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Das Leben ist kein Ponyhof #5 – Nerds und Schlägertypen

18. Januar 2012 von Gunnar Ries

Das es im Leben oftmals ziemlich brutal zur Sache geht, hat sich vermutlich langsam herumgesprochen. In den beiden Folgen #3 und #4 hatte ich mich zu der Behauptung hinreißen lassen, dass es nicht die Muskelprotze sind, welche die Welt(meere) beherrschen, sondern die kleinen Giftmischer, quasi die Nerds im Tierreich. Das ist sicher so auch nicht ganz falsch. Aber wie es im Leben eines oftmals ist, gilt das streng genommen nur solange, wie die Schlägertypen aus der Nachbarschaft nicht anwesend sind.... weiter

 

Geo Foto: Mountain Pass

16. Januar 2012 von Gunnar Ries

Karbonatite gehören zu den seltensten Gesteinen der Erdkruste. Dennoch sind sie durchaus interessant, und das nicht nur aus akademischer Sicht. Denn sie können etliche wirtschaftlich interessante Elemente enthalten, nicht zuletzt die neuerdings so viel erwähnten Selten Erden (die eigentlich garnicht so selten sind, wie man annehmen möchte). Die Mountain Pass Mine, wie sie sich dem Earth-Observing 1 Satelliten am 15. Januar 2012 darbot. Der grüne Fleck ist ein Absetzbecken, in dem sich das Abwasser der Mine befindet, welches auch zu... weiter

 

Krater vom Himmel und aus der Hölle

11. Januar 2012 von Gunnar Ries

Auf diesem Bild kann man zwei Krater erkennen, die durch höchst unterschiedliche Prozesse zu sehr unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Da ist auf der einen Seite der Vulkan Emi Koussi, mit seinen 3415 m der höchste Berg der Sahara. Aus dem Weltraum bilden seine dunklen vulkanischen Gesteine einen sehr hübschen Kontrast mit den helleren Sandsteinen der umgebenden Wüste. Aorounga Krater und Emi Koussi. Zum vergrößern draufklicken. Foto: NASA Der Schildvulkan liegt im Norden des Tschad am südöstlichen Ende des Tibesti Gebirges.... weiter

 

Video: Skydiving mit Wanderfalken

9. Januar 2012 von Gunnar Ries

Zuletzt hatte ich ja extrem langsame, aber dafür sehr überraschend effektive Jäger. Aber auch die andere Seite soll natürlich nicht vergessen werden. Hier wird mit purer Geschwindigkeit gejagt. Raubvögel, oder eigentlich besser, Greifvögel, haben die Menschen schon immer fasziniert. Nicht nur ihre Fähigkeit, zu fliegen, sondern auch ihre Geschicklichkeit bei der Jagd. Das dürfte wohl auch einer der Gründe sein, warum sie oft zum Sinnbild von Gemeinschaften, zu Wappenvögeln, wurden. Unter den Greifvögeln sticht besonders der Wanderfalke heraus. Es gibt... weiter

 

Happy Birthday, Kontinentaldrift

5. Januar 2012 von Gunnar Ries

Am 6. Januar jährt ich ein Jubiläum in der Geschichte der geologie zum 100. Mal. Denn am 6. Januar 1912 hielt Alfred Wegener anlässlich eines Treffens der Geologischen Vereinigung im Frankfurter Senckenberg-Museum einen Vortrag, bei dem er er seine Idee vom Urkontinent Pangaea vorstellte, der auseinander brach und dessen einzelne Teile als heutige Kontinente über die Erde driften. Dies ist die Geburtsstunde seiner Theorie von der Kontinentaldrift, die heute quasi als Keimling der modernen Theorie der Plattentektonik gilt. Die Idee... weiter

 

Der Mythos von der “drohenden Eiszeit”

4. Januar 2012 von Gunnar Ries

Letzten Monat hatte die wissenschaftliche Blogosphäre ihre Solidarität mit dem Klimaforscher und Blogger Stefan Rahmstorf erklärt. Markus Pössel hat die Geschichte im Einzelnen sehr anschaulich zerpflückt (mit zweitem Teil). Das Medien oftmals wissenschaftliche Erkenntnisse, über die sie berichten, bis zur Unkenntlichkeit verändern, dafür gibt es viele Beispiele. Und natürlich ist meist nicht Absicht im Spiel, sondern der Versuch, komplexe Dinge möglichst einfach und allgemeinverständlich darzustellen. Hinzu kommt, dass nur wenige Journalisten aus dem Fach sind, über das sie berichten. Daher... weiter

 

Gestein des Jahres – Quarzit

3. Januar 2012 von Gunnar Ries

Was passiert, wenn ein Sandstein (oder wahlweise auch andere, sehr quarzreiche Gesteine wie zum Beispiel Quarzkonglomerate) von einer Metamorphose erfasst wird? Nun, eigentlich nicht besonders viel. Jedenfalls, wenn man es mit den Vorgängen in vielen anderen Gesteinen mit komplexerem chemischen Aufbau vergleicht. Es entsteht ein Quarzit, das Gestein des Jahres 2012. Seit 2007 werden die Gesteine des Jahres durch den Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) gemeinsam ausgewählt. Quarzit aus Dalsland, Schweden. von Anders Damberg,... weiter

 

Das Leben ist kein Ponyhof #4 – Schnecken als Jäger

2. Januar 2012 von Gunnar Ries

Schnecken erscheinen uns gemeinhin nicht als besonders gefährlich. Wir möchten gerne meinen, dass derart langsame Kreaturen uns wohl kaum wirklich gefährlich werden können, denn wie sollen sie uns, die wir uns so schnell bewegen können, überraschen? Ich hatte es schon anlässlich der Blaugeringelten Kraken erwähnt, dass nicht die Muskelprotze die Welt(meere) beherrschen, sondern meist die kleinen Giftmischer. Und so ist es auch diesmal. Manche Schnecken, so langsam sie auch sind, können problemlos andere und schnellere Tiere töten. Gut, das sehen... weiter

 

Geologie rockt!

23. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Klar rockt Geologie. Ich wäre der letzte, der das bestreiten würde. Und das gilt natürlich besonders für gesungene Geologie. Jetzt gibts also kräftig was auf die Ohren! Hier findet sich zum Beispiel der Johnny Cash der Geowissenschaften, Richard Alley, seines Zeichens Professor an der Pennsylvania State University. Wer hätte sich nicht schon einen singenden Prof gewünscht. Da geht die Geologievorlesung doch gleich viel schneller rum. Damit will ich mich in die Weihnachtspause verabschieden (wenn nichts wichtiges mehr passiert) und wünsche... weiter

 

Feldspäte: Mischkristalle und Entmischungen

22. Dezember 2011 von Gunnar Ries

Das Feldspäte und Quarz sich in ihrem Verwitterungsverhalten unterscheiden, das hat uns das Rasterelektronenmikroskop im letzten Beitrag deutlich gezeigt. Aber dort hatte ich auch gesagt, dass der Begriff "Feldspat" eigentlich weniger ein einzelnes Mineral beschreibt, als deren drei bzw. die Mischung aus diesen drei Mineralen. Und dass die sich ebenfalls durch ein recht unterschiedliches Verhalten gegenüber der Verwitterung auszeichnen. Das Ganze beginnt eigentlich damit, dass oberhalb von rund 900° C zwischen den Endgliedern Orthoklas und Albit keine Mischungslücke existiert. Das... weiter