Der Hansen-Faktor

19. April 2008 von Stefan Rahmstorf in Paläoklima

James Hansen ist Leiter des NASA-Klimaforschungsinstituts in New York und einer der prominentesten amerikanischen Klimatologen. Im Sommer 1988 erregte er Aufsehen, als er vor dem US-Kongress drei Szenarien der künftigen Klimaerwärmung präsentierte. Zwanzig Jahre später wissen wir: Hansen hatte damals Recht. Das mittlere Szenario B, von ihm damals als das plausibelste Szenario bezeichnet, trat ein (siehe Diskussion hier).

Nun hat Hansen mit einer neuen Arbeit international ein breites Medienecho ausgelöst – u.a. Guardian, FAZ und taz berichteten, die taz druckte dazu auch ein Interview mit mir, und auch aus der Politik erreichten mich Anfragen dazu. Zu den Koautoren von Hansen bei dieser Studie gehören einige der führenden Paläoklimatologen, wie Jim Zachos von der University of California und Valerie Masson-Delmotte vom Institut Pierre Simon Laplace bei Paris, denen wir wichtige Erkenntnisse über die Klimaentwicklung in der Erdgeschichte verdanken. Daten über diese früheren, natürlichen Klimaveränderungen sind es denn auch, auf denen die Analyse von Hansen und Kollegen beruht. Die wichtigste Folgerung der Autoren lautet, dass die CO2-Konzentration unterhalb von 350 ppm stabilisiert werden muss, um unsere Erde in einem Zustand zu erhalten, „der dem ähnelt, auf dem die Zivilisation sich entwickelte und an den das Leben auf der Erde angepasst ist“. Das ist insofern radikal, als 350 ppm deutlich unterhalb der heutigen CO2-Konzentration liegt, denn der Mensch hat diese bereits von 280 auf derzeit 385 ppm erhöht. 

Die Klimasensitivität

Dabei machen sich Hansen et al.  ein einfaches Prinzip zu nutze: kennt man den Antrieb früherer Klimaveränderungen (konkret ist das die Veränderung in der Strahlungsbilanz der Erde, gemessen in Watt pro Quadratmeter) sowie die Reaktion des Klimasystems darauf (v.a. die globale Temperaturänderung), dann kann man daraus die Empfindlichkeit des Klimasystems ableiten. Wir nennen dies die „Klimasensitivität“ – genau diese Zahl muss man kennen, um die Reaktion des Klimas auf unsere CO2-Emissionen zu berechnen. (Diese Konzepte werden z.B. in unserem Büchlein „Der Klimawandel“ näher erklärt.) Je empfindlicher das Klimasystem in der Vergangenheit reagiert hat, je heftiger also frühere Klimaveränderungen wie die großen Eiszeiten gewesen sind, desto stärker wird auch die globale Erwärmung ausfallen.

Abschätzungen der Klimasensitivität aus paläoklimatologischen Daten hat es bereits früher gegeben, u.a. aus meiner Arbeitsgruppe am Potsdam-Institut (siehe Studie und PM vom August 2006), und diese sind auch in den letzten IPCC-Bericht eingeflossen. Seit den 1970er Jahren gilt eine globale Erwärmung von 3 ºC bei CO2-Verdopplung als wahrscheinlichster Wert der Klimasensitivität; der neue IPCC-Bericht gibt den Unsicherheitsbereich mit 2 – 4,5 ºC an. Über die bis hierher gesagten Dinge besteht weitgehend Konsens unter Klimatologen. 

Neu und kontrovers

Substanziell neu und sicher kontrovers sind zwei Dinge an der Arbeit von Hansen et al.

1. Hansen et al. versuchen aus der Erdgeschichte abzuleiten,  bei welcher CO2-Konzentration die Kontinentaleismassen verschwinden. In den letzten 65 Millionen Jahren, also in der Erdneuzeit (Känozoikum), ist die CO2-Konzentration aus natürlichen Gründen (Plattentektonik – auch dies ist in unserem Buch erläutert) langsam abgesunken. Dabei hat das Klima sich immer weiter abgekühlt, bis vor 34 Millionen Jahren die Vereisung begann, zunächst in der Antarktis. Hansen et al argumentieren, dass die Vereisung bei einer CO2-Konzentration zwischen 350 und 500 ppm einsetzte. Auf dieser Basis kommen sie zu dem Schluss, dass eine CO2-Konzentration über 350 ppm die Gefahr birgt, dass die Eismassen abtauen und damit der Meeresspiegel um bis zu 70 Meter ansteigt.

Ich halte diese Abschätzung aus folgendem Grund für fragwürdig. Sie setzt voraus, dass in einem sich abkühlenden Klima die Eismassen bei der gleichen kritischen CO2-Menge zu wachsen beginnen, wie sie in einem sich erwärmenden Klima dann wieder verschwinden. Diese Annahme ist jedoch wahrscheinlich falsch, und zwar aufgrund der Eis-Albedo Rückkopplung. Dadurch stabilisieren Eismassen sich gewissermaßen selbst, indem sie Sonnenstrahlung reflektieren und das Klima abkühlen. Man muss das Klima deshalb stärker aufheizen, um sie wieder loszuwerden. Physiker nennen dieses Verhalten „Hysterese“. Im Grundsatz ist dies für Eismassen seit Jahrzehnten bekannt; eine Untersuchung dieses Hysterese-Verhaltens in unserem Klimamodell haben meine PIK-Kollegen Reinhard Calov und Andrey Ganopolski  2005 publiziert. Die Schwelle zum Abtauen des Eises verschiebt sich dadurch zu deutlich höheren CO2-Werten. Dem entgegen muss man allerdings bedenken, dass ja nicht nur ein völliges Abtauen der Eismassen für die Menschen katastrophale Folgen hätte. Schon ein Eisverlust von 5% würde den Meeresspiegel um über 3 Meter steigen lassen. Die von Hansen et al. untersuchten Paläodaten liefern leider keine Auskunft darüber, bei welchem CO2-Gehalt eine solche 5%-Schrumpfung der Eisschilde zu erwarten wäre.

2. Hansen und Kollegen definieren eine neue Art von Klimasensitivität – nennen wir sie zur Unterscheidung die „Erdsystem-Sensitivität“. Sie unterscheidet sich dadurch von der herkömmlichen Klimasensitivität, dass sie einige sehr langsam wirkende Rückkopplungen einbezieht, die normalerweise in der Klimasensitivität nicht enthalten sind. Insbesondere sind dies Rückkopplungen durch die Veränderungen der Kontinentaleismassen, der Landvegetation und durch klimatisch bedingte Freisetzung von Treibhausgasen wie CO2 und Methan (also nicht direkte menschliche Emissionen). Hansen et al. gehen davon aus, dass diese Rückkopplungen den Klimawandel noch verstärken – dem kann ich zustimmen, denn jeder einzelne dieser Feedbacks ist sehr wahrscheinlich verstärkend. Nicht folgen kann ich jedoch Hansen et al. bei dem Versuch, diese Erdsystemsensitivität aufgrund von Eisbohrkerndaten aus der Antarktis zu quantifizieren – sie kommen auf ein Ergebnis von 6 ºC für CO2-Verdoppelung, also das Doppelte der herkömmlichen Klimasensitivität. Diese Abschätzung hat jedoch eine grundlegende Schwäche. Denn bei der Analyse wird das Wachsen und Schrumpfen der Kontinentaleismassen während der Eiszeitzyklen als verstärkende Rückkopplung auf die CO2-Veränderungen aufgefasst. Wir wissen jedoch, dass diese Vereisungen direkt durch Veränderungen in der Erdbahn und die damit verbundene starke Veränderung der saisonalen Sonneneinstrahlung ausgelöst wurden (die Milankowitsch-Zyklen – sorry, wenn ich auch hier für Näheres auf unser Buch verweise). Damit wird diese Rückkopplung von Hansen et al. zwangsläufig stark überschätzt. 

Fazit

Die neue Hansen-Arbeit bringt viele richtige und bedenkenswerte Argumente vor. Zu Recht lenkt sie den Blick darauf, dass die Erdgeschichte für ein instabiles Klimasystem spricht, das auf Störungen heftig reagiert. Diese Argumentation stützt auch der IPCC-Bericht, der ein 65-seitiges Kapitel zu den natürlichen Klimaveränderungen der Erdgeschichte enthält (disclosure: ich bin einer der Autoren dieses Kapitels). Bei den Diskussionen innerhalb des IPCC gab es tatsächlich eine gewisse Spannung zwischen den Paläoklimatologen und den „Zukunftsmodellierern“ (IPCC-Kapitel 10), weil erstere die Folgen unserer Treibhausgasemissionen eher noch pessimistischer einschätzen – zum Beispiel in der viel diskutierten Meeresspiegelfrage. Während ich also qualitativ Hansens Argumentation teile, halte ich seine quantitativen Abschätzungen aus den oben genannten Gründen für nicht überzeugend.

Regelrecht falsch waren einige der Medienberichte. Der Guardian zitierte Hansen mit der Aussage, das EU-Ziel von einer CO2-Stabilisierung bei 550 ppm sei viel zu lasch und müsse radikal revidiert werden. Dies ist insofern falsch, als die EU überhaupt kein 550-ppm Ziel verfolgt. Das übergeordnete EU-Ziel ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal 2 ºC. Dabei ist den maßgeblichen EU-Politikern völlig klar, dass dazu eine Stabilisierung der Treibhausgase deutlich unterhalb von 450 ppm CO2-äquivalent nötig ist – das steht im IPCC-Bericht, und daran orientiert sich ja auch die EU-Politik, den Ausstoß von Treibhausgasen global bis 2050 mindestens zu halbieren und in Europa sogar um 80% zu reduzieren. Hansens 350 ppm beziehen sich auf CO2 alleine – die maximal 450 ppm der EU dagegen auf alle Treibhausgase zusammengerechnet und als CO2-äquivalent angegeben. Diese Werte liegen daher gar nicht weit auseinander. Das sieht man auch daran, dass Hansen die Begrenzung der weiteren Erwärmung (ab heute) auf 1 ºC für notwendig hält – 1 Grad ab heute sind aber 1,7 oder 1,8 Grad über der vorindustriellen Temperatur, sehr ähnlich dem 2-Grad-Limit der EU. Der IPCC-Bericht sagt dazu (WG3, Tabelle SPM 5), dass eine Stabilisierung bei 350-400 ppm CO2, entsprechend 445-490 ppm CO2-äquivalent, zu einer Erwärmung um 2,0- 2,4 ºC führen würde (über das vorindustrielle Niveau). Damit unterscheiden sich Hansens Zahlen nur wenig von denen des IPCC und den Zielen der EU. Einen Frontalangriff auf den IPCC stellen sie jedenfalls nicht dar, wie es von einigen Journalisten interpretiert wurde.

Damit gibt diese neue Arbeit auch keinen Anlass zu einem radikalen Umdenken in der EU-Klimapolitik. Diese Politik hat m.E. die richtigen Ziele – allerdings müssen sie auch konsequent umgesetzt werden.

p.s. Zwei aktuelle Kurzmeldungen:

Die NOAA hat bekannt gegeben, dass der März 2008 über den Landgebieten der Erde der wärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen vor 129 Jahren gewesen ist.

Unser englisch-sprachiges Schwesterblog realclimate ist von TIME Magazine unter die 15 besten Klima- und Umweltsites gewählt worden. 


80 Kommentare zu “Der Hansen-Faktor”

  1. Jörg Haas Antworten | Permalink

    Welche Risiken gehen wir ein?

    Sehr schöne Rezension der Arbeit von Hansen. Dies war nach der extensiven Berichterstattung dringend notwendig.
    Doch selbst wenn Hansens Argumentation nicht völlig überzeugt: Es gibt eine nicht vernachlässigbare Wahrscheinlichkeit, dass die Erdsystemsensitivität deutlich über drei Grad liegt. Das Klima würde damit deutlich empfindlicher auf Treibhausgase reagieren als in den wahrscheinlichsten Szenarien angenommen.
    Weshalb ist das bedeutsam? Kein geringerer als der Klima-Ökonom Richard Tol, sonst gerne von Klimaskeptikern zitiert, hat in jüngerer Zeit darauf hingewiesen, dass die Existenz extrem hoher Klimaschäden bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit die Anwendbarkeit klassischer Kosten-Nutzen-Rechnungen stark in Frage stellt (siehe http://www.fnu.zmaw.de/...pers/dismaltheoremwp.pdf
    ).
    Siehe dazu auch http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/...t-hansen/

  2. adenosine Antworten | Permalink

    Eine hohe Klimasensitivität des CO2 ist durchaus eine Möglichkeit, die durch plausible Indizien gestützt ist, einen empirischen Beweis gibt es nicht, die Möglichkeit von Überraschungen in diesem Thema ist noch vorhanden. Wie dem auch sei, die Wahrscheinlichkeit, dass ein CO2-Anstieg auf > 550ppm verhindert werden kann ist, wenn man sich die CO2-Steigerungsraten in Asien anschaut praktisch Null (Atomkrieg mal ausgeschlossen). Die Zivilisation ist flexibel genug, sich auch an Steigerungen des Meeresspiegels anzupassen, die Auswirkung von Kriegen, die wir überstanden haben, waren auch nicht schlimmer. Mir scheint, dass sich die Entdecker der CO2-Klimasensitivität sich hauptsächlich am Feuer der möglichen Katastrophenszenarien wärmen. Da zu Zeit noch keine Maßnahmen zur Beherrschung der Lage akut sind, versucht man Gewinn aus illusionären CO2-Vermeidungsstrategien zu schneiden. Ein Indiz für die Unaufrichtigkeit in diesem Vorgehen ist, dass man zu einer teuren CO2-Vermeidungsangabe niemals den erzielbaren Effekt auf de Temperatur angibt, z.B. 0.000001K für Milliarden Solarstromsubventionen in Deutschland.

    [Antwort: Und wie haben Sie diese Zahl genau ausgerechnet? Nach einer internationalen Vergleichsstudie ökonomischer Modelle (Edenhofer et al, Energy Journal) ergibt sich, dass die Kosten, die Erwärmung bei 2 ºC zu stoppen, wahrscheinlich unter 1% des globalen Bruttosozialprodukts liegen werden - für den Normalbürger also kaum zu bemerken. Die jährlichen Kosten für die ganze Welt sind etwa vergleichbar zu dem, was der Irak-Krieg alleine die USA jährlich gekostet hat. Wir können das hier nicht näher erörtern, aber ich nehme Ihren Kommentar gerne zum Anlass, künftig einmal hier in einem Artikel die Kostenfrage aufzugreifen. S.R.]

  3. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Langsam wird zurück gerudert

    Zum Klimasensitivitätsfaktor habe ich das gefunden.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/...echenden/

    Schon lustig, wie sich die Modelle widersprechen (Wolkenfeedback). Der Hansen-Faktor liegt also höher als der PIK-Faktor. Jedes Institut scheint seinen eigenen Faktor zu haben.

  4. Eddy Antworten | Permalink

    Vereisung

    Hallo herr Rahmstorf,

    Erst einmal vielen Dank, dass Sie sich hier als Skeptiker betätigen. ;-) Nun aber zu ihrer Aussage:

    "Wir wissen jedoch, dass diese Vereisungen direkt durch Veränderungen in der Erdbahn und die damit verbundene starke Veränderung der saisonalen Sonneneinstrahlung ausgelöst wurden (die Milankowitsch-Zyklen – sorry, wenn ich auch hier für Näheres auf unser Buch verweise). Damit wird diese Rückkopplung von Hansen et al. zwangsläufig stark überschätzt."

    Da die Sonnenaktivität seit 1940 besonders hoch ist, und der Einfluss auf das Klima bis 1940 kaum bezweifelt wird, ist der Einfluss der Sonne auch ab 1940 kaum geringer geworden.

    Dadurch ist aber auch wohl (später?) die polare Eiskappe geschmolzen und wurde der Schneefall geringer weltweit.

    Müsste man in diesem Fall nicht auch von einer natürlichen Rückkoppelung sprechen, die, wenn ich das System Erde einigermassen verstehe, einige Jahrzehnte anhalten sollte, bzw. verzögert wirken sollte?

    Mir ist schon klar, dass diese heutigen Berechnungen dem Co2 die Schuld geben. Mir ist die Erklärung auch durchaus geläufig und verständlich.

    Mir ist bloss auch bekannt, dass im Mittelalter die Gletscher in Europa so schmolzen wie heute, und damals auch Grönland so grün war, wie heute, ohne Milankovitch-Einfluss, ohne Co2 und bei weit geringerer Sonnenaktivität.

    Ich frage mich also, als Laie, wie man sich so sicher sein kann, dass die heutige Klimaentwicklung kein natürliches Phänomen sein soll.

    Hochachtungsvoll
    Eddy

    [Antwort: Für mich ist der Hauptgrund der, dass wir die Energiebilanz der Erde und die Physik des Treibhauseffekts verstehen, und zwar seit dem 19. Jahrhundert. Es kann leider keinen ernsthaften Zweifel daran geben, dass unsere CO2-Emissionen zu einer Erwärmung im beobachteten Ausmaß führen. Natürliche Faktoren haben in den letzten 50 Jahren insgesamt sogar eher abkühlend gewirkt. Die Sonnenaktivität hat einfach seit 1940 nicht zugenommen, seit rund 20 Jahren nimmt sie sogar ab. (Dass die Sonnenaktivität vor 1940 zugenommen hat, kann auch bei Berücksichtigung der Trägheiten im Klimasystem nicht zu der starken Erwärmung 1980 bis heute geführt haben.)


    Einige Ihrer Aussagen treffen m.E. nicht zu - die Sonnenaktivität war im Mittelalter nicht "weit geringer" als heute, sondern etwa gleich hoch. Und die Gletscher in Europa waren im Mittelalter nicht so klein wie heute - ich habe das selbst einmal sowohl einen schweizer als auch einen norwegischen Gletscherexperten gefragt, und sie können das auch im IPCC-Bericht nachlesen. S.R.]

  5. Krishnag Antworten | Permalink

    Gletscher

    Herr Rahmstorf,
    #Und die Gletscher in Europa waren im Mittelalter nicht so klein wie heute -#
    Das ist zumindest für einige Schweizer wie auch Französische Gletscher falsch, und es ist allgemein anerkannt, das unter dem heute zurückgehenden Eis Holz und Artefakte, die zweifelsfrei dem Mittelalter zugeordnet werden können, hervorkommen, was beweist, daß die Gletscher eben doch zumindest gleichweit zurückgingen.

    Und das die Sonnenaktivität jetzt nicht mehr 1955 sondern jetzt schon 1940 ihr Maximum erreicht haben soll, wird unabhängig von den Daten durch gebetsmühlenartige Wiederholung nicht wahrer.

    [Antwort: Gletscher verändern sich auch regional unterschiedlich, einzelne Beispiele und Gegenbeispiele werden Sie daher immer finden - man könnte zum Beispiel auch den Ötzi nennen, der 5300 Jahre unter Eis lag und erst jetzt freigelegt wurde und nicht im Mittelalter. Deshalb ist ein Gesamtüberblick so wichtig, wie Sie ihn im IPCC-Bericht finden.
    Das Maximum der Sonnenaktivität können Sie aufgrund der überlagerten Schwankungen und der Unterschiede zwischen verschiedenen Datensätzen nicht aufs Jahr genau bestimmen - bei manchen publizierten Kurven liegt es vor 1950, bei manchen danach. Aber einigen wir uns doch darauf, dass spätestens seit 1955 die Sonnenaktivität nicht mehr zugenommen hat - das ändert nichts daran, dass die Sonne nicht für die Erwärmung der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein kann. S.R.]

  6. Raimund Leistenschneider Antworten | Permalink

    Eigenartiger Faktor

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    Sie beginnen Ihren Blog mit der vermeintlichen Treffsicherheit von Hansen bzgl. seines postulierten Szenarios von 1988 und verweisen auf „Ihre“ Internetseite „real climate“ und vergeben sogar die physikalische Güte eines Faktors („Hansen-Faktor“), wie z.B. Permeabilität oder die Hubble-Konstante. Dass dieser Versuch nicht nur fehlgeleitet, sondern auch wissenschaftlich absonderlich ist, liegt schon darin begründet, dass es sich bei physikalisch üblichen Faktoren um Naturkonstanten oder um in vielfachen Messreihen bestätigte (Faktor)Werte handelt. Folge ich nun Ihrem angegebenen Link und schaue mir die beiden Graphiken an – die erste zeigt den Strahlungsantrieb in W/m2 über einen Zeitraum und zeigt eine Gerade (Anmerkung: Das Wetter beruht im Wesentlichen auf den physikalischen Gebieten der Thermodynamik, Strömungs- und Strahlungslehre und Verhalten von Gasen. Alle vier sind keine linearen, sondern, der Mathematiker spricht von „chaotischen Systemen“ also nicht linearen Systemen!, so dass eine Gerade hier wenig wissenschaftliche Aussagequalität hat), die zweite Graphik zeigt nun die Temperaturvariabilität über einen Zeitraum. Vergleiche ich (bis zum heutigen Zeitpunkt und nicht darüber hinaus, weil man für die Zukunft heute nichts vergleichen oder gar bestätigen kann!) weiter diese postulierte Temperatur-Anomaliekurve von Hansen mit der gemessenen Temperaturkurve „UAH MSU Global Monthly Mean Mid Troposphere Temperature Anomalies“ (z.B. zu finden unter: http://members.shaw.ca/...mate_Change_Science.html), der Sie in Ihrem Blog „Ist die Erderwärmung vorbei?“ Richtigkeit attestierten, da man mit ihr auf die gleiche, von Ihnen, nach den Daten der NASA ermittelte globale Temperaturkurve kommt, so stelle ich fest, dass die Angaben von Hansen in seinem Szenario B aus 1988 falsch sind und nicht mit den tatsächlich gemessenen Temperaturen bis Dezember 2007 übereinstimmen – beide Temperaturkurven sind im Vergleichzeitraum 1979 bis 2007 vollkommen unterschiedlich. Wenn nun die gemessenen Temperaturen etwas anderes angeben, als die in 1988 postulierten, so sind die 1988 postulierten falsch. Aber selbst wenn sie übereinstimmten, so ließe sich selbstverständlich aus der einen Richtigkeit nicht darauf schließen, dass Hansen mit seiner aktuellen Prognose richtig läge und es ist vollkommen abwegig, dies mit einem „Faktor“ zu bezeichnen.

    Dass mit „Schreckensszenarien“ auf ein breites Medienecho gestoßen wird, liegt in der Sache begründet und deckt sich mit der Forderung von Herrn Prof. Stefan Schneider (Verfasser einiger IPCC-Kapitel) : „"... Um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erringen, müssen wir erschreckende Szenarien entwerfen und mit vereinfachten und dramatischen Stellungnahmen in die Offensive gehen. Eventuelle Zweifel sollten wir nur am Rande erwähnen. Jeder von uns muss die richtige Balance dazwischen finden, effektiv zu sein und ehrlich zu sein." ("So we have to offer up scary scenarios, make simplified, dramatic statements, and make little mention of any doubts we might have [...] Each of us has to decide what the right balance is between being effective and being honest”).

    Die Schwankungen des Meeresspiegels, die in erster Linie auf die Plattentektonik zurückzuführen sind, zeigt recht anschaulich die folgende Abbildung für den Zeitraum der letzten 65 Mio. Jahre: http://www.oberrheingraben.de/...fuellung/Haq.pdf. Auf der Internet-Seite der Berkeley-University ist darüber hinaus der Meeresspiegel im Verlauf der letzten 600 Mio. Jahren zu sehen (http://geography.berkeley.edu/...Geog40.Week7.html). In beiden Diagrammen ist ersichtlich, dass der Meeresspiegel (in erster Linie durch Plattentektonik) gewaltigen Schwankungen unterliegt. Auch ist es nicht so wie Sie schreiben: „… ein einfaches Prinzip zu nutze….genau diese Zahl muss man kennen, um die Reaktion des Klimas auf unsere CO2-Emissionen zu berechnen.“ Herr Prof. Dr. Rahmstorf, wenn dies so einfach wäre, man nur eine Zahl zu kennen bräuchte, dann wären nicht nur die Klimamodelle besser, sondern auch deren Teilstücke, die Wettervorhersagen. Für den Leser ein kleiner Vergleich der bisherigen Klimaprognosen des IPCC für die Kenngröße „Anstieg des Meeresspiegels“; 1988: 20-150cm, 1990: 13-110cm; 1995: 13-94cm; 2001: 9-88cm; 2007: 18-59cm.

    Ich muss auch einen weiteren Punkt berichtigen. Sie schreiben „Dabei hat das Klima sich immer weiter abgekühlt, bis vor 34 Millionen Jahren die Vereisung begann.“ Der Leser entnimmt aus dieser Aussage, dass die Vereisung am Beginn des Oligozäns einsetzte und diese erstmalig ist. Dies ist, wie Ihnen sicherlich bekannt, nur für den Betrachtungszeitraum bis vor 65 Mio. Jahren richtig (Anmerkung: die Berkeley University – siehe obiger Link – gibt dies mit einem Fragezeichen an, d.h. es ist wissenschaftlich nach dortiger Ansicht nicht gesichert: „? First local ice on Antarctica“). Der Temperaturverlauf seither gibt die folgende Abbildung wieder: (http://global-warming.accuweather.com/...e_Rev.png).

    Vereisungen und zwar ganz massive, gab es bereits im Karbon, als Deutschland in den Tropen lag und seinerzeit die heutigen Kohlevorkommen entstanden, und ebenso im Perm (http://www.lothar-beckmann.de/.../Globalwetter.htm). Im Karbon lag i.ü. der CO2-Gehalt in der Atmosphäre bei über 1.000 ppm (Quelle: Paleontology Science Center, http://farm1.static.flickr.com/...6990ff2b33_o.jpg). Die Charts zeigen eindrucksvoll, dass Eiszeiten (das Klima) mit einer etwaigen CO2-Konzentration in keinem Zusammenhang stehen. Im Oligozän gab es dann wieder eine Vereisung (die jedoch rein gar nichts mit den Eiszeiten der jüngeren Erdgeschichte zu tun hat). Die „heutigen“ Eiszeiten (Günz-, Mindel-, Riss- und Würm-Eiszeit) begannen vor ca. 2 Mio. Jahren im Pleistozän mit ausgeprägten Interglazialen, in denen es weitaus wärmer war als heute. Sie hierzu die folgende Abbildung des Alfred Wegener Instituts: (http://www.awi.de/...ine_geology_and_paleontology/). Deutlich erkennbar, dass bis vor ca. 2,5 Mio. Jahren der Nordpol vollkommen eisfrei war! So lebten z.B. in der Mindel-Riss-Warmzeit (vor 500.000 Jahren) Waldelefanten auf dem Gebiet des heutigen Stuttgart am Neckar! (http://www.naturkundemuseum-bw.de/...8&bez=2_6). Im vorletzten Interglazial (derzeit leben wir auch in einem Interglazial!) vor 125.000 Jahren lag die durchschnittliche Temperatur um ca. 5°C höher als heute (http://www.ski-blog.com/...Ice_Age_Temperature.png). In noch einem Punkt bedarf ihr Blog einer Klarstellung.

    Sie schreiben, „Schon ein Eisverlust von 5% würde den Meeresspiegel um über 3 Meter steigen lassen.“ In den Medien und diversen Fachpublikationen (auch des IPCC) wird hervorgehoben, dass insbesondere die Eismassen der arktischen Meereisbedeckung in den letzten 25 Jahren rapide abnahmen. Anhand von Satellitenaufnahmen wird dies bestätigt. Die Grundlagen der Physik lehren uns, auch wenn alles Eis der Meereisbedeckung, inklusive des Nordpols schmelzen würde, so hebt sich dadurch der Meeresspiegel um keinen Millimeter, da es sich um schwimmendes Eis handelt. Einzig die Eismassen des grönländischen Eisschildes und insbesondere der südpolaren Einflächen (die südpolaren Eismassen machen gut 90% der Eismassen aus) würde den Meeresspiegel anheben. Nur, die Landeismassen haben in den letzten 25 Jahren in der Gesamtheit nicht abgenommen, sondern zugenommen und zwar überwiegend auf Grund der enormen Zuwächse in der Ostantarktis (Wingham, D.J., Shepherd, A., Muir, A. and Marshall - G.J. 2006, Mass balance of the Antarctic ice sheet. Philosophical Transactions of the Royal Society A 364: 1627-1635); Spektrum der Wissenschaft 08/05, S. 10, aber auch auf Grönland über 1.500m Höhe (Johannessen et al. in Science, 11. November 2005:.Vol. 310. no. 5750, pp. 1013 - 1016, „….5.4 ± 0.2 cm/year, or 60 cm over 11 years, or 54 cm when corrected for isostatic uplift.”, http://www.sciencemag.org/...bstract/310/5750/1013). Doch auch hier haben die Befürworter des anthropogenen Klimawandels eine Antwort, die da lautet, dies wäre nur vorübergehend.

    Zum Abschluss eine Verständnisfrage. Es wird viel davon geredet, dass die Erhöhung des CO2-Gehalts in direkter Kausalität mit dem Temperaturanstieg des ausgehenden 20. Jahrhunderts steht und zwar CO2 zuerst steigt und dann die Temperatur. Das IPCC gibt an, dass die in die Atmosphäre ausgebrachte C-Menge lediglich zu knapp 3% anthropogen ist, alles andere ist natürlichen Ursprungs. Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass jeder Mensch mit jedem Atemzug die ca. 150-fache Menge von CO2 ausatmet, als die Menge, die er einatmet (die Menge CO2 fällt beim Citratzyklus in den Mitochondrien an). Wie überall in der Chemie gibt es auch für die Erdatmosphäre eine Sättigungsgrenze, bei der die Atmosphäre nicht mehr CO2 aufnehmen kann. Der Nobelpreisträger Paul Crutzen schrieb noch 1993: “Es gibt bereits so viel CO2 in der Atmosphäre, dass in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2 fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr.“ (Chemie der Atmosphäre, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, Oxford 1993, S. 414). Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages stellte in ihrem ersten Zwischenbericht 1988 zum Schutz der Erdatmosphäre fest: “Da die CO2-Absorptionsbanden weitgehend gesättigt sind, nimmt der Treibhauseffekt durch zusätzliches CO2 nur noch mit dem Logarithmus der CO2-Konzentration zu,...“ Dr. Herbert Fischer, Institut für Meteorologie der Uni Karlsruhe und meines Wissens ein Befürworter des anthropogenen Klimawandels hat untersucht, welche Transmissionsänderung eine CO2-Verdopplung in der Atmosphäre verursacht. Er stellte fest, dass im Hauptzweig bei 15,3 µm sich keine Änderung ergibt – es liegt also eine Sättigung vor. In den Nebenbanden tritt eine leichte Veränderung auf (http://www.john-daly.com/forcing/forcing.htm). Wie soll nun dieses CO2-strahlungsrelevant sein und somit Einfluss auf die thermischen Vorgänge in der Atmosphäre ausüben, wenn im Hauptzweig Sättigung vorliegt? Viele Grüße RL.

  7. Krishnag Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    Herr Rahmstorf,
    #Aber einigen wir uns doch darauf, dass spätestens seit 1955 die Sonnenaktivität nicht mehr zugenommen hat#
    warum soll ich mich mit Ihnen auf ein falsches Datum einigen ? Ich habe Ihnen doch Andernorts bereits einige Aussagen vorgelegt, die eben das nicht bestätigen.

    Bei der Gelegenheit gleich nochmal die Frage, wenn die Sonne, wie Sie in Ihrer aktuellen Antwort weiter schreiben, nicht für die Erwärmug verantwortlich ist, wie könnte sie dann, wie Sie neulich in Ihrer Antwort an Herrn Lincke schrieben, für die Abkühlung verantwortlich sein ?

    [Antwort: Hmmm... vielleicht weil die Sonnenaktivität abgenommen hat? S.R.]

  8. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Ötzi

    "...man könnte zum Beispiel auch den Ötzi nennen, der 5300 Jahre unter Eis lag und erst jetzt freigelegt wurde und nicht im Mittelalter."

    NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND

    „Im März 1991 hatten Stürme feinsten ockerfarbenen Sand aus der Sahara bis in die Alpen geweht. Unter der Sommersonne schmolzen die mit diesem höchst wirksamen Lösungsmittel bestäubten Gletscher nur so dahin. Allein in Tirol gab das vermeintlich ewige Eis ein halbes Dutzend Leichen frei, Ötzi als sechste.“

    Ötzi starb vor ca. 5300 Jahren. Zu dieser Zeit war die Sahara eine Savannenlandschaft, in der Ackerbau betrieben wurde. Es gab also über Jahrtausende keinen Saharastaub auf den Gletschern der Alpen. Erst der Saharastaub hat Ötzi freigelegt.

    [Antwort: Nur um sicher zu gehen, dass ich Ihre These richtig verstehe: Sie meinen, im Mittelalter gab es keinen Saharastaub auf den Gletschern, weil damals die Sahara eine Savanna war? S.R.]

  9. Ohne worte Antworten | Permalink

    Ötzi...

    „Antwort: Nur um sicher zu gehen, dass ich Ihre These richtig verstehe: Sie meinen, im Mittelalter gab es keinen Saharastaub auf den Gletschern, weil damals die Sahara eine Savanna war? S.R.“

    Die erneute Austrocknung der Sahara begann ca. im 3. Jahrtausend v. Chr.. In dieser Zeit entwickelte sich die Savannenlandschaft wieder zur Wüste. Ötzi ist während des/eines Klimaoptimums des Holozän gestorben, danach wurde es deutlich kälter. Weder im Optimum der Römerzeit, noch in der mittelalterlichen Warmzeit, wurden die Temperatur des Holozän-Optimums in Kombination mit genügend Saharastaub erreicht. Heute haben wir Temperaturen vergleichbar mit denen des Optimums der Römerzeit und Mittelalters, aber einfach mehr Saharastaub.

  10. Krishnag Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    Herr Rahmstorf,
    #[Antwort: Hmmm... vielleicht weil die Sonnenaktivität abgenommen hat? S.R.]#
    Wenn die Aktivität steigt, gibt es keine Erwärmung, nimmt die Aktivität ab, wird es kälter ?

    Wollen Sie damit ernst genommen werden ?
    Vielleicht sollten Sie sich mal die Abfolge Ihrer Antworten und Statements vor Augen halten in den verschiedenen Threads.
    Man könnte fast meinen, PIK - denn sie wissen nicht was sie tun.

    [Antwort: Anstelle von Polemik könnten Sie vielleicht wörtlich zitieren, wo ich gesagt haben soll, dass steigende Sonnenaktivität keine Erwärmung verursacht? Danke. S.R.]

  11. Krishnag Antworten | Permalink

    Sahara

    Das die Sahara vor 10.000 Jahren bis vor 5.000 Jahren eine Savanne war ist mittlerweile anerkanntes Fachwissen und ist in der Literatur ausführlich belegt.
    z.B. hier:
    www.geo.uni-bremen.de/geomod/de/schaukasten/8_SchuBi.pdf

    #Vor etwa zehntausend Jahren war die Sahara eine blühende Savanne, das heute fruchtbare Niltal hingegen unbewohnbarer Sumpf.
    [..]
    Doch innerhalb weniger Generationen änderte sich damals das Klima drastisch, schreiben die Wissenschaftler Rudolph Kuper und Stefan Kröpelin: Die Zone der tropischen Regenfälle verlagerte sich um 800 Kilometer nach Norden, und das Land verwandelte sich in eine fruchtbare Savannenlandschaft.
    [..]
    In der Zeit von 7.000 bis etwa 5.300 vor Christus gab es einen weiteren, grundlegenden Wandel in der Region, schließen die Kölner Forscher aus ihren Daten: Schafe und Ziegen wurden aus Asien eingeführt, und aus den einstigen Jägern und Sammlern wurden Hirten. Zu den ersten gravierenden Klimaänderungen kam es in den folgenden Jahrtausenden, als der Regen immer mehr ausblieb und große Teile des Landes wieder zur unbewohnbaren Wüste wurden. #
    von hier:
    http://www.wissenschaft.de/...aft/news/267672.html

    Ich denke, das sollte ausreichen um zu akzeptieren, das "ohne Worte"'s Worte nicht so ganz von der Hand zu weisen sind

  12. Krishnag Antworten | Permalink

    Sahara 2

    :-(
    Zu früh Knöpfchen gedrückt.
    Was das Erfrieren von Ötzi anbelangt paßt das relativ genau in die Zeit. Es könnte da tatsächlich ein Umschwung stattgefunden haben.
    Um 1300 NC ist in Detschland allerdings die Rede von "Blutstaub", der mit Saharastaub in Verbindung gebracht wurde.

    Allerdings sind besonders starke Stürme, die Saharastaub in die Alpen wehen nicht unbedingt alltäglich.

    #Unusual climatic conditions in the summer
    of 1991 (including dust from Sahara resulting in enhanced melting of snow)#
    www.nupecc.org/iai2001/report/B44.pdf

  13. arndb Antworten | Permalink

    J. Hansen und Global Cooling

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf, gibt es eine plausible Erklärung dafür, warum das J. Hansen Team, obwohl es schon 1981 darauf hingewiesen hatte, dass es zwischen 1940 und 1970 eine globale Abkühlung gab, dieses nachhaltige Ereignis bisher nicht in Übereinstimmung mit der CO2 These zu bringen vermocht hat, wie reklamiert auf http://www.oceanclimate.de/ . Auch Sie verlieren dazu kein Wort.
    Ferner antworten Sie: EDDY- 21Apr-: „Für mich ist der Hauptgrund der, dass wir die Energiebilanz der Erde und die Physik des Treibhauseffekts verstehen, und zwar seit dem 19. Jahrhundert.“
    Das passt nicht so recht zum Bericht des Alfred Wegener Institut (AWI), siehe FAZ.net, 21 April 2008, unter : “Kälterekord lässt Eisdecke wachsen”. Danach bewege sich die Erkaltung der antarktischen Meerwasser im Hundertstel-Grad-Bereich, was für ein Polarmeer schon sehr deutlich sei, so das AWI und dies könne die Umwälzbewegungen der ozeanischen Wassermassen in Schwung bringen. Änderungen des Meerwassers im Hundertstel-Grad-Bereich und atmosphärischer Kälterekord, passt das mit AGW zusammen?

  14. Krishnag Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    # das ändert nichts daran, dass die Sonne nicht für die Erwärmung der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein kann. S.R.]

    [Antwort: ...weil die Sonnenaktivität in diesem Zeitraum abgenommen hat. S.R.]

    #

    # Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieser Sonnenzyklus eine "vorübergehende Kaltzeit" auslösen wird - er hat es in den letzten Jahrzehnten ja auch nicht geschafft, deutlichere Spuren im Klima zu hinterlassen. S.R.]

    [Antwort: Hier ging es um den 11-jährigen Sonnenzyklus - die stärkste Variation der Sonnenaktivität, die wir beobachten. Die Auswirkung auf die globale Temperatur ist schwach - man kann zwar einen ca. 11-jährigen Zyklus in den globalen Temperaturdaten finden, der hat aber nur eine Amplitude von 0,05 ºC und ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, weil das "Rauschen" größer ist. S.R.]

    #

    Generell wir der Einfluß der Sonne auf das GW negiert, nicht nur von Ihnen.
    Heißt:
    Nich verantwortlich für Erwärmung, eventuell verantwortlich für Abkühlung.

    Über die Aktivitäten der Sonne (1955 / 1940, vielleicht sollten wir ja das statistische Milltel nehmen ?), gehen ja offensichtlich allgemein die Meinungen auch auseinander.
    Heißt weiter: Die Sonnendiskussion ist mit Sicherheit nicht zu Ende und wird jetzt nocheinmal interessant.

    [Antwort: Der Einfluss der Sonne wird von mir und anderen Klimatologen nicht negiert - lesen Sie etwa den IPCC-Bericht, wo er ausführlich diskutiert und auch für einen Teil der Erwärmung bis 1940 verantwortlich gemacht wird. Der Einfluss der Sonne wird allerdings von Klimatologen auf Basis der Messdaten differenziert beurteilt. S.R.]

  15. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Klimatologen

    "Der Einfluss der Sonne wird von mir und anderen Klimatologen nicht negiert..."

    Eine kleine Anmerkung. Klimatologe als Berufsstand, oder als Ausbildung gibt es nicht. Jeder kann sich Klimatologe nennen.

    [Antwort: In Deutschland gibt es in der Tat keinen eigenen Studiengang "Klimatologie". Einige Universitäten (z.B. Freiburg) bieten Klimatologie als Querschnittsfach an. Bei uns an der Universität Potsdam bieten wir "Klimaphysik" als Schwerpunkt innerhalb des Physikstudiums an. In anderen Ländern (z.B. Kanada, USA) kann man in "Climatology" promovieren. Ich selbst bin Diplomphysiker und habe in physikalischer Ozeanographie promoviert.


    Wenn ich von Klimatologen spreche meine ich das nicht als Ausbildung, sondern als berufliche Tätigkeit: ein Klimatologe ist jemand, der über das Klima forscht und dies z.B. durch entsprechende Fachpublikationen belegen kann (siehe meinen Beitrag Die Bundesliga der Klimaforschung). S.R.]

  16. Raimund Leistenschneider Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität 22.04.08

    Hallo Herr Krishnag,
    die Antwort von Herrn Prof. Dr. Rahmstorf: „Die Sonnenaktivität hat einfach seit 1940 nicht zugenommen,…“ ist schlicht und ergreifend falsch – es gibt kein anderes Adjektiv dafür! Dies ist eindrucksvoll in der Abbildung des Standford-Solar Center (http://solar-center.stanford.edu/...lob-warm.html- falls es Probleme geben sollte, die Internetseite zu öffnen, die entsprechende Abbildung ist auch unter http://img262.imageshack.us/...2/7954/tempscb0.jpg zu finden) zu entnehmen und das Standford-Solar Center steht dem anthropogenen Klimawandel meines Wissens positiv gegenüber, aber es macht halt keine solchen wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen wie Herr Prof. Dr. Rahmstorf. Die Sonnenaktivität hatte um 1960 ihr „Allzeithoch“ für das 20. Jahrhundert. In seiner Aussage, dass die Sonnenaktivität (Anmerkung: je nach Glättung) seit 20 Jahren abnimmt ist wissenschaftlich zwar nicht falsch aber unpräzise und gibt nur eine Teilwahrheit wieder. Bezogen auf das Allzeithoch für das 20. Jahrhundert geht sie zurück, um dann, gemäß den Schwabe-Zyklen wieder zu- und dann wieder abzunehmen. Eine andere Glättung zeigt folgende Abbildung, nach der die Sonnenaktivität bis zum Jahr 2000 zunahm: http://globalwarmingart.com/...tivity_Proxies_png.

    Der Beleg für die Richtigkeit meines Vorwurfs an Herrn Prof. Dr. Rahmstorf wird durch die folgende Abbildung der Sonnenzyklen auf der Internetseite der NASA ersichtlich: (http://science.nasa.gov/..._longrange.htm?list3134). Weiter auf dieser Abbildung ersichtlich, dass es um 1980 und 1990 zwei recht starke Sonnenzyklen gab, die auf Grund der Trägheit des Klimasystems sehr wohl für die Erwärmung am ausgehenden 20. Jahrhunderts verantwortlich sein können, zumal in 1998 das System Klima einen erneuten Energieschub durch die Sonne bekam (23. Zyklus), der i.ü. mit dem durch Satteliten gemessenen Temperaturanstieg am ausgehend 20. Jahrhundert übereinstimmt. Der Beleg für die zeitliche Trägheit des Klimasystems Erde zur Sonnenaktivität liefert die folgende Abbildung. Deutlich erkennbar, dass die Temperatur der Sonnenaktivität um ca. 3 - 4 Jahre nacheilt (http://scienceandpublicpolicy.org/...ceedings.html)

    Anmerkung:
    Die Antwort von Herrn Prof. Dr. Rahmstorf auf Ihren Blog zur Sonnenaktivität vom 22.04.08: „[Antwort: Hmmm... vielleicht weil die Sonnenaktivität abgenommen hat? S.R.]“ ist i.ü. ein wunderbares Eingeständnis, dass die Sonne das Klima moderiert und zwar ohne CO2! CO2 ist nun einmal von der Physik her kein relevantes Treibhausgas, zumindest nicht auf der Erde, wie ich dies in meinen Ausführungen vom 22.04.08 erläuterte. Viele Grüße RL.

    [Antwort: Ich kann nur jedem interessierten Leser empfehlen, sich die Grafiken in den Links von Herrn Leistenschneider einmal anzusehen: es sind genau die Klimatologen bestens bekannten Sonnenkurven, von denen keine einzige einen signifikanten Aufwärtstrend der Sonnenaktivität in den letzten 50-60 Jahren zeigt. Sie zeigen als bei weitem stärkste Variation den 11-jährigen Schwabe-Zyklus, der sich, wie oben gesagt, nur sehr schwach auf die globalen Temperaturen auswirkt. Wie Herr Leistenschneider damit bei 3-4 Jahren Verzögerung den nahezu linearen Temperaturanstieg der letzten 30 Jahre erklären möchte, bleibt rätselhaft. S.R.]

  17. Krishnag Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    Herr Rahmstorf,
    die Ihrer Ansicht nach inaktive Sonne:
    #
    Nach der Sonnenfleckenpause um 1986 traten in der ersten Hälfte der 22. Periode im Jahr 1989 zwei extrem große und ausgedehnte Sonnenflecken auf. Sie emittierten bei ihrem Start auf der Sonne besonders intensive Röntgenstrahlen als Folge der magnetischen Abbremsung (Synchrotronstrahlung) der austretenden Protonen- und Elektronenströme mit Wellenlängen um 1 nm, die als sogen. Flares die Erde in ca. 8 min erreichten und die spätere Ankunft der Protonen und Elektronenströme ( als Sonnenwind) in Richtung Erde signalisierten. Während dieser 22. Sonnenfleckenperiode wiederholten sich solche extremen Protonenflüsse im Jahre 1991 und auch bei rücklaufender Zahl der Sonnenflecken im Jahre 1994.
    [..]
    Die starke synchrone Forbush - Reduzierung des Neutronenflusses durch die von den Satelliten gemessenen Protonenströmen ist in der Abbildung 3 deutlich sichtbar. Insbesondere wurde dadurch während der 22. Sonnenfleckenperiode die Höhenstrahlung kurzzeitig bis um etwa 30 % reduziert. Die terrestrischen Auswirkungen der extrem starken Sonnenwinde in 1989 waren besonders dramatisch: In der nördlichen Hemisphäre (Schweden, Kanada) fielen die Stromversorgungen und Telephonverbindungen aus. Der Funkverkehr war langanhaltend gestört, insbesondere im Flugverkehr entstanden erhebliche Unsicherheiten durch Funkausfälle. Die NASA meldete: "The Sun goes haywire". Nordlichter waren bis nach Afrika gut sichtbar. Der Herbst 1989 war lange relativ warm. In Mitteleuropa wurde im Jahresmittel ein Anstieg der Globalstrahlung, das ist die direkte und indirekte Sonneneinstrahlung, im Jahresmittel um etwa 1,2 +- 0,2 mW/m2 durch zunehmende Wolkenfreiheit gemessen (ZIMEN). Gleichzeitig wurde eine Zunahme der bodennahen Temperatur um 0,9 °C +- 0,2 °C ermittelt (Abb.2). Globalstrahlung und Temperatur blieben nach diesem rasanten Anstieg im Jahresmittel anschließend fortlaufend bis heute im langanhaltenden Mittel auf erhöhtem Niveau. #
    Die Erhöhung der Globalstrahlung und der Rückgang der Bedeckung läßt sich, für DE, sehr schön anhand der Graphiken "Ihrer"
    Sekularstation erkennen.
    Siehe hierzu meinen Beitrag:
    http://www.wissenslogs.de/.../page/10#comment-2552

    #
    Die bodennahe Temperatur in Mitteleuropa, hier gemittelt über 5 DWD-Stationen, folgte auf erhöhtem Niveau strukturell in etwa dem Verlauf der NAO bis zum weiteren Maximum während der 23. Periode mit ihren neuen extrem intensiven Protonenströmen.
    Diese Phänomene besagen, dass die Perioden des Nordatlantischen Wettergeschehens in der Grundfrequenz über die Wolkenbildung durch Höhenstrahlung solar gesteuert sind. Insbesondere das Klimageschehen seit 1989 mit der globalen Temperaturerhöhung wurde von den eingangs gezeigten besonderen solaren Ereignissen gesteuert. Die auf diese Weise erhöhte Sonneneinstrahlung führte zur periodischen zusätzlichen Energiezufuhr auf die Erde, die mit einem Zuwachs der Sonneneinstrahlung im Jahresmittel um etwa 1,2 +-0,2 mW/cm2 zu einem Anstieg der bodennahen Temperatur um 0,9°C +- 0,2 °C führte und den aktuellen sogenannten Klimawandel verursachte. Diese solar bedingten Energieschübe erfolgten in unregelmäßigen Abständen und Intensitäten währen der beiden letzten Sonnenfleckenperioden. Sie waren außergewöhnliche Ereignisse an der Sonnenoberfläche. Entsprechende Untersuchungen der Sonnenaktivität während des ersten Klimasprungs in den zwanziger Jahren wären angezeigt.
    [..]
    Warum die Sonne diese außergewöhnliche Aktivität seit 1988 entwickelte, ist noch nicht geklärt. Es gibt die Ansicht, dass die besondere Nähe der Drehmomente von Sonnensystem und Sonne zueinander während der 22. Sonnenfleckenperiode Turbulenzen in der Sonnenoberfläche auslöste. Dann wäre der Jupiter als der das Sonnensystem gravimetrisch dominierende Planet der Auslöser des jüngsten Klimawandels (Landscheid 2005).
    #

    Sämtliche Zitate:
    http://www.eike-klima-energie.eu/...imeFileUID=487

    Ohne auf die Daten von Svensmark zurükzugreifen wird Svensmark damit bestätigt.

  18. Krishnag Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    @Raimund Leistenschneider

    Punkte und Bindestriche am Ende von Links führen den Suchenden ins Leere.

    In Sachen Sonne empfehle ich folgenden Artikel:
    http://uploader.wuerzburg.de/...k/klima/sonne1.htm

    # Eruptionen der Sonne sind für "El Niño" verantwortlich

    Die Vertreter der US-Wetterbehörde waren sich im Juli 2002 ähnlich wie andere mit Computern hoch gerüstete Forschungszentren sicher, dass ein neuerlicher El Niño bevorsteht. Doch ein Außenseiter schlug diese bei der Vorhersage um Längen: Der Solarforscher Theodor Landscheidt vom Schroeter-Institut zur Erforschung von Zyklen der Sonnenaktivität im kanadischen Nova Scotia sagte den aktuellen El Niño nachweislich schon 1999 in einer detaillierten Studie voraus und stellte sie für jedermann zugänglich ins Internet.

    Während die großen Forschungsinstitute auf ein umfangreiches Früherkennungssystem mit Bojen und Messstationen zurückgreifen, verfolgt Landtscheidt einen völlig anderen Ansatz: "Es gibt seit Jahrzehnten Beobachtungen, wonach Klimaphänomene auf der Erde mit Sonnen-Eruptionen zusammenhängen", so Landtscheidt#
    Das war allerdings 2002.
    http://www.welt.de/...r_El_Nio_verantwortlich.html

    #Theodor Landscheidt: "Die Behauptung zahlreicher Klimaforscher, dass die Sonne in den letzten Jahrzehnten nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf das Klima gehabt habe, kann nicht aufrechterhalten werden. Das vom Menschen erzeugte Kohlendioxid spielt dann eine sehr viel geringere Rolle als angenommen."#

    Wer ist / war Landscheidt ?
    eine Biographie:
    http://bourabai.narod.ru/landscheidt/default.html
    #
    Dr. Landscheidt war Mitglied der American Geophysical Union, der New York Academy of Sciences, des Europaeischen Wissenschaft- und Umwelt-Forums, der europaeischen Umwelt-Akademie und der Wittheit zu Bremen. Er war Direktor des internationalen Forschungskomitees uber Umwelteinflüsse der Universitat Brüssel. Er hat im Jahre 1992 den Preis des Dewey Institutes in Kalifornien in der Forschung der Zyklen fuer " hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der Forschung der Sonnenzyklen ", und fuer " den grossen Beitrag zur Forschung der Sonne-Erde Zyklen bekommen."#

    H.Rahmstorf über Herrn Landscheidt:
    #(Landscheidt ist übrigens ein seit Jahren in der "Skeptiker"-Szene aktiver pensionierter Jurist, ungeachtet des phantasievollen Institutsnamens in seiner Anschrift.)#
    http://www.pik-potsdam.de/.../leser_antworten.html

    Weiter aus der Biographie:
    #Die kurze Biographie
    Theodor Landscheidt machte seit 1974 langfriste Prognosen und bestimmte genau die Klassen der Energie von Röntgenstrahlen-Flare und von starken geomagnetischen Stuermen. Er hat im Jahre 1983 das "Schröter Forschungsinstitut" fuer das Studium der Zyklen der Sonnenaktivitaet in Liliental bei Bremen gegruendet, wo Schroeter das groesste astronomische Observatirium auf dem Kontinent aufgebaut hat und Olbers und Bessel geholfen hat, die Suche des verlorenen Planeten zwischen Mars und Jupiter zu organisieren.#
    Eine empfehlenswerte Lektüre zur Sonne findet sich ier:
    http://kranenbroeker.de/pdf/Sonnwind.pdf

    Weiter Herr Rahmstorf:
    #Im Internet war das angebliche Institut nicht zu finden. Nachforschungen ergaben, dass sich hinter dem Institutsnamen der seit langem in der Klimaskeptiker-Szene aktive Jurist Theodor Landscheidt verbirgt.#
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/taz-essay.html

    Nur nicht mit dem Thema auseinandersetzen, sondern den Mann als
    Pensionär diffamieren, Jurist obendrein.
    In der Bibliothek der Uni Bremen gibt es von Landscheidt 2 Bücher, aber nichtüber Jura :-)
    # Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Alter kosmischer Körper und Systeme und ihrem spezifischen Volumen?
    / Theodor Landscheidt. - Bremen : Naturwissensch. Verein, 1970
    Transpluto (dt. u. engl.). Graphische Ephemeride d. ekliptikalen Positionen 1878-1987 geozentrisch u. heliozentrisch
    / Theodor Landscheidt. - Aalen : Ebertin-V, 1972#

    [Antwort: Mitglied von AGU etc. können Sie übrigens auch selbst werden, indem Sie den Jahresbeitrag bezahlen. Da Sie teilweise meine Aussagen zu Landscheidt zitieren, hier der Vollständigkeit halber noch ein Zitat aus meinem "Klimahysterie"-Artikel von 2007 (siehe Fußnote 4):


    Das von Maxeiner wiederholt gelobte „Schröter-Institut zur Erforschung von Zyklen der Sonnenaktivität“ bestand nach Auskunft von Prof. Schönwiese (der das "Institut" besucht hat) allein aus dem inzwischen verstorbenen pensionieren Juristen Theodor Landscheidt. Landscheidt war passionierter Hobbyastrologe und Autor von Büchern wie Wir sind Kinder des Lichts. Kosmisches Bewußtsein als Quelle der Lebensbejahung. Er brachte nicht nur die Klimaentwicklung, sondern z.B. auch Adolf Hitlers Aufstieg mit kosmischen Zyklen in Verbindung, siehe seinen Aufsatz "The Golden Section: A Cosmic Principle". Die von ihm behaupteten Zusammenhänge mit dem Klima wurden von Klimatologen geprüft und konnten nicht bestätigt werden. Wer die Wissenschaftlichkeit seiner Aussagen öffentlich in Zweifel zog, dem wurde mit Klage gedroht, u.a. Paul Farrar und mir.

    Zitat Ende. S.R.]

  19. Lipper Antworten | Permalink

    Astrologie

    @ Gans
    Oh Gott,
    fast könnte ich hoffen, dass ich mit das wegen meines Fiebers nur einbilde.
    Hier mal ein Auszug aus der von dir verlinkten Homepage:

    "Die Astrologie gibt dem Menschen eine Moeglichkeit, die Grenzen der heute erklaerbaren Erscheinungen zu ueberschreiten, und liefert das maechtige Prognosewerkzeug.

    Dr. Landscheidt war einer jener intelligenten Leute, der es verstanden hat, und hat sehr viel fuer die Einfuehrung der Methoden der Astrologie in wissenschaftlichen Untersuchungen, fuer die Erarbeitung der neuen gegenwaertigen Methoden der Astrologie, insbesondere für ihre Computerisierung gemacht."

    Jurist war er übrigens wirkllich! Einigen wir uns doch bitte darauf, dass das ein lieber netter Mann war, mit dessen Thesen ich mich hier jetzt nicht wirklich auseinandersetzen muss.

    Wenn du da seriöseren Quellen hast - immer her damit!

    Ich hab mir auch den Link von Herrn Leistenschneider zur Sonnenaktivität mal angesehen. Eine Steigerung habe ich da in den letten Jahrzehnten nicht sehen können. Ein bisschen saubere Statistik würde hier wohl wenig Korrelation zeigen. Da braucht man mehr Fantasie als ich gerade aufbringen kann...

  20. namenloser Leser Antworten | Permalink

    einseitige Diskussion

    Hallo,

    Ich finde es sehr schade, dass einige wenige Lesende (insbesondere die Personen Krishnag und Ohne Worte) sich an dieser Stelle überproportional an der Diskussion beteiligen und damit anderen interessierten Lesenden den Raum für eigene Beiträge und Gedanken nehmen.

    Beiträge, die den Umfang des eigentlichen Bloginhaltes bei weitem übersteigen wirken auf mich störend und sehr selbstdarstellerisch wenn nicht sogar fanatisch, da sie oft von den gleichen Personen geäußert werden und selten neuen Inhalt liefern.

    Wer so viel über ein Thema zu sagen hat, sollte vieleicht einen eigenen Blog aufmachen und nicht den anderer Leute überfluten.

    Gruss

    [Antwort: Ich teile Ihre Meinung. Die Diskussionen hier müssen jedoch unmoderiert sein - schon aus Zeitgründen könnten wir eine Moderation gar nicht leisten. Lediglich die Spektrum-Redaktion greift gelegentlich ein, wenn es allzu bunt wird. Was aus dieser Diskussion wird, ist also in den Händen unserer Leser - Ihren Händen. Wenn Sie mögen, können Sie dieses Angebot nutzen um eine interessante und niveauvolle Diskussion zu führen. Wir vom KlimaLounge Team versuchen, soweit es unsere Zeit erlaubt, sachlich interessante Beiträge zu beantworten. S.R.]

  21. Krishnag Antworten | Permalink

    @Lipper

    Laß Ihn Jurist sein, die Astrologie hat ihn wohl wegen der Winkel-Geschichte mit in Anspruch genommen.
    Was El Niño etc anbelangt hat er ja wohl mehrere Volltreffer gelandet, nicht wahr.
    Was die Sonne Jupiter Schwerkraft Geschichte angelangt, kann das alles passen, die wissenschaftlichen Anerkenntnisse die er erworban hat zählen selbstverständlich nicht. Ist klar.
    Die Art zu argumentieren ist bekannt. Nur nicht mit dem, worum es geht, auseinander setzen.

  22. Lipper Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    @Krishnag
    Nun,
    ich bekenn offen:
    Für micht ist relevant, mit wem ich rede. Ich denke, wir beide sind keine Profis in der Materie. Ich bin interessierter Geowissenschaftler und sie sind ein sehr engagierter Musiker. Wir beide werden nicht ohne weiters jedes paper bewerten können, das wir lesen. Das reicht bei uns höchstens zum Erkennen von offensichtlichem Unfug bei Presseartikeln und auf Homepages. Und wir beide werden auch kaum die Zeit haben, ständig wissenschaftliche Veröffentlichungen zu etwas zu lesen, dass nichts mit unserer Arbeit zu tun hat.
    Also ist für mich relevant, wo eine Information herkommt. Wenn mir ein Afrikanischer Heiler sagt, wie ich Krebs behandeln soll, hat das für mich weniger Gewicht, als bei einem studierten Arzt (nichts gegen afrikanische Heiler).
    Wenn ich auf einer Homepage lese, dass jemand Astrologe ist und esoterische Bücher geschrieben hat, verliert der Mann für mich einfach an Überzeugungskraft. Damit will ich ihm weder seine Leistungen absprechen noch ihn persönlich diffamieren. Das Thema sollten wir hier aber auch nicht unnütz ausdehnen.

    @Herr Leistenschneider,
    ich habe mir ihre Links angesehen und fand die Anmerkung von Herrn Ramstorf bestätigt. Vielleicht können sie ja noch einmal darstellen, wir sie mit dieser Grafik die Erwärmung der letzten Jahrzehnte herleiten?

  23. Eddy Antworten | Permalink

    Landscheidt

    Ich habe mich einmal kurz schlau gemacht und dies gefunden:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Theodor_Landscheidt

    - Landscheidt, T. 2000. River Po Discharges And Cycles Of Solar Activity - Discussion. Hydrological Sciences Journal-Journal Des Sciences Hydrologiques 45 (3): 491-493. Times Cited: 4
    - Landscheidt, T. 1999. Extrema In Sunspot Cycle Linked To Sun's Motion. Solar Physics 189 (2): 415-426. Times Cited: 15
    - Landscheidt, T. 1988. Solar Rotation, Impulses Of The Torque In The Suns Motion, And Climatic Variation. Climatic Change 12 (3): 265-295. Times Cited: 7
    - Landscheidt, T. 1987. Cyclic Distribution Of Energetic X-Ray Flares. Solar Physics 107 (1): 195-199. Times Cited: 1
    - Landscheidt, T. 1981. Swinging Sun, 79-Year Cycle, And Climatic-Change. Journal Of Interdisciplinary Cycle Research 12 (1): 3-19. Times Cited: 5

    Newton war auch Astrologe und Alchimist, wenn ich recht informiert bin. Einer der grössten Genies aller Zeiten...

    Liebe Grüsse

    Eddy

  24. Eddy Antworten | Permalink

    Mittelalter und Neuzeit @herr Rahmstorf

    Hallo Herr Rahmstorf,

    Vielen Dank wieder einmal für die schnelle Antwort. Bei Wikipedia steht, es wäre im Mittelalter in Europa und Grönland wärmer gewesen als heute.

    Nehmen wir einfach einmal an, dem wäre so. Welcher Klimamechanismus könnte erklären, dass es auf einem solch ausgedehnten Gebiet über Jahrzehnte wärmer war als heute?

    [Antwort: Ein solcher Mechanismus ist der Wärmetransport im Nordatlantik, von dem gut belegt ist, dass er im Laufe der Erdgeschichte stark schwankte und der für die größten und raschesten Klimaschwankungen verantwortlich ist, die man in den grönländischen Eisbohrkernen sieht.
    S.R.]

    Vor allem wenn man davon ausgeht, dass die nachfolgende globale Abkühlung durch ein Sonnenfleckenminimum ausgelöst wurde?

    Ich kann übrigens nirgends herauslesen, dass die Sonnenaktivität im Mittelalter so hoch gewesen sein soll, wie heute:

    http://www.mps.mpg.de/...ressenotiz_20041027_2.jpg

    und hier:

    http://www.leif.org/research/TSI-LEIF.pdf

    Das geht zwar bloss bis 1600. Wenn man das aber mit der Kurve von Herr Solanki vergleicht, war das Mittelalter recht mau in Sachen Sonnenaktivität.

    Freundliche Grüsse

    Eddy

    [Antwort: Eine Übersicht über die in der Fachliteratur publizierten Proxies der Sonnenaktivität über die letzten 1000 Jahre finden Sie in Abb. 6.13 des IPCC-Berichts. S.R.]

  25. Eddy Antworten | Permalink

    die 15 besten Klima- und Umweltsites

    Hallo noch kurz,

    Der Antiblog zu Realclimate hat eine viel intressantere Auszeichnung gewonnen:
    http://2007.weblogawards.org/...science-blog-1.php
    "We are announcing a tie between Bad Astronomy Blog and Climate Audit, so there will be two winners in this category."

    Das auch zum Thema, wem man eher zuhören sollte ;-) Wer die amerikanischen Bad Science Weblogs kennt, der weiss das wirklich zu schätzen!

    Wissenschaft kann m.E. auch heute noch vom Laien mitgestaltet werden.

    Man wirft den Anhängern der Sonnentheorie z.B. vor, dass es keinen bekannten Mechanismus gibt, der einen starken Link von der Sonne zum Klima erklären könnte.

    Meine Frage wäre dann, welcher Mechanismus erklären könnte, dass die Alpen und Grönland sich allein jahrzehntelang erwärmen könnten (wärmer als heute), während die ganze restliche Erde eine kühle Phase durchlebte.

    Egal, wie die Erde sich durch mehr Co2 erwärmen soll; sollte es im Mittelalter wirklich wärmer gewesen sein, als heute, von Grönland bis Europa, muss man dieses Klima erst einmal erklären können, bevor man behaupten könnte, die aktuelle Temperatur in Europa und Grönland wäre anormal, bzw. mit Sicherheit anthropogen.

    Liebe Grüsse an euch alle

    [Antwort: Lieber "Eddy", der Beleg dafür, dass die aktuelle globale Erwärmung anthropogen ist, ist natürlich nicht, dass sie "anomal" ist (was immer das heißen mag). Es war in der Klimageschichte schon wesentlich wärmer als jetzt. Werfen Sie doch einfach mal einen Blick auf Kapitel 6 des IPCC-Berichts, wo Sie einen Überblick über die Klimageschichte finden. Ich vermute, das wird einige Ihrer Fragen beantworten. S.R.]

  26. Lipper Antworten | Permalink

    Rückkopplung

    @Eddy
    Naja,
    zu Newtons Zeit war fast jeder Astrologe der ein Fernrohr bedienen konnte. Iss wohl nicht direkt mit heute vergleichbar. Ich kann die wissenschftliche Arbeit von Herrn Landscheidt grad nicht beurteilen. Das ist ja der Punkt...

    Zu dem Preis von climate audit. Wenn ich das richtig verstehe, ist das das Ergebnis einer Internetabstimmung? Welche Aussagekraft soll das denn bitte haben? Das sagt bestenfalls was über die Gemütslager dieses Teils der Internet-community. Oder unterschätze ich die Seite gerade sträflich?

    Um mal auf das Thema dieses Beitrages zurückzukommen (Gruß an den namenlosen Leser):
    Hier ist von einigen positiven Rückkopplungen die Rede. Weiß jemand, welche negativen Rückkopplungen es gibt?

  27. Krishnag Antworten | Permalink

    Rückkopplung

    @Lipper
    Landscheidt hat zumindest wissenschaftliche Anerkennung erfahren, für einen Autodidakten aus der Juristerei anerkennenswert, das sollte man ihm anrechenen statt ihn damit zu diffamieren.
    Musiker bin ich definitiv nicht, nur interessieren tut's mich in dem speziellen Fall :-)

    Zur negativen Rückkopplung als Denkansatz:
    #Ausgerechnet in der Antarktis, um jene Polkappe herum, deren Abschmelzen alle Welt fürchtet (mehr...), scheint es das zu geben, was Klimaforscher eine negative Rückkopplung nennen. Einen Mechanismus also, der die angestaute Hitze in Atmosphäre und Ozean wieder ablässt und das irdische Treibhaus kräftig durchlüftet.#
    http://www.spiegel.de/...tur/0,1518,548226,00.html

    Und der noch:
    #„Die Frage, wie sich Wolkenverteilung und -eigenschaften in einem sich wandelnden Klima ändern und dadurch das Klima zusätzlich erwärmen (positive Rückkopplung) oder aber abkühlen (negative Rückkopplung) stellt eine der größten Unsicherheiten für Modellprojektionen des künftigen Klimas dar“, erläutert Johannes Quaas.#
    http://www.mpimet.mpg.de/...fuer-meteorologie.html
    Ich halt's mal küzer, sonst wird ein namenloser Sauer #|-}

  28. Krishnag Antworten | Permalink

    climateaudit

    @lipper
    "Climateaudit" ist das absolute Gegenstück zu Herrn Rahmstorfs Favorit "Realclimate"
    Setzt sich aber schon sehr kritisch und wissenschaftlich mit den IPCC Verichten auseinander, der Autor des Bloggs,Steve McIntyre, gehört zu den "Zerlegern" des s. g. Hockeysticks.
    http://www.climateaudit.org/
    eine gute Quelle ist auch hier zu finden, betreut von einem "wissenschaftlichen Mitarbeiter" ( Zitat H. Rahmstorf)
    http://www2.tu-berlin.de/...einer%20ueberblick.htm

  29. Krishnag Antworten | Permalink

    @Namenloser LEser

    #Ich finde es sehr schade, dass einige wenige Lesende (insbesondere die Personen Krishnag und Ohne Worte) sich an dieser Stelle überproportional an der Diskussion beteiligen und damit anderen interessierten Lesenden den Raum für eigene Beiträge und Gedanken nehmen.#
    Es ist schade, stimmt, daß sich nicht mehr Personen an der Diskussion beteiligen, daß liegt aber weniger daran, daß einige viel schreiben und damit Angriffsfläche bieten, sondern viele andere nichts.
    Raum ist genug, es wird auch gelesen was geschrieben wird, oft auch kommentiert.
    Leider war in Ihrem Beitrag wenig zum eigentlichen Thema zu finden.

  30. krishnag Antworten | Permalink

    Landscheidt (Ende von mir zum Thema)

    Herr Rahmstorf,
    ausgesprochen spaßig ist der Fakt, daß Herr Grassel und Herr Landscheidt auf der selben Veranstaltung gesprochen haben:
    #First International Conference on
    Global Warming and
    the Next Ice Age
    August 19 - 24, 2001
    Dalhousie University
    Faculty of Arts and Social Sciences Building
    University and Le Marchant
    Halifax, Nova Scotia, Canada#
    http://www.mathstat.dal.ca/.../schedule_latest.htm

    An der Uni Venedigs wurde ein Seminar i Sachen Klima "in Memoriam Theodor Landscheidt" gehalten.
    In einem peer revieten Paper, zu finden an der Uni Potstdam wird Landscheidt sogar zitiert(Thesolaractivitycycleisweaklysynchronizedwiththesolarinertialmotion)
    http://www.agnld.uni-potsdam.de/~publiman/download/JK_A365_2007.pdf

    Soo ein schlimmer Finger war er offensichtlich nicht :-)

  31. Rainer Antworten | Permalink

    @ Eddy - Einfluss der Sonne

    "Man wirft den Anhängern der Sonnentheorie z.B. vor, dass es keinen bekannten Mechanismus gibt, der einen starken Link von der Sonne zum Klima erklären könnte."

    Diesen Vorwurf gibt es in der Tat immer wieder. Aber es gibt sehrwohl plausible Theorien, wie die wechselnden Sonnenaktivitäten durchaus sehr stark auf das Klima einwirken können.

    Eine von ihnen:

    Diese Veränderungen beim Sonnenmagnetfeld bewirken eine Veränderung der Intensität der Höhenstrahlen. Ein starkes Magnetfeld bedeeutet deutlich weniger und ein schwaches Sonnenmagnetfeld dementsprechend ein Mehr an kosmischen Höhenstrahlen, welche die Erdatmospäre erreichen.

    Diese sehr "harte" energiereiche Strahlung und vor allem deren Sekundärteilchen können besonders tief auch in untere Atmosphärenschichten vordringen.

    Diese Strahlung fördert hier die Bildung von Aerosolen, von denen vor allem die Sulfataerosole die Wolkenbildung stark fördern.

    Viele kennen den Effekt noch aus dem Physikunterricht. Dort wurde radioaktive Strahlung durch geladene Teilchen mithilfe einer Nebelkammer gezeigt. Die geladenen Teilchen förderten auch dort "wolkenbildung" in der Nebelkammer.

    Mehr Höhenstrahlen in tieferen Wolkenschichten bedeutet demnach eine starke Zunahme von Wolkenbildung in ebendiesen unteren Atmosphärenbereichen.

    Gerade niedrige Wolkenschichten (unterhalb 3500m) sind dafür bekannt, dass sie für Abkühlung durch verstärkten Albedoeffekt sorgen. Diese Abkühlung übertrifft dann auch eine Erwärmung durch den "Treibhauseffekt" den Wolkenbedeckung ja dann wohl auch hat. Diesen Effekt kennt jeder von uns von bewölkten Tagen.

    Zusammengefasst bedeutet das:

    Aktivere Sonne (Magnetfeld): Wenig Höhenstrahlung, wenig Wolken, global wärmer.

    Sonnenmagnetfeld schwächer: Mehr Höhenstrahlung, mehr Wolken, global kälter.

    Mit dieser Theorie lassen sich sowohl gegenwärtige als auch historische Klimaveränderungen hervorragend in Übereinstimmung bringen. Auch die Tatsache, dass bei globaler Erwärmung die Antarktis abkühlt kann damit erklärt werden.

    Diese "profitiert" nämlich bei tief liegenden Wolken von deren Erwärmungseffekt. Dementsprechend kühlt die Antarktis bei geringerer Wolkenbedeckung eher ab.

    Insgesamt kann dieses Modell den bisherigen Verlauf des Klimas recht gut erklären. Meines Wissens nach maßt sich allerdings kein Vertreter dieser und ähnlicher Theorien an, vernünftige Vorhersagen für das Wetter/Klima in 100 Jahren zu machen.

    Der Einfluss der Sonne kann auf jeden Fall durchaus weit größer sein (und ist es nach Meinung vieler Geologen, Meteorologen und Klimahistoriker auch) als es in politisch korrekten Klimamodellen zugebilligt wird.

    Leider erfährt man davon, wenn man sich nicht gerade expizit informieren möchte, nur allzu wenig. Wenn man einen Blick in die aktuelle Tagespresse oder auch in renomierte Wochenmagazine wirft, findet man größtenteils Meldungen, die vom menschengemachten Untergang künden.

    Auch Wissenschaftler, die mehr alarmistische Prohezeiungen als schlüssige Modelle liefern finden hier mehr Gehör. Weissagungen und Katastrophenszenarien sind nun mal populärer.

  32. Rainer Antworten | Permalink

    @ Professor Rahmstorf

    "Antwort: Lieber "Eddy", der Beleg dafür, dass die aktuelle globale Erwärmung anthropogen ist, ist natürlich nicht, dass sie "anomal" ist (was immer das heißen mag). Es war in der Klimageschichte schon wesentlich wärmer als jetzt. Werfen Sie doch einfach mal einen Blick auf Kapitel 6 des IPCC-Berichts, wo Sie einen Überblick über die Klimageschichte finden. Ich vermute, das wird einige Ihrer Fragen beantworten. S.R."

    Sehr geehrter Professor Rahmstorf,

    können Sie vielleicht noch einmal kurz für den Laien verständlich darlegen, was denn nun die Belege dafür sind, dass die aktuelle Erwärmung anthropogen ist?

    MFG

    [Antwort: In unserem Buch "Der Klimawandel" haben wir versucht, diese Belege darzustellen. Das dazu wichtigste Kapitel 2 können Sie hier online lesen. S.R.]

  33. Steve Horn Antworten | Permalink

    Krishnag

    @Krishnag:

    Ich schließe mich der Kritik dieses namenlosen Lesers an. Langsam gewinne ich den Eindruck, dass dieser Blog von dir einzig zur Befreidigung persönlicher Eitelkeiten benutzt wird ... wann kann man schon einmal einem "verhassten" Prof. ungestraft vors Schienbein treten.

    Die Show, die du hier anziehst, hat mit einer Diskussion nichts zu tun. Da werden von dir haufenweise Texte von anderen Seiten verlinkt, eine Einordnung zum Thema, feht hingegen meistens gänzlich. Diskussionen bestehen immer auch aus Eigenleistungen; genau diese erbringst du aber nicht. Mir ist auch mittlerweile völlig unverständlich warum der Herr Rahmstorf überhaupt noch auf deine Beiträge eingeht.

    Gruß
    Steve

  34. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Grönland

    "Bei Wikipedia steht, es wäre im Mittelalter in Europa und Grönland wärmer gewesen als heute."

    Bestätigt auch Herr Latif.

    "Antwort: Ein solcher Mechanismus ist der Wärmetransport im Nordatlantik, von dem gut belegt ist, dass er im Laufe der Erdgeschichte stark schwankte und der für die größten und raschesten Klimaschwankungen verantwortlich ist, die man in den grönländischen Eisbohrkernen sieht. S.R."

    Und warum zeigen Sie auf Ihrer Homepage das?

    http://www.pik-potsdam.de/.../leser_antworten.html
    http://www.pik-potsdam.de/...fan/material/dye3.jpg

    [Antwort: Wie Sie dort nachlesen können, habe ich die Eiskerndaten der dänischen Kollegen seinerzeit gezeigt, um zu illustrieren, dass man nicht aus einem einzigen Punkt der Erde weit reichende Schlüsse über die globale Entwicklung ziehen sollte. Gerade Grönland hat sich in den vergangenen 100 000 Jahren oft ganz anders verhalten als das Klima anderswo auf der Welt, weil Grönland (ähnlich wie Nordwesteuropa) sehr stark auf Schwankungen der Atlantikströmung reagiert.


    Aus Ihrem Link unten auf das Paper von Dahl-Jensen et al. vermute ich, es geht Ihnen um die Differenzen zwischen den Temperatur-Inversionen aus den Bohrlochmessungen und den O18-Isotopendaten beim Dye-3 Eiskern. Dies ist leider bei Paläodaten häufig der Fall, da sie ja keine direkten Klimamessdaten sondern immer nur „Proxies“ sind, die jeweils ihre Grenzen und Vor- und Nachteile haben. Die O-18 Isotopendaten haben z.B. den Vorteil, dass sie mit hoher Genauigkeit und hoher Auflösung gemessen werden können (die damals von mir gezeigten Daten hatten eine Auflösung von 20 Jahren), und unverändert die vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden herrschenden Werte zeigen. Der Hauptnachteil ist, dass die O-18-Werte nicht nur von der Temperatur beeinflusst werden, sondern auch durch andere Klimaparameter (Windrichtung, Niederschläge). Die Temperaturmessungen im Bohrloch haben dagegen den Nachteil, dass sie ja die heutigen Temperaturen messen und nicht die damaligen Bedingungen; man muss mit Hilfe von Simulationsrechnungen daraus die damaligen Temperaturen berechnen, was nur mit erheblicher Unsicherheit und variabler und für das Mittelalter sehr grober Zeitauflösung gelingt.


    Die Frage, welches der beiden Verfahren in diesem Falle den Temperaturverlauf besser darstellt, ist schwer zu entscheiden, aber für meine damalige Argumentation unerheblich – mein Punkt, dass man aus einer einzigen Datenreihe nicht zu viele Schlüsse ziehen sollte, wird dadurch lediglich noch unterstrichen. Generell betrachten wir in der Paläoklimatologie jede einzelne Zeitreihe mit Skepsis; erst in der Gesamtschau aller Daten zeigt sich, wo sich ein konsistentes Bild ergibt und robuste Folgerungen möglich sind, und wo die Datenlage schlicht noch zu unklar ist.
    S.R.]

  35. namenloser Leser Antworten | Permalink

    Was macht die Erde warm?

    Hallo

    Bevor man glaubt ich wolle mich bloß beschweren, hier der Versuch eines inhaltlichen Beitrags, auch wenn die Frage an Herrn Rahmstorf gerichtet war.

    Wenn ich den IPCC richtig verstehe wird das GW folgendermaßen auf anthropogene Ursachen zurückgeführt:

    Man kennt die folgende Mechanismen, die starken Einfluss auf das Erdklima haben:
    1) Veränderung der Umlaufbahn der Erde um die Sonne, weil sich durch die Veränderung des Abstandes zwischen Erde und Sonne, die auf die Erde treffende Strahlungsdichte verändert.
    2) Veränderung der Sonnenaktivität, weil dies ebenfalls zur Veränderung der auf die Erde treffenden Strahlungsdichte führt.
    3) Veränderung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre, weil der Treibhauseffekt maßgeblich für die Absorption der einfallenden Strahlung verantwortlich ist.

    Diese ersten beiden Mechanismen beschreiben, wieviel Energie dem Erdsystem von außen zugeführt wird, der dritte Mechanismus beschreibt, wieviel Energie das Erdsystem an welchen Stellen aufnimmt. Diesen drei Mechanismen liegen unumstrittene physikalische Gesetzmäßigkeiten zu Grunde, die sowohl qualitativ als auch quantitativ gut verstanden sind.

    Es gibt noch eine Reihe weiterer Mechanismen die Einfluss auf die Absorption der Strahlungsenergie haben, wie z.B. die Aerosolkonzentration oder die Beschaffenheit der Erdoberfläche, allerdings glaube ich, dass diese Beiträge entweder vernachlässigbar, weil regional bergrenzt, sind, oder sie treten als Rückkopplung (Arktis schmilzt -> Ozean absorbiert mehr als Eis -> Arktis schmilzt schneller) auf, nachdem es bei einem der drei o.g. Mechanismus zu Veränderungen gekommen ist.

    Darüber hinaus kann man Anhand von Vulkanausbrüchen und den damit einhergehenden Aerosoleausstoß nachweisen, dass das Erdklima auf den für uns interessanten und beobachtbaren Zeitskalen auf veränderungen dieser sog. "forcings" reagiert.

    Was weiß man jetzt also über diese focings?

    1) Die Orbitalparameter der Erde sind berechenbar und nahezu periodisch. In Übereinstimmung mit Eisbohrkeren findet man einen Wechsel von Wärme und Kälteperioden (zeitskalen von mehreren zehntausend Jahren), derzeit befinden wir uns am Ende einer Warmzeit in ein paar tausend Jahren sollte es also wieder eine Eiszeit (Temperaturediferenz von etwa 5 grad Celsius) geben. -> Hier ist also keine Erwärmung zu erwarten

    2) Die Sonnenaktivität ist noch nicht sehr lange genau messbar, weil man hierzu viel Technologie benötigt, auch bestehende Zeitreihen von verschienden Sattelliten sind nur schwer miteinander zu vergleichen, die Debatte erleben wir hier ja live mit. Einen Trend mag ich in den Grafen vom IPPC nicht sehen.

    3) Eisbohrkerne zeigen, dass die Treibhausgaskonzentration (maßgeblich CO2) in der Vergangenheit ziemlich genau der globalen Mitteltemperatur gefolgt ist (Eiszeit geringe CO2 Konzentration bei etwa 200 ppm, Warmzeit hohe CO2 Konzentration bei etwa 280 ppm). Bisher ist also die globale Mitteltemperatur aufgrund der veränderten Sonneneinstrahlung variiert und die CO2 Konzentration ist als positiver Rückkopplungseffekt gefolgt.

    Allerdings befindet sich die globale CO2 Konzentration derzeit bei über 350ppm (so hoch wie während der letzten halben Million Jahre nicht), wobei dieser Anstieg etwa in den letzten hundert Jahren stattgefunden hat und ziemlich genau mit der Zunahme antrophogenen Emmissionen übereinstimmt. Bisher war der CO2 Kreislauf ein abgeschlossenes System und nur seit dem Menschen auf fossile Energieträger zugreifen wird dem System von außen weiterer Kohlenstoff zugeführt, der diesen Anstieg verursacht.

    Ungeachtet der Frage ob die Sonnenaktivität zu oder abnimmt kann man die Frage, ob die Treibhausgaskonzentration durch menschliches Handeln zugenommen hat eindeutig mit ja beantworten. Schon eine einfache Abschätzung der Größenordnung der zu erwartenden Erwärmung stimmt mit dem Signal, das wir beobachten überein.

    Gleichzeitig zeigen Computermodelle, in denen in erster Linie physikalsiche Gesetzmäßigkeiten stecken aber viele Rückkopplungseffekte nicht berücksichtigt werden und die forcings vorgeschrieben werden müssen, dass die Art und Weise, wie sich die Erde erwärmt (stärker an den Polen als am Äquator, Veränderung der Ozeanzirkulation und andere regionale Effekte) zu Anstieg der Treibhausgase passt, allerdings nicht zu einer gestiegenen Sonnenaktivität.

    Den Anthropogenen Klimawandel anzuzweifeln ist für mich wie Bratwürstchen auf den Grill zu legen und zu behaupten, sie würden durch die Sonne braun.

    @Krishnag: "Leider war in Ihrem Beitrag wenig zum eigentlichen Thema zu finden." Stimmt, allerdings habe ich mich damit zum aller ersten Mal themenfremd geäußert. Ihre zahlreichen Sonnenaktivitätsbeiträge hatten bisher selten etwas mit dem eigentlichen Blogthema zu tun.

    Verzeihung für die vielen Worte

    MFG
    einer von vielen

  36. Otto Antworten | Permalink

    @eddy

    Es ist schon ein wenig kindergartenhaft hier zu verkünden: aber eine Skeptikerwebsite hat letztes Jahr auch mal einen Preis bekommen! Vor allem erzählst Du aber nicht das interessante an dieser Geschichte: die Abstimmung wurde manipuliert. Siehe detaillierte Beschreibung in http://www.tellinya.com/...-anatomy-of-a-break-in/
    Das ist der Grund, wieso die Organisatoren es dann als "unentschieden" deklariert haben, obwohl Climate Audit die meisten Stimmen hatte. So ist es immer mit den Verlautbarungen der Klimaskeptiker: recherchiert man nach, zerplatzen sie wie eine Seifenblase. Datenkurven erweisen sich als gefälscht oder widerlegt oder sie zeigen nicht das, was behauptet wird; Astrologie wird einem als Wissenschaft verkauft; angebliche Klimaforscher oder Professoren sind gar keine, usw. usw. Ich glaube inzwischen nichts mehr, was von dieser Seite behauptet wird.

  37. arndb Antworten | Permalink

    Von Krakatau lernen

    @ Diverse: Wegen Sonne und Klimamechanismus von Krakatau lernen

    Nach Krakatau im Herbst 1883 waren die Sonneneinstrahlung über mehrere Jahre nachhaltig verringert. (siehe: GKSS 1992, S.1 und 9ff @ www.ozeanklima.de). Die Abschirmung muss stark geschwankt und in sehr unterschiedlicher Stärke aufgetreten sein. Insgesamt wurde von einem Abschirmeffekt im Durchschnitt von ca. 10% über vier Jahre ausgegangen, wobei auf der Nordhalbkugel (Paris) im Herbst 1885 die Reduzierung der Sonneneinstrahlung mit 25% ihren höchsten Wert erreichte.
    Bei einer so starken Verminderung der Sonneneinstrahlung spricht zunächst alles dafür, dass sich dies nachhaltig auf die atmosphärische Dynamik auswirken müsse. Aber die Durchschnittstemperaturen sollen nur sehr geringfügig gefallen und die atmosphärische Zirkulation noch im Jahr 1884 übernormal gewesen und erst im Jahr 1888 zu einem kräftig entwickelten Minimum gesunken sein.
    Dies könnte man als Zufall abtun, wenn nicht die Zeit bis 1886 von einem anderen Phänomen begleitet gewesen wäre, einem "Dunstnebel", jener eigentümlich rauchigen Trübung der Atmosphäre, welche sowohl in den Tropen als auch außerhalb derselben beobachtet wurde. Wie Nebel über einer Wasserfläche einen Wärmetransport stark einschränkt, kann der Dunstnebel auch nicht ohne nachhaltige Wirkung geblieben sein. Zwar hatte der Direktor der Deutschen Seewarte Neumayer im Januar 1884 im Hinblick auf das Krakatauereignis verkündet: "Das Jahr 1883 wird in der Geschichte unserer Erde hinsichtlich der Wirkung des Erdinneren auf die Kruste und was sich darauf befindet, eine denkwürdige Stellung einnehmen", aber da das globale Wetter keine größeren Abweichungen auswies verlor die Meteorologie alsbald das Interesse an diesem Ereignis, das von Neumayer als so wichtig eingetauft wurde.
    FAZIT: Viel des irdischen Klimamechanismus ist nicht unmittelbar an die Sonneneinstrahlung gebunden.

  38. Ohne Worte Antworten | Permalink

    @namenloser Leser

    "Den Anthropogenen Klimawandel anzuzweifeln ist für mich wie Bratwürstchen auf den Grill zu legen und zu behaupten, sie würden durch die Sonne braun."

    Hier einmal die direkte Sonneneinstrahlung am PIK im Potsdam.

    http://saekular.pik-potsdam.de/.../strahl_year.gif

    Na, wenn die nicht zugenommen hat zwischen 1980 und 2008. Ich würde sagen wir haben derzeit ein Maximum.

  39. Ohne Worte Antworten | Permalink

    @namenloser Leser - Nachtrag

    "Darüber hinaus kann man Anhand von Vulkanausbrüchen und den damit einhergehenden Aerosoleausstoß nachweisen, dass das Erdklima auf den für uns interessanten und beobachtbaren Zeitskalen auf veränderungen dieser sog. "forcings" reagiert."

    Sorry, stoßen Menschen keine Aerosole aus und sind die nicht klimawiksam?

    Die Aerosole haben global seit den 80ern stark abgenommen und waren in den 60er, 70er Jahren für die kalten Temperaturen mit verantwortlich.

  40. Krishnag Antworten | Permalink

    @Ohne Worte Aerosole

    http://www.oekologismus.de/...topic.php?f=2&t=
    Damals wurde von einigen Wissenschaftlern eine neue Eiszeit befürchtet und geisterte durch die Presse - nicht ganz so schlimm wie heute die s.g. Anthropogene Erwärmung
    ( s.g . nur für Anthropogen (!))

    Durch den Zusammenbruch des Ostblocks und der Stillegung vieler Industrien und dem Beenden des Verbrennens der schwefelhaltigen Braunkohle, verbunden mit Luftreinhaltungsmaßnahem, die seit Anfang der 70iger Jahre in den Schubladen lagen, kam es eben nicht zu der befürchteten Abkühlung. Die reinere Luft und die Sonnenaktivität, wie sie von Borchert detailliert dargestellt wird, haben ab Ende der 80iger für die Erwärmung gesorgt.
    Das ganze Thema wird auch heute unter dem Begriff "Global Dimming" diskutiert und kam zu Tage, als man Veränderungen in den Temperaturkurven feststellte, die im Zusammenhang mit dem 3-tägigen Flugverbot in den USA nach 9/11 auftauchten.

  41. Krishnag Antworten | Permalink

    @Steve Horn

    Für mich persönlich ist Herr Rahmstorf viel zu unwichtig um "verhaßt" zu sein, da gehört sehr viel mehr dazu, aber in der Sache und als Person ist er kritikwürdig - mehr nicht, mehr ist zu diesem Posting nicht zu sagen

  42. Eddy Antworten | Permalink

    @Otto

    Sie schreiben:

    "Es ist schon ein wenig kindergartenhaft hier zu verkünden: aber eine Skeptikerwebsite hat letztes Jahr auch mal einen Preis bekommen! Vor allem erzählst Du aber nicht das interessante an dieser Geschichte: die Abstimmung wurde manipuliert. Siehe detaillierte Beschreibung in http://www.tellinya.com/...-anatomy-of-a-break-in/
    Das ist der Grund, wieso die Organisatoren es dann als "unentschieden" deklariert haben, obwohl Climate Audit die meisten Stimmen hatte. So ist es immer mit den Verlautbarungen der Klimaskeptiker: recherchiert man nach, zerplatzen sie wie eine Seifenblase. Datenkurven erweisen sich als gefälscht oder widerlegt oder sie zeigen nicht das, was behauptet wird; Astrologie wird einem als Wissenschaft verkauft; angebliche Klimaforscher oder Professoren sind gar keine, usw. usw. Ich glaube inzwischen nichts mehr, was von dieser Seite behauptet wird."

    Ich erwarte mir von einem Diskussionspartner in einem wisseschaftlichen Blog den nötigen Respekt. Habe ich ihnen das "Du" angeboten? Nein! Also bitte, bleiben Sie höflich!

    Wenn mein Hinweis auf die Scienceblog Awards "kindergartenhaft" ist, dann wäre der Hinweis von Herr Rahmstorf auf den "Klima und Umweltpreis" mindestens genauso "kindergartenhaft". Was soll das? Hat das irgend etwas mit dem Thema zu tun? Nein!

    Ihre weitere Aussage ist aber nun wirklich "kindergartenhaft". Wenn Herr Rahmstorf hier Herr Hansen kritisiert ist er ebenfalls "Skeptiker" und ihnen zufolge gilt er dann "als gefälscht oder widerlegt oder sie zeigen nicht das, was behauptet wird".

    Also verschonen Sie uns bitte mit ihrem kumpel- und oberlehrerhaften Geschwafel ohne Inhalt und erlauben Sie uns dem echten Wissenschaftler in diesem Blog die Fragen zu stellen, die uns zu dem machen was wir sind: "Skeptisch gegenüber einigen Mainstreamaussagen in der Klimatologie".

    Dummes Gequatsche macht sicherlich niemandem zu einem besseren Menschen, wie Sie offensichtlich fälschlicherweise denken.

    Schade drum, dachte wenigstens bei Herr Rahmstorf von diesem Schwachsinn verschont zu bleiben. Das gilt ach für einige Skeptiker!!!!!!

    Schade drum

  43. namenloser Leser Antworten | Permalink

    Sonne und Vulkane

    Moin,
    ich hätte nie gedacht, dass ich anfangen würde, mich hier zu beteiligen. Was solls...

    Der Link von Krishnag zur Säkularstation auf dem Telegrafenberg in Potsdam zeigt auf eine Kurve, die folgende Erklärung trägt:

    "Unter Globalstrahlung versteht man die gesamte kurzwellige Himmelsstrahlung, die auf eine horizontale Fläche am Boden einfällt. Dazu zählt sowohl die direkte solare Strahlung als auch die diffuse Himmelsstrahlung, die aus reflektiertem und gestreutem Sonnenlicht resultiert."

    Um anhand dieser Daten eine Aussage über die Veränderung der Sonneneinstrahlung zu machen, muss man also den Anteil der diffusen Himmelsstrahlung kennen. Darüber wird an dieser Stelle aber keine Aussage gemacht.

    "Sorry, stoßen Menschen keine Aerosole aus und sind die nicht klimawiksam?"

    Bereits in meinem letzten Beitrag habe ich dazu geschrieben:

    Es gibt noch eine Reihe weiterer Mechanismen die Einfluss auf die Absorption der Strahlungsenergie haben, wie z.B. die Aerosolkonzentration oder die Beschaffenheit der Erdoberfläche, allerdings glaube ich, dass diese Beiträge entweder vernachlässigbar, weil regional bergrenzt, sind, oder sie treten als Rückkopplung [...] auf, nachdem es bei einem der drei o.g. Mechanismus zu Veränderungen gekommen ist.

    Dass es keine anthropogenen Einfluss auf die Aerosolkonzentration gibt, habe ich (wenn ich mich richtig verstehe) nirgends gesagt.

    Die Aussage bzgl. der Vulkane diente einem anderen Zweck.

    Damit verabschiede ich mich wieder aus der Runde, neben dieser Diskussion muss ich gelegentlich noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen und möchte auch Zeit meiner Familie meine Freunden und meinen übrigen Interessen widmen.

    Deshalb empfinde ich die überproportional hohe Beitragsdichte einiger Weniger als störend, eben weil sie die Beteiligung Anderer sehr aufwändig macht. Aber das ist auch nur meine Meinung.

    Guten Abend
    ein Anderer wird kommen

  44. Thorsten Antworten | Permalink

    @ Krishnag, ohne Worte

    Können Sie sich mit Ihren Beiträgen bitte etwas zurückhalten? 3 von 4 Beiträgen in diesem Forum stammen nur von Ihnen...

    - Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke.
    Die Redaktion -

  45. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Grönland O18, TemperMess in Bohrlöchern

    „Die Temperaturmessungen im Bohrloch haben dagegen den Nachteil, dass sie ja die heutigen Temperaturen messen und nicht die damaligen Bedingungen; man muss mit Hilfe von Simulationsrechnungen daraus die damaligen Temperaturen berechnen, was nur mit erheblicher Unsicherheit und variabler und für das Mittelalter sehr grober Zeitauflösung gelingt.“

    Herr Rahmstorf, da muss ich Sie leider korrigieren. Mann misst direkt die Temperaturen der Vergangenheit. Von der Oberfläche aus wandern das Temperatursignal mit der Zeit in die Tiefe und überlagert den geothermischen Hintergrundgradienten in Wellenform. Ausschläge nach rechts stellen Warmzeiten dar, Ausschläge nach links Kaltzeiten. Aus der Tiefenlage und Amplitude des Signals kann man direkt die Dauer und Ausprägung der vergangenen Warm- und Kaltzeiten berechnen. (geotherm. Gradient, Wärmeleitfähigkeit und Temperaturleitfähigkeit des Untergrundes sind durch Messungen bekannt).

    [Antwort: Danke für die Belehrung. Wie Sie im letzten Satz sagen: die frühere Temperatur wird berechnet. Die Lösung dieser Inversionsrechnung ist nicht eindeutig, es gibt unendlich viele Lösungen, daher muss man Modellannahmen treffen, um den Satz einzuschränken. S.R.]

  46. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Ein keines Beispiel dazu

    Man nimmt einen Eisenstab und erhitzt das Ende A mit einem Bunsenbrenner. Am anderen Ende B wird es nach einiger Zeit warm. Dann steckt man das Ende A in flüssigen Stickstoff. Am Ende B wird es nach einiger Zeit kalt. Die Materialeigenschaften von Eisen sind bekannt.
    Man kann aus dem Temperatursignal am Ende B also genau zurück berechnen, wie warm, bzw. kalt es am Ende A zur Zeit t war. Auf diesem Prinzip basiert die Bohrlochinversion. Ein simples Verfahren, dass genaue Rückschlüsse auf die vergangene Oberflächentemperatur zulässt.

    Das Sauerstoffisotop 18O ist hingegen ein Temperatur-Proxy, der auf Verdunstung/Kondensation reagiert. Daraus schließt man indirekt auf die Temperatur der Vergangenheit.

  47. Thorsten Antworten | Permalink

    Krishnag

    - Bitte diskutieren Sie das woanders. Danke.
    Die Redaktion -

    @ ohne Worte

    Niemand hier im Forum wird die MWP bestreiten.

    Ich bestreite jedoch, dass es in der MWP global wärmer war als heute. Es ist durchaus möglich und sogar wahrscheinlich, dass es lokal in der MWP wärmer war als heute, so möglicherweise auch in Grönland. Genauso wird es heute global deutlich wärmer, während die Westantarkis abkühlt. Die momentane Abkühlung der Westantarktis ändert aber NICHTS an der globalen Erwärmung.

    Was wollen Sie uns folglich hiermit genau sagen?

    "Bohrlochinversionen aus aller Welt (nicht nur in Grönlad)..."

  48. Ohne Worte Antworten | Permalink

    @Thorsten

    "Ein wesentlicher Unterschied zwischen Ihnen und mir ist, dass ich Naturwissenschaftler bin, mir aber nicht anmaße, beim Thema AGW wissenschaftlich mitreden zu können."

    Und warum schreiben Sie dann dazu?

    "Niemand hier im Forum wird die MWP bestreiten.

    Ich bestreite jedoch, dass es in der MWP global wärmer war als heute. Es ist durchaus möglich und sogar wahrscheinlich, dass es lokal in der MWP wärmer war als heute, so möglicherweise auch in Grönland..."

    1. Handelt es sich um "Bohrlochinversionen aus aller Welt (nicht nur in Grönlad)..."

    2. Auf einmal kühlt sich auch die Westantarktis ab und nicht nur die Ostantarktis?

  49. Krishnag Antworten | Permalink

    Schroeter Institut

    Herr Rahmstorf,
    #Das von Maxeiner wiederholt gelobte „Schröter-Institut zur Erforschung von Zyklen der Sonnenaktivität“ bestand nach Auskunft von Prof. Schönwiese (der das "Institut" besucht hat) allein aus dem inzwischen verstorbenen pensionieren Juristen Theodor Landscheidt.#

    # Schroeter Institute for Research in Cycles of Solar Activity,
    11227 Cabot Trail, Belle Côte, Nova Scotia B0E 1C0, Canada.#

    #He was a long time member of the Foundation for the Study of Cycles, author and publisher of many papers on cycles.#
    http://www.cyclesresearchinstitute.org/...ome.html

    Da lag Herr Schönwiese wohl etwas daneben.

  50. Steve Horn Antworten | Permalink

    Krishnag, Thorsten, Ohne Wort!

    Eure Streitigkeiten könnt ihr bitte auf ökologismus austragen. Es ist nervig und ärgerlich, wenn diese Dinge jetzt über alle Blogs verteilt werden. Was soll der sch...?
    Wenn ihr nicht diskutieren wollen, dann haltet euch hier doch einfach fern.

    Völlig verärgert
    Steve

  51. Thorsten Antworten | Permalink

    @ Krishnag, ohne Worte, Horn

    @ ohne Worte

    "Auf einmal kühlt sich auch die Westantarktis ab und nicht nur die Ostantarktis?"

    Sorry, war ein Freud'scher Versprecher von mir, ich meinte natürlich die Ostantarkis.

    "Und warum schreiben Sie dann dazu?"

    Weil ich mich für das Thema sehr interessiere und dazulernen möchte.

    "Handelt es sich um "Bohrlochinversionen aus aller Welt (nicht nur in Grönlad)..."

    Es gibt unzählige Messergebnisse und Proxydaten "aus aller Welt", die belegen, dass es in der MPW global nicht wärmer war als heute..., gebietsweise sogar deutlich kühler...

    @ Steve Horn

    Sorry, ich gebe mir schon Mühe mich zurückzuhalten, aber bei der Vielzahl sachfremder und polemischer Beiträge von Krishnag & Co fällt mir das mitunter schwer.

    - Diskutieren Sie das Bitte wo anders aus. Danke.
    Die Redaktion -

  52. Thorsten Antworten | Permalink

    Schroeter-Institut

    Der letzte Eintrag (Tages-Notizen...) auf der Web-Seite des Schroeter-Institutes ist von Juni 2004.

    Seitdem ruht dort die Arbeit ... seit Theodor Landscheid verstorben ist.

    Offenbar lag Herr Prof. Schoenwiese doch nicht so ganz daneben.

  53. Krishnag Antworten | Permalink

    Schröter Institut

    Schönwiese war in Bremen, die andere Adresse in in Canada, war Schönwiese da auch ??

    [Antwort: Herr Landscheidt hat jahrelang in Kanada gelebt, bevor er wieder nach Bremen zurück kam, daher war die Adresse seines Ein-Mann-Instituts zeitweise dort. S.R.]

  54. Krishnag Antworten | Permalink

    Thorsten

    @Steve Horn
    Ich kann auf solche Diskussionen gern verzichten, unabhängig davon sind sie auf Oekologismus.de nicht möglich, da "Thorsten" dort wegen wiederholter Trollerei auf Dauer gesperrt wurde.

  55. Ohne Worte Antworten | Permalink

    @Herr Rahmstorf

    [Antwort: Danke für die Belehrung. Wie Sie im letzten Satz sagen: die frühere Temperatur wird berechnet. Die Lösung dieser Inversionsrechnung ist nicht eindeutig, es gibt unendlich viele Lösungen, daher muss man Modellannahmen treffen, um den Satz einzuschränken. S.R.]

    Herr Rahmstorf, meine Anmerkungen waren gewiss nicht als Belehrung gedacht, sonder als anschauliches Beispiel für Mitleser.

    Eine Korrektur hielt ich für angebracht, da nicht die heutigen Temperaturen gemessen werden, sondern ein Abbild der Temperaturen der Vergangenheit.

    Sie sagen: „Die Lösung dieser Inversionsrechnung ist nicht eindeutig, es gibt unendlich viele Lösungen,…“

    Dem zweiten Teil der Aussage stimme ich zu , den ersten Teil der Aussage nicht.

    Für jedes Bohrlochprofil erhält man eine Vielzahl von Lösungen, die dicht beieinander liegen, ja nahezu deckungsgleich sind. Hieraus ergibt sich für jedes einzelne Bohrloch der Welt eine eindeutige Lösung/Temperaturgeschichte mit eingegrenzten Fehlerbereich.

    Ich möchte zwei Beispiele nenne:

    1. Vor einiger Zeit bin ich mit einer 5 m langen Temperatursonde auf Exkursion gewesen. Die Sonde wurde im sandigen Untergrund eingesetzt. In der Nähe befand sich eine Messstation. Die Stationsdaten (Jahresgang der Oberflächentemperatur) hatte ich. Hieraus habe ich ein Temperaturprofil berechnet, welches ich mit der Temperatursonde im Untergrund/Sand messen sollte. Die Sondenmessungen fanden im Herbst und Frühjahr statt. Beide Messungen zeigten genau die Temperaturprofile, welches ich zuvor berechnet hatte.

    Weiterhin habe ich aus den Messprofilen im Sand den vergangenen Jahresgang der Oberflächentemperatur berechnet. Dieser stimmte hervorragend mit den Daten der benachbarten Messstation überein.

    2. Hugo Beltrami hat mir vor einiger Zeit die Temperaturdaten aus einem ca. 400 m tiefen Bohrloch in Kanada zukommen lassen. Hier das Temperaturprofil:

    http://geophysics.stfx.ca/public/borehole/fig1.gif

    Im linken Teil der Abbildung sieht man das gemessene Temperaturprofil (durchgezogene Linie) und den geothermischen Hintergrundgradieneten (gestichelte Linie, 10 mK/m). Der rechte Teil der Abbildung zeigt die Oberflächenstörung, ohne Hintergrundgradient und auf eine Nulllinie gebracht. Im Tiefenintervall 0-130 m ist die Störung positiv (Warmzeit). Im Tiefenintervall 130-300 m ist die Störung negativ (Kaltzeit). Das sehe ich alleine aus dem Profil, ohne jede weitere Berechnung.

    Aus der Tiefenlage z kann ich ermitteln, zu welcher Zeit t die Störung an der Oberfläche aufgetreten ist. Dazu brauche ich lediglich die Temperaturleitfähigkeit des Untergrundes. Die ist bekannt.

    Aus der Amplitude der Störung und deren Tiefenlage kann ich direkt die Signalstärke an der Oberfläche dT berechnen. Alles ohne weitere Modellannahmen.

    Ergebnis: Die positive Temperaturstörung im Tiefenintervall 0-130 m stellt einen Temperatursprung zwischen 1850-2000 von ca. 2°C dar. Die negative Temperaturstörung im Tiefenintervall 130-300 m stellt die sog. kleine Eiszeit dar. Tiefer reicht das Bohrloch leider nicht, sonst könnte man auch die mittelalterliche Warmzeit erfassen.

    Es gibt keine Vielzahl nicht eindeutiger Lösungen, sondern eine Vielzahl eindeutiger Lösungen und das ohne komplexe Modellannahmen. Hugo Beltrami ist zum selben Ergebnis gekommen wie ich. Warum Sie weiter auf unzuverlässige Proxydaten wie 18O und Baumringe setzen bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht, weil diese Daten keine großen Temperatursprünge anzeigen?

    Bohrlochdaten aus aller Welt zeigen den Peak der mittelalterlichen Warmzeit und kleinen Eiszeit. Auf der SH waren die Temperaturstörungen lediglich schwächer ausgeprägt als auf der NH. Es handelt sich eindeutig nicht um lokale Ereignisse, sondern um globale. Ebenso ist aus Bohrlochdaten bekannt, dass das Optimum des Holozäns die ausgeprägteste Warmzeit der letzten 10000 Jahre war. Funde unter den zurückweichenden Gletschern z.B. in den Alpen und in den Anden bestätigen das. Ich frage mich, warum man versucht die Temperatursprünge der Vergangenheit klein zu reden und aufs lokale zu reduzieren?

  56. Ohne Worte Antworten | Permalink

    @Thorsten

    "Es gibt unzählige Messergebnisse und Proxydaten "aus aller Welt", die belegen, dass es in der MPW global nicht wärmer war als heute..., gebietsweise sogar deutlich kühler..."

    Würden Sie mir die Proxydaten und die Messorte dazu nennen?

    Meine Ausage war, dass die MWP und das Optimum der Römerzeit vergleichbar mit der heutigen Warmzeit sind und das Optimum des Holozäns (vor. ca. 5000 Jahren) deutlich wärmer war. Damit meine ich global. Das zeigen nicht nur die Bohrlochdaten, sondern auch Funde unter den zurückweichenden Gletschern z.B. in den Alpen und in den Anden.

    Das sage ich als Geowissenschaftler, aufgrund meiner Arbeit in dem Bereich.

  57. Thorsten Antworten | Permalink

    Meßergebnisse und Proxydaten

    Ich zitiere aus einer Publikation von Urs Neu:

    "Allerdings fanden diese Warmperioden an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten statt. An anderen Orten war es gleichzeitig relativ kalt. Die Übersichtsstudien zeigen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, das es im Mittel der Nordhemisphäre im Mittelalter wärmer war als heute:

    Bradley R., 2000: 1000 Years of Climate Change. Science, 288, 1353-1354.
    Briffa K.R., T.J. Osborn, F.H. Schweingruber, I.C. Harris, P.D. Jones, S.G. Shiyatov, E.A. Vaganov, 2001: Low-frequency temperature variations from a northern tree ring density network. J. Geophys. Res., 106, 2929–2941.
    ..."

    - Bitte keine ellenlangen Listen per copy/paste einfügen. Ein einfacher Verweis auf die Publikation von Urs Neu tut's auch. Danke.
    Die Redaktion -

  58. Ohne Worte Antworten | Permalink

    @Thorsten

    Ich bezweifle, dass Sie die Veröffentlichungen gelesen haben. Sie wurden aus diesem Beitrag von Urs Neu kopiert.

    http://www.readers-edition.de/...eplik-von-eg-beck

    Es werden von allem Veröffentlichungen von Mann, … zitiert. Unzuverlässige Baumringdaten, nur von der NH, wurden idR als Proxy verwendet.

  59. Thorsten Antworten | Permalink

    Urs Neu

    Was soll diese Polemik?

    Ich habe gesagt, dass ich Urs Neu zitiert habe. Urs Neu ist Mitarbeiter der schweizer Akademie der Wissenschaften:

    Dr. Urs Neu
    ProClim-, Forum for Climate and Global Change, Swiss Academy of Sciences
    Schwarztorstr. 9
    CH-3007 Bern

    @ Redaktion

    Sorry für den langen Anhang aber ich hatte keinen Link und keine Publikationsquelle. Ich habe den Beitrag als Datei auf meiner Festplatte abgespeichert.

    @ Wokrab

    Ich weiss nicht was es mit "Strohmannkloppen" zu tun hat, wenn man den Wissenschaftler eines klimatologischen Fachinstitutes zitiert. Was sollen diese persönlichen Angriffe? Äussere Dich konkret zu den benannten Quellen.

  60. Raimund Leistenschneider Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität, 24.04. Antwort S.R.

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    selbstverständlich handelt es sich bei den gezeigten Graphiken um die bei Klimatologen „bestens bekannten Sonnenkurven“, deshalb habe ich diese ja auch eingestellt, um mit Ihnen eine gemeinsame Basis zu finden, die wir auch nun haben! Auf der Graphik des Standford-Solar Center ist deutlich erkennbar, dass die Sonnenaktivität ihr größtes Maximum im 20. Jahrhundert um 1960 und nicht, wie von Ihnen dargelegt, um 1940 hatte – Punkt 1! Die zweite Kurve (mit einer größeren Glättung) zeigt indes einen weiteren Anstieg am Ende des 20. Jahrhunderts.

    Die Sonnenaktivitäts-Kurve, aus der der 11-jährigen Schwabe-Zyklus zu entnehmen ist, geht bis in das Jahr 1850 zurück (Ende der „Kleinen Eiszeit“, sie ist die kälteste Klimaperiode der letzten 2.000 Jahre, in der z.B. die Gletscher an Größe enorm zunahmen) und reicht bis ins Jahr 2007. Es ist dieser Kurve bei genauem Hinsehen daher noch mehr zu entnehmen.

    Punkt 2:
    Anfang der 1980- und 1990-Jahre waren die zweit- und drittstärksten Sonnenzyklen im Betrachtungszeitraum, d.h. die Sonne war seit den 1950-Jahren, mit einer Ausnahme in den 1970-Jahren ungewöhnlich aktiv. Siehe hierzu auch die Pressenmitteilung der Max-Planck-Gesellschaft vom 27. Oktober 2004: „Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“ (http://www.mpg.de/...mitteilung20041026/index.html). Das Klimasystem Erde bekam unmittelbar hintereinander (in den 1980- und 1990-Jahren) zwei starke Energieschübe von der Sonne, die sich auf Grund der erwähnten Temperaturträgheit von 3-4 Jahren (http://scienceandpublicpolicy.org/...ceedings.html) erst verspätet bemerkbar machte und auch nicht mehr auf das vorherigen Maß zurückregeln konnte. Die letztgenannte Graphik zeigt, dass sich mit Beginn des erneuten Ansteigens der Sonnenaktivität Anfangs der 1990-Jahre die Temperaturanomalien nach dieser Kurve erst auf ca. 2/3 ihres vorherigen Wertes zurück regelten, um von dort weiter zu steigen. Der Energieschub der Sonne im 23. Zyklus (um das Jahr 2000) war im Betrachtungszeitraum immer noch der sechst stärkste der 15 abgebildeten Zyklen.

    Zum Abschluss ist noch festzuhalten, dass bei den Energiezyklen der Sonne, meist nur der Anteil betrachtet wird, der die Erdoberfläche erreicht, also der infrarote-, sichtbare- und langwellige (>300 nm) Ultraviolett-Anteil. Teilweise wird sogar nur der sichtbare Anteil betrachtet, was gänzlich ohne wissenschaftliche Aussage ist. Laut GOETZBERGER & WITTWER 1989 verteilt sich die Energie, die die Erdoberfläche erreicht wie folgt: 3% Ultraviolett-, 44% sichtbarer- und 53% Infrarot-Bereich. Mit zunehmender Höhe verschiebt sich dies in den kurzwelligeren Energiebereich, der bei den Energiezyklen meist ungeachtet bleibt, d.h. in Höhen, in der sich das Wetter bildet, in der Tropos- und Stratosphäre geben die Energiekurven nicht den tatsächlich, von der Sonne emittierten und dort wirksamen Energieverlauf wider. Was ist hieraus zu lernen? Wir kennen nicht einmal den in den Wetterschichten wirksamen Energieanteil der Sonne, behaupten aber keck, die Sonne sei nicht verantwortlich für die Erwärmung im ausgehenden 20. Jahrhundert. Ich hoffe, Ihr Rätsel bzgl. der 3-4 jährigen Verzögerung und dem vermeintlichen linearen Temperaturanstieg der letzten 30 Jahre etwas gelöst zu haben. Viele Grüße RL.

    [Antwort: Wenn ein Wissenschaftler davon redet, ob etwas in einem bestimmten Zeitraum zu- oder abgenommen hat, meint er üblicherweise den (linearen) Trend über diesen Zeitraum - und nicht, wann zwischenzeitlich einmal ein Peak erreicht wurde. Wenn Sie die o.g. Sonnenkurve nehmen und den Trend von 1940 bis heute ausrechnen, zeigt der nach oben oder unten? Das ist die relevante Größe bei der Frage, ob die Sonnenaktivität in diesem Zeitraum insgesamt eine Erwärmung oder Abkühlung verursacht hat. Ein besonders großes Maximum um 1960, wie von Ihnen oben zitiert, könnte höchstens besonders warme Temperaturen um 1960 und noch ein paar Jahre darauf erklären. Wenn die Sonne um 1960 am heißesten war - wieso sind die globalen Temperaturen heute etwa ein halbes Grad wärmer als in den 1960er Jahren? S.R.]

  61. Krishnag Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität

    @Raimund Leistenschneider
    Die Sonnenaktivität ist eben nicht nur an den Sonnenflecken zu messemn, sondern es wirken sich auch Sonnenwind, Protonenströme und Magnetfelder etc auf die Erde aus.

    Selbst in einer anhand Sonnenflecken evtl. sogar schwach aktiven Sonne können diese Aktivitäten sich stark auf das Klima auswirken. Ich hatte das hier schon einmal teilweise zitiert, deswegen soll jetzt hier ein Link genügen:
    http://www.wissenslogs.de/...r/page/1#comment-2749
    wobei der in dem zitierten ersten Abschnitt es nicht 22. sondern 23. Periode heißen müßte, wie es in anderen Veröffentlichungen auch steht.
    Das kosmische Strahlen einen Einfluß auf die Wolkenbildung hat läßt sich, denke ich für das Jahr 2003 anhand der gemessenen Anomalien der in Moskau gemessenen Strahlung nachvollziehen, dazu auch die Gegenüberstellung der Gloablstrahlung in DE un die Bedeckung in DE, aus der Säkularstation des PIK:
    http://www.wissenslogs.de/.../page/10#comment-2552

  62. Raimund Leistenschneider Antworten | Permalink

    Sonnenaktivität, 29.04. Antwort S.R.

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf, hier geht es nicht darum, ob „zwischenzeitlich einmal ein Peak“ auftrat, oder um die Definition, wie aus Ihrer Sicht ein Wissenschaftler üblicherweise einen Trend angibt (wie Wissenschaftler einen Trend angeben, ist dem unteren Graph in der Abbildung des Standfort Solar Center zu entnehmen: (http://solar-center.stanford.edu/...glob-warm.html), sondern darum, dem interessierten Leser reale Fakten, oder willkürlich festgelegte Zeiträume und Startpunkte zu präsentieren, mit dazu noch frei wählbaren mathematischen Glättungsintervallen, die falsche Schlussfolgerungen nach sich ziehen, nämlich, dass seit 1940 die Sonnenaktivität nicht zugenommen hat. Da ich neben meiner eigentlichen Tätigkeit, auch als Gutachter „unterwegs“ bin, betrachte ich Formulierungen und die deutsche Sprache auch unter juristischen Gesichtspunkten (eine Relativität ist hier nicht gegeben!). Weiter handelt es sich nicht um einen Peak (seit 1940), sondern, um drei auf das Jahr 1940 nachfolgende Sonnenzyklen, die alle kontinuierlich nach oben zeigen – der lineare Trend also bis zum Jahr 1960 steigend ist, was auch die geglättete Kurve in der obigen Abbildung zeigt. Jeder Einzelzyklus weist dabei eine Vielzahl von Peaks auf. Die folgende Abbildung des Weltstrahlungszentrums Davos zeigt den Unterschied von einem Zyklus und einem Peak: (http://www.pmodwrc.ch/...i/composite/SolarConstant)

    Die Aussage, die Temperaturen seien heute ca. 0,5°C höher als 1960 ist eine Aussage, die alles andere als gesichert ist, wie die folgende Graphik der „INQUA“ für die nördliche Hemisphäre zeigt: (http://www.inqua.tcd.ie/about.html). Sie ist praktisch kongruent mit der Sonnenaktivitätskurve des Standfort Solar Center. Anmerkung: Nach Angaben der Klimatologen und auch des IPCC sei die Erwärmung auf der Nordhalbkugel auf Grund der größeren Landmassen stärker ausgeprägt als auf der Südhalbkugel, was sich demnach in einer stärkeren Korrelation zu den „Energielieferanten“ (Sonne) bemerkbar macht!

    Die Abbildung der INQUA zeigt deutlich noch einen anderen Fakt, der auch schon von mir erwähnt wurde, dass mit mathematisch geglätteten Kurven so ziemlich alles dargestellt werden kann, was der Verfasser beweisen möchte. Betrachten wir neben der bereits behandelten 20-Jahres-Glättung, die 100-Jahres-Glättung der Temperatur, so zeigt diese rasant nach oben, was mit den tatsächlichen Temperaturwerten nicht übereinstimmt! Fakt ist, je kleiner der Glättungszeitraum gewählt wird, umso exakter gibt die Kurve die tatsächlichen Temperaturwerte wider.

    Wie gemittelte, gemessene Thermometertemperaturen sich ändern, ohne dass sich dabei deren physikalischer Wert ändert, habe ich Ihnen im Blog „Ist die Erderwärmung vorbei?“ am Beispiel des DWD für die Durchschnitttemperaturen in Deutschland aufgezeigt. Man braucht dazu „nur“ die Anzahl, Gewichtung und Zeitpunkte der Messungen zu verändern (http://www.dwd.de/...swerte__node.html__nnn%3Dtrue).

    Es gibt noch eine weitere Ursache (neben den bereits geschilderten starken Sonnenzyklen 21, 22 und 23), der die (durch Satelliten- und Ballonmessungen bestätigte) leichte Erwärmung im ausgehenden 20. Jahrhundert erklärt. Stimmen die Angaben der Oxford University Press (http://www.geographie-diplom.de/...isch/klima3.htm), so ist ein Antrieb der Temperaturen im sich ändernden Magnetfeld der Erde zu suchen (Punkt 3.2.4 im obigem Link „…wärmere Temperaturen wenn die Intensität gering ist“). Ein Blick in Spektrum der Wissenschaft 09/05, S.64 zeigt, dass gegenwärtig die Fluktuationen im Erdmagnetfeld hoch sind, seine Intensität abgenommen hat (Anmerkung: In den letzten 150 Jahren um ca. 10%) und die kontinuierlich zunehmenden Flussanomalien eine (überfällige) Flussumkehr andeuten. Besonders im Zeitraum von 1980 bis 2000 sind markante Flussumkehrungen, die die Schwächung des (äußeren) Magnetflusses bewirken, zu verzeichnen. Viele Grüße RL.

  63. Dieter Bareis Antworten | Permalink

    Spannende Rezension!
    Da hier auch die IPCC-Berichte zitiert wurden, ein Hinweis für alle, die zumindest die Zusammenfassung (sumary for policymakers" der IPCC-Berichte in Deutsch lesen wollen, sozusagen die "amtliche" Übersetzung:
    http://www.bmu.de/...tscheidungstraeger_gesamt.pdf

  64. Krishnag Antworten | Permalink

    Erwärmungspause

    Ein Artikel zum "genießen":
    http://www.zeit.de/...08/19/klima-erwaermung-pause

    #Der Grund für diesen Wandel der Klimavorhersage: Bisher wurden nie die jeweils aktuellsten Temperatur-Messwerte für den Start-Zeitpunkt der Modellberechnungen verwendet. Die Forscher steckten lediglich langjährige Temperatur-Mittelwerte als Anfangsbedingungen in ihre Weltmodelle des Klimas und ließen sie damit loslaufen. Das Ergebnis war stets nur mäßig präzise: Ungefähre Prognosen für die nächsten 30 bis 40 Jahre waren möglich, jedoch keine kurzfristigen Vorhersagen für die nächsten Jahre.#

    Bis jetzt hörte man mehr oder weniger unisono aus Klimafoschungskreisen, wie toll die Modelle sein, und wie präzise....
    Dieses Thema hat sich dann ja wohl erledigt.

  65. Ohne Worte Antworten | Permalink

    Krishnag Erwärmungspause

    Und das auch noch in NATURE und SCIENCE.

    "Die Kollegen in Deutschland hingegen rechnen mit einem Wiederaufleben der Erwärmung erst gegen Ende des nächsten Jahrzehnts. Beide Teams nehmen an, dass die Temperaturen den vom IPCC vorhergesagten Anstieg, der zwischenzeitlich ausbleibt, anschließend wieder aufholen werden."

    Also bis ca. 2019 soll es nicht wärmer werden. Aber danach wird dann aufgeholt und zwar mit mindestens 1/4 bis 3/4 Grad pro Jahrzehnt. Dann hätten wir die 2-6 Grad Erwärmung bis 2100.

  66. Krishnag Antworten | Permalink

    Erwärmungspause

    @Ohne Worte
    #Beide Teams nehmen an, dass die Temperaturen den vom IPCC vorhergesagten Anstieg, der zwischenzeitlich ausbleibt, anschließend wieder aufholen werden."#
    Wer rennt da jetzt um die Wette ?
    Die Klimaforscher - wer hat recht ?
    Das Klima, es "muß" verlorenes Terrain wieder aufholen, was ist das für eine Logik ??

  67. Rainer Antworten | Permalink

    Klimasensitivität

    "Sehr geehrter Professor Rahmstorf,

    können Sie vielleicht noch einmal kurz für den Laien verständlich darlegen, was denn nun die Belege dafür sind, dass die aktuelle Erwärmung anthropogen ist?

    MFG

    [Antwort: In unserem Buch "Der Klimawandel" haben wir versucht, diese Belege darzustellen. Das dazu wichtigste Kapitel 2 können Sie hier online lesen. S.R.]"

    Zunächst einmal herzlichen Dank für das Zusenden dieses Links.

    Ich habe das Kapitel mit viel Interesse gelesen.
    Besonders beim wichtigen Thema Klimasensitivität sind bei mir allerdings noch einige Fragen geblieben. Sie schreiben:

    "Wie kann man diese Klimasensitivität bestimmen? Dafür gibt es drei grundsätzlich verschiedene Methoden.
    (1) Man kann von der Physik ausgehen, nämlich von der im Labor gemessenen Strahlungswirkung von CO2, die ohne jede Rückkopplung direkt eine Erwärmung um 1,2°C bei einer Verdoppelung der Konzentration bewirken würde.

    Aus welcher Messung stammt der Wert von 1,2 °C? Aus dem IPCC Bericht von 2001 habe ich noch einen Wert von 0,8°C (entsprechend 3,7 W/m2) gefunden.

    Ich bin Analytischer Chemiker und habe mich in der Vergangenheit auch mit spektoskopischen CO2-Messungen im Labormassstab beschäftigt. Aus diesem Grund interessieren mich diese Aspekte natürlich besonders.

    Nur finden sich in der Literatur keine Veröffentlichungen, welche sich mit dem Thema veänderter Absorbtion von IR-Strahlung durch CO2 in der Atmosphäre beschäftigen. Auch nach Labormessungen, welche die Verhältnisse in der Atmosphäre simulieren habe ich vergeblich gesucht.

    Ich wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie mir die Literaturstelle, welche zu den bei Ihnen angeführten 1,2 °C führen nennen können.

    MFG

  68. Karl Mistelberger Antworten | Permalink

    Interessante Zeiten

    Die stehen uns bevor, wenn die Klimatologen in den nächsten Jahren ein neues Manhatten Projekt initiieren: http://www.newscientist.com/...hattan-project.html

    Die Herausforderung mag größer sein als auf dem Gebiet der Kosmologie, wo der Fortschritt bei den Algorithmen in 30 Jahren eine Verbesserung von über zehn Größenordnungen ermöglichte: http://www.research.ibm.com/...al/rd/482/lake.html und dabei die stürmische Entwicklung der Rechenleistung im selben Zeitraum bei weitem übertraf.

    http://www.research.ibm.com/...al/rd/482/lake2.gif

    Wenn es gelingt, aktuelle Wetterdaten in ausreichendem Umfang einzuspeisen, wie es für die Wettervorhersage schon seit längerem üblich ist, werden wir auch beim Klima zuverlässige lokale Vorhersagen erwarten können.

  69. Krishnag Antworten | Permalink

    Interessante Zeiten

    @Karl Mistelberger
    #Die stehen uns bevor, wenn die Klimatologen in den nächsten Jahren ein neues Manhatten Projekt#
    Diese für sehr viel Sensibilität stehende Bezeichnung hat mich bei Schellnhubers Zeit - Interview maßlos entsetzt. Ein Fehlgriff sondersgleichen.

  70. arndb Antworten | Permalink

    Meer Temperatur- und Salzgehaltstruktur

    @ Karl Mistelberger; #Wenn es gelingt, aktuelle Wetterdaten in ausreichendem Umfang einzuspeisen, wie es für die Wettervorhersage schon seit längerem üblich ist, werden wir auch beim Klima zuverlässige lokale Vorhersagen erwarten können.#

    NEIN: Erst wenn die Temperatur- und Salzgehaltstrukturen der Meere umfassend und regelmäßig gemessen werden und zügig analysiert werden können, besteht Aussicht, die Wettervorhersagen zu verbessern. Für Vorhersagen von Wochen muss so ein Datenerfassungsnetz sich wenigstens über eine Wassertiefe von 50 Metern erstrecken, für Monate bis 100-200 Meter Tiefe und für Jahre auch tiefere Tiefen erfassen können.

    HINWEIS: Das Forscher der AWI-Polarstern haben erst vor wenigen Tagen den derzeitigen Kälterekord in der Antarktis damit begründet, dass sich das Tiefenwasser um Zwei-Hunderstel Grad abgekühlt hätte.

  71. Karl Mistelberger Antworten | Permalink

    Klimamodelle und -daten

    Lieber Arnd Bernaerts!

    Klimamodelle brauchen natürlich Daten. Eine Übersicht finden Sie hier: Types of climate models. Es tut mir leid, dass ich so schludrig formuliert und Sie dadurch zu Ihrem Beitrag veranlasst habe.

    Die ARGO Floats, von denen Martin Visbeck gerade ein Exemplar in diesem Weblog präsentiert hat scheinen ja ein großer Schritt in die richtige Richtung zu sein: http://www.argo.ucsd.edu/

    Ein bisschen Zeit habe ich auf Ihrer Webseite und bei den von Ihnen angegebenen weiteren Adressen verbracht. Einen HINWEIS halte ich für angebracht: Löwen fressen Zebras auch ohne dass sie sich große Gedanken darüber machen, woher das Streifenmuster auf dem Fell kommt. Sie konzentrieren sich vielmehr auf das Wesentliche.

  72. Rosanna Antworten | Permalink

    negative rückkopplung

    Hallo!
    Haben Sie mir ein (einfaches) Beispiel von einer negativen Rückkopplung im Bereich Treibhauseffekt, das heisst, was den Treibhauseffekt verlangsamt??
    Vielen Dank!! Tolle Seite!

Einen Kommentar schreiben

Dies ist eine moderierte Diskussion. Wir behalten uns vor, Kommentare gar nicht oder gekürzt zu veröffentlichen, um die Diskussion für unsere Leser möglichst relevant und interessant zu gestalten.


fünf + = 6