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Kick it like Einstein: ¡Viva Chile, mierda!

11. Juni 2010, 10:35

 
Chile ist ein Land der Gegensätze. Klimatisch reicht es vom ewigen Eis der Antarktis bis in die (normalerweise) trockene Steinwüste Atacama im Norden. Es ist über 4000 Kilometer lang, aber nur 180 Kilometer breit. Es beherbergt die modernsten Teleskope der Welt, von denen die meisten Chilenen aber höchstens wissen, dass es sie gibt. (Aber sie sind mächtig stolz darauf!)
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Das beste Spektrum gibt es nicht

15. Januar 2010, 17:10

Beim Beobachten mit modernen Teleskopen fallen heutzutage große Mengen so genannter Rohdaten an. Das sind meistens Bilder, die mit einem CCD-Chip aufgenommen worden sind, die man weiter bearbeiten muss, um zu einem wissenschaftlich verwertbaren Bild oder Spektrum zu kommen. Diese Weiterbearbeitung nennt man Datenreduktion und sie beschäftigt einen meist wesentlich länger als das eigentliche Aufnehmen der Daten. Klar, es gibt so genannten Datenreduktionspipelines, in die man idealerweise die Rohdaten reinsteckt und die fertigen, wissenschaftlich verwertbaren Daten, herausholt. Diese Pipelines sind aber in vielen Fällen nicht gut genug, um aus einer Beobachtung alles rauszuholen was in den Daten steckt. » weiter

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Herschel vs. Hubble?

20. Juni 2009, 19:26

Herschel hat das erste Bild übermittelt und die Wissenschaftler sind begeistert, dass alles bisher so reibungslos geklappt hat. Auch in der Presse wird fleißig darüber berichtet, so z.B. in einem Artikel in SPIEGEL Online, wo es heißt:

Das DLR weist darauf hin, dass noch nicht alle Instrumente von "Herschel" kalibriert seien. Bei der Bildqualität gibt es also noch Optimierungsmöglichkeiten. [...] Allerdings hatte das "Hubble"-Teleskop der Nasa bereits im Jahr 2005 eine noch detailreichere Aufnahme der Galaxie geliefert. [Link im Original]


Genau das hatte ich befürchtet. :-) Da schießen die Europäer also das größte jemals gebaute Weltraumteleskop ins All – und dann sind die Bilder doch 'schlechter' als Hubble sie schon vor Jahren lieferte? Das kann doch wohl nicht sein!? » weiter

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Hubble-Wartungsmission durch Weltraumschrott gefährdet

20. Februar 2009, 09:36

Nach der Kollision eines ausgedienten russischen Satelliten mit einem amerikanischen Kommunikationssatelliten der Firma Iridium am 10. Februar hat sich die Gefährdung von Weltraummissionen durch Weltraumschrott erheblich vergrößert und könnte nun auch die nächste Hubble-Wartungsmission problematisch werden lassen. Im Gegensatz zu allen anderen bisher gestarteten Satelliten ist das Hubble-Teleskop nämlich dafür ausgelegt durch bemannte Missionen gewartet zu werden. Dies ist bisher vier Mal geschehen (1993, 1997, 1999 und 2002) und eine weitere Mission ist schon seit einigen Jahren überfällig und nun für Mai dieses Jahres geplant. In einem kürzlich erschienen Bericht auf nature.com wird nun aber berichtet, dass die geplante Service-Mission im Mai durch die Satellitenkollision letzte Woche zu riskant sein könnte.  » weiter

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Happy Birthday, Teleskop!

02. Oktober 2008, 15:41

Heute vor genau 400 Jahren, am 2. Oktober 1608, stellte der deutsch-holländische Brillenmacher Hans Lipperhey das erste Mal ein Fernrohr vor. Einer Geschichte nach spielten Kinder in seinem Laden mit den herumliegenden Linsen und brachten zufälligerweise eine konkave vor eine konvexe Linse. Lipperhey erkannte das Potential und baute ein auf diesem Prinzip beruhendes Fernrohr, das so genannte Holländische oder Galileische Fernrohr.

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First Fringes für PRIMA

20. September 2008, 13:34

Mit PRIMA soll am VLTI die unglaubliche Auflösung von einigen zehn Mikrobogensekunden erreicht werden -- das ist der Winkel unter dem ein menschliches Haar im Abstand von einem Kilometer erscheint! Damit will man das Wackeln von Sternen aufgrund derer Planeten direkt beobachten. Bisher war man auf die Radialgeschwindigkeitsmethode angewiesen um Exoplaneten zu entdecken. Bei dieser Methode misst man die durch Planeten verursachte Rotverschiebung des Sterns. Damit sind zwar bislang am meisten Exoplaneten entdeckt worden. Darunter auch welche, die nicht viel schwerer sind als die Erde, wie im Juni dieses Jahres mit dem ESO-Instrument HARPS.

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Herschel - das größte Weltraumteleskop

09. September 2008, 17:14

Es ist nicht leicht eine interessante Sommerschule wie die letztwöchige "Art & Craft of Astronomical Instrumentation" mit einer Woche Vorträgen zusammenzufassen, wenn die meisten Vorträge sehr gut waren. Ich möchte daher gleich zu Anfang nochmals darauf hinweisen, bitte die Kommentarfunktion für Fragen zu nutzen oder auch für Vorschläge, falls Sie ein bestimmtes Thema stärker interessiert.

Am ersten Tag ging es über die Entwicklung im Teleskopbau allgemein, Beobachtungstechniken im Infrarotbereich und über das neue Großteleskop LBT. Auch die folgenden Tage waren von den Großprojekten dominiert.

Wolfgang Wild vom Niederländischen Institut für Weltraumforschung (SRON www.sron.nl) berichtete über den europäischen Infrarot-Satelliten Herschel, der mit seinem 3,5 Meter großen Hauptspiegel ab nächstem Jahr das größte Weltraumteleskop im All sein wird. Die Wissenschaftler, darunter Kosmolog-Blogger Helmut Dannerbauer vom MPIA, hätten den Spiegel sicher gerne noch größer gehabt aber dann hätte das Teleskop nicht mehr ungefaltet in die Nutzlastverkleidung der Rakete gepasst. Und dabei wird als Rakete schon eine Ariane-5 ECA eingesetzt -- die leistungsfähigste europäische Rakete. Gleichzeitig mit Herschel wird übrigens der Kosmologie-Satellit Planck gestartet werden. Da darf man nur hoffen, dass beim Start nichts schief geht, denn in diesen beiden Satelliten stecken unzählige Jahre Arbeit und Entwicklung -- und nicht zuletzt auch einige Euros. Die Herschel-Mission kostet etwa eine Milliarde.

Herschel-Weltraumteleskop
Der Herschel-Satellit am L2 (siehe unten) in einer künstlerischen Darstellung. Der 3,5 Meter große Hauptspiegel ist durch einen großen Hitzeschild von der Sonne geschützt und wird passiv auf unter 90 Kelvin gekühlt. Quelle: ESA (Bild von AOES Medialab)
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Über die Kunst, ein astronomisches Gerät zu bauen

02. September 2008, 01:57

...hat am Montag in Heidelberg eine einwöchige Sommerschule begonnen. Es geht dabei um nichts Geringeres, als eine detaillierte Vorstellung von Konzepten und Realisierungen der nächsten Generation von astronomischen Geräten im Optischen und Infraroten. Mit vertreten sind so bekannte Groß-Projekte wie das Large Binocular Telescope, das James Webb Space Telescope (das als Nachfolger des Hubble-Weltraumteleskops gilt) und das E-ELT, das Europäische "Extrem Große Teleskop". Auch wenn man als (beobachtender) Astronom dank ESO & Co. nicht viel von der Komplexitität eines wissenschaftlichen Instruments oder gar eines Observatoriums wie des VLTs zu sehen bekommt, ist es dennoch für alle Schritte der Beobachtung, von der Idee angefangen, über die Planung und den Antrag bis hin zur Durchführung, Auswertung und zur Interpretation, notwendig, zumindest ein Basis-Verständnis über die Funktionsweise der Instrumente zu haben, um die Zuverlässigkeit der Daten einschätzen zu können.

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