Unsere kleine Welt
von Michael Khan, 29. Januar 2012, 17:09
Der Blick aufs APOD lohnt eigentlich immer, aber am 28. Januar ganz besonders. Da hatte ein schwedischer Astrofotograf die Idee, sich selbst und seine Umgebung beim Betrachten des Polarlichts in einer Super-Weitwinkelaufnahme zu verwewigen.
Heraus kam ein Bild, das die Erde genau so darstellt, wie sie mir beim Blick ins tiefe All vorkommt, klein, umgeben von Unendlichkeit, bedrängt von Naturgewalten ... und doch heimelig, vetraut und einzigartig: unsere kleine Welt. Der Freund, der mich auf dieses Bild hinwies, fühlte sich an Saint-Exupérys kleinen Prinzen auf seinem Asteroiden B612 erinnert - auch das ist sicher eine naheliegende Assoziation.
Glückwunsch an den Fotografen Göran Strand und Dank an Gunnar Glitscher für den Hinweis.
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So ne Mischung aus kleiner Prinz und Star Treck.
gern eine Kamera, die frei in der Luft schweben kann.
Mit welcher Aufnahmetechnik wurde dieses Bild gemacht?
Eigentlich müsste man mindestens eine Stütze sehen können, weil der Boden im Zentrum des Bildes sichtbar ist.
Eine spiegelnde Kugel würde im Zentrum des Bildes die Kamera zeigen.
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Fliegende Kamera, aber ohne Weitwinkel:
http://members.chello.at/....bednarik/BALEX-03.jpg
http://members.chello.at/....bednarik/BALEX-05.jpg
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Vorsicht, Science-Fiction-Humor zu diesem Thema:
Der kleine Prinz, Ver.4.000
http://www.e-stories.de/...geschichten.phtml?18588
Es handelt sich hier natürlich, wie in der Astrofotografie nicht unüblich, um ein Komposit. In diesem Fall ein Komposit aus mehreren Weitwinkelaufnahmen. Mehr dazu hier.
Eine gute Idee für eine ganz erstaunliche Aufnahme. Ich fotografiere ja selbst sehr viel, aber ich habe mehr ein Faible für große Weiten. Deswegen gefällt mir das nicht gebogene Original, welches im Link zu sehen ist, auch recht gut. Aber die Assoziation mit Saint-Exupérys kleinen Prinzen ist nicht schlecht, da hat der Freund recht. Wie heißt es doch in dieser Geschichte: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Und wem unsere kleine Welt "heimelig, vertraut und einzigartig" vorkommt, der sieht das ganz richtig.
Rundherum Himmel, in der Mitte ein warm verpackter Mensch in einer Schneelandschaft, die von Horizont zu Horizont geht.
Da denke ich an die Aera in der Erdgeschichte, als fast alles von Eis überdeckt war. Sogar die Erde kann schon eine ganz fremde Welt sein, wenn man in der Zeit nur etwas zurückgeht. Vielleicht erschafft ja die globale Erwärmung wiederum eine solche fremde Welt, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können.
also doch keine neue Kameratechnik...
Ich finde übrigens die im Link gezeigte 120-Grad-Weitwinkelaufnahme (oberes Bild) noch beeindruckender als die Montage.