AKTUELLE POSTS kosmologs

 
 

Super Planet Crash: Daddeln im Sonnensystem

Vor einigen Jahren habe ich mal untersucht, was passieren würde, wenn ein weißer Zwerg das Sonnensystem kreuzt. Das Ergebnis war ziemlich niederschmetternd, wenn auch nicht unerwartet. Ebenso interessant ist es, die Stabilität eines Sonnensystems auch ohne äußere Einflüsse zu untersuchen. So was ähnliches können Sie nun auch selbst dann versuchen , wenn Sie eigentlich zu denen gehören, die beim bloßen Anblick einer Differentialgleichung schon in Schockstarre verfallen. Introducing "Super Planet Crash - Can you feel the gravity?" ... einer grafischen ... weiter

 

Der Mond bei Aldebaran heute Abend

Der Syzygienkönig gibt bekannt: Heute Abend wird der Mond die Hyaden durchqueren und sich dabei Aldebaran, dem Haupstern des Sternbilds Stier, bis auf etwa einen Monddurchmesser Winkelabstand nähern. Die größte Annäherung findet am frühen Abend statt, wenn Mond und Stier bereits hoch am Himmel stehen. Hier eine Simulation für 18:30 MEZ: ... weiter

 

Planetenforschung im Vulkan

"Was bringt uns das alles hier unten eigentlich?" Diese Frage ist die häufigste, die man mir stellt, wenn ich erzähle, dass ich mich für Raumfahrt interessiere. Ich kann mir dann meist ein Grinsen nicht verkneifen. Denn wider Erwarten bringt uns die Raumfahrt sehr konkret eine ganze Menge, und meist sind die Fragesteller ziemlich überrascht, wenn man sie damit konfrontiert. Da hätten wir zum Beispiel die ganzen technischen Spin-Offs der Raumfahrttechnologie. Sie werden an vielen und oft völlig unerwarteten Orten und ... weiter

 

Asteroid 2004 BL86 hat einen Mond

Radarmessungen beim gestrigen Vorbeiflug des Asteroiden (357439) 2004 BL86 in 1.2 Millionen km Abstand haben gezeigt, dass es sich um ein binäres Objekt handelt, einen 325 m großen Hauptkörper mit einem 70 Meter großen Mond. Mehr dazu in dieser NASA/JPL-Pressemitteilung vom 26.1.2015. In diesem Artikel in ihrem Blog beschreibt Emily Lakdawalla, wie ein Radar"bild" eines Asteroiden entsteht. ... weiter

 

Wie finde ich Asteroid 2004 BL86?

Kurze Antwort: Von Deutschland aus wahrscheinlich gar nicht, angesichts der Wetterprognose und der geringen scheinbaren Helligkeit des Körpers. Wer aber dennoch versuchen will, einen Blick auf Asteroid (357439) 2004 BL86 zu erhaschen oder wer wissen möchte, wie man das generell macht, sich aber nicht erst noch in die Mathematik und Himmelsmechanik einarbeiten möchte (ich habe mir sagen lassen, dass es tatsächlich Leute geben soll, die das nicht so mögen), der lässt rechnen. Als erste (Web-)Adresse für solche Fragen bietet sich ... weiter

 

Komet Lovejoy am 23.1.

Warum schaue ich mir bloß bei jeder sich bietenden Gelegenheit diesen Kometen an? Erstens verändert der sich kaum (außer, dass seine Helligkeit nachlässt), noch ist meine Ausrüstung und mein Beobachtungsstandort wirklich für die Beobachtung eines nicht sehr hellen Kometen geeignet. Ich sollte lieber mal an einen dunklen Ort  fahren und dort mit einer nachführenden Montierung und einem Teleskop arbeiten. Aber erstens ist es mir zu kalt und zweitens gefällt es mir, zuzuschauen, wie der Bursche wandert. Das geht am besten ... weiter

 

ROSETTA-Experimentatoren veröffentlichen weitere Daten

Gestern erschienen einige neue Artikel zur Mission ROSETTA im ESA-Webauftritt. Der erste fasst die Ergebnisse zusammen, die in einer Sonderausgabe von "Science" vorgestellt werden. Die Sonderausgabe auf der Webseite des Magazins "Science" ist hier. Im ROSETTA-Blog sind zudem Artikel mit den Ergebnissen einzelne Experimentatorenteams erschienen: hier das ROSINA-Spektrometer, hier des GIADA-Staubanalysepaket und hier die Plasma-Analyse RPC. Alle drei Artikel sind aber auch in der Sonderausgabe von Science enthalten. Auf Anhieb am interessantesten ist natürlich erst einmal das Bildmaterial. Aber natürlich ... weiter

 

Linienfilter und ein Leserbrief

In der aktuellen "Sterne und Weltraum" 2/2015 findet sich auf Seite 6 ein Leserbrief, in dem ein Kölner Amateurastronom Bezug nimmt auf einen Aspekt im vierten Teil meiner insgesamt fünfteiligen Artikelserie "Deep-Sky-Objekte visuell". In dieser vierten Folge, die in SuW 11/2014 erschienen ist, beleuchte ich technische Aspekte visueller Himmelsbeobachtung – unter anderem den Einsatz von Interferenzfiltern. Und über einen Typ dieser Filter, die "Linienfilter" geht es in dem Leserbrief. Da ich keine Möglichkeit hatte, vor dem Abdruck dieses Leserbriefes Stellung ... weiter

 

Noch zwei Iridium-Satelliten von Weltraumschrott getroffen?

Es gibt Anzeichen dafür, dass zwei Kommunikationssatelliten des Iridium-Systems im Laufe des letzten Jahres von Weltraumschrott getroffen worden sind. Allerdings führten diese Treffer, wenn es sich darum handelte, nicht zur Zerstörung der Satelliten, anders als bei der Kollision von Iridium 33 mit Kosmos 2251 vor fast sechs Jahren. Siehe dazu die Orbital Debris Quartely News der NASA, Vol.19/1 Seite 2. Am 7.6.2014 erzeugte Iridium 47 mindestens 10 Bruchstücke, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 m/s ausgestoßen wurden. Nach Angaben ... weiter

 

Die Erde von oben

Es gibt den schönen Aphorismus "Klar sieht, wer von Ferne sieht, nebelhaft, wer Anteil nimmt." (1) Dieser Satz war mir gestern Abend präsent, als ich mir beim WDR (2) die Folge "Quarks & Co" anschaute. Zu Gast bei Rangar Yogeshwar war Alexander Gerst, der über seinen fünfmonatigen Aufenthalt auf der ISS berichtete. Eine spannende Sendung, die am kommenden Samstag nochmal auf WDR ausgestrahlt werden wird (3). Ich möchte an dieser Stelle einen Aspekt betrachten: Seit vielen Jahren sammel ich Zitate ... weiter

 

Komet Lovejoy in der Nacht vom 20. auf den 21.1.

Heute ist Neumond, allerdings haben wir auch dünnen Hochnebel oder Zirren. So richtig doll ist das mit der Kometenbeobachtung also nicht, aber lange nicht so schlecht wie bei meiner Sichtung am 2. Januar. Den Schweif (nach links oben) erahnt man durchs Fernglas mehr als man ihn sieht - der ist das erste, was dem dazwischenliegenden Dunst zum Opfer fällt. Der Komet ist verglichen mit dem 18./19. wieder ein ordentliches Stück weiter gewandert und steht jetzt im Sternbild Widder. An der ... weiter

 

Destination: Moon

Schön gemacht, informativ und erfreulich unaufgeregt - eine neue Doku-Animation der ESA, die die geologische Historie des Mondes, seine aktuelle Situation, seine Besonderheiten und die Zukunft seiner Erforschung durch den Menschen in acht Minuten zusammenfasst. Ich finde so eine knappe Zusammenfassung sehr hilfreich, vor allem weil die Kürze hier nicht auf Kosten der Fakten geht, soweit ich sehen konnte. Was die Erwartungen an die Zukunft angeht, bin ich bei einzelnen Punkten etwas weniger optimistisch als die Macher des Films. Ich ... weiter

 

Der Generaldirektor zu den ESA-Rechten an Daten

"Die ESA" sitzt auf "ihren Daten". Ich weiß nicht, wie oft ich diese Behauptung schon hören oder lesen musste. Früher im Usenet, heute in Blogs. In der Presse, dort zumeist in Leitartikeln. Leider auch in Publikationen wissenschaftlichen Charakters. Und in vielen, vielen Kommentaren, immer und immer wieder. Wie war das doch? "Journalismus besteht darin, das zu schreiben, was nicht publik werden soll.". Oder sinngemäß, aber mit anderen Worten. Ganz richtig ist die Aussage nicht. Das ist nicht die Definition von ... weiter

 

Planetenparade mit Mond am 22.1.

Der Syzygienkönig gibt bekannt: In diesen Tagen können Sie auf einen Blick drei (unter Zuhilfenahme optischer Instrumente sogar fünf) Planeten am Abendhimmel sehen, am 22.1. zudem gemeinsam mit der dünnen Sichel des zunehmenden Monds, wie die folgende Stellarium-Simulation zeigt: Neptun ist auch im Bild, etwas unterhalb des Mars, aber so blass, dass man ihn einfach nicht wird sehen können. Ganz sicher nicht mit unbewaffnetem Auge. Mit einem Teleskop dagegen wird man nur ihn sehen, aber nicht den Eindruck der Planetenparade ... weiter

 

Komet Lovejoy in der Nacht vom 18. auf den 19.1.

Nach einem weitgehend sonnigen Sonntagnachmittag zog abends dichter Nebel auf. Also nichts mit Spechteln. Aber nach Mitternacht, als ich noch einmal durch den Vorhang linse, ist es vollkommen sternklar. Zum Rausgehen kann ich mich nicht überwinden, aber die Beobachtung aus dem Dachfenster muss sein. Den Kometen zu finden ist einfach. Wenn man die Hyaden (Mel 25) und die Plejaden (M 45) findet, hat man auch zwangsläufig Lovejoy im Blick. Der Vergleich mit demselben Sternfeld, aufgenommen am 14.1.2015, zeigt die Positionsänderung ... weiter