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Sonne und Erdmagnetfeld ... mit der "Haushaltsmethode"

25. April 2012, 18:12

Derzeit lohnt ein Blick auf die Sonne! ... die hat gerade "schwer was los", denn da toben gerade große Fleckengruppen herum. Gut erkennbar sind auch Flares und an den Rändern Protuberanzen:

Schon vor einigen Monaten schrieb ich, dass mit einem einfachen Magnetometer die Veränderungen des Erdmagnetfelds in Abhängigkeit vom Sonnenwind nachweisen kann. Damals verwies ich auf ein simples Amateurradio. Es geht aber auch noch einfach:

Mit einem Hall-Sensor (von Conrad) und einem 9V-Block kann man grob einen Zusammenhang von Magnetfeld und Sonnenaktivität beobachten. Damit hat man ein sehr simples Gaußmeter gebaut, das auch für Schülerinnen und Schüler leicht durchschaubar ist und nur ca 20 € kostet (Hall-Sensor, Batterie und Steckplatine). Und man sieht direkt einen Zusammenhang zur Veränderung auf der Sonne. (ich hab's im Wintersemester gerade ausprobiert: geht wirklich gut)

 

Faszinierend! Gerade jetzt - da wir gen Aktivitätsmaximum spazieren - ein bestimmt spannendes Tool. :-) Have fun! :-)



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Sternbedeckung durch Quaoar am 17. April

10. April 2012, 23:38

am Morgen des 17. April (nächste Woche Nacht Mo/Di) bedeckt das Transneptun-Objekt (TNO) (50000) Quaoar einen 11.6 mag hellen Stern, sagt die IOTA (International Occultation Timing Association) voraus und ruft international zu Beobachtungen auf. Die Bedeckung gilt als "in Reichweite" für gewöhnliche Kamera und Video-Systeme des Durchschnittsamateurs. Mit solchen Beobachtungen will man den Durchmesser des TNOs "Quaoar" bestimmen und Fragen über die Existenz einer Atmosphäre beantworten. Überhaupt sind Sternbedeckungen ein sehr spannendes Feld der Beobachtung, da man mit ihnen viel über die Planeten und sonstigen Objekte unseres Sonnensystems lernen kann.

Die aktuelle Bedeckung soll um ungefähr 2 Uhr 10 (UTC) erfolgen.  

http://www.iota-es.de/quaoar_2012apr17/overview.html

Hier die aktuellste Vorhersage für den TNO:

und hier für den Mond von Quaoar:

(beide Bilder von der Webseite der IOTA)

Vielleicht ist das Datum - mitten in der Woche, zwischen zwei Werktagen - nicht das allerbequemste, aber da sich nunmal der Kosmos selten nach unserem Dienstplan richtet, müssen wir's wohl unter den Begebenheiten probieren, die uns auferlegt werden.

Die Prognose zur Bedeckungsbeobachtung wird eher auf den Atlantik, Nordafrika und den Nahen Osten gelegt, vielleicht bestenfalls Südeuropa... bei uns also vielleicht nur knapp über Südhorizont erkennbar oder vielleicht auch gerade nicht mehr bedeckt - aber auch diese Beobachtung wäre ein aufschlussreiches Ergebnis.

Erfahrene Beobachter von Sternbedeckungen stufen die Voraussagen als eher unsicher ein, also ist dies eine gute Gelegenheit, mit relativ einfachen Mitteln an vorderster Front der Forschung mitzuschnüffeln.

Wird bestimmt eine interessante Beobachtung!

Vielleicht ja auch eine Idee für einen spontanen Trip nach Nordwestafrika ... ist schön da! :-)

Clear Skies!



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Astronomietag - schöne Planetenparade

24. März 2012, 17:01

Interesse am Sternegucken oder an dem, was am Himmel so los ist? Dann auf zur nächstgelegenen Sternwarte oder Planetarium! Heute ist Astronomietag in Deutschland - diesmal unter dem Leitmotiv "Lange Nacht der Planeten", da wir im Augenblick fast die ganze Nacht durch die Großen unseres Sonnensystems beobachten können: die beiden hellsten, Jupiter und Venus, glänzen in der Abenddämmerung als erste und halten sich bis etwa 22 Uhr. Wenig später am Abend sehen wir auch Mars, der am 3. März in Opposition stand und Saturn geht später in der Nacht auch noch auf.

Venus wird in ein paar Tagen den größten östlichen Abstand von der Sonne erreichen und dann wieder auf sie zu wandern. Wer Glück hat, kann sie sogar in der gesamten ersten Nachthälfte beobachten. Nur Merkur steht leicht westlich und so dicht bei der Sonne, dass er sich den meisten Blicken wohl entzieht.

Wer selbst nachgucken will, was man sieht, findet auf der Webseite von astronomie.de stets kundige Infos & Diskussionspartner. Das dortige Online-Planetarium wird vom Software-Hersteller USM der RedShift-Weichware bereitgestellt.

Ausgerufen wurde der Astronomietag von der Vereinigung der Sternfreunde e.V. und daher findet man auch auf deren Webseite stets aktuelle Live-Infos. :-)

Also los: Wer Saturn, den vornehmen Herrn mit Hutkrempe ohne Hut mal (wieder) in echt und nicht nur auf Warenhäusern sehen will, sei herzlich eingeladen, durchs nächstgelegene Amateurteleskop zu luken. Planeten sind auch dankbare Objekte bei leicht schlierigem Himmel, falls jemand mit dem Wetter nicht das allergrößte Glück hat.

Auf der Webseite der VdS finden Sie eine Übersichtskarte auch eine Suchmaschine zu Ihrer persönlichen nächsten Sterngucker-Versammlung. :-)

Clear Skies & have fun!

 


(Bilder in der Nacht nachgetragen ... )

Und?

Wie war's bei Ihnen? - erzählen Sie in ihren Kommentaren zu diesem Log-post. :-)



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"Wir haben einen Stern gesehen"

25. Dezember 2011, 11:00

ein künstlicher Super-Meteor gestern Abend über Zentral-Deutschland - pünktlich zur Zeit der Bescherung bzw zum Ende der Vorabendmesse gegen 17:30, so dass sehr viele Menschen in den Genuss kamen. Das Objekt konnte es an Helligkeit durchaus mit einer Straßenlaterne aufnehmen, wie dieses Amateurvideo von YouTube eindrucksvoll zeigt:

Was das genau war, das da verglühte, sei noch unklar, hieß es noch den ganzen Sonntagvormittag (sagen viele Radio-Nachrichten, vorerst ... z.B. auch wetterOnline, oder Blick.ch): ob es Weltraumschrott war [Link zu Daniel Fischers Blog, NACHTRÄGL. ergänzt] oder ein natürlicher (hier wohl "höchstens faustgroßer", Zitat DLR - angesichts der Videos wäre ich da schon skeptisch) Meteoroid, also eins von den zahllosen Teilchen, die im Sonnensystem herumschwirren und als Meteor in der Erdatmosphäre verglühen können... 

Jedenfalls gibt's KEINEN KRATER, kein Impakt, sondern Verglühen in der Atmosphäre, also KEIN Komet, wie in diesem Video geschrieben ... Der diesjährige Weihnachtskomet "Lovejoy", der von der Erdsüdhalbkugel und der ISS sichtbar ist, wurde bereits von Jan Hattenbach beschrieben.

Der Titel dieses Videos ist allerdings nur ungeschickt gewählt, hört man vom Sprecher auf russisch: künstlicher Weltraumschrott wird hier spekuliert. Nicht ein ganzer Satellit, nur ein Teil Weltraumschrott (die Sojus-Stufe), meinen die Astro-Journalisten. N24 schrieb dazu gestern nach Anfrage beim DLR (Meteor = Sternschnuppe).

Ein Kollege weiß es: zu Florian Freistetter (verglühende Sojus-Stufe)

NACHTRAG 2: und hier noch ein hausinterner Link (doch Sojus, sagt SuW).

NACHTRAG 3 ... und jetzt auch beim Tagesspiegel

... und inzwischen sogar mit Berufung auf die ESA statt "belgische Forscher". (Nachtrag 4)

Wegen Weihnachtsstern - die drei Weisen sind schon lange unterwegs:

Dieses Foto hat ein Freund & Kollege von mir 2005 in der südwestlichen Sahara gemacht, während ich selbst im Bild bin. Ich hab's dieses Jahr an Freunde als Weihnachtsgruß verschickt ... und siehe prompt erscheint uns ein "Weihnachtsstern" ;-) , also zumindest eine auffällige Leuchtspur am Himmel (keine Nova).

Der WEIHNACHTSSTERN zu Jesu Geburt soll übrigens nach gängiger Lehrmeinung ebenfalls KEIN KOMET gewesen sein (was möglich wäre, aber unwahrscheinlich, weil es nicht zur astrologischen Deutung der drei Weisen passt). Vielmehr wird der Weihnachtsstern als Große Konjunktion (nahes Zusammenstehen am Himmel) der hellen Planeten Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische gedeutet (... und es gibt natürlich noch andere Theorien, es wird sicher noch lange darüber spekuliert, vermute ich). Das passt zur damaligen Himmelsdeutung, denn Jupiter war der Königsplanet, Saturn wurde wohl in Persien vor allem mit den Juden in Verbindung gebracht und das Sternbild der Fische stand für eine sich ankündigende Geburt. Schließlich zeichnen wir es noch heute so am Himmel: zwei Baby-"Fische", die - noch verbunden mit einer Nabelschnur - aus dem Wal"fisch" (Cetus) schlüpfen. Die Deutung, dass der "König der Juden (I.N.R.I.) geboren" werde/ sei, liegt also nahe. "Große Konjunktion" heißt, dass - im Gegensatz zu einer normalen Konjunktion - die Planeten nicht nur einmal kurz zusammentreffen, sondern drei Mal im Abstand von nur einem Jahr, d.h. der schnellere Jupiter überholt Saturn nicht nur mal eben am Himmel, sondern die Oppositionsschleifen liegen derart übereinander, dass sich die beiden dreimal sehr eng begegnen. Die Abstände der drei Begegnungen (exakt errechenbar) passen wohl auch ganz gut zu den damaligen Reisezeiten und Standort überm lokalen Horizont, wenn die Perser bei einer Begegnung loszogen, ihre Richtung in Jerusalem änderten und bei der letzten Konjunktion in Bethlehem ankamen.

Zauber der Weihnacht (?!)

Die Deutungen dieses Phänomens (sowohl das damalige, als auch das gestrige) auf der Meta-Ebene möchte ich jedem Menschen selbst überlassen, aber ich spendiere Ihnen noch ein paar weitere Bilder, die mir in letzter Zeit beim Zusammenschreiben einer Monografie über meine Zeit in der Wüste unterkamen ... und die, wie ich finde, fabelhaft zur aktuellen Woche zwischen den Jahren passen.

Damals, bevor man in den USA den Luftraum freigeben musste für eine CocaCola-Ikone, die am Nordpol wohnt ... damals, als der Grund von Weihnachten war, dass man die Geburt eines erlösenden Propheten feierte, wurden Güter (wie z.B. Weihnachtsgeschenke) noch transportiert, indem man sie auf Lasttiere verlud. So habe ich das oft gesehen, als ich durch die Sahara ging:

Karawanen handelten klassisch mit Salz und Gold. Heute transportieren sie Touristen, die einen sehr ökologisch nachhaltigen Tourismus pflegen, naturnah leben, unterm freien Sternhimmel schlafen und sich für urbi et orbi (die Stadt und den Weltkreis) interessieren... und ich habe solche oft begleitet. :-)

... eine unbeschreiblich schöne und erkenntnisreiche Zeit meines Lebens ...

Bei meinen letzten Karawanen, nach dem ich eine Woche lang mit einem afrikanischen Freund allein über Land unterwegs war (mir egal, was die Leute dachten - er hat mir nur sein Land gezeigt) und schon unzählige Touristen durch die Sahara und die islamische Kultur geführt hatte, entstanden folgende Fotos:

Ruhe und Besinnlichkeit

Jesus ist (natürlich lange nach seiner Geburt) auch in die Wüste gegangen und hat sich von Johannes taufen lassen. Viele große Propheten fanden ihre Erleuchtung in der Wüste.

Jedenfalls ist das gegenseitige menschliche Miteinander, das gelebte "egal, welche Hautfarbe du hast" und egal, wie du aussiehst, egal, wieviele Drachmen-Konten du hast und welche Beträge da drauf sind, sogar egal, von welcher Sprache deine Worte sind ... sondern wichtig ist, dass du hier und jetzt dein Wasser mit mir teilst oder mir eine halbe Stunde deiner Zeit bei drei Gläschen Tee schenkst. 

Wichtig ist, was du für eine Seele und was du für ein Herz hast ...  ganz im Sinne der großen Weltreligionen.

 

 

 


Herzliche Grüße an unsere Leser, 

frohe Feiertage - egal, was Sie feiern ...

[ein Lichterfest, vorgezogen die Geburt Jesu oder einfach nur ein paar Urlaubstage]

 

Ihr Weihnachtsengel vom Dienst ;-)

 

Arabische Nächte

Voyage extraordinaire

Sahara-Tour 2007

Bücher der Sahara

Literatur:

  • Antoine de Saint-Exupéry: Le petit prince, Der Kleine Prinz, erstmalig 1943
  • Antoine de Saint-Exupéry: Dans le Désert (in der Wüste) und Les camerades (die Kameraden) in: Terres des Hommes (Erde der Menschen, dt. Titel: "Wind, Sand und Sterne"), erstmalig 1939 


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Sonne 2011 - Polarlichter in Deutschland sehen und hören

26. November 2011, 19:51

Zunahme der Sonnenaktivität - Polarlichter möglich, sogar schon in Norddeutschland sichtbar. Im August wurden hier welche gesehen - jetzt ist noch viel mehr los auf der Sonne! Wer die Polarlichter (z.B. wegen Wolken) nicht sehen kann, kann sie auch hören! Mit einem einfachen Radioempfänger, den jeder bauen darf - auch ohne Amateurfunk-Lizenz - kann man die Veränderungen in der Reflexionseigenschaften der Ionosphäre für Funkwellen durch den solaren Teilchenstrom hörbar machen!

Bei CONRAD gibt's einen lustig eingepackten Bastelsatz für ein Kurzwellenradio: Link. Man kann aber mit ein paar einfachen Bauelementen auch ein Mittelwellenradio bauen:

simpler Mittelwellenempfänger - Der Kondensator sollte im Bereich von 0 bis 500 pF regelbar sein, als Antenne genügt ein langer Draht und als Spule ca 100 Windungen Kupferdraht auf einer Klopapierrolle (man kann ja immernoch einen Eisenkern reintun - weitere Infos & Bild).

 

Zwar ist das Jahr noch nicht vorüber, aber ich habe gerade die wolkigen Tage für eine Bilderauswertung genutzt. Seitdem ich mein Solarscope hier wieder bei mir habe, wurde so oft wie möglich damit die Sonne fotografiert: Entweder früh morgens vorm Losgehen oder im Laufe des Tages in der Uni. Man erkennt leicht die Randverdunkelung der Sonne, Wolken der Erde, Sonnenflecken und manchmal auch Fleckengruppen - und bei genauer Betrachtung (nicht auf den Fotos, aber im Original) sogar helle Flares am Rand.

Hier das Ergebnis von diesem Jahr:

Deutlich sieht man hier die Wolken vor der Sonne, aber auch einen Sonnefleck.

Man sieht, die Sonnenaktivität entwickelt sich gen Maximum: ein dicker Fleck mit klar trennbarer Umbra und Penumbra.

Schwer was los auf der Sonne! :-)

Im August gab's ja schon mal Polarlichter hier in Mitteldeutschland (Freunde von mir haben sie gesehen), also jetzt wird's bestimmt wieder munter - und im Winter vllt sogar zu abendlichen Uhrzeiten, wo's mehr Menschen sehen. :-)

 

Und hier das Instrument:

Ein Solarscope ist sozusagen die moderne, zusammenklappbare Papp-Variante einer Camera Obscura (Was das ist: CameraObscura_superkurz.pdf): Eine einzelne Linse wirft ein Bild, das lediglich durch einen kleinen Spiegel umgelenkt wird auf die Rückseite der Pappe, die das direkte Licht abschirmt.

Es ist leicht transportierbar (im kompakten Pappkarton) und damit überaus reisetauglich.

Außerdem hat sich dieses Gerät bei mir als äußerst langlebig herausgestellt: Ich habe es ca. 2004 bekommen (nachdem ich die Bedienungsanleitung ins Deutsche übersetzt hatte) und es seither in zahlreichen Sommerlagern, Kursen und auf Reisen verwendet. Zwar leiern allmählich die haltenden Laschen ein wenig aus, aber dennoch sieht es noch überraschend gut aus.

 

Für den Venustransit nächstes Jahr also unbedingt empfehlenswert!

 

 


 

Links zur Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Fachgruppe Sonne

Fachgruppe Meteore/ Atmosphäre

Polarlicht-Warnung


 

Mach es wie die Sonnenuhr:

Zähl die schönen Stunden nur! :-)



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ISS mal anders

26. Juni 2011, 12:18

ein internationales Team: zwei Astronauten (USA bzw. Canada), ein Kosmonaut (RUS) und ein Weltraumtourist (US) leben derzeit auf der ISS. Input kriegen sie von einem deutschen Ingenieur der Mission Control in Darmstadt, "hier in se bjutifull heßia, tschörmenie", das mal eben in einen Hinterhof an der Berliner Pappelallee verlegt wurde. Hier nämlich, im Ballhaus Ost fand am Sa, dem 25. Juni die vorerst letzte Mission statt. Erst im Oktober folgt die Fortsetzung nach der Sommerpause.

Realistische und sehr durchdachte Kulisse:

[Abb.: Foto von der Aufführung - es sieht nur aus wie schwerelos, in Wirklichkeit sind wir in einem Berliner Hinterhof]

Alles, das nicht in jemands Hand ist, wird mit Klettverschlüssen an der Wand befestigt - so, wie die Geschenkpackung für den Kapitän zum Geburtstag. Auch die Frisur von Claire ist entsprechend drappiert. Die Crew hangelt sich an Griffen entlang... man merkt die professionelle Beratung. :-) 

 

monochrom's ISS startet mit der Devise "In space no one can hear you complain about your job." (im Weltraum hört's niemand, wenn Du Dich über Deinen Job beklagst). Mit dieser simplen Feststellung einer Konsequenz der Tatsache, dass Schall der menschlichen Stimme nunmal ein Medium braucht - z.B. Luft braucht, um ans Ohr des Empfängers zu gelangen, spielen Johannes G., Roland G. und ihr Team! In ihrem Impro-Theater lassen sie vier Schauspieler die Crew der Raumstation spielen und Probleme lösen, die von einem Team am Boden per Video-Übertragung auf die Bühne eingegeben werden.

    Ein Publikum sieht dem Schaupiel vergnügt zu: Es gibt viel Gelächter - sowohl die Berliner als auch die Wiener waren begeistert! 

 monochrom's ISS

ein Impro-Reality-Sitcom mit folgenden Charakteren: 

Auf dem Bild links sieht man die "directors" Dr Mordecai Finkelstei (.il), Dipl.-Ing. Bodo Holtzmann (.de) und Dr. Reto Blücher (.ch) vom Bodenzentrum. Im Bild rechts die SpaceCrew: Captain Ulysses van Hundsbak (US, NZ), Missionsspezialistin, die kanadische Astrophysikerin Dr Claire Saint-Jacques, als Weltraum-Tourist der Multimillionär der Spiele-Industrie Angus Slernotzki (US) und der russische Kosmonaut Leutnant Fjodor E. Golenko. Ihre fingierten Biographien sind auf der monochrom.at-Webseite einsehbar. 

Sehr überzeugend ist der russische Akzent des Kosmonauten, ebenso wie dessen klischee-haftes Zelebrieren seiner Kultur als Kontrast zu der des Kapitäns. Die "Kanadierin", also aus der nordamerikanischen franco-germanischen Mischkultur spielt überzeugend das Mädchen an Bord und karrikiert mithin genau jene Rolle, die die einzige Frau in einem Männerteam eigentlich immer hat: die Jungs "erziehen" und bei Laune halten. [Warum? k.A., es sagen jedenfalls zahlreiche Astronauten und auch meine früheren Kommilitonen: angeblich betragen sich Männer besser in der Gegenwart einer Frau.] Der Mann, der durchs Programmieren reich wurde, wird genau derart dargestellt, wie man sich derlei Typen eben vorstellt: schlau, aber sehr unsicher im Umgang mit Menschen. Der Russe das genaue Gegenteil: wenig zimperlich, spätestens mit ein bißchen Wodka intus, der US-Kapitän lang und schlank wie man ihn sich vorstellt - und Ingenieur mit menschlichen Schlichterqualitäten.

Die Nachricht, dass dem Millionär gerade das Geld ausgeht und der Tourist folglich von nun an auf der Raumstation nun mitarbeiten muss, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Allerdings müsste man fairerweise die Frage stellen, ob die bespöttelte Arbeit, die er vorher geleistet hatte, um das Geld zu erwirtschaften (und sei es, indem er für anderer Menschen Unterhaltung sorgte durch die Entwicklung von Computerspielen) hiermit in Frage gestellt wird. Schnippische Bemerkungen einiger Crew-Mitglieder und der Bodenstation werden vom Captain vorbildlich geschlichtet. Astronauten sind eben charakterlich großartige Menschen! :-) 

Claire ist es schließlich, die des Kapitäns Weisheiten gekonnt in der erschütternden Erkenntnis zusammenfasst "Wenn wir einander besser kennenlernen, dann können wir auch besser zusammenarbeiten". Daraufhin entwickelt sich abermals eine neue Dynamik auf Bühne: der Russe und der Amerikaner schweben in den Nachbarsektor zum gemeinsamen Fernsehen, Claire bringt Angus das Flirten bei, während er ein gewisses Interesse für wissenschaftliche Experimente entwickelt.

Abschließend kulminierte diese Folge in einem Cliffhanger: der Crew wird offenbart, dass sie nun unter chinesischer Flagge fliegt, sie salutiert und wir warten auf die Fortsetzung im Oktober. 

 [Abb.: Beim Abschluss-Applaus vor der Bühne: die Leute von Mission Control, die bisher am Mischpult des Theaters hinten saßen.]

Geniales Konzept, großes Kino!

Durch die statische Bühne, die einem Zusammenkunft-Raum gleicht, hat das Ganze den Charme eines Sitcoms, also jener amerikanischen TV-Soaps, die im wirklichen Leben typischer, gewöhnlicher Kleinfamilien spielen - wie Married... with Children (Eine schrecklich nette Familie), Alf u.a. Serien im Nachmittagsprogramm, die lustig sein sollen und den Nachbarschafts- und Kleinstadt-Tratsch entschärfen, weil die Leute sich so eben über fiktive "Nachbarschaft" (=Leute wie Du und ich) die Mäuler zerreißen können, also über fiktive allseits bekannte Typen "tratschen" und lachen kann. Die anderen Module der Raumstation sind nicht sichtbar, man kann mit ihnen lediglichper Funk kommunizieren. Das zentrale Swesda-Modul hat also eine ähnliche Funktion wie ein Wohnzimmer, in dem man sich trifft. Input von außerhalb gibt's hier per Video-Screen.

Die Show wird beworben als live-Comedy oder (professioneller bezeichnet) als Impro-Reality-Sitcom, d.h. ein Genre-Crossover. Für Nicht-Medienwissenschaftler: Improvisationstheater und Sitcom (was das ist, siehe oben). Die Situation ist eine "Utopie" im wahren Sinn des Wortes, als u-topos, also grch. "Un-Ort", d.h. als Ort, den es nicht gibt. In der ursprünglichen Wortbedeutung meinte dieses Genre, als dessen Begründer der englische Staatsmann und Schriftsteller Thomas Morus (1478-1535) gilt, eine Romanart, die eine mögliche Organisationsform von Menschen schildert - also, z.B. Staatsformen, die (noch) nicht existierten, aber schön zu haben wären, weshalb die Handlung an fiktiven Orten spielte. Eine andere Form dieses Genre ist, dass man nicht Staatsformen erträumte, sondern neue Technologien und die große Synthese von beidem gelang z.B. Gene Roddenberry 1966-'69 in StarTrek (in Deutschland ausgestrahlt unter dem Titel "Raumschiff Enterprise").

monochrom's ISS hat es am Beginn des 21. Jh. nicht mehr nötig, Un-Orte oder Un-Zeiten als Schauplatz zu wählen. Unsere Realität ist "abgedreht" und "utopisch" genug. Recht nahe an der Realität im Weltraum ist daher die Show, die erst in Wien und dann in Berlin gedreht wurde. Die Crew auf der Bühne weiß nicht vorher, was Mission Control ihnen heute geben wird und Mission Control weiß (natürlich) auch nicht, was die Crew "antworten" wird, wie sie reagiert. Daraus ergibt sich eine überraschende Dynamik, die - wenn's gut läuft - fast an den meistens zutreffenden Slapstick-Charakter von TBBT herankommen kann.

  [Abb.: Aufführung am 25.06. 2011]

 "smart ist das neue sexy"

monochrom's ISS startete also mit dem "Missionierungsanspruch" und der Berufung des Narren seit altersher, den Menschen einen Spiegel vorzuhalten. Es ist näher an der Realität als die ScienceFiction in StarTrek, wo die Kulisse des Spiels um einige Jahrhunderte in die Zukunft gerückt wird. Andererseits wirkt auch schon die heute reale, moderne Technologie für uns im Alltag derart utopisch, dass man es direkt benutzen kann. Welcher Besucher eines Hinterhof-Theaters in Berlin kann sich schon wirklich vorstellen, wie es auf der Internationalen Raumstation: Was heißt es überhaupt, dort zu leben, für viele Monate nur ca drei andere Menschen um sich zu haben und bestenfalls Funkkontakt mit Familie und Freunden? Wie kann man in Schwerelosigkeit leben, essen, Musik hören, (k)ein Fußball-Spiel sehen, auf Klo gehen und in welcher Pose ausgeruht schlafen, ohne dass die Schwerkraft einem die Wirbelsäule gerade biegt...? Wie arbeitet man, wenn jeder Handgriff schon 150.000 US$ kostet? 

Beim Start in Wien wurden zur Beantwortung dieser Fragen noch zwei "Experten" auf die Bühne geholt, die dem Publikum dies erläuterten: Norbert Frischauf (Raumfahrtwissenschaftler und -Kommunikator im ÖWF) und die Astro-Online-Journalistin Maria Pflug (DerOrion).


Was bringt uns die Raumfahrt überhaupt

Wozu müssen überhaupt Menschen in den Weltraum starten? Neben den zahlreichen physikalischen, biologischen und chemischen Experimenten und der Herausforderung an die Ingenieur-Wissenschaft gibt es auch ethische und philosophische Ergebnisse, die man aus der Raumfahrt lernt. Raumfahrende aller Nationen und jeden Geschlechts erzählen immer wieder, wie die von Peter Sloterdijk (einem der großartigsten und provokantesten Gegenwartsphilosophen) propagierte Perspektivenumkehr für uns wirkt: Aus dem All sieht man weder Staatsgrenzen noch etnische Unterschiede, "alles was hier groß und wichtig erscheint", wirkt dort "nichtig und klein". Aus dieser Perspektive sieht man die Erde als sensibles blaues Juwel in der Schwärze und Einsamkeit des Alls. Man sieht, wie dünn die schützende dünne Haut der Erde ist, die Atmosphäre, die uns das Leben auf der Erde ermöglicht. Man sieht die Schutzbedürftigkeit der Erde ein, aus der schließlich in den 1980er Jahren die "Grüne Revolution" in Europa losbrach: zuerst schleichend, doch heute sogar schon in der Landesregierung von Baden-Württemberg. :-)

Kommt die Erde in den Himmel, wenn sie tot ist?

 

 [Abb.: Aufführung am 25.06. 2011;
 Das Sport- und Wohnmodul "Swesda" ist die Bühne, der Weltraumtouri entdeckt gerade seine Vorliebe für Pflanzen.]

 

 Einladung  zur Fortsetzung

Anyway: Im Ballhaus sehen Sie ganz un-philosophisch den fingierten, aber sehr realistischen profanen Alltag einer vierköpfigen Mannschaft auf einer internationalen Station im Orbit unseres Planeten. Mal abgesehen von der spacigen Kulisse gibt es menschliche Dissonanzen und Harmonie wie überall und es ist einfach ein Gaudi - für Weltraumfans ganz besonders.  

Die sehr professionellen Darsteller (m/w) singen und reden gewiss jedem einen schönen Abend. Man kennt sie bereits aus dem Fernsehen oder aus Musical-Inszenierungen. Doch auch wenn nicht: auf der ISS-Bühne im Ballhaus merkt man ihre Professionalität sofort! 

spontan, spritzig, witzig, originell

und wie im echten Leben: jeden Abend anders :-) 



Wenn Sie's diesmal verpasst haben, gibt's im Oktober nochmal eine Chance für

monochrom's ISS

27., 28. und 29. Oktober im Ballhaus Ost in Berlin (Nähe Bhf. Schönhauser Allee). 

Zwischenzeitlich werden die bisher gedrehten Folgen binnen der nächsten Monate peu-à-peu auf der monochrom-Webseite veröffentlicht. 

Die Show ist in Englisch (native speakers, bewusster deutscher bzw russischer Akzent). 

 

 


Gimmick dieses Logs
Credits:
Danke an Maria für die Presse-Backstage-Karte, an Johannes für die herzliche Begrüßung und den Service und an Paula für die Fotos, da meine Handy-Kamera leider in diesem Lichte streikte.

Abb.: Auf der Fahrt nach Berlin (Danke Falko & Co): Ein durchgehender Doppelregenbogen begleitete die Fahrt ab Hannover bis ca. Magdeburg. Der Haupt-Regenbogen rückte dabei immer näher heran: er endete zeitweise nicht - wie typisch - irgendwo "in der Luft" oder in der Ferne, sondern zuerst auf dem Feld neben der Autobahn und später sogar direkt am Auto.

Faszinierend, wie die Natur malen kann!



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SpaceCamp in Berlin-Potsdam und Hamburg

24. Juni 2011, 00:13

noch freie Plätze: SpaceCamp für Teens und Twens von 16 bis 27 Jahre. Jetzt für Kurzentschlossene nur 360 Euro! Darin enthalten: ÜVP und gesamtes Programm (Eintrittsgelder, Fahrkosten), gezahlt werden müssen lediglich Anreise nach Berlin und Abreise von Hamburg oder Berlin. 

Flyer_SpaceCamps_2011.pdf

Datum: vom 25.07. bis 05.08.

 

Das Programm beinhaltet Kahnfahrt im Spreewald, experimentieren im DLR SchoolLab, Besuch von Einsteinturm, Sternwarte Bergedorf und Archenhold-Sternwarte, Stadtrundfahrten in Berlin, Hamburg, Ausflüge nach Potsdam und Bremen... u.v.a.m. also: sehr viel Wissenschaft, Spiel, Spaß und Freizeit ... tolles Ferienprogramm. Dazu: Juri Gagarins Kultur live erlebt durch unsere russischen Gast-Teilnehmer (so alt wie ihr!). 

 

Programmpunkte im Einzelnen: 

Mo 25.07.11 Anreise, offizielle Eröffnung, Begrüßung in
Berlin, Kennenlernen, Übernachtung in JHB
Di 26.07.11 Astronautentraining, Raumflug-Spiel, Schülerlabor im Orbital des FEZ, Beobachtung bei den SiFEZ
Mi 27.07.11 Stadtrundfahrt Berlin, Besuch Technikmuseum (Sightseeing, Besuch IMAX)
Do 28.07.11 Besuch in Potsdam: Führung in Sanssouci, Astrophysikalisches Institut Potsdam, (Aleksandrowka, Sightseeing)
Fr 29.07.11 DLR-SchoolLabs, Sowjetisches Ehrenmal, Archenhold-STW, Kneipentour
Sa 30.07.11 Tagesausflug Spreewald, Bootstour Lübbenau, Freilichtmuseum Lehde
So 31.07.11 Fahrt nach Hamburg, Kennenlernen der Gastfamilien
Mo 01.08.11 Stadtrundfahrt Hamburg, Hafenrundfahrt, Michel Sightseeing
Di 02.08.11 Sternwarte Bergedorf, Planetarium
Mi 03.08.11 Ausflug nach Bremen, Fallturm, Universum, Stadtrundfahrt, Sightseeing
Do 04.08.11 Abschlusstag, Feedback, Freizeit (Shopping), ggf. Rückreise nach Berlin
Fr 05.08.11 Abreise

  Have Fun! Join us!

Fragen und Anmeldung: 

Nina Mut (Berlin): ninkamutik@googlemail.com

Tel.: 0176 - 821 74547

 

 

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 früherer Beitrag April

 (dort jeweils weitere Links)

 



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MoFi-Fi mit kleiner Lücke und großer Beute

16. Juni 2011, 12:43

Finster war's, der Mond schien ... gewiss auch, aber weniger helle. :-) Den roten Mond habe ich nicht gesehen, aber dank Dachgeschosswohnung mit Balkon konnte ich genau sehen, dass die anrückenden Wolken irgendwann dünner wurden.

Ich erklomm den Hügel hinter der Siedlung und sah den Mond. Gerade für ca. 5 min lukte er in der partiellen Phase zwischen den Wolken hervor, als er sich aus dem Schatten der Erde befreite. Meine eigenen Fotos sind aufgrund dieses geschwinden Aufbaus leider etwas verwackelt, darum hier die eines Freundes: 

 

 

 

 

Hurra, die Nacht war gerettet! Instantan schnappte ich mir diese Bilder und wertete sie aus. :-)

Wozu sind solche Fotos gut - außer hübsch zu sein?

Ausgehend von der Idee, dass die Erde ungefähr eine Kugel ist, die einen Schatten ins All wirft, durch den der Mond bei einer Mondfinsternis wandert, können wir aus den obigen Bilder ableiten, wie groß also der Erdschatten in Mondentfernung ist - bzw. wo er am Himmel steht. In einem Grafikprogramm (Inkscape) habe ich also an die bogenförmige Schattengrenzen einen Kreis gefittet. d.h. ich habe den Kreis zum gegebenen Bogensegment konstruiert: 

Da ist also der Erdschatten. Offensichtlich größer als der Mond. Jetzt schauen wir, wie oft der Mond in den Erdschatten passt. Ich habe dazu mit Inkscape um den Mond einen Kreis gezeichnet (beige) und diesen dann nach rechts kopiert (blau). Wir zählen und schätzen ab: Der Mond passt ungefähr dreimal in den Erdschatten. 

Natürlich verjüngt sich der Erdschatten mit dem Abstand zur Erde, ist also in Mondentfernung schon kleiner als der Durchmesser der Erde. Meine schnelle Skizze ist allerdings auch noch ungenau. Grob gesagt haben wir aber nun nachgewiesen: Die Erde ist etwas mehr als dreimal größer als der Mond. [ungefähre Abschätzung: in Wirklichkeit messen wir heute das 3.6-fache] 

Tolle Erkenntnis, oder? :-) 

 

Übrigens ist dies die Strategie, wie man in der Antike die Größen von Erde und Mond relativ zueinander bestimmte. Der Umfang der Erde wurde z.B. von Poseidonius und Eratosthenes mit Schattenstabmessungen in Alexandria und Syene bestimmt. Da man also die Größe der Erde mit einer anderen Methode unabhängig bestimmen konnte, musste man diesen Wert dann nur noch durch 3 teilen, um den Umfang des Mondes zu ermitteln. Je nachdem, wie genau man pi bestimmt hatte (das Umfang zu Durchmesser-Verhältnis), kannte man damit also auch den Radius des Mondes.

Diese Methode zur Bestimmung der relativen Größe von Erde und Mond (natürlich nicht mit Inkscape und dafür auch langwieriger & mühsamer) ist uns aus hellenistischer Zeit in der Antike überliefert, vllt auch schon älter.

Bereits auf die Vorsokratiker (Pythagoräer) geht die Erkenntnis zurück, dass die Erde eine Kugel ist. Geschlussfolgert haben sie das aus der Beobachtung, dass der Erdschatten immer ein Kreis ist - egal, ob die MoFi abends, morgens oder gegen Mitternacht stattfindet.


 

Gimmick dieses Log-Posts

Es ist doch immer wieder toll, wieviel Erkenntnis man aus wenigen Beobachtungen ziehen kann. Was man so alles aus ca. 5 min Wolkenlücke während einer totalen Mondfinsternis lernen kann, genial! :-)

Rechts noch eine Federwolken-Wolkenfeder vom Wochenende: hübsch, ne?  

 

 

 



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Historische Karten, modernste Technologie

12. Juni 2011, 20:32

Was fürs Auge in Augsburg: Anlässlich der Langen Nacht der Kunst bot das Planetarium Augsburg eine ungewöhnliche Kombination. Man projizierte Kartenblätter des Augsburger Juristen Johannes Bayer, eines angesehenen Bürgers dieser Stadt im 17. Jh., in die 10 m-Kuppel des Planetariums neben dem Naturmuseum - allerdings nicht die Supernova, die Bayer im Sternbild Cassiopeia einzeichnete (die Tycho-SN von 1572, denn Grundlage des Kartenwerks waren die seinerzeit besten und genauesten astrometrischen Messungen, die des Tyge Brahe), sondern nur ausgewählte andere Kartenblätter.

Moderne Planetariumstechnologie in der alten Stadt der Münze (Heimat der Familie Fugger) machte es möglich: Das Augsburger Planetarium ist stolz auf seine halbwegs "frisch"-renovierte Kuppel mit modernster Projektionstechnologie: Es gibt keine Hantel und keinen Starball in der Mitte, sondern die Sitze sind aufgestellt wie in einem antiken Theater: unidirektional und mit den Eingängen links und rechts vom Publikum. So macht das Sternentheater seinem Namen alle Ehre. :-)

Abb. rechts: vom Steuerpult aus fotografiert.

Das Steuerpult befindet sich links von den Zuschauenden. Von hier aus wird eine vollkommen digitale Beamerprojektion gesteuert, wobei auch Vollkuppelfilme in Full-HD möglich sind.

Lange Nacht der Meister(werke)

...wie die Nacht auch hieß in Augsburg am 4. Juni 2011.

Ein Meisterwerk ist es zweifelsohne, was der bayerische Zuwanderer seinerzeit in Augsburg geschaffen hatte. Eine Vereinigung eines Paares, das heutzutage oft gegensätzlich gedacht wird: Kunst und Wissenschaft - nicht nur ein reines Kunstwerk, denn das hätte ein Maler oder Kupferstecher auch allein gekonnt. Nein, die Uranometria war auch ein wissenschaftliches "Mess"werk, ein Nachschlagewerk für Helligkeiten und Positionen der Sterne und mithin ein Arbeitsgerät für beobachtende Astronomen. Mit seiner Genauigkeit der Abbildungstreue schuf er eine neue Kartentradition. 

So hatte Herr Bayer es geschafft, erstmalig einigermaßen skalenrichtig den Himmel zu Papier zu bringen. Mit großem Aufwand hat er Sternbild für Sternbild vermessen und koordinatentreu gezeichnet. Die sternbildweise Darstellungen in Buchform, wobei also jede Seite ein Sternbild zeigt, konnte folglich keine einheitliche Skalierung aufweisen: Manche Sternbilder sind größer als andere und wenn man z.B. die großflächige Serpens (Schlange) und den kleinen Sagitta (Pfeil) jeweils auf einer Seite darstellen will, dann muss sich die Skalierung der Seiten natürlich ändern. (Vgl die beiden Seiten, die bei Bayer aufeinander folgen) Die Seitehöhe umfasst in Deklination für Serpens 50°, für Sagitta nur 20°, die Seitenbreite (Rektaszension) wird natürlich unabhängig ebenfalls skaliert, eben derart, dass die jeweilige Figur vollständig drauf passt.

In Jürgen Hamels Begleitbuch zur aktuellsten Drucklegung des historischen Werks durch den Kunstschätze-Verlag ist dieses Problem benannt und die Diskussionen Bayers mit seinem Kupferstecher mag man sich lebhaft vorstellen, wenn man die Genauigkeit des Werks begutachtet. Ein einfacher Handwerker hatte schließlich für den Gelehrten diese Arbeiten ausgeführt und dieser hatte vielleicht selbst die Himmelsbeobachtungen angestellt (Jürgen Hamel spekuliert, dass zumindest die Milchstraßen nach Bayers eigenen Beobachtungen gezeichnet sein könnte), wahrscheinlich aber verschiedene historische Sternverzeichnisse als Grundlage genutzt. Hamel schreibt, dass Bayer die Atlanten von Piccolomini, Gallucci, Bornmann u.a. genutzt habe, dass jedoch die Darstellung der Milchstraße bei Bayer ein Novum gewesen sei und es bestenfalls Karten von Sternen (Punkten) gab.

Ich halte das nicht für sonderlich überraschend, denn ein diffuses Flächenleuchten wie die Milchstraße ist schwieriger zeichnbar bzw vermessbar als exakte Punkte (Sterne). Je nach Seeing/ Wetter und Güte der eigenen Augen wird bestimmt die Grenze der Milchstraße auch verschieden gesehen und insofern mag Bayers Versuch vllt auch gewagt erschienen sein, die Milchstraßenwolken mit exaktem Saum zeichnen zu wollen. Hamel selbst schreibt, dass es Abweichungen von der heutigen Beobachtung (z.B. mit fotografischen Methoden, was wiederum andere Lichtempfindlichkeiten mit sich bringt) gibt, dass es aber grob übereinstimme, solange man sich nur an den Sternen orientiere: ein Stern, den man außerhalb sieht, liegt auch bei Bayers Atlas außerhalb (Begleitbuch 2010, S. 68).

Diese Genauigkeit, die die Uranometria (Himmels"vermessung") des Johannes Bayer so besonders macht und von den meisten älteren Werken in Buchillustrationen oder Kalenderblättchen heraushebt, sieht man am besten, wenn man das alte Meisterwerk auf ein modernes legt. 

Moderne Planetariumstechnologie in Augsburg projiziert Sternkarten nach heutigen astrometrischen Daten (ich weiß leider nicht welche, aber so erklärte es der Abendführer Gerhard C.) und nicht mehr mit einem Projektor, in den von Hand "Sterne" gestochen sind, wobei nämlich naturgemäß stets Fehler auftraten. Der künstliche Sternhimmel in Augsburg sollte also dem echten soweit entsprechen, wie es die moderne Messgenauigkeit hergibt. Legt man nun die Blätter der 400jährigen Uranometria auf diesen Sternhimmel, kehrt die Farben um und entzerrt sie entsprechend der Verkleinerung in einer 10m-Kuppel gegenüber dem echten Himmel (mit unendlichem Radius der scheinbaren Himmelskugel) und rückt sie an die richtige Stelle, dann sieht die Genauigkeit des Bayerschen Atlanten quasi durch direktes Hingucken mit dem bloßen Auge! :-)

Die Augsburger Planetarier haben zu diesem Zwecke sogar die Hilfslinien und die eingezeichneten Arbeitslinien aus der derzeitigen Neuauflage ausradiert. So wurden an diesem Abend die Sternbilder Ursa Maior (Große Bärin), Ursa Minor (Kleine Bärin), Cygnus (Schwan), Bootes (Ochsenhirte) und Orion einem erstaunten Publikum vorgeführt. Die Übereinstimmung war verblüffend gut! 

Bei UMi sah man fast keine Abweichungen. Bei den flächigen Sternbildern gab es durchaus kleine Abweichungen der heutigen Sternpositionen gegenüber denen bei Johannes Bayer. Allerdings bin ich mir nicht sicher, inwiefern dies vielleicht nur an der Projektion der Karten an die Kuppel liegt. Immerhin musste die planare Karte nun in eine 10 m-Kuppel gequetscht werden und dabei musste ganz sicher (bestätigt durch die Aussage des Abendführers, der es programmierte) auch die Präzession berücksichtigt werden. Es liegen immerhin 400 Jahre zwischen der Himmelsvermessung Bayers und der Himmelsvermessung moderner Astrometrie-Satelliten.

Hier ließe sich wunderbar eine Zusammenarbeit modernster Planetariumstechnologie mit dem Wissen der Historiker verbinden. Falls sich vielleicht mal ein Uranometria-Experte unter den Astronomiehistorikern in die alte Stadt der Münze begibt, würde daraus vielleicht eine großartige Zusammenarbeit!

[Abb. rechts: Weberhaus in Augsburg]  

Für mich hat dieses "Erlebnis Astronomie" letzten Samstag (statt ITV) großen Appetit auf mehr gemacht; es reizt mich regelrecht, solche Projekte sofort zu verfolgen! :-) Ein Ziel für fleißige Astronomen und Historiker von heute wäre es dann wohl, die Bayerschen Karten nochmal genauer anzuschauen und vllt sogar in realitas auszumessen. Wer weiß, vielleicht projizieren die Augsburger ja auch irgendwann die ganze Uranometria von 1603 an ihren künstlichen Himmel - für ihren verstorbenen Bürger, der vor ca 400 Jahren für die ganze Welt neue Maßstäbe in der Himmelsvermessung, der Astrometrie setzte, wäre das jedenfalls eine große Ehre. :-) 

 


Gimmick dieses Log-Posts

Egal, wo ich hingehe, ich komme stets nach Hause: Im Diözesanmuseum zu Augsburg fand ich einige Monstranzen und Christus-Figuren vom Hildesheimer Dom, der gerade restauriert wird.

Im römischen Museum erhielt ich sogar noch eine frisch geprägte Münze mit dem Stadtwappen auf der einen, einem Hermes auf der anderen Seite. Faszinierende Welt! :-) 



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dt.-russ. SpaceCamp in Berlin-Potsdam und Hamburg

12. Mai 2011, 23:16

Noch freie Plätze! 

drei Städte, zwei Sprachen, ein gemeinsames Hobby, null Differenzen. ;-) In Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtzentrum im FEZ bietet Nina Mut wieder ein deutsch-russisches SpaceCamp für Jugendliche ab 14 Erdenjahren an: Im Juli/ August laden wir russische Teens und Twens aus Sibirien nach Europa ein, erkunden eine Woche lang die Natur und Kultur Nordeutschlands. Die beiden Metropolen Berlin und Hamburg bieten unser Domizil. Ein Spreewald-Ausflug ist ebenso geplant wie die astronomischen Sehenswürdigkeiten der Doppelhauptstadt und der Freien und Hansestadt. Sterne gucken, Raumfahrt heute und damals, Sanssouci und des Hamburger Hafens, ... und natürlich viel Kultur in der ehemals gespaltenen Stadt, die inzwischen wieder zusammenwächst: Berlin, Potsdam und Hamburg!

Aus dem (vorläufigen) Programm:

Im Austausch bringen unsere russischen Gäste ihre Kultur von delikaten Schokospeisen, rasanten Tänzen, melodischer weicher Sprache und Lieder in der berühmten "russischen Seele" mit.

Das Moskau-Lied der deutschen Gruppe "Dschinghis Khan" (Eurovision 1979) oder zumindest sein Refrain wurde von den deutschen Teens nicht selten auf den Fahrten gegröhlt und zur Hymne erhoben für eine Kultur, deren Lässigkeit uns ebenso fasziniert, wie sie gleichzeitig durch ihre Gleichgültigkeit mitunter nur Kopfschütteln und Unverständnis auslöst:

 

 

Russisch, die erste Sprache, die ein Mensch im Weltraum sprach ... und die von zahllosen Menschen, die immernoch nichts von Relativitätstheorie und Quantenmechanik gehört haben. Ein Land, dessen Bildungssystem zwar Erfolge von Volkshelden zelebriert, Orden, Preise und Auszeichnungen vergibt, aber dessen Abschlüsse nicht überall international anerkannt werden, so dass Einwanderer und Spätaussiedler i.d.R. bei uns oft ein zweites Mal die Berufsschulbank drücken müssen.

In Krasnojarsk gibt es eine Universität und in deren Dachgeschoss sitzt ein Satelliten-Kontrollzentrum. Nebenan "wohnen" die Astronomen: Sie beschäftigen sich mit der Erforschung von Veränderlichen Sternen. Auf der großen Dachterrasse, auf der sich die Satelliten-Kontroller und die Astronomen treffen, gibt es ein Teleskop, das man Remote (also vom Büro aus) steuen kann. Die Astronomen würden sich daher über Kontakte nach Deutschland freuen und bieten an, dass man ihr Telesköpchen nutzen kann. (Sie selbst wollen für ihre wissenschaftlichen Zwecke ein größeres Teleskop außerhalb der Stadt bauen.) Insbesondere für Schulklassen könnte dies interessant sein, da es in Krasnojarsk schon dunkel ist, wenn es in Deutschland noch hell ist und also auch jüngere SchülerInnen noch draußen sein dürfen - z.B. in der Schule und ein Teleskop unter dunklem Nachthimmel fernsteuernd Sterne Gucken. :-)

Von den Universitäten in Novosibirsk und Omsk habe ich bereits letztes Jahr berichtet.

Russland - eine bizarre Kultur voller Gegensätze: prachtvoll dekorierte öffentliche Innenräume mit Gold und Glitzer, doch dasselbe Haus von außen sieht aus, als würde es nur noch durch die Farbe zusammengehalten. Luxus auf der einen Seite, Armut auf der anderen. Klirrende Kälte mit -20 bis -40 °C im sibirischen Winter draußen, während die Innenräume auf lauschige +30°C aufgeheizt werden, so dass wir Deutschen kaum schlafen können.

Schnee ist schwarz in Sibirien und mancher Deutsche spekulierte schon, ob das Land seinen Namen gar nicht von der Region "Ruß" um Kiew hat, sondern von dem Ruß, der von den Schornsteinen der Kohleöfen der Heizwerke ungefiltert in die Stadtluft geblasen wird. Geheizt wird in Russland schließlich immer gleich die ganze Stadt und wer's kühler mag, muss das Fenster öffnen: die Heizkörper in den Wohnungen haben keine separaten Temperaturregler. 

Bei so viel Kälte braucht man dann auch einen guten heißen Tee - der in Russland natürlich im Samovar gemacht wird. Birkenrinde ist in Sibirien eines der verbreitetesten Dekorations- und Handwerksmaterialien für allerlei Gadgets: wunderschöne Kästchen, Schmuckstücke, Base-Caps, Haarspangen, Kämme, Bürsten, ... alles, das ein Tourist evtl kaufen möchte, wird daraus gemacht: sogar ein Samovar. 

Schnee und Eis in Sport und Kunst

In Krasnojarsk fanden wir einen Park von Eisfiguren bewundern. In der Mittagssonne ergaben sich Kritallpaläste, die den Londoner von 1851 sicher in den Schatten stellen würden. Hier schoss mir wieder durch den Kopf, dass SuW vor ein paar Jahren in einem Artikel über Neutrinoforschung schrieb, dass Wassereis das klarste Material auf Erden sei: die Skulptur unten ist bestimmt 20 bis 30 cm dick, aber man kann deutlich hindurchsehen - wenn das Bild unscharf ist, dann ändert das ja nichts daran, dass das Licht hindurch kommt, sondern sagt nur, dass es abgelenkt (gebrochen) wird.

Letztes Jahr war ich in Sibirien das erste Mal Ski fahren! Freunde aus Iskitim (bei Novosibirsk) hatten es mir ermöglicht. :-)Dieses Jahr waren wir Bergwandern und im Sommer gehen wir klettern. Sibirische Sommer sind übrigens ähnlich den unsrigen: 25 bis 35 °C plus - nur ungleich mehr Mücken.

 

Nichts desto trotz ist es ein faszinierendes Land, Russland. Obwohl wir Mitteleuropäer sicher vieles nicht verstehen von der Kultur im fernen Zentralnordasien, so ist es doch ein Erlebnis, diese fremde Kultur zu entdecken. Doch so einfach ist das nicht, denn man braucht wirklich für jede Bewegung eine Erlaubnis: Zuerst braucht man natürlich ein Visum für die Einreise und dazu braucht man einen Kontakt im Land, den man besucht. Sollte man auf die Idee kommen, die angegegebene Stadt zu verlassen, muss man sich in der nächsten Stadt neu anmelden. Es steht außer Frage, dass man auch dort Freunde oder Verwandte braucht, die man besucht. Auf jede Fahrkarte, die man kauft, wird die Visumnummer gedruckt und die Tickets werden im Zug auch noch von Hand kontrolliert. Die Bürokratie in diesem Land ist vllt notwendig bei dieser enormen Verwaltungsgröße, aber auf jeden Fall für uns ungewohnt und sehr zeitintensiv.

Ein Grund mehr, die russische Kultur hier in Deutschland zu entdecken:

Komm mit, erlebe zwei tolle Wochen

in Berlin und Hamburg

und lerne russische Jugendliche kennen!

 

 

Dann können wir nächstes Jahr vllt auch selbst nach Russland fahren. Smile :-) 

  Termin & Daten:

25.07. -- 05.08.2011 (Berlin/ Potsdam, Hamburg) 

Kosten: 400 €

   Fragen und Anmeldung: 

Nina Mut (Berlin): ninkamutik@googlemail.com

Tel.: 0176 - 821 74547

(Hier bekommst Du bei Bedarf auch das Anmeldeformular.)

 

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ATT 2011 in Essen

08. Mai 2011, 13:48

Der Astro-Trödel-Tausch ATT ist die größte Börse für Astronomie in Europa - so zumindest die Durchsage bei der Begrüßung in den vier Sprachen: deutsch, englisch, niederländisch und französisch. Verlage wie Spektrum, Kosmos und Kunstschätze waren ebenso vertreten wie die großen Teleskophändler (Baader, TeleskopService, Berlebach, Vixen,...) und die versierten, patentierenden Selbstbauer (Giovanni mit seiner Giro, Michael Koch mit der FS2).

Gestern fand der ATT zum 27. Mal statt und man hörte hier und da Gespräche wie "ich war schon 20mal da", "ich erst elf mal", "außer uns beiden war höchstens noch X bei jedem ATT dabei" ... man sieht sich, man kennt sich, man trifft sich. Aber auch Neulinge wurden gesichtet: interessierte junge Mädchen fragten die Montierungsselbstbauer über die Funktion solcher Geräte aus und Jungs ließen sich von Vätern, Onkeln und anderen in Teleskopnutzung unterweisen. Zu kaufen gab's antiquarische Bücher, fossile Steine der Erde, Meteorite, Spektroskope und natürlich alles, das man zum direkten Sternegucken braucht. Ein wenig vermisst wurden diesmal die didaktischen Tools und Toys aus Pappe, aber auch AstroMedia-Ware an mehreren Ständen zu finden. Schnäppchenjäger kamen auf ihre Kosten. Falls das Geld nicht reichte, zauberte der ATT-Zauberer (ein schmucker junger Mann im Anzug, mit Hut und Zauberstab) mal eben rasch neues Geld herbei oder man fand eine andere Lösung per Anzahlung und Restüberweisung. Die Messe war insgesamt gut besucht, aber nicht so überfüllt wie in manchen Vorjahren.

 

Boy and their toys!

Hier im Westen Deutschlands, im Pott, fließen nicht nur Ruhr und Rhein zusammen, sondern auch alle Sorten von Astronomie-Strömungen: die Schrauber und Bastler kommen genauso auf ihre Kosten wie die Bücherwürmer, die Dunkeladaptierten genauso wie die Sonnegucker, die aufwändig ausgerüsteten Photonen-Fischer genauso wie die Visuellen Spazierengucker. Mir persönlich haben's ja schon immer die großen Refraktoren angetan - das stattlichste Prachtstück steht bei Baader, ein Apochromat 200/1800 für umera 20 kilo-Euronen. Allerdings steht es da eben nur herum und hat einen Deckel vorm Objektiv. Es steht vor einer munter auf- und zuzwinkernden Automatik-Kuppel in der Halle und man kann es lediglich von außen bewundern und nicht probeweise durchschauen. Typisch Männer, diese Händler - es kommt wohl wiedermal nur auf die Länge an, was?! ;-) Also auf zur nächsten StarParty, zum nächsten ITV? :-)

Ganz anders bei Feldstechern und Filtern: die kann man probenutzen und zwar sowohl in der Halle als auch draußen. Die Außengelände, die früher nur von Rauchern genutzt wurden, so dass man dort grüne Laserpointer hätte testen können, wurde diesmal für die Sonne genutzt: Großartige Idee! echte Astronomie im strahlenden, warmen Sonnenschein auf einer Astro-Messe!

Sonne-Koryphäe Wolfgang Lille (VdS) beriet Neulinge sehr versiert bei der Filterwahl und gab Beobachtungstipps. Lunt hatte sogar seinen Stand draußen und um das zugehörige Doppelteleskop mit verschiedenen Filtern zum Probegucken bauten sich auch andere mit Coronados und Feldstechern auf.

Socialize!

Es ist die Gelegenheit für die Sternfreunde in ganz Deutschland und Anrainern, für Astro-Händler, für öffentliche Sternwarte, für Initiativen, Vereine und Verbände sich einmal im Jahr auf eine Art "Pilgerfahrt" in den Pott zu machen. Shake-Hands, man zeigt, dass man noch lebt, man trifft sich beim AstroTreff mal live und in Farbe statt nur virtuell.

Astronomie.de veranstaltet für die Jüngsten wieder eine ATT-Ralley, die nach eigenen Aussagen besser besucht wurde denn je. Der größte dt. astronomie-Verein, die VdS, stand mit gewohnter alteingesessener bzw lange bewährter Mannschaft da (Werner Celnik, Dietmar Bannuscher, Eberhard Bredner) und man traf Astro-Urgesteine wie den Essener Sternwartengründer Ansgar Korte und den Original-Berliner Sonnezeichner Peter Völker, der seinerzeit als junger Bursche schon meinen Stellarphysik-Professor zur Beschäftigung mit der Astronomie angestiftet hatte: man erkennt die große Bedeutung der Hobbyastronomie. :-)

Reiseveranstalter bieten Gruppenreisen mit Astro-Schwerpunkt. Seien es SoFi-Reisen oder Kurztrips zu den Astro-Sehenswürdigkeiten "vor der Haustür" wie Planetarien, historische Uhren (Stralsund, Prag, Strasbourg), Globen wie in Gottorf oder besondere (riesige) Teleskope wie Berlin und Potsdam.

What's new? 

Die VdS hat endlich ein Wappentier: die (Nacht)Eule. (VdS-Webseite) Man hat es ja schon in den letzten Journalen für Astronomie und SuW gesehen: von der VdS-Werbung gucken zwei große Augen mit tiefen Augenringen ins Leserauge. Ich wette, in ein bis zwei Jahren gibt's VdS-Plüsch-Eulen. :-) Gestern lief erstmal der Vorsitzende, Otto Guthier, mit einem marineblauen VdS-Polo-Shirt herum - leiderzumglück noch nicht käuflich erwerbbar, sondern "nur" ein Prototyp. Chic sieht's aus, Otto steht's gut und sowas würde vielleicht sogar ich tragen (im Gegensatz zu den wenig schmeichelhaften T-Shirts), wenn's das doch nur in einer helleren Farbe gäbe! (invertiert gelb mit blauem VdS-Logo oder mit dem normalen und royal- oder taghimmelblau)

Auch die ATT-Organisatoren von der Walter-Hohmann-Sternwarte Essen haben dazu gelernt. Am Rande des ATT untermalte ein astro-musikalisches Programm im Musiksaal der Schule das Messeprogramm. Das passte wunderbar, denn der kleine Raum stand stets offen und lud zum Verweilen und kurzen Denkpausen nach einer weiteren Runde übers Messegelände ein. Man fühlte sich nicht so gehetzt, brauchte nicht auf Termine zu achten und schlenderte entspannt von einem zum nächsten!

 


  Gimmick dieses Log-Posts

Persönliche Bemerkungen: Wiedermal ein schöner Tag mit den AHA-Sternfreunden. Start erst gegen 6 Uhr morgens (statt gegen 4 aus Berlin oder mit dem Nachtzug sogar schon um 0:30) und schon um 23:00 wieder daheim (statt sonst erst am nächsten Morgen, als ich solche Touren von und nach Potsdam oder Berlin unternahm), sehr angenehm! :-) Es hat mir Spaß gemacht!

Außerdem freue ich mich auch immer wieder, Leute von früheren "Wirkungsstätten" zu treffen: Die Archenhold-Sternwarte Berlin verwendet noch immer das Werbefoto, das mit mir dort gemacht wurde - definitiv eines meiner Lieblingsfotos in meinem persönlichen Lebensbuch! :-) Meine eigenen früheren ATT-Beiträge waren am Stand der VdS oder von astronomie.de

Ich habe es sehr genossen, diesmal nicht für eins dieser (zweifelsohne beliebten und von mir sehr unterstützten) sozialen Netzwerke "laufen" zu müssen, sondern wirklich und wahrhaftig nur nach meinen eigenen Interessen schauen zu können! (hab auch wieder sündhaft viel Geld für Bücher und Zeitschriften ausgegeben und nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei... bei Gelegenheit könnte ich auch mein Fernrohr aufrüsten.) Das war toll! :-)))



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Yuri's Night - Juris Jahr 2011

02. April 2011, 00:12

Russisch - die erste Sprache, die ein Mensch im Weltall sprach. Darum boomen besonders dieses Jahr die deutsch-russischen Jugendprojekte. "Juri Gagarin" ist ein halbes Jahrhundert nach seinem historischen Flug um die Erde wieder ein Popstar! An dieser Stelle möchte ich auf zwei Groß-Events aufmerksam machen: "Yuri's Night" wird seit Jahren Anfang April überall auf der Welt von Raumfahrtfans zelebriert - auch in Deiner Nähe! :-) 

(Abb.: Eingang zur Universität Krasnojarsk - SMH2011)

Übrigens ist auch Samstag, dem 9. April - also kurz vor der Nacht für Juri auch der "Tag der Astronomie" der Vereinigung der Sternfreunde. Hoffen wir auf schönes Wetter, wenn wieder überall im dt. Sprachraum StraßenastronomInnen "für'n Jroschen den Mond" zeigen.

Jugendprojekte Juri Gagarin zu Ehren 

Übrigens: Der Verein "Deutsch-Russische Festtage e.V." veranstaltet dieses Jahr aus dem besonderen Anlass "50 Jahre Juri Gagarin" einen großen Kreativwettbewerb zum Thema: nähere Infos hier. Viel Spaß beim Mitmachen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 (Abb.:Planetarium Omsk, Satellitenkontrollzentrum in der Universität Krasnojarsk - SMH2011)

Die Berliner "Sternfreunden im FEZ" (SiFEZ) veranstalten in Zusammenarbeit mit der Fördergemeinschaft für naturwissenschaftliche Jugendarbeit (FNJ) e.V. zwei deutsch-russische Jugendbegegnungen zur Astronomie und Raumfahrt im Land von Juri Gagarin im Sommer: Das erste Projekt findet im Juli in Berlin und Hamburg statt, das zweite vom September in Krasnojarsk und Omsk, also Mitten in Sibirien. Zur Teilnahme herzlich eingeladen sind jeweils 15 deutsche und 15 russische Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren.

Termine:
 
25.07. -- 05.08.2011 (Berlin/ Potsdam, Hamburg)
 
04. -- 13.09.2011 (Krasnojarsk, Omsk)
 
Kosten: 400 € (für eine der Maßnahmen - 700 für die Teilnahme an beiden Veranstaltungen zusammen),
zzgl. individuelle Anreise von und nach Berlin;
Teilnahme-Bedingungen: Interesse an Astro/ Raumfahrt, mindestens 16 Erdenjahre alt,
für den Auslandsaufenthalt: gültiger Reisepass

Du willst mitkommen? Gerne: Melde Dich an!

Kontakt: Nina Mut, Berlin - ninkamutik@googlemail.com
Tel.: 0176 - 821 74547

 

 

Have Fun!  :-)

 

frühere ähnliche Beiträge (z.B.): 

Berliner SpaceCamp

Sibirien

Sibirien II


Gimmick dieses Log-Posts

Danke Nina und viel Erfolg Dir weiterhin!



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Sonnenfinsternis als "Geschenk des Himmels"

04. Januar 2011, 23:18

heute vor 368 Jahren wurde ein Mensch geboren, der die Geschichte der Physik und unser Weltbild prägte: Isaac Newton (4.1. 1643 zumindest, wenn man unseren heutigen Kalender nimmt: also ab heute ... Jahre rückwärts gezählt). Als Geschenk des Himmels zu seinem Geburtstag wurde uns heute eine partielle Sonnenfinsternis spendiert. In meiner Heimatstadt Berlin war die Verfinsterung nahezu 80%, doch die Wolkendecke dermaßen dicht, dass kein einziger Sonnenstrahl auch nur eine Aufhellung bewirkt hätte.

Naja, wie hätte auch eine zu drei Vierteln verfinsterte und dann auch noch flach stehende Wintersonne den Wolken etwas anhaben können, aus denen sogar vereinzelte Schneeflöckchen rieselten? 

Dennoch war die Verfinsterung merklich: Das menschliche Auge ist ein wahrliches Wunderwerk der Natur und kann normalerweise ja schon einzelne Photonen sehen. So war auch die Verfinsterung des Taggestirns durchaus für das Auge merklich. Unwissende haben das Schummerlicht aber wahrscheinlich dennoch auf die Wolken geschoben. Im Vergleich zu anderen Tagen, d.h. mit weniger Wolken oder einer inhomogeneren Bewölkung, kann man man hier keinen wirklichen Unterschied sehen. Also, die gleiche Tageshelligkeit wie zur maximalen Phase erreicht man auch mit manchen Wolken. 

Besser nachweisen lässt sich diese Aussage und überhaupt so eine verhangene Finsternis durch eine exakte Messung: Ein Freund von mir pflegt seit langem jede Finsternis in ihrem Helligkeitsverlauf festzuhalten. Hier seine Messkurve von heute:

 

Man sieht: raffinierte Hobbyastronomen können eine partielle Sonnenfinsternis sogar "beobachten", wenn am Himmel Einheitsgrau angesagt ist. 

Aufgetragen ist die Helligkeit in Dezibel-Lux (dB lx) über der Uhrzeit in Mitteleuropäischer Zeit. Hier nochmal vergrößert:

  Auffällig ist der Helligkeitseinbruch in der roten Kurve vom heutigen Vormittag. Man sieht gegenüber der blauen Kurve der Vortage, dass es nicht nur "nicht richtig hell" wird, sondern in der Tat die Helligkeit sogar wieder sinkt. Wolfgang Rothe (Hobby-Astronom an der Berliner Archenhold-Sternwarte), der diese Kurven seit Jahren misst, sagt, dass das Profil voll seinen Erwartungen entspricht. Über die Jahre hat er ja längst die Erfahrung, wieviel die Helligkeit bei 78 % sinken sollte.

Vielen Dank an Wolfgang Rothe für die Messkurven und die Genehmigung ihrer Veröffentlichung als "Trostpflaster" für alle, die unter der nordeuropäischen Wolkendecke kein Glück mit der Sichelsonne hatten.  

Dies nur als erste, kleine Meldung - hier werden in den nächsten Tagen noch weitere Infos folgen.
 :-)

In meinem zweiten Zuhause in Hildesheim-Süd war es wolken-sonnig: Da konnte man die Sichelsonne also ab und zu zwischen den Wolken sehen. Angeblich ist das wohl auf ein hauseigenes Hildesheimer Wetterphänomen zurückzuführen: den Hildesheimer Wald-Föhn. Wenngleich es im Stadtzentrum bewölkt war und man auf dem Dach des Gymnasiums mit Sternwarte nur im Hochnebel stand, lies sich Die Sichelsonne an der Uni im Süden der Stadt ab und zu blicken. ... Ich schau mal, ob ich da noch das eine oder andere Foto zur Veröffentlichung kriege - eigene habe ich jedenfalls leider nicht. :-( 

 Foto: Michael Mushardt (Mehle)

siehe auch: 

Jan Hattenbachs Beitrag

Stefan Oldenburgs Beitrag


All meinen Lesern und Sterngucker-Freunden wünsche ich hiermit ein wunderbares neues Jahr!



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3D Planeten-Puzzle, viele Teleskope, Eratosthenes-Glühen und ein Sonnenfleck...

24. Mai 2010, 20:53

... so oder so ähnlich könnte man ein Schüler-Praktikum bei der VEGA überschreiben. Gerade als ich in Sibirien war, erreichte mich die Anfrage einer verzweifelten Schülerin auf der Suche nach einem Praktikumplatz. Nach einigem Zögern habe ich zugesagt. Aber wie beschäftige ich zwei Wochen lang einen 15jährigen Astronomiefreak, dem ich den Spaß an der Sache nicht rauben will und möglichst viele Perspektiven aufzeigen will, wenn doch aber ein erheblicher Anteil meiner Arbeit - und insbesondere alle Arbeit für die VEGA - Verwaltung und Organisatorisches ist (mal wieder eine der dreijährlichen Steuererklärungen, eine Projektabrechnung, Koordination von Mitarbeitern und deren verschiedenen Projekten, Sondierungsverhandlungen für neue Projekte...). Ich dachte an mein eigenes Schülerpraktikum in einem Großplanetarium und daran, was ich gut fand und was nicht - im Grunde kann man fast alles aufnehmen, macht auch gerne mal eine Verwaltungsarbeit, wenn man dafür auch ein bißchen Zeit hat, was eigenes zu lernen oder zu "erforschen" - z.B. ein eigenes Projekt zu machen oder so. » weiter

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007 - Notes from Russia II

11. April 2010, 13:40

"Hallo Sanne, was hältst Du eigentlich von der Hawking-Strahlung?" - So oder so ähnlich beginnen Gespräche bei unseren Projekten - und zwar egal, in welcher Sprache. Hier ist es eine Mixtur aus deutsch, russisch, englisch und Mathe. :-) Physik und Mathematik sind international, man kann sich also mit allen Menschen der Welt in mathematischen Formeln und über Naturgesetze unterhalten und selbst, falls Vokabeln der Verbalsprachen fehlen, dann lassen sich durch einfache Skizzen oder mathematische Formeln Verständigungsschwierigkeiten leicht umgehen. Cool  » weiter

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007 - Notes From Russia, Teil 1

02. April 2010, 19:57

In Deutschland wird es Fruehling, aber ich reise zunaechst in den Winter: Nach der Sonnenfinsternis 2008 haben wir ein Austauschprogramm entwickelt und wollen nun moeglichst oefter nach Sibirien. Das Land ist besser als sein Ruf bei manchen Deutschen - insbesondere der alten Generation(en).

Als Reiseleiterin kann ich diese Tour nicht allein bestreiten, weil ich kein Russisch spreche. Ich dokumentiere also die Reise hier und moechte fuer interessierte junge Leute festhalten, was man hier erleben kann. Es ist das erste Projekt in dieser Form und wir wuerden aehnliche Kooperationen gerne intensivieren. » weiter

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Preisgekrönte Astronomen & historische Beobachtungen

23. September 2009, 17:08

Gestern, am Dienstag dem 22.9., begann die AG-Tagung in Potsdam mit einer Reihe von Preisverleihungen. Die Stellarphysikerinnen Sonja Schuh (Göttingen) und Anna Frebel (derzeit US) wurden für ihre Forschungen über pulsierende Sterne und deren Exoplaneten bzw über metallarme Sterne mit dem Biermann-Preis ausgezeichnet. Als "unser Mann auf Hawaii" wurde "der fröhliche Exzentriker" bzw. "der Astronom mit den Blumenhemden" Hans-Peter Kudritzki geehrt, der die Schwarzschild-Medaille erhielt. Der bekannte Fernseh-Professor Harald Lesch wurde für seine Arbeit zur Popularisierung unserer Wissenschaft mit dem Bürgel-Preis ausgezeichnet.

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Rollenspiel "Raumflug" im Internationalen SpaceCamp in Berlin

13. April 2009, 19:49

Ostersonntag, Abschlusstag des Internationalen SpaceCamps.

Heute fliegen wir eine Mission zur ISS. Die Teilnehmenden haben sich in zwei Mannschaften aufgeteilt: Eine Besatzung des Raumschiffs Phoenix und eine zugehörige Bodencrew. Die Teilnehmenden wählen sich einen Beruf aus: Meteorologe, Umweltspezialist, Bordingenieur, Arzt, Triebwerkspezialist, Astronom, Physiker, Geograf, Satellitenexperte, Reporter, Pilot - und natürlich die Kommandanten, doch diese ehrenvolle Aufgabe ist bereits an unsere gruppenleitenden russisch-deutschen Schülerinnen Vika und Nina vergeben. Nach dem Mittagessen werden die Mannschaften getauscht und eine weitere Mission geflogen.

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Astro-Abend im SpaceCamp

08. April 2009, 01:11

Die Sternfreunde im FEZ (SiFEZ) e.V. treffen sich normalerweise dienstags und donnerstags, also auch heute Nacht (d.h. gestern Abend). Glücklicherweise hat einer meiner dortigen Sternfreunde, Jan Klug, gerade Urlaub und gewährte uns bis spät in die Nacht Blicke und Fotos durch verschiedene Teleskope. Die beiden Fotos unten entstanden mit einem kleinen Fotoapparat direkt durchs Okular, obgleich der fast-volle Ostermond auch in Okularprojektion vortrefflich beobachtet werden konnte. » weiter

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Menschen aus dem All und ins All geschickt

07. April 2009, 00:05

Astronautentraining im Raumfahrtzentrum

Heute Vormittag wurden junge Astronauten ausgebildet und heute Nachmittag wurden Außerirdische getroffen. Betreut von den Hilfskräften Armin und Manuela arbeitete die relativ große Gruppe wieder im Wechsel an verschiedenen Stationen: Die erste Station ist die Trainingshalle, wo zwei Betreuer Sportgeräte zum Astronautentraining betreuen. Hier gibt es ein Laufband zum Joggen und eine Taumelscheibe, auf der man unter Erschütterungen die Balance zu halten lernt, des Weiteren z.B. ein Test der Reaktionsgeschwindigkeit, indem man einen unerwartet fallenden Zylinder fangen muss. » weiter

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