Öffentliche Wissenschaft und Sonnenstürme. 2012 Keine Panik von Florian Freistetter

13. März 2012 von Michael Blume in Bürgerwissenschaft

Beim kommenden Scilogs-Wochenende in Deidesheim werden Wissenschaftsbloggerinnen und -blogger das Konzept von "Öffentlicher Wissenschaft" - eng verwandt mit der von mir favorisierten Bürgerwissenschaft - diskutieren. Vorab möchte ich dazu auf das außerordentlich lesenswerte Buch "2012 - Keine Panik!" von Scienceblogger Florian Freistetter hinweisen, das m.E. nicht nur Sternengucker und Wissenschaftsblogger, sondern generell auch Kultur- und Geisteswissenschaftler interessieren sollte.

 

Deidesheim 2012

 

Die äußeren und inneren Welten der Astronomie

Wie wahrscheinlich viele Wissenschaftler ging ich als Jugendlicher durch eine Phase der Astronomie-Begeisterung. Mit Hilfe der 1990 leider von uns gegangenen Zeitschrift "Happy Computer" programmierte ich sogar einmal an meinem geliebten Amiga eine kleine Planetensimulation (allerdings nur auf der Basis einfacher, newtonscher Physik). Und doch war es gerade diese Berechenbarkeit, die mir damals als kalt erschien und mich eher zu den so viel schwerer fassbaren Fragen menschlichen Denkens und Verhaltens zog. Erst in den letzten Jahren begann mir zu dämmern, dass ich da voreilig gewesen war und wir Menschen durch die Art, wie wir in den Weltraum schauen, auch sehr viel über uns selbst lernen können.

Da gibt es die Begeisterung unzähliger, auch "bürgerwissenschaftlicher" Astronomen, wie sie im Nachbarbereich der Kosmologs bewundernswert zelebriert wird. Da gibt es aber auch den religionswissenschaftlich faszinierenden Bereich des UFO-Glaubens, in dem Menschen mit dem Anspruch auf Wissenschaftlichkeit statt Offenbarungen und Engel nun eben außerirdische Botschaften und Alien-Kontakte verkünden. Und auch die Faszination für Weltuntergänge hat sich von göttlichen Strafgerichten (Apokalypse ist wörtlich die Enthüllung) nahtlos auf vermeintlich drohende Asteroiden, Erstickungstod durch Waldsterben oder eben Sonnenstürme verlegt.

Astronomie im "Maya-Jahr 2012"

Seit Monaten kämpft Florian Freistetter in seinem Blog "Astrodictium Simplex" gegen die pseudo-wissenschaftlichen Weltuntergangspropheten an, die mit (ebenso irriger) Berufung auf den Maya-Kalender für das Jahr 2012 Alien-Invasionen, umkippende Erdpole oder verheerende Sonnenstürme ankündigen. Sein zunächst als E-Book erschienenes "2012 Keine Panik" ist daher auch keine Geldschneiderei auf Kosten verängstigter Menschen, sondern eine überarbeitete Zusammenstellung von Texten, die auch kostenfrei auf seinem Blog zu finden sind. Schon in den ausgewählten Kommentaren und Mails von Leserinnen und Lesern in Angst wird dabei deutlich, dass er damit in Themen aufklärt, über die nicht alle lachen können.

Das Buch ist dabei nicht nur aktuell, informativ und gut geschrieben...

...sondern zeigt auch ein meines Erachtens spannendes Paradox auf: Umso mehr wir Menschen wissen, umso mehr Möglichkeiten für Ängste entstehen auch! So hätte es vor ein paar Jahrhunderten noch keine Angst vor Sonnenstürmen geben können - weil eben noch gar nicht bekannt war, dass es solche (eindrucksvollen, aber letztlich für die Menschheit im Ganzen harmlosen) Phänomene überhaupt gibt. Heute dagegen wimmeln sie wieder und wieder mit drohenden Schlagzeilen durch an Auflage und Klicks interessierte Medien. Öffentliche Wissenschaft kann eben auch verunsichern!

Wissenschaftsblogs werden so zu zunehmend wichtigen, weil schnellen Informationsquellen, die Panikmache entgegen treten können. Und im Phänomen der Ängste selbst begegnen wir Menschen uns doch wieder selbst als die emotionalen, eben gar nicht nur rationalen Akteure, die wir sind und bleiben werden.

So man muss auch nicht in allem einer Meinung sein, um Qualität als Qualität anzuerkennen. Und ich will daher hier einfach schreiben - und nach Deidesheim mitnehmen: 2012 - Keine Panik ist ein Lesegenuss in Blogkultur und öffentlicher Wissenschaft, auch über die Aufregungen des Tages und Jahres hinaus...


12 Kommentare zu “Öffentliche Wissenschaft und Sonnenstürme. 2012 Keine Panik von Florian Freistetter”

  1. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Volle Unterstützung - 2012 – Keine Panik

    Dem Buchtitel kann ich mich voll anschließen – auch unter der Bedingung, dass uns die Sumerer in ihren über 70.000 Keilschriften die Existenz des Planeten Nibiru (Planet X) überliefert haben. Das können wir klar im babylonischen Schöpfungsepos Enuma Elisch [HK] (7 Tafeln) nachlesen – hier heißt Nibiru Marduk, nach dem babylonischen Hauptgott Marduk. Er bezieht hier auch viele Taten der anderen Anunnaki-Götter vom Nibiru auf sich – eine Grundform der zukünftigen Eingott-Religionen.

    Katastrophen-Autoren hatten seit 2003 Hochkonjunktur. Ihre Darstellungen gipfelten in den Gefahren, die Nibiru auslösen soll. Sie sahen ihn schon seit 2003 kommen – aber bestimmt 2012!
    Sie mussten ruhiger werden – Nibiru kam nicht!
    Nach letzten Recherchen benötigt er noch über 800 Jahre bis zu seinem Perigäum (um 2 AE) im Asteroiden-Gürtel. Ein Autoren-Team [WM] sah Nibiru 2012 sogar als 2. Sonne und er soll einen Polsprung auslösen, S. 65: „Ein Polsprung findet statt, wenn sich die Erdkruste über dem Erdkern verschiebt und sich so die Lage der Kontinente im Verhältnis zur Erdachse verändert.“ Auslöser soll – natürlich – Nibiru sein. Die Bewertung des Autors unter [KT].

    Im Blog http://www.kosmologs.de/...-der-nahe-weltuntergang bezog ich eine klare Stellung gegen die Katastrophen-Autoren.

    In meinem Buch http://www.science-shop.de/...74-9d13-1a955e732c7d / http://www.deistung.de/weltall/mein%20buch.htm bringe ich auch klar zum Ausdruck, dass von Nibiru so keine Gefahren ausgehen.
    Hätten die Katastrophen-Autoren richtig recherchiert – hätte es mit Nibiru keine Katastrophenberichte geben dürfen!

    [HK] Hecker, K. u. a.: Enuma Elisch. Texte aus der Umwelt des Alten Testaments (TUAT),
    Gütersloher Verlagshaus - Enuma Elisch: TUAT 3,4 – Dokument der Unibersität Duisburg-Essen
    http://www.dioezese-linz.at/...ung/enuma_elish.pdf
    [WM] van der Worp, J.; Masters, M.; Manning, J.: Das Planet X Survival-Handbuch für 2012 und danach. Mosquito, Potsdam 2008. Kurzbeschreibung und meine Rezension bei Amazon:
    http://www.amazon.de/.../3928963260/ref=pd_sim_b_3
    [KT] Kirchner, Th.: Interview mit Autor und Planet-X-Forscher Marshall Masters, 18/2008.
    Mein Kommentar unter:
    http://www.nexus-magazin.de/...-marshall-masters/2

  2. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    Was ist denn Bürgerwissenschaft?

    Geht da nicht einiges durcheinander?

    Zum einen geht es darum, daß Wissenschaft auch von Liebhabern betrieben wird. Das ist alt, und ich kann nicht erkennen, was daran derart neu ist, daß man nun von "Bürgerwissenschaftlern" statt von "Amateuren" sprechen muß.

    Dann geht es darum, daß die Naturwissenschaft zur Religion wird. Auch das ist ein alter, aber ganz anderer Hut. Schon was Marx "Vulgärmaterialismus" nannte, gehört dazu, dann all die esoterischen Neureligionen von der Anthroposophie an, die Rassenlehre und heute der populäre Ökologismus und der Gen-Hirnforchungs-Biologismus. Natürlich, da sollte man aufklärend wirken.

    Aber hat das auch nur entfernt mit dem Thema Amateurwissenschaftler zu tun? Die Art der Aufklärungsarbeit, auf die Sie, wie mir scheint, hinauswollen, ist uralt und heißt seit langem "Volksbildung" - all die Vereine, die im 19. Jh. gegründet wurden, um die Leute durch Wissenschaft aufzuklären, liefen unter dieser Überschrift -, und ich sehe nicht, daß es da etwas Neues gibt, so daß es einen neuen Namen braucht.

    Natürlich, wenn man eine Bewegung in Gang setzen will, dann hilft es oft, Dinge, die vorher nichts miteinander zu tun zu haben schienen, mit einem gemeinsamen Namen zu belegen. Der Klassiker ist "Umweltschutz". Kaum war (kurz nach 1970) das Wort da, verstanden sich die verschiedensten Gruppen als eine Einheit und sie glaubten, ein neues, allen gemeinsames Problem von gewaltiger Bedeutung zu bearbeiten.
    Aber der Begriff Umwelt traf tatsächlich einen gemeinsamen Kern. Den kann ich aber bei der "Bürgerwissenschaft" nicht erkennen. Könnten Sie hier aufklärend eingreifen?

  3. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Religionen

    Gab's in dieser Publikation denn keinen Atheismus (den Glauben daran, dass bestimmte Gläubige falsch liegen) und keine atheistischen Sichten (die u.a. unterstellen, dass Religionen per se schlecht sind und großen Schaden angerichtet haben wie anrichten werden) zu beklagen? - Unter- oder randtönig? Keine latenten Vorurteile?

    MFG
    Dr. Webbaer

  4. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Ludwig Trepl: Bürgerwissenschaft

    Lieber Herr Trepl,

    da haben Sie absolut Recht - mit Bürgerwissenschaft ist gar kein neues Konzept gemeint, es handelt sich lediglich um die Übersetzung des klassischen und derzeit wieder neu belebten Konzeptes von Citizen Sciences. Die Übersetzung von Amateurwissenschaftler kam für mich gerade aufgrund der historischen Wurzeln nicht in Frage: Charles Darwin und Alfred Russel Wallace waren z.B. Citizen Scientists, aber ganz sicher keine Amateurbiologen (auch wenn sie nie Abschlüsse in Biologie machten). Begriffe wie "Volksbildung" greifen dagegen m.E. gerade nicht den aktiven Part von Bürgerinnen und Bürgern auch in der Produktion von Wissen auf. Also: Nicht neu, aber - inzwischen gängig - ins Deutsche übersetzt, hier als Kategorie:
    http://www.scilogs.de/...aubens/burgerwissenschaft

    Danke für Ihr Interesse!

  5. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Webbär

    Mir ist völlig bewusst, dass Florian Freistetter massive Vorbehalte gegen religiöse Überzeugungen hat. In seinem o.g. Buch geht er jedoch über kleine, völlig vertretbare Spitzen nicht hinaus. Aus religionswissenschaftlicher Sicht gesprochen überschreitet er seine Kompetenz als Astronom nicht, sondern füllt sie aus. So sehr er und ich auch in anderen Fragen im Dissens liegen mögen - das Buch kann ich nur empfehlen.

  6. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Freistetters Buch

    Aus religionswissenschaftlicher Sicht gesprochen überschreitet er seine Kompetenz als Astronom nicht, sondern füllt sie aus.

    Danke für diese (für einige: wichtige) Ergänzung! Dann spricht ja in der Tat nichts gegen den Erwerb des Buches eines gut schreibenden Autoren.

    MFG
    Wb

  7. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @ Michel Blume

    Sie schreiben: „...das Buch kann ich nur empfehlen.“
    Ein Kapitel in diesem Buch ist für mich besonders interessant „Der Planet aus dem Hinterhalt“ http://www.2012buch.de/...%20Panik%20Leseprobe.pdf . Als Astronom weiß der Autor und schreibt es auch, dass Planeten auf Bahnen fliegen und berechenbar sind.
    Es deckt sich auch teilweise mit seinen anderen Veröffentlichungen im I-net. Dazu gehört „natürlich“ auch der Angriff auf einen Erflogsautor, was (noch) als wissenschaftskonform gilt, wie mehrfach im Blogsystem geschehen.
    Der Autor nennt zwar sein Buch „2012 – keine Panik“ - doch was ist das: „Eines Tages, wenn sich Nibiru vollbesetzt mit wütenden Außerirdischen wieder der Erde nähert, dann werden wir erneut versklavt werden und in die Goldbergwerke geschickt, glaubt Sitchin.“ Eine Unterstellung!

    Aber die Wissenschaft macht nicht nur vor Quereinsteigern und Hobbywissenschaftlern nicht halt – wenn ihr ein Thema nicht passt – sondern auch vor Dr. und Prof. So brauchte „der Urkontinent“ von Prof. A. Wegener 50 Jahre bis zur Anerkennung. Er war auch der Meinung, dass die Mondkrater in der großen Masse Einschläge und keine Vulkane wären. Dr. Shoemaker setzte so die Erkenntnisse fort, die endgültig durch Shoemaker-Levy 9 bestätigt wurden.
    G. Smith war Banknotenstempelschneider, Hobbyforscher – er erklärte der Wissenschaft, wie die sumerischen Keilschriften zu übersetzen sind.

    Solange wir alle Erkenntnisse, besser die Überlieferungen der Sumerer, die sie von ihren Lehrmeistern haben, die auch im Gilgamesch Epos stehen, einfach ablehnen, ignorieren, werden wir die Probleme nicht lösen! Aber die Wissenschaft beweist ungewollt in immer wieder neuen Forschungsergebnissen (vgl. Prof. Pääbo) die Richtigkeit der Überlieferungen – ein Kapitel meines Buches.

    Der Autor kann auch recht unkonkret sein: „Dann drang irgendwann ein weiterer Planet – er hieß Nibiru – von außerhalb in unser Sonnensystem ein und kollidierte mit Tiamat.“ Es war vor 4 Milliarden Jahren. Nicht er kollidierte mit Tiamat sondern seine Monde. Prof. Paul schrieb in „Der Irrläufer aus dem Asteroidengürtel“: „Planetenbahnen seit vier Milliarden Jahren stabil.“

    Nibiru: „Seine Bahn muss also enorm langgestreckt sein;“ Das ist richtig vgl. Bild unter: http://www.deistung.de/weltall/beitraege-2011.htm . „...gehen wir der Einfachheit halber mal davon aus, dass der sonnennächste Punkt seiner Bahn auf Höhe der Erde liegt.“ Das ist falsch – im Asteroidengürtel, vgl. Bild unter Resonanzen in Gürtel und Ringen: http://www.deistung.de/weltall/index.html – Mindestabstand zur Erde: ~2 AE.
    Und so könnte ich weitere Fakten mit ja und nein kommentieren, die ich auch in meinem Buch http://www.deistung.de/weltall/mein%20buch.htm beschrieben habe.
    Der Begriff Planet X stammt von Percival Lowell, X für unbekannt und röm. 10 und heute auch für Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems – er läuft retrograd.
    Ach ja, heute ist man der Meinung, dass es mehr vogelfreie Planeten als Sonnen in unserem Sonnensystem gibt: http://www.bild-der-wissenschaft.de/...id=32747610 – und einer davon war mal Nibiru.

    Man entdeckt keine neuen Erdteile,
    ohne den Mut zu haben,
    alte Küsten aus den Augen zu verlieren!
    André Gide, franz. Schriftsteller

  8. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Leseprobe – keine Gefahr!?

    Das „Zitat“ auf S. 57 stammt mit Sicherheit so nicht von Z. Sitchin – das hat der Autor Dr. Freistetter zusammengebastelt. Es stimmt fachlich nicht und Zusammenhänge sind falsch dargestellt. Fakten wurden so aus dem Zusammenhang gerissen, dass sie so nicht mehr stimmen und Z. Sitchin möglichst negativ darstellen. Ich kann das auch gern ausführlicher darlegen.

    „Daher flogen sie vor etwa 450.000 Jahren zur Erde, haben aber selbst keine rechte Lust, unter die Bergleute zu gehen. Also, so Sitchin, erschufen sie eine Rasse von Arbeitssklaven: die Menschen!“
    Danach könnte man denken, das der Mensch fast 450.000 Jahre alt ist – es sind aber gut 300.000 Jahre, s. Prof. Pääbo.
    „Auch seine „Übersetzungen“ könnte man treffender als „Erfindungen“ charakterisieren.“ In manchen seinen Büchern sind eine Menge Literaturquellen angegeben – die er genutzt und bearbeitet hat – u. a. die Bibel. Selbst im Gilgamesch Epos werden sie fündig werden, auf das Z. Sitchin auch zurückgreift. Das Gilgamesch Epos (12 Keilschrifttafeln) ist die einzige bürgernahe medienoffizielle Veröffentlichung, die es von den über 70.000 sumerischen Keilschriften gibt. Warum eigentlich nicht mehr?
    Auch das Buch von Prof. Kramer „Die Geschichte beginnt mit Sumer“ berichtet über Art und Beispiele aus Sumer – mit Anunnaki-Göttern.

    „Die Annunaki gibt es also offensichtlich nicht...“ Unser griechischer Geschichtslehrer als Reiseleiter in der Türkei erzählte uns immer Geschichten von Zeus und seinen Mannen (in anderen Ländern heißen die Anunnaki-Götter anders). Da fragte ich ihn: „Wo kommen die Geschichten eigentlich her?“ - „Das hat sich so überliefert.“ - „Dann erzähle ich Ihnen mal eine Geschichte. Als wir nach der Sintflut wieder genug Menschen waren und sie lange Weile hatten, sind sie in die Berge gegangen und haben tonnenschwere Felsblöcken aus dem Massiv so glatt geschlagen, dass sie ohne Mörtel entwickeln zu müssen, riesen Tempel und Paläste gebaut haben. Und abends am Lagerfeuer haben sie in den Funken Raumschiffe gesehen – und Götter hineingesetzt, um sich so zu erklären, was sie sich nicht erklären konnten.“ - „So war es aber auch nicht.“ - sagte er spontan.

    „...Sitchins „Forschung“ hatte nichts mit der Realität zu tun, sondern war reine Phantasie.“...
    Dazu habe ich ein „Zitat des Tages“ gefunden: „Wer eine Lüge sagt, merkt nicht, welch große Aufgabe er übernimmt, denn er wird gezwungen sein, zwanzig weitere zu finden, um diese aufrechtzuerhalten.“ Alexander Pope (1688 – 1744), englischer Dichter, Übersetzer und Schriftsteller.

  9. Dr. Burgard Antworten | Permalink

    Öffentliche Wissenschaft /Blume /Deistun

    Beispielhaft spaziert die Diskussion auch in die Sumerologie hinein, wobei Veröffentlichungen aus babylonischen Quellen und von Sitchin angezogen werden. In beiden steckt Wahrheit, soweit wir das auf Grund anderer Quellen beurteilen können. In der Marduk-Geschichte ist aber auch über teilweise unbestrittenes astronomisches Wissen hinaus schon viel polit-theologisch veränderte Überlieferung enthalten, die selbst von Generation zu Generation nicht präziser geworden ist. Sitchin gar, dessen Verdienste unbestritten sind, biegt manche gefundene Mythe so hin, wie es ihm gefällt. Die Sumerologen ihrereseits halten verkrampft an Konventionen fest, ohne die ihre Kunstlehre stark baufällig wird.

    Wie beinahe durch Zufall sind in vorsthenden Text einige Begriffe eingeflossen, die bei der Diskussion über "Öffentliche Wissenschaft" eine Rolle spielen sollten: Wahrheit, Quellen,Wissen, Polit-Theologie,Überlieferung,Mythen,Konvention-en, Kunstlehre...fehlt: Forschung!

    So ist denn die Sumerologie z.B. keine Wissenschaft, sondern eine Kunstlehre, bei der eine historische Seilschaft mit Konventionen an der anderen hängt, die bitte nicht hinterfragt werden dürfen, weil sonst die akademische Laufbahn gefährdet würde. Mir sind z.B.bei meiner Neuübersetzung der sog. Tempelhymnen der sumerischen Priesterfürstin Encheduanna erschreckende Zusammenhänge aufgefallen. Es handelt sich nicht um irgendwelche sakral-rituale Hymnen, sondern um sachliche Berichte einer um 2.300 v.u.Z. lebenden Königstochter über Personen,Ereignisse und Bauten betreffend eine für sie schon ferne Vorzeit. Schon die Schreibung ihrers Namens wird nicht nur grundsätzlich auf Englisch sondern auch in anderen Veröffentlichungen so oder so verfälscht. Und Sumerologie müsste man in allen modernen Sprachen als Schumerologie oder so ähnlich ansprechen. Und so weiter -zig Seiten lang, wenn Kritik gewünscht.

    Wissenschaft? Flickschusterei !!!

    Wissenschaft? Flickschustewrei!!!
    verfälscht:

  10. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Blogdiskussionen – und?

    Es wird diskutiert über das Problem des Plagiats von zu Guttenberg, gutes Bloggen..., in Anlehnung an eine bekannte Schrift werden sogar 10 Gebote kreiert http://www.kosmologs.de/...ote-f-r-wissenschaftler . Wenn es aber um unsere Vergangenheit aus Sumer geht, dann tut man so, als ob es nicht wahr ist und alle guten Regeln dürfen „vergessen“ werden, das ist (noch) wissenschaftskonform.
    Das hier von Dr. Freistetter vorgestellte Buch „2012 – keine Panik“ mit dem Kapitel der Leseprobe ist mit der Spitze eines Eisberges vergleichbar und das schwächste Glied im Buch. 170 Jahre Forschungen im mesopotamischen Bereich haben keine verwertbare Spuren hinterlassen.
    Meine Rezension bei Amazon „Das schwächste Kettenglied“ unter: http://www.amazon.de/...ID=&tag=&linkCode=

    "Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte."
    Gustav Heinemann, eigentlich Dr. Dr. Gustav Walter Heinemann ( 1899 - 1976)

  11. Burdu Antworten | Permalink

    Weltuntergang?

    florian freistetter ist ein freak er erzählt im fernseher so ein bullshit (servus TV) und im internet das gegenteil. will er nur berühmt werden oder was? warum erzählst du 2 geschichten im fernseher was anderes aber im internet ein ganzes roman über den weltuntergang aber das mit planet soll ja nicht stimmen hast du gesagt im fernseher. mann soll ja nicht alles glauben was im fernseher spielt. also meiner meinung bist du nur irgend einer da hergeranter der aufmerksamkeit braucht. also es gibt den planet x man sieht eindeutig 2 sonnen am himmel 1. die normale sonne Gelb 2. etwas oranges daneben mit ein halb kreis was wie ein mond ausschaut braun um den orangen planeten genu neben der sonne.

    Im fernseher Kein Nibiru.
    Im Internet nibiru Planet x von astronauten endeckt wird aber geheim von öffentlichkeit gehalten.
    willst nur geld machen, damit man dein buch kauft . erfindest irgendwas hast anscheinend nicht richtig recherchiert .

    Einfach Löschen bringt nichts könnt ihr machen aber was bewirk ihr damit wenn ihr die wahrheit nicht vertragen könnt.

    kann nur sagen peinlich für den freistetter. so was zu machen seine fotos in googel . Eindeutig freak .

  12. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Burdu

    Auch auf seinem Blog behauptet Florian Freistetter nicht, dass es einen Weltuntergang gäbe - sondern er klärt auf, was an Pseudowissenschaft dazu durch das Netz geistert. Das lesenswerte Buch ist aus dieser Aufklärungsarbeit entstanden - und m.E. hat der Autor nicht nur viele Leser, sondern durchaus auch die Einnahmen daraus mehr als verdient.

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