Religionskritik & Toleranz. Wie ich aus der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (fsm) “exkommuniziert” wurde

27. September 2013 von Michael Blume in Humanismus

2005 veröffentliche Bob Henderson (inzwischen von den Gläubigen „der Prophet“ genannt) die Parodie einer Heiligen Schrift: „Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters“ (deutsche Ausgabe: 2007). Dabei griff er Aussagen und Floskeln US-amerikanischer Fundamentalisten auf, die sich gegen die Evolutionstheorie wenden, und drehte sie zu einer Spaßreligion mit „Seiner Nudeligen Heiligkeit“ als überempirischem Akteur und Piraten als besonderen Zeugen um. RAmen!
 
 
Ich fand das Ganze wunderbar und amüsant und kann bis heute mit anderen „Pastafarianern“ herrlich darüber schmunzeln und blödeln. Als ich also vor einigen Monaten mein Facebook-Experiment (als „teilnehmender Beobachter“ ;-) ) startete, war ich daher erfreut, auch einer Facebook-Gruppe der „Kirche“ spontan beitreten zu können. Tja, und dann...
Alle im Folgenden geschilderten Beobachtungen können Sie übrigens selbst überprüfen – noch ist die besagte fsm-Gruppe öffentlich und kann mit all ihren Beiträgen eingesehen werden.
 
 
Lassen Sie mich zur Verteidigung meiner pro-humanistischen Naivität anbringen, dass ich – angefangen von meinem Doktorvater – mit sehr vielen atheistischen Religionskritikern ein herzliches Verhältnis habe, bei vielen von ihnen Bildung, Klugheit und Humor sehr schätze und auch immer wieder gerne wissenschaftlich zusammen arbeite. Zwar gebe ich schon mal einer (aktuellen) Papst-Kritik an Richard Dawkins Recht, verteidige aber wo nötig auch exponiert religionskritische Stimmen wie Michael Schmidt-Salomon gegen fiese Angriffe. Ich nahm also ehrlich an, dass es sich auch bei der fsm-„Gemeinde“ auf Facebook um einen lustigen, toleranten Haufen liebenswerter Chaoten handeln würde, mit denen man sich necken und gutmütig austauschen könnte.
 
Was war ich naiv…
 
Zunächst einmal war ich verblüfft, dass sich in der Gruppe mit (dem eigentlich sympathisch wirkenden) „Bruder Spaghettus“ tatsächlich bereits ein Oberkleriker gefunden hatte, der der „Gemeinde“ die Richtung vorgibt, den "Glauben" erläutert und Abweichler korrigieren, ermahnen und bei Verstößen auch – aus eigener, allein von Seiner Nudeligkeit abhängiger Autorität – ohne Widerspruchsmöglichkeit verstoßen kann.
 
Um BS herum gruppierten sich andere Intensivnutzer, die ihn und sich gegenseitig durch Kommentare und „Gefällt mir“ bestärken.
 
„Humor“ gibt es dabei schon noch – aber praktisch nur noch als ironische oder gar höhnische Herabsetzung aller anderen Glaubensweisen, ob fundamentalistisch oder nicht. Da ist kein Augenzwinkern über die eigene Weltanschauung mehr, bestenfalls wird noch zwischen der „religiösen Ideologie“ und dem armen, irrenden Einzelmenschen unterschieden (die fsm-Version von „Die Sünde, aber nicht den Sünder hassen.“) So putschen sich die Pastafarianer seitenweise zu praktisch allen Weltreligionen hoch.
Man muss sich das einmal vorstellen: Da sind eine ganze Menge Leute, die Tag für Tag viel Zeit, manchmal mehrere Stunden damit verbringen, nach anti-religiösen Fundstücken im Netz zu stöbern, diese zu teilen und sich dann in ihrer Verachtung gegenseitig zu bestärken. Da kann sich ja jeder ausmalen, was das mit den Beteiligten macht...
 
Judentums-, Christentums- und Islamfeindlich... - und stolz darauf
 
So weiß beispielsweise „Aleister Crowley“ (ein FB-Profil unter auch religionsgeschichtlich vielsagendem Pseudonym), dass die Beschneidungsdebatte beweise, „wer in diesem Land am Ruder ist“:
 
 
Und falls jemand noch Zweifel haben sollte, wie ernst das Ganze gemeint ist, folgt die Gleichsetzung von Judentum und Nationalsozialismus durch „Crowley“ gleich darauf ("Rechtschreibung" im Original):
 
Wenn die ihren Kindern ohne Grund die Vorhaut absebeln wäre es, z.b. auch logisch das Nazis ihren Kindern Hakenkreuze auf die Stirn tätowieren dürfen ist doch Ausdruck ihrer Überzeugung und die haben doch ein Recht ihre Kinder zu erziehen wie sie wollen und der Straftatbestand dürfte ziemlich der selbe sein...“
 
Und andere Pastafarianer – liken und stimmen zu, von über 80 "Gelesen" meldet bislang niemand Bedenken! Schauen Sie ruhig selber nach, noch ist es ja öffentlich…
 
Freilich ist übler Antisemitismus hier nur ein Aspekt, die fsm-Beiträge gegen Christen und Muslime haben es nicht weniger in sich. Nachdem ich gegen die direkte Übernahme von Links aus rechtsextremen Seiten Einspruch erhoben hatte, ließ mich und uns "Bruder Spaghettus" daher auch lehramtlich wissen:
 
Auch ich bin islamfeindlich. Ich bin auch christentumsfeindlich und finde das völlig normal.“
 
Die größere Aufgeklärtheit und Toleranz der Pastafaris gegenüber anderen „Religionen“ konnte ich bislang nicht entdecken…
 
Ein „liberaler Flügel“ mit Zivilcourage
 
Freilich gibt es sie, die wenigen Pastafarianer, die gegen die fortschreitende Radikalisierung noch an den ursprünglichen Charakter der Spaß-Religion erinnern. So wagte es „Ulli Tribull“, Einspruch gegen diese Entwicklung zu erheben. Und da beging ich nach meinem ersten, abgeschmetterten Aufgebehren den zweiten „Fehler“: Ich wagte es, Tribull und eine weitere Kommentatorin in ihrer schüchternen Hinterfragung zu unterstützen. Damit war für Bruder Spaghettus das Maß voll – denn offensichtlich darf auch hier nur jede „andere“ Religion und Gruppe hinterfragt werden - ich wurde durch einsamen Beschluss des nudeligen Hohepriesters verwarnt und dann auch gleich rausgeworfen:
 
 
Und - schon war es geschehen. Zum ersten Mal in meinem Leben als Religionswissenschaftler wurde ich aus einer „Religionsgemeinschaft“ geworfen! ;-)
 
Plötzlich ein „Aussteiger“
 
Natürlich sehe ich das Ganze immer noch mit Humor: Die fsm ist ja als Spaßreligion gestartet und die Facebook-Gruppe eines selbsternannten fsm-"Priesters" ist nicht mehr als das. Gerade auch die (politischen) Piraten haben ja bei der Bundestagswahl bitter erleben müssen, dass das echte Leben weiterhin nicht auf Facebook stattfindet.
 
Aber „interessant“ war es schon, hier plötzlich auf genau die intoleranten und ausgrenzenden Mechanismen zu treffen, die auch sonst bei fundamentalistischen Sekten zu beobachten sind.
 
Was müsste nach dieser Logik jetzt also folgen? (Wissenschaft soll ja überprüfbare Prognosen bieten. :-) )
 
  1. Meine Exkommunikation muss den verbleibenden „Glaubenden“ als unabweisbar geschildert werden – man habe mir ja eine Chance geben wollen, doch hätte ich mich leider, leider als „unwürdig“ erwiesen.
  2. Um zusätzliches Material zur Begründung ihrer Exkommunikation zu finden, müssten umgehend Hintergrundrecherchen nach verwertbarem Schmutz angeleiert werden. Scientology hat für so was einen „Geheimdienst“, aber ich nehme doch an, die Spaghettus-Pastafaris werden es bei Google belassen! :-D
  3. Wenn ich es dann auch noch – wie hier gerade – wage, mit den einschlägigen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen, dürfte online eine Welle von Wut und Beschimpfungen einsetzen. Ziel müsste es dabei sein, den „Aussteiger“ als „unglaubwürdig“ darzustellen sowie zu behaupten, ich sei von Anfang nur aus niederträchtigen Motiven in die Gruppe eingetreten, die außerdem gar nicht die „eigentliche Kirche“ darstelle.
  4. Sollten sich dennoch kritische Stimmen zum bislang öffentlichen Auftritt der fsm-ler nicht mundtot machen lassen, so ist damit zu rechnen, dass die Gruppe anstößige Posts nachträglich löscht, dann in den nichtöffentlichen Modus wechselt und fortan streng durch Hintergrundchecks kontrolliert, dass nur noch „wahre Gläubige“ Zutritt zu ihr finden.
 
Bisher sind die Facebook-Pastafaris schon bei etwa 2.5 angekommen und ich bin echt gespannt, ob sie unter Führung ihres „Geistlichen“ das gesamte Fundamentalismus-Standard-Programm bis 4 durchziehen. Wetten werden noch angenommen! :-)
 
Fazit
 
Verschiedentlich hatte ich (auch schon vor dem Breivik-Massaker) Prozesse der Online-Radikalisierung auf dem Blog und in Print-Publikationen thematisiert. Aber ich gebe zu: Mir wäre dennoch nicht im Traum eingefallen, dass sich sogar aus Versatzstücken einer humorvollen Spaßreligion tatsächlich wiederum eine massiv intolerante „Gemeinschaft“ bilden könnte. Es sieht so aus, als ob Bob Henderson mit der Nachahmung von religiösem Fundamentalismus "erfolgreicher" wird, als er selbst es für möglich gehalten hätte. Vielleicht sollte der Prophet zur Rettung seiner Botschaft schnell eine neue, nudelige „Glaubenswahrheit“ verkochen: Die größten Kritiker der Elche – werden manchmal selber welche…
 
RAmen! Tongue out

58 Kommentare zu “Religionskritik & Toleranz. Wie ich aus der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (fsm) “exkommuniziert” wurde”

  1. Kunar Antworten | Permalink

    Piraten und Facebook

    Ich habe mit den Piraten weiter nichts am Hut, aber ich habe die bisher als besondere Facebook-Apologeten wahrgenommen. Die Datensammelwut sozialer Netze steht dem Verlangen nach Privatsphäre doch diametral entgegen. Sicher wird es dennoch vor viele Piraten(organisationen) geben, die auch auf Facebook aktiv sind. Aber dass Piraten besonders Facebook genutzt oder als ihre Biospähre wahrgenommen hätten, wäre mir neu.

  2. Gerald Antworten | Permalink

    #hach. Großartig. Sehr unterhaltsam zu lesen. Irgendwie musste ich an Milgram's Experimente zur Gehorsamkeit denken. Eine Gruppe ist irgendwie doch immer nach dem gleichen Muster gestrickt. Aber nicht traurig sein, irgendwo kommst du sicher auch wieder als Wallraff rein xD

  3. Herr Senf Antworten | Permalink

    ja und ...

    Blödsinn bleibt Blödsinn!
    "Wissenschaft" will und kann nicht helfen.

  4. Aleister Crowley Antworten | Permalink

    Fehldarstellung des Hrn. Blume

    Sehr geehrte Damen und Herren ich will mich hier deutlich von jeglichem Antisemitismus distanzieren die der nette Hr. Blume mir unterstellt, wer den ganzen Beitrag liest, wird, wenn er Hr. Blumes Artikel nicht zu oft liest, vielleicht feststellen können, in welchem Kontext welche Aussagen gemeint sind. Ich lade hiermit ebenfalls herzlich dazu ein sich die Gruppe anzuschauen und mitzudiskutieren und sich selbst ein Bild zu machen. Wenn man dabei nicht so beleidigend vorgeht wie Der Nette Hr. Blume wird man auch nicht ausgeschlossen

  5. Aleister Crowley Antworten | Permalink

    Wie gesagt

    Achso ja Hr. Blume ich bin Legastheniker. Es tut mir leid wenn ich ihre intellektuellen Ansprüche da nicht ganz bedienen kann. Um das nochmals klarzustellen.... Jedes Zitat das der nette Hr. Blume hier verwendet ist aus dem Kontext gerissen. Bei der Zitierten Diskussion (bei der Hr. Blume ausgeschlossen wurde), ging es unteranderem darum, Eben nicht einzelne gläubige Menschen zu diffamieren. Wer sich die mühe macht, dem netten Hr. Blume nicht alles zu glauben, wird auch dort feststellen, das der Großteil der Gruppenmitglieder sich deutlich gegen eine Diskriminierung religiöser Menschen ausspricht.

    und nun nochmal zu meiner Person und dem für mich sehr verletzenden Statement von Hr. Blume: Nein Hr. Blume ich glaube nicht wie sie implizieren an eine Jüdische Weltverschwörung und Nein ich will das Judentum auch nicht mit dem Nationalsozialismus gleichsetzen (ist mir ein Rätsel wie das möglich sein soll) ??!?! Aber ja ich würde die Misshandlung eines Säuglings durch Abtrennung seiner Vorhaut, aus rein religiösen Gründen, mit der Tätowierung eines Säuglings aus politischen gründen gleichsetzen, da es wie sie aus meinem Zitat rausgekürzt habe "den selben Straftatbestand erfüllt" P.S. es gab zu diesem Thema 16 weitere sehr positive menschenfreundliche Beiträge die sie nicht erwähnen... Bemerkenswert ist es auch, das sie bei erwähnter Diskussion einer derjenigen waren, die kein Gegenstatement beigetragen haben... hätten sie mich auf meinen vermeidlichen Antisemitismus angesprochen wäre das schnell geklärt gewesen...

    Ihre Art der " Berichterstattung zeugt von einer sehr beschränkten Weltsicht und beweist wieder einmal, das Leute wie sie die sich als "Religionswissenschaftler" bezeichnen sich die Welt gerne wie es ihnen gefällt gestallten und alles, das ihr Weltbild nicht bestätigt ignorieren, sie sind ein Armutszeugnis für diese Land und für ihre Religion, die sich keinerlei kritischem Diskurs stellen will und stattdessen die Gegenstimmen durch derartige Beiträge zum öffentlichen Diskurs zum schweigen bringen will...

  6. Aleister Crowley Antworten | Permalink

    Hr. blume Hr. Blume

    Ach und finde es auch sehr schade das sie die Stelle "Kinderrecht geht vor Elternrecht" nicht ebenfalls zitiert haben....

  7. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Kunar

    Ja, ich würde auf jeden Fall auch sagen, dass man vom Verhalten Einzelner nicht auf “die“ Piraten oder Pastafarianer schließen kann. Allerdings haben sich Intoleranz und Religionsverachtung schon sehr weit ausgebreitet und auch Netz-Symphatisanten wie mich verprellt.

    Ob die Bewegung erwachsen wird, eingeht oder sich weiter radikalisiert und isoliert?

  8. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Aleister Crowley

    Für jemanden, der so gerne austeilt, vertragen Sie aber Rückmeldungen schlecht. Und alles, was ich oben zitiere ist (noch) öffentlich und also auch nachlesbar.

    Über die zahlreichen Beleidigungen, die Sie mir heute Nacht direkt geschickt haben, will ich hinweg sehen und Ihren Spam auf meinem Blog lösche ich wie erbeten.

    Sie haben Stufe 3 schon mal eifrig bedient, bevor Sie selbst ins Grübeln gekommen sind. Dass dies inzwischen geschieht, finde ich schonmal gut.

    Mal schauen, wie Ihr Oberpriester reagiert...

  9. Dominik Grottian Antworten | Permalink

    Gelungene Selbstinszenierung ?

    Den Rauswurf aus einer FB-Gruppe als "Exkommunikation" zu bezeichnen, sich selber als Aussteiger und Exkommunizdierter zu inszenieren, heißt schon dick auftragen. Eine FB-Gruppe ist ziemlich weit entfernt von jeder Sekte.
    Dagegen den Pastafarianismus als reine Spaßangelegenheit zu verstehen, zeigt eine deutliche Unterschätzung der ernsten Intentionen eines Bob Hendersons: die Satire von organisierten Religionen ist nichts anderes als ein Angriff auf deren Privilegien und Ansprüche. Wie sollte man daher als Pastafarianer nicht religionsfeindlich sein? Darum geht es doch gerade. Wenn ich davon ausgehe, dass etwas vielen Menschen schadet, wie die organisierten Religionen, dann soll ich dem gegenüber tolerant sein? Unsinn. Herr Blume fordert Toleranz für Relgionen von gerade denjenigen, die sie zutiefst verachten. Absurd. Aber Hauptsache sich selber inszenieren.
    Im übrigen lassen mit zwinkernden Smileys gespicke Texte wie der obige eher auf einen unterentwickelten Sinn für Humor schließen, sonst müsste man ja nicht so sehr darauf rumreiten wie humorfähig man selbst doch ist:"herrlich schmunzeln und blödeln","sich necken und gutmütig austauschen" - Geht's noch? Humanismus als Kuschel- und Schunkelveranstaltung?! Schmunzeln, blödeln und sich necken kann man beim Musikantenstadl besser, vielleicht liegt dem Herrn Blume diese Form von Humor besser als die gängige Religionssatire, denn die muss scharf sein, sonst wirkt sie nicht. Und Satire darf bekanntlich alles.

  10. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Exkommunikation

    Nichts spricht dagegen, dass Glaubensgemeinschaften gelegentlich auch einmal ausschließen.
    Wenn es nicht gewaltsam wird, wenn bspw. Blasphemie seitens eines Glaubensbruder festgestellt wird, natürlich nur.

    Hier wäre dann die jeweilige Glaubensmenge zu prüfen und im Einzelfall die Verstösse.

    MFG
    Dr. W (der Herrn Dr. Blume noch nie als echten, gläubigen Pastafari verstanden hat)

  11. Aleister Crowley Antworten | Permalink

    Also keinerlei Unrechtsbewusstsein ?

    Na gut zu wissen, dass sie vollends meinen Erwartungen entsprechen. Hr. Blümchen... Ne Rückmeldung hätten sie mir auf der FB Seite geben können... Aber daran hatten sie offensichtlich kein Interesse. Ging ihnen darum Munition für ihre Propagandamaschinerie hier zu suchen, die sie gefunden haben. Ich entschuldige mich bei alle Gruppenmitgliedern, das ich ihnen das in diesem Fall auch noch leicht gemacht habe... Na aber um diese Gelegenheit zu nutzen. Was halten sie vom Thema Beschneidung bei Minderjährigen ?? sie sind doch immerhin in irgend einem Jugendbeirat (was mir einen Schauer über den Rücken jagt)...

    Ach und ich will mich auch hier bei allen Mitgliedern des jüdischen und islamischen Glaubens entschuldige und ihnen nochmals versichern, dass es mir bei den Posts ausschließlich um die Sache ging, die ich weiterhin nicht in Ordnung finde, da sie meiner Meinung nach wie erwähnt die Rechte und religiösen Einstellungen von Eltern über das berechtigte Interesse des Kindern an körperlicher Unversehrtheit und freiere Religionsausübung stellen. Ich betone erneut, das dahinter keinerlei antisemitisches Gedankengut steht. Ich werde, wie ich in der FSM Gruppe auch an mehreren stellen Poste, für jedermanns Recht aufstehen, zu glauben was er will, solange er sich damit nicht in das Leben anderer einmischt...

    P.S: Für jemanden der mit derartig viel Arglist vorgeht und selbst unheimlich viel austeilt, und beleidigend vorgeht, scheinen sie das Echo aber auch nicht gut zu vertragen. Was erwarten sie von jemandem den sie hier, absolut unreflektiert und ohne persönliche Ansprache oder wenigstens die kleinsten Überprüfung der eigenen Position als Antisemiten darstellen ?? Ich halte die Tatsache, das sie irgendjemanden, aufgrund von einigen Zeilen, die zugegebener Maßen auch falsch verstanden werden können, in einer derartigen Art und Weise darstellen, für einen Beweis ihrer Menschlichen und Journalistischen Qualitäten.

    Und meiner Erfahrung nach ist Leuten, die die Antisemitismus Keule beim ersten Argumentationsversuch auspacken eher nicht zu trauen.

    Andere Frage: würden sie denn hier in den Kommentaren wenigstens zugeben, das alle meinen anderen Kommentare in der Gruppe auf so ziemlich die gegenteilige Aussage zur Fremdenfeindlichkeit hinauslaufen ?, Das ich und viele andre gerade in letzter Zeit, die teilweise merkwürdigen Tendenzen, auf den Zug der Islamophobie aufzuspringen, in der Gruppe angeprangert habe (ist noch zu lesen) ? Oder geben sie wenigstens zu, dass sie, der Rest gar nicht interessiert hat ?

  12. Fabian Antworten | Permalink

    Stufe 3...

    ... ist ja in vollem Gange, auch wenn man sich die fb-Seite anschaut. Wirklich eindrucksvoll, wie diese Mechanismen zutreffen.

    Ich hatte auch schon diverse Argumentationen in diese Richtung, und bin immer wieder erstaunt, dort genau das vorzufinden, was an religiösen Gruppierungen lautstark kritisiert wird. Meine Erfahrung zeigt aber auch: (Fast) jede Diskussion ist leider sinnlos. Man wird unglaublich schnell beleidigt. Und wenn man dann keine Lust mehr zu diskutieren hat, bzw. sich künftig auf solche Diskussionen gar nicht mehr einlässt, heißt es, man verweigere sich "vernünftigen" Diskussionen und Debatten.

    Nun ja, ich wünsche dir viel Kraft, Phase 3 zu überstehen. Phase 4 dürfte dann ja für dich wieder entspannter werden ;-)

  13. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Fabian

    Oh ja, Stufe 3 ist in vollem Gange, hier und auf Facebook, in Kommentaren und Mails, einige auch schon mit drohendem Unterton. Extreme sind sich strukturell einfach verblüffend ähnlich!

    Interessant auch, wie viel Zeit einige dieser offensichtlich alleinstehenden “Neuen Atheisten“ haben - als Familienvater (heute Morgen z.B. Turnierleiter einer F-Jugend-Fussballrunde) kann man da nur staunen! Das stiftet einigen wohl tatsächlich temporäre Sinn- und Gemeinschaftserfahrungen! #Spannend ;-)

  14. chris Antworten | Permalink

    Ha, ihr Ausschluß aus dieser Nudelgemeinschaft gestaltete sich genau so, wie ihre Sperrung meiner Kommentare in ihrem Blog durch sie. Gelbe Karte und bei weiterer Oppositionshaltung meinerseits.... kommt kein Kommentar mehr durch.

    Glaubensbekenntnisse sind eben doch regelmässig strategisch zu leisten. Freut mich, dass sie exkommuniziert wurden, weil sie nicht (arsch)kriechen wollten.

    Ansonsten warte ich auch als stiller Leser noch auf einen in Erwartung gestellten Artikel über die Angst (freilich nur evolutionär betrachtet - aber immerhin. Wo doch auch theologisch gewisse Bedingungen davon profitieren). Stattdessen darf ich also nun eine weitere Episode aus ihrem Leben erfahren - gar eine, die letztlich kaum eine solche Relevanz in ihrem Leben haben dürfte, als die vorherige.

    Mein Angebot, ihnen noch einige gewiss ihnen unbekannte Bedingungen der besonderen Relevanz betreffend der muslimischen Religionsgemeinschaften in der Gegenüberstellung mit der christlichen speziel in Europa zu eröffnen, steht noch immer. Das würde ihnen auch einiges über politische Hemisphären eindeutiger klarmachen - und warum die so konstruiert sind (Links/Rechts). Also alles volle Kanne ihr Fachbereich.

  15. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Dr. Blume

    Nun ist mit den Pastifari eine möglicherweise extreme (Ihre Wortwahl) Glaubensrichtung entdeckt.

    Könnte es sein, dass sich unter den schwach verdeckt agierenden Atheisten, die in Wirklichkeit Theisten [1] sind, weitere Extremisten verbergen, die sich dem allgemein wohlgefälligen Zusammenleben widersetzen?

    MFG
    Dr. W

    [1] der Schreiber dieser Zeilen betrachtet Atheisten als in ihrer Glaubensrichtung theistisch gebunden, ansonsten wären sie offensichtlich areligiös, oder ideologisiert: Agnostiker

  16. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Webbär

    Sagen wir mal so: Bis zu diesen Beobachtungen “im Feld“ hätte ich auch nicht angenommen, dass die fsm Züge realer Religiosität annehmen würde. Ich dachte, dass dies durch die Selbst-Ironisierung in Schach gehalten würde.

    Gerade aber die o.g. Gruppe hat die ironische Distanz großteils aufgegeben und nimmt sich... bierernst. Spaghettus empfand meine Einwände tatsächlich als Angriffe auf seine religiöse Autorität und das Selbstverständnis der Gruppe! (Er schreibt auch, dass er die fsm-Kirche nicht (mehr) als Spaßkirche versteht.)

    Es wird sich m.E. auf jeden Fall lohnen, an dieser Stelle weiter zu forschen. Als “Exkommunizierter“ werde ich aber Feldforschung wohl nicht mehr machen können! Mutige Freiwillige vor! :-D

  17. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Dr. Blume

    Es wird sich m.E. auf jeden Fall lohnen, an dieser Stelle weiter zu forschen. Als “Exkommunizierter“ werde ich aber Feldforschung wohl nicht mehr machen können!

    Ischt nicht klar.

    Wenn Sie areligiös Glaubensgebundene, wie auch der Schreiber dieser Zeilen, als in Einzelfällen oder gar gruppenbedingt als problematisch erkennen können, ...

    ließe sich dementsprechend ausbauen.

    Der Glaube daran, dass bspw. ein Einhorn auf diesem Planeten nicht existiert, entspricht "1:1" dem Glauben an außer- oder superempirische Entität oder Akteur.

    Weil alle, also vermutlich auch Sie, an Sachen glauben, die streng genommen nicht glaubenswürdig sind, im epistemologischen Sinne zumindest, könnten auch andere Glaubenssysteme wie der Liberalismus, der Sozialismus, der Glaube an die Treue der Ehefrau wie an die (Prestige-)Wirkung der ROLEX angezweifelt werden.

    Diesbezüglich skeptisch zu werden, wäre also für Sie eine mögliche wissenschaftliche Aufgabe, die sogar in der Religionskritik münden könnte.

    Ja, die Religion zu kritisieren ist nicht viel anders als das oben Genannte zu kritisieren.
    Der Glaube ist notwendig, aber nicht wirklich schützenswert. [1]

    MFG
    Dr. W

    [1] zudem geht der Schreiber dieser Zeilen davon aus, dass sie nie wirklich (im Sinne der Veranstaltung) geglaubt haben, sondern eher aus wie oben beschriebenen Gründen mitschwimmen

  18. Bruna Antworten | Permalink

    Hallo Michael, ich verstehe, warum du von uns Pastafaris diesen Eindruck gewonnen hast. Ich meine in dem Sinne, dass ich es nachfühlen kann. Wenn man auf einem Haufen jede Menge kritische Kommentare, Videos über Verbrechen im Namen von Religionen, Satire, die manchmal unter die Gürtellinie geht und ähnliches geballt zu sehen bekommt, dann kann man durchaus zu Ähnlichen Schlüssen kommen, wie du. Ich glaube nicht, dass diese Schlüsse der Wahrheit entsprechen, sondern, dass einfach die bloße Masse an kritischen Kommentaren so auf dich gewirkt hat. Es werden in der Gruppe einfach sehr oft Religionen kritisiert, weil es ja genau darum geht. Aber, ich habe ja schon in der Gruppe gesagt, dass mir das manchmal auch zu viel wird, insbesondere, wenn Sachen gepostet werden, bei denen man sich ziemlich sicher sein kann, dass sich davon Menschen beleidigt fühlen. Natürlich darf jeder seine Meinung frei äußern, aber ich denke, dass jeder darauf achten sollte, niemanden absichtlich zu verletzen, dass sind für mich Grundregeln der Kommunikation. Aber mir ist eine Sache sehr wichtig zu sagen: Pastafaris sehen Religion als eine Weltanschauung. Weltanschauungen können politische Ansichten sein, Religionen, Ansichten darüber, wie man Kinder erziehen sollte oder darüber ob man Vogelspinnen eher mit Heimchen oder mit Schaben füttern sollte. Eines haben alle diese Ansichten gemein, man darf sie kritisieren. Und Pastafaris glauben eben daran, dass Religionen da keine Sonderstellung haben. Und an dieser Stelle muss ich Aleister in Schutz nehmen. Als er sagte, dass Beschneidung von Jungen genau so wäre, als würden Nazis ihren Kindern Hakenkreuze tätowieren, meinte er garantiert nicht, dass man das Judentum mit der Nazi-Ideologie gleichsetzen kann. Er meinte damit, dass beides Eltern sind, die aufgrund einer Weltanschauung ihren Kinder etwas antun, was man Körperverletzung nennt. Das ist rein rechtlich tatsächlich so. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Weltanschauung nun politisch ist, oder religiös. Ich verstehe Aleister da sehr gut, wenn ich aus religiösen oder auch politischen Gründen (oder wegen irgendeiner anderen Ansicht) meinem Kind einen Zeh entfernen lasse, dann bestünde der gleiche Tatbestand. Dass du aus der Gruppe ausgeschlossen wurdest, habe ich auch nicht ganz verstanden und noch mal genauer nachgefragt: "Aber du hattest ihn doch eigentlich nur verwarnt, dass er fliegt, wenn er jemanden noch mal persönlich angeht. Und plötzlich gehört er nicht mehr dazu. Hab ich irgendwas nicht mitbekommen? Wann ist aus der Verwarnung ein Ausschluss geworden? Hatte er noch mal jemanden persönlich beleidigt?" Bruder Spaghettus sagte daraufhin: "Ja, er hat uns unterstellt, rechte/braune Ansichten zu unterstützen. Also noch mal genau das Gleiche, was er schon zwei mal auf Abu beschränkt gemacht hat, jetzt erweitert auf Manuela und mich." Der Teil, den er meint war, als du sagtest "Interessant, was für Ansichten Ihr hier so verteidigt!" Und Bruder Spaghettus meint, dass du mit "Ansichten" rechtes Gedankengut meinst, denn das würde aus den vorherigen Kommentaren ersichtlich. Das soll wohl der entscheidende Satz gewesen sein, der dazu geführt hat, dass du ausgeschlossen wurdest. Ich weiß nicht, ob dir das hilft, ich wollte es einfach posten, weil es geschrieben wurde, als du nicht mehr da warst.

  19. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Bruna

    Lieben Dank für Deine Worte, Bruna! Da Du zu den wenigen gehörtest, die Euer Gemeindeverhalten wenigstens ein bisschen zu hinterfragen wagten, antworte ich Dir gerne.

    Freilich fällt Dir vielleicht selber auf, wo sich die Spaghettus-Jünger (die, wie ich ja auch schreibe, nicht für alle Pastafaris stehen) selbst widersprechen: Einerseits soll es okay sein, alle Religionen auch verletzend zu beleidigen - andererseits reagiert man auf Kritik an der eigenen Gruppe intolerant und ausgrenzend.

    Man wird wohl attestieren müssen, dass sich Euer Kleriker BS durch meine Rückfragen in seinen “religiösen Gefühlen“ verletzt sah - was wundervoll ironisch ist...

    Zu Antisemitismus: Nein, religiöse und politische Haltungen stehen nicht auf der gleichen Stufe, auch rechtlich nicht. Und wenn man die Juden - nachdem man ihnen gerade attestiert hat, sie seien im Land “am Ruder“ - dann auch noch mit den Nazis in einen Topf wirft, hört der Spaß auf. Hätte es keine anderen politischen Bewegungen für einen Vergleich gegeben? Für wie naiv haltet Ihr die Lesenden? Und denkt bei Euch auch mal irgendjemand darüber nach, was solche Gleichsetzungen für Menschen bedeutet, deren Angehörige von den Nazis ermordet wurden? Wer beschnitten war, musste mit Diskriminierungen bis hin zum Mord rechnen!

    Wer da die Beschneidung mit dem Tätowieren von Hakenkreuzen gleichsetzt, spricht für sich. Dass aber keiner von Euch Gläubigen da ein Problem zu sehen schien, Crowley stattdessen noch viel Zuspruch erhielt und auch Euer sonst so sanktionsfreudiger Ober-Bruder Spaghettus nichts daran auszusetzen findet, hat mich noch mehr schockiert.

    Ihr puscht Euch da immer weiter hoch in der Verachtung Andersglaubender. Das ist längst nicht mehr klug und lustig, wie das fsm einmal angelegt war. Du musst selbst entscheiden, wie lange Du diesen Trend noch mitmachen möchtest...

  20. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Dr. Blume

    Mal ganz unter uns gefragt:
    Der Schreiber dieser Zeilen geht schon davon aus, dass Ihnen die Positionen atheistischer Hardliner bekannt sind, dass man dort sozusagen sicher ist, dass Religionen keine Repräsentation in der Welt haben ('superempirische Akteure' (Ihr Begriff) etc.), dass Religionen ungünstig auf die Kulturen gewirkt haben, und zwar durchgehend und alle, und dass es sozusagen saublöd und gemeingefährlich ist religiös gebunden zu sein.

    Insofern liegt der Verdacht nahe, dass Sie in Kenntnis der Gegebenheiten und vor allem auch der Befindlichkeiten dieser atheistischen Glaubensgruppe eine kleine Performance versucht haben.
    Kann das sein?

    MFG
    Dr. W

  21. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Webbär

    Nein, Webbär. Die Spaß-Pastafaris, mit denen ich stets gerne scherzte, nahmen ja gerade auch die Sprüche, Rituale und Symbole des fsm als augenzwinkernde Bezüge zur menschlichen Universalie Religiosität.

    Das war spöttisch gegenüber religiösen Fundamentalisten, aber tolerant, ja einbeziehend gegenüber aufgeklärten Gläubigen.

    Entsprechend überrascht habe ich registriert, wie weit sich inzwischen einige radikalisiert haben, den Humor und die Toleranz gerade nicht mehr auf sich selbst beziehen und noch bei den übelsten Sprüchen applaudieren - solange es gegen Andersglaubende geht. In vielerlei Hinsicht sind sie wie jene geworden, gegen die sie sich einst wandten.

    Die autoritäre Rolle eines nudeligen Oberpriesters hat mich dann endgültig verblüfft - und als Religionswissenschaftler auch fasziniert. Trotzdem wäre es mir irgendwie lieber gewesen, diese Intoleranz und Ent-Täuschung nicht erlebt zu haben.

  22. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Dr. Blume

    Das sei Ihnen mal geglaubt. Der Schreiber dieser Zeilen kennt dagegen die aggressiven Atheisten seit Längerem; da es sich erkennbar um eine Glaubensrichtung handelt, könnte das ein Arbeitsgebiet auch für Sie sein.

    Nächstes Mal dann vielleicht in leicht gebückter Haltung und den Dialog suchend dort bittstellig werden...

    MFG
    Dr. W (der weiß, dass Sie auch dies können, zumal der Dialog auch hier -in Ihren Worten- alternativlos ist)

  23. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Webbär

    Ja, klar - Dialog, wo immer möglich. Aber auch klare Ansage gegenüber jenen, die nur noch Hass predigen. Ob nun radikalisierte Christen, Muslime, Pastafaris...

  24. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Vermutlich

    sind primär daran Glaubende, dass der Glaube anderer falsch ist, besonders schwierig zu beforschen.

    MFG
    Dr. W

  25. Statistiker Antworten | Permalink

    Beleidigungn

    Blume beleidigt mal wieder alle, die nicht seinem Glauben anhängen. Diese Person ist asozial, widerlich, eklig und nationalsozialistisch angehaucht, will Andersglkäubige ermeorden und ist keines humanen Gedankens fähig.

    Eklig, sowas, wegwischen, sowas, eklig!!!!!!!

  26. Statistiker Antworten | Permalink

    Man kann es auch so sagen:

    Dieses Blume ist eine Reinkarnation des Teufels, ohne es zu merken. So was Ekliges habe ich noch nie gesehen, aber es gibt diesen Ekel in Form des BLUME!!!!!!!

  27. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Wehmeier und Statistiker

    Besten Dank für Ihre überzeugenden Kostproben religionskritischer Vernunft und Toleranz. Ich lasse diese Kommentare gerne stehen, damit sich jede(r) selbst ein Bild und ein paar Gedanken machen kann...

  28. Michael Blume Antworten | Permalink

    Herr Wehmeier...

    ...kommentierte hier:
    http://www.scilogs.de/...sacred-harp#comment-26518

    Und von den Mails will ich gar nicht schreiben... Nein, die radikalisierte Religionskritik führt offensichtlich nicht einfach zu einer freieren, vernünftigeren Welt...

  29. Aleister Crowley Antworten | Permalink

    Voreingenommene Meinung des Hr. Blume

    Tja Hr. Blume ist mir immer noch ein Rätsel warum sie alle versuche diesen Satz richtigzustellen, die ich ihnen sowohl privat als auch hier gepostet habe ignorieren und weiter mit Schmähungen vorgehen, die einzig und alleine auf ihrer Interpretation eines einzigen Nebensatz beruhen.

    Aber um expliziter zu sein: Ich meinte eigentlich die CDU bzw. die momentane Politik im allgemeinen, die jedem Kirchenvertreter in den Arsch kriecht, was die Debatte um Beschneidung mal wieder bewiesen hat (Siehe auch Kirchensteuer , Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche ihr Stipendium etc). Ihre Versuche, Zitate aus dem Kontext zu reißen, sie mit ihren eigenen Interpretationen, zu ergänzen ohne das zu Hinterfragen um es daraufhin als "wissenschaftliche Feldforschung" zu verkaufen sind lachhaft.

    Mir ist klar, das die religiöse Überzeugung von Menschen LEIDER mehr wiegt als die politische. Dennoch sind Argumente der Analogie erlauubt und müssen berücksichtigt werden. Mir ist aber auch klar das das ein Zustand ist, der nicht haltbar ist und dem Grundgesetz selbst wiederspricht (art. 1 ??). Haben sie den mittlerweile nochmal andere Kommentare von mir gelesen ?? Oder haben sie Angst das ihre kleine kleine Welt dann zusammenbricht zusammenbricht ?? Oder lassen sie etwa selber keine Kritik an ihrer Weltsicht zu, was mir mittlerweile wahrscheinlicher vorkommt

    Und jaaa wir wissen das sie ein vielbeschäftigter Familienvater sind und wir alle nur kleine hässliche Nerds ohne leben aber wer sich die Zeit nimmt so eine Schmähschrift zu verfassen muss sich auch die Zeit nehmen sich für sein unwissenschaftliches Vorgehen zu rechtfertigen, was sie bisher nicht gemacht haben.....

    P.S. Hr. Blume ist bisher der einzige der Aufgrund von, wie er behautet Kritik an einem Glaubenssysthem, das wie er es wahrnimmt gar nicht existiert, ausgeschlossen wurde.

  30. FV Antworten | Permalink

    Großes Kino

    Vielen Dank für den amüsanten Beitrag! Ich habe mich selten laut vor dem PC schmunzeln hören...

  31. Grenzgängerin Antworten | Permalink

    Glaube und Glaube

    Hallo Michael Blume

    Die Spaß-Pastafaris, mit denen ich stets gerne scherzte, nahmen ja gerade auch die Sprüche, Rituale und Symbole des fsm als augenzwinkernde Bezüge zur menschlichen Universalie Religiosität.

    Um ehrlich zu sein, nicht dass ich von, auch scharfer, Religionskritik nichts wüsste, aber wovon ich hier im Artikel zum ersten Mal höre, das wäre in meinen Augen auch als Spaß kein Spaß. Und ich würde damit nicht rumblödeln.

    Ist zwar verständlich, wenn ein Religionswissenschaftler sich für vermeintliche Religionskritik interessiert. Aber ist sie das? Wenn Sie mich fragen: Weder zeichnet sich fundierte, noch konstruktive Religionskritik ab. Einem solchen Titel wird der Ganze Auftritt nicht gerecht.

    Deshalb trifft m. E. gerade nicht zu, was "Webbaer" schreibt: "..... da es sich erkennbar um eine Glaubensrichtung handelt, könnte das ein Arbeitsgebiet auch für Sie sein."

    Sie sind Religionswissenschaftler. D.h. Sie erforschen die Entwicklung der Lebensformen der Menschen, die an einen Gott glauben und nicht derer, die an einen systeminternen, also innerweltlichen, bzw. inneruniversalen Inhalt glauben. Sei es ein anderer Mensch, eine Gruppe, die eigene Überzeugung, ein Gegenstand, was auch immer. Oder würden Sie das auch als Religion bezeichnen? Auf der menschlichen Seite in diesen beiden großen Gruppen mag es ähnliche Verhaltensweisen geben, eben weil wir alle Menschen sind und vor allem, wenn es sich um krankhafte Symptome handelt. Aber auf der anderen Seite, dem Glaubensgegenstand, besteht ein gravierender, existentieller Unterschied, nämlich der zwischen zwei völlig verschiedenen universalen Systemen. Diese weisen je eigene interne Gesetzmäßigkeiten auf, die aber zueinander in einer ganz bestimmten engen Beziehung stehen. Wir Menschen sind nun aber mit Haut und Haaren in einem der beiden Systeme. Der Glaubensgegenstand, der sich in dem System befindet, in dem wir selber auch leben, ist von daher grundlegend anders als der im anderen System.

    Es gibt im Grunde etliche deutliche Anzeichen von der Existenz dieser zwei völlig verschiedenen, aber in intimer Beziehung zueinander stehenden universalen Systeme und zwar auch auf naturwissenschaftlicher Basis. Sie sind aber von einer zurückhalteden Art, dass unsere Freiheit gewahrt bleibt, sie zu leugnen. Wer sie also nicht wahrhaben will, der lügt sich ganz einfach was in die Tasche.

    Man kann die 'Bescheidenheit/Zurückhaltung' dieser Anzeichen analog vielleicht mit einem Phänomen in der Weite des Universums vergleichen: Lange Zeit waren die schwarzen Löcher im Weltall völlig unbekannt, eben weil sie schwarz sind und im schwarzen Weltall nicht auszumachen waren. Als die Astronomen dann in jüngerer Zeit einen Weg entdeckten, woran man sie indirekt erkennen kann, sind sie erschrocken, plötzlich so viele vorzufinden, wo vorher überhaupt nichts zu sehen war.

    Man kann also zwischen den Glaubensinhalten in den beiden universalen Systemen, von denen wir eben das eine nur unter bestimmten Bedingungen indirekt wahrnehmen können, kein Gleichheitsszeichen setzen. Deshalb gilt auch nicht, was Bruna schreibt:

    " Pastafaris sehen Religion als eine Weltanschauung. Weltanschauungen können politische Ansichten sein, Religionen, Ansichten darüber, wie man Kinder erziehen sollte oder darüber ob man Vogelspinnen eher mit Heimchen oder mit Schaben füttern sollte. Eines haben alle diese Ansichten gemein, man darf sie kritisieren. Und Pastafaris glauben eben daran, dass Religionen da keine Sonderstellung haben.

    Mal abgesehen davon, dass unsere Verfassung die Sonderstellung der Religionen schützt, muss sie aber nicht unbedingt bemüht werden, um zu begreifen, welch grundlegender Unterschied zwischen den Glaubensadressaten in den beiden Systemen besteht und um sich an einer solchen haltlosen Aufreihung nicht zu vergreifen.
    Da das eine System lebensnotwendig mit dem anderen verbunden ist, wäre es hilfreich, sich ehrlich den beiden Realitäten zu stellen, in denen sich unser alltägliches Leben bewegt, um sich einzugestehen, dass die praktizierte Kritik nicht konstruktiv ist sondern destruktiv und insofern auch verfassungswidrig.

    Ich plädiere deshalb dafür, einen anderen Begriff für den systeminternen Glauben zu prägen, um klarer trennen zu können. Aber destruktive Kritik ist weder hier noch dort menschenwürdig. Sie zerstört immer und überall menschheitliches Miteinander, egal in welchem Winkel auf der Erde wir uns befinden.

  32. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Grenzgängerin

    Mit Interesse habe ich Ihre Ausführungen gelesen.

    Erlauben Sie mir nur den Hinweis, dass die evolutionäre Religionswissenschaft Religiosität nicht als Glauben an Gott, sondern an überempirische Akteure (supernatural agents) erkundet:
    http://www.scilogs.de/...e-definition-von-religion

    Entsprechend fallen z.B. auch schon der Glauben an Ahnen, Geister, Buddhas, Aliens und ggf. auch das fsm in diese Kategorie. Zumindest war es unerwartet und spannend, hier im Kontext einer “Spaßkirche“ auf sehr autoritäre und doktrinäre Gemeinschaftsformen zu treffen.

  33. Christian Hoppe Antworten | Permalink

    Forum

    Ist es klug, diesen Zitaten in den "Scilogs" Raum zu bieten, Michael?

    (hab die anderen Kommentare hier nicht gelesen)

  34. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Christian Hoppe

    Gerade auch Web-Radikalisierungen verschwinden m.E. nicht durch Verschweigen, sondern durch Aufdecken und Stellen. Und alle o.g. Zitate sind öffentlich einsehbar im Netz eingestellt!

    Gruppen sich radikalisierender "Religionskritiker" können von Radikalisierungsprozessen offensichtlich ebenso betroffen sein wie z.B. Islamisten, deren Web-Flügel im Netz hier auch schon Thema waren:
    http://www.scilogs.de/...ten-das-internet-benutzen

    Also, ja, ich sehe es hier schon auch als meine Aufgabe an, auf auch problematische Entwicklungen hinzuweisen, statt sie zu verschweigen. Zumal die o.g. Gruppen ja keine interne Kritik mehr zulassen, sondern sich dagegen abschotten. Auch die üblen Beschimpfungen in den Kommentaren bestätigen m.E., dass hier echter Aufklärungsbedarf - und der Abschied von einigen Illusionen - angesagt sein dürfte.

  35. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Offensichtlich

    Gruppen sich radikalisierender "Religionskritiker" können von Radikalisierungsprozessen offensichtlich ebenso betroffen sein wie z.B. Islamisten

    ...können sich Radikalisierende in einem Radikalisierungsprozess befinden, dennoch wirkt diese Analogie bemüht, dezent formuliert.

    Es wäre bspw. nicht angeraten sich im Web mit radikalen religiösen Kräften der genannten Art anzulegen, denn dann wird zumindest vorübergehend Polizeischutz notwendig.

    Insofern sind Bruder Spaghettus und die anderen Kollegen harmlose Kräfte, die noch nicht angemessen anthropologisch, politisch und vor allem auch philosophisch/epistemologisch geschult sind.

    MFG
    Dr. W

  36. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Webbär: Harmlose Kräfte?

    Sie würden also die oben zitierten und in der Gemeinde bereits unwidersprochenen Ausfälle und Bekenntnisse gegen Juden, Christen, Muslime (etc.) einfach als "harmlos" abtun? Und wie darf ich Ihres Erachtens dann z.B. obige, öffentliche Äußerungen verstehen?

    Diese Person ist asozial, widerlich, eklig und nationalsozialistisch angehaucht, will Andersglkäubige ermeorden und ist keines humanen Gedankens fähig.
    Eklig, sowas, wegwischen, sowas, eklig!!!!!!!

    Wegwischen? Hmmm... (Und das sind noch nicht die Texte, die ich als Mails erhalte...)

    Nein, noch gehe ich bei diesen Gruppen und Einzelpersonen nicht von Gewaltbereitschaft aus, wenn sie auch immer mehr Dimensionen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit abdecken:
    http://www.scilogs.de/...evolution-rer-perspektive

    Als völlig "harmlos" sollten wir solche Eskalationen aber m.E. auch nicht mehr abtun, sondern ggf. rechtzeitig zum Denken anregen, was da eigentlich gerade auch im Netz bisweilen vor sich geht. Und gerade auch das 20. Jahrhundert hat ja zu Genüge gezeigt, zu welcher Menschenverachtung auch pseudo-wissenschaftliche und atheistische Weltanschauungen bzw. Gruppen (wie die RAF) in der Lage waren.

  37. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Von rein atheistisch motivierten

    Terror ist dem Schreiber dieser Zeilen nichts bekannt.

    Es handelt sich erkennbar bei den Kollegen um Irregeleitete, die 'insofern harmlos' (Zitat) sind, unsere Töchter und Söhne sein könnten sozusagen.

    Der Haufen wäre eine schulbare Aufgabe für "Bruder Webbaer", der dort erst einmal über den historischen Nutzen der Religionen vorzutragen hätte, dann zur epistemologischen Seite was Es-Gibt-Aussagen betrifft und natürlich die ethische Seite betreffend: Die Leute um Bruder Spaghettus differenzieren unzureichend, was die Religionen betrifft, schmeißen in einen Sack.

    BTW: Adolf war Katholik.
    >:->

    MFG
    Dr. W

  38. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Webbär: Nachfrage

    Wie definieren Sie "rein atheistisch"? Und gäbe es umgekehrt irgendeine religiöse Bewegung, die ohne weitere Ergänzungen als "rein theistisch" gelten könnte?

    Nach meiner Einschätzung sind alle Weltanschauungen und Religionen Prozesse komplexer Geschichte und Gemeinschaftsbildungen. Atheistische oder theistische "Reinformen" kann es daher m.E. kaum geben. Oder?

  39. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Dr. Blume

    Der Text war schon klar genug.

    Wenn Sie Wert darauf legen, dass es auch keinen 'rein religiösen' Terror(ismus) gibt, haben Sie nur recht.

    Man muss differenzieren, also hinschauen, z.B. wäre bei den aggressiven Atheisten zu prüfen, ob sie nicht vielleicht auch ein klein wenig sozialistisch sind, sich in bestimmte ungute Traditionen stellen, und bei den Religiösen wäre die spezielle Religionsangehörigkeit und deren möglicher Bezug, um Terror(ismus) quali- und quantitativ aufzulösen.

    BTW, dass Sie als Antipode der aggressiven Atheisten in derartigen Gruppen mit gewissen Akzeptanzproblemen zu rechnen haben, hätte Ihnen Dr. W voraussagen können, der ja auch teilweise Akzeptanzprobleme hatte, wenn er auf jene Kollegen zuschritt.

    MFG
    Dr. W

  40. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    zum Wesen der Kritik

    Aber destruktive Kritik ist weder hier noch dort menschenwürdig. Sie zerstört immer und überall menschheitliches Miteinander, egal in welchem Winkel auf der Erde wir uns befinden.(Grenzgängerin)

    Bei allem Respekt, mit Verlaub und die Würde aller Beteiligten bestmöglich wahrend:
    Kritik hat nicht konstruktiv oder gar solidarisch zu sein. Es genügt im schlimmsten Fall Inkonsistenzen nachzuweisen, im besseren Fall Probleme mit der Sachlichkeit nachzuweisen & im besten Fall andere ethische Sichten vorzuschlagen, wenn Kritik stattfindet.

    BTW, die hier zitierte Argumentation kennt der Schreiber dieser Zeilen aus dem sozialistischen Lager der späten Sechziger und der Siebziger, wie allgemein aus dem protestantischen Lager ("Wenn zwei sich streiten, sind beide Schuld.").

    Insofern ist es OK, wenn auch mal dahin hingegangen, wo es weh tun kann; Herr Dr. Blume ist diesen Weg gegangen und er soll darin bestärkt werden noch nicht aufzugeben, sondern sich die "Brüder" um Bruder Spaghettus noch einmal vorzuknöpfen.
    Mit dem Ausschluss des benannten Herrn haben sie sich jedenfalls keinen Gefallen getan.

    MFG
    Dr. W

  41. Grenzgängerin Antworten | Permalink

    @ Webbaer ...???

    Kritik hat nicht konstruktiv oder gar solidarisch zu sein. Es genügt im schlimmsten Fall Inkonsistenzen nachzuweisen, im besseren Fall Probleme mit der Sachlichkeit nachzuweisen & im besten Fall andere ethische Sichten vorzuschlagen, wenn Kritik stattfindet.

    ...habe den Eindruck der Schreiber obiger Zeilen ;-) wollte nur mal eine wunderschöne Definition für konstruktive Kritik abgeben. Hätte ich so gut nicht gekonnt, musste es bei "konstruktiv" belassen. Von solidarisch hatte ich nichts gesagt. Aber Ihre Beschreibung kann durchaus auch für solidarisch stehen.

    ....und er soll darin bestärkt werden noch nicht aufzugeben.

    sehe ich auch so, ist dann nur nicht Religionswissenschaft.

  42. Grenzgängerin Antworten | Permalink

    @ Michael Blume "überempirische Akteure

    Hallo Michael Blume,

    Erlauben Sie mir nur den Hinweis, dass die evolutionäre Religionswissenschaft Religiosität nicht als Glauben an Gott, sondern an überempirische Akteure (supernatural agents) erkundet:
    http://www.scilogs.de/...e-definition-von-religion Entsprechend fallen z.B. auch schon der Glauben an Ahnen, Geister, Buddhas, Aliens und ggf. auch das fsm in diese Kategorie. (...).

    Ja, "überempirische Akteure"! über diesen Begriff bin ich in einem anderen Artikel/Kommentar schon mal gestolpert und wollte darauf reagieren. Hab' s aus Zeitgründen lassen müssen. Mit Blick auf diese aktuelle "fsm" Debatte wäre der Versuch einer Kurzfassung zwar angebracht. Aber ich sehe gerade erst nach beenden dieses Kommentars, dass unter dem von Ihnen angegebenen Artikel schon reichlich zum Thema diskutiert wurde. Das sollte ich denn doch erst lesen, ehe ich Sie belästige, doppelt antworten zu müssen. Nach Lektüre der Diskussion + Artikel werde ich dort genauer darauf eingehen.

    Hier aus Anlass des fsm Artikels vielleicht nur dies:
    Gott kann man wahrlich nicht als einen "überempirischen Akteur" bezeichnen, mit der Betonung auf "über"empirisch. Auch nicht als Religionswissenschaftler. Gott ist über- und unter- und seitwärts etc. empirisch. Die Religionswissenschaft sollte sich dann vielleicht besser eingestehen, dass sie noch nicht den richtigen 'Schlüssel' der Herangehensweise gefunden hat, ehe sie solche Begriffe einführt. Als ich ihn zum ersten Mal in einem Kommentar las, dachte ich zuerst auch spontan, na ja keine schlechte Übersetzung/Oberbegriff. Aber das lag wohl eher daran, dass ich nicht ständig mit Fachbegriffen wie "überempirisch" hantiere und mir die Bedeutung nicht sofort wirklich klar war.

    Unter empirisch verstehe ich "aus Erfahrung gewonnene Erkenntnis". Und "überempirisch" hieße demnach außerhalb der Erfahrbarkeit? Oder? Darwins "übernatürliche Akteure" wären in dem Fall richtiger und etwas ganz anderes als überempirische Akteure. Den Grund für die Änderung in 'empirisch' statt 'natürlich' verstehe ich zwar, aber wie ich ihn verstehe, stimmt der Begriff nicht. Wenn ein gottgläubiger Mensch Gott in diesem Sinne als "überempirisch" sieht, glaubt er schlicht und ergreifend nicht.

    Wer wirklich glaubt, ERFÄHRT Gott! Wer also dauerhaft im Glaubensvollzug lebt, (was noch genauer zu erläutern sein wird), erfährt Gott nicht als 'Farta Morgana' im "Zellenhimmel unter seiner Schädeldecke"[1] ausgelöst durch seine Spiegelneuronen, sondern es findet reale Berührung statt. Eine Annäherung an dieses Reale könnte etwa religions- oder sonstige wissenschaftliche Aufgabe sein.

    Aber dann muss man wissen:
    diese reale Berührung ist grundsätzlich unverfügbar. Wir müssen sie von Augenblick zu Augenblick neu ermöglichen. Sie kann nicht festgehalten werden, was für jede empirische Überprüfung ein Problem sein dürfte. Und wir können sie wegen ihrer vollkommen anderen existentiellen, also systemischen Herkunft vor allen Dingen nicht in jeder Verfassung und Situation wahrnehmen. Festgehalten werden kann nur ihre Auswirkung in unser System, also ins Materielle hinein. Das kann z.B. auch die Religionswissenschaft. Wenn sie dann aber hingeht und diese Auswirkung der Berührung ins Materielle hinein nur schon epistemologisch von der realen Berührung trennt, verunmöglicht sie die Empirie. Aber OK, demnächst Genaueres....

    Ich verstehe jedenfalls, dass Sie, bzw. die evolutionäre Religionswissenschaft im Kontext ihrer Arbeitsinstrumente gerne einen passenderen Überbegriff hätten, um die Latte von religlösen Erscheinungsformen, die SIE(!) in dem angegebenen Artikel aufzählen unter einen Hut zu bekommen. Doch eben schon diese Ihre Aufzählung: "Zwar verweisen die überempirischen Akteure - wie Ahnen, Geister, Engel, Götter, Außerirdische, Gott etc." - spannt einen Bogen, der eben nicht unter einen Hut passt. Sie begründen zwar diesen einen Hut, indem Sie sagen, dass:"... . der evolutionäre Begriff (...) - jedoch ausdrücklich keine Existenzaussage erhebt." doch kann auch der evolutionäre Begriff als solcher diese Latte wegen größerer Komplexität nicht unter einen Hut bringen.

    Ich werde - wie gesagt - gelegentlich genauer darauf eingehen.

    Sie können gut und gerne die Begriffe "Ahnen, Geister, Götter, Engel" in einen Topf werfen, insofern sie systemintern gemeint sind und folglich nicht Gott meinen. Außerirdische, auf die sich z.B. die Ufologen und Scientologen beziehen, wären in jedem Fall systemintern und passen in diese Reihe. Auch wenn etwa Religionen ihre je eigenen Volks-Götter verehren, so dient dieser Kult letztlich der nationalen Selbstbestätigung (wie in Babel, Ägypten, Rom, und heute die modernen Vergötzungen). Solche Götter stehen also im Dienst des Staates und sind der Politik unterworfen. Diese Ahnen, Geister, Götter, Engel wären systemintern und möglicher Gegenstand der systeminternen wissenschaftlichen Forschung. Nicht aber Gott. Und Geister, Götter, Engel auch nicht, wenn sie deutlich im Bezug zu Gott gemeint sind.

    So muss man m.E. dann auch bei "fsm" unterscheiden.
    Die haben dagegen m.E. weder mit der einen noch der anderen Aufreihung etwas gemein. Der menschenverachtende Umgang der Pastafaris mit den Symbolen der Religionen, wie das fsm veranschaulicht, hat nichts mit Glauben und Religion zu tun. Das ist eine Verhöhnung existentieller Lebensäußerungen, mit der sie auch dem eigenen Leben schaden, weil auch sie nicht isoliert vom Ganzen des menschheitlichen Lebens stehen. Lediglich laufen in ihren Gruppen, da sie eben Menschen sind, durch das gemeinsame Tun ähnliche, gute oder schlechte Entwicklungen ab, wie in religiösen Gruppen. Aber sie sind nun wahrlich nicht religiös.
    Wer Religionen, in ihrem Bemühen, grundlegende Existenzfragen zu beantworten und für den Menschen im Umgang mit der eigenen Existenz gemeinschaftliche Überzeugungen zu entwickeln und ihnen durch Symbole zwecks konkreter, gesellschaftlicher Lebensbewältigung Ausdruck zu verleihen, so angeht, der zerstört, der agiert kriegerisch gegen den Zusammenhalt menschheitlicher Gemeinschaft, ob nun bewusst oder unbewusst und egal ob in FB oder auf einer einsamen Insel. Ich schätze aber, dass diese Zusammenhänge diesen Leuten nicht bewusst sind.

    Wenn Sie deshalb eine Sorge um diese Menschen als solche, die so etwas vertreten, umtreibt und Sie verhindern wollen, dass die sich selber mit ihrem kriegerischen Vorgehen schaden, dann OK. Das wäre ein nicht unwichtiger Liebesdienst. Zumal es in einem der Kommentare hieß, Satire dürfe alles. Ist klar, dass sich hinter solcher Einstellung, Übles entfalten kann. Denn auch für Satire gelten die Grundrechte.

    Aber solche Sorge wäre zumindest nicht in der Zuständigkeit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, denke ich. Ohne diese Sorge aber bedeutet die wissenschaftliche Aufmerksamkeit, die Sie deren zerstörerischer Praxis angedeihen lassen, eine riskante Aufwertung und Förderung.

    So long... Pause... bis ich zu "überempirischen Akteuren" etwas Genaueres sagen kann. Könnte sein, dass ich auf das folgende Angebot von Ihnen eine Antwort habe:

    Ich wäre gerne bereit, die Arbeitsdefinition von Religion als Glauben an bzw. Verhalten zu überempirischen Akteuren aufzugeben - sobald jemand eine empirisch bessere Alternative benennen kann.

    ...wir werden sehen.

    [1] Martin Hubert

  43. Allister C. Porter Antworten | Permalink

    Abstrakt oder so ähnlich?

    Also ich verstehe deine Aufregung nicht Michael. Oder anders gesagt war die Argumentation dieses Aleister C. hierbei zu abstrakt? Wieso arbeitest du hier auf Bild Niveau? Denn wenn du nicht sofort wehleidig skandiert hättest. Wäre dir was aufgefallen.(Ich sag dir aber nicht was dann hätte das ganze ja keinen Lerneffekt;) ) Aber gut von einem religösen hatte ich eigentlich nicht mehr erwartet trotzdem ist es traurig

  44. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Porter

    Sie fragten, ob "die Argumentation dieses Aleister C. hierbei zu abstrakt" war.

    Welche "Argumentation" meinen Sie? Dass angeblich die Juden unser Land regieren? Oder dass ihre Beschneidung das Gleiche sei wie das Einritzen eines Hakenkreuzes auf die Stirn?

    Ich fand das ganz und gar nicht abstrakt, sondern schockierend eindeutig. Euer "Bruder Spaghettus" rechtfertigt es ja inzwischen als "sarkastisch" - also völlig okay... Nun, das bestätigt mir nur, dass es richtig war, das aufzudecken.

    Aber gut von einem religösen hatte ich eigentlich nicht mehr erwartet trotzdem ist es traurig

    Inwiefern konnten Sie von "einem Religiösen nicht mehr erwarten", lieber A.P.? Was genau fehlt uns allen denn Ihrer Meinung nach? Nur zu!

  45. Grenzgängerin Antworten | Permalink

    @ Michael Blume - Korrektur

    Korrektur....

    zu einem falsch formulierten Abschnitt in obigem Kommentar
    damit Sie nicht den Eindruck bekommen, Ihre Rede wiederholen zu müssen, weil ich noch nicht begriffen hätte... Ich schrieb:

    Solche Götter stehen also im Dienst des Staates und sind der Politik unterworfen. Diese Ahnen, Geister, Götter, Engel wären systemintern und möglicher Gegenstand der systeminternen wissenschaftlichen Forschung. "Nicht aber Gott." Und Geister, Götter, Engel auch nicht, wenn sie deutlich im Bezug zu Gott gemeint sind.

    Ich hab schon verstanden, dass Sie die Existenzfrage nach Gott nicht als Forschungsobjekt der evolutionären Religionswissenschaften sehen. Ich hätte besser so formuliert:
    "Diese Ahnen, Geister, Götter, Engel wären systemintern und folglich normaler Gegenstand der systeminternen wissenschaftlichen Forschung. Nicht aber Gott. Er ist alles andere als ein normaler Gegenstand unserer Forschung. Das ist Ihnen längst auch klar. Sie klammern die Existenzfrage Gottes deshalb ja schon aus, aber möglicherweise liegt gerade da der Fehler. Das ist z.B. umgekehrt auch ein Fehler der bislang vorherrschenden Theologie. Vor lauter Respekt vor Gottes Heiligkeit - bei dem ein hoher Prozentsatz eher auf unser menschliches Machtbedürfnis und Über andere herrschen wollen zurückzuführen ist, das sie irrtümlich auf Gott projizieren - unterlässt die Theologie sträflich allzusehr das Bemühen um immer neue Kohärenz zu den Naturwissenschaften. Aber das kann sie nur, wenn sie ebenfalls lernt, sich der ganz anderen göttlichen Wirklichkeit mit geeigneter diesseitiger Forschung zu nähern. Aber eben richtig, adäquat, sich nicht selbst überschätzend.
    Denn - und das ist es, worum es mir geht - zumindest für den christlichen Glauben ist Gott ganz konkret auch mitten in unserem System gegenwärtig. Er hinterlässt hier Fußspuren aus einem anderen System. Das Problem ist doch nur, um es analog auszudrücken, dass es einer Maus natürlich sehr schwer fällt, Fußspuren eines für sie so riesigen Menschen als solche zu erkennen, um sie dann im Verhältnis zum eigenen Dasein erforschen zu können. Wenn man nicht richtig ansetzt, bekommt man auch kein vernünftiges Ergebnis. Ganz ausklammern ist dann eben auch nicht die Lösung. Und wie ich schon in meinem ersten anderen Kommentar schreibe, man muss eben berücksichtigen, dass in der Regel fast alle "Systeme des Lebens" nicht nur in sich geschlossen sind, sondern auch in nächst höhere übergreifen. Wenn wir uns solche grenzüberschreitende Forschung verbieten, werden wir Gott gerade nicht gerecht." Solche Forschung unterlassen bislang beide Seiten, Naturwissenschaften wie Theologie. Das die Sorge - wiederum analog gesehen - völlig unberechtigt wäre, die Maus könnte sich aufgrund solcher Forschung des Läufers, der die Fußspuren hinerlässt, ermächtigen, ihn quasi seiner Gottheit oder Überlegenheit berauben, (..bezüglich des christlichen Gottes ohnehin eine völlig unpassende Überlegung) leuchtet sicher ein. Aber sie kann, so forschend, gesichert in Erfahrung bringen, dass es ganz andere, größere Lebewesen geben muss, als die Maus selber eines ist.
    Solches Forschen ist der Heiligkeit Gottes nicht abträglich sondern angemessen. Wäre eine neue Sparte der Theologie, der Naturwissenschaften und der Religionswissenschaften."

    Soweit nur die Korrektur

  46. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Grenzgängerin

    Besser habe ich es jetzt nimmer hinbekommen, irgendwie packt das Programm die ganzen Spezial-Formatierungen nicht. Hat mich eine halbe Stunde gekostet - und bald werden die scilogs ohnehin ihr Programm ändern...

    Naja, nehmen Sie es als Zeichen meiner Wertschätzung. Ihre Ausführungen empfinde ich als interessant, wenn auch vom Ton her noch etwas unangemessen belehrend. Aber ich bin dennoch gespannt, was Sie - ggf. zu den passenden Blogposts - beitragen.

  47. Grenzgängerin Antworten | Permalink

    @ Michael Blume ... ja prima,

    .... diese mutige Offenheit und nein, meine 'Weisheit' bitte nicht als Belehrung ansehen. Ich weiß wohl um das Problem meiner 'lehrreichen Schreibkunst', speziell wenn ich in Eile schreibe. Einfach bitte anders draufschauen und/oder gelegentlich daran erinnern, wenn' s mal wieder zuviel wird.

    ...hm.. oder ist es nicht so sehr mein Schreibstil, vielmehr, weil ich Grundsätzliches in Ihren Augen etwas 'naseweis' und zuviel und dazu als Nichtreligionswissenschaftlerin in Frage stelle? Es täte mir leid, wenn Sie das so negativ empfinden. Ich bin froh, dass ich Scilogs entdeckt habe und konnte nicht ahnen, dass ich hier einem so engagierten Religionswissenschaftler begegnen würde. Aber noch weniger habe ich geahnt,wie sehr mich Grundsätzliches an der Religionswissenschaft beschäftigen würde.

    Und sorry für die halbe Stunde Programmierarbeit. Ich wollte deshalb nicht noch mal posten, aber es fehlte mehr als ein Häkchen. Hatte erst später gesehen, dass ein ganzer tag fehlt. Also hinter "Nicht aber Gott" fehlt ein abschließendes (/strong), (! natürlich statt der runden die spitzen Klammern). Aber macht nichts, lassen Sie es so.
    Das hat aber sicher nichts mit der Überlastung des Programms zu tun. Computer sind nun mal rigoros wenn nur schon ein I-Punkt fehlt. Vielleicht werden wir irgendwann mal mit einem fehlenden I-Punkt eine Katastrophe auslösen...;-) In einem anderen Blog wird schon fleißig daran gebastelt...

    Dann bin ich ja gespannt auf die neue Scilogs Plattform.

  48. Aleister Crowley Antworten | Permalink

    Hr. Blume diffamiert weiter

    So Hr. Blume es reicht mir jetzt bald mit ihnen. Anstatt über jemanden zu reden, den sie nicht kennen, hätten sie die vielen Chancen nutzen können mit mir zu reden und sich ein Bild zu machen, dass eher der Wahrheit entspricht... Sie legen mir hier schon wieder Worte in den Mund, die nie gefallen sind oder so gemeint waren. Sie verletzen jedes Gefühl für Journalistischen anstand (Sie haben ja nicht einmal die Bilder und Namen geschwärzt). Wäre ich mit echtem Namen da drin, hätten sie schon längst ne Klage am Hals. Ich bitte sie hier nochmals, davon abzusehen, mit ihren unüberprüften Behauptungen fortzufahren. P.S. Man muss nicht immer von der eigenen Geisteshaltung auf andere schließen.

  49. Rüdiger Kuhnke Antworten | Permalink

    Mächtiger Glaube

    Schöner Artikel, der zeigt, wie Atheismus zur Religion werden kann. Sogar eine mit Inquistion.

  50. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Rüdiger Kuhnke

    Lieber Herr Kuhnke,

    oh ja, und interessant sind auch die Beschimpfungen, Beleidigungen und Drohungen, die auch hier in den Kommentarspalten dazu auflaufen und frappierend an andere Extremismen erinnern.

    Naja, auch z.B. von den Rechtsextremen von "Nürnberg 2.0" habe ich mich seinerzeit nicht einschüchtern lassen, also schaffen es diese radikalen Antitheisten auch nicht. Und von vielen Atheisten und Humanisten erreichen mich auch Rückmeldungen, dass sie sich von den Äußerungen der Spaghettus-Pastafari auf Facebook und in diesem Blog distanzieren. Spannenderweise wagen es aber bislang nur wenige, diesen Leuten auch direkt zu widersprechen.

    Auch dies kennen wir ja aus der Geistesgeschichte zu Genüge, solche intoleranten Gruppendynamiken sind wohl leider Teil der menschlichen Natur. Und vielleicht sind ja gerade jene davon besonders betroffen, die sich selbst für überlegen, aufgeklärt und immun halten. Wenn also die Sache wenigstens ein paar Leute zum Nachsinnen anregt, hat es sich doch schon mehr als gelohnt...

  51. Joachim (Quantenwelt) Antworten | Permalink

    Radikalität

    Ja, diese Radikalität gegen Religionen ist mir auch schon oft begegnet. Als Phänomen ist das natürlich nicht neu. Das gab es schon in den 90ern im Usenet und vorher vermutlich als Lesebriefe, die dann nur nicht veröffentlicht wurden. Das richtet sich nicht nur gegen Religionen, sondern oft auch gegen Kultur- und Geisteswissenschaften. Irgendwie scheinen da Leute überzeugt zu sein, alles was nicht Naturwissenschaft ist, sei zu verspotten.

    Das Problem liegt meines Erachtens nicht darin, dass sie etwas kritisieren, sondern dass sie sich nicht mit dem Inhalt des kritisierten befassen. Ironie dürfe alles. Nein, gute Ironie ist erstens klug, sie kennt also was sie auf die Schippe nimmt. Zweitens richtet sie sich immer gegen die Starken und Mächtigen. Nicht gegen Minderheiten.

  52. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Joachim: Ironie

    Dazu volle Zustimmung von mir!

    Ich denke, kluger Humor nimmt v.a. auch sich selbst auf die Schippe, nicht nur Andere.

    Über die Jahre ist mir das sogar zur persönlichen Benchmark im Umgang mit Religionen und Weltanschauungen geworden: Sei skeptisch gegenüber allen, die nicht mehr über sich selbst lachen können.

    Jetzt weiß ich: Das gilt sogar für Pastafaris... )-:

  53. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Satire

    Ironie dürfe alles. Nein, gute Ironie ist erstens klug, sie kennt also was sie auf die Schippe nimmt. Zweitens richtet sie sich immer gegen die Starken und Mächtigen. Nicht gegen Minderheiten.

    Die Satire (vs. 'Ironie') darf schon im Sinne von Tucholsky oder besser: im Sinne der Kunstfreiheit sozusagen alles, solang es die jeweilige Rechtssprechung noch her gibt; hier ist man ja nicht durchgehend locker.

    Sie ist nicht verpflichtet sich gegen angenommen Starke und Mächtige zu richten und auch nicht pflichtig sich an der Mehrheitsgesellschaft abzuarbeiten.

    Kommt die Satire aber ganz blöd, ist mit Gegenwind zu rechnen, am besten politischer Art, wie auch in diesem Artikel geübt.
    Satiriker sollten also Substanz haben, nicht Fallobst sein.

    MFG
    Dr. W

  54. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Naja, Bruder Spaghettus, leider hat er ja auch grundsätzlich recht.
    Wie konntet Ihr nur auf die Idee kommen einen grundsätzlichen dezidierten Fürsprecher der Religion auszusperren? [1]

    MFG
    Dr. W

    [1] statt bspw. angemessen zu grillen und verfügbar zu halten

  55. Bruder Spaghettus Antworten | Permalink

    Bitte, Dr. Webbear, sieh es uns nach.

    Wir sind noch eine junge Religion und verstehen es, im Vergleich zu den uralten, noch nicht, unsere Handlungen mit der nötigen Konsequenz zu vollziehen.
    Aber wir sind lernfähig. Der nächste, der gegen unsere Regeln verstößt, wird kielgeholt.
    Pionierehrenwort.

  56. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Jaja, gut, der Webbaer will das mal so gelten lassen.
    Aus Fehlern lernt man, Fehler machen fitter und promovieren keineswegs die Religion (denn die macht keine Fehler).

    MFG
    Dr. W

  57. Hans Antworten | Permalink

    Dieser Beitrag ist ja nun schon eine Weile her, deshalb mal die Frage, ob die beschriebene Gruppe inzwischen bei Punkt 4 der Prognose angekommen ist?

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