Strafttatbestand "Geschäfte zu Lasten Dritter" oder schlichtweg Betrug in Verbindung mit der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Das hat uns Stromkunden bislang über 40 Milliarden EURO gekostet, alleine in Deutschland. Und die Gewinne der Energieversorger in gleicher Höhe angehoben.

    Ölkonzerne bekommen Geld aus dem Emissionshandel wenn sie das überschüssige Gas verwerten statt abzufackeln. Warum, so fragt sich der steuerzahlende Laie, werden die Ölfirmen nicht per Gesetz dazu verpflichtet?

    Andere Konzerne bekommen Milliarden aus dem Emissionshandel, wenn sie Urwälder abholzen und dort Monokulturen von Ölpalmen oder Eukalyptusbäumen anlegen. Versicherungen kassieren überhöhte Prämien für Sturmschäden die nicht wie prognostiziert eintreffen.

    Das ist alles Wahnsinn mit Methode.

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