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Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern

04. März 2012, 19:00

Die Gewinner des Astronomy-live-Fan-Buch-Wettbewerbs sind:
Ceylan Özcetin
Bruno Jennrich
Christian Limming
Antje Wolter
Klaus Schulz
Vielen Dank für die Teilnahme!
Die Bücher gehen den Gewinnern nach Übermittlung der Adressen
per Büchersendung zu.



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Bücherverlosung auf SciLogs.de

26. Februar 2012, 17:24

Liebe Astro- und KosmoLogs-Freunde,
nun führt mich meine wissenschaftsjournalistische Laufbahn und die Öffentlichkeitsarbeit für die Astronomie im Gegensatz zu manch Anderen hier von Heidelberg nach Hamburg. Demnächst kommen meine Astro-Blogs also aus dem hohen Norden der Republik.
Um nicht allzuviele - vor allem nicht doppelte Bücher gen Norden mitschleppen zu müssen, verlose ich daher unter all jenen, die meine Facebook-Seite Astronomy live besuchen und dort den "Gefällt mir"-Knopf drücken, Bücher aus meiner Astro-Bibliothek.
Natürlich sind diese neu und ungelesen - meist sind es Dubletten, die ich als Rezensionsexemplare doppelt habe. Höchstens etwas staubig könnten sie sein ;-)
Aus Kostengründen bitte ich um Euer Verständnis, dass ich die Bücher nur an Adressen im deutschen Inland und als Büchersendung versende.
Die glücklichen Gewinner benachrichtige ich via facebook und bitte dort auch um deren Postadresse, an die ich das Buch schicken darf.
Eine Liste der glücklichen Gewinner findet Ihr Mitte März dann auch hier. Und nun ran an den Rechner und "Daumen hoch" für Astronomy live auf Facebook.

Astronomy live auf Facebook
Clear Skies,
Stephan



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Rezension: Polarlichter - zwischen Wunder und Wirklichkeit

01. Februar 2012, 23:17

Aus aktuellem Anlass der in den letzten Tagen durch erhöhte Sonnenstürme wieder stark aufflammenden Polarlichtaktivität hier eine aktuelle Buchrezension zum Thema:

Buchcover Polarlichter

Polarlichter zwischen Wunder und Wirklichkeit - Kulturgeschichte und Physik einer Himmelserscheinung

Wie der Titel des vorliegenden Buches schon andeutet, nähert sich das Werk dem Thema Polarlicht aus verschiedenen Richtungen.
Eine der Autoren, Birgit Schlegel, hat Kulturanthropologie studiert und bereits mehrere Bücher und Aufsätze zur regionalen Kultur und Geschichte Südniedersachsens verfasst. Sie vermittelt daher in den ersten vier Kapiteln des Buches einen sehr umfangreichen Überblick über die kulturwissenschaftliche Geschichte von Polarlichtern, von deren frühester Beobachtungen und Beschreibungen bis zu ihrer in verschiedenen Kulturen doch sehr unterschiedlichen Deutung als Wunderzeichen oder Unheilsbringer. Ihr Mann, Kristian Schlegel, hat sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau am Harz mit Atmosphärenphysik und solar-terrestrischen Beziehungen befasst. Er zeichnet daher für die naturwissenschaftliche Darstellung der Polarlichteigenschaften im zweiten Teil des Buches verantwortlich.

Beim ersten Hineinblättern fällt unter dem Schutzumschlag zuerst die sehr hochwertige Verarbeitung des Buches auf: Der strukturierte Einband liegt sehr griffig und wertig in der Hand. Die farbigen Abbildungen von z. T. sehr alten Quellen und die Polarlichtfotografien im Buch sind in sehr guter Qualität wiedergegeben.
In den ersten Kapiteln wird die kultur- und literaturhistorische Beobachtung von Polarlichtern umfassend beleuchtet. So beschränkt sich Birgit Schlegel nicht auf die Darstellung aus nur wenigen Kulturkreisen sondern beschreibt die Entdeckung von Nord- bzw. Südlichtern von Alaska, Kanada bis nach Asien, Australien, Neuseeland und den Kulturen Südamerikas. Meist sahen unsere Vorgängerkulturen in den Polarlichtern ein Zeichen des Zornes der Götter, den Widerschein eines großen Feuers oder gar den himmlischen Tanz der Seelen gewaltsam zu Tode gekommener Verstorbener. In der Finnmark im Norden Norwegens war man sogar bis vor Kurzem noch fest davon überzeugt, dass das Polarlicht diejenigen töte, die es verspotteten.
Von Darstellungen im Alten Testament über Erwähnungen aus China bis hin zu Zitaten aus alten deutschen Novellen oder gar der mittelalterlichen Darstellung von Polarlichtern als 'Wunderzeichen' auf Flugblättern spannt Birgit Schlegel einen sehr lesenswerten historischen Bogen der Polarlichtbeobachtung und -deutung.
Die Kapitel vier und fünf schlagen dann mit der Beschreibung von ersten Versuchen, der wissenschaftlichen Erforschung und Deutung der Polarlichter den Bogen zu unserem heutigen Verständnis. Auf dem Weg dahin sind v.a. die Forschungsarbeiten von Anders Celsius, Johann Georg Forster, Robert Falcon Scott, Samuel Heinrich Schwabe, Kirchhoff und Bunsen sowie von Kristian Birkeland zu nennen.
Mit dem Beginn der Raumfahrt trat dann auch die Polarlichtforschung in eine neue Ära, die nicht zuletzt mit der Cluster-Mission der ESA die Auswirkungen des Sonnenwinds auf das Erdmagnetfeld der Erde untersuchte.

In den Kapiteln sechs bis acht beschreibt Kristian Schlegel ausgiebig Formen, Farben und Leuchtprinzip des Polarlichts sowie das diesen Leuchterscheinung zugrunde liegende, physikalische Prinzip. Hier lernt der Leser viel über den Aufbau der irdischen Atmo- und Magnetosphäre, über die Zusammensetzung und Wirkung des Sonnenwinds und andere Formen des so genannten Weltraumwetters. Die umfangreiche Darstellung reicht von den Auswirkungen, die Sonnenstürme auf das irdische Klima, den Funkverkehr und Versorgungsleitungen haben, bis hin zu Gefahren für die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS.

Sehr wertvoll und nicht selbstverständlich sind die beiden letzten Kapitel des Buches, die zum einen das Auftreten von Polarlichtern auf den anderen Planeten unseres Sonnensystems beschreiben (Kapitel neun) und mit dem letzten Kapitel auch eine sehr schöne Übersicht über Buch- und Zeitschriftenartikel zum Thema sowie Internethinweise für all diejenigen bereit halten, die 'nachdem das vorliegende Buch sie mit dem Virus der Polarlichtforschung infiziert hat' weiter am Ball bleiben wollen.

Science Shop
Astronomy live

 

Literaturangaben:
Kulturgeschichte und Physik einer Himmelserscheinung
Von Birgit und Kristian Schlegel
Spektrum Akademischer Verlag 2011
ISBN 978-3-8274-2880-6
Preis: 24,95 €



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Frühstück mit Thomas Reiter

25. Mai 2011, 11:19

 

 Thomas Reiters neuer Arbeitsplatz bei der ESA

 Neuer Arbeitsplatz bei der ESA: Thomas Reiter hinter einem Modell von Mars Express.   

 (Copyright: S. Fichtner)

 

Seit gut einem Monat ist Thomas Reiter nun ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt am ESOC in Darmstadt. Heute stellte er nun sich selbst, seine Ziele als ESA-Direktor ud sein Kompetenzteam der Presse vor.

Mit der Zusammenlegung der Direktorate Bemannte Raumfahrt und Satellitenbetrieb realisiert die Europäische Weltraumagentur am Standort Darmstadt die Synergien zweier Programmdirektionen und schafft einen Kristallisationskeim zukünftiger bemannter und unbemannter Missionen.
17 Satelliten von 14 Missionen werden zur Zeit von Darmstadt aus kontrolliert und 12 weitere Satellitenmissionen sind konkret in der Vorbereitung. Daneben spielt auch die so genannte Space Situational Awareness (SSA) eine immer größere Rolle.

Für Thomas Reiter liegen neben der unbemannten Raumfahrt die Schwerpunkte seiner zukünftigen Tätigkeit im Ausbau der bemannten Missionen. So sollen die neuen Astronauten der ESA schon in den kommenden Jahren auf der ISS und auch darüber hinaus Aufgaben wahrnehmen. Alexander Gerst wird nach heutiger Planung schon 2014 zur ISS fliegen und ist darüber hinaus als Geologe auch ein heißer Kandidat Reiters für eine Rückkehr zum Mond.

Das Ziel einer bemannten europäischen Mondmission, eines rückkehrfähigen oder gar bemannten ATVs sowie Explorationsmissionen zum Roten Planeten auf der Suche nach heutigem oder vergangenem Leben gehören für Reiter zu den Zielen nach dem Ende der ISS-Nutzung im Jahr 2020 oder danach.

Insgesamt begegnete man einem sehr "aufgeräumten" Ex-Astronauten und Raumfahrtmanager, der nch seinen Lehr- und Wanderjahren nun wieder nah an seinen Ursprung (Thomas Reiter wurde am 23.Mai 1958 in Frankfurt am Main geboren) zurückgekehrt ist.

Live-Tweets von der Pressekonferenz in Darmstadt und Neuigkeiten aus Astronomie und Raumfahrt auf dem Twitterkanal von Astronomy_Live.



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Kosmische Architekturträume made in CCCP

08. April 2011, 00:56

Druzhba Urlaubszentrum in Jalta/ Ukraine (Frédéric Chaubin)

Druzhba Urlaubszentrum in Jalta/ Ukraine (Frédéric Chaubin)


Fotografien von Ufo-ähnlichen Gebilden am Strand und von himmel-
stürmenden Bauten aus Stahlbeton waren bis letztes Wochenende im Museum für Neue Kunst des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe zu besichtigen. Ich bin froh, dass ich diese Ausstellung noch auf den letzten Drücker besuchen durfte.

Frédéric Chaubins Ausstellung "CCCP - Cosmic Communist Constructions Photographed" bot dem Besucher einen Blick auf eine überraschend fantasievolle Welt des real existierenden Kommunismus, die so scheinbar gar nichts mit dem grauen Alltag der ehemaligen Sowjetunion zu tun hat.

Seit 2003 hat der französische Publizist auf mehreren Reisen nach Osteuropa und in mühevoller Kleinarbeit ungewöhnliche Architekturen der Sowjet-Ära aufgespürt. Die Gebäude zeichnen sich vor allem durch ihre utopischen Formen aus. 

Ob nun die "Villa Andropow" in Estland, Ufo-förmige Zirkusgebäude, raketengleiche Fernsehtürme oder Weltraumfantasien anregende Umerziehungslager straffällig gewordener Jugendlicher an der Grenze zu Finnland - dem Charme der bizarren Architektur, die Chaubin auf seinen Reisen durch die Peripherie des einstigen sowjetischen Reiches aufspürte, mag man sich nicht entziehen. Chaubin selbst sieht in den von ihm fotografierten Gebäuden bereits die Vorwegnahme des Verfalls der ehemaligen UdSSR. In den ausgehenden 1970er Jahren erweiterten die so genannten "Jungen Wilden" die bis dahin vorherrschende stereotypen sowjetischen Bauformenund schufen vermehrt futuristische und nonkonformistische Bauten.

Da passte es nur zu gut, dass zwischen den Fotografien Chaubins auch Ausschnitte aus sowjetischen Science-Fiction-Produktionen liefen. Ein insgesamt rundes Bild einer sehr gelungenen Ausstellung, die leider viel zu früh bereits zwei Wochen vor dem 50. Jahrestag der bemannten Raumfahrt endete.

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China behält den Mond fest im Blick

29. September 2010, 13:29

Voraussichtlich Morgen oder Übermorgen wird die zweite chinesische Mondmission starten. Nach Angaben des Satellitenstartzentrums in Xichang sind die Vorbereitungen für den Start des Satelliten "Chang'e 2" abgeschlossen. "Mittlerweile sind die Haupttests am Startplatz beendet worden. Der Satellit, die Trägerrakete sowie alle Anlagen auf dem Startplatz sind in einem guten Zustand. Jetzt liegt die Kernaufgabe im Einfüllen des Treibstoffes und in den letzten Vorbereitungen, die wir sicherstellen müssen. Dann wird der Satellit plangemäß ins All gebracht." Der stellvertretende Direktor der dortigen Planungsabteilung, Mao Wanbiao, sagte, man sei bereit, den Satelliten ins All zu bringen: Chang'e 2 ist Teil des ambitionierten chinesischen Mondprogramms. Wenn alles so läuft wie geplant, möchte das Land mit der nächsten Mission (Chang'e 3) bereits eine weiche Landung auf dem Erdtrabanten probieren.

Start von Chang´e 1

Start von Chang´e 1 im Jahr 2007 (www.china-observer.de)


Im Oktober 2007 wurde bereits der Satellit "Chang'e 1" von Xichang aus erfolgreich ins All gebracht. Gegenüber seinem Vorgänger ist "Chang'e 2" mit mehr und mit modernerer Technologie und komplizierteren Systemen ausgestattet. So hat "Chang'e 2" beispielsweise für das Mondsondierungsprojekt eine ausschlaggebende Rolle. Dazu Mao Wanbiao: "Im Unterschied zum Start von "Chang'e 1" werden wir diesmal "Chang'e 2" direkt auf eine Mondumlaufbahn bringen. "Chang'e 2" wird also nicht um die Erde kreisen. Das ist sehr günstig für das Vorhaben, vor allem Treibstoff für den Satelliten wird gespart. Der Satellit kann somit mehr wissenschaftliche Experimente durchführen."

Obwohl Chang’e-2 ursprünglich ein Backup der Sonde Chang’e-1 war, wurde sie technisch verbessert für ihre neue Mission. Die Nutzlasten wurden verbessert und die Sonde ist jetzt mit einer CCD Kamera ausgestattet, welche eine viel höhere Auflösung als die der Vorgängersonde hat. Manche Experimente der Chang’e-2 Mission dienen auch dazu, einen konkreten Landeplatz für Chang´e 3 zu definieren.

Auch Chang’e 3 befindet sich auf gutem Weg. Das Projekt ist zwar noch im Prototypstatus, soll aber noch vor dem Jahr 2013 zum Mond starten. Chinas erstes Mondlandefahrzeug, soll auf einer Rakete vom Typ Langer Marsch 3B vom Xichang Sattelitenstartzentrum gestartet werden, sagte Ye. Im Moment hat das Chang’e-3 Projekt die Planungsphase beendet. Der Landeort für Chang’e-3 sei ebenfalls bereits ausgewählt worden. Ye zufolge soll die Sonde im Sinus Irdium (der Regenbogenbucht) auf dem Mond landen.

Quellen: Int. Astronautical Congress 2010, Redshift-live.com



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Spiegelnder See auf Titan entdeckt

18. Dezember 2009, 13:22

In den Aufnahmen eines Spektrometers an Bord der Planetensonde Cassini haben Forscher in der Nähe des Nordpols des größten Saturnmonds Titan Spiegelungen entdeckt, die durch Reflexionen der Sonnenstrahlung an der Oberfläche eines großen Sees entstehen.

Das Bild entstand in einer Entfernung von etwa 200.000 Kilometern während des 59. Titan-Vorbeiflugs der Raumsonde Cassini. Die Bildauflösung betrug 100 Kilometer pro Pixel. (NASA/JPL/University of Arizona/DLR)

Das Bild entstand in einer Entfernung von etwa 200.000 Kilometern während des 59. Titan-Vorbeiflugs der Raumsonde Cassini. Die Bildauflösung betrug 100 Kilometer pro Pixel. (NASA/JPL/University of Arizona/DLR)

"Wir sind sicher, dass diese Reflexionen von einer Flüssigkeit in einem stehenden Gewässer herrühren", erklären Dr. Katrin Stephan und Prof. Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung. Die DLR-Wissenschaftler werden ihre Beobachtung am Freitag, 18. Dezember 2009, auf der Jahrestagung der Amerikanischen Geophysikalischen Vereinigung (AGU) in San Francisco vorstellen. Der beobachtete See heißt Kraken Mare und ist nach einem Seeungeheuer der nordischen Sagen benannt. Mit einer Fläche von bis zu 400.000 Quadratkilometern ist dieses Gewässer größer als das Kaspische Meer, der größte See auf der Erde.

Die Beobachtungen gelangen mit dem Spektrometer VIMS (Visual and Infrared Mapping Spectrometer) während des 59. Titan-Vorbeifluges am 8. Juli 2009. Nach der Aufbereitung der Daten erkannten die Forscher am Kraken Mare in der nördlichen Polarregion des Titan ein sehr helles, infrarotes "Glänzen", ähnlich dem spiegelnden Glitzern von sichtbarem Sonnenlicht auf einer Wasseroberfläche.

 

Originalmeldung

Lichtecho-Blog

Redshift-live.com

Berliner Zeitung



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Iapetus´ Geheimnis gelüftet

12. Dezember 2009, 17:39

Zwei Seiten eines Mondes - Iapetus

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin veröffentlichten am 10. Dezember 2009 in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Science gemeinsam mit Kollegen aus den USA und vom DLR in Berlin-Adlershof zwei Beiträge, in denen die bislang schlüssigste Erklärung für das seit über drei Jahrhunderten ungelöste Rätsel um die extreme Helligkeitsdichotomie (zwei völlig unterschiedliche Hemisphären) des Saturnmondes Iapetus gegeben wird. Hierfür wurden Bild- und Temperaturdaten verwendet, die von Instrumenten der internationalen Saturn-Mission Cassini-Huygens aufgenommen und gemessen wurden.

Tilmann Denk von der Freien Universität Berlin erläutert dazu: "Leichte Temperaturunterschiede begünstigen Sublimation von Wassereis vor allem auf der Bugseite. Dabei bleibt schwerflüchtiges dunkles Material zurück, welches sich durch Sonneneinstrahlung weiter erwärmt. Der Prozess verstärkt sich selbst, und nach etwa 1 bis 2 Milliarden Jahren sind die obersten Dezimeter praktisch eisfrei und sehr dunkel." Entscheidend für die Entstehung der Helligkeitsdichotomie in der beobachteten Form ist das Zusammenwirken mit einem zweiten Effekt, der in den Bilddaten entdeckt wurde. Aufgrund eines minimalen, aber permanenten Staubeinfalls auf der Iapetus-Bugseite, der eine leichte Farb- und Helligkeitsasymmetrie zur Folge hat, wirkt die thermisch bedingte Umverteilung des Wassereises nicht nur in Abhängigkeit vom lokalen Einfallswinkel der Sonnenstrahlung (also von den Breitengraden des Mondes), sondern auch in Abhängigkeit von den Längengraden und deshalb bevorzugt auf Iapetus' Bugseite.

Bild oben: NASA, JPL, Space Science Institute



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Scharfer Blick auf Tiger Streifen und Geysire

24. November 2009, 10:27

Atemberaubende Bilder vom Vobeiflug am Saturnmond Enceladus hat die Raumsonde Cassini am vergangenen Wochenende zur Erde gefunkt. Mittlerweile kommt man sich vor, als würde man selbst direkt über dieser fremden, eisigen Welt schweben, so eindrucksvoll und voller geologischer Details sind bereits die Rohbilder der Mission, die hier veröffentlicht wurden.

Blick auf den Südpol von Enceladus: Geysire in Aktion!

Blick auf den Südpol von Enceladus: Geysire in Aktion! (NASA, JPL)

Der Besuch bei Enceladus am 21. November war bereits der achte. Cassini passierte den mittlerweile für seine "Tiger Stripes" berühmten Mond diesmal in einer Entfernung von 1600 Kilometern und bei 82 Grad südlicher Breite, was den Forschern einen besonders guten Blick auf die interessante Südpolregion des Mondes mit seinen aktiven Geysiren gewährte (siehe Bild oben). Cassini´s nächstes Ziel ist der Saturnmond Rhea. 



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Rosetta kratzt die Kurve - Bilder vom letzten Erdvorbeiflug

13. November 2009, 09:20

Es ist geschafft. Wie nicht anders zu erwarten war, hat die Kometensonde Rosetta ihren dritten Erdvorbeiflug erfolgreich und in hoher Genauigkeit absolviert. Das erste Trägersignal wurde vor wenigen Minuten von der Bodenstation auf den Kanarischen Inseln überragen. Über die großen Antennen der Bodenstationen in Kalifornien werden in den nächsten Stunden die ersten Bilder von Rosettas Kamera erwartet, darunter Aufnahmen von Berlin und New York.

 Das Bestätigungssignal - Rosetta geht es gut!

Das erste Signal nach dem Swingby - Erleichterung im Kontrollzentrum. Rosetta ist wohlauf und hat jetzt genügend Schwung für Ihren Flug zum Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko.

Bei diesem dritten Vorbeiflug an der Erde wurde die Raumsonde zum vierten und letzten Mal die Nähe zu einem Planeten für eine Schwerkraftumlenkung (Swing-by) nutzen. Die Kamera der Sonde wird während des Anflugs jede Stunde eine Foto machen, so dass nach 24 Stunden ein kompletter Erdentag im Bild und später auch als Film vorliegen wird.

Durch das Gravitationsmanöver wird Rosetta ausreichend Geschwindigkeit aufnehmen, um die Reise in das äußere Sonnensystem fortsetzen zu können. Dabei ist eine Begegnung mit dem Asteroiden 21 Lutetia im Juli 2010 geplant. Anfang 2011 wird Rosetta für zweieinhalb Jahre in einen Ruhezustand versetzt, um schließlich im Januar 2014 wieder aktiviert zu werden. Erst dann wird Rosetta ihr Ziel, den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, erreichen. Dort wird sie die Landesonde Philae aussetzen, die vor Ort Untersuchungen der Oberfläche durchführen soll. Rosettas weitere Aufgabe wird es sein, den Kometen auf seiner Reise zur Sonne zu begleiten und ihn dabei in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren gründlich zu erforschen. 
 
Bei ihren letzten Erdbesuch, hat sie seit ihrem Start fast 4,5 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Ihre Vorbeifluggeschwindigkeit betrug 13,3 km/s, bei 109° Ost, 8° Süd leicht südlich der indonesischen Insel Java. Durch die Schwerkraftumlenkung wurde die Raumsonde im Verhältnis zur Sonne um 3,6 km/s beschleunigt.

Tiefergehende Informationen zum letzten Vorbeiflug von Rosetta bietet ein ausführlicher Blogbeitrag von Michael Khan.

Weitere Artikel über die Rosetta-Mission und ein Interview mit dem wissenschaftlichen Leiter Paolo Ferri.

Hier ein wunderschönes Bild der teilbeleuchteten Erde (Südamerika und Teile der Antarktis) noch vor dem Flyby. Der Abstand von Rosetta bei dieser Aufnahme betrug 350 000 Kilometer, die Auflösung 6,5 km/pixel.

Ein wunderschönes Bild der teilbeleuchteten Erde (Südamerika und Teile der Antarktis) noch vor dem Flyby. Der Abstand von Rosetta bei dieser Aufnahme betrug 350 000 Kilometer, die Auflösung 6,5 km/pixel. ESA ©2009 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

 

Der wolkenverhangene nordamerikanische Kontinent, den die Navigationskamera von Rosetta nach dem Flyby in einer Entfernung von 224.000 Kilometer vom Erdzentrum fotografierte.

Der wolkenverhangene nordamerikanische Kontinent, den die Navigationskamera von Rosetta nach dem Flyby in einer Entfernung von 224.000 Kilometer vom Erdzentrum fotografierte.  © ESA

Wolken eines Antizyklons über dem Südpazifik, den Rosetta bei Ihrem Vorbeiflug ablichtete.

Wolken eines Antizyklons über dem Südpazifik, den Rosetta bei Ihrem Vorbeiflug ablichtete. ESA ©2009 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Eine Sequenz von Bildern der Osiris-Kamera von Rosetta während des Erdanflugs. Das erste Bild entstand in 1,1 Millionen Kilometern, das näheste in 320.000 Kilometern Distanz.

Bitte auf den schwarzen Kasten klicken! Eine Sequenz von Bildern der Osiris-Kamera von Rosetta während des Erdanflugs. Das erste Bild entstand in 1,1 Millionen Kilometern, das näheste in 320.000 Kilometern Distanz. ESA ©2009 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA



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