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Waren die Angehörigen der Ediacara Fauna Landratten?

13. Dezember 2012 von Gunnar Ries

Sie gehören zu den Rätseln der Paläontologie, die Lebewesen der Ediacara-Fauna, die im ausgehenden Präkambrium vor etwa 585–542 Mio. Jahren lebten. Die klar gegliederten mehrzelligen Lebewesen haben sich trotz des Fehlens jeglicher Hartteile durch glückliche Zufälle erhalten. Bislang hält die Mehrzahl der Forscher sie für Wesen, die in etwa unseren heutigen Quallen, Seefedern und Würmern nicht unähnlich auf sandigem Boden in lichtdurchfluteten flachen Meeren lebten. Es muss eine vergleichsweise friedliche Zeit gewesen sein, möglicherweise ohne eine Räuber-Beute-Beziehung, wie wir sie... weiter

 

Rückschau auf das Blog-Jahr

12. Dezember 2012 von Gunnar Ries

2012 neigt sich merklich dem Ende zu, und der Blog Wissenschaft kommuniziert sucht wie in jedem Jahr die besten Wissenschaftsblogs des Jahres. Und natürlich freue ich mich, dieses Jahr unter den Nominierten zu sein.Und da drücke ich natürlich auch den anderen nominierten Blogs die Daumen und bitte um rege Wahlbeteiligung. Das ist auch immer wieder eine schöne Gelegenheit, das Blog-Jahr Revue passieren zu lassen. Natürlich gibt es kein Jahr ohne ein Gestein des Jahres. Dieses Jahr war es der Quarzit.... weiter

 

Das Leben ist kein Ponyhof #8 – und als Taube solltest du nicht baden!

6. Dezember 2012 von Gunnar Ries

Da will man als harmlose Taube nur ein schnelles Bad nehmen oder ein paar Schlucke Wasser aus dem südfranzösischen Fluss Tarn nehmen, und erlebt einen waren Albtraum. Ein riesiges Monster wirft sich an Land und schnappt nach den ahnungslosen Badegästen. Ein Europäischer Wels, Silurus glanis, mit bis zu 2,7 m Länge und knapp 150 Kilogramm der größte europäische Süßwasserfisch (und die weltweite Nummer drei in dieser Kategorie) hatte unter der Wasseroberfläche auf den Moment gelauert. Ein Verhalten, das einen irgendwie... weiter

 

Der Vulkan in der Mülltonne – Modell einer plinianischen Eruption

29. November 2012 von Gunnar Ries

Unter Vulkanen gibt es, ähnlich wie unter uns Menschen, recht unterschiedliche Typen. Und man kann sie entweder (auch darin ähneln sie uns Menschen), nach ihrem Körperbau unterteilen, oder eben nach ihrem Charakter. Ob sie zum Beispiel ihre Lava vergleichsweise friedlich vor sich hin speien oder ob sie gewalttätig sind und ihre Produkte weit in die Umgebung hinaus schleudern. Auch wenn eigentlich alle Vulkanausbrüche gefährlich sind, so sind es doch besonders die hochexplosiven mit ihrem meist saurem Magma, welche auch überregional... weiter

 

Das Leben ist kein Ponyhof #7 – Wer ist der König des Meeres?

22. November 2012 von Gunnar Ries

Nach Ausflügen zu den kleinen Giftmischern, Schlägertypen der Tierwelt und bedauerlichen Unfällen im Jura will ich diesmal dahin, wo die Natur rot in Zähnen und Klauen ist (OK, Klauen sind hier eigentlich weniger zu finden). An das Ende der Nahrungskette, zu den Top-Räubern in unseren Meeren. Also lassen ab ins Wasser mit uns... Ein Weißer Hai, Foto von Sharkdiver.com (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons Denn dort im Meer ist sein Reich: Carcharodon carcharias, runde 4 bis vielleicht 5... weiter

 

Da gehen einem die Augen über- Kristallgrotte im Erlebnisbergwerk Merkers

14. November 2012 von Gunnar Ries

Neulich hatte ich das große Vergnügen, in das Erlebnisbergwerk Merkers im Wartburgkreis im Westen Thüringens einzufahren.  Eine gute Gelegenheit, sich einmal ein altes Kalibergwerk aus der Nähe anzusehen. Es empfiehlt sich, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren, denn die Plätze pro Führung sind begrenzt, und das Bergwerk ist gut besucht.  Außenanlagen des Erlebnisbergwerks Merkers in Thüringen, Presse03 [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons. Nach einer kurzen Einführung ist man auch schon mit der Fahrkunst in rund 700 m Teufe... weiter

 

Carl Sagan Day 2012

9. November 2012 von Gunnar Ries

Heute hätte einer meiner Kindheitshelden,  Carl Sagan, Geburtstag gehabt. Und aus diesem Grund und zu seinen Ehren wird auch dieses Jahr der Carl Sagan Tag begangen. Ich gehe, glaube ich, nicht zu weit, wenn ich sage, das unter anderen er es war, der mich zum bloggen inspirierte. Dass Neugier uns diese fantastische Welt erschließen kann, dass es Spaß macht, neugierig zu sein. Der Himmel und die Erde waren nach dieser Serie nicht mehr die selben für mich. Und auch noch... weiter

 

No cuts on research: Petition to protect EU science budget

30. Oktober 2012 von Gunnar Ries

Irgendwie war ja klar, das so etwas passieren musste. Immerhin leben wir in einer Zeit der so genannten Finanz- und Eurokrise. Und da mit Steuergeldern Banken und schließlich Staaten (und so wieder Banken) gerettet werden müssen, während Europa sich sonst im Sparen übt, wird irgendjemand die Zeche bezahlen müssen. So geht das, nach dem Wunsch einiger Mitgliedsländer, auch dem EU-Budget. Und am 22. und 23. November beim nächsten EU-Gipfel wird über das EU Budget und somit auch über das EU... weiter

 

Glück auf in Barsinghausen – die Wealdenkohle

25. Oktober 2012 von Gunnar Ries

Wenn in Deutschland von Kohle und Kohlebergbau die Rede ist, dann denken die allermeisten wohl erst einmal an das Ruhrgebiet und seine traditionsreichen Zechen. Und kaum einer würde am Rand der norddeutschen Tiefebene Kohlereviere vermuten. Im letzten Blogbeitrag über den Obernkirchener Sandstein hatte ich sie ja bereits erwähnt, die Kohlevorkommen der Unterkreide. Und am 13. Oktober hatte ich das Glück, anlässlich eines Treffens des Arbeitskreises Umweltgeologie in die Schachtanlage Klosterstollen bei Barsinghausen einzufahren. Barsinghausen liegt direkt am Deister, unweit des... weiter

 

Furchtbare Juristen – das Urteil gegen italienische Seismologen

23. Oktober 2012 von Gunnar Ries

Können Wissenschaftler, die das Unvorhersehbare nicht vorhersehen können, dafür verurteilt werden? Die Vorstellung mag auf den ersten Blick absurd sein. Sie ist es für vernünftig denkende Menschen sicher auch beim zweiten Blick und bei jedem weiteren. Für manche Juristen aber, in diesem speziellen Fall einen Staatsanwalt und einen Richter in Italien, scheint diese sich Sichtweise nicht unbedingt zu erschließen. Wie sonst hätte der Staatsanwalt für 6 Seismologen und eine Zivilschützer 4 Jahre Haft fordern können? Und wie sonst hätte der... weiter