Obama zum Klima

20. November 2008 von Stefan Rahmstorf in Politische Konsequenzen

Der künftige US-Präsident Barack Obama hat vorgestern eine wegweisende Rede zur Klimapolitik gehalten. Wir bringen die entscheidenden Passagen aus Obamas Rede in Form eines fiktiven Interviews.

KlimaLounge: Herr Obama, wie wichtig ist das Klimaproblem für Ihre kommende Präsidentschaft?

Obama: Kaum eine Herausforderung, vor der die USA und die Welt stehen, ist dringender als die Bekämpfung des Klimawandels. Die Wissenschaft ist unanfechtbar und die Fakten sind klar.
Meine Präsidentschaft wird ein neues Kapitel aufschlagen mit einer amerikanischen Führungsrolle zum Klimawandel, wodurch wir auch unsere Sicherheit stärken und Millionen neue Arbeitsplätze schaffen werden.

KlimaLounge: Welche Maßnahmen werden Sie konkret ergreifen?

Obama: Wir werden mit einem Emissionshandelssystem anfangen. Dabei werden wir starke jährliche Ziele setzen, die uns auf den Weg bringen, bis 2020 unsere Emissionen auf das Niveau von 1990 zurückzufahren und sie dann bis 2050 um weitere 80% zu reduzieren. Weiter werden wir jedes Jahr 15 Milliarden Dollar investieren, um damit privatwirtschaftliche Anstrengungen zum Aufbau einer sauberen Energiezukunft anzustoßen.

KlimaLounge: Anfang Dezember findet in Posen die nächste Verhandlungsrunde zum globalen Klimaschutz statt. Werden die USA bei den internationalen Verhandlungen künftig eine konstruktivere Rolle spielen als früher?

Obama: Lassen sie mich ein besonderes Wort an die Delegierten richten, die sich nächsten Monat in Polen treffen: Ihre Arbeit ist lebenswichtig für den Planeten. Während ich zur Zeit Ihres Treffens nicht Präsident sein werde und die USA  immer nur einen Präsidenten haben, habe ich die Kongressmitglieder, die an der Konferenz als Beobachter teilnehmen, gebeten, mir alles zu berichten, was sie dort erfahren. Und sobald ich im Amt bin, können Sie sicher sein, dass die USA sich wieder intensiv in diesen Verhandlungen engagieren werden, und dabei helfen werden, die Welt in eine neue Ära der globalen Zusammenarbeit zum Klimawandel zu führen.

KlimaLounge: Immer noch gibt es Stimmen, die den Klimaschutz angesichts der Finanzkrise verschieben wollen, oder die gar anzweifeln, dass es ein Klimaproblem gibt. Was sagen Sie diesen Menschen?

Obama: Jetzt ist die Zeit, diese Herausforderung ein für alle mal anzupacken. Verzögern ist keine Option mehr. Verleugnen ist keine akzeptable Antwort mehr. Es geht um zuviel. Die Konsequenzen sind zu ernst.

KlimaLounge: Können wir den Klimawandel überhaupt noch aufhalten?

Obama: Es wird nicht leicht sein, den Klimawandel zu stoppen. Das wird nicht über Nacht gelingen. Aber ich kann Ihnen eines versprechen: Wenn ich Präsident bin, wird jeder Gouverneur, der sich für saubere Energie einsetzen will, einen Partner im Weißen Haus haben. Jede Firma, die in saubere Energie investieren will, wird einen Verbündeten in Washington haben. Und jede Nation, die sich dem Kampf gegen den Klimawandel anschließen möchte, wird in den Vereinigten Staaten von Amerika einen Verbündeten haben.

KlimaLounge: Herr Obama, wir danken für dieses Gespräch.

p.s. Für jene unserer Leser, die in Posen dabei sein werden: am 2.12. um 19:30 werde ich dort einen Vortrag zum Meeresspiegel halten.

Update 3.12.: Webcast meines Vortrages und dem von Bill Hare ist jetzt online hier.

Links:

New York Times mit Transkript der Obama-Rede

Kommentar der Süddeutschen zur Obama-Rede

 


50 Kommentare zu “Obama zum Klima”

  1. jochen Antworten | Permalink

    Obamas Wort in Gottes Ohr. Allerdings war es bislang ausnahmslos so, dass in den USA die politische Richtung vom Big Business vorgegeben wurde. Wenn es Obama gelingt, den Klimaschutz für das Großkapital interessant zu machen dann wird es ungeahnte Möglichkeiten geben.

    Schaun mer mal. An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.

  2. Lars Fischer Antworten | Permalink

    @Jochen

    Mich stimmt in diesem Punkt Obamas Grassroots-Strategie vorsichtig optimistisch. Er hat sich bei der Finanzierung seines Wahlkampfes ja sehr stark auf Kleinspender verlassen und ist von der Industrie nicht so abhängig.

    Wir sehen natürlich an der aktuellen Debatte um Hilfen für die Autoindustrie, dass er sich den Wünschen des Big Business nicht völlig verschließen kann, aber ich denke mehr Handlungsspielraum als zum Beispiel Clinton hat er allemal.

  3. Michael Krüger Antworten | Permalink

    Klimakrieg

    Versprechen sind da um gebrochen zu werden.

    Die Rede hört sich an, wie jene zu Zeiten des Golfkriegs. Nur war der Gegner ein anderer. Was aus den vollmundigen Versprechnungen geworden ist, dass wissen wir ja.

    Das Land des Kapitalismus wird sich vermutlich wieder selbst überholen.

    Erst mal gehen Mrd. an die Banken und die Autoindustrie. Alles im Sinne des vollmundugen Klimaschutzes?

    Versprechen schon gebrochen.

  4. michael adeno Antworten | Permalink

    Na ja, ich glaube schon, dass es einen Zertifikatehandel, Zertifikate-Milliadäre und weitere Subventionen für die Industrie geben wird, wahrscheinlich genau für die ineffektivsten Projekte die denkbar sind (siehe Solarstromsubventionen bei uns). Die Wahrscheinlichkeit, dass die Welt-CO2-Produktion in 20 oder 50 Jahren unter dem heutigen Nivau liegt, ist geringer als die Möglichkeit, dass, wie jedes Jahr versprochen, die Haushalte saniert und die Renten sicher sind, also nahezu Null. Also rundum ein völlig normales Politikgetöse.

  5. Eddy Antworten | Permalink

    Saubere Energie

    Hallo,

    Ich bin ein grosser Fan von Obama. Ich hoffe, dass die USA endlich etwas in die Wege leiten, dass diese Welt wirklich nachhaltig bewirtschaftet werden kann. Immerhin betrachten sie sich immer noch als die einzige Weltmacht, womit sie wohl Recht haben?!

    Ich frage mich jedoch, ob die europäischen Ansätze nicht ein Tropfen auf den heissen Stein sind. Es gibt kein wirkliches Konzept, imho.

    Was würden Sie, Herr Rahmstorf und Herr Neu, als gangbaren Weg sehen, in Sachen nachhaltiger Energierzeugung?

    M.E. ist die Sonnenenergienutzung in der Sahara bisher der einzige Ansatz der wirklich mehr als nur politische Kosmetik ist?!

    Wie ist es aber mit der Kernfusion? Oder was haltet ihr von "sauberen" Kohlekraftwerken?

    Endlich kommen wir zu den Wurzeln des Übels!

    Wie steht ihr zu dem Problem Überbevölkerung und eventueller Geburtenkontrolle?

    Liebe Grüsse an alle und ein schönes (weisses?) Wochenende!!! :-)

    Eddy

  6. jochen Antworten | Permalink

    michael adeno

    "Na ja, ich glaube schon, dass es einen Zertifikatehandel, Zertifikate-Milliadäre und weitere Subventionen für die Industrie geben wird, wahrscheinlich genau für die ineffektivsten Projekte die denkbar sind"

    Vieleicht ernennt Obama ja Al Gore zum Klimarettungsminister. Der hat eine enorme Erfahrung im Geldverdienen mit dem Zertifikatehandel. Bei dieser Gelegenheit werden dann auch noch die Finanzprobleme der USA gelöst.

  7. Urs Neu Antworten | Permalink

    Energie

    Lieber Eddy

    Die Energieversorgung ist kein einfaches Problem mit einer Patentlösung. Wir werden einerseits verschiedene Quellen brauchen, anderseits die Energie möglichst effizient nutzen müssen. Die Probleme liegen weniger beim Heizen, wo mit bestehender Technologie die fossilen Energien weitgehend ersetzt werden können, als vielmehr bei der Stromerzeugung und der Mobilität.

    Die Stromerzeugung aus der Kernfusion wäre sehr interessant, allerdings ist noch nicht klar, ob die wirtschaftliche Stromproduktion jemals möglich sein wird, und auch dies frühestens in 40-50 Jahren. Man kann sich allerdings fragen, ob man die entsprechenden (finanziellen) Forschungs- und Entwicklungsgelder nicht besser in die Weiterentwicklung der anderer Energien stecken würde. Aber das ist schwer abzuschätzen.

    Die Sonnenenergie wird sicher ein wichtiger Faktor sein. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, und die Entwicklung steht erst am Anfant.

    An "sauberen" Kohlekraftwerken führt wahrscheinlich kein Weg vorbei, da es politisch kaum möglich sein wird, die Länder mit grossen Kohlereserven (insbesondere China) an deren Nutzung zu hindern. Und wenn diese grossen Vorräte verbrannt werden, sollten die Emissionen so klein wie möglich gehalten werden.

    Es ist klar, dass es neben der Klimaänderung weitere dringende Probleme gibt (Überbevölkerung, Armut, Krankheiten, Ernährung usw.). Es macht jedoch wenig Sinn, diese Probleme gegeneinander auszuspielen, wie das beispielsweise Lomborg tut. Sich nur auf das am billigsten zu lösende Problem zu konzentrieren ist sehr kurzsichtig. Die Einschätzung von Lomborg, mit dem gleichen Geld könne man bei der Bekämpfung von AIDS, Malaria, oder Armut und Bevölkerungswachstum mehr erreichen, stimmt vermutlich für einen kurzen Zeithorizont (z.B. 10 Jahre). Langfristig ist diese Optik jedoch gefährlich, da fast alle genannten Probleme mit der Klimaproblematik verhängt sind (die Folgen treffen vor allem die Armen, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit werden verschärft, u.ä.).

  8. Fritz Müller Antworten | Permalink

    Wahrheit auf den Tisch

    Es wäre für mich (sobald Obama seinen Job angetreten hat) ausserordentlich interessant zu erfahren, was von der Bush-Administration an Manipulationen, Eingriffen etc. pp so alles durchgeführt wurde. Bei der Union of concerned Scientists (http://www.ucsusa.org/) steht dazu ja so einiges, aber ich vermute mal, das dies nur die Spitze des Eisberges ist. Bin gespannt was da so alles ans Licht kommen wird.
    Desweiteren ist anzunehmen, das für die Skeptiker-Gemeinde mit dem Wegfall eines der (vermutlich) größten Unterstützer in den USA harte Zeiten anbrechen. Das wird auch hier nicht ohne Wirkung bleiben.

  9. Karl Mistelberger Antworten | Permalink

    Newsfeed für Kommentare

    Den Feed für die Beiträge von Stefan Rahmstorf habe ich abonniert und werde so ganz bequem informiert. Was ich hier vermisse, anderswo aber sehr schätze ist ein Feed für die Kommentare.

    Wenn es solch einen gäbe, dann wäre es sehr komfortabel: Ich könnte z.B. die Beiträge von Urs Neu selber lesen, weniger Interessantes würde der Feedmanager zeitsparend entsorgen.

  10. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Newsfeed für Kommentare

    @Karl Mistelberger
    Richtig, hervorragende Idee, dann stolperte ich nicht immer über die sinnleeren Kommntare abseits aber auch jeden sachlichen Inhalts für die Sie hier in der Regel verantwortlich zeichnen.

  11. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Wahrheit auf den Tisch

    @Fritz Müller
    #Desweiteren ist anzunehmen, das für die Skeptiker-Gemeinde mit dem Wegfall eines der (vermutlich) größten Unterstützer in den USA harte Zeiten anbrechen.#

    Also, bisher habe ich mich nicht an Dabblju und "seiner" Meinung orientiert, warum sollen jetzt "harte Zeiten" anbrechen ?

    Der ist für mich nicht meinungsbildend gewesen, daher ändert sich an meiner Meinung und Überzeugung nichts.

    Diese Argumentation mit den "harten Zeiten" ist für mich absolut nicht nachvollziehbar.

  12. Udo P. Antworten | Permalink

    Harte Zeiten

    Ich fürchte auch, dass Fritz Müller das ein wenig zu optimistisch sieht.

    Eine Parallele dazu bieten die Kreationisten, die ja trotz überwältigender Beweise für die Tatsache der Evolution diese immer noch leugnen. Solange es noch genügend pensionierte Möchtegern-Experten gibt, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wissen, als naturwissenschaftliche Erkenntnisse auf den Kopf zu stellen, werden wir die Klima-Leugner wohl so schnell nicht los.

  13. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Harte Zeiten

    @Krishnag

    "Der ist für mich nicht meinungsbildend gewesen, daher ändert sich an meiner Meinung und Überzeugung nichts."

    Die sog. Klimaskeptiker in Deutschland haben sich stark an denen in den USA orientiert. Wenn deren Unterstützer aus Politik und Wirtschaft zunehmend wegbröckeln -was mit der Wahl von Obama zu erwarten ist-, wird man auch hier in Mitteleuropa zunehmend einsam sein auf weiter Flur. Das meint Herr Müller wohl mit "harten Zeiten". Wenn Sie die Einsamkeit mögen, haben Sie nichts zu befürchten, Krishnag.

  14. Luegendetektor Antworten | Permalink

    Probleme???

    "Es ist klar, dass es neben der Klimaänderung weitere dringende Probleme gibt (Überbevölkerung, Armut, Krankheiten, Ernährung usw.). Es macht jedoch wenig Sinn, diese Probleme gegeneinander auszuspielen, wie das beispielsweise Lomborg tut. Sich nur auf das am billigsten zu lösende Problem zu konzentrieren ist sehr kurzsichtig. Die Einschätzung von Lomborg, mit dem gleichen Geld könne man bei der Bekämpfung von AIDS, Malaria, oder Armut und Bevölkerungswachstum mehr erreichen, stimmt vermutlich für einen kurzen Zeithorizont (z.B. 10 Jahre). Langfristig ist diese Optik jedoch gefährlich, da fast alle genannten Probleme mit der Klimaproblematik verhängt sind (die Folgen treffen vor allem die Armen, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit werden verschärft, u.ä.)."

    Ob der Klimawandel, mit dem die Menschheit seit ihrer Existenz zurecht kommen muss, überhaupt durch uns nennenswert beeinflusst werden kann, ist mehr als fraglich. Zumindest über den CO2 Ausstoß ist da wohl nichts relevantes zu bewirken, denn CO2 ist mit Anstand nicht das wichtigste Treibhausgas (das ist Wasserdampf) und die Treibhausgase sind mit Abstand auch nicht der wichtigste Klimafaktor (das ist die Sonne, kosmische Strahlung, Erdmagnetfeld, Meeresströmungen, etc.).
    Wir wissen noch nicht einmal, ob der Klimawandel diesmal überhaupt ein Problem ist. Sollte es wärmer werden, wonach es leider nicht mehr aussieht, war das historisch eher von Vorteil für die Menschheit.
    Also warum Milliarden verpulvern, ohne zu wissen ob es etwas nützt und ohne zu wissen, ob es überhaupt nötig ist.
    Zudem sind die Umweltschäden durch den angeblichen Klimaschutz eminent. Regenwaldabholzung für Palmöl, Investitionsstau wodurch ineffiziente Altanlagen länger laufen, Abwanderung der Industrie in Länder mit geringerem Umweltstandards, Verschandelung der Landschaft durch WKA, usw.

  15. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Harte Zeiten

    @Thorsen und CO
    Da ich keinen kenne, der in irgend einer Form von wem auch immer, insbesondere aus den USA, gesponsort, motiviert oder sonstwas wurde, sehe ich da nirgends ein Faß, daß man auf machen müßte.
    Ich sehe auch keinen Grund, das Ihr, Thorsten und Co, in irgend eine dämliche Hähme verfallen müßtet.
    Auch für eine genauso dämliche Schadenfreude existiert nicht der geringste Anlaß - und einsam werde ich mit Sicherheit nicht :-)
    Freut Euch mal nicht zu früh :-)

    Klima"politik" und Klima"wissenschaft" werden auch weiterhin 2 Paar Stiefel sein, und inbesondere die ~politik wird sich am Machbaren orientieren müssen, das wird schwer genug.

  16. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Udo P.

    Wie wär es mal mit etwas sachlichem ?
    Ist hier irgendwo ein Leugner ?
    Ich sehe hier nur einen Polemiker übelster Sorte, und das ist unter dem Pseudo nicht das erste Mal.

  17. Raimund Leistenschneider Antworten | Permalink

    Zweierlei Maß

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    es ist schon erstaunlich, wie auf der einen Seite von Ihren Kollegen und Ihnen, die Formulierung der Fragen von Storch etc. (Klimaforscher-Befragungen) in Ihren Beiträgen auf KlimaLounge angeprangert und versucht wurde, hinter jeder Frage eine „Suggestivfrage“ zu definieren, auf der anderen Seite aber gerade von Ihnen, sich einer solchen Methodik in Ihrem Interview mit Herrn Obama bedient wird. Beispiele:

    1. „Immer noch gibt es Stimmen….“

    Die Betonung „immer noch“ stellt unweigerlich die Personen, die solches nach Ihrer Meinung tun, in die „Ecke der Unbelehrbaren“ und zu „ächtenden“. Die Antwort, die gegeben werden soll, wird in der Fragestellung vorweggenommen.

    2. „Können wir den Klimawandel überhaupt noch aufhalten?“

    Ein starres Klima ist (wir erinnern uns, wir reden beim Wetter und als Integration beim Klima, über physikalische Prozesse) unmöglich!!!, weil eben in der Physik alles nach Gleichgewichten sucht und deshalb nichts starr sein kann, weder in der Quanten-, noch in der Makrophysik. Den von Ihnen (und Ihren Mitstreitern) postulierte und mit einer Definition belegte Klimawandel, nach der es in den nächsten Jahrzehnten wärmer, öder, lebensfeindlicher, etc. werden soll, gibt es nur in den zurecht gelegten Rechenmodellen und Postulaten, nicht aber in der Realität. Die obige Frage ist vor dem Hintergrund der Physik überflüssig, sogar, sie verzeihen mir das Wort, unsinnig und vor dem Hintergrund der Postulate der IPCC, soll die Frage ein vermeintliches Handlungsfeld aufzeigen, dass es schleunigst zu besetzen gilt. Es handelt sich demnach um eine Suggestivfrage, die durch die Formulierung „überhaupt noch“ unterstrichen wird.

    Es ist ja verständlich, dass Personen, denen die wissenschaftliche Absicherung und Bestätigung ihrer Aussagen fehlt, sich an die Politik klammern und in einer Symbiose versuchen, beiderseitigen Nutzen zu ziehen. Der Personenkreis der Wissenschaftler durch Gelder für Forschungsprojekte und öffentliches Ansehen, der Personenkreis der Politiker, zur Profilierungs- und Handlungsbasis. Dies umso mehr, wenn von dort keine Lösungen, oder zumindest Antworten für die eigentlichen „Weltthemen“, wie Finanz- und Wirtschaftskrise, Agrarpolitik, Nahrungs- und Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung, Überbevölkerung, Tropenwaldzerstörung, etc. vorliegen.

    Harte Zeiten kommen letztendlich auf die zu, die sich gegen die Physik, also Natur stellen, weil diese die entsprechenden Ergebnisse liefert, an denen die Prognosen gespiegelt werden und da sieht es für die Befürworter des anthropogenen Klimawandels nicht rosig aus. Schlimm ist daran „nur“, dass bis zum Vorliegen der Naturergebnisse, die Zeche ganze Volkswirtschaften und mit Ihnen unzählige Menschen zu zahlen haben, denen eine falsche Richtung aufgezeigt wurde.

    Herr Obamas Ankündigung, z.B. in den Emissionshandel („Emissionshandelssystem“) einzusteigen, legt den Schluss nahe, dass er von der Klimathematik wenig Verständnis besitzt und von ihm analoge Kreise gefördert werden sollen, denen die Welt z.B. den Finanzcrash zu verdanken hat – gewieften „Zockern“, die mit Waren oder Dienstleistungen handeln, die nicht existieren, bzw. ohne inneren Wert sind.

    Herr Bruno Jonas hat in seiner ARD-Sendung „Scheibenwischer“ letzte Woche, wie ich meine, in bestechender Offenheit dargelegt, wie solche Politiker einzustufen sind – als „Verführer“ der Öffentlichkeit.

    In Anlehnung an Ihre letzten Beiträge auf KlimaLounge: Seltsames Interview. Viele Grüße RL.

  18. Michael Krüger Antworten | Permalink

    @Seifert & Co.

    Dossier Konjunkturkrise kippt Klimaschutz

    Das Klima hat zurzeit keine Konjunktur. Europaweit fürchten Politiker und Bürokraten, dass zusätzliche Umweltkosten noch mehr Unternehmen in die Krise treiben - und rücken von ihren ehrgeizigen Zielen für den Klimaschutz ab.

    http://www.ftd.de/...kippt-Klimaschutz/443552.html

    Das macht es einfacher für Obama seine Versprechungen nicht einzuhalten.

  19. Eddy Antworten | Permalink

    ganz kurz

    Gerade sînd wir so schön ins Gespräch mit Herr Neu gekommen. Könnten wir bitte einmal von diesem extrem dämlichen Gut-Böse-Schema wieder wegkommen um uns wissenschaftlich von den Experten auf dem Gebiet unterhalten zu lassen?!

    Immerhin sollte das doch das Ziel eines solchen Blogs sein?! Missverständnisse aufklären, andere Meinungen zulassen, aber kontradiktorisch diskutieren usw...

    Ich werde mich bald auch zu den Themen wieder äussern, habe leider sehr wenig Zeit im Moment! Danke and Alle!!!

    Eddy

  20. Helmut Ente Antworten | Permalink

    Udo P.

    Herr P., nehmen Sie sich die Angriffe der Klimaskeptiker nicht so sehr zu Herzen. Es hat schon immer ignorante Menschen gegeben, wie die Menschheitsgeschichte zeigt, und was nicht in deren Weltbild passt, dass versuchen sie zu zertramplen.

  21. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Umweltschutz ade ???

    Das sind die Folgen des ausufernden "Klimaschutzes", wenn Politier die
    Horrormärchen des IPCC und PIK für bare Münze nehmen, das Verbrennen durch
    Erderwärmung und das Ertrinken durch die schnell steigenden Fluten meinen durch
    schnellstes agieren meinen noch verhindern zu können.
    Sie sind wohl den in Putlitzer-Preis-verdächtigen Stil verbereiteten Berichten des
    IPCC und des Nachbarn PIK auf den Leim gegangen.
    Anders ist nicht zu erklären, das ein Umweltminister derartigen Blödsinn ersinnt:

    #Potsdam (MOZ) Brandenburg wird bis zum Jahr 2020 die Flächen für Windräder um mindestens 50 Prozent erweitern. Um das Ziel zu erreichen, soll laut Potsdamer Umweltministerium auch der Bau von Windrädern in Wäldern und Schutzgebieten erlaubt werden. Selbst die jetzt geltenden Abstände zu geschützten Tierarten können verringert werden, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die regionale Planungsgemeinschaft Uckermark/Barnim#
    http://www.moz.de/.../Berlin_Brandenburg/id/255791

    bzw.:
    #Klimaschutz vor Naturschutz

    Noch vor einigen Jahren beklagte der Präsident des Landsumweltamtes, Matthias Freude, dass die Windräder pro Jahr Hunderte seltene Vögel “schreddern” würden. Jetzt wird seine Behörde gemeinsam mit den Planungsgemeinschaften weitere Eignungsflächen ausweisen und dabei auch die Vogelschutzzonen zur Disposition stellen.
    [..]
    Wie weit eine Windkraftanlage an einen Adlerhorst gebaut werden darf, wird im Einzelfall entschieden.
    #
    http://www.moz.de/.../category/Kommentar/id/255801

    Selbstverständlich wird seitens PIK etc nicht interveniert oder auf solchen Quatsch reagiert, aber wenn ein Herr Kuhlke sich sachlich / kritisch äußert, dann hagelt es Proteste aus Potsdam !
    Angeblich ist doch Klimaschutz gleich Umwelt-/ Artenschutz ? Oder brauchen wir die 2 etwa doch nicht so dringend ? Oder ist man gar zufrieden mit der Entwicklung ??

  22. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Weltbild zertrampeln

    @Helmut Ente

    aha, eine andere Meinung = Ingnoranz.
    Wer da gerade zertrampelt, sehen wir in meinem vorherigen Posting.
    Da wird von ignoranten Ministern aus gründen falsch verstandenen "Klimaschutzes" wegen der Umwelt- und Artenschutz zertreten.
    Soviel zu ignoranten Menschen.

  23. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Windräder

    @Krishnag

    Ich habe Sie schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass Sie das Potsdamer Umweltministerium falsch zitiert haben, was den Mindestabstand von Windrädern betrifft. Man sollte eben nicht nur selektiv aus einer Lokalzeitung zitieren.

    Das Potsdamer Umweltministerium will nichts anderes, als die feste und pauschale Abstandsregelung lockern, um den Weg frei zu machen für auf den Einzelfall abgestimmte Lösungen. Dies kann durchaus auch eine Erweiterung des Mindestabstandes bedeuten! Aber was macht es denn für einen Sinn, z.B. pauschal auf Seeadler abgestimmte Mindestabstände vorzunehmen, wenn diese in einem Planungsgebiet gar nicht vorkommen?

    Nochmals weise ich darauf hin, dass nach Überzeugung aller mir bekannten Naturschutzverbände und Fachbehörden keine einzige Vogelart in Deutschland ursächlich durch Windräder im Bestand bedroht ist. Auch weise ich darauf hin, dass Windräder in Deutschland nur zu einem Anteil von weit weniger als 1 Promill (!) an den anthropogen verursachten Verlusten von Vögeln und Fledermäusen beteiligt sind.

    Wenn es Krishnag hier wirklich um den Schutz von Vögeln und Fledermäusen ginge, wäre er heftiger Kritiker des Straßenverkehrs, der modernen Landwirtschaft, der Flächenversiegelung, der fossilen Energien, der Hauskatzen, der Hochspannungsleitungen, u.v.m....

    Alleine streunenden Hauskatzen fallen nach offiziellen Schätzungen zu Folge in Deutschland jährlich mindestens 45 Mio Singvögel zum Opfer.

    Jährlich kommen an Bundes- und Landesstraßen im Wald zig. Millionen Vögel und Kleinsäuger zu Tode. Allein das jährlich in Deutschland registrierte Fallwild im Straßenverkehr, beschränkt auf die Schalenwildarten Schwarz-, Reh- und Rotwild geht in die Hunderttausende.

    Man kann sicherlich über einzelne Standorte der Windräder in ökologisch sensiblen Bereichen diskutieren. Aber die Windenergie als solche ist keinesfalls eine ernst zu nehmende Ursache für ein Vogel- und Fledermaussterben!

    Warum soll es Windräder nicht auch im Wald geben? Aus Gründen des Artenschutzes spricht zunnächst wenig dagegen. Man muss im Einzelfall sehen, ob dies unter den Gesichtspunkten des Artenschutzes und des Landschaftsbildes vertretbar ist. Es gibt sicherlich viele Bereiche im Wald, in denen Windräder aufgestellt werden können, andere Bereiche, wo man dies unterlassen sollte. Pauschale Verbote helfen uns hier nicht weiter, so gerne Krishnag diese sehen würde. Große Kraftwerke, Straßen, Industrieanlagen, etc. werden seit jeher auch im Wald angesiedelt, dies mit weit größeren ökologischen Folgen als ein Windrad! Wo waren da die sog. Klimaskeptiker und haben hiergegen protestiert?

  24. Fritz Müller Antworten | Permalink

    @Lügendetektor, @KrishnaG

    @Lügendetektor:
    Ich sehe die "Logik" Ihrer Argumentationskette völlig ein. Wir warten nun in aller Ruhe ab, bis der (anthropogen verursachte) Klimawandel "bewiesen" ist, und dann fangen wir an, Gegenmassnahmen zu ergreifen.
    Was mich interessieren würde ist folgendes: Gilt dies eigentlich nur bezüglich Klimawandel, oder für alle naturwissenschaftlichen Theorien? Ich meine wir bringen unseren Schülern ja auch so "unbewiesenes Zeugs" bei wie die Evolutionstheorie, die Kontinentaldrifttheorie, etc.

    @KrishnaG
    Einen Gegensatz zwischen Klima- und Naturschutz zu konstruieren ist auch so eine putzige Strategie der Skeptikergemeinde. Mit einer Grundmenge an Kenntnissen über die Struktur von Ökosystemen kann sich jeder selbst ein Bild darüber machen, was mit unseren Bergwäldern (oder mit anderen Ökosystemen, in denen Pflanzen eine wichtige Rolle spielen, die auf Trocknis oder Temperaturstress empfindlich reagieren) passiert, wenn die Durchschnittstemperaturen signifikant steigen. Der Sommer 2003 hat da einen kleinen Vorgeschmack geliefert. Es wäre schon in 2004 mit ziemlicher Sicherheit zu einem ausgedehnten Waldsterben in den Bergwäldern gekommen, wenn der Sommer 2004 die gleiche Qualität gehabt hätte, wie der in 2003.

  25. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Windräder

    @Thorsten
    Dieser Argumentation folgen hieße ein Totschlag-Argument zu akzeptiern, damit wären generell kontroverse Diskussionen nicht zu führen. Deswegen gehe ich auch nicht im Detail darauf ein. Denn genauso ist dieses Posting zu verstehen, Diskussion und kontroverse Meinung unterdrücken.
    Ich würde Thorsten aber vorschalgen, in Zukunft selbst auf das Auto zu verzichten, das Laufen auf der Straße, Feldwegen wo auch immer weitestgehend zu vermeiden, denn die dabei zertretenen Kleintiere gehen in die Millionen.
    Darüber hinaus kann ich über diese Argumentationen nur sehr herzlich lachen.
    ;-)

  26. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Windräder

    @ Krishnag

    "Ich würde Thorsten aber vorschalgen, in Zukunft selbst auf das Auto zu verzichten, das Laufen auf der Straße, Feldwegen wo auch immer weitestgehend zu vermeiden, denn die dabei zertretenen Kleintiere gehen in die Millionen."

    Sie werden albern und lenken wieder ab:

    1.) Ich fahre so wenig Auto wie eben möglich, bin aber gleichzeitig im Gegensatz zu Ihnen für den weiteren Ausbau der Windenergie.

    2.) Ich sprach von Vögeln, nicht von sonstigen Kleintieren... Ich wüsste nicht, dass ich auf meinen zahlreichen Spaziergängen zig Vögel zertrete.

    3.) Ich finde es schon putzig: Einerseits sagen die sog. Klinmaskeptiker, 2-3 Prozent anthropogenes CO2 (gemessen am natürlichen Anteil) ist so wenig und macht nichts aus, aber bei der Windenergie bauscht man weniger als 1 Promille (gemessen am anthropogenen Anteil) auf, um diese als "Vogelschredder" zu diffamieren und dagegen Sturm zu laufen...

    Bitte Krishnag, messen Sie nicht mit zweierlei Maß, danke!

  27. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Natur- / Klima

    @Fritz Müller
    #Einen Gegensatz zwischen Klima- und Naturschutz zu konstruieren ist auch so eine putzige Strategie der Skeptikergemeinde#
    Den muß man nicht konstruieren, das zeigt die Gegenwart, das hat auch die jüngste Vergangenheit bereits gezeigt, siehe "Bio-Sprit", "Brot für Benzin" und ähnlicher Schwachsinn.

    @Thorsten
    #Ich habe Sie schon an anderer Stelle darauf hingewiesen#
    Das ist hier absolut uninteressant und nebensächlich

    #dass Sie das Potsdamer Umweltministerium falsch zitiert haben#
    Wie hier festgestellt wird, habe ich aus einer lokalen Zeitung zitiert, und das nicht falsch.

    #Man sollte eben nicht nur selektiv ... zitieren#
    Wie denn bitte sonst ?
    Und wen oder was ich zitiere, daß ist nun mal meine ureigenste Angelegenheit, nochhabe ich diese Freiheit.
    Auch wenn es dem einen oder anderen hier nicht gefällt, wie man lesen kann.

    #Auch weise ich darauf hin, dass Windräder in Deutschland nur zu einem Anteil von weit weniger als 1 Promill (!) an den anthropogen verursachten Verlusten von Vögeln und Fledermäusen beteiligt sind.#
    Die Hinweise sind schön wie falsch, denn Windräder schaden ja nicht nur durch schreddern oder wie im Falle der Fledermäuse durch platzen lassen der Lungen,
    sondern durch die Störungen im ökologischen Gefüge.
    Das sollte jemand, der von sich beauptet schon mal ein Buch der Biologie in den Händen gehabt zu haben eigentlich wissen.

    http://www.vogelwarte.ch/...e_windkraft_voegel.pdf
    Hier wird im Detail europaweit darauf eingegangen, wie sich Windräder und -parks neagtiv auf die teilweise äußerst sensible
    Ökologie der Vögel auswirken, ohne sie zu meucheln.

    Die oberen Chargen der Naturschutzverbände, die im weiteren Sinne eher politisch den nauturschüzend aktiv sind, sich ggfs.
    noch um die Spendenkonten kümmern haben selbstverständlich gut reden, klar schreiben die "EEG" auf ihre grünen Fähnchen,
    derweil sich die Orts- und Landesverbände mit Bügermeistern, Landesregierungen, WKA Bauherren und -konzernen rumschlagen müssen
    um ein Mindestmaß an Naturschutz vor Ort durchzusetzen.
    Damit zu kämpfen haben
    NABU Schleswig-Holstein:
    http://schleswig-holstein.nabu.de/...od/03673.html
    #Vogelfluglinie in Gefahr
    Dieser Zugkorridor ist unverzichtbarer Teillebensraum der wandernden Arten. Er ist auf der Vogelfluglinie in seiner Funktion stark gefährdet, denn entlang der Küsten der Inseln Fehmarn und Låland reihen sich gewaltige Windfarmen aneinander. Auf dänischer Seite ist seit kurzem ein Offshore-Windpark vor dem Schutzgebiet Rødsand errichtet worden, am 21.11.2004 war dem Fehmarner Tageblatt zu entnehmen, dass die dänische Regierung weitere 64 Anlagen bis 160 m Gesamthöhe genehmigt und zum Bau ausgeschrieben hat!#

    Das schreibt die DENA zu dem Problem
    #Wissenslücken
    Um die möglichen Auswirkungen von Offshore-Windkraftanlagen auf die Meeresumwelt beurteilen zu können, fehlt es noch an Wissen. Ein detailliertes Untersuchungsprogramm des Bundesumweltministeriums soll die bestehenden Forschungslücken in diesem Bereich so weit wie möglich schließen. Das Hauptaugenmerk gilt dabei den etwaigen Auswirkungen von Offshore-Windkraft auf den Vogelzug.#
    http://www.offshore-wind.de/page/index.php?id=2602

    Auch der WWF ist begeistert:
    #WWF lehnt Entscheidung für Offshore-Windpark Nordergründe ab
    WWF: Windanlagen am Nationalpark beeinträchtigen Vögel massiv#
    http://www.wwf.de/...re_windpark_nordergruende_ab/

    http://www.ikzm-d.de/inhalt.php?page=119,2930
    Was spricht gegen Offshore-Anlagen?
    #(Dieses Lernmodul ist Teil der Informationsplattform Wer, Wie Watt?, die im Rahmen eines Umweltbildungsprojektes erstellt wurde. Die hier dargestellten Informationen wurden von Zivildienstleistenden aus dem Naturschutz im Rahmen ihrer Ausbildung zusammen getragen.)#

    #
    Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e. V., GNOR
    Es zeigte sich, dass bei bestimmten herbstlichen Witterungslagen und bei ungünstigen Standorteigenschaften der Windparke massive Beeinträchtigungen des bodennahen Vogelzuges stattfinden. Des weiteren kollidieren in vielen Fällen die Vorzugsräume der Windkraftnutzung und -Planung mit traditionellen und landesweit bedeutenden Rastgebieten von Vogelarten (z.B. Kiebitz, Gold- und Mornellregenpfeifer)#
    http://www.huegelland.net/...altensanpassungen.htm
    Da werden auch einige andere Artikel diverser Universitäten zitiert, die die möglichen negativen Auswirkungen auf die Vogelwelt un deren
    Vielfalt beleuchten.
    #Der Streit über Nutzen oder Schaden der Windkraftanlagen spaltet sogar die deutschen Umweltverbände. Während Greenpeace die rückstandsfreie Stromernte lobt, steht der Naturschutzbund (Nabu) an der Spitze der Widersacher. Nabu-Experte Ingo Ludwichowski rühmt sich: „Allein im holsteinischen Kreis Plön haben wir dreiviertel der geplanten Anlagen verhindert.“ Sein Argument: der Zug von Ringelgänsen und Eiderenten werde gestört.
    Das schreibt der focus zum Thema.
    http://www.focus.de/...ganz-privat_aid_177929.html

    Es klingt immer so schön einfach, warum sollen nicht Winräder auch in einem Wald stehen, als würden sie wie Spargel aus dem Boden wachsen.
    Diese Quirle benötigen ein Mindestmaß an Infrastruktur, sie müssen gebaut werden, es werden dazu Straßen, Wege benötigt,
    diese Baunmaßnahmen haben massive negative Auswirkungen auf die Vogelwelt und den Wald, sie benötigen Wartungszugang, sie
    müssen stromtechnisch angebunden werden etc etc.
    Selbst wenn nachher der Sicherheitsabstand zu Fischadlern, Reiherkolonien etc eingehalten wird, ist breits nicht zu schützendes mehr da.
    Dazu müssen diese Quirle nicht erst in Betrieb sein und 1 Promille schreddern.

    Nebebei, ich schreibe für mich, nicht für "die " Skeptiker, von denen ich nicht weiß wer da wofür, wogegen ist.
    Das interessiert mich nicht die Bohne, auch werde ich nicht vor jedes von mir abgegebene Statement eine Erklärung abgeben
    wofür oder wogegen ich bin, das steht mal grundsätlich nicht zur Diskussion.
    BTW - ich habe in meiner mehr als 30 jährigen Fahrpraxis eine Amsel vor den Kühler bekommen, leider,
    und habe nächtens eine streunende Katze überfahren - muß ich nun "leider" oder "zum Glück" schreiben ???

  28. Krishna Gans Antworten | Permalink

    @Fritz Müller
    #Es wäre schon in 2004 mit ziemlicher Sicherheit zu einem ausgedehnten Waldsterben in den Bergwäldern gekommen, wenn der Sommer 2004 die gleiche Qualität gehabt hätte, wie der in 2003#
    Nun wissen wir aber alle, daß 2003 tatsächlich eine Ausnahme war und auch bleiben wird - zumal es sich in dem 1 Jahr auf "lokal" begrenztes Wetter handelte - um es mal übespitzt auszudrücken.
    Ic sehe btw keinen Nachteil darin, daß die Baumgrenze höher wandert.
    Unabhängig davon ist das mit dem GW, was die Zukunft anbelangt sowieso eine sehr unsichere Kiste....

  29. Luegendetektor Antworten | Permalink

    @ Fritz Müller

    "Wir warten nun in aller Ruhe ab, bis der (anthropogen verursachte) Klimawandel "bewiesen" ist, und dann fangen wir an, Gegenmassnahmen zu ergreifen."
    Haben Sie sich mal gefragt, wie so ein Beweis aussehen könnte? Wären eisfreie Polkappen ein Beweis, wo wir doch wissen, dass die Polkappen vorwiegend eisfrei waren und periodisch immer wieder vereist sind?
    Warum Gegenmaßnahmen treffen, wenn wir nicht wissen, ob ein anthropogener Einfluss, so es ihn denn gibt, positiv, negativ oder neutral ist. Sollte es wärmer werden, wäre das eher positiv, das wissen wir aus der Geschichte.

    "Was mich interessieren würde ist folgendes: Gilt dies eigentlich nur bezüglich Klimawandel, oder für alle naturwissenschaftlichen Theorien?"

    Es gibt gute und nachvollziehbare Theorien und es gibt schlechte. An den guten, von Ihnen genannten, hängen jedoch keine Kosten in Milliardenhöhe und zig Millionen Arbeitsplätze, an der schlechten AGW-Theorie schon.

    "Einen Gegensatz zwischen Klima- und Naturschutz zu konstruieren ist auch so eine putzige Strategie der Skeptikergemeinde."

    Klimaschutz hat mit Naturschutz nichts zu tun. Im Gegenteil, Klimaschutz führt zu einer gewaltigen Umweltbelastung und Ressourcenverschwendung.
    Regenwald für Palmölplantagen, Bodenauslaugung für Biosprit, Industrie wandert in Länder mit geringerem Umweltstandards ab, Investitionsstau, Altanlagen mit schlechten Wirkungsgraden bleiben länger am Netz, Verschandelung der Landschaft durch WKA (Vogelhäcksler), von den wirklichen Problemen der Welt wird abgelenkt Überbevölkerung, Bildung, Wasserversorgung, Gesundheit) CCS verschenkt Wirkungsgrad, Gas wird zur Stromerzeugung eingesetzt (viel zu wertvoll),

    "Mit einer Grundmenge an Kenntnissen über die Struktur von Ökosystemen kann sich jeder selbst ein Bild darüber machen, was mit unseren Bergwäldern (oder mit anderen Ökosystemen, in denen Pflanzen eine wichtige Rolle spielen, die auf Trocknis oder Temperaturstress empfindlich reagieren) passiert, wenn die Durchschnittstemperaturen signifikant steigen."

    Unsere Ökosysteme sind schon mit ganz anderen Veränderungen fertig geworden. Im Gegenteil, wir verdanken die enorme Artenvielfalt auf dieser Erde u.a. auch dem ständigen Anpassungsdruck durch den stetigen Klimawandel.

  30. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Eisfreie Polkappen

    @ Lügendetektor

    "Wären eisfreie Polkappen ein Beweis, wo wir doch wissen, dass die Polkappen vorwiegend eisfrei waren und periodisch immer wieder vereist sind?"

    Es wäre nett, wenn Sie uns hier mal mitteilen würden, wann die Polkappen zuletzt eisfrei waren und in welchen Zeiträumen die Vereisung erfolgte.

    Es ist doch recht unwahrscheinlich, wenn die Polkappen plötzlich seit der Industrialisierung abschmelzen, während sie vorher zig Millionen Jahre vereist waren. Beim Lotto nennt man so etwas einen Sechser mit Zusatzzahl. Und Sie würden in plötzlich eisfreien Polkappen und der zeitgleichen Freisetzung von CO2 keinen Zusammenhang sehen? Auch dann nicht, wenn es neben eisfreien Polkappen auch noch unzählige weitere Zusammenhänge gibt. Na, Sie sind aber von sich überzeugt, alle Achtung!

  31. Luegendetektor Antworten | Permalink

    @ Thorsten Seifert

    So etwas gibt es schon bei wikipedia zu sehen.
    http://upload.wikimedia.org/...x-Erdgeschichte.jpg
    Wenn Sie sich etwas anstrenegn, finden Sie garantiert auch noch mehr Infos im Netz.

    Die Polkappen schmelzen ja auch heute nicht ab. Am Nordpol hatten wir bis letztes Jahr einen Rückgang, am Südpol wird es tendenziell kälter und dort hatten wir im letzten Jahr eine annähernde Rekordeisausdehnung.

    Fest steht, dass wir irgendwann wieder eisfreie Polkappen haben werden, das ist so sicher wie die nächste Eiszeit. Wenn die kommt (manche sagen, sie wäre überfällig), dann haben wir eine Klimakatastrophe. Warmzeiten waren da eher positiv.

  32. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Eisfreie Pole

    @Thorsten
    Selbst im linientreuen Wikipedia kannst Du das nachlesen und graphisch dargestellt finden, daß die Erde hauptsächlich frei von Eis war. ungewöhnlich ist die Vereisung - die es nur in den Eiszeitaltern, aus der wir eigentlich noch immer rauskommen, gegeben hat.
    #Es ist doch recht unwahrscheinlich, wenn die Polkappen plötzlich seit der Industrialisierung abschmelzen, während sie vorher zig Millionen Jahre vereist waren.#
    So wenn Du wider erwarten recht hättest, könntest Du Deinen Lottogewinn einstreichen - so aber wird nichts daraus.

    http://de.wikipedia.org/.../Bild:Erdgeschichte.jpg

  33. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Eisfreie Pole

    @ Lügendetektor, Krishnag

    Sie weichen meiner Frage aus. Wann waren die Polkappen zuletzt eisfrei?

    Nach Ihrem Link liegt dies mindestens 50 Mio Jahre zurück, vermutlich noch länger.

    Dass die Pole im Laufe der Erdgeschichte meistens eisfrei waren, steht nicht in Zweifel. Das hatte handfeste erdgeschichtliche Gründe. Seit nunmehr vielen Millionen Jahren sind sie aber durchgehend von Eis bedeckt und es gibt ausser CO2 keinen plausiblen Grund, warum sie derzeit so rapide abschmelzen.

    Die jetzige Polkappenschmelze als Normalität hinzustellen ist gleichbedeutend, einen Sechser im Lotto als Normalität hinstellen zu wollen!

    "Die Polkappen schmelzen ja auch heute nicht ab. Am Nordpol hatten wir bis letztes Jahr einen Rückgang, am Südpol wird es tendenziell kälter und dort hatten wir im letzten Jahr eine annähernde Rekordeisausdehnung."

    Diese immer wieder durch sog. Klimaskeptiker vorgebrachte alten Kamellen werden durch Wiederholungen nicht richtiger:

    1.) Die arktische Polkappe wird aller Voraussicht nach in den nächsten 50 Jahren im Sommer verschwunden sein, vermutlich schon früher! Das hat es seit über 50 Mio Jahren nicht mehr gegeben!

    2.) Wir hatten am Nordpol nicht bis letztes Jahr einen Eisrückgang sondern wir haben seit Jahrzehnten einen anhaltenden und sich beschleunigenden Trend, der auch durch das letzte Jahr nicht unterbrochen wurde! 2007 war das Jahr mit der zweitgeringsten arktischen Meereisausdehnung und dem geringsten arktischen Eisvolumen seit Beginn der Aufzeichnungen.

    3.) Wir hatten am Südpol im letzten Jahr keine annähernde Rekordausdehnung. Diese angebliche antarktische Rekordausdehnung lag innerhalb der statistischen Unsicherheit und ist damit keine! Sie sollten schon bei der Wahrheit bleiben! Zudem ist die Situation der Antarktis nicht mit der Arktis zu vergleichen, weil die antarktische See die dortige Klimaerwärmung abpuffert, verzögert aber nicht dauerhaft aufhält. Dies ist hinreichend wissenschaftlich belegt.

    "Fest steht, dass wir irgendwann wieder eisfreie Polkappen haben werden, das ist so sicher wie die nächste Eiszeit."

    Ja, vielleicht in 20 Mio Jahren...? Aber es gibt ausser CO2 keinen Grund dafür, warum dieses Errgeignis schon in 50 Jahren und in diesem Tempo eintreten sollte.

    Und ich bezweifle ernsthaft, dass Sie in einer Welt mit den klimatischen Bedingungen leben möchten, wie es sie zuletzt vor 50 Mio Jahren gegeben hat.

  34. Eddy Antworten | Permalink

    @Herr Seifert

    Hallo,

    Sie schreiben:

    "Wir hatten am Südpol im letzten Jahr keine annähernde Rekordausdehnung. Diese angebliche antarktische Rekordausdehnung lag innerhalb der statistischen Unsicherheit und ist damit keine! Sie sollten schon bei der Wahrheit bleiben! Zudem ist die Situation der Antarktis nicht mit der Arktis zu vergleichen, weil die antarktische See die dortige Klimaerwärmung abpuffert, verzögert aber nicht dauerhaft aufhält. Dies ist hinreichend wissenschaftlich belegt."

    Können Sie uns das einmal näher erklären bitte? Ich dachte dass die antarktische See sich sogar weiterhin abkühlt? Und hätten sie vielleicht einen Link zu diesem Beleg, oder eine genaue Erklärung?

    Danke schon einmal im Voraus

    Eddy

  35. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Polkappen

    @Thorsten
    Sind zwar evtl. ca. 40 Mio, aber egal.
    Seit dem wechseln sich Warm- und Kaltzeiten ab, mal länger, mal kürzer.
    So, und nun hat es sich mal eine Weile in Richtung warm geändert, das wechselt auch wieder - egal ob wir auf der Erde leben oder nicht.
    Wir werden daran nichts ändern, das sind ganz andere Maßstäbe, mit denen wir es hier zu tun haben.

  36. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Polkappen 2

    @Thorsten
    Vergiß bitte CO2 im Zusammenhang mit den Polkappen.
    Es gibt so viele Gründe, daß wir das CO2 wiirklich nicht bemühen müssen.
    So lange sich niemand von den s.g. Klimaforschern vor eigenen Gnaden für die Ursachen des Anstiegs der Globalstrahlung interessiert, die bekanntermaßen durch Bewölkung gesteuert wird, ist mir wirklich nicht bange

  37. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    @ Eddy

    Zu Ihrer Frage gibt es bereits unzählige wissenschaftliche Studien und Erklärungen. Es gibt noch viele Unsicherheiten, was die Antarktis betrifft, über die Grundmechanismen scheint aber in der Wissenschaft weitgehende Einigkeit zu bestehen. Eine recht anschauliche Erklärung ist hier:

    http://www.spiegel.de/...tur/0,1518,548226,00.html

    Ich selbst bin kein Klimaforscher und kein Ozeanograph. Vielleicht kann es Ihnen auch Prof. Rahmstorf näher erklären.

    Die Zusammenhänge sind aber auch schon tausendfach diskutiert und erörtert worden.

    In meinem letzten Beitrag ist mir ein Fehler unterlaufen. Meine Aussage bezog sich natürlich auf das arktische Jahr 2008 und nicht 2007, sorry.

  38. Krishna Gans Antworten | Permalink

    CO2 Nachtrag

    @Thorsten
    Das habe ich noch vergessen zu verlinken:
    #The first sentence of the abstract reads “Evidence is presented that the recent worldwide land warming has occurred largely in response to a worldwide warming of the oceans rather than as a direct response to increasing greenhouse gases (GHGs) over land.” This sentence certainly captured our interest at World Climate Report – anyone suggesting that some warming may#
    Nicht CO2, das Meer treibt das Klima, eigentlich ein alter Hut, wird aber imer wieder gern vergessen.
    http://www.worldclimatereport.com/...rved-warming/

  39. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Eisfreie Pole

    @ Eddy

    Zu Ihrer Frage gibt es bereits unzählige wissenschaftliche Studien und Erklärungen. Es gibt noch viele Unsicherheiten, was die Antarktis betrifft, über die Grundmechanismen scheint aber in der Wissenschaft weitgehende Einigkeit zu bestehen. Eine recht anschauliche Erklärung ist hier:

    http://www.spiegel.de/...tur/0,1518,548226,00.html

    Ich selbst bin kein Klimaforscher und kein Ozeanograph. Vielleicht kann es Ihnen auch Prof. Rahmstorf näher erklären.

    Die Zusammenhänge sind aber auch schon tausendfach diskutiert und erörtert worden.

    In meinem letzten Beitrag ist mir ein Fehler unterlaufen. Meine Aussage bezog sich natürlich auf das arktische Jahr 2008 und nicht 2007, sorry.

  40. Luegendetektor Antworten | Permalink

    @ Thorsten Seifert

    Was spielt es für eine Rolle, dass die letzten eisfreien Polkappen 50 Mio. Jahre zurück liegen. Zwischen den Perioden lagen häufig mehr als 50 Mio. Jahre und trotzdem ging jede Periode irgendwann zu Ende.
    Gründe dafür gibt es viele, genau wie heute. 1. Die Sonne, 2. die kosmische Strahlung, 3. das schwindende Erdmagnetfeld, 4. Albedoveränderung, 5. Meeresströmungen, 6. Vulkanausbrüche, 7. Meteoriteneinschläge und noch viele andere mehr, auch die Zusammensetzung der Atmosphäre, aber die spielt bei weitem nicht die wichtigste Rolle.

    Zur Antarktis:
    http://www.faz.net/...mon~Scontent.html?rss_wissen

    http://www.wetter24.de/.../der_suedpol_friert.html

  41. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Eisfreie Polkappen

    @ Eddy

    "Was spielt es für eine Rolle, dass die letzten eisfreien Polkappen 50 Mio. Jahre zurück liegen. Zwischen den Perioden lagen häufig mehr als 50 Mio. Jahre und trotzdem ging jede Periode irgendwann zu Ende."

    Ja, jede Periode ging irgendwann zu Ende, wenn es hierfür erdgeschichtliche Gründe gab. Diese gibt es nach alldem, was wir jetzt wissen, derzeit NICHT! Und das Tempo ist neu, in dem sich dieser Wandel vollzieht!

    Die "vielen Gründe", die Sie benennen, sind längst wissenschaftlich widerlegt und kommen nicht als Erklärungen für einen Wandel zum jetzigen Zeitpunkt in Frage. Kein einziges Klimaforschungsinstitut weltweit hält diese Gründe für eine plausible Ursache für eine plötzliche Erderwärmung! Ihre Erklärungen kommen mir doch merkwürdig vor: Alle möglichen noch so abstrusen Gründe halten Sie für plausibel, nur die plausibelste Erklärung, nämlich Treibhausgase, die schließen Sie kategorisch aus, weil sie nicht sein darf!

    Offenbar hatte Albert Einstein recht als er sagte:

    "Neue Theorien setzen sich nicht dadurch durch, dass die Skeptiker überzeugt werden sondern dadurch, dass sie aussterben."

  42. Luegendetektor Antworten | Permalink

    @ Thorsten Seifert

    "Ja, jede Periode ging irgendwann zu Ende, wenn es hierfür erdgeschichtliche Gründe gab. Diese gibt es nach alldem, was wir jetzt wissen, derzeit NICHT!"

    Das ist Unsinn! Diese Gründe gab es früher und die gibt es heute.

    "Und das Tempo ist neu, in dem sich dieser Wandel vollzieht!"

    Bei 0,7°C in 100 Jahre von Tempo zu sprechen ist schon reichlich daneben. Das ist eher eine ungewöhnlich Klimakonstanz.

    "Die "vielen Gründe", die Sie benennen, sind längst wissenschaftlich widerlegt und kommen nicht als Erklärungen für einen Wandel zum jetzigen Zeitpunkt in Frage. Kein einziges Klimaforschungsinstitut weltweit hält diese Gründe für eine plausible Ursache für eine plötzliche Erderwärmung!"

    Sie sind schon sehr naiv. Die Klimaforschungsinstitut leben vom Glauben an den anthropogenen Klimawandel. Die werden einen Teufel tun und andere Ursachen als die vom Menschen zu verantwortenden, und hier nahezu ausschließlich CO2, zuzulassen. Wenn Entwarnungsberichte auftauchen bricht dort Panik aus.

    Hier ein paar Links:
    http://www.weltderphysik.de/de/1163.php
    (Das galt zumindest für den Zeitraum, als es noch eine Erwärmung gab)
    http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/...3/msg00202.htm
    http://science.orf.at/science/news/144510
    http://www.scinexx.de/...uell-8921-2008-10-07.html
    http://www.welt.de/...hnellen_Klima_Umschwung.html
    http://www.innovations-report.de/...cht-45277.html

    Ich hoffe, das reicht für´s Erste.

    "Ihre Erklärungen kommen mir doch merkwürdig vor: Alle möglichen noch so abstrusen Gründe halten Sie für plausibel, nur die plausibelste Erklärung, nämlich Treibhausgase, die schließen Sie kategorisch aus, weil sie nicht sein darf!"

    Wenn Sie meinen Eintrag gelesen hätten, hätten Sie gesehen, dass ich die Treibhausgase nicht ausgeschlossen habe. Aber die Treibhausgase sind nun mal nur ein Faktor von vielen und bei weitem nicht der wichtigste. Zudem wird der Faktor Treibhausgase maßgeblich vom Wasserdampf bestimmt.

    "Neue Theorien setzen sich nicht dadurch durch, dass die Skeptiker überzeugt werden sondern dadurch, dass sie aussterben."

    Noch ein paar Jahre weitere Abkühlung und die Klimadiskussion hat sich so erledigt wie das Waldsterben. Dann sind auch die letzen Klimaapokalyptiker ausgestorben.

  43. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Eisfreie Polkappen

    @ Lügendetektor

    "Das ist Unsinn! Diese Gründe gab es früher und die gibt es heute."

    Dann teilen Sie uns bitte mit, welchen dieser Gründe Sie KONKRET für die heutige globale Erwärmung verantwortlich machen.

    Für CO2 ist es sehr gut belegt, für die von Ihnen aufgeführten Gründe bislang NICHT!

    "Bei 0,7°C in 100 Jahre von Tempo zu sprechen ist schon reichlich daneben. Das ist eher eine ungewöhnlich Klimakonstanz."

    Die Erwärmung hat sich inzwischen auf 0,15 - 0,2°C je Dekade beschleunigt.

    Zum Vergleich: Nach der letzten Eiszeit stiegen die Temperaturen um ca. 5-7 °C binnen 5000 Jahren an, also 5-7 mal so langsam als dass, was Sie als "gewöhnlich" bezeichnen.

    Und: Die Erwärmungsprognosen sehen einen globalen Temperaturanstieg um 0,3 °C je Dekade in naher Zukunft!

    "Noch ein paar Jahre weitere Abkühlung und die Klimadiskussion hat sich so erledigt wie das Waldsterben."

    Erstens haben wir keine Abkühlung:

    http://www.wissenslogs.de/...ung-beschleunigt-sich

    http://www.wissenslogs.de/...-05-08/die-klimawette

    http://primaklima.blogg.de/eintrag.php?id=18

    http://primaklima.blogg.de/eintrag.php?id=21

    Zweitens hat sich das Waldsterben nicht erledigt! Die Bäume sind sogar kränker als in den 80-er Jahren, wie der aktuelle Waldzustandsbericht zeigt.

    In den 80-er Jahren wurden zudem die SO2-Emissionen in kurzer Zeit um ca. 90 % gesenkt! Würde uns das auch beim CO2 gelingen, dann hätten wir kein Klimaproblem! Leider steigen die CO2-Emissionen weiter an! Wären damals auch die SO2-Emissionen weiter angestiegen, es wäre das eingetreten, was seinerzeit befürchtet wurde!

    Ihr Vergleich hinkt folglich!

  44. Krishna Gans Antworten | Permalink

    @Thorsten Seifert
    #Wären damals auch die SO2-Emissionen weiter angestiegen, es wäre das eingetreten, was seinerzeit befürchtet wurde!#
    Nun sind die Konzentrationen gesunken, und dem CO2 schiebt man jetz die Erwärmung in die Schuhe.

    #In den 80-er Jahren wurden zudem die SO2-Emissionen in kurzer Zeit um ca. 90 % gesenkt! Würde uns das auch beim CO2 gelingen, dann hätten wir kein Klimaproblem!#
    Das haben wir sowieso nicht, aber dafür hätten wir "dank" der damit verbundenen, notwendigen Deindustrialisierung einige zig Arbeitslose mehr.

    Wer glaubt, daß mit den dann in China gebauten Solar-panneels, Windmühlen und Energiesparlampen in DE Arbeitsplätze geschaffen würden, der unterliegt krassem Wuschdenken oder betreibt unverantwortliche Meinungsmache.

  45. Redaktion Antworten | Permalink

    @Gans, Seifert et al.: Das hat mit dem Thema des Beitrages nichts mehr zu tun. Bitte führen Sie Ihre immergleichen Pseudodebatten irgendwo anders. Danke.
    Die Redaktion
  46. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Minority Report...

    ....des US Senats ist dann ja vom Thema wohl passend:
    #U. S. Senate Minority Report:
    More Than 650 International Scientists Dissent Over Man-Made Global Warming Claims
    Scientists Continue to Debunk “Consensus” in 2008 #
    http://epw.senate.gov/...eb-4523-b1d3-c6e8faf14e84

    Gefunden hier:
    http://epw.senate.gov/...2a-23ad-490b-bd9faf4dcdb7

    Also es gibt keinen Konsens und daß Obama an der Regierung ist, wir daran nicht viel ändern.

  47. Dr. Barracelsus Antworten | Permalink

    Video

    Video ist von YouTube.com disabled worden ... wie lame

  48. Krishna Gans Antworten | Permalink

    Obama & die Kohle

    Mich würde mal ernsthaft interessieren, wie diese Meldung hier aufgenommen worden ist:

    ##Coal Industry Digs Itself Out of a Hole in the Capitol
    Support From EPA, Energy Nominees Signals Obama Team Headed Toward Center on Matter of Fossil Fuels and Carbon Emissions

    Big Coal is on a roll in the nation’s capital, winning early rounds this week in what promises to be a long fight over fossil fuels and climate change.#

    http://online.wsj.com/...SB123198153797183981.html #

    Da steht jetzt also Obama, der vorab proklamierte Klimaheld und will Kohle favorisieren.

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