Steinkohle: wissenschaftlicher Durchbruch

11. Dezember 2008 von Stefan Rahmstorf in Klimadaten

Der Gesamtverband Steinkohle präsentiert einen überraschenden Coup in der Klimaforschung: durch eine neue Datenanalyse gelang ihm der Beweis, dass die IPCC-Szenarien zur globalen Erwärmung stark übertrieben sind.

Treibhausbedingte Klimaänderungen haben eher am unteren Ende der vom IPCC genannten Bandbreite stattgefunden bzw. werden stattfinden,

verlautbart der Verband auf seiner Website. Er belegt dies durch die folgende Tabelle:

Auch eine Grafik ist dabei, die Ähnliches zeigt:

Hmmm... Wie konnten wir Klimaforscher das bloß übersehen?

Wir belassen das als kleines Adventsrätsel für unsere Leser: Worin besteht der Trick des Steinkohleverbandes? Wer zuerst die richtige Erklärung liefert, der bekommt vielleicht sogar einen Preis! Vielleicht auch nicht. Denn auf Prognosen von Klimaforschern ist ja bekanntlich kein Verlass...

(Auflösung dann hier in einigen Tagen!)

Auflösung:

Das hat ja nicht lange gedauert - nur ein paar Stunden war der Artikel online, schon hat Herr Bolt die Lösung gepostet. Danke!

Der Steinkohleverband hatte zwei Möglichkeiten: die IPCC-Szenarien nach oben "pushen" oder die Messdaten nach unten. Beide hat er genutzt. Hauptsächlich sind aber die IPCC-Szenarien völlig falsch dargestellt. Den Hinweis gibt schon die Tabelle: die Anstiegsraten pro Dekade, 0,14-0,58 bzw. 0,11-0,64 für die beiden letzten IPCC-Berichte, erinnern stark an die vom IPCC angegebene Erwärmung bis 2100, nämlich 1,4-5,8 ºC bzw. 1,1-6,4 ºC. Es ist natürlich Blödsinn, ein Szenario für die nächsten hundert Jahre mit Messdaten für die Vergangenheit zu vergleichen - das ist Äpfel mit Birnen. Das seltsame "bzw." in dem Zitat oben zeigt schon, dass der Steinkohleverband sich dessen bewusst war.

Besonders krass ist das in der Grafik, wo mit dem gelben Bereich der Eindruck erweckt wird, IPCC habe für 1979-2003 einen Anstieg um bis zu 1,4 ºC vorhergesagt. Das sind gerade die 0,58 ºC pro Dekade aus der Tabelle. Wie dieser Vergleich (IPCC-Szenarien aus dem 3. Bericht vs. beobachtete Temperatur) richtig aussieht, haben wir 2007 in Science publiziert. Ein update dieser Grafik (leicht vereinfacht) sieht so aus:

Gezeigt sind die Daten des Hadley Centre in blau (Jahreswerte und eine über 15 Jahre geglättete nichtlineare Trendlinie). Der Wert für 2008 ist vorläufig und beruht nur auf den Messdaten bis einschließlich Oktober 2008. Der graue Bereich zeigt die Spanne der IPCC-Szenarien - diese fächern sich erst später im 21. Jahrhundert weiter auf, je nach angenommenen Emissionen an Treibhausgasen. Die obere Kante endet in 2100 bei 5,8 Grad, die untere bei 1,4 Grad. Die gestrichelten grauen Linien sind einzelne Beispielszenarien. Die IPCC-Szenarien zeigen nur die Langzeittrends. Aufgrund der überlagerten natürlichen Schwankungen liegen in den Messungen einzelne Jahreswerte natürlich immer mal über der Trendlinie (wie die Jahre 2001-2005) oder darunter (wie 2007 und 2008).

Wir sehen also, dass überhaupt keine Rede davon sein kann, dass die Temperaturen langsamer steigen als erwartet. Und ob wir im oberen oder unteren Bereich der IPCC-Szenarien landen, ist ohnehin keine Frage, die man an Messdaten der Vergangenheit entscheiden kann. Denn das hängt vor allem von unseren künftigen Emissionen ab.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Probleme mit dem Vergleich des Steinkohleverbandes. Zum Beispiel ergibt eine Erwärmung um 5,8 Grad von 1990-2100 nicht 0,58 Grad pro Dekade, sondern nur 0,53, da es sich um 11 und nicht 10 Dekaden handelt. Außerdem werden die Daten für die Troposphäre der University of Alabama gezeigt, die nur einen Trend von 0,13 Grad pro Dekade seit 1978 aufweisen (Trostpreis dafür an Herrn Mistelberger!) - die drei anderen globalen Datensätze liegen da alle bei 0,16. Sicher wurde hier extra der Datensatz mit der niedrigsten Rate gewählt - obwohl es sich nicht um Oberflächentemperaturen handelt, und also auch hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, da die IPCC-Szenarien Oberflächentemperaturen sind. Aber seien wir großzügig - das sind Details. Der Hauptfehler ist die falsche Darstellung der IPCC-Szenarien.

Ein Kollege kam zufällig in mein Büro, als ich die Steinkohle-Grafik auf dem Schirm hatte, und sagte dazu: "Wieso machen die sowas? Arbeiten da keine Leute, die auch Kinder haben, denen sie eine gute Zukunft wünschen? Warum verfälschen die so dreist wissenschaftliche Daten?" Das kann ich nicht beantworten, werde es aber den Steinkohleverband fragen - vielleicht bekommen wir ja eine Stellungnahme für unsere Leser.

Immerhin hat das Vorgehen dieses Verbandes den Vorteil, dass es zur Klärung beiträgt. Man hat sich dort offenbar von jeder seriösen Diskussion verabschiedet und möchte nicht mehr ernst genommen werden. Lieber verleugnet man das Problem mit statistischen Bauernfängertricks, als ehrlich über die Lösungsmöglichkeiten zu reden. Das zeigt einmal mehr, dass es keine seriösen Argumente gegen den Klimaschutz mehr gibt, sonst würde man ja nicht zu solchen Methoden greifen müssen. 

Update 17.12.: Auf meine Bitte um Stellungnahme hat der Gesamtverband Steinkohle geantwortet, dass man sich an einem Blog nicht beteiligen werde.

 


25 Kommentare zu “Steinkohle: wissenschaftlicher Durchbruch”

  1. Rainer Antworten | Permalink

    Wie konntenKlimaforscher das übersehen?

    In der Tat eine interessante Frage. Einige unter ihnen haben den Trend allerdings sehr wohl wahrgenommen und entsprechend darauf reagiert.

    Erinner wir uns an die Artikel von Keenlyside und von Wood die im Mai dieses Jahres in Nature erschienen sind:

    http://www.nature.com/...191/full/nature06921.html

    und
    http://www.nature.com/...3/n7191/full/453043a.html

    Wood schrieb dort: "...and the Intergovernmental Panel on Climate Change recently projected that, even in the next 20 years, the global climate will warm by around 0"

    Lediglich offen bleibt, wie diese Aussage zur oft propagierten unaufhaltsamen, beschleunigten Erwärmung passt.

    Beste Grüße,

    Rainer

    P.S.: Ich weiß natürlich auch, dass nur die wenigsten echten Wissenschaftler von "unaufhaltsam und beschleunigt" gesprochen haben. Das waren zumeist die Medien. Nur - offen widersprochen wird solchen Meldungen von Seiten der Klimaforschung so gut wie nie.

    [Antwort: Sie vermischen hier zwei ganz verschiedene Dinge. Bei dem Vergleich des Steinkohleverbandes geht es um den anthropogenen Klimatrend und die Messdaten aus der Vergangenheit. Bei den von Ihnen genannten Publikationen von Keenlyside und Wood geht es um die Vorhersagemöglichkeit künftiger, natürlicher Klimaschwankungen. Das Wood-Zitat ist Ihnen etwas verkrüppelt, es lautet so:


    "Climate change is often viewed as a phenomenon that will develop in the coming century. But its effects are already being seen, and the Intergovernmental Panel on Climate Change recently projected that, even in the next 20 years, the global climate will warm by around 0.2 °C per decade for a range of plausible greenhouse-gas emission levels. Many organizations charged with delivering water and energy resources or coastal management are starting to build that kind of warming into their planning for the coming decades. A confounding factor is that, on these timescales, and especially on the regional scales on which most planning decisions are made, warming will not be smooth; instead, it will be modulated by natural climate variations."

    Stefan Rahmstorf]

  2. Jürgen Bolt Antworten | Permalink

    Preisausschreiben

    Die IPCC-Prognose bezieht sich auf den Zeitraum von 1990 bis 2100 und sagt teilweise exponentielles Wachstum vorher.

    Die beobachteten Veränderungen erstrecken sich nur auf den Zeitraum bis 2006, für den auch die IPCC-Vorhersagen geringer sind. Und sie beziehen sich auf das Jahr 1987, das wärmer war als 1990 und überhaupt nicht in den Vorhersagebereich des IPCC gehört.

    Gruß und bei der Gelegenheit ein "Danke schön" für den Blog. Weiterbloggen wäre mir Preis genug - falls meine Lösung stimmt.

    [Antwort: Gratulation, Herr Bolt, Sie haben gewonnen! Wenn Sie möchten, sende ich Ihnen wahlweise eines der Bücher Der Klimawandel oder Wie bedroht sind die Ozeane. Herzliche Grüße, Stefan Rahmstorf]

  3. Rainer Antworten | Permalink

    Worin besteht der Trick ?

    Ein Lösungsvorschlag:

    Der Gesamtverband Steinkohle hat mit dem Zeitraum von 1987-2006 nur 19 Jahre betrachtet. Um offiziell von Klima sprechen zu können müssen es mindestens 30 Jahre sein. Allerdings würde man bei der Betrachtung von 1978-2008 ebenfalls auf einen Wert von 0,16 °C pro Dekade kommen.

    http://www.woodfortrees.org/...vgl/from:1978/trend

    Da fragt man sich natürlich: Wenn sich der Verband schon so "angreifbar" mancht, warum dann nicht vernünftig. Wenn man z.B. die letzten 10 Jahre betrachtet kommt man sogar zu einer leichten Abkühlung (-0,00068 p.a.). Aber das wäre ja unfair. 1998 war schließlich Super El Nino.
    Hier mal die Trends ab 1999:

    seit 1999 +0,007 °C p.a.
    seit 2000 +0,002
    seit 2001 -0,011
    seit 2002 -0,019
    seit 2003 -0.024
    seit 2004 -0,031
    ...

    Mit etwas besserem Marketing hätten sie also von einer Trendumkehr seit 2001 sprechen können. Etwas "verwegener" vielleicht auch von einer sich beschleunigenden Abkühlung...

    Aber was erwartet man schon von der Kohleindustrie. Sind halt doch alles Lobbyisten und von Exxon geschmiert :o)

    MFG

    Rainer

    [Antwort: Ihre Trendwerte kann ich nicht nachvollziehen. Für die letzten 10 Jahre (also 1999-2008) komme ich auf +0.11 in den Hadley-Daten und +0.17 Grad/Dekade in den GISS-Daten. Der Unterschied zwischen beiden rührt daher, dass die Hadley-Daten die Arktis weitgehend ausklammern, wo in den vergangenen 10 Jahren die größte Erwärmung stattgefunden hat (siehe realclimate dazu).

    Sie müssen auch die Schätzfehler bei so kurzen Trends berücksichtigen; bei einem 10-Jahrestrend beträgt der Fehler +/- 0.2 Grad/Dekade (2-sigma), daher sind solch kurze Trends nicht besonders aussagekräftig. Stefan Rahmstorf]

  4. Karl Mistelberger Antworten | Permalink

    Adventsrätsel

    Der Steinkohleverband zeigt die Temperaturen in der mittleren Troposphäre und hier die zweifelhaften Daten der University of Alabama.

    Die IPCC-Szenarien beziehen sich auf die Erdoberfläche.

  5. Jürgen Winkler Antworten | Permalink

    Plumper Ablenkungsversuch

    Herr Schirmer, ehrenamtlicher Hauptmann des Bremer Deichverbandes Rechts der Weser und Professor an der Universität Bremen, sprach in einem Vortrag zum Thema Klimawandel, Anstieg des Meeresspiegels und Küstenschutz in Bremerhaven davon, dass der Klimawandel kein Science Fiction Märchen von Übermorgen ist, sondern das wir uns mitten darin befinden. Klimatisch befänden wir uns in einer Warmzeit, zu der aufgrund menschlicher Einflüsse noch einmal eine kräftige Warmzeit hinzukomme. Eine Klimasituation wie diese habe es in der Menscheitsgeschichte noch nicht gegeben.

    Anhand der CO2-Verlaufsdaten, wie sie aus den Analysen von Eisbohrkernen über Zeiträume von zigtausend Jahren bekannt sind kann man erkennen, dass die "natürlichen Schwankungen", inklusive der Extreme während der Warm- und Eiszeiten, sich immer um ein annähernd waagerecht verlaufendes Mittel bewegt haben. Erst seit dem 19. Jahrhundert beginnen die Verlaufskurven der Klimagaskonzentrationen in der Atmosphäre und der mittleren globalen Temperatur sprunghaft anzusteigen. Das bestätigt die Aussage Herrn Schirmers. Die aktuelle mittlere globale Temperatur liegt bereits weit oberhalb des bisherigen bekannten Maximums.

    Vor diesem Hintergrund ist die Argumentation des Gesamtverbands Steinkohle, auf Grundlage der Daten einiger weniger Jahre am "unteren Rand der Bandbreite", ein plumper Versuch von der Realität abzulenken. Mit einem wissenschaftlichen Durchbruch hat das absolut gar nichts zu tun. Ob die treibhausbedingten Klimaänderungen am unteren- oder am oberen Ende der vom IPCC genannten Bandbreite stattfinden, hängt entscheidend davon ab, ob die Weltgemeinschaft jetzt die richtigen Maßnahmen ergreifen wird (unterer Rand ...), oder ob sie weitermacht wie bisher (... oberer Rand der Bandbreite).

  6. Eddy Antworten | Permalink

    Ich hab gewonnen

    http://www.skepticalscience.com/...servations.html

    Krieg ich nun den Preis oder nicht?! ;-)))

    "Wer zuerst die richtige Erklärung liefert, der bekommt vielleicht sogar einen Preis! Vielleicht auch nicht. Denn auf Prognosen von Klimaforschern ist ja bekanntlich kein Verlass..."

    :-)))

  7. Michael Krüger Antworten | Permalink

    @Jürgen Winkler

    *Herr Schirmer, ehrenamtlicher Hauptmann des Bremer Deichverbandes Rechts der Weser und Professor an der Universität Bremen, sprach … Eine Klimasituation wie diese habe es in der Menscheitsgeschichte noch nicht gegeben.*

    Der Mann sollte sich einmal mit der Klimageschichte von Bremen beschäftigen.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/...-eiszeit/

    Warmzeiten hatten wir in der Menschheitsgeschichte im Mittelalter, zur Römerzeit, nach der letzten Eiszeit (Holozän-Optimum), im Eem (Eem-Warmzeit), …

    Das Holozän-Optimum und die Eeem-Warzeit waren weitaus wärmer als heute.

  8. Michael Krüger Antworten | Permalink

    @Jürgen Winkler - Nachtrag

    Dr. Michael Schirmer ist seit Juli 2006 im Vorruhestand.

    Dr. Michael Schirmer ist Dipl.-Biol. (Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft).

    Die Abteilung Aquatische Ökologie ist aufgelöst!

    http://www.limnologie.uni-bremen.de/

    Er „arbeitet“ jetzt von seinem Wohnsitz in Bremen-Borgfeld aus.

  9. Eddy Antworten | Permalink

    @Herr Rahmstorf (kurze Trends)

    Lieber Herr Rahmstorf,

    "Sie müssen auch die Schätzfehler bei so kurzen Trends berücksichtigen; bei einem 10-Jahrestrend beträgt der Fehler +/- 0.2 Grad/Dekade (2-sigma), daher sind solch kurze Trends nicht besonders aussagekräftig. Stefan Rahmstorf]".

    Man darf nicht vergessen, dass solche Trends, wie heute von 1980 bis 2008 auch nicht in allen späteren Rekonstruktionen ersichtlich wären (Eisbohrkerne, Baumringe usw.). Vor allem die Spitzen der heutigen Erwärmung würden wohl im Langzeit"trend" untergehen, vorausgesetzt das Klima würde sich ab jetzt wieder leicht abkühlen?

    Zu ihren Erklärungen bzw. die von Herr Neu und denen von Herr Pielke, würde ich sehr gerne einmal ganz genau auf Deutsch von Ihnen erklärt bekommen, warum Herr Pielke sich irrt (dass die Projektionen des IPCC von 1990 überzogen waren).

    Auf Englisch kann ich leider nicht alles so genau nachvollziehen und ich muss ihnen gestehen, dass wenn ich ihre Sichtweise, wie in der Graphik in meinem obigen Link, mit der von Herr Pielke aus diesem Jahr vergleiche, habe ich den Eindruck, als wollte entweder der eine oder der andere mich veräppeln.

    Den Unterschied müsste man doch auch dem Laien erklären können.

    Und noch kurz zu der Arktis. Da diese nur einen minimalen Teil der Erdoberfläche ausmacht, kann sie doch kaum den Unterschied zwischen Gut bund Böse ausmachen, oder sehe ich das falsch?

    Hochachtungsvoll
    Eddy

    [Antwort: Die Szenarien des 1. IPCC-Berichts von 1990 zeigen nur den Effekt der steigenden Treibhausgaskonzentration, ohne Berücksichtigung der abkühlenden Wirkung der Luftverschmutzung durch Aerosole. Deshalb liegen die Werte deutlich höher als die der drei folgenden Berichte, in denen umfassendere Szenarien für den Effekt von Treibhausgasen und Aerosolen präsentiert wurden. Stefan Rahmstorf]

  10. Thomas Weber Antworten | Permalink

    Details

    Ich denke so niedrig wie in Ihrer Grafik gezeichnet wird der 2008er Wert gar nicht ausfallen (November war ja schon etwas höher).

    Die Emissionszahlen bis einschließlich 2006 (mit recht genauen Schätzungen für 07 und 08) sind bekannt - sie liegen ja noch über den worst case Fällen des IPCC. Daher finde ich, dass Sie den grauen Bereich nach unten arg kulant weit gewählt haben, eigentlich hätte man nur das bislang beobachtete Emissionsszenario und die Unsicherheit der Prognosen bzgl. dieses Szenarios wählen dürfen.

    Also müsste man die blaue Hadley-Kurve nicht mit allen gestrichelten Linien, sondern nur mit den oberen beiden vergleichen, inklusive Modellunsicherheit. Und da liegt sie dann wohl am unteren Rand des prognostizierten Bereichs.

    [Antwort: Das wäre ein anderer Vergleich, der auch interessant wäre. Wie wir in Science gezeigt haben, folgt die CO2-Konzentration trotz der hohen Emissionen ziemlich genau den Szenarien: "The level of agreement is partly coincidental,
    a result of compensating errors in industrial
    emissions and carbon sinks in the projections". Allerdings müsste man für einen sinnvollen Vergleich mit dem Temperaturverlauf das Gesamtforcing nehmen, nicht nur CO2, und dann wird es deutlich komplizierter. Diese Analyse habe ich nicht gemacht, aber ich vermute, die Unsicherheit im Gesamtforcing dürfte so groß sein, dass man keine Rückschlüsse etwa auf die Klimasensitivität aus diesen Daten ziehen könnte. Stefan Rahmstorf]

  11. Michael Krüger Antworten | Permalink

    @Prof. Rahmstorf - IPCC-Szenarien

    Gibt es die IPCC-Szenarien irgendwo als Datensätze?

    Die aus den 3. IPCC-Bericht (von 2001) liegen Ihnen anscheinend vor, wie man der Abb. in der Auflösung entnehmen kann. Warum verwenden Sie nicht die aktuellen Szenarien aus den 4.IPCC-Bericht von 2007? Gibt es die irgendwo herunter zu laden?

    [Antwort: Lieber Herr Krüger, auf jeden Fall verfügbar sind die Ergebnisse der einzelnen Modelle, die für den 4. IPCC-Bericht verwendet wurden, hier. Ich habe leider nicht die aggregierten Daten, die der Abbildung SPM-5 des IPCC zugrunde liegen, aber man kann sie sicher durch Anfrage beim IPCC bekommen. Ich habe die Kurven des 3. Berichts benutzt, weil die alten und neuen Modelle sich nicht signifikant unterscheiden, weil die Szenarien des 4. Berichts erst im Jahr 2000 starten (und sich daher nicht sinnvoll mit Beobachtungsdaten vergleichen lassen), und weil wir den Vergleich mit dem 3. Bericht in Science publiziert hatten und ich damit auf ein wissenschaftlich begutachtetes Paper zurückgreifen konnte. Stefan Rahmstorf]

  12. Thorsten Seifert Antworten | Permalink

    Kälte

    @ Michael Krüger

    "Der November war nach den Daten des Hadley Centre kälter als der Oktober!"

    Richtig müsste es heissen: Der November war deutlich wärmer als der Referenzwert (und nur das ist entscheidend), aber nicht ganz so warm wie der Oktober!

    "Und der Winter ist derzeit kalt!"

    Herr Krüger, das Thema des Forums ist ein anderes. Beginnen Sie jetzt bitte nicht wieder die leidige Diskussion darüber, wie kalt es momentan in Hintertupfingen ist.

  13. Eddy Antworten | Permalink

    @Thorsten Seifert

    Hallo,

    Sie sind aber lustig. Da schreibt jemand : "Ich denke so niedrig wie in Ihrer Grafik gezeichnet wird der 2008er Wert gar nicht ausfallen (November war ja schon etwas höher)."

    Worauf jemand antwortet:

    "Wie kommen Sie darauf? Der November war nach den Daten des Hadley Centre kälter als der Oktober!"

    Und Sie antworten:

    "Herr Krüger, das Thema des Forums ist ein anderes. Beginnen Sie jetzt bitte nicht wieder die leidige Diskussion darüber, wie kalt es momentan in Hintertupfingen ist."

    Und ich dachte man sollte erst einmal 30 Jahre abwarten, bevor man von einem Trend redet?

    http://www.junkscience.com/MSU_Temps/MSUvsRSS.html

    Egal was man sonst zu den Graphiken sagen könnte, die letzten 10 Jahre lassen weder die Aussage zu, dass sich die Erwärmung beschleunigt, noch dass sich das Klima abkühlt.

    Anscheinend braucht das Klima rund 30 Jahre um langfristig auf Schwankungen der Sonnenaktivität zu reagieren.

    Wieso kann man dann aber anscheinend heute schon sagen 1) dass sich die Erwärmung trotzdem beschleunigt und 2) dass die Sonnenaktivität vernachlässignar ist? Und 3), wieso darf niemand sagen, dass sich das Klima seit 1998 nicht mehr weiter erwärmt hat?

    Wieso kann man in Graphiken die Daten von 1998 einfach eliminieren, wogegen jeder Hinweis auf nackte Tatsachen anscheinend ein Leugnen ist, oder wieso werden die Daten ab 2000 immer fälschlicherweise höher wiedergegeben (als Trend)?

    Wieso darf die Klimahypefraktion jeden Monat, der anscheinend wärmer als der Durchschnitt war, herausposaunen, wogegen eindeutig anomale kalte Bedingungen verschwiegen werden sollen?

    Überschwemmungen in Rom, obschon man defacto bloss darauf gewartet hat, passiert sind sie nicht, aber Millionen Menschen ohne Strom durch Kälteinbrüche weltweit, das ist ein zu heisses Eisen für die Presse! ;-))) Tornados auf Mallorca durch Kälteeinbruch:

    http://www.martin-boose.de/...s-auf-mallorca-2008/

    (noch einmal um es klar zu stellen, DURCH KÄLTEEINBRUCH)

    Vielleicht sollte man einfach mehr für den Klimaschutz tun, vor allem schnell, überstürzt und unüberlegt?

    http://www.oekotest.de/....cgi?doc=lamp-gesundheit

    Liebe Grüsse
    Eddy

  14. Thomas Weber Antworten | Permalink

    @Michael Krüger

    *2008/10 0.438
    2008/11 0.387*

    ..die Werte sind völlig richtig. Zugegeben ich weiß nicht, wie die Jahresprognose berechnet wird. Aber da der November über dem bisherigen Jahresschnitt liegt (der Oktober natürlich auch) hätte ich gedacht, er zieht den Wert eher nach oben.

    Meine Anmerkung aber bleibt, dass als Referenzwert nur die oberste gestrichelte Kurve (und ihr Modellrisiko) dienen dürfte. Der breite graue Bereich scheint mir zusätzlich zum Modellrisiko auch noch die Emissionsunsicherheit zu enthalten - aber die Emissionsdaten sind relativ gut bekannt, sie liegen über dem worst case.

  15. Michael Krüger Antworten | Permalink

    @Seifert

    *"Und der Winter ist derzeit kalt!"

    Herr Krüger, das Thema des Forums ist ein anderes. Beginnen Sie jetzt bitte nicht wieder die leidige Diskussion darüber, wie kalt es momentan in Hintertupfingen ist.*

    Ich dachte Teil der Diskussion wäre die Temperatur des Hadley Centre für 2008.

    Zitat aus dem Beitrag

    *Der Wert für 2008 ist vorläufig und beruht nur auf den Messdaten bis einschließlich Oktober 2008.*

    Darf ich dazu nicht schreiben, dass der Nov. kälter war als der Okt. und der Dez. vermutlich auch kälter werden wird als der Okt.? Die NOAA-Prognosen sagen jedenfalls für 2009 wieder einen La Nina voraus.

    Würde mich nicht wundern, wenn der La Nina erneut für die sinkende Globaltemperatur herhalten muss.

  16. Karl Mistelberger Antworten | Permalink

    Trostpreis - Überraschung

    Der Vorhersagebereich der IPCC-Projektionen war ja hier schon einmal ein ausführlich diskutiertes Thema: http://www.wissenslogs.de/...ermung-vorbei/page/12

    So dachte ich, dass mein verspäteter Hinweis erst an X-ter Stelle aufscheinen würde und ich darauf verzichtet habe. Die große Überraschung war für mich, dass in den Kommentaren jeglicher Hinweis auf diesen Artikel fehlte.

    Ohne die richtige Auflösung von Herrn Bolt hätte ich mich über meine voreilige Einschätzung auch noch ärgern müssen.

  17. Raimund Leistenschneider Antworten | Permalink

    Adventsrätsel und Klimaforscher

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    was die Klimaprognosen des IPCC wert sind, wissen Sie als Insider wohl recht gut. Inwieweit Sie dieses verlautbaren können und wollen, obliegt Ihrer Entscheidung. Über die Wertigkeit der Berechnungen sei nur beispielhaft an die (unsinnigen) Flusskorrekturen zur Kopplung der unterschiedlich ablaufenden Modelle erinnert.

    [Antwort: Wie Sie dem IPCC-Bericht entnehmen können (Tabelle 8.1) verwenden 17 der für den Bericht analysierten 23 Modelle keine Flusskorrekturen. Stefan Rahmstorf]

    Was für den Temperaturanstieg und die gegenwärtig fallenden Temperaturen verantwortlich ist, wurde in diversen Vorgängerblogs von mir ausführlich dargelegt. Für die Blogteilnehmer, folgende Prognosen des IPCC, um sich selbst ein Bild über die Konsistenz der Postulate zu machen. Da ich keine Tabelle einfügen kann, die Zahlenreihen:

    Bericht 1988 (Dekadenerwärmung bis 2100: 0,8°C, Temperaturanstieg bis 2030: 3°C, Meeresspiegelanstieg in cm: 20 – 150).
    Bericht 1990: Dekadenerwärmung bis 2100: 0,19 – 0,52°C, Temperaturanstieg bis 2030: 1,2°C, Meeresspiegelanstieg in cm: 13 – 110 ).
    Bericht 1995 (Dekadenerwärmung bis 2100: 0,1 – 0,35°C, Temperaturanstieg bis 2030: 0,8°C, Meeresspiegelanstieg in cm: 13 – 94 ).
    Bericht 2001: (Dekadenerwärmung: 0,14 – 0,58°C, Temperaturanstieg bis 2030: 0,6°C, Meeresspiegelanstieg in cm: 9 – 88).
    Bericht 2007: (Dekadenerwärmung bis 2100: 0,11 – 0,64°C, Temperaturanstieg bis 2030: 0,4°C, Meeresspiegelanstieg in cm: 18 – 59).

    Die Werte, bzw. Bandbreiten sind jedes Mal grundverschieden. Als Tipp für die Herren des IPCC; die Klimaprognosen könnten für die Weltgemeinschaft, sprich Steuerzahler, günstiger ermittelt werden und, wie die Auflistung zeigt, mit Sicherheit nicht ungenauer, wenn dazu beispielsweise zur Ermittlung reine Abschätzungen (ohne den Versuch der wissenschaftlichen Untermauerung) vorgenommen würden. Zumindest wäre das Ganze aus meiner Sicht dann glaubwürdiger, weil der Betrachter die Prognosen wahrheitsgetreuer zuordnen könnte.

    I.ü. ist es kein „Blödsinn“, wie Sie es ausdrücken, Messreihen der Zukunft mit denen der Vergangenheit zu vergleichen, da die IPCC bereits seit 1988 ihre Prognosen „vom Stapel“ lässt, was in 2008 Vergangenheit ist, war in 1990 Zukunft und somit, die Postulate von 1990, über einen Zeitraum von zumindest 18 Jahren mit der Realität verglichen werden können. Es ist nämlich „Blödsinn“ Herr Professor, wenn Sie die Blogteilnehmer über Signalworte abhalten möchten, Dinge nicht mehr zu hinterfragen und mit solchen Signalworten, gesetzte, nicht anzuzweifelnde Antworten, verbreiten zu wollen.

    „Das seltsame "bzw." in dem Zitat…“

    Wieder so ein suggestives Signalwort von Ihnen: „seltsam“. Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf, über Ihre physikalischen Kenntnisse und daraus abgeleitet, Ihre Gratifikation als Klimaforscher, konnte ich mir bereits in den diversen „Streitgesprächen“ mit Ihnen ein ausführliches Bild machen. Weiter scheinen Sie in der deutschen Sprache die Oberflächlichkeit zu bevorzugen. Das Wort „bzw.“ deutet mitnichten auf die Schlussfolgerung von Ihnen hin (der Unredlichkeit), sondern stellt im Anwendungsfall eine ODER-Verknüpfung dar, die besagt, dass sowohl in der Vergangenheit, als auch für die Zukunft, die Temperaturen sich im unteren Vorhersagebereich aufgehalten haben, bzw. aufhalten werden. Anmerkung: Selbst dies wird (Zukunft, damit Sie es nicht verwechseln) nicht zutreffen, da auf Grund schwacher Sonnenaktivität in den nächsten 30 Jahren (zu den 30 Jahren davor) die Temperaturen fallen werden (Sie erinnern sich vielleicht, ich hatte Ihnen in dem Blog „Ende der Schmelzsaison“ eine lukrative Wette in Höhe von 5.000€ angeboten).

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf, da Sie uns ein Adventsrätsel mit auf den Weg gaben, möchte ich es nicht versäumen, auch Ihnen ein solches Rätsel mit auf den Weg zu geben: Wie konnte es die Gilde der Klimaforscher übersehen, dass die CO2-Messkurven (Mauna Loa) von der NOAA manipuliert, sprich gefälscht sind – es gibt kein anderes Wort dafür und Herr Professor, ich habe die Beweise dafür. Sie dürfen mir glauben, dass dies keine bloße Angabe ist. Das Gleiche gilt i.ü. auch für die Methankurve, die angeblich seit ca. 1 Jahr wieder ansteigen soll. Warum die NOAA so etwas macht, brauche ich (und es kam nicht zufällig ein Kollege ins Büro) wohl nicht zu fragen! Viele Grüße RL.

  18. Michael Krüger Antworten | Permalink

    @Prof. Rahmstorf – Nachfrage

    Vor kurzem hatten Sie darauf hingewiesen

    *[Antwort: Wir betreiben diesen Blog neben unserer normalen Arbeit - de facto also in unserer Freizeit,…*

    http://www.wissenslogs.de/...lzsaison#comment-6119

    Hier in der Auflösung schreiben Sie hingegen

    *Ein Kollege kam zufällig in mein Büro, als ich die Steinkohle-Grafik auf dem Schirm hatte, und sagte dazu:…*

    Wird der Blog nun in der Freizeit betrieben, oder vom Büro aus? Zweites würde mich sehr nachdenklich stimmen.

  19. Eddy Antworten | Permalink

    @Herr Rahmstorf

    Hallo noch einmal,

    Hier war die Diskussion bei dem Klimatologen R. Pielke Junior:

    http://sciencepolicy.colorado.edu/..._of_1990.html

    Herr Pielke ist kein Klimaskeptiker, noch ist er ein böser Mensch, der nicht an seine Kinder denkt.

    Seine Graphik gleicht aber sehr sehr auffällig derjenigen der Kohlekraftlobby. Mit Bauernfängertricks, denke ich, hat Herr Pielke aber nichts am Hut.

    Das einzige, was man ihm, soweit ich es bisher verstand, vorwerfen konnte, war, dass die letzten 10 Jahre kein Langzeittrend sind.

    Soviel versteht aber auch der interessierte Laie, bzw. ich. Was hat denn ihre gepostete Graphik mit der von Herr Pielke zu tun?

    Herr Pielke kommentierte bei Realclimate folgendes:

    "Gavin- A further comment. Based on your analysis is it fair to conclude that linking the 2007 NH sea ice melt to long-term climate change is equally as misguided as comparing an 8-year record of global temperatures to long-term climate change?"

    Das scheint also das einzige Problem mit der Graphik zu sein?

    Ich würde mich wirklich sehr um eine korrekte Aufklärung dieses Sachverhaltes freuen, der mich doch so sehr an ihrer und realclimates Glaubwürdigkeit zweifeln lässt, mit Verlaub.

    Ich lese ja was sie schreiben, aber erlaube mir auch den Rest zu lesen, und in diesem Licht erscheint mir ihre Kritik recht unfair.

    Machen Sie mich doch bitte vom Skeptiker zum Wissenden!!!!

    Hochachtungsvoll
    Eddy

    [Antwort: Die Grafik von Pielke zeigt den Vergleich der Messdaten mit den Szenarien aus dem 1. IPCC-Bericht von 1990. Wie ich schon oben gesagt habe, waren dies Szenarien allein für den Effekt von Treibhausgasen (ohne abkühlende Wirkung der Aerosole), daher waren sie zu warm.

    Pielke vergleicht aber korrekt den Zeitraum 1990-2007 der Szenarien mit dem Zeitraum 1990-2007 der Messdaten - im Gegensatz zum Steinkohleverband, dessen Vergleich deshalb falsch ist, weil er verschiedene Zeiträume vergleicht. Aus dem Vergleich des Steinkohleverbandes kann man (bei gutem Willen) lediglich folgern, dass der IPCC für die Zukunft eine raschere Erwärmung erwartet, als sie in der Vergangenheit stattgefunden hat. Dazu muss man sich aber nur die Kurven des IPCC ansehen, da sieht man dies sofort. Stefan Rahmstorf]

  20. Robert Antworten | Permalink

    Es ändert sich was...

    Ich lebe zur Zeit in Kolumbien mit meiner Frau. Kolumbien ist nicht gerade ein Land, wo Umweltschutz oder nachhaltige Nutzung von Resourcen an erster Stelle stehen, ganz im Gegenteil. Aber das Land hat besonders dieses Jahr mit Wetterextremen zu kämpfen, die in dieser Form noch nicht aufgetreten sind. Es regnet und regnet (obwohl die offizielle Trockenzeit begonnen hat), der Magdalenenfluss ist mehrmals über die Ufer getreten, hunderttausende Menschen sind betroffen, viele Familien haben alles verloren. Die globale Erwärmung wird hier als Realität anerkannt (übrigens auch von der Weltbank, die ausgerechnet hat, was in den nächsten Jahrzehnten wegen der Klimaveränderung an finanziellen Ausfällen auf Lateinamerika zukommt, z.B. wegen geringerer Produktion in der Landwirtschaft und schrumpfender Fischbestände als Folge des massiven Korallensterbens in der Karibik aufgrund der Erwärmung des Meerwassers-20% der Korallen sind seit 1980 abgestorben). Und heute war ein Artikel in der Tageszeitung, die "El Tiempo", über zunehmende Probleme mit dem Meeresspiegel in Cartagena. Die Stadt liegt direkt am Meer, zunehmend werden Plätze und Strassen überflutet (das Meereswasser drückt über die Kanalisation in die Stadt). Cartagena besteht schon seit einigen hundert Jahren, aber dieses Phänomen ist neu.

    So viel im Moment.

    Viele Grüsse,

    Robert

  21. Luegendetektor Antworten | Permalink

    @Robert

    "Aber das Land hat besonders dieses Jahr mit Wetterextremen zu kämpfen, die in dieser Form noch nicht aufgetreten sind."

    "...nicht aufgetreten sind"? Auf wie viele tausend Jahre blicken Sie zurück, um diese Aussage zu verifizieren?

    "Die globale Erwärmung wird hier als Realität anerkannt"

    Der Klimawandel ist so normal wie die Schrägstellung der Erdachse. Mal wird es wärmer. mal wird es kälter, mal schneller, mal langsamer.

    "(übrigens auch von der Weltbank, die ausgerechnet hat, was in den nächsten Jahrzehnten wegen der Klimaveränderung an finanziellen Ausfällen auf Lateinamerika zukommt, z.B. wegen geringerer Produktion in der Landwirtschaft und schrumpfender Fischbestände als Folge des massiven Korallensterbens in der Karibik aufgrund der Erwärmung des Meerwassers-20% der Korallen sind seit 1980 abgestorben)."

    Wie viel Prozent diese Veränderung führen Sie auf die Erwärmung zurück (und nicht durch Überfischung)? "geringerer Produktion in der Landwirtschaft"? im Vergleich zu welchem Zeitraum, 100 Jahre?

    "Cartagena besteht schon seit einigen hundert Jahren, aber dieses Phänomen ist neu."

    Sie müssen in geologischen Zeiträumen rechnen. Da sind "einige hundert Jahre" weniger als ein Wimpernschlag.

  22. Albrecht Glatzle Antworten | Permalink

    @Raimund Leistenschneider

    Danke für Ihren Kommentar! Aus beruflichen Gründen bin ich an Ihrer Recherche, wonach der angebliche Wiederanstieg der Methankurve seit einem Jahr eine Fälschung sein soll, höchst interessiert. Wären Sie so gut und würden Sie mir die Begründung dafür (website oder Veröffentlichung) an folgende E-Mail-Adresse schicken?: aglatzle@chaconet.com.py Danke!

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