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Das Ende ist nah

23. Januar 2011, 17:37

Nein, es soll hier nicht um Mini-Schwarze-Löcher vom LHC gehen, auch nicht um astrologische Prognosen, und sogar nicht einmal um das Jahr 2012, sondern um das baldige Ende meiner Doktorarbeit!
Nachdem ich anfangs in diesem Blog noch die ersten 100 Tage resümierte, sind mittlerweile deutlich mehr als 1000 vergangen. In der Zwischenzeit war ich noch zwei Mal am VLTI in Chile und habe dies mal mehrmal weniger ausführlich beschrieben. Außerdem besuchte ich Konferenzen und Sommerschulen, publizierte zwei Papers und las noch viele mehr. Zwischendurch war ich außerdem ein Jahr Sprecher der Max-Planck-Doktorandenvertretung "Max Planck PhDnet", in der ich mit Kolleginnen zusammen die bislang größte Umfrage unter Max-Planck-Doktoranden durchführte.
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Ein Tag voller Interferenzen und Simulationen

16. November 2010, 21:53

Um 9:30 Uhr begrüße ich Angel und Georgi im Besprechungszimmer des MPI für Astronomie. Die beiden sind Journalistikstudenten aus Bulgarien und über das EU-Programm RELATE nach Heidelberg gekommen. Ich erkläre ihnen einige Grundlagen der Interferometrie am Very Large Telescope Interferometer, erläutere, welche Möglichkeiten die Interferometrie für die extragalaktische Astronomie bietet, und schildere ihnen, wie eine Beobachtungsnacht aussieht. Im Rahmen des Programms schreiben die beiden einen Blog.
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Schräges im Zentrum von Centaurus A

06. August 2010, 18:14

Centaurus A ist wohl eine der beeindruckendsten Galaxien in unserer unmittlebaren kosmischen Nachbarschaft. In ihr sieht man sehr deutlich eine Galaxie, die wohl vor etwa 300 Millionen Jahren mit ihr verschmolzen ist, was die These der Galaxien-Mergers eindrucksvoll demonstriert. Centaurus A ist darüberhinaus die zweigrößte Radioquelle am Himmel (nach der Milchstraße) und eine der ersten identifizierten extragalaktischen Radioquellen.
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Warum Berufsastronom?

28. Juni 2010, 23:55

Mein von mir sehr geschätzter Physik-Lehrer Bernd Dehm sagte einmal zu mir, er empfehle mir, Physik zu studieren und Astronomie als Hobby zu betreiben. Damit eigne man sich das physikalische Grundlagenwissen an, das man benötigt, um die aktuelle astronomische Forschung gut verfolgen zu können, riskiere aber nicht die fragliche Berufslaufbahn "Astronom" einzugehen. Die Karrierechancen junger Astronomen in Deutschland und der Welt will ich hier nicht auführlich diskutieren (vielleicht an anderer Stelle), aber fest steht: Einen klaren Karriereweg zum Berufsastronomen gibt es nicht. Oft sind viele immer wieder auf nur wenige Jahre befristete Stationen in mehreren Ländern notwendig, bis man genügend Experte ist, um sich auf eine feste Stelle bewerben zu können. In der ganzen Zeit verbringt man einen guten Teil seiner Zeit damit sich die nächste Stelle zu suchen, hat stets die Gewissheit, dass die Stelle nach ein paar Jahren auslaufen wird und wird dazu auch noch deutlich weniger bezahlt als in einem Industriejob (bei gleicher Qualifikation) und hat wenig bis keine soziale Absicherung (mit Stipendien zahlt man eben nicht ins Rentensystem) etc. pp. 

Also wieso sollte man sich das alles an tun? » weiter

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Das beste Spektrum gibt es nicht

15. Januar 2010, 17:10

Beim Beobachten mit modernen Teleskopen fallen heutzutage große Mengen so genannter Rohdaten an. Das sind meistens Bilder, die mit einem CCD-Chip aufgenommen worden sind, die man weiter bearbeiten muss, um zu einem wissenschaftlich verwertbaren Bild oder Spektrum zu kommen. Diese Weiterbearbeitung nennt man Datenreduktion und sie beschäftigt einen meist wesentlich länger als das eigentliche Aufnehmen der Daten. Klar, es gibt so genannten Datenreduktionspipelines, in die man idealerweise die Rohdaten reinsteckt und die fertigen, wissenschaftlich verwertbaren Daten, herausholt. Diese Pipelines sind aber in vielen Fällen nicht gut genug, um aus einer Beobachtung alles rauszuholen was in den Daten steckt. » weiter

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Wie kommt man ans VLT?

08. April 2008, 01:30

Als weltweit größtes Teleskop ist das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) sehr begehrt. Astronomen beantragen regelmäßig etwa vier Mal mehr Beobachtungszeit als verfügbar ist. Damit die zur Verfügung stehende Beobachtungszeit effizient an die besten Anträge verteilt werden kann, lädt die ESO zweimal im Jahr alle Astronomen der Welt dazu ein, Anträge für Beobachtungszeit am VLT zu stellen. Die letzte solche Antragsfrist ist vor knapp einer Woche zu Ende gegangen. Und diese habe ich besonders aktiv mitbekommen, da ich das erste Mal selbst ein Proposal eingereicht habe. Doch wie schreibt man so ein Proposal? Es gibt dazu eine ausführliche Anleitung von der ESO, ja es gibt sogar detaillierte Papers darüber, wie man Proposals schreibt. Hier will ich einen subjektiven Eindruck davon geben, wie man ein Proposal schreibt.

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Wenn Physiker tagen

16. März 2008, 15:00

Was für zwei Wochen: Vorletzte Woche war ich bei der Freiburger "Frühjahrstagung" der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und gleich anschließend fand das erste Treffen der "Scilogger" statt, von dem z.B. Stephan Schleim in seinem Beitrag "Warum bloggen wir eigentlich?" einen lebhaften Eindruck gibt. Gleich darauf ging es nach Bad Münstereifel zum ersten Treffen meines IMPRS-Doktorandenjahrgangs. Kaum zurück standen einige Deadlines an » weiter

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100 Tage Doktorarbeit

28. Februar 2008, 19:14

Eine neue Regierung wird nach etwa 100 Tagen das erste Mal ernsthaft bewertet. So dachte ich mir, nun, nach gut 100 Tagen meiner Doktorarbeit, einen ersten Rückblick zu wagen...

Was ist bisher passiert?
Bewerbung
Im Dezember 2006 habe ich mich entschlossen, eine Bewerbung für die "International Max Planck Research School" (IMPRS) Heidelberg abzusenden. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt erst knapp Halbzeit von meiner Diplomarbeit in Würzburg. Ende Januar 2007 erfuhr ich, dass ich auf der "hotlist" sei und damit eine erste Hürde im Bewerbungsslalom genommen hatte. Anfang März wurde ich dann zu einem Vortrag nach Heidelberg eingeladen. Im Rahmen dieses Besuchs war ich das erste Mal am MPIA: Bei dichtem Nebel fuhr ich mit IMPRS-Koordinator Chrisitian Fendt und meinem jetzigen Chef Klaus Meisenheimer im Auto den Königstuhl hoch. Irgendwann erschienen rechts die Kuppeln der Landessternwarte und dann war auch schon das MPIA zu sehen, das mir – mitten im Wald und bei Nebel – märchenhaft erschien... » weiter

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Zwei Teleskope sehen schärfer als eines

01. Februar 2008, 10:23

Herzlich Willkommen in meinem Blog! Als Doktorand am Max-Planck-Institut für Astronomie möchte ich Sie über mein Doktorarbeitsthema (Interferometrie an Aktiven Galaxien) informieren. Darüberhinaus werde ich Ihnen schildern, wie meine Promotion in der Astrophysik abläuft... Auf der Profil-Seite können Sie außerdem ein paar Zeilen über mich lesen.

Zum Einstieg möchte ich erklären, wieso man Teleskope überhaupt "zusammenschaltet", also mehr als ein Teleskop auf dieselbe Stelle am Himmel richtet und das Licht der beiden Teleskope nicht einzeln betrachtet, sondern sich das ansieht, was übrigbleibt, wenn man eben das Licht der beiden Teleskope überlagert. Dazu sollten wir zunächst klären, wieso wir überhaupt ein Fernglas oder Teleskop nehmen, um an den Himmel zu schauen. » weiter

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