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2012, Roland Emmerich und der nahe Weltuntergang

von Lars-C. Depka, 17. November 2009, 14:49

Man schafft es einfach nicht. Es existiert kein Vorbeikommen: Mehr als 1,1 Mio. Besucher zum Auftakt in Deutschland, über 12 Mio. Einspielergebnis, weltweit über 225 Mio. Dollar. Das Weltuntergangszenario des Roland Emmerich scheint sich zum DEM Blockbuster des Winters zu mausern und fast jeder entdeckt plötzlich in sich eine gewisse Affinität zu einem historisch überlieferten astronomischen Kalendersystem der Maya. Genau genommen beginnt an diesem frühen Punkt der wissenschaftlichen Betrachtung des Kalenderphänomens schon die erste Ungenauigkeit. Der Begriff der Maya umschließt Ursprünglich eine Gruppe indiginer (also einheimischer, um den möglicherweise politisch nicht mehr ganz korrekten Begriff der eingeborenen Menschen zu vermeiden) Völker, und auch, wenn Experten aktuell auffallend häufig in diesem Zusammenhang von einer oder der Maya-Kultur sprechen, stehen hinter dieser Kultur doch verschiedene Völker mit z.B. einander mehr oder weniger eng verwandten Maya-Sprachen.

Noch ein wenig gruseliger wird es, wenn „Kapazitäten“ öffentlich über den fiktiven Ansatz Emmerichs hinaus, mannigfache Weltuntergangszenarien zusammenphantasieren, in zahlreichen Internetforen, Büchern oder TV-Sendungen darüber debattieren und solcherlei pseudowissenschaftlicher Impromptus auf nahrhaften Boden treffen. (Zwar ist dieser Ausdruck aus der Musik entlehnt, aber auch die in diesem Zusammenhang immer wieder vorgebrachten „Beweisketten“ folgen einem festgelegten, immer gleichen Aufbau von Unwahrheiten, Halbwissen und Behauptungen.)

Im zuge dessen hinterlässt bei mir einen ganz besonders bleibenden Eindruck der deutsche „Astrophysiker und frühere NASA-Berater“ Dr. Dieter Broers, der mit folgenden Worten zitiert wird: 2012 bringt der Menschheit einen Evolutionssprung. Mal abgesehen davon, ob wir diesen Sprung nun gut gebrauchen können, oder nicht, macht mich bei Dr. Broers gleich mehrererlei stutzig. So hat er einige esoterische Werke verfasst, in denen naturwissenschaftliche Befunde mit typisch sibyllinischem Gedankengut vermischt und zumindest umstrittene Sachzusammenhänge erzeugt werden. Je nach Fragestellung, die gegenwartsnah gerade von und durch ihn beleuchtet wird, wechselt zudem seine Berufsbezeichnung. Im obigen Zitat noch als Astrophysiker vorgestellt, bezeichnet er sich auf seiner Homepage als Biophysiker. Desweiteren steht er in Verdacht, wenigstens einen, wenn nicht gar beide von ihm geführten Doktortitel (einen ehrenhalber) möglicherweise kommerziell erworben zu haben. Den schon erwähnten Evolutionssprung belegt er übrigens mit dieser ganz erstaunlichen Feststellung:  Aller Voraussicht nach erwartet uns bis zum Jahr 2012 - dann ist unser gegenwärtiger Sonnenzyklus auf dem Maximum - eine außerordentlich extreme Sonnenaktivität. Dummerweise machte er Anfang des Jahres (als Emmerichs Film in Deutschland noch nicht angekündigt war) genau das Gegenteil aus. Grund sei, dass sich die Hauptaktivität der Sonne auf der erdabgewandten Seite abspiele. Dies könne man mit „Stereosatelliten" erfassen. Entsprechende Informationen würden der Öffentlichkeit jedoch vorenthalten und die NASA würde dazu ins Internet gestellte Bilder nachträglich manipulieren. Die Aktivität würde durch ein hinter der Sonne befindliches großes Objekt ausgelöst bzw. auf die Sonnenrückseite begrenzt, Broers zufolge die einzig sinnvolle Erklärung.

 

Prognostiziertes Maximum des aktuellen Sonnenzyklus

 

Nun, da sich die einzig sinnvolle Erklärung offenkundig in Luft aufgelöst zu haben scheint, und die Sonnenfleckenaktivität wie auch der Maya-Kalender zu den nachprüfbaren Fakten zählen, ist es vielleicht an der Zeit, sich ihnen auch zuzuwenden.

Im Falle der Sonnenflecken reicht dazu ein Blick in die veröffentlichten Prognosen zahlreicher Sonnenobservatorien, denen zufolge sich das für 2012 bzw. 2013 zu erwartende Maximum nicht wesentlich von den vorausgegangenen unterscheidet. Die im Mai veröffentlichte NOAA Vorhersage sieht sogar mit täglich maximal 90 Sonnenflecken den schwächsten Zyklus seit 1928 voraus.

Und auch die historische Einordnung des Maya-Kalenders scheint einer Neubewertung unterzogen werden zu müssen, denn allgemein anerkannt erlebte die Maya-Kultur in der Zeit vom 3. bis etwa 9. Jahrhundert nach Christus ihre kulturelle Blütezeit, wonach die Volksstämme eine relativ kurze Periode heftiger soziologischer Degeneration durchlebten, an deren Ende schließlich die kollabierende Gesellschaft stand. Diese Datierungen fußen im wesentlichen auf Quellen der spanischen Kolonialherren aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Ein geoinformationswissenschaftlicher Vergleich der bisherigen Datierungen mit einer unter dem Namen „Dresdener Kodex“ bekannten umfangreichen Abschrift des Maya-Kalenders, der (anders als die Berichte der Kolonialisten) religiöse Kulte und ihre astronomischen Merkmale (wie Sonnenstände, Sonnen- und Mondfinsternisse oder Venussichtbarkeiten) auflistet, kommt zu einem anderen Ergebnis.

Eine Neudatierung der Ereignisse sei demnach vorwiegend vor dem Hintergrund der gleichzeitig auftretenden Wintersonnenwende und des Neumondes vorzunehmen. Dazu zeigte sich die Venus das erste Mal in einem neuen Zyklus als Morgenstern, eine Kombination, die in ihrer Seltenheit in dem Maya-Kalender Erwähnung fand. Nach heutiger Zeitrechnung trat die Konstellation am 19. Dezember 830 auf, satte 208 Jahre später als nach derzeit gültiger Lehrmeinung angenommen. Geht es nach dem Maya-Kalender (und unterstellt man gleichzeitig, dass er mit diesem Datum tatsächlich „aufhört“), sollten uns also noch weitere 208 Jahre vergönnt sein und sich der Weltuntergang in das Jahr 2220 verschieben. Allerdings ist in Fachkreisen derzeit diese hypothetische Neudatierung fast genauso umstritten, wie irgendein Weltuntergangsszenario, sei es nun 2012 oder 2220. (Und um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich hat die hier erwähnte Forschungsarbeit nicht zum Ziel, den Weltuntergang anhand des Maya-Kalenders neu zu datieren.)

Bleiben also die astronomischen Fakten, mit denen sich auch Emmerichs Film in fiktiver Weise beschäftigt. Doch zuvor sei noch darauf hingewiesen, dass der Kalender der Maya natürlich nicht mit dem 21.Dezember 2012 „aufhört“. Im Gegenteil, markiert dieses Datum lediglich das Ende einer langperiodischen Zählweise des Maya-Kalenders, dem sogenannten Baktun. Ein Baktun entspricht ca. 394 Jahre unserer Zeitrechnung und genauso, wie unser Wandkalender nach dem 31.12 eines jeden Jahres nicht aufhört zu existieren, sondern mit dem 01.01. eines neuen Jahres weitergeführt wird, schließt sich am Ende des Baktun 13 (in dem wir uns nach Maya Zeitrechnung noch befinden) eine neue Zählperiode an. Der Kalender endet also nicht im Dezember, sondern lediglich eine Periode des Kalenders, der sich allerdings nahtlos der Beginn einer neuen Zählperiode anschließt. Von Weltuntergang also auch im Maya-Kalender keine Spur.

Etwaige astronomische Fakten, die den angeblich bevorstehenden Weltuntergang nicht nur vorhersagen, sondern gleichzeitig auch beweisen, lassen sich noch schneller abhandeln. Sie existieren nämlich nicht. Weder Planet X, noch der im Film erwähnte Nibiru. Sollte sich ein derartiges Objekt tatsächlich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden, und es seinen Einschlagtermin 21.12.2012 nicht verpassen wollen, wäre es zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich schon mit bloßem Auge zu sehen, mittels Amateurausrüstung ganz sicher jedoch schon seit einigen Jahren, ganz zu schweigen natürlich von der relativ gut strukturierten Himmelsdurchmusterung der erdnahen Umgebung, in der sich Planet X vor dem Hintergrund des relativen Zeitdrucks, in dem er sich befindet, aufhalten müsste.

Schematische Darstellung des auf das Magnetfeld treffenden Sonnenwindes

Eine Aufreihung der Planeten „hintereinander“ ist bis 2012 ebenfalls nicht zu erwarten, sofern es bis dahin weiterhin nach Keplers Gesetzen zugeht. Und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass dem nicht so sein sollte, hat die Erde eine solche Planetenparade schon in jüngster Vergangenheit überaus unbeschadet überstanden. Im Frühjahr 2000 standen die Planeten von der Erde aus betrachtet fast genau hintereinander. Für den Fall, dass sie nun genau hintereinander stünden, sind die Gezeitenkräfte, die der Mond und in einem geringen Maße die Sonne auf die Erde ausüben und damit Ebbe und Flut erzeugen, über 10.000 Mal stärker als die aller Planeten zusammengenommen. Türmen Sonne und Mond einen Flutberg von fünf Meter Höhe auf, so können ihn die Planeten im Extremfall gerade mal um einen halben Millimeter erhöhen.

Ein Polaritätswechsel des Erdmagnetfeldes ist nicht nur theoretisch denkbar. Dass Nord- und Südpol eines Tages wieder auf Wanderschaft gehen, ist nur eine Frage der Zeit: In den vergangenen 400 Millionen Jahren, so der derzeitige Forschungsstand, ist das bereits mehrere hundert Mal geschehen, ebenfalls (wie ein Blick durch Ihr Fenster vermutlich bestätigen wird) ohne den Planeten zu zerstören. Selbst für den schlimmsten Fall eines totalen Zusammenbruchs des Erdmagnetfeldes, besteht begründeter Anlass zur Hoffnung auf den Fortbestand der Erde, wie die Ergebnisse einer durch einen anderen Hollywood-Streifen inspirierten Modellrechnung des Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching beweisen. Retter in der Not ist in diesem Fall der Sonnenwind.

Der solare Teilchenstrom trägt ein so genanntes eingefrorenes Magnetfeld mit sich. Wenn der Sonnenwind auf die Erde trifft, wickelt er die magnetischen Feldlinien um den Planeten. Noch wichtiger allerdings ist ein zweiter Effekt. Das ionisierte und voll magnetisierte Sonnenwind-Plasma prallt mit 400 Kilometern pro Sekunde auf die elektrisch neutrale und unmagnetisierte Erdatmosphäre. Durch den enormen Geschwindigkeitsunterschied zwischen Sonnenwind und Ionosphäre wird in 350 Kilometern Höhe ein Magnetschirm erzeugt, der annähernd genauso stark sei wie das normale Dipol-Feld der Erde. Selbst im Fall eines vollständigen Zusammenbruchs des irdischen Dynamos ist die Biosphäre noch immer gegen kosmische Strahlung geschützt, heißt es in dem Artikel des Teams zu ihrer Modellrechnung.

Man braucht also kein großer Prophet zu sein, um den Weltuntergang nicht innerhalb der kommenden paar Jahre zu vermuten. Bis dahin tut man am besten daran, sich von derartigen Verschwörungs- und Weltuntergangsparodien im Sinne von angewandter Realsatire das graue Wetter mehr oder minder unterhaltsam vertreiben zu lassen.



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Kommentare

  1. Helmut Wicht @ Weltuntergang abgesagt
    17.11.2009 | 15:48

    ...oooch.
    Schade.

    Wie wär's mit einer Verfilmung davon:

    Weltende

    Einmal kommt - ich habe Zeichen -
    Sterbesturm aus fernem Norden.
    Überall stinkt es nach Leichen.
    Es beginnt das große Morden.

    Finster wird der Himmelsklumpen,
    Sturmtod hebt die Klauentatzen:
    Nieder stürzen alle Lumpen,
    Mimen bersten. Mädchen platzen.

    Polternd fallen Pferdeställe.
    Keine Fliege kann sich retten.
    Schöne homosexuelle
    Männer kullern aus den Betten.

    Rissig werden Häuserwände.
    Fische faulen in dem Flusse.
    Alles nimmt sein ekles Ende.
    Krächzend kippen Omnibusse.

    (Alfred Lichtenstein)

  2. Ralf Weltuntergang
    17.11.2009 | 23:16

    Es gibt keine Anzeichen für einen Weltuntergang.Wer was anderes Behauptet hat nur schlechtes im Sinn nämlich auf schnellstem Wege an das Geld gutgläubiger Schafe zu kommen!

  3. anton waldkircher so oder so wird es kommen
    18.11.2009 | 09:41

    wie schrieb doch schon klaus deistung, der grosse privatgelehrte, damals waren die ausserirdischen da, nur wir wissen nichts mehr davon. auch deshalb geht die welt bald unter weil wir nicht mehr wissen wollen, was zum beispiel die maya schrieben. sie wussten genau, was kommen wird am 21.12.2012. dann ist zappe mit der erde und den menschen. wahrscheinlich wird dann ein grosser brocken herunterkommen, aber auch kleinere dazu, die einzeln über den besonders schlimmen regionen einkrachen, da wo die ganz bösen und verlotterten menschen wohnen. auch dass mit nibiru ist kein witz, wie schon klaus deistung oftmals anmerkte.

  4. Lars-C. Depka kein Betreff
    18.11.2009 | 13:17

    Hallo Herr Waldkirchner,

    ich möchte niemanden bekehren und natürlich lasse ich Ihnen auch gerne Ihre Sicht der Dinge, trotzdem möchte ich gerne noch zwei oder drei Sätze verlieren:

    Sie haben Recht, natürlich
    wussten die Maya, was nach dem 21.12.2012 passieren wird: Nix nämlich. Darum schrieben sie ja auch ihren Kalender fort. Selbst auf die Gefahr hin, den Lehren des Herrn Deistung zu widersprechen, lade ich dazu ein, sich zwischen dem Weihnachtstrubel des 22.12.2012 doch gerne einmal ein paar Minuten Zeit zu nehmen und sich vorzustellen: Wenn der große Unbekannte nach Ansicht des Herrn Deistung eine Umlaufzeit von 3600 Jahren aufweist, läge sein Aphel nach Kepler wohl bei etwa 230 AE. Um uns aber 2012 zu zerstören, muss er ja irgendwie auch in unsere Nähe gelangen und um von ihm nicht das Unmögliche zu verlangen, dürfte er (nach durchschnittlicher Überschlagung der relativen Planetenbewegung) jetzt bei einem Abstand von ca. 10 AE angelangt sein. Mit anderen Worten: Da wo auch Saturn ist. Um einen bemerkenswerten gravitativen Einfluss auf die Erde auszuüben, reicht aber Saturn da draußen auch nicht aus. Bliebe nur das nahe Heranrücken. Sehen wir es nicht zu kleinkariert und meinen, doppelte Sonnenentfernung wäre ok, was auch etwa dem Perihel der 3600-Jahre-Bahn entsprechen sollte. Bemühte man Newton, so bedeutet das bei diesem Perihel etwa 8000 Erdmassen, wieder mit anderen Worten so um 25 Jupitermassen. 25 Jupiter bei Saturn würden allerdings wohl nicht gerade den Prototypen des Unwahrnehmbaren darstellen, zumal man sich massenmäßig langsam aber sicher in die Bereiche der Braunen Zwerge begibt. ES SEI DENN allerdings, Planet X machte sich praktischerweise die Eigenschaften zueigen, die die Endzeitkundgeberin Bertha Dudde in einer ihrer unzähligen Kundgaben kundtut: "... Auch ändert er seine Geschwindigkeit und seine Bahn..."

    Ein weit verbreitetes Ärgernis übrigens, mit dem sich Generationen von Bahnanalytikern und Missionsplanern erbittert auseinandersetzen und leider noch kein überzeugende Lösung gefunden haben. Da sich ein derartiger Springinsfeld aus der Natur der Sache heraus ja nun sämtlichen Naturgesetzen widersetzt, bleiben auf der anderen Seite allerdings gleichzeitig auch leise Zweifel an der vorausberechneten Bahn des Herrn Deistung statthaft.

  5. iris kein Betreff
    23.11.2009 | 10:38

    Mann muss ruhig bleiben. Niemand weiß, was genau passiert und wann eigentlich das Ende kommt.Und man muss sich eigentlich den positiven Dingen in seinem leben zuwenden.

  6. Klaus Deistung Katastrophe? Wir machen eine daraus!
    14.12.2009 | 18:22

    Der Anfang liegt ja schon wenige Wochen zurück – aber bis 2012 ist noch etwas Zeit – und danach auch. Der Maja-Kalender wird durch 3 Zahnräder symbolisiert, die man natürlich rückwärts – aber auch vorwärts drehen kann. Und so gesehen, haben wir eine Sonderstellung 2012 – das ist alles.
    Der Film: Hervorragende Computeranimationen und viel Katastrophe – Inhalt? Was gut geklappt hat: Die Kasse stimmt! Was braucht ein Filmproduzent mehr?
    Herr Depka hat Einiges ausgeführt, dem ich begrenzt zustimme. Ein Polsprung – dabei tauschen Nord- und Südpol die Position – das passiert im Bereich um alle 500.000 und dauert um 5.000 Jahre. Eine Nord-Polwanderung ist ein permanenter Prozess. Die Katastrophen-Experten setzen sogar Polsprung und Polwanderung gleich!
    Jetzt gibt es ein Überlebens-Handbuch für 2012 und danach [WM]. Fachlich stimmt kaum etwas. Nibiru als Schreckensbringer soll eigentlich das Survival-Handbuch stützen! Für solche Leute ist Nibiru schon jedes Jahr seit 2003 zu sehen, aber bestimmt 2012 - und der Polwechsel sollte auch schon seit 2003 stattgefunden haben – alles in 1 (einem) Jahr.
    Hier ein anderes Beispiel: Ein besonderer Höhepunkt ist die Rekonstruktion einer Planetenbahn: Was die Planet X/Nibiru-Bahn anbelangt schrieben die Autoren: „Eine Vielzahl von Quellen und Hinweisen leitete einen langwierigen Prozess des Herumprobierens ein...“ Dazu machte dann der Nexus-Verlag auch noch ein Interview mit dem "Planet-X-Forscher" M. Masters [KT].
    Nicht erfolgreich ist auch A. Lloyd [LA] bei seiner Suche.
    M. Hazlewood [HM] führt berechtigt an, dass sich "die Wissenschaft" nicht mit Nibiru befasst – sieht ihn aber auch möglicherweise schon 2003/4 hier. Sie schreiben alle von Sitchin – aber die Praxis zeigt eindeutig, dass sie ihn nicht gelesen haben können! Verständnis?
    Eine andere Aussage machte E. v. Däniken, der 2012 eine außerirdische Delegation in Erwägung zog.
    Nun möchte ich mich dem Planet X (nach P. Lowell) sumerisch Nibiru (Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems) und im Enuma Elisch (Schöpfungsepos) Marduk (Göttername) widmen.
    Nibiru war um die Jahre 10,800, 7.200, 3.760, 560 v. Chr. in seinem Perihelbereich Asteroidengürtel. Besonderheiten:
    - im Löwenzeitalter vor knapp 13.000 Jahren fand die Sintflut statt, alle wissen zwar, dass der Sphinx ein Löwe ist – dass er auch das Löwenzeitalter für sich und die Pyramiden markiert, dass ist (noch) das Problem!
    - im Jahr 3.760 b. C. wurde in Nippur durch König Anu vom Nibiru der Erdkalender eingeführt, das war auch das Weltschöpfungsjahr im jüdischen Kalender
    - um die Zeit 560 b. C. war die Zeit des Ezechiel, z. B. Ez 1, 4-28...
    - um das Jahr 2630 wird Nibiru wieder kommen.
    Nibiru hat um (gut) 40 Erdmassen bei etwa 4-fachem Erddurchmesser. Damit ist er bei günstigster Erdstellung mindestens 2 AE von uns entfernt und max. mit der Helligkeit der halben größten Venus oder 1/3 größer und roter als Mars zu sehen. [WM] sehen ihn ja sogar als 2. Sonne! Aber dazu wäre er auch zu klein!
    Nibirus Aphel liegt etwas über 400 AE.
    Grundlagen für Nibiru sind eigentlich in [SP] enthalten. Die meisten Aussagen im I-net sind nicht zu gebrauchen, weil sie Planet X/Nibiru 2012 sehen – aber dann hätten ihn Hobby-Astronomen schon längst als rotes Pünktchen entdeckt, vom Süden her kommend.
    Mein letzter Artikel [DF] setzt sich mit dem Problem auseinander.
    Die Gesamtgeschichte zu Nibiru ist in [SE] nachzulesen.

    [WM] van der Worp, J.; Masters, M.; Manning, J.: Das Planet X Survival-Handbuch für 2012 und danach. Mosquito, Potsdam 2008
    Kurzbeschreibung und meine Rezension bei Amazon:
    http://www.amazon.de/.../3928963260/ref=pd_sim_b_3
    [KT] Kirchner, Th.: Interview mit Autor und Planet-X-Forscher Marshall Masters, 18/2008.
    Mein Kommentar mit unter:
    http://www.nexus-magazin.de/...-marshall-masters/2
    [LA] Lloyd, A.: Dunkelstern - Auf der Spur des Planeten X. Kopp, Rottenburg 2008
    Kurzbeschreibung und meine Rezension bei Amazon:
    http://www.amazon.de/gp/product/3938516836
    [HM] Hazlewood, M.: Planet X auf Erdkurs – Umwälzungen auf der Erde. Argo, Marktoberdorf 2004
    [SP] Sitchin, Z.: Der zwölfte Planet. Kopp, Rottenburg 2003
    [DF] Deistung, K.: Die Fehlinterpretation des Nibiru. Magazin 2000plus, 2009, Nr. 272, S. 38 – 41
    [SE] Sitchin, Z.: Das verschollene Buch Enki. Kopp, Rottenburg 2007

  7. Rigel Wieso Hoffnung?
    05.02.2010 | 17:01

    Hallo Herr Depka,

    einen Satz verstehe ich leider nicht.

    "Selbst für den schlimmsten Fall eines totalen Zusammenbruchs des Erdmagnetfeldes, besteht begründeter Anlass zur Hoffnung auf den Fortbestand der Erde, wie die Ergebnisse einer durch einen anderen Hollywood-Streifen inspirierten Modellrechnung des Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching beweisen."

    Wieso sollte das Magnetfeld bzw. das Fehlen eines Magnetfeldes überhaupt einen Einfluss auf die Erde haben?

    Es gab ja die inzwischen widerlegte Befüchtung, dass die beim Fehlen des Magnetfeldes ungehindert auf die Eroberfläche treffende Strahlung Fauna und Flora beeinträchtigen könne. Das wäre zwar für uns Menschen fatal gewesen, hätte aber auf die Erde selbst keinen Einfluss gehabt.

  8. Helena Breitkreuz gut zu wissen...
    30.05.2010 | 19:47

    Und ich habe tatsächlich geglaubt, dass es einen Weltuntergang im Jahr 2012 geben würde. Phu!...

  9. Simon Erdmagnetfeld
    26.07.2010 | 00:43

    Ohne das Erdmagnetfeld kriegen wir hier ein absolut Menschenunfreundliches Klima.
    Alleine dadurch, dass hochenergetische Teile aus dem Weltall zu den Polen abgelenkt werden, sollte man nicht unterschätzen.

  10. Maria Gärtner Bild
    27.12.2011 | 17:25

    Kann ich das Bild für die "Schematische Darstellung des auf das Magnetfeld treffenden Sonnenwindes" privat nutzen.

  11. PeacePia kein Betreff
    15.01.2012 | 20:43

    Da hast du schon recht. Ein Weltuntergang ist sehr unwahrscheinlich und Fakten gibt es auch keine. Es wurde viel dazuerfunden und spekuliert, aber ganz auszuschliesen ist es auch nicht. Das kann kein Mensch wissen..also schön relaxt bleiben!!

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