Furchtbare Mütter und Homöopathie

16. August 2011 von Gunnar Ries in Hammer

Das ich der so genannten „alternativen“ Medizin ziemlich skeptisch eingestellt bin, ist hier sicher ein offenes Geheimnis. Denn in den allermeisten (um nicht zu sagen „allen“) Fällen fehlt es den so genannten „alternativen“ schlicht an wissenschaftlich überprüfbaren Wirkungen. Hingegen ist die Geschichte der oft so verunglimpften „Schulmedizin“ eine ziemliche Erfolgsgeschichte. Nicht umsonst leben wir mehr als doppelt so lange wie unsere Vorfahren, und viele der Krankheiten, die noch unsere Urgroßeltern bedrohten sind, zumindest hier in Europa, nur noch in den Lehrbüchern zu finden. Zu dem meiner unbescheidenen Meinung nach überflüssigsten Dingen der „alternativen“ Medizin gehört die Homöopathie. Mit ihr kann man nicht nur wunderbar nicht heilen, und sich selbst sehr hübsch in Lebensgefahr bringen, nein, es lassen sich auch noch ganz hervorragend Kinder quälen. Man stelle sich einmal vor, jemand würde seinen Kindern absichtlich verkrüppeln und ihnen Schmerzen verursachen. Die allgemeine Empörung, eine Titelstory in überregionalen Boulevardblättern inklusive, wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ziemlich groß. Normalerweise wäre das sicher auch gegeben, wenn jemand seinen Kindern bei Krankheit jede Hilfe verweigert. Normalerweise, sicher.

Normale Menschen würden das ja auch nicht machen. Nein, normale Menschen vermuten derartige Verhaltensweise sicher nur in sozialen Randgruppen. Nun, in gewisser Weise mag das ja auch stimmen. Allerdings sind die Verwender der so genannten „alternativen“ Medizin in den seltensten Fällen in den sozialen Randgruppen zu suchen. Nein, laut einer Studie im National Health Statistics Report sind es eher die wohlhabenden mit höherer Bildung, die dazu tendieren. Und damit dann natürlich auch ihre Kinder traktieren. Da wird dann unter dem Deckmäntelchen der aufgeklärten Medizinskepsis manches Mal regelrecht Kinderfolter durchgezogen. Ein sehr schönes Beispiel fand via kidmed seinen Weg zu mir. Denn derartige Kindesmißhandlung findet ja nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern in aller Öffentlichkeit. Im Internet gibt es viele Beispiele, so wie hier im Forum Lage & Roy. Mir stand beim ersten lesen regelrecht der Mund offen vor Verblüffung ob der Brutalität, die dort von einer Mutter eines 20 Monate alten Sohnes geschildert wurde.

Er hat erst mit guten 15 Monaten laufen gelernt und wir wunderten uns, warum er über seine eigene Füße stolperte. Uns ist aufgefallen, dass sein linkes Bein nach vorne eingedreht ist und im Urlaub haben wir nun gesehen, dass es schlimm ist. Er möchte rennen und hat einen richtigen Watschelgang. Der vordere Fuß dreht sich bei schnellerem Gehen extrem nach innen und er fällt fast drüber. Es sieht sehr seltsam aus. Er hat ein O-Bein, das rechte Bein scheint dagegen gerade und zeigt auch keine Verhärtungen auf.

Mit anderen Worten normaler Menschen: Die hat eiskalt mehrere Monate zugesehen, wie sich ihr Kind abquält. Kein Gedanke, einmal einen Arzt einzuschalten. Nein, im Gegenteil:

Ich bin nicht schnell zu entmutigen, aber bei meinen eigenen Kindern werde ich doch etwas schwach, v.a. wenn Korsett oder ähnliches in Aussicht gestellt wird. Röntgen ist für mich keine Lösung. Die Schulmedizin leider so auch nicht.

Die liebe Mama ist nämlich der „Schulmedizin“ gegenüber etwas feindlich eingestellt. Und für diese Ideologie der Mama muss Sohnemann jetzt büßen. Statt sich also kompetente Hilfe zu suchen, wird das komplette Folterprogramm durchgezogen:

Nun war ich beim Ostheopathen, der wie ich sehr naturheilkundlich eingestellt ist. Er meinte, dass die Hüfte etwas hängt, die Kniekehle extrem verhärtet ist, der Musculus tribialis am Unterschenkel nicht in Ordnung sei, sowie auch der Knöchel nicht und auch der Knochen ist schon verbogen. Leider könne er nicht mehr sagen, was denn die Ursache war, weil ja eines das andere ergeben haben kann nachdem er nun schon solange so läuft.

Nicht, dass unsere furchtbare Mutter jetzt mehr weiß, oder das leid ihres Sprösslings gelindert. Immerhin gab er ihr den Tipp, es mal mit einem Arzt zu versuchen, aber auf dem Ohr war sie taub. Stattdessen versucht sie es weiter mit Hokuspokus:

Nun habe ich ihn zuhause komplett durchgetestet (mit dem Tensor). Als Ursache kommt ein Muskel (da ich kein Arzt bin weiß ich nicht welcher). Ebenso kommt das Thema Dünndarm und das seelische Thema der Unnachgiebigkeit.

Das arme Kind hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in seinem leben noch keinen vernünftigen Mediziner gesehen. Und natürlich ist es auch ungeimpft, wie sie mit großem Stolz verkündet. Ich kann nur hoffen, dass der Kleine seine Kindheit halbwegs gesund übersteht und man seine Fehlstellung später noch beheben kann, wenn er selber entscheiden kann, etwas dagegen zu unternehmen. Das ganze ist in meinen Augen Kindesmißhandlung unter dem Deckmäntelchen der Skepsis gegenüber der Medizin. Man kann an diesem und ähnlichen Fällen sehr gut sehen, wie brutal und abgestumpft manche Menschen gegenüber dem leiden anderer sind. Vor so furchtbaren Müttern kann es einem nur grausen.


18 Kommentare zu “Furchtbare Mütter und Homöopathie”

  1. Maxim Antworten | Permalink

    Unglaublich

    Und dann noch solche Tipps:
    "Skelettfehlstellungen, egal welcher Art, kann man sehr gut hom. behandeln".

    Extrem krank so etwas.

    Das liegt meiner Meinung auch zum Teil daran, dass in den Schulen zu wenig Naturwissenschaften gelehrt werden. An manchen Schulen gar nicht.

  2. Hermione Antworten | Permalink

    Kann bei sowas nicht das Jugendamt eingreifen? Die Mutter ist doch offensichtlich nicht in der Lage, vernünftige Entscheidungen zu treffen! :/
    Irgendwer in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis (oder meinetwegen die neugierige Nachbarin, die immer über alles Bescheid weiß und sich immer in alles einmischt) muss das doch merken und halbwegs vernunftbegabt sein?? *seufz*

  3. Paul Röppenack Antworten | Permalink

    Nicht komplett Verteufeln

    "Mit ihr kann man nicht nur wunderbar nicht heile (...)"
    Ich bin mir recht sicher das Sie wissen das Homoöpathie bei kleineren Erkrankungen durchaus heilsam sein kann, wie jedes Placebo eben. Ethisch ist es sicherlich fragwürdig ob für die (bessere) Gesundheit die Wahrheit auf dem Weg bleiben darf.
    Aber meines Wissens wirken doch Placebos besser, je mehr man daran glaubt, und wenn man so seine Erkältung schneller loswird ist es doch durchaus legitim.

    Auch ich nehm bei nem leichten Schnupfen lieber ein paar Lactosepillen von ner Esofreundin als mir Antibiotika verschreiben zu lassen.

    Der von Ihnen beschriebene Fall ist aber natürlich aufs schärfste zu verurteilen.
    Ist das nicht zumindest ein Fall von unterlassener Hilfeleistung und als solche strafbar? Freie Entfaltung hin oder her, das Kind kommt ja laut der Beschreibung durchaus zu schaden.

  4. Mona Antworten | Permalink

    Frauensache?

    Die böse Mutter hat also Schuld, wenn ihr Sohn nicht richtig laufen kann. Ich dachte im Jahre 2011 wäre Erziehung nicht mehr ausschließlich Frauensache, deshalb frage mich bei dem Beispiel hier ernsthaft, warum da der Vater des Jungen nicht eingeschritten ist, hat er kein Interesse an seinem Kind?

  5. Hermione Antworten | Permalink

    Bei einem "leichten Schnupfen" mach ich einfach GAR NICHTS und warte ab, bewaffnet mit Taschentüchern. ;)
    Klar, dass jetzt die Antibiotikakeule ausgepackt werden muss (die pöhse Schulmedizin kann ja nix anderes!), aber ein verantwortungsvoller Arzt verschreibt bei einem "leichten Schnupfen" kein Antibiotikum. ;)
    Ich sehe da jetzt keinen Grund, sich wider besseren Wissens wirkungslose und wirkstofffreie Lactosekügelchen einzuwerfen und den geldgierigen Herstellern noch die Kohle in den Rachen zu werfen...

  6. Gast Antworten | Permalink

    Kann die Mutter festgestellt werden?

    § 225 StGB
    Mißhandlung von Schutzbefohlenen

  7. Gunnar Antworten | Permalink

    @Paul Röppenack

    Mehr als den Placebo-Effekt gibt es aber bei Homöopathie nachweislich nicht.

    Und wer bei Schnupfen (Viren) Antibiotika nimmt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

  8. Gunnar Antworten | Permalink

    @ Mona

    Nein, Erziehung ist nicht nur Frauensache. Aber es war die Mutter, die sich hier geoutet hat. Der Vater wird nirgends auch nur erwähnt. Es ist also pure Spekulation, ob er wie auch immer hätte eingreifen können.

  9. Dyrnberg Antworten | Permalink

    Wie umgehen mit (Ir)Rationalitäten?

    Bei der Lektüre bekommt man natürlich fast ein Magengeschwür. Man möchte der Mutter zurufen, doch nicht die eigene Weltanschauung über die Gesundheit des Kindes zu stellen.

    Wenn ein Mensch leidet, und der erste Pfad der Medizin scheint nicht zu helfen, sucht man legitimerweise nach Alternativen. So ist die "Alternativmedizin" ja entstanden. Das müsste für die Mutter aber konsequenterweise auch mit Blick auf die Schulmedizin gelten, sprich: Wenn das eigene Kind leidet, und die Alternativmedizin hilft nicht, muss ich halt - auch wenn es nicht in meine Ideologie passt - über meinen Schatten springen und andere Wege suchen, z.B. eben die Schulmedizin.

    Soweit meine persönliche Stellungnahme. Interessant wird der Fall aber erst mit Blick auf die politische Ebene der Regelung: Wie umgehen mit den verschiedenen Formen der Rationalität in einer Gesellschaft?

    Ich tendiere dazu, dem Ruf nach strikter Regelung zu widerstehen. Auch wenn ich es für himmelschreiend falsch halte, wie die Mutter vorgeht, sollte hier mE eine Klausel wie Mißhandlung von Schutzbefohlenen noch nicht greifen. (Wo ist die Grenze? Es gibt tausend Dinge, von denen man selbst überzeugt ist, dass andere Eltern falsch machen: Z.B. gibt es Studien, dass eine berühmte Babytrage Fehlstellungen fördert, ich seh jeden Tag Mütter mit dieser Marke ihr Baby spazieren tragen, etc etc etc.)

    ME sind derartige "Fälle" mit Diskussion zu gestalten, beispielsweise könnte man der Dame, die sich ja hilfesuchend an die Online-Community wendet, in diesem Forum den einen oder anderen Hinweis zustecken.

  10. Paul Röppenack Antworten | Permalink

    @ Hermione, Gunnar

    Okay, der Schnupfen war wohl nicht grad das beste Beispiel, aber grundsätzlich war doch klar was ich meinte, oder?
    (Obwohl auch bei viralen Infekten teilweise Antibiotika verschrieben werden um Nebeninfektionen durch Bakterien zu verhindern)

    Grundaussage sollte sein, das die teilweise recht billigen Placebos besser sind als nichts/10€ Praxisgebühr.
    Und das auch bewusst eingenommene Placebos helfen können, zumindest beim Reizdarmsyndrom, wurde auch schon gezeigt.

    http://www.plosone.org/...1%2Fjournal.pone.0015591

  11. Logiker Antworten | Permalink

    @ Paul Röppenack

    "aber grundsätzlich war doch klar was ich meinte, oder?"

    Nein, das ist ganz und gar nicht klar. Tatsache ist, dass man sich in 80 % der Fälle im NACHHINEIN den Arztbesuch hätte sparen können. Bei einem Schnupfen bevorzuge ich die Hansen-Kur 54, aber ohne ein C oder D davor.

    Da aber kein Mensch (und auch der Arzt nicht), ob es sich um einen Fall der 80 % handelt, die man auch Placebo-mäßig behandeln könnte oder ob es sich um einen Fall der restlichen 20 % handelt, ist es absolut verantwortungslos, eine Krankheit mit Placebos zu behandeln.

    Wenn man das Geld übrig hat, kann man ja gerne für teuer Geld diese Globuli NEBEN einer medizinischen Behandlung einnehmen, aber NIE ANSTATT!!!! Billiger ist Hansen 54 aber allemal....

    Und ich verbitte mir die Beleidigung "Schulmedizin". Dieser Begriff ist eine Beleidigung, gewachsen auf dem Mist von Herrn Hahnemann, um die eigentliche Medizin zu diskreditieren. Es gibt nur Medizin und Scharlatanerei wie Homöopathie.

    Im übrigen bin ich froh, dass mein Arzt im Gegensatz zu den Homöopathen eine Schule besucht haben muss......

  12. Hermione Antworten | Permalink

    Nur zur Sicherheit...

    @Logiker Das "Schulmedizin" in meinem Beitrag war übrigens zynisch gemeint, nicht als ernstgemeinte Bezeichnung. Ich hab jetzt irgendwie das Bedürfnis, das klarzustellen. xD
    Und ja, ein Glück, dass Ärzte im Gegensatz zu Hokuspokusnaturheilkundlern wirklich fundiertes Wissen haben...

  13. Logiker Antworten | Permalink

    @ Hermione: Die "Schulmedizin" in deinem Beitrag hab ich schon so verstanden, wie es gemeint ist, nämlich als die einzig wahre Medizin.

    Meine Replik bezog sich ausschießlich auf den Herrn Röppenick und seine - sagen wir es mal so - etwas öhmmmm.... naja..... eben....Aussagen.....

    Einen schönen Tag noch und ach ja: Gibt es ein Mittel gegen nervende Hausfliegen? (außer sich Spinnen halten, aber das mach ich schon...)

  14. ama Antworten | Permalink

    Es ist alles noch viel schlimmer!

    "ich wende mich heute erneut an Euch in Sachen 7-jähriges Mädchen und Ekzeme hinter den Ohren."

    So fängt einer der Hilferufe an. Das Kind hat bereits Hörprobleme!

    Ein anderer Hilferuf handelt vom Impfen. Die Mutter sucht BESTÄRKUNG in ihrem Tun, und will "Argumente" haben, die sie unterstützen.

    Mit anderen Worten: die Mutter ist gestrandet. Sie ist gefangen in einem Nebel von Irrsinn und Mystik. Das ist, bitteschön, nicht übertrieben, denn was ist davon zu halten, wenn als Mittel gegen Läuse dem Kind ein Zettel in die Hosentasche gesteckt wird, auf dem ein "Y" gemalt ist?

    Es ist Magie! Krankheiten werden "behandelt", indem magische Zeichen auf Papierstücke und Karten gemalt werden. Dem Pendel wird befohlen, wie es sich bei seiner "Antwort" zu verhalten hat.

    Medizinjournalistin(nen), Heilpraktikerinnen, Laien - ein Hexenkessel, der mehrere der Erfinder und Praktizierer finanziert, wenn nicht gar vollständig ernährt, und Mütter, die durch Gruppendruck in diesen Strudel hineingezogen werden. Die Kinder, die nächste Generation, wie sollen sie denken lernen in dieser Welt des Wahnsinns? Sie sind zum Leiden verdammt. Und das im 21. Jahrhundert.

    Die umfangreiche Dokumentation des Falls:
    http://transgallaxys.com/...index.php?topic=7193.0

  15. EZ Antworten | Permalink

    Als Apotheker...

    ... (und damit Naturwissenschaftler) finde ich es immernoch erstaunlich, wie selbst im Kollegenkreis (!) die Wirksamkeit von homöopathischen Mittelchen unreflektiert gepriesen wird. Gerne sähe ich diesen Hokuspokus aus der Offizin gebannt - Apothekenpflicht verheißt schließlich Glaubwürdigkeit. Ein groß angelegter Betrug, der mich jedes mal aufs Neue stinkwütend macht.

  16. Steffen Antworten | Permalink

    Erziehung = Frauensache

    @Mona
    Nein, Erziehung ist nicht Frauensache. In Gesundheitsfragen beim Kind sind Frauen aber mitunter sehr dominant. Da hat man als Vater oft ganz schlechte Karten. Beispiele? Bitte: Mein Kind ist leider nicht geimpft und ich habe keine Möglichkeit mit der Mutter meines Kindes sachlich darüber zu reden. Weiter? Die Kinder eines Verwandten sind nicht geimpft - dieser hat erst in einem Gespräch mit mir, wo seine Frau auch anwesend war, erfahren dass seine Kinder nicht geimpft sind. Und so kann man das fortführen, mit Hinweisen auf alle möglichen Alternativmedizinischen Methoden.

  17. Mag. Liane Mayer Antworten | Permalink

    @ Logiker

    Schön wär's, wenn "Arzt" immer gleichbedeutend wäre mit "gut ausgebildet und daher im Bild über den Unterschied zwischen sinnvollen und unsinnigen Behandlungsmethoden". Unsere Hausärztin ist aber trotz universitärer Ausbildung Anhängerin der Homöopathie - wenn auch Gott sei Dank nicht als ausschließliches Mittel (sie verschreibt wenn nötig durchaus auch Antibiotika etc.) Ich schau mir ihre Rezepte also inzwischen lieber genau an, bevor ich sie einlöse - wenn das ein homöopathisches Zeugs ist, vergess ich's lieber, entsorge das Rezept und warte ab, bis der Körper sich auch ohne Placebo hilft.(Hat zugegebenermaßen ein Weilchen gedauert, bis ich überhaupt geschnallt habe, dass die gute Frau uns manchmal solche "Medizinen" verswchreibt)
    Nebenbei gesagt, scheint es auch für Homöopathiker eine Art Ausbildung zu geben, auf die sie dann stolz verweisen können. Dass in dieser Ausbildung kaum etwas wissenschaftlich Fundiertes vorkommen dürfte, ändert nichts daran, dass es eine "Ausbildung" ist, Zeit und Geld kostet und mit einem Zertifikat belohnt wird. Wir kommen also nicht darum herum, genauer nachzufragen: "Ausbildung? Welche? Von wem organisiert? Was steckt dahinter?" Auch Astrologen werden für ihre Tätigkeit ausgebildet - das macht Astrologie zwar noch nicht zur Wissenschaft (auch wenn ihre Anhänger das gern behaupten) gibt den "Ausgebildeten" aber den Nimbus des Wissenden und Könnenden - zumindest wenn man nicht genauer darüber nachdenkt.

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