Waren die Außerirdischen schon da? Die Faszination des Paläo-SETI

21. März 2010 von Michael Blume in UFO-Glauben

Die Überzeugung, dass Außerirdische bereits die Erde besucht und Kontakt mit den Menschen gesucht hätten, ist heute weit verbreitet. Sie verknüpft die moderne "Vorschrift" eines (angeblich) wissenschaftlichen Weltbildes mit der religiösen Veranlagung zur Verehrung übernatürlicher Akteure wie Ahnen, Geistern, Göttern - oder eben (empirisch nicht nachweisbaren) Außerirdischen. Ein starker Strom solcher Überzeugungen speist sich aus Legenden des "Paläo-SETI", der Suche nach Spuren außerirdischen Lebens in historischen Artefakten.

Haben Außerirdische die Pyramiden erbaut? Oder "wenigstens" Stonehenge? Die Schrift erfunden? Die "Landebahnen" von Nazca gezeichnet? Mit solchen und unzähligen weiteren Versatzstücken in Büchern und Filmen stieg der gelernte Hotelfachmann Erich von Däniken zum Multimillionär auf. Er (und heutige Nachahmer wie z.B. die BILD-Zeitung) verstanden und verstehen es, wissenschaftlich-religiöse Sehnsüchte und Faszination von Menschen anzusprechen.

Auch ich erinnere mich, als Junge viele seiner Bücher verschlungen und von den atemberaubenden Möglichkeiten außerirdischer Zivilisationen geträumt zu haben. Aus der durchaus wahrscheinlichen Möglichkeit, dass Leben auch außerhalb unserer Erde evolviert sein könnte, wird dann schnell die "Gewissheit", dass "sie" schon da waren und uns "Botschaften" hinterlassen haben, die von "den Herrschenden" nur unterdrückt würden. Die Tendenz (ggf. eben an Außerirdische) zu glauben wird den historischen Funden auferlegt. Hier ein beispielhaftes YouTube-Video eines Paläo-SETI-Glaubenden:

Die Argumentationstechnik ist dabei stets die Gleiche: Es werden aus der enormen Fülle hisorischer Funde jene ausgesucht, die "irgendwie" nach Außerirdischen bzw. höherer Technik aussehen. Wenn Wissenschaftler darauf hinweisen, dass es für diese Funde je "sparsamere" Erklärungen ohne interstellare Besucher gebe, werden sie flugs der Ignoranz oder Verschwörung bezichtigt. Und wenn die wissenschaftlichen Erklärungen schließlich so überzeugend geworden sind, dass sie sich nicht mehr leugnen lassen - werden einfach neue "Funde" präsentiert. Ebenso haben "Kontaktler" ihre mutmaßlichen Zivilisationen einfach auf immer weiter entfernte Planeten verlegt - erst die Venus, dann den Mars, heute am besten weit entfernte (und also nicht überprüfbare) Sternensysteme.

Problem oder Chance?

Religiöse Sehnsuchte gehören zur Natur des Menschen - und warum sollte ein Glauben in außerirdische Herrscher des alten Sumer nicht ebenso respektabel sein wie z.B. der Glaube an den Gott der Bibel oder Bhagavad Gita? Das strukturelle Problem ist, dass sich Glaubende an Außerirdische selbst ja gerade nicht für religiös halten, sondern für "wissenschaftlich". Einem Christen oder Hindu mag es also manchmal schwer fallen, wissenschaftliche Befunde zu akzeptieren - die Kernüberzeugungen (z.B. in eine transzendente Gottheit) werden aber nicht berührt und so können Wissenschaft und Religion wieder in die eigenen Überzeugungen re-integriert werden. Ein UFO-Glaubender wird seine Überzeugungen aber nur dann aufrecht erhalten können, wenn er von einer "Verschwörung" der Wissenschaftler, Politiker etc. ausgeht. Und damit immer mehr der Verständnisbrücken zu anderen und in die Realität abbricht.

Entzaubert Wissenschaft das Universum?

Freilich sind auch die Vertreter der Wissenschaft(en) gefordert. Es hilft ja nichts, sich über die Anlagen und Sehnsüchte der Menschen lustig zu machen, die schließlich nach Antworten für ihr Leben suchen und nicht selten bereit wären und sind, seriöse Wissenschaft zu unterstützen. Und immerhin hat (auch) die heutige Astronomie ihre historischen Wurzeln ja in religiösen Tätigkeiten - Menschen deuteten den Lauf der Gestirne als göttliches Wirken und versuchten, deren Wege zu verstehen. Ein beeindruckendes Beispiel, wie sich die "Faszination Kosmos" auch wissenschaftlich-philosophisch (fast spirituell) aufgreifen lässt, bleibt für mich Carl Sagan.

Auch sollten Wissenschaftler zugestehen, dass wissenschaftliche Erklärungen des Universums keine "Entzauberung" bedeuten müssen. Selbstverständlich ist es theoretisch möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, dass es "da draußen" noch andere Orte gibt, an denen Leben evolvierte. Und selbstverständlich bleibt es weiterhin möglich, auch dass gesamte Universum als Produkt eines großen Willens zu begreifen, wie es schon die Verfasser des biblischen Psalm 8 taten.

Der Astrophysiker Prof. Harald Lesch (bekannt aus Alpha Centauri) hat es einmal so formuliert: "Die Vorstellung, man könne Gott über die Kosmologie entdecken, ist eine sehr alte. Wenn es einen unbewegten Erstbeweger gegeben hat, weil es für den Anfang selber ja keine Ursache haben durfte, dann muss es Gott sein. Jetzt sind wir heutzutage soweit, dass wir unsere Theorien bis auf eine Längenskala von zehn hoch minus fünfunddreißig Meter, oder eine Zeitskala von fünf mal zehn hoch minus vierundvierzig Sekunden zusammengeschrumpelt haben, weil da Quantenmechanik und Relativitätstheorie sozusagen eins werden. Was ist denn das für ein Gott, der nur noch auf dieser Skala wirksam ist? Das ist ja eine Bonsaiversion, und sie kann nur noch von theoretischen Astrophysikern erkannt werden, hätte also eine außerordentlich kleine Gemeinde. Das wäre mir ein bisschen zu dürftig. Ich glaube nicht, dass man durch Naturforschung einmal Gott findet. Man denkt sich vielleicht nach einer Weile: Das kann doch alles kein Zufall sein. Aber was man mit dieser Erkenntnis macht, das ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Ich bin bekennender Protestant. Mein Gott ist immer bei mir und hat auch nie gefehlt."

Sorgsame Unterscheidung und respektvoller Dialog - billiger ist ein Miteinander unserer wissenschaftlichen Neugier einerseits und religiösen Sehnsucht andererseits nicht zu haben. Wir sind und bleiben nun einmal Menschen, suchende.

"Sind wir allein im All? Die Faszination von UFOs, Aliens und SETI"


73 Kommentare zu “Waren die Außerirdischen schon da? Die Faszination des Paläo-SETI”

  1. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Danke für den Beitrag.

    sag ich mal als langjähriger EvD-Leser. ^^

    Ich frage mich immer: Welche tiefere Bedürfnis erfüllt der Glaube an prähistorische Aliens? Ich kann nachvollziehen, was die Leute von den klassischen Religionen haben, aber warum glauben die Leute mit solcher Inbrunst an den außerirdischen Ursprung der Pyramiden?

    What's in it for them?

    Danke für den Beitrag.

  2. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Lars

    Danke für die liebe Ermutigung! Kanntest Du das Sagan-Video schon?

    Der Glaube an außerirdische Kontaktler und Besucher als Alternative zu den klassischen Religionen taucht erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf und wird besonders von Männern gepflegt. (Frauen wie die Mutter ganzer esoterischer Strömungen, Helena Petrovna Blavatsky oder die Auslöserin der UFO-Euphorie 2009, sind dagegen häufiger "Kontaktler", die mit außerirdischen Wesenheiten "spirituell" zu kommunizieren glauben.) Nun werden also die religiösen Sehnsüchte (nach Kontakt, Erlösung, Liebe, Bestrafung etc.) quasi wissenschaftlich verkleidet. Auf eine Anfrage des "Journals für UFO-Forschung" habe ich darüber mal einen Artikel gebastelt:
    http://www.blume-religionswissenschaft.de/...5.pdf

    Wo früher Engel, Dämonen, Kobolde, Dschinns etc. "gesichtet" wurden, sind es jetzt eben UFOs. Glaubensüberzeugungen schleichen sich quasi durch die wissenschaftliche Hintertür in einen scheinbar "entzauberten" Alltag zurück.

    Übrigens bin ich den Lesern eine Übersetzung schuldig geblieben: SETI bedeutet "Search for Extra-Terrestrian Intelligence" - Suche nach außerirdische Intelligenz. Von Paläo-SETI spricht man, wenn diese "Suche" in die Interpretation historischer Artefakte verlegt wird.

  3. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Pale blue dot? Klar.

    Wer nicht? :-)

    "Nun werden also die religiösen Sehnsüchte (nach Kontakt, Erlösung, Liebe, Bestrafung etc.) quasi wissenschaftlich verkleidet."

    Wie das? Was hat der Glaube an Aliens vor 4000 Jahren oder noch mehr mit all dem zu tun? Es geht doch de facto um eine Interpretation von Relikten und nicht mehr.

  4. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Lars

    Nun, die "Interpretation" geht ja gerade nicht von den Relikten aus, sondern sucht umgekehrt sehr selektiv nach Beweisen für die übernatürlichen Akteure (früher z.B. Hexen, Engel, heute oft Außerirdische). Die Millionen anderer Relikte, die nicht für oder doch eher gegen diese Deutungen sprechen, werden dagegen (z.B. von Däniken und seinen Lesern) systematisch ausgeblendet. Ebenso, wie jemand "Spuren der Engel" im eigenen Lebenslauf finden wird, wenn sie oder er nur fest genug daran glauben. Die Glaubensüberzeugung geht also der jeweiligen "Interpretation" voran und sucht in den Wissenschaften (z.B. der Archäologie) nach Bestätigung.

  5. Lars Fischer Antworten | Permalink

    Das selbstverständlich

    Meine Frage ist aber eine ganz andere: OK, gehen wir mal um der Argumentation willen davon aus, dass Aliens die Pyramiden und Stonehenge gebaut haben. Und dann?

    Wo ist da die Erlösung, Liebe etc? Auch Alien-Steine sind nur Steine. Wie sollen die Sinn stiften?

    Wahrscheinlich fehlt mir da einfach das entscheidende Sinnsucher-Gen, um solchen Kram zu verstehen. Dr. Blume, übernehmen Sie! ;-)

  6. A.S. Antworten | Permalink

    Religiösität und Außerirdische

    Zum Kernthema des Beitrags: Die These, dass der Glaube an Außerirdische durch religiöse Sehnsüchte motiviert ist, ist äußerst fragwürdig. Wenn das so wäre, würden sich daraus nämlich zwei Vorhersagen ergeben: (a) Religiöse Menschen müssten häufiger an Außerirdische glauben als nicht-religiöse, da sie ja offensichtlich eine größere religiöse Sehnsucht empfinden (sonst wären sie nicht religiös); oder (b) religiöse Menschen müssten seltener an Außerirdische glauben als nicht-religiöse, da ihre religiöse Sehnsucht bereits durch traditionelle religiöse Vorstellungen gestillt ist. Keine der Vorhersagen scheint aber zuzutreffen. Wie Rice (2003) zeigt, besteht weder eine positive, noch eine negative Korrelation zwischen Religösität und dem Glauben an andere paranormale Ereignisse (zu denen Rice auch Außerirdische zählt, obwohl die strenggenommen nicht paranormal sind).

    Wenn es neuere wissenschaftliche Erkenntnisse über einen Zusammenhang gibt, wäre das interessant. Wenn nicht, ist der gesamte Beitrag nur eine dürftige Entschuldigung, wieder einmal ohne echten Anlass auf „den Wissenschaftlern“ herumzuhacken und eine Kompatibilität von Wissenschaft und religiösem Aberglauben zu behaupten.

    Auch sollten Wissenschaftler zugestehen, dass wissenschaftliche Erklärungen des Universums keine "Entzauberung" bedeuten müssen.

    Kein Wissenschaftler bestreitet das. Die Vorstellung, dass eine wissenschaftliche Erklärung eine „Entzauberung“ bedeuten muss, findet sich ausschließlich bei religiösen Menschen und anderen Esoterikern.

    Selbstverständlich ist es theoretisch möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, dass es "da draußen" noch andere Orte gibt, an denen Leben evolvierte. Und selbstverständlich bleibt es weiterhin möglich, auch dass gesamte Universum als Produkt eines großen Willens zu begreifen, wie es schon die Verfasser des biblischen Psalm 8 taten.

    Selbstverständlich ist beides „theoretisch“ möglich. Der Unterschied besteht darin, dass die Existenz außerirdisches Leben mit allem vereinbar wäre, was die Naturwissenschaften über das Funktionieren der realen Welt herausgefunden haben, während der „große Wille“ aus Psalm 8 dies nicht ist.

    Sorgsame Unterscheidung und respektvoller Dialog - billiger ist ein Miteinander unserer wissenschaftlichen Neugier einerseits und religiösen Sehnsucht andererseits nicht zu haben.

    Auf jeden Fall. Und ehrliche, stringente und auf Fakten beruhende Argumentation würde auch nicht schaden.

    Literatur:
    RICE, Tom W. (2003) Believe It or Not: Religious and Other Paranormal Beliefs in the United States. Journal for the Scientific Study of Religion 42(1), 95-106.

  7. Ralph Würfel Antworten | Permalink

    Bedürfnisse

    Ich meine, dass im "Alien-Wahn" drei Bedürfnisse zusammen fallen und befriedigt werden:
    1. das Bedürfnis nach einer in sich geschlossenen, aber einfachen Weltanschauung, einer "Gesamtschau der Ereignisse", die leichter zu erklären ist, als die evolution (denn das moderne Leben ist für einige Gemüter wohl zu komplex, um es zu überblicken)
    2. das Bedürfnis, sich in andere Welten (vergangene, zukünftige oder irreale) hinein zu träumen (ganz Hollywood lebt davon) oder auch zu leben (Mittelalter-Märkte)
    3. das Bedürfnis, zu einer Gruppe von "Auserwählten" zu gehören (Verschwörungstheorien etc.)

    Das ganze wunderbare "Stargate"-Universum (die nach "Star-Trek" erfolgreichste Sci-Fi-Saga) lebt ja übrigens von dieser skurrilen Idee - und es macht einfach wahnsinnig Spaß, sich da hinein zu denken. Es ist eben (gut gemachte) Fiktion, die im Grunde jedoch rein irdische Probleme behandelt, und uns also wieder auf uns selbst zurück wirft.

  8. Karl Bednarik Antworten | Permalink

    Falsche Größe

    Die Vorstellung, dass außerirdische Intelligenzen Raumschiffe verwenden, ist eine veraltete anthropomorphe Annahme.

    Viel wahrscheinlicher wären Schwärme aus Nanomaschinen, oder etwas besseres, das wir noch nicht kennen.

    Von-Neumann-Sonden in Form von Nanomaschinen könnten mit modifizierten Teilchenbeschleunigern oder Gaußkanonen im Vakuum aus der Erdumlaufbahn gestartet werden und/oder den Lichtdruck als Antrieb nutzen, und von der Atmosphäre des Zielplaneten abgebremst werden.

    Nanomaschinen halten eine Menge an Beschleunigung, Hitze, Kälte, Strahlung und anderen Belastungen aus, und benötigen keinen Reiseproviant.

    Während ein Raumschiff bei zehn g Beschleunigung in sich zusammen bricht, kann man Nanomaschinen mit mehreren zehntausend g abschießen.

    Gaußkanonen sind wesentlich energie-effizienter als Raketen, weil kein Treibstoff und kein Triebwerk mit beschleunigt werden muss.

    Wenn die Nanomaschinen zum Grossteil aus ferromagnetischen Material bestehen, dann greift die beschleunigende Kraft an allen Bauteilen gleichermaßen an, was die mechanischen Belastungen verringert.

    Wirbelströme vermeidet man durch die Verwendung von Ferriten, und die Wärmeabstrahlung ist bei sehr kleinen Objekten eine sehr effektive Kühlmethode, was sich auch bei der Abbremsung in der Atmosphäre des Zielplaneten günstig auswirkt.

    Mich würde interessieren, wie nahe man mit Ferrit-Mikropartikeln und Gaußkanonen im Vakuum an die Lichtgeschwindigkeit heran kommt.

    Sich selbst vermehrende Nanomaschinen sind sowohl komplizierter, als auch gefährlicher, weil sie eine grey-goo-nano-Katastrophe auslösen können.

    *****

    Wenn ich nun Paläo-SETI-Forschung betreiben wollte, dann würde ich Eisbohrkerne aus Grönland schmelzen, und durch ein feines Filter gießen.

    Allerdings würde man mit dieser Methode auch eine Menge Mikrometeoriten und Pollenkörner finden, was die vollautomatische Bildauswertung vor eine schwere Aufgabe stellen wird.

    *****

    2 Minuten Video, Mikro Robot Galvanoplastik:

    http://www.youtube.com/watch?v=UYfhu0frLAI

    Text und Links, Nanomedizin und Nanotechnologie:

    http://members.chello.at/karl.bednarik/NANO3.html

    Science-Fiction, Das Schweigen von SETI:

    http://www.e-stories.de/...geschichten.phtml?25464

  9. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Lars Fischer

    Na, vielleicht erinnerst Du Dich noch an die Faszination und die wohligen Schauer, die Was-wäre-wenn-Gedankenspiele etc., die auch Du beim Lesen von EvD hattest? :-)

    OK, gehen wir mal um der Argumentation willen davon aus, dass Aliens die Pyramiden und Stonehenge gebaut haben. Und dann?

    Wo ist da die Erlösung, Liebe etc? Auch Alien-Steine sind nur Steine. Wie sollen die Sinn stiften?

    Genau - es sind ja gerade nicht "die Steine", sondern die Hoffnung, dass "da jemand ist", der die Menschen im Blick hat, vielleicht alle Geheimnisse erklären, Probleme lösen kann o.ä. Nimm dann noch die angenommene "Verschwörung" dunkler Mächte (Wissenschaftler, Politiker u.ä.) dazu, die "bald zu Ende gehen werde" - und schon hast Du eine eschatologische Hoffnung (Hoffnung auf eine baldige "Abrechnung" und dann folgende Verbesserung der Welt). Zuletzt passierte das Ende 2008 - auch mitten in der Netz-Generation!
    http://www.chronologs.de/...ezeiung-zum-14.10.2008

  10. Mona Antworten | Permalink

    Außerirdische Bauten auf NASA-Mondbild?

    Ganz interessant finde ich in diesem Zusammenhang, die gelegentlichen Spekulationen in Astronomie-Foren, man hätte Bauten von Außerirdischen gefunden. Leider stellt sich oft ziemlich schnell heraus, dass es dafür eine natürliche Erklärung gibt. Aber es hätte ja sein können… ;-)

    Siehe hier: http://forum.astronomie.de/...10857/Entschuldigung

  11. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ A.S.: Religiosität und Außerirdische

    Warum denn so aggressiv? Geht es nicht auch in Dialogform?

    Selbstverständlich findet sich der Glaube an Außerirdische sowohl unter Konfessionslosen wie auch unter Religiösen. Und dies bei letzteren sogar in annäherend vergleichbarer Höhe, obwohl die Lehren der offiziellen Religionen diesen Erzählungen meist skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Viele Evangelikale deuten z.B. UFOs als dämonische Verführungen, was dennoch nicht verhindern kann, dass viele religiös vergemeinschaftete US-Amerikaner dennoch daran glauben. Das sind doch bedenkenswerte Befunde, oder!?

    Die Vorstellung, dass eine wissenschaftliche Erklärung eine „Entzauberung“ bedeuten muss, findet sich ausschließlich bei religiösen Menschen und anderen Esoterikern.

    Vielleicht mögen Sie sich das oben genannte Video von Carl Sagan noch einmal anschauen, das ich großartig finde. Natürlich ließe sich einwenden, dass sich aus den von ihm dargestellten Naturschilderungen überhaupt nicht schließen lässt, dass wir "freundlich zueinander" sein und "unseren Planeten schätzen" sollen. Das sind philosophische Zusatzannahmen, mit schönen Bildern und starker Stimme fast spirituell präsentiert. Jemand könnte dagegen protestieren, ihm "Esoterik" vorwerfen und darauf bestehen, dass man doch auch sagen könnte: Die Astronomie lehrt, dass es das Universum eh nicht kümmert, was wir tun, also genießt das Leben und beutet den Planeten aus, bevor es sowieso zu Ende geht.

    Ich finde aber, dass Sagan Recht hatte und hat, die Menschen auch als Wissenschaftler dort abzuholen, wo sie nun einmal sind. Für diese Kultur des gegenseitigen Respekts werbe ich, nicht mehr und nicht weniger.

  12. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Ralph Würfel: Ja, Zustimmung!

    In den USA kam es so unter anderem zu dem interessanten Bündnis aus evangelikalen und atheistischen UFO-Glaubenden für ein "Intelligent Design"! Die einen woll(t)en unbedingt an unabweisbare, göttliche Eingriffe glauben, die anderen an "designende" Außerirdische.

  13. Horstibaer Antworten | Permalink

    Warum Palöo-Astro?

    Ich habe in meiner Jugend auch einige Bücher aus dem Bereich gelesen. Für mich war die Faszination die gleiche wie bei einigen Verschwöhrungstheorien oder anderem Eso-Müll: Es bietet einem Das Gefühl, von einem Geheimniss zu wissen das andere nicht kennen. Ausserdem wird ja meist eine einfachere und allumfassende Erklährung geboten. Es ist doch viel einfacher überall Aliens am werke zu sehen als sich mit den komplexen mechanismen der Kulturentwicklung auseinander zu setzen.

  14. A.S. Antworten | Permalink

    Aggressiv?

    Warum denn so aggressiv? Geht es nicht auch in Dialogform?

    Wo, bitte, ist mein Kommentar denn aggressiv? Empfinden Sie es als aggressiv, dass ich Fakten nenne und mir dasselbe von Ihnen wünsche? Oder, dass ich „die Wissenschaftler“ vor Ihrem Vorwurf in Schutz nehme, sie würden wissenschaftliche Erkenntnisse als „Entzauberung“ darstellen? Oder, dass ich Ihre Behauptung in Frage stelle, die Existenz von Außerirdischen sei eine Frage mit dem selben erkenntnistheoretischen Stellenwert wie die Frage nach der Existenz Gottes?

    Wenn Sie das alles (oder irgendetwas davon) als aggressiv empfinden, dann müssen Sie bislang ein sehr behütetes Leben geführt haben.

    Dialog ist eben mehr, als ein gegenseitiges „Vielen Dank für diesen tollen Beitrag“ oder ein „Wir können doch alle miteinander auskommen, wenn wir nur so tun, als sei jede Meinung gleich viel Wert”. Dialog bedeutet, dass man die inhaltliche Verantwortung für seine Aussagen übernimmt. Dass man sich unangenehme Fragen gefallen lassen muss, wenn man starke Behauptungen aufstellt. Dass man auf Fakten reagieren muss, die den eigenen Behauptungen widersprechen.

    Wenn man das alles kann und will, dann entsteht ein Dialog, in dem man sich gegenseitig respektieren kann, ohne Respekt mit Zustimmung zu verwechseln.

  15. Karl Bednarik Antworten | Permalink

    Wo die Götter-Astronauten herkamen

    Die Idee, dass man auf dem Mond die Hinterlassenschaft einer technisch weit entwickelten Zivilisation finden könnte, wurde meines Wissens zuerst von Professor Dr. Friedrich Hecht, einem Geochemiker aus Wien, unter dem Pseudonym "Manfred Langrenus" in seinem Science-Fiction-Roman "Reich im Mond" bereits im Jahre 1951 beschrieben.

    Diese Idee wurde etwas später (1957) von dem deutschen Science-Fiction-Schriftsteller Karl-Herbert Scheer zuerst in dessen ZbV-Serie (zur besonderen Verwendung) übernommen, und dann später (1961) auch in die Perry-Rhodan-Serie.

    Professor Dr. Friedrich Hecht beschrieb in seinem Science-Fiction-Roman "Reich im Mond" auch die Themen "die Götter waren Astronauten" oder "Atlantis", die dann viel später (1968) auch von Erich von Däniken aufgegriffen wurden, der aber meiner Meinung nach den Fehler machte, nicht "Science-Fiction" darüber zu schreiben.

    Professor Dr. Friedrich Hecht erwies sich nach seinem Roman "Reich im Mond" als durchaus noch steigerungsfähig, als er im Jahre 1955 dessen Fortsetzung "Im Banne des Alpha Centauri" schrieb.

    In diesem Roman bewies er unter anderem, dass man auch einen viele Jahrtausende andauernden Weltraumkrieg spannend beschreiben kann, ohne gegen die spezielle Relativitätstheorie zu verstoßen, oder Energiemengen herbei zu fantasieren, die Raumschiffe schneller als die halbe Lichtgeschwindigkeit machen können.

  16. Kunar Antworten | Permalink

    Die Sünden des Paläo-SETI

    Ich hatte ja bereits früher auf eine Antwort von Oliver Kalkofe auf Erich von Däniken hingewiesen. Was ich gut nachvollziehen kann: Wie beeindruckend (allein die bereits bekannten!) Größenverhältnisse des Weltalls auf uns wirken: http://www.youtube.com/watch?v=855LIxE0qP0

    Paläo-SETI ist in mehrfacher Hinsicht eine wissenschaftliche Sünde:
    - Die Antworten werden überbetont. Natürlich lebt Forschung davon, dass man Antworten sucht. Aber der Wunsch nach einer Antwort darf nicht stärker sein als der Anspruch, wissenschaftlich zu suchen. Wenn Antworten nur noch gepredigt und nicht von Zeit zu Zeit hinterfragt werden, hat man sich weit vom Weg der Wissenschaft entfernt. Aufzuhören, Fragen zu stellen, ist wohl der schlimmste Frevel gegenüber der Wissenschaft: Bauwerk X kann von Volk Y in der Epoche Z nach unserem heutigen Kenntnisstand nicht errichtet worden sein. Palöo-SETI-Anhänger: "Dann müssen es Außerirdische gewesen sein!" Deckel drauf, fertig. Und umgekehrt: Wir wissen, dass die A in Region B tatsächlich bereits Verfahren kannten, um C herzustellen. Wissenschaftler: Ok, wir nehmen das als wissenschaftlich bewiesen an. Aber warum kannten diese Leute das und nicht die anderen? Wissen ist nicht das Ende der Fragen, sondern der Anfang.

    - In den Antworten spiegelt sich eine Arroganz gegenüber anderen Kulturen wieder. "Wenn wir es nicht erklären können, dann kann es auch nicht sein, dass die anderen es ohne fremde Hilfe geschafft haben!" Übrigens auch sehr arrogant, anzunehmen, dass ausgerechnet in unserem Zeitalter all die Beweise zutage gefördert und richtig gedeutet werden. Der logische Trugschluss "Wenn wir alle bekannten Methoden ausgeschlossen haben, haben wir unsere Residualerklärung (Außerirdische) bewiesen." ist natürlich alleine schon fürchterlich.

    - Die übliche Fehldeutung von "Korrelationen" und Ähnlichkeiten ist geeignet, Statistiker in den Wahnsinn zu treiben. Wir stellen fest, dass Gebäude bestimmte Konstanten (oder deren Vielfaches) in ihren Maßen aufweisen. Na und? Wie viele verschiedene Bauwerke untersuchen wir denn? Wie viele Konstanten sind uns bekannt? Es liegt in der Natur eines Zufallsprozesses, dass sich mit hinreichend vielen Versuchen und hinreichend vielen guten Ergebnissen die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu landen, 1 nähert.

    Ebenso verhält es sich mit den Ähnlichkeiten: Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass Ähnlichkeiten nie einen kausalen Zusammenhang haben. Aber ebenso abwegig ist es, dass dies immer der Fall ist. Ansonsten müssten wir davon ausgehen, dass Walt Disney Micky Maus von einem 700 Jahre alten Fresko in Italien abgekupfert hat. (Oder waren es doch Außerirdische, die den Künstler des Freskos und dann Disney inspiriert haben?) ;) Dazu kommt noch die menschliche Mustererkennung, die und darauf trainiert, möglichst schnell eine Interpretation eines Objektes zu liefern. Das führt zu allerlei Fehltreffern, weil wir alle Fakten ausblenden, die gegen die Interpretation als ein bekanntes Objekt sprechen.

    Und noch etwas: Natürlich mag dieses UFO-Zeug Künstler inspiriert haben. Aber in gewisser Weise beschränkt es auch die künstlerische Ausdrucksweise, denn wenn ich mich recht erinnere, gibt es gewisse Moden bei der Schilderung (und daher Darstellung) von UFOs und Außerirdischen, so dass sie zu bestimmten Zeitabschnitten immer sehr ähnlich aussahen.

    Kunst aus Wissenschaft gab es jedoch auch so. Ich erinnere mich an Bilder von Planeten in einem astronomischen Buch, die entstanden sind, lange bevor Voyager die ferneren Planeten des Sonnensystems fotographierte und als der Besuch des Menschen auf dem Mond noch ein ferner Traum war. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist Chesley Bonestells Titan. Man wusste damals schon, dass der Saturnmond eine Atmosphäre hat. Entsprechend ist der Himmel blau. Höchstwahrscheinlich ist diese künstlerische Darstellung mit dem heutigen Wissen nicht mehr zu halten, aber es zeigt doch, dass Wissenschaft nicht gegen Kunst, Phantasie oder Träume gerichtet ist. Solche Bilder berühren mich mehr als irgendwelche UFO-Darstellungen - und sie werden auch nicht durch den Fortschritt der Erkenntnis entwertet.

    P.S.:
    @Ralph Würfel:
    "das Bedürfnis, sich in andere Welten (vergangene, zukünftige oder irreale) hinein zu träumen (ganz Hollywood lebt davon) oder auch zu leben (Mittelalter-Märkte)"

    Ich hoffe, Sie haben das nicht so gemeint, dass Teilnehmer von Mittelaltermärkten Realitätsflüchtlinge sind und/oder gerne im Mittelalter gelebt hätten. ;) Ansonsten wäre das ein separates Diskussionsthema.

  17. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ A.S.

    Schon Ihre Unterstellung, hier würde jemand "auf den Wissenschaftlern herumhacken", ist weder inhaltlich noch stilistisch in Ordnung. Wenn Sie es noch nicht gemerkt haben sollten, bloggen in den Scilogs selbst Wissenschaftler - die Reflektion auch über die eigene Rolle (z.B. in der Wissenschaftskommunikation) ist also gerade kein "Herumhacken", sondern verantwortliches Reflektieren. Vgl. z.B. diesen Beitrag hier:
    http://www.wissenslogs.de/...nschaftskommunikation

    Und Sätze wie Die Vorstellung, dass eine wissenschaftliche Erklärung eine „Entzauberung“ bedeuten muss, findet sich ausschließlich bei religiösen Menschen und anderen Esoterikern. signalisiert nicht nur eine erhebliche Arroganz gegenüber anderen Menschen (inkl. des oben zitierten Astronomen Lesch), sondern auch wenig Kenntnis der Wissenschaftsgeschichte. Die Beobachtungen zu einer "Entzauberung der Welt" stammen nicht von "Esoterikern", sondern von Max Weber, der Ihnen vielleicht als einer der bedeutendsten Sozialwissenschaftler am Anfang des 20. Jahrhunderts ein Begriff ist:
    http://www.textlog.de/2321.html

    Ich freue mich also, wenn Sie mitdiskutieren wollen. Aber bemühen Sie sich bitte um einen angemessenen Stil. (Nur) dann besteht die Chance, auch voneinander zu lernen.

  18. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Kunar

    Den Punkt mit der "kulturellen Arroganz" finde ich interessant. Und hast dabei m.E. Recht: Der Paläo-SETI-Glaubende wertet ja implizit nicht nur seine vermeintlich "unwissenden" oder "verschwörerischen" Zeitgenossen, sondern frühere und andere Kulturen ab ("Die können das gar nicht alleine geschafft haben."). Das stärkt das "Auserwählungs"-Argument von Ralph Würfel.

  19. Michael Khan Antworten | Permalink

    @Anatol Stefanowitsch

    Es kann Sie doch nicht wirklich wundern, wenn in einem religiösen Blog der Autor zu der unerwarteten These findet, dass ein religiöses Verlangen dem menschlichen Denken und Handeln unterliegt.

    Ich sehe die Erklärung sowohl für Religionen aller Couleur wie auch für die Popularität pseudowissenschaftlicher Konstrukte wie die Behauptungen Dänikens eher in einer menschlichen Veranlagung, die uns anfällig für Irrationalität macht.

    Neil deGrasse Tyson illustriert das am Beispiel eines Patienten, dem drei Ärzte den baldigen Krebstod vorausgesagt haben, der aber überlebt und es vorzieht, dies göttlicher Intervention zuzuschreiben und nicht der plausiblen Erklärung, dass sich halt drei Ärzte geirrt haben.

    http://www.youtube.com/watch?v=f5X64QCDVnI

    Von Richard Feynmann ist die Anekdote mit der übernatürlichen Uhr überliefert, die am Bett seiner kranken Frau stand und scheinbar (nicht anscheinend) genau in dem Moment stehen blieb, als diese starb.

    http://www.bfg-bayern.de/.../feynman.htm##SupClock

    Feynmann wäre nicht Feynmann, hätte er sich nicht Gedanken darüber gemacht.

    Aber die Wenigsten sind wie Feynmann. Das sichert den Dänikens dieser Welt ihr Auskommen.

  20. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Michael Khan

    Bis auf ein kleines, aber wichtiges Detail stimme ich zu: Dies ist kein religiöser, sondern ein religionswissenschaftlicher Blog. Der Unterschied ist der gleiche wie der zwischen einem Musikanten und einem Musikwissenschaftler - da kann es Überschneidungen geben, muss aber nicht. :-)

    Ich sehe die Erklärung sowohl für Religionen aller Couleur wie auch für die Popularität pseudowissenschaftlicher Konstrukte wie die Behauptungen Dänikens eher in einer menschlichen Veranlagung, die uns anfällig für Irrationalität macht.

    Ja, Zustimmung! Der Mensch hat (in individuell verschiedenem Ausmaß) viele irrationale Anlagen, z.B. zur Liebe, Poesie, Musikalität oder eben Religiosität. Das macht diesen Homo sapiens so widersprüchlich, aber auch interessant und erfolgreich. :-)

  21. Michael Khan Antworten | Permalink

    @Michael Blume

    Ich sehe keinen Widerspruch zwischen religiös und religionswissenschaftlich, wobei ich durchaus nicht behaupte, dass ich diese Begriffe als selbst teilweise synonym ansehe.

    Was die Theorie der menschlichen Veranlagung zur Irrationalität angeht, so meine ich: Angenommen, diese Theorie trifft zu, so müssen wir sie als Bestandteil dessen ansehen, was Menschen ausmacht, wobei ich es vorziehen würde, keine Bewertung vorzunehmen. Wir sind, wie wir sind, "for better or for worse".

    Wenn ich mir erlauben darf, einfach nur als generelle Aussage, nochmals Neil deGrasse Tyson zu zitieren, dann mit folgender Stelle, in der er Dawkins den Kopf wäscht.

    http://www.youtube.com/watch?v=Dxff0k_TEzI

    Wenn man mit jemandem spricht, der fest an etwas glaubt, selbst wenn man selbst diese Überzeugung des anderen gar nicht akzeptieren kann, dann hängt es sehr davon ab, wie man selbst auftritt, ob ein Dialog zustandekommt.

    So, nachdem ich diesen einfachen Sachverhalt hingeschrieben habe, muss ich ihn nur noch selbst verinnerlichen. Das allerdings - auch das liegt wohl daran, wie unser Hirn verdrahtet ist - ist beliebig schwierig, und religiöse Menschen sind darin auch nicht besser als alle anderen.

    Wobei ich allerdings die Argumente von Anatol Stefanowitsch weder in der Form noch im Inhalt als kritikwürdig auffasse. Fundamentaler Widerspruch, nicht nur an der Theorie, sondern auch an der Beweisführung halte ich für Bestandteil des wissenschaftlichen Prozesses.

  22. Jürgen Bolt Antworten | Permalink

    @Michael Blume: Religionswissenschaftlich?

    Ich bin mir offen gestanden nicht sicher, ob ich Ihrem Widerspruch zu Michael Khan zustimmen möchte. So ist z.B. Ihre Aufzählung menschlicher Irrationalitäten "Liebe, Poesie, Musikalität oder eben Religiosität" tendenziös. Sie hätten auch schreiben können: Der Mensch hat viele irrationale Anlagen, z.B. zu Fremdenfeindlichkeit, Autoritätshörigkeit, Völkermord oder eben Religiosität. Das macht diesen Homo sapiens so widersprüchlich, aber auch interessant und erfolgreich. Das klänge dann viel weniger attraktiv.

    Es wäre auch genauso tendenziös. Wenn wissenschaftlicher Anspruch erhoben wird, würde ich eine neutrale Einordnung von Religiosität erwarten.

  23. Rüdiger Sünner Antworten | Permalink

    Mythen-Vergewaltigung

    Das Sagan- Video ist sehr schön, weil freilassend: Was draussen im Kosmos ist, wissen wir nicht und werden es wohl nie richtig wissen. Hier ist unser Zuhause und unsere Verantwortung, die aber Staunen und Ehrfurcht vor dem grossen Unbekannten nicht ausschliessen muss. Für mich bergen die grossen Rätselfragen der Kosmologie tausendmal mehr Erregung und spirituelles Potential als Däniken und Co. Allein dass wir z.B. nicht wissen, welche Kraft uns auf den Stühlen hält, die aber überall präsent ist und erst Leben schuf (Gravitation), ist so ungeheuerlich, dass Ufos u.ä. damit gar nicht mithalten können. Ebenso die Mysterien von dunkler Materie, dunkler Energie und Urknall.
    Die Anhänger von Paläo-Seti haben meines Erachtens kein Gespür für die mehrdeutige Bilderwelt der alten Mythen und Symbole, deuten alles eins zu eins. Sie huldigen einer materialistischen Spiritualität, die ein typisches Zeichen für materialistische Gesellschaften ist: Bilder werden nicht Chiffren für Geistig-Seelisches verstanden, sondern als deutliche Zeichen für äussere Dinge (Raumhelme, Raumschiffe, technologische Details auf Maya-Tempeln etc.) Das ist wie in bestimmten Fernsehsendungen (Terra-X), wo z.B. der Gral oder Nibelungenhort ein Goldschatz sein muss, nach dem gegraben und getaucht - und am Ende doch nichts gefunden wird. Eine Kultur, die die Sensibilität für das Unsichtbare des Geistig-Seelischen nicht schon in der Schule pflegt, z.B. durch mehr Kunstunterricht, produziert geradezu solche Formen materialistischer Spiritualität mit und muss sich gar nicht wundern, wenn sie immer mehr werden.

  24. Balanus Antworten | Permalink

    "Entzauberung"

    » Auch sollten Wissenschaftler zugestehen, dass wissenschaftliche Erklärungen des Universums keine "Entzauberung" bedeuten müssen. «

    Wenn mit "Entzauberung" gemeint ist, "dass es (…) prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbaren Mächte" gibt (Max Weber), dann bedeuten wissenschaftliche Erklärungen sehr wohl eine "Entzauberung" der Welt.

  25. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Michael Khan

    Ja, einen Dissens kann ich hier nur im ersten Absatz finden.

    Ich sehe keinen Widerspruch zwischen religiös und religionswissenschaftlich, wobei ich durchaus nicht behaupte, dass ich diese Begriffe als selbst teilweise synonym ansehe.

    Verwechselst Du ggf. Religionswissenschaft und Theologien? Während letztere konfessionell gebunden sind (z.B. jüdisch, evangelisch, katholisch, islamisch etc.) steht Religionswissenschaft unter dem Primat des methodologischen Agnostizismus. Dort arbeiten also Menschen unabhängig vom Bekenntnis zusammen, mein damaliger Doktorvater ist zum Beispiel einer recht bekannter Religionskritiker. Religiosität lässt sich wissenschaftlich genauso erforschen wie Musikalität, Sprachfähigkeit oder jede andere Veranlagung des Menschen.

    Was die Theorie der menschlichen Veranlagung zur Irrationalität angeht, so meine ich: Angenommen, diese Theorie trifft zu, so müssen wir sie als Bestandteil dessen ansehen, was Menschen ausmacht, wobei ich es vorziehen würde, keine Bewertung vorzunehmen. Wir sind, wie wir sind, "for better or for worse".

    Ja, das halte ich für zutreffend, und letztlich plädiert ja auch dieser Beitrag hier dafür. Wir sind nun einmal, wie wir sind (auch in unserer individuellen Unterschiedlichkeit) und in einer freiheitlichen Gesellschaft kann Zwang keine Lösung sein, nur Dialog. Aber wenn wir z.B. besser verstehen, wie der Mensch ist, können wir eben auch besser mit uns selbst umgehen. Und wenn z.B. gute Angebote ordentlicher Astronomie zugänglich sind, fallen vielleicht weniger Menschen auf pseudo-wissenschaftliche Verkaufstricks herein. Das ist ein Grund, warum ich die Kosmologs so toll und wichtig finde! :-)

    Wenn ich mir erlauben darf, einfach nur als generelle Aussage, nochmals Neil deGrasse Tyson zu zitieren, dann mit folgender Stelle, in der er Dawkins den Kopf wäscht....

    Wenn man mit jemandem spricht, der fest an etwas glaubt, selbst wenn man selbst diese Überzeugung des anderen gar nicht akzeptieren kann, dann hängt es sehr davon ab, wie man selbst auftritt, ob ein Dialog zustandekommt.

    Ja, klasse! Allerdings muss ich zugeben, dass mich neben den Kommentaren von Klaus Deistung auch Deine doch... deutliche Abrechnung mit einer SETI-Meldung der BILD-Zeitung auf die Idee für diesen Beitrag brachte.
    http://www.kosmologs.de/...2/bild_alien_wrack_mars

    ;-)

    So, nachdem ich diesen einfachen Sachverhalt hingeschrieben habe, muss ich ihn nur noch selbst verinnerlichen. Das allerdings - auch das liegt wohl daran, wie unser Hirn verdrahtet ist - ist beliebig schwierig, und religiöse Menschen sind darin auch nicht besser als alle anderen.

    Volle Zustimmung. Ich würde sogar behaupten, dass sich (viele) religiöse Menschen damit besonders schwer tun. Oft korrespondiert die stärkere Vergemeinschaftung "nach innen" mit einer Abgrenzung "nach außen". Da wir aber - schon aus demografischen Gründen - in einer zunehmend religiös und weltanschaulich vielfältigen Zukunft leben werden, sehe ich keine Alternative zu mehr Dialog und auch Wissen(schaft)skommunikation.

    Wobei ich allerdings die Argumente von Anatol Stefanowitsch weder in der Form noch im Inhalt als kritikwürdig auffasse. Fundamentaler Widerspruch, nicht nur an der Theorie, sondern auch an der Beweisführung halte ich für Bestandteil des wissenschaftlichen Prozesses.

    Damit bin ich auch völlig einverstanden. Es ist halt der Ton, der die Musik macht. Und wenn es der Anatol Stefanowitsch sein sollte, den ich so gerne lese, dann kann er mit Sprache auch umgehen (und dürfte Max Weber doch eigentlich kennen)...

  26. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Jürgen Bolt

    Dass auch Fremdenfeindlichkeit, Autoritätshörigkeit und Gewalt Teil der menschlichen Natur sind, war sogar schon mehrfach ausdrücklicher Aspekt dieses Blogs, z.B. hier:
    http://www.chronologs.de/...ution-von-homo-sapiens

    Allerdings gehe ich bei den genannten Merkmalen davon aus, dass es sich um Atavismen handelt - einen heutigen, generellen Reproduktions- oder Überlebensvorteil - wie z.B. für Religiosität oder Sprachfähigkeit - finde ich nicht belegt.

  27. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Rüdiger Sünner

    Ein spannender Aspekt! Und, ja, historisch haut das schon hin: Der Aufstieg des UFO-Glaubens ging ja neben einer Ausbreitung materialistischer Weltanschauungen einher. Nichtmaterielle Wesenheiten wie Engel, Geister, Dschinn etc. "reichten" nun nicht mehr - es mussten metallene Raumschiffe sein. Auch die Anmerkungen von @KBednarik weisen ja der Richtung nach auf dieses Manko hin.

  28. Michael Khan Antworten | Permalink

    @Michael Blume

    > Verwechselst Du ggf. Religionswissenschaft und Theologien?

    Nein. Ich rede auch spezifisch von diesem Blog. Der mag zwar auch religionswissenschaftlich sein, auf mich wirkt er aber primär religiös. Dies möchte ich nicht als Wertung verstanden wissen, sondern lediglich als subjektive Feststellung.

  29. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Balanus & All

    Lieber Balanus,

    danke einerseits für die Zustimmung (denn Max Weber meinte seine "Entzauberung der Welt" ja durchaus als eine Beobachtung!), aber auch ein kleiner Einwand von mir.

    Wenn mit "Entzauberung" gemeint ist, "dass es (…) prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbaren Mächte" gibt (Max Weber), dann bedeuten wissenschaftliche Erklärungen sehr wohl eine "Entzauberung" der Welt.

    Oh, das heißt, Sie betrachten und erleben z.B. auch "den Zufall", das Leben, die Liebe, das Staunen über Natur und Universum nicht mehr als "geheimnisvolle, unberechenbare Mächte"? Also, da habe ich es doch eher mit Carl Sagan, der uns Menschen zu Recht daran erinnert: Nehmt Euch nicht so wichtig. Ob wir das Universum von den Quanten bis zu den Myriaden Galaxienhaufen oder auch "nur" unser eigenes Gehirn jeweils umfassend verstehen werden, halte ich nicht für ausgemacht. Schon Max Planck musste sich ja empfehlen lassen, doch besser keine Physik mehr zu studieren - es sei doch ohnehin bald alles geklärt. Und seitdem hören wir das immer wieder, und entdecken hinter jeder Erkenntnis neue Dimensionen. *gg* Nein, als "entzaubert" erlebe ich dieses faszinierende Universum mit den Lebewesen darin nun wirklich nicht, sondern als aufregend, geheimnisvoll und der weiteren Erforschung wert. Und bin z.B. gespannt, ob wir noch die Entdeckung außerirdischen Lebens erleben werden. Go, Astronomers, go!!!

  30. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Michael Khan

    Danke für den Kommentar. Du schriebst: Nein. Ich rede auch spezifisch von diesem Blog. Der mag zwar auch religionswissenschaftlich sein, auf mich wirkt er aber primär religiös. Dies möchte ich nicht als Wertung verstanden wissen, sondern lediglich als subjektive Feststellung.

    Tja, was soll ich dazu sagen? Von religiöser Seite musste ich mir auch schon anhören, mein Blog und meine wissenschaftliche Arbeit stelle eine "Funktionalisierung" und also "Profanisierung" des Glaubens dar und spiele also der Religionskritik in die Hände.

    Mit so unterschiedlichen Wahrnehmungen und "Geschmacksurteilen" muss man wahrscheinlich leben, wenn man Religionswissenschaft kommuniziert. Jede(r) hat mit diesem Thema nun einmal seine Geschichte und Meinung, da werde ich es nie allen Recht machen können. (Und im Bereich Sprachwissenschaft hat ja Anatol Stefanowitsch mit ganz ähnlichen Vorhaltungen zu kämpfen. Und lässt sich erfreulicherweise auch nicht entmutigen. :-) ) Wenn das Ganze ein paar Leute zum Nach- und Weiterdenken bringt, bin ich ja schon glücklich.

  31. Jürgen Bolt Antworten | Permalink

    @Michael Blume: Transparenz

    "Mit so unterschiedlichen Wahrnehmungen und "Geschmacksurteilen" muss man wahrscheinlich leben, wenn man Religionswissenschaft kommuniziert."

    Stimmt zwar, aber man kann doch etwas verbessern. Indem man transparenter macht, wo man als Wissenschaftler und wo als Privatmann spricht. Niemand hat etwas dagegen, wenn ein Außenminister seinen Lebenspartner auf Auslandsreisen mitnimmt, und niemand hat etwas dagegen, wenn er eine Delegation mitnimmt, der auch Unternehmer angehören. Die Motive, nach denen er seine Begleitung zusammenstellt, sollten allerdings nach Meinung vieler Bürger transparent sein. Ich möchte Sie mit dieser Analogie nicht verletzen, ich habe keine speziellen Vorbehalte gegen Westerwelle, d.h. nicht mehr als gegen andere amtierenden Politiker auch.

    Ich möchte sagen: für mich wäre Ihr Blog noch interessanter und anregender, wenn wissenschaftliche Hypothesen und private Meinungen, evolutionsbiologische und ethische Aspekte deutlicher voneinander abgegrenzt wären.

  32. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Jürgen Bolt

    Den Vergleich mit Westerwelle habe ich nicht verstanden, obwohl man als Blogger ja schon einiges gewohnt ist... War dieser Vergleich etwa als wissenschaftliche Hypothese gemeint? ;-)

    Ich möchte sagen: für mich wäre Ihr Blog noch interessanter und anregender, wenn wissenschaftliche Hypothesen und private Meinungen, evolutionsbiologische und ethische Aspekte deutlicher voneinander abgegrenzt wären.

    Sie werden lachen: Am Anfang hatte ich genau das versucht und den Blog zunächst eisern auf die Diskussion wissenschaftlicher Hypothesen beschränken wollen. Das Ergebnis war aber nicht gerade erfreulich: Einige Kommentatoren fühlten sich mit ihren Fragen und Anliegen abgewiesen, fragten Persönliches, vermuteten "eine geheime Agenda" etc. Was in geschlossenen Wissenschaftlerforen durchaus funktioniert, funktioniert halt auf einem Blog so nicht. Und wohl insbesondere bei Themen wie Religion nicht, bei denen auch bei hoch gebildeten Menschen irrationale Veranlagungen (z.B. Emotionen) hochkochen. Wir sind halt alle keine Automaten und ich denke, es ist vielleicht ehrlicher, damit umzugehen.

    Seitdem habe ich es also umgestellt und mische nun die Diskussion von Hypothesen mit der Schilderung von Phänomenen oder auch mal einer Kinorezension etc. Seitdem läuft es m.E. deutlich besser und das Interesse von Lesern und Kommentatoren ist ja auch sehr erfreulich. Gleichwohl gebe ich mir keiner Illusionen hin, dass es mir gelingen könnte, alle glücklich zu machen - oder auch nur, alle eigenen Fehler zu vermeiden. Manchmal bekomme ich einen Kommentar in den falschen Hals und für manchen ist halt schon die Existenz religiöser Menschen eine Zumutung. Und im Web fehlen auch die vielen Möglichkeiten nonverbaler Signale (wie Lächeln, Nicken etc.), die eine direkte Kommunikation viel stabiler machen. So versuche ich halt freundlich zu sein und u.a. alle Blogkommentare zu lesen und wo möglich auch zu beantworten, spiele aber auch entschieden (wenn auch versöhnlich) "Tit for Tat", wenn jemand meint, persönlich austeilen zu müssen. Denn schließlich investiere ich meine Zeit hier ja auch "ehrenamtlich" und möchte gar nicht mehr als den menschlichen Respekt, den ich vor jedem meiner Leserinnen und Leser habe.

  33. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ All

    Ich muss mich nun für ein paar Tage, bis Mitte der Woche, in eine Offline-Zone entschuldigen und hoffe, danach wieder mitlesen und -diskutieren zu können. Allen Leserinnen und Lesern, Kommentatorinnen und Kommentatoren vielen Dank für das lebendige Interesse und einen guten Wochenstart!

  34. Michael Khan Antworten | Permalink

    Max Weber

    Die Darlegung Max Webers wirkt aus heutiger Sicht reichlich angestaubt, und ich glaube auch kaum, dass die beschriebene Vorstellung von der Natur heute von vielen naturwissenschaftlern geteilt wird.

    Es mag im ausgehenden 19ten Jahrhundert noch ein gewisser Optimismus (oder Pessimismus, das ist Ansichtssache) vorgeherrscht haben, die Natur sei bald komplett beschrieben und damit jedes Geheimnisses beraubt. Diese Vorstellung spiegelt sich in Lord Kelvins etwas unvorsichtiger Feststellung, von der Physik sei nichts mehr zu erwarten außer Verbesserungen in den letzten Dezimalstellen.

    Die darauf folgenden Umwälzungen allein schon in Kelvins eigenem Fachgebiet, der Physik, führten zu einer fundamental anderen Sichtweise. Wir wissen nun, dass es grundsätzliche Grenzen dessen gibt, was wir messen und damit wissen oder verstehen koennen. Nicht nur eine grundsätzliche Grenze, sondern viele.

    Ein heutiger Naturwissenschaftler hat deswegen eine ganz andere Sicht als einer von der Wende vom 19ten zum 20sten Jahrhundert. Ich würde sagen: eine bescheidenere. Auf jeden Fall eine andere.

  35. Jürgen Bolt Antworten | Permalink

    @Michael Blume. Peace

    Okay. Westerwelle sollte nur illustrieren, welche Aufregung mangelnde Transparenz hervorrufen kann. Vielleicht ein blödes Beispiel.

    "Für manche ist halt schon die Existenz religiöser Menschen eine Zumutung." Falls Sie mich meinen: Ich bin zwar Atheist aber mit etlichen sehr religiösen Menschen befreundet, ich bin Vater, besuche gelegentlich Gottesdienste und kann mir die gegenwärtige Vorosterzeit ohne Bachs Passionen und Wagners Parsival nicht vorstellen. Von meiner Seite also kein Grund zu streiten! Ich möchte mich nur eigentlich nicht veranlaßt fühlen, das erwähnen zu müssen.

    "Am Anfang hatte ich genau das versucht und den Blog zunächst eisern auf die Diskussion wissenschaftlicher Hypothesen beschränken wollen." Dafür möchte ich allerdings auch nicht plädieren sondern für Transparenz.

  36. Balanus Antworten | Permalink

    "Entzauberung" /@Michael Blume

    » Oh, das heißt, Sie betrachten und erleben z.B. auch "den Zufall", das Leben, die Liebe, das Staunen über Natur und Universum nicht mehr als "geheimnisvolle, unberechenbare Mächte"? «

    In der Tat, nicht im Sinne Max Webers (unterstellt, er versteht bzw. verstand das Gleiche unter "Mächte" wie ich). Geheimnisvoll und unberechenbar ja (was sonst?), aber keine agierenden Mächte, keine Zauberei, keine Götter, Geister, Dämonen etc.).

    » Nein, als "entzaubert" erlebe ich dieses faszinierende Universum mit den Lebewesen darin nun wirklich nicht,… «

    Ah so, dann lag A.S. mit seiner diesbezüglichen Kritik ja völlig richtig.

  37. A.S. Antworten | Permalink

    Ich bitte um Entschuldigung für die Länge dieses Kommentars, aber da es auf absehbare Zeit mein letzter hier sein wird, hoffe ich, die Länge ist mir gegönnt.

    Es tut mir auch leid, dass ich einen Mitblogger auf seinem eigenen Blog angreife (und in diesem Kommentar, anders als in den vorherigen, werde ich das tatsächlich tun), aber ich halte es aufgrund seiner Reaktionen auf meine Kommentare für richtig, trotz der Mahnung der SciLog-Overlords, dass wir Scilogger uns vertragen und persönlichen Streit nicht öffentlich austragen sollen, denn wenn es eine solche Mahnung wirklich gab, halte ich sie für grundfalsch und einer Wissenschaftsblog-Platform nicht würdig. Ich halte den Kollegen Blume außerdem für jemanden, der absolut in der Lage ist, Angriffe auszuhalten. Wenn ich mich irre, kann er diesen Kommentar ja löschen.

    Jedesmal, wenn ich in diesem Blog vorbeischaue, bin ich extrem befremdet über das sachliche Niveau, auf dem der Blogbetreiber argumentiert und diskutiert. Da wird den Kommentatoren das Wort im Mund umgedreht, Zitate werden aus dem Zusammenhang gerissen, sachliche Kritik wird ignoriert und mit rhetorischen Finten und Smileys oder mit der Mahnung beantwortet, einen zivileren Tonfall zu wählen, und das Ganze wird mit einem Anspruch auf Offenheit und Wissenschaftlichkeit übergossen, der inhaltlich durch nichts eingelöst wird.

    Ich würde es sehr begrüßen, wenn es auf der Scilogs-Plattform ein religionswissenschaftliches Blog gäbe, aber dieses hier ist keins, trotz des vom Kollegen Blume ständig als Totschlag-Argument verwendete „Ich bin kein Theologe, sondern Religionswissenschaftler“.

    Kollege Blume, das mag stimmen, wenn man sich ansieht, was auf Ihrem Abschlusszeugnis steht, aber nicht, wenn man sich ansieht, wie Sie tatsächlich argumentieren. Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber der Unterschied zwischen Theologie und Religionswissenschaft ist doch wohl der, dass Religionswissenschaft eine objektive, erklärende, nicht-bewertende Außenperspektive auf Religionen anstrebt, während Theologie eine Innenperspektive einnimmt, die grundsätzlich vom ultimativen Wahrheitsgehalt ihres Untersuchtungsgegenstandes ausgeht, und die sich deshalb typischerweise auf eine bestimmte Religion beschränkt.

    Der einzige Punkt, in dem Sie sich wie ein Religionswissenschaftler verhalten, ist der, dass Sie sich nicht strikt auf eine bestimmte Religion beschränken. Aber Ihre Sicht ist weder objektiv, noch neutral, Sie bewerten Religionen und religiöses Verhalten grundsätzlich positiv und Sie sind nicht nur selbst gläubig (das darf, bei aller kognitiven Dissonanz, die das auslösen müsste, auch ein Wissenschaftler sein) sondern Sie tragen diese Gläubigkeit in Ihre Argumentation hinein (das darf ein Wissenschaftler keinesfalls tun, ein Theologe schon eher).

    Vor allem aber präsentieren Sie grundsätzlich nur Meinungen, oder von mir aus Thesen, die von dem Wunsch geprägt sind, Religiösität als etwas Gutes darzustellen. Wissenschaftliche Ergebnisse werden nur dann darübergestreut, wenn Sie glauben, dass diese Ihre Argumentation stützen.

    Ein schönes Beispiel für das Primat Ihrer religionsbejahenden Überzeugungen über den wissenschaftlichen Erkenntnisstand und für Ihren Mangel an Neutralität ist der folgende Kommentar:

    Dass auch Fremdenfeindlichkeit, Autoritätshörigkeit und Gewalt Teil der menschlichen Natur sind, war sogar schon mehrfach ausdrücklicher Aspekt dieses Blogs ... Allerdings gehe ich bei den genannten Merkmalen davon aus, dass es sich um Atavismen handelt - einen heutigen, generellen Reproduktions - oder Überlebensvorteil - wie z.B. für Religiosität oder Sprachfähigkeit - finde ich nicht belegt.

    Das ist eine perfekte Umkehr des aktuellen Forschungsstandes. Tatsächlich nämlich ist es schwer bis unmöglich, einen adaptiven Vorteil für Religiösität (bzw. die ihr zugrundeliegenden kognitiven Mechanismen) zu finden (wenn Sie dort neue wissenschaftliche Erkenntnisse kennen, immer her damit).

    Fremdenfeindlichkeit hat dagegen einen klaren Reproduktionsvorteil in den Steinzeitkulturen, in denen unser Gehirn sich entwickelt hat: Fremde sind dort typischerweise Feinde, da sie um die knappen Ressourcen konkurrieren, die man selbst zum Überleben und zur Fortpflanzung braucht.

    Aber ich gehe davon aus, dass Sie das wissen. Es passt nur nicht zu Ihrer schon im Vorhinein feststehenden Schlussfolgerung. Deshalb ignorieren sie es, und das ist ein Beispiel dafür, dass „Natur des Glaubens“ bestenfalls ein fundamentaltheologisches, vielleicht sogar schlicht ein religöses, aber mit Sicherheit kein religionswissenschaftliches Blog ist.

  38. Martin Huhn Antworten | Permalink

    @ A.S.

    Es tut mir auch leid, dass ich einen Mitblogger auf seinem eigenen Blog angreife (und in diesem Kommentar, anders als in den vorherigen, werde ich das tatsächlich tun), aber ich halte es aufgrund seiner Reaktionen auf meine Kommentare für richtig, trotz der Mahnung der SciLog-Overlords, dass wir Scilogger uns vertragen und persönlichen Streit nicht öffentlich austragen sollen, denn wenn es eine solche Mahnung wirklich gab, halte ich sie für grundfalsch und einer Wissenschaftsblog-Platform nicht würdig.

    Bei diesem Workshop war ich mitten drin und ich kann etwas dazu schreiben, was gemeint ist. Es geht nicht darum auf dem Blogportal einer Meinung zu sein, wenn man eine andere vertritt. Selbstverständlich gehört Widerspruch zur Wissenschaft, aber dieser muß sachlich und begründet sein. In der Sache ruhig hart, aber nicht persönlich oder gar beleidigend werdend.

    Es nicht unserem Absicht, daß das hier ein Kuschelclub wird. Aber es soll nicht in einer Schmierenkomödie ausarten.

  39. Rüdiger Sünner Antworten | Permalink

    Trennung von Wissenschaft und Glauben

    Die hier eingeforderte strikte Trennung in Wissenschaftler und Privatmensch ist meiner Ansicht nach illusorisch. Sie ist eine Wunschvorstellung, von der nicht mal klar ist, ob sie wünschenswert ist und noch weniger, ob sie im Wissenschaftsbetrieb so rigoros eingehalten wird. Jeder Wissenschaftler trägt - bewusst oder unbewusst - Emotionen, Wertvorstellungen und auch weltanschauliche Konzepte in seine Forschung hinein. Ein spirituell orientierter Mensch trägt eben spirituelle, ein künstlerischer Mensch künstlerische und ein Materialist materialistische hinein. Darwin hat viele von anderen (Malthus) übernommene Vorstellungen in die Natur hineinprojiziert, auch Ängste, die in der damaligen englischen Gesellschaft kursierten (Bevölkerungszunahme, Konkurrenz, Kampf). Newton war durchtränkt von alchemistischen Vorstellungen, wenn er sich Phänomenen wie Licht oder Schwerkraft näherte. Quantenphysik, Paradigmenforschung (Thomas Kuhn) und Philosophie (Habermas, Feyerabend) haben schliesslich die Grenze zwischen Subjekt und Objekt endgültig eingerissen, bzw. Max Webers Diktum von der "wertfreien Wissenschaft" demontiert. Dazu ist übrigens bei Suhrkamp ein hochspannender Sammelband erschienen: http://www.suhrkamp.de/...wissenschaft-_29497.html
    Das Reinheitsgebot mancher Wissenschaftler trägt manchmal selbst religiöse Züge: alles soll makellos "objektiv", frei vom "Schmutz" des Irrationalen und Persönlichen sein, hehre Wissenschaft gegen die Niederungen unserer Gefühle, Phantasien und Intuitionen. Das ist ein Blick voller Skepsis, Misstrauen, ja oft Feindschaft gegenüber der vielfältigen Art menschlicher Erfahrungen und Erkenntnisse. Damit sage ich nicht, dass es auch fatale, regressive, destruktive, reaktionäre, totalitäre Gefühle und Intuitionen gibt, die von der Wissenschaft zurechtgerückt werden müssen. Aber dies kann nur in einem "herrschaftsfreien Diskurs" geschehen, in dem nicht von vornherein endgültig geklärt ist, was subjektiv und objektiv, irrational und rational, Glauben und Wissen ist.
    Das gilt gerade für diesen Blog hier, weil er ein spannender Schnittpunkt zwischen Naturwissenschaft, Religionswissenschaft, Archäologie, Mythenforschung, Ethnologie, Soziologie., Psychologie, Kunst u.a. ist. Er hat Phänomene im Visier, die oft nur über Metaphern beschrieben werden können, weil sie für klare Definitionen zu unscharf sind. Da ist also immer Subjektives, Intuitives im Spiel, auch das ganze Spektrum unserer Lebenserfahrungen. Höflichkeit, Toleranz, Offenheit, Lernbereitschaft sind hier als Tugenden angesagt, nicht aber starre Regeln darüber, ob irgendwelche Formen von "Wissenschaftlichkeit" verletzt werden. Wer wollte die festschreiben?

  40. MassimoViachetti Antworten | Permalink

    Nörgler

    Es fällt auf, daß immer gerade die am liebsten kritisieren, die keinen eigenen Standpunkt haben und ihrer Unzufriedenheit über ihr eigenes Unvermögen Luft machen, indem sie herummosern. Bei allem Respekt für Ihr Land der Dichter und Denker: Es wird zum Land der Bedenkenträger und Nörgler. Sic transit gloria mundi.

  41. Mona Antworten | Permalink

    Blaue Blume

    "Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm allein keimt wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist seelisch bereits tot."

    Albert Einstein

  42. Stefan Taube Antworten | Permalink

    Nochmal zum Thema

    Ich würde hier gerne nochmal eine Aussage von Rüdiger Sünner aufgreifen: "Für mich bergen die grossen Rätselfragen der Kosmologie tausendmal mehr Erregung und spirituelles Potential als Däniken und Co."

    Ich denke es gehört zur Biograpie eines jeden wissenschaftsinteressierten Leser, dass er erstmal wie ein Schwamm alles, was nach spannenenden wissenschaftlichen Rätsel klingt undifferenziert aufsaugt. Da liest man dann auch EvD und hält P.M. für ein Fachmagazin. Mit der Zeit und dem Alter sollte man aber ein Gefühl für die wissenschaftliche Methodik entwicklen und vor allem merken, wie erstaunlich platt und phantasielos esoterische Theorien sind. Gemessen an den verrückten Dingen, welche die Naturwissenschaften vor uns ausbreiten, ist das Geschreibsel von EvD oder Drehbuchautoren von "Akte X" oder dgl. extrem langweilig.

    Vielleicht suchen die Aliengläubige zu sehr nach Antworten, statt sich auf das Abenteuer des Fragens einzulassen. Es sind dieselben Leute, die gerne betonen, die Wissenschaft kennt noch nicht alle Antworten ("Es gibt mehr Dinge zwischen Himmle und Erde blablabla"), anstatt zu erkennen, wie spannend es ist, die Wissenschaft als Prozess zu verfolgen.

  43. Claudia Antworten | Permalink

    Dank für diesen Artikel, der wieder mal allgemeinverständlich über Religionswissenschaft spricht und verschiedene Ebenen gut verbindet (Sehnsucht nach Erklärung, kritische Betrachtung verschiedener Erklärungsversuche, realistisches Betrachten wie in dem Sagan-Video, Staunen und poetisches Empfinden wie ebendort und in Ps. 8).
    Mir scheint, daß einige Kommentatoren die persönliche Meinung eines Wissenschaftlers für grundsätzlich unwissenschaftlich halten. Das begreife ich nicht; wenn ich mich recht entsinne, spricht man in der Wissenschaft häufig von Meinungen, selbst Lehrmeinungen. Auch kann ein Mensch kaum Wissenschaft treiben, ohne zu betrachten, zu beurteilen, zu bewerten - und damit eine Meinung zu bilden. Unwissenschaftlich wird es erst, wenn er nicht bereit ist, diese Meinung zu revidieren - und von einer derartigen Neigung zum Starrsinn kann ich auf diesem Blog nichts merken.

    Ob der dargestellte SETI-Glaube eine Religion im engeren Sinne ist, wird allerdings nicht ganz klar (und kann vielleicht auch nicht restlos geklärt werden). Natürlich hat er religiöse Züge (z.B. absolute, diskussionslose Geltung bei den Anhängern und missionarischer Eifer). Das gilt aber auch bei Versicherungen bzw. deren Vertretern und einigen Vertrieben von Nahrungsergänzungsmitteln. (Vielleicht eine Anregung, darüber zu bloggen?)

  44. Johannes Antworten | Permalink

    Kritik zu Herr Däniken's Buch

    Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich möchte mich zu Erich von Däniken's Theorie zu seinem Buch äußern.

    Ich halte zwar die Theorie, dass die götter und Engel mit vom Himmel kommenden Außerirdischen verwechselt wurden nicht verkehrt. Ich finde, sie ist eine realistische Erklährung dafür, dass Engel in so vielen verschiedenen Religionen auftreten. Auch fuhren die Außerirdischen mit raumschiffen, das steht außer Frage, denn wie sonst sollten sie sonst zu uns gelangen.
    Auch werden in der Bibel von ähnlichen Begebnungen berichtet.

    Ich habe Däniken's Buch,
    "Der jüngste Tag hat längst begonnen" gelesen. Es ist recht spannend und gut formuliert, doch einige Dinge sind etwas zu abwegig, beispielsweise die Berichte des Außerirdischen "Taxlipoo" an seine "bewunderten Brüder und Schwestern", in dem er von der Welt berichtet.
    Er nennt unser Verhalten geisteskrank.
    Selbstverständlich halte ich einige Aussagen, dieses Textes für tatsächlich, doch meiner Meinung nach ist dies etwas übertrieben. Schließlich denkt die Menschheit nicht wie eine Person: es giebt verschiedene "Ideologien" und Weltanschauungen, die manchmal richtig, manchmal falsch sind. Doch unseren Glauben als "Primitievreligionen" zu beschimpfen, geht meiner Meinung nach zu weit. Wenn man sich die Bibel ansieht, so kann man sie wortwörtlich nehmen oder sie als Symbol empfinden, für das Leben und unsere Geschichte.
    (Ich persönlich empfinde die Bibel als Symbol: Welcher Mensch kann Wasser teilen und welche Schlange kann schon sprechen)
    Leider wird die Bibel oft wortwörtlich gehalten. Die Kirche missbraucht Gott und vermarktet ihn, das gleicht in meinen Augen einem Verbrechen(Durch die Kirche starben viuele Menschen: Hexenverbrennung, Kreuzzüge und 2. Weltkrieg).

    Kommen wir nun zu den mitierten Wesen, wie Däniken meint, sie seihen durch Genmanipulation entstanden.
    Ich persönlich finde, dass diese Wesen der menschlichen Fantasie entsprungen sind.
    Welchen Nutzen hätten die Außerirdischen davon, wenn sie Löwen mit Menschenköpfen oder Affen mit humanoiden Händen züchten würden. Nichts...

    Auch bin ich nicht der Ansicht, dass die Außerirdischen uns zu Menschen "gezüchtet" haben. Ich bin überzeugt von der Evolution zum Homo Sapiens.

    Auch habe ich gehört, dass sie die Linien von Nasca für außerirdische Landebanen für UFOs halten. Nur ein Jet bräuchte eine solche Landebahn.
    Ein UFO würde einen Landeplatz von solch gewaltigen Ausmaßen sicher nicht benötigen.

    Ich glaube nicht, dass Herr Däniken diese Komentare persönlich liest, doch eines sage ich: "Herr Däniken, ich bin mir sicher, dass sie selbst nicht glauben, dass der ganze Inhalt ihres Buches stimmt."

    Wie gesagt, ich glaube zwar, dass die Menschen einst mit Außerirdischen in kontakt geraten sind, doch Däniken's Aussagen sind in der Tat ein wenig zu übertrieben.

    Wenn möglich, dann antwortet mir bitte.

    Gruß,
    Johannes

  45. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Die Überlieferungen beweisen es!

    Warum sind von über 70.000 Keilschrifttafeln nur 12 (Gilgamesch Epos) wissenschaftlich und medienoffiziell anerkannt?
    Wer kennt eigentlich das Grundsatzwerk zu sumerischen Keilschriften von Prof. S. N. Kamer von 1956: History Begins at Sumer? Hier wird die Verbindung von Göttern (Anunnaki vom Nibiru, Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems) und ihren Arbeiten zur Anleitung des Menschen vor über 4000 Jahren u. a. geschildert. Vieles findet sich davon in der Bibel wieder. Es kann jeder nachlesen!
    In den indischen Veden – Zeit vor über 5000 Jahren – gab es Götter und ihre Flugmaschinen, die als Vimana in die Geschichte eingingen. Die Fluggeräte hatten oft Quecksilber-Antriebssysteme an Bord. Noch heute heißen die Flugzeuge in Hindi Vimana! Sollten sich die Autoren alles nur ausgedacht haben?
    Dr. S. Shostak schrieb in seinen Beitrag in AH 5/2006, S. 24 – 28: Ufo-Sichtungen gibt es jetzt seit einem halben Jahrhundert...“ Das wurde allerdings zum Blog: „Ufos entstehen im Hirn“ ab 22.10.08 nicht berücksichtigt.
    Wenn es um Ufo´s geht, wurde in der westlichen Welt vielmehr geschrieben – und so wurde ein Buch der MIG-Pilotin M. Popowitsch von 1997 wohl kaum bekannt: „Meine Ufo-Begegnungen“!
    Hier werden besonders die Vielseitigkeiten außerirdischer Aktivitäten herausgearbeitet und ihre Fluggeräte beschrieben.

  46. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Anatol Stefanowitsch

    Lieber Kollege Stefanowitsch,

    danke für Ihren interessanten Kommentar. Nun bin ich tatsächlich etwas verblüfft u.a. über Ihre Äußerungen über "persönlichen Streit" - wir kennen uns doch persönlich noch gar nicht und ich finde Ihren Blog sehr erfreulich. Selbst wenn wir fachlich unterschiedliche Auffassungen haben sollten (welche denn?), verstehe ich nicht, warum Sie das so unvermittelt und energisch auf die persönliche Ebene nehmen. Hey, Wissenschaft lebt von Vielfalt und Wissenschaftsblogs erst Recht! Und an der Leserresonanz und den Kommentaren können Sie vielleicht ersehen, dass viele, kluge Menschen den auch strittigen Diskurs hier schätzen.

    So werfen Sie mir, sehr emotional vor, ich würde objektive Wissenschaft und Meinung verwischen. Tatsache ist, dass ich davon ausgehe, dass sich beides in der wissenschaftlichen Realität immer berührt und also für Offenheit und Vielfalt eintrete. Ihren Blog empfinde ich als gutes Beispiel! So gefiel mir Ihr Beitrag "Unterwegs" sehr gut, in dem Sie als Sprachwissenschaftler über deutsche Sprache, Anglizismen, "Sprachnörgler" etc. schreiben. Dass Sie neben fachlicher Kompetenz eine Meinung haben, halten Sie nicht hinterm Berg, sondern formulieren deftiger, als ich es in meinem Blog je tat.
    http://www.wissenslogs.de/.../2010-02-21/unterwegs

    Dann werfen Sie mir vor: Vor allem aber präsentieren Sie grundsätzlich nur Meinungen, oder von mir aus Thesen, die von dem Wunsch geprägt sind, Religiösität als etwas Gutes darzustellen. Wissenschaftliche Ergebnisse werden nur dann darübergestreut, wenn Sie glauben, dass diese Ihre Argumentation stützen.

    Das ist schon interessant - gerade in einem Blogbeitrag, in dem es doch durchaus kritisch um UFO-Religiosität geht. Ich kann nicht erkennen, dass ich mich hier pauschal dafür aussprechen würde!? Noch viel mehr fällt aber auf, dass Sie in den Wissenslogs in direkter Nachbarschaft den geschätzten Freund (und das meine ich nicht ironisch!) Edgar Dahl haben, der ganze Batterien religionskritischer Beiträge vor allem Richtung Christentum und katholische Kirche abfeuert, im aktuellen Post sogar Christen explizit zum Kirchenaustritt aufruft:
    http://www.wissenslogs.de/...rche-ist-da-ist-kreuz

    Obwohl das ja Ihr direkter Blognachbar ist, haben Sie - soweit ich sehen kann - von Edgar nie wissenschaftliche "Neutralität" eingefordert, geschweige denn "persönlichen Streit" mit ihm gesucht o.ä. Wohl deswegen, weil er "gegen" Religion und Religionen argumentiert...

    Können Sie also verstehen, dass es mir so scheint, als ob Sie selbst nicht unbedingt die Maßstäbe der Sachlichkeit, Trennung von Forschung und Meinung und objektiven Neutralität anwenden, die Sie von mir und ggf. generell Andersdenkenden verlangen?

    Endgültig ratlos haben mich Ihre Sätze wie diese hinterlassen. Tatsächlich nämlich ist es schwer bis unmöglich, einen adaptiven Vorteil für Religiösität (bzw. die ihr zugrundeliegenden kognitiven Mechanismen) zu finden (wenn Sie dort neue wissenschaftliche Erkenntnisse kennen, immer her damit).

    Nun weiß ich wirklich nicht, wie oft (oder in welchem Zustand der Erregung) Sie diesen Blog schon besucht haben - in diesem geht es nämlich genau darum. Ich berichte hier aus der Evolutionsforschung zur Religiosität, die seit vielen Jahren mein Schwerpunktgebiet und u.a. auch Thema meiner Bücher, Vorträge und Publikationen ist. Die Reaktionen der Fachleute (auch aus der Biologie, Philosophie etc.) ist sehr erfreulich, zumal wir über weltanschauliche Grenzen hinweg empirisch forschen und debattieren. Eine Zusammenfassung des Forschungsstandes erschien u.a. in "Gehirn & Geist":
    http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/982255

    Und wenn Sie noch mehr Zahlen, Daten, Fakten wollen, gerne auch hier:
    http://www.blume-religionswissenschaft.de/...n.pdf

    Und selbstverständlich stehe ich mit dieser Forschungsperspektive nicht alleine: Wir sind längst Dutzende Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen (und Weltanschauung bzw. Religionen), die über die Evolution und Adaptivität von Religiosität forschen und diskutieren und dabei munter Hypothesen entwerfen, diskutieren, testen, verwerfen. Persönlich gehöre ich übrigens gar nicht mal zu der Fraktion, die Religion als eine Adaptation bezeichnen (ich halte den Begriff für notorisch unscharf), sondern lediglich für potentiell adaptiv. Und bin für sachliche (!) Debatten dazu auch immer gerne zu haben, diese bilden den Schwerpunkt dieses Blogs.

    Um also zu schließen: Ich schätze Sie, Ihre sprachwissenschaftliche Arbeit und Ihren meinungsstarken Blog sehr. Und finde es im Übrigen auch gut, dass gerade auch Wissenschaftsblogs ganz unterschiedliche Menschen, Perspektiven und auch Meinungen zusammen bringen. Wichtig scheint mir jedoch zu sein, sachliche Diskussionen in einem Klima persönlichen Respekts zu führen. Wie Sie ja sehen, weiche ich Streit nicht aus, wenn es sein muss - würde es aber begrüssen, wenn auch wir stattdessen die gemeinsame Freude an der Sache (der Erforschung menschlicher Kulturäußerungen wie Sprache, Musik, Religion etc.) in den Vordergrund stellen könnten.

    Freundliche Grüße!

  47. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ all

    Ich möchte mich ganz herzlich für die vielen ermutigenden Kommentare und auch Beobachtungen bedanken, die ich aufmerksam und gerne gelesen habe! Es scheint, als ob das Thema UFO-Religionen viele Leserinnen und Leser interessiert, so dass ich in den kommenden Wochen gerne auch weitere Beiträge dazu posten werde. Material & Ideen sind schon da!

  48. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Johannes & @ Klaus Deistung

    Danke für Ihre jeweiligen Glaubensbekenntnisse! Ich denke, sie sind für viele Leserinnen und Leser interessant.

    Dass Leben auch außerhalb unserer Erde evolviert sein könnte, halte ich für möglich, sogar (angesichts der schieren Größe des Universums und der wachsenden Zahl entdeckter Planeten) für wahrscheinlich. Für die Behauptung, dass es jedoch schon zu Kontakt gekommen sei, fehlen meines Erachtens jedoch klare wissenschaftliche Belege. Vielmehr scheint hier m.E. der "Wunsch Vater des Gedankens" zu sein, ganz ebenso, wie z.B. Vertreter des Intelligent Design "Beweise" für außernatürliche Wesenheiten in die Evolutionsgeschichte "hineinlesen" wollen.

    So schreiben Sie, @Johannes: Ich halte zwar die Theorie, dass die götter und Engel mit vom Himmel kommenden Außerirdischen verwechselt wurden nicht verkehrt. Ich finde, sie ist eine realistische Erklährung dafür, dass Engel in so vielen verschiedenen Religionen auftreten. Auch fuhren die Außerirdischen mit raumschiffen, das steht außer Frage, denn wie sonst sollten sie sonst zu uns gelangen.

    Dazu kann ich nur sagen, dass Erscheinungserfahrungen von Engeln, Göttern etc. auch sehr gut ohne den Rückgriff auf Raumschiffe zu erklären sind. Als "Glaubenshaltung" kann man dies durchaus vertreten, es ist aber derzeit mangels Belegen keine ernsthafte, wissenschaftliche Hypothese.

    Das Gleiche gilt für Ihre wiederholten Bezüge auf die sumerischen Keilschrifttafeln, lieber Herr Deistung. Seit Jahrzehnten wird an und mit diesen intensiv geforscht und ich kenne keinen ernsthaften Kollegen bzw. keine Kollegin, die die Funde als Belege für außerirdischen Kontakt werten würde.

    Mir geht es also in keiner Weise darum, Ihre jeweiligen Glaubenshaltungen lächerlich zu machen (einige hier werfen mir ja sogar zuviel der Freundlichkeit vor). Sehr wohl aber möchte ich darauf hinweisen, wo wir je von wissenschaftlichen und (quasi-)religiösen "Erkenntnissen" sprechen. Träumen und glauben dürfen wir alle. Aber gerade dann, wenn wir einmal wirklich Belastbares über außerirdisches Leben erfahren wollen, erscheint mir eine strenge Konzentration auf die wissenschaftliche Methode unerläßlich.

  49. Luchs Antworten | Permalink

    Feynmanns Uhr
    Michael Khan: „Von Richard Feynmann ist die Anekdote mit der übernatürlichen Uhr überliefert, die am Bett seiner kranken Frau stand und scheinbar (nicht anscheinend) genau in dem Moment stehen blieb, als diese starb.“

    http://www.bfg-bayern.de/ethik/Personen/feynman.htm##SupClock

    *The Supernatural Clock
    Once we were talking about the supernatural and the following anecdote involving his first wife Arline came up. Arline had tuberculosis and was confined to a hospital while Feynman was at Los Alamos. Next to her bed was an old clock. Arline told Feynman that the clock was a symbol of the time that they had together and that he should always remember that. Always look at the clock to remember the time we have together, she said. The day that Arline died in the hospital, Feynman was given a note from the nurse that indicated the time of death. Feynman noted that the clock had stopped at exactly that time. It was as the clock, which had been a symbol of their time together, had stopped at the moment of her death. Did you make a connection? I asked NO! NOT FOR A SECOND! I immediately began to think how this could have happened. And I realized that the clock was old and was always breaking. That the clock probably stopped some time before and the nurse coming in to the room to record the time of death would have looked at the clock and jotted down the time from that. I never made any supernatural connection, not even for a second. I just wanted to figure out how it happened.*

    “Feynmann wäre nicht Feynmann, hätte er sich nicht Gedanken darüber gemacht. Aber die Wenigsten sind wie Feynmann. Das sichert den Dänikens dieser Welt ihr Auskommen.“
    ********************

    Ich finde das Verhalten von Feynmann nicht sehr wissenschaftlich. Bemerkenswert ist zunächst, dass Feynmanns Frau Arline es ja geradezu angekündigt hatte, die Uhr zu ihrem Todeszeitpunkt zum Stillstand zu bringen. Außerdem ist die Uhr gemäß Feynmann schon zuvor immer mal wieder stehen geblieben?! Und die todkranke Arline hat sie jedes Mal wieder aufgezogen und gestellt?! Wissenschaftlich wäre es gewesen, die Krankenschwester zu fragen, ob sie für die Todeszeit, die Zeit von der Uhr abgelesen hat, sowie die Krankenschwester zu fragen, in welchen Abständen sie nach Arline gesehen hat, sowie die mittlere Laufdauer der Uhr zu bestimmen, bzw. in welchen Abständen diese gewöhnlich stehen blieb.

    Feynmann hat genau zu dem Zeitpunkt aufgehört nachzudenken, als ihm das Ergebnis seines Nachdenkens ins Weltbild passte. Das ist für einen Naturwissenschaftler sehr unprofessionell und erinnert eher an einen Religionswissenschaftler.

    Auch ich habe schon öfter erlebt, dass eine Uhr zu einem Zeitpunkt stehen bleibt, der emotional sehr außergewöhnlich war, z.B. durch das Sterben eines Verwandten oder Freundes, oder wenn eine Person SEHR ärgerlich war. Es ist schwer, dieses Phänomen statistisch zu erfassen. Feynmann hat hier eine Chance versäumt.

    mfg
    Luchs

  50. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @ Michael Blume

    Das ist sehr diplomatisch ausgedrückt: „...ich kenne keinen ernsthaften Kollegen bzw. keine Kollegin, die die Funde als Belege für außerirdischen Kontakt werten würde.“ Prof. Klengel (Pergamon Museum) schrieb mir: „Die Entstehung der sumerischen Kultur in Mesopotamien läßt sich heute über die einzelnen Etappen recht gut nachvollziehen, ohne Außerirdische in Anspruch nehmen zu müssen.“
    Es ist schon sehr eigenartig, dass auf Prof. Kramer in keiner Diskussion eingegangen wird! Prof. A. Wegener brauchte 50 Jahre bis zur Anerkennung seiner Theorie zur Kontinentaldrift – mit Prof. Kramer hat man die Zeit schon überschritten. Ist er denn kein Wissenschaftler? Ich kopiere/scanne Ihnen gern ein paar Seiten – wohin schicken?
    Dr. Ossendrijver schrieb mir: „... es gibt nichts das mit unseren Planeten Uran, Neptun, geschweige
    Pluto, identifiziert werden kann...“ Im Enuma Elisch sind sie aber alle benannt – und das ist im I-net nachzulesen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in seiner Ausbildung diese beiden Werke keine Rolle gespielt haben!
    Als 1872 der damals noch Hobbyforscher/Autodidakt als Banknotenstempelschneider G. Smith der Wissenschaft die Übersetzung der Keilschriften erklärte, wurde ihm sehr schnell von der Kirche „klar gemacht“, dass er nichts veröffentlichen darf, was der offiziellen Kirchenmeinung widerspricht (ZDF-Sendung) – und heute? Ist es die schulwissenschaftliche Meinung, die auch keine Ufo´s kennen darf, vgl. a. vom 10.05.09 „Hallo Irdische“: http://www.kosmologs.de/...-und-ins-all-geschickt.

    Ägypten und die Pyramiden
    waren auch ein Reiseziel für mich. Vor Ort erfuhr ich auf Anfrage von unserem Reiseleiter: „Wir wissen nicht wie die Pyramiden gebaut wurden.“ Er hatte unser Fernsehen noch nicht gesehen!
    In „Das Geheimnis des Orion“ drehen die Autoren (Bauval, Gilbert) die „Sternenzeit“ zurück und kommen auf eine Bauzeit des Pyramidenkomplexes vor um 12.500 Jahren. Die Tempel in Karnak wurden zur Widderzeit gebaut – was man am Eingang deutlich sehen kann.
    Der Sphinx bei den Pyramiden ist ein Löwe – darüber gibt es wohl keine Diskussion. Und wann war die Löwenzeit im Zodiac? Natürlich darf das ein Ägyptologe so (noch) nicht sehen – aber die Löwenzeit passt zur „Sternenzeit“ vor um 12.500 Jahren! Gibt es denn keinen Zusammenhang zwischen den Gürtelsternen des Orion und der Pyramidenanordnung? Sind das alles unwissenschaftliche Feststellungen – unabhängig von den Keilschriften?

    Unsere Schulwissenschaft beginnt im Allgemeinen mit der Entwicklung des Lebens nach der Entstehung der Erde. Dabei wird völlig vernachlässigt, dass seit dem „Urknall“ 13,7 Milliarden Jahre (unsere Galaxis Milchstraße 13,5 Mrd Ja.) vergangen sind – unser Erdalter gut 3x! Damit hätte diese Entwicklung bequem sogar früher als vor 9 Mrd Ja. beginnen können! Das wäre auch ein klarer Beweis nicht nur für Pan Spermi, sondern auch für die Hauptfrage am Anfang!
    Ist das unwissenschaftlich so zu schlussfolgern?

  51. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Klaus Deistung

    Sie fragten: Ist das unwissenschaftlich so zu schlussfolgern?

    Leider ja.

    1. Selbstverständlich haben es neue, wissenschaftliche Befunde und Hypothesen oft schwer - niemandem fällt es leicht, die eigenen Annahmen über Bord zu werfen. Daraus lässt sich aber umgekehrt auch nicht ableiten, dass nun jede abwegige Meinung später als wahr erwiesen würde. Prof. Klengel hat schlicht Recht: Für die Entstehungsgeschichte der sumerischen Kultur (inkl. Schrift) braucht niemand die Annahme von Außerirdischen. Sie lesen diese Ihre Hoffnung in den historischen Befund "hinein", nicht "hinaus".

    2. Ihre Annahme, "die Kirche" oder "die Wissenschaft" würden bestimmte Funde oder Interpretationen unterdrücken, hält ebenfalls Überprüfungen nicht stand. (Auch) die katholische Kirche wird derzeit von Skandalen erschüttert, erst heute sind Vorgänge aus dem Vatikan bekannt geworden, die zu Bestürzung und Kritik führen. Und die gleiche Kirche, die das Bekanntwerden dieser Skandale nicht verhindern kann, soll aber in der Lage sein, rund um den Globus alle abweichenden Wissenschaftler zu unterdrücken? Auch unter Evangelischen, Muslimen, Atheisten?

    Lieber Herr Deistung, mir steht es fern, Ihre Hoffnungen und Glaubensüberzeugungen abzuwerten. Aber bitte sehen Sie ein, dass diese eben genau das auch sind - und eben keine methodisch ernsthafte Wissenschaft.

  52. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @ Michael Blume

    Mit keinem Wort sind Sie auf Prof. Kramer und mein Angebot eingegangen. Ich lese keine Hoffnungen irgendwo hinein. Die Fakten der historischen Schriften – wer soll sie erfunden haben?
    Es wird ja nicht mal eine Diskussion geführt. Selbst ein Quecksilberantrieb der Vimanas lässt sich im Prinzip erklären – bis er wieder funktionieren würde, muss noch Einiges geforscht werden – aber der Ansatz ist vergleichsweise wie mit Prof. Kramer.
    Mit Glauben hat das wenig zu tun. Ich bin auch von High-Tech Informationen u. a. in der Bibel überzeugt. Aber Schulwissenschaft und Bibel vertragen sich nicht. Da ist die weltweite Sintflut lokal am Bosporus – das Wasser fließt nach unten – wie kommt dann die Arche 300 km weiter auf den Ararat? Nur eins von vielen Beispielen. Die Keilschriftinhalte unterstützen die Bibel, s. a. www.sitchin.com!
    Die Kirche „... soll aber in der Lage sein, rund um den Globus alle abweichenden Wissenschaftler zu unterdrücken? Auch unter Evangelischen, Muslimen, Atheisten?“ Hier ging es um die Zeit des G. Smith und seine Arbeit. Heute heißt es: Gott erschuf auch Außerirdische oder Bruder Alien... Da kommt die Schulwissenschaft noch nicht nach.
    Sie schreiben: „Selbstverständlich haben es neue, wissenschaftliche Befunde und Hypothesen oft schwer - niemandem fällt es leicht, die eigenen Annahmen über Bord zu werfen.“ Da gab es doch einen bekannten Wissenschaftler der dazu sagte, dass die Alten erst aussterben müssen, ehe... Und solange ist logisches Denken unwissenschaftlich!
    Hin und wieder liest man: Wenn das wahr wäre, müsste die Geschichte umgeschrieben werden... Und? Wir bedauern zwar den Verlust der Bibliothek aus Alexandria – nehmen aber kaum Notiz von der des Königs Assurbanipal in Ninive. Die offiziellen Veröffentlichungen zeigen das.

  53. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    Beschriebene Ufo-Sichtungen

    In einem veröffentlichten Beitrag von mir: „Unbekanntes oder bekanntes Flugobjekt?“ haben drei Personen aus meinem Bekanntenkreis Ufo-Sichtungen nicht nur beschrieben, sondern stehen auch mit ihrem Namen dafür. Eine Person konnte Fotos machen, die auch gezeigt werden: Magazin 2000plus, spezial 19/282, UFOs & Kornkreise. Sie haben also über etwas berichtet – was es offiziell und wissenschaftlich (noch) nicht geben darf – oder sind wir schon weiter?
    Ein Beitrag über das biblische Raumschiff des Propheten Ezechiel ist auch nachzulesen.
    Monsterwellen, Kobolde, Sprites... durfte es jahrzehntelang nicht geben, über die Kapitäne und Piloten berichteten - und Kugelblitze? S. a.: http://www.wissenslogs.de/...n-...-oder-doch-nicht

    Neue Einsicht ins Universum
    Durch eine neue Sicht ins Universum hat sich die Zahl der Galaxien plötzlich vervielfacht. Das bedeutet auch, dass sich die Möglichkeiten für Leben im All vervielfacht haben – bei gleichem Alter und gleicher Ausdehnung wie bisher! Außerdem – wir haben bisher viel Masse gesucht und sie in dunkler Materie vermutet – nun ist sie gar nicht mehr so dunkel!
    Mit dem VLT an der Europäischen Südsternwarte (ESO) in der chilenischen Atacamawüste wurden alte Galaxien mit Spezialfiltern der "Hawk-I"-Kamera im Hydrogen-Alpha Wellenlängenbereich gesucht – und zahlreich gefunden.
    Die Konsequenzen sind bedeutend, ja revolutionär – würde ich annehmen! Es soll um 90% aller fernen (10 Milliarden Lichtjahre und älteren) Galaxien gehen.

  54. Kunar Antworten | Permalink

    Unbekannte Argumentationsobjekte (UAOs)

    @Klaus Deistung

    "In einem veröffentlichten Beitrag von mir: „Unbekanntes oder bekanntes Flugobjekt?“ haben drei Personen aus meinem Bekanntenkreis Ufo-Sichtungen nicht nur beschrieben, sondern stehen auch mit ihrem Namen dafür."

    Bei Sinnestäuschungen schwören die Leute Stein und Bein, dass das, was sie gesehen haben, wahr ist. Bei Massenhysterien irren sich sogar viele Leute gleichzeitig. Zeugenaussagen alleine reichen also noch nicht für einen wissenschaftlichen Beweis. Ich gebe zu bedenken, dass es auch vor Gericht immer wieder widersprüchliche Erinnerungen gibt.

    "Sie haben also über etwas berichtet – was es offiziell und wissenschaftlich (noch) nicht geben darf"

    Da sind Sie an den falschen geraten. Michael Blume sagt ja gerade nicht "alles Quatsch", sondern: "Neue Theorien? Immer gerne - nur bitte nach den gleichen Spielregeln wie sonstige Wissenschaft auch." Diesem Standpunkt schließe ich mich an.

    Es gibt meines Wissens unter all den parapsychologischen oder angeblich übersinnlichen Phänomenen tatsächlich eine Handvoll, die sich nicht mit bekannten wissenschaftlichen Methoden erklären lassen. Ich würde im Zweifelsfall darauf wetten, dass bei den Tonnen von Material rund um UFO-Sichtungen einige Fälle dabei sind, bei denen die üblichen Erklärungen nicht greifen. Das alleine ("These nicht so leicht verwerfbar") bedeutet jedoch nicht, dass das Gegenteil richtig ist ("UFOs nachgewiesen"). Die Wissenschaft kann mit solchen losen Enden übrigens hervorragend leben - können Sie es auch?

    Bitte lassen Sie das Pseudoargument "Diese Wahrheit darf es nicht geben, also muss sie wahr sein." weg. Wenn es wirklich so wäre - warum könnten Sie Ihre Theorien hier verbreiten? Warum sollten wir Ihnen glauben, wenn wir tatsächlich so verbohrt wären? Und was sagen Sie einem Holocaustleugner oder Kindesmissbrauchbefürtworter, der mit derselben Argumentation für seine Überzeugungen wirbt?

    "Monsterwellen, Kobolde, Sprites... durfte es jahrzehntelang nicht geben, über die Kapitäne und Piloten berichteten - und Kugelblitze? S. a.: http://www.wissenslogs.de/......-oder-doch-nicht\"

    Interessantes Argument: Weil eine Sache jahrelang nicht nachweisbar war, es aber jetzt ist, muss eine andere bisher nicht nachweisbare Sache Realität sein. Was ist dann mit Atlantis und dem Yeti?

    Sie scheinen zu übersehen, dass der Nachweis des Kugelblitzes genau durch die Schulwissenschaft gewonnen wurde, die Sie als Beurteilungsmaßstab ablehnen. Wenn Sie Ihre Theorien, Hinweise usw. durch dasselbe Sieb gehen lassen wollen - das würde mich aufrichtig freuen!

  55. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Klaus Deistung

    Sehr gerne können Sie mir die genannten Seiten zusenden, ich lese sie gerne, meine Postadresse finden Sie hier:
    http://www.blume-religionswissenschaft.de/....html

    Bitte verzeihen Sie mir aber meine Skepsis, die durch Sätze wie diesen hier nur weiter vertieft wird: Da ist die weltweite Sintflut lokal am Bosporus – das Wasser fließt nach unten – wie kommt dann die Arche 300 km weiter auf den Ararat? Nur eins von vielen Beispielen.

    Lieber Herr Deistung, die Wissenschaft weiß nichts von "einer Arche auf dem Ararat". Es gibt dafür schlicht keine Belege.

    Außeralltägliche Sichtungen gibt und gab es: Früher (und zum Großteil heute) wurden sie z.B. als Geister oder Hexen gedeutet, heute als UFOs. Im vorherigen Post habe ich auch ein Schaubild dazu eingestellt:
    http://www.chronologs.de/...ezeiung-zum-14.10.2008

    Sie gehen von einer Glaubensannahme aus und suchen dann nur noch Belege, die in dieses Schema passen. Die wissenschaftliche Methode wäre das Gegenteil: Weil die Annahme außerirdischer Besucher außerordentlich stark ist, müßten zuvor alle schwächeren Erklärungen ausgeschlossen werden.

    Auch sind Sie so davon überzeugt, dass es sich bei Ihrem UFO-Glauben um eine wissenschaftlich belegbare Wahrheit handelt, dass Sie gar keine Möglichkeit mehr lassen, diesen wissenschaftlich zu widerlegen. Oder, anders gefragt: Welche wissenschaftlichen Belege würden Sie denn davon überzeugen, dass es noch keine stichhaltigen Belege für Kontakte mit Außerirdischen gibt?

    Im Übrigen kann ich mich Kunars Kommentar nur anschließen: Gerade wenn wir je etwas wirklich Haltbares über außerirdisches Leben erfahren wollen, tun wir gut daran, uns nicht an unseren Wünschen, sondern an der wissenschaftlichen Methode zu orientieren. Niemand hier schließt die Existenz außerirdischen Lebens aus, noch nicht einmal die Denkbarkeit von Kontakten. Aber wer diese nicht nur als Glaubenswahrheit, sondern als Wissenschaft behauptet, benötigt dafür überprüfbare Belege. Und diese gab und gibt es bislang einfach nicht.

  56. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @Karl Bednarik

    In den Veden sind Angaben von 1000 km für ein Vimana keine Seltenheit, wenn man das k weglässt – ist es auch schon schön groß für irdische Verhältnisse.
    Im Labor habe ich u. a. CNT (Kohlenstoff-Nanoröhren) produziert. Die Nano-Technik ist im Kommen. Hier muss man auch andere Technik/Voraussetzungen haben. Bis in den Kosmos – das wird noch dauern!
    Im VLT war es dann vergleichsweise mit neuen Filtern möglich, hier etwas Großes – ferne Galaxien - zu sehen. Das muss nun vielseitig ausgebaut und eingeordnet werden.
    Herr Bednarik, Frau Popowitsch -s. o.- hat sehr vielseitig über Besucher berichtet, was offiziell noch keine Rolle spielt.
    Es gibt jedenfalls Überlieferungen, die vor 4 Milliarden Jahren von natürlicher Panspermi (auch noch nicht voll anerkannt) schreiben – als Nibiru (wissenschaftlich ein Einzelplanet) unserem Sonnensystem zu nahe kam – und als Planet der Kreuzung retrograd „bleiben musste“.
    High-Tech-Hinterlassenschaften auf dem Mond wären möglich – wir können nicht allein im All sein. Die Anunnaki vom Nibiru waren zwar oben – sollen ihn aber im Gegensatz zum Mars nicht genutzt haben, besagen die Überlieferungen.
    In den Veden sind Kriege mit uns schon verständlichen High-Tech-Waffen im irdischen Bereich beschrieben, wobei die meisten Waffen von Vimanas aus eingesetzt wurden, die dazu auch Quecksilberantriebe hatten.

  57. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @ Kunar

    Sinnestäuschungen? Ich habe selber solche Kugel-Ufos (je nach Farbe 200 – 500 km/h) mehrfach gesehen – und kann sie von MHB´s (2-12 km/h) eindeutig unterscheiden [DU]. Ich habe auch erklärt, wo die Farbe und der Farbwechsel ihre Ursachen haben. Und Piloten können auch Fluggeräte unterscheiden. Ja selbst der Astronaut Dr. Walter (heute Prof. für seine Verdienste um die Raumfahrt) hat nach seinem Flug im Interview bei RTL in der Sendung UFO 2000 im Februar 2000 gesagt, die Wissenschaft möge sich doch dem Ufo-Phänomen widmen. Und ein Mondastronaut bestätigte Roswell – meine LZ: http://www.astronomie-heute.de/...83&_z=798888
    Dann müsste man „nach den gleichen Spielregeln“ - Da habe ich kein Problem mit – dann müssten sie auch klar formuliert sein. Dabei habe ich auch den Eindruck, dass sich viele gar nicht erst mit dem Thema Ufo´s, High-Tech von 5000 Jahren... ernsthaft befasst haben. Es ist vergleichbar wie bei den Monsterwellen und Kobolden. Wer soll sich die konkreten High-Tech-Fakten in den Veden ausgedacht haben, die heute teilweise noch moderne sind als unser Stand?
    Ich bin nicht der Meinung, dass ich bei Michael Blume an den Falschen geraten bin. Er hat z. B. zum „Ufo“ in der Bibel – Ez 1,4-28... - gesagt, dass es wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Da kann ich nur fragen: Ist denn der NASA-Konstrukteur Josef F. Blumrich [Bl] in Sachen Flug- und Raumflugtechnik kein Wissenschaftler? Er machte sogar ein Patent auf das Rad im Rad [BP]. Hat er denn da Gespenster gesehen? Nein, er hat das wissenschaftlich geschlussfolgert, wie auch die Rekonstruktion! (Nachlesbar im o. a. Magazin 2000). Aber schon 1902 trat B. Cannon an, Ez praktisch nachzuweisen [BC].
    Blumrich ist angetreten, E.v.Däniken zu widerlegen! (Beide kannten [BC] nicht) Er schrieb im Vorwort: „Kaum jemals war eine Niederlage so reich belohnt, so faszinierend und so erfreulich!“
    Atlantis lasse ich für mich z. B. aus. Dafür suche ich bei anderen Themen Wissen anzuhäufen.
    Monsterwellen, Kobolde „...jahrelang nicht nachweisbar...“ Da gehe ich nicht mit. Die Kapitäne haben doch darüber berichtet.
    Gut, die neu entdeckten fernen Gelaxien – man hat immer gerätselt, wo die noch „fehlende“ Materie ist – hier wurde sie erst durch die neuen Filter und das Teleskop nachweisbar. Weitere Beobachtungen und Rechnungen werden in der Folgezeit das Verhältnis von Materie und dunkler Materie neu definieren.

    [DU] Deistung, K.: UFO-Sichtung über Wismar. Matrix 3000, Band 48, Nov/Dez 2008, S. 32 – 34
    [Bl] Blumrich, J. F.: Da tat sich der Himmel auf. 2. Auflage, Ullstein Berlin 1995
    [BP] Blumrich, J. F.: US Patent No.: 3,789,947 OMNIDIRECTIONAL WHEEL vom 17. April 1972, IPK B62d 5/02
    [BC] -: Burrell Cannon – Introduction - eine Zusammenfassung
    http://www.hiddenmysteries.org/.../vol4/ezek.shtml

  58. Klaus Deistung Antworten | Permalink

    @ Michael Blume

    Bis Ostern haben sie Beispiele, denn das Buch ist schlecht zu haben.
    Die Arche war Naturholz – das sind knapp 13.000 Jahre her! Die wird damals keiner konserviert haben. Man stellt sie überall als Schiff dar (es fuhr sogar hell erleuchtet über den Bildschirm!) – aber es war ein Kasten.
    Die Untersuchungen am Schwarzen Meer gehen auch i. O. - nur mit der Bibel haben sie nichts zu tun! Ist denn die Sintflut vor um 6.500 Jahren (andere Autoren – andere Zahl) am Bosporus i. O.?
    Kennen Sie das Buch [HN]? Das Beispiel aus Guadalupe fasziniert mich immer wieder. Es ist nicht mit irdischer Technik und Technologie zu erklären, da ist man sich relativ einig.
    Wenn wir uns nicht ernsthaft mit den überlieferten Aussagen auseinandersetzen – können wir einfach nicht richtig weiter kommen. Seit dem Beginn unseres neuen Jahrtausends haben sich hier die Bedingungen verschlechtert. Auch Prof. Walter hatte das wohl vor 10 Jahren nicht erwartet, als er seine Aussage zu Ufos traf s.o.
    Die Professoren Mack, Brown, Jakobs, der Künstler B. Hopkins, die MIG-Pilotin M. Popowitsch... – haben sie sich alle geirrt?
    Überprüfbare Belege – wir gehen sehr akribisch bei Knochenfunden vor, jetzt ging ein neues Beispiel durch die Medien – aber die alten Schriften und auch die Heiligen Schriften sind voll von High-Tech Informationen. Der Stern von B. wurde geflogen – er konnte stehen bleiben, Feuer- und Rauchsäule wurden geflogen/generiert. Frauen können heute Kinder auch im Alter bekommen...
    Lesen Sie einmal ein Buch von Z. Sitchin z. B. „Das verlorene Buch Enki“ - nach dem Motto: man muss auch seine „Gegner“ kennen www.sitchin.com. Herr Blumrich hat es gemacht – und war begeistert!
    Katastrophenautoren – Planet X kommt für sie seit 2003, aber bestimmt 2012 – sie haben keine Fakten außer Spekulationen. Wertet man die Überlieferungen aus – dauert es noch gut 600 Jahre und er ist noch um 100 AE von uns entfernt. Ich habe das Buch rezensiert – wissenschaftlich eine Katastrophe: http://www.amazon.de/...963260/ref=pd_bxgy_b_img_a
    Nibirubahn Bild 1 in: http://www.deistung.de/...themen/PlanetXNibiru.htm
    Herr Blume, Sie fragen mich: „Welche wissenschaftlichen Belege würden Sie denn davon überzeugen, dass es noch keine stichhaltigen Belege für Kontakte mit Außerirdischen gibt?“
    Haben Sie denn welche?
    Zwei Bekannte berichten, dass sie Kontakt hatten, einmal [WM]. Zu Beginn unseres Jahrtausend berichtete das NDR darüber. Ich war als Beobachter während der Aufnahmen mit vor Ort auf Rügen.

    [HN] Hierzenberger, G., Nedomansky, O.: Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria. Pattloch, Augsburg 1993 - Vollständige Dokumentation durch zwei Jahrtausende
    [Ma] Mack, J. E.: Entführt von Außerirdischen. Wilhelm Heyne, München 1997
    [BC] Brown, C.: Kosmische Begegnung. Verlagsanstalt Knauer, München 1997
    [Ja] Jacobs, D. M.: Bedrohung. Kopp, Rottenburg 1998
    [Ho] Hopkins, B.: Fehlende Zeit. Endzeit, Rottenburg 1993
    [WM] Wiesengrün, M.: Mein Ufo-Erlebnis auf Rügen. Wentla, Gütersloh 2000

  59. Sascha Bohnenkamp Antworten | Permalink

    Ist nicht jeder Gott ein Alien?

    Ist im Prinzip nicht jeder Gott ein Alien?
    Wenn der christliche Gott die Erde erschaffen hat .. dann kann er nicht von der Erde sein, also ist er "Ausserirdisch" ergo ein Alien.

    Vermutlich sollte man den "Gläubigen" klarer machen, dass diese an eine Art von grünem Männchen glauben, vielleicht löst das ein paar Denkblokaden. :)

  60. Michael Blume Antworten | Permalink

    @ Sascha Bohnenkamp

    Nun, Außerirdische wären ja immanent, also Bestandteile des Universums - Gott stünde zumindest außer- und überhalb desselben. Spannend und thematisch abgefahren finde ich ja z.B. die frühen Überlegungen zur "Astrotheologie", die tatsächlich schon ein paar Jahrhunderte älter sind als z.B. die heutige Diskussion von Stephen Hawking. Eigentlich sollte das erst der nächste Blogbeitrag in der Kategorie UFO-Glauben werden, aber wer schon mal in eine aktuelle, deutschsprachige und Open-Access zugängliche Veröffentlichung reinschauen mag...
    http://www.akademie-rs.de/...pdf_archive/khr46.pdf

  61. Weiche Antworten | Permalink

    Glauben ist normal

    Ohne Glauben kommen wir Menschen nicht aus. Das liegt alleine schon daran, dass wir nicht alles Gedachte von Anfang an selbst durchdenken können. Es ist zuviel und oder zu schwierig. Aber trotzdem muss man zwei Dinger scharf trennen. Es gibt Dinge die man quasi nachdenken könnte und es gibt wo dies nicht möglich ist. Ersteres kann man Glauben, letzter darf man nicht glauben.

    Beispiel:
    Die Welt wurde kurz nach ihrer Entstehung vollständig zerstört. Nur die Seiensinseln blieben über. Und Du bist eine dieser Seinsinseln.

    Glaube mir.

  62. WeiSSerWolf1488 Antworten | Permalink

    EVD IST EIN SCHWACH KOPF WEGEN SOLCHER LEUTE GLAUBT KEINER MEHR AN DIE WAHRHEIT!!!! UND VON DIE (USA) BRAUCHEN WIR NICHT REDEN DIE VERSCHLEIERN ALLES LEUTE SCHAUT EUCH UM DIE BEWEISE SIND DA !!!!ABER DIE MEISTEN GLAUBEN LIEBER DEM (TV) PFF ALLES LÜGE MACHT EUCH EIN EIGNES BILD !!!!

  63. Achim Morina Antworten | Permalink

    Die Mimikry-Hypothese:

    Zusammen mit dem amerikanischen Wissenschaftler James W. Deardorff untersuchte der Geologe Dr. Johannes Fiebag die verschiedenen denkbaren Motivationen und Methoden einer Einflußnahme fremder Intelligenzen auf unsere Zivilisation und formulierte kürzlich die interessante Idee der sogenannten Mimikry-Hypothese: „Außerirdische Intelligenzen, die uns zu besuchen fähig sind, besitzen einen so hohen technologischen (`magischen`) Standard, dass sie ihr Erscheinen dem jeweiligen intellektuellen Niveau der Menschheit unterschiedlicher Zeiten und Kulturen anpassen können. Gleichzeitig vermögen sie, künftigen, Raumfahrt betreibenden Generationen - das heißt in diesem Falle uns, die wir beginnen, ihre Spuren zu entdecken, und dadurch auf einen Kontakt vorbereitet werden - Hinweise auf ihre Existenz ihre Besuchstätigkeit und ihre Möglichkeiten zu geben.“

    Demnach würden jene nichtirdischen, hochentwickelten Geschöpfe ihre Fähigkeiten stets „unter Preis handeln“, um für uns noch erkennbar und nicht völlig unverständlich zu sein. Sie wären im Laufe der Zeit in den verschiedenen „Verkleidungen“ in Erscheinung getreten, als Engel und Götter, in Form von Luftschiffen oder „Fliegenden Untertassen“ oder auch als Botschaften übermittelnde Mariengestalten. Diese Intelligenzen würden sich also fortwährend einer „Tarntracht“ bedienen und uns falsche Tatsachen vorspiegeln, wobei sie sich allerdings mit der Zeit nicht mehr zu erkennen geben könnten. Die Mimikry-These, die ihren Namen der biologischen Fachbezeichnung eines optischen Täuschungsmanöver mancher Tiere entlehnt, vermag prinzipiell voneinander sehr unterschiedlicher Phänomene auf einen Nenner zu bringen. Nach wie vor besteht jedoch die Möglichkeit dass unterschiedlich hoch entwickelte Lebensformen im All existieren, mit denen wir zum Teil bereits in – recht einseitiger Verbindung stehen könnten. In dieser Sicht der Dinge dürften dann die „Marienvisionen“ auf sehr hochstehende technische oder geistige Zivilisationen zurückgehen; Wesen, die sich Rauschiffen nach Art des „Ezechial-Gefährts“ bedienen oder einzelnen Menschen in Operationsräumen untersuchen scheinen dagegen auf einer Stufe zu stehen, die mehr unserer eigenen ähnelt (falls wir es nicht auch hier mit Materialisationen einer Superzivilisation zu tun haben)-
    Die kosmische Hierarchie beginnt bereits auf niedrigster Stufe und scheint sich ins schier Unendliche fortzusetzen. Gleichzeitig zeichnet sich auf allen Ebenen dieser schöpferischen, universalen Stufenfolge eine Kooperation an, die letztlich erst die Vielfalt, Komplexität und Effizienz des Lebens gewährleistet. Schritt für Schritt fügen sich die Erscheinungsformen des Lebens zu einem allumfassenden Ganzen.

    Wie auch immer – mein Anliegen war und ist es, mit dieser Hypothese einige jener Unstimmigkeiten, Widersprüche und Wirrungen in den Griff zu bekommen, die sich uns durch die Präsentation extraterrestrischer Phänomene über die Jahrtausende hinweg zu zeigen. Freilich können diese Unstimmigkeiten auch auf andere Weise erklärt werden und die Mimikry-Hypothese erhebt - wie jede andere vernünftige Hypothese – auch – keinen Anspruch auf absolute Wahrhaftigkeit

  64. Achim Morina Antworten | Permalink

    Das, was einer primitiveren Spezies anfangs wie Magie, Mystik und Wunder erscheinen muß, gelingt ihr, im Verlauf der geistige Evolution als Technologie zu interpretieren und so langsam die wahre Natur des Phänomens, der dahinterstehenden Intelligenz zu erkennen. Gleichzeitig ist sie aber so gestaltet, dass die in früheren Zeiten lebenden Menschen sie ihrem eigenen Erkenntnishorizont zuzuordnen vermochten, das heißt, sie einfach als Manifestationen überlegener, im Regalfallgöttlicher Mächte einordnen konnten. (siehe Cargo-Kulte)
    Die biblischen und indischen Gotteserscheinungen, die mittelalterlichen „fliegenden“, die Luftschiffphänomene des 19. Jahrhunderts, die Marienerscheinungen und der Ufo-Komplex stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, das „durchlässiges Embargo“ zu praktizieren und die eigene Pläne ungestört zu verfolgen. Sie wären Tarnprojektionen, die der jeweiligen Vorstellungswelt angepasst sind.

    Im bereich des mesoamerikanischen Kulturkreises würde dies auch die verwirrenden Interpretationsversuche zu den „Visions-Schlangen“ der Maya auflösen. Diese sollen von den priesterlichen Ahauob in Trance und durch Blutopfer imaginiert worden sein. Sie sollen den Weg symbolisieren, auf dem die Ahnen, aber auch die Götter aus Xibalba (der „Unterwelt“ oder der Milchstraße) in unsere Welt gelangten. Umgeben sind sie dabei häufig von Blut- oder Wolkebvoluten. Rational muß sich jeder, der diese These vertritt, fragen lassen, wie es passieren kann, daß hunderte von Menschen über ganze Epochen hinweg immer die gleichen Visionsvorstellungen entwickeln und sich mit gefiederten Schlangen unterhalten. Wir haben hier denselben Modus wie bei jeder christlichen Erscheinung vorliegen. Oft auch mit denselben Vorzeichen ausgelöst: tagelanges asketisches Fasten, Selbstentäußerung, Selbstgeißelung. Gebet etc. und in beide Fällen entspricht sich um ein und dasselbe Phänomen zu handeln. DAS Phänomen?.

    Die Hopi mögen dieser Sicht in ihren Überlieferungen schon sehr nahe kommen. Als die Kachinas sie verließen, sagten sie zu ihnen: „Für uns ist die Zeit noch nicht gekommen, zu unseren weit entfernten Planeten und Sternen zurückzukehren. Aber es ist Zeit für uns, Euch zu verlassen. Wir werden mit Hilfe unserer Kräfte auf einen bestimmten, hohen Berg gehen, den Ihr erkennen werdet, und dort werden wir Eure Notrufe empfangen. Wann immer Ihr uns oder unsere Hilfe braucht...Und nun etwas anderes. Wir sind Geistwesen und werden niemals mehr von Euch oder Eurem Volk gesehen werden. Aber Ihr sollt Euch an uns erinnern, und zwar dadurch, dass Ihr unsere Masken und Trachten zur rituell gebotenen Zeit anlegt.“
    In diesen Äußerungen läge ein Widerspruch verbogen. Einerseits kamen, so berichten die Hopi recht genau, die Kachinas mit Raumschiffen zur erde andererseits seien sie lediglich Geistwesen. Wen jedoch unsere Annahme stimmt, daß dies Phänomen aus materialisierten Projektionen besteht, löst sich dieses Problem auf, ja bestätigt sogar unsere Annahme. Und was ist dann mit den Hinterlassenschaften der Außerirdischen? Sind auch sie nur Projektionen? Suchen wir als vergebens nach ihnen?

    Ich glaube nicht. Wenn ein durchlässiges Embargo existiert, dann sind die Außerirdischen, die hinter all den Phänomenen stehen, letztlich daran interessiert, dass wir ganz allmählich die Wahrheit erkennen können. Wir können in Palenque ein Raumschiff rekonstruieren und bei den Huaxteken einen Galvanisierer, wir können eine kosmische Botschaft in den Pyramiden von Teotihuacan entziffern und in Stonehenge, und wenn es an der Zeit ist, werden wir auch eindeutige, unumstößliche Beweise finden: die Manna-Maschine der Israeliten oder das heilige Bündel der Maya
    Die Kachinas, so lautet ihre Mitteilung, sind noch immer anwesend auf unserer Erde. Eine ganz ähnliche Botschaft übermitteln die Marienerscheinungen. Beide geben den Auftrag, mit Nöten, leiden und Sorgen sich an sie zu wenden.

    Während einer Erscheinungsserie in Medjugorje (im ehemaligen Jugoslawien) wurden 1985 von dem Bostoner Mediziner Prof. Boguslav Lipinski Tests mit einem Elektroskop zur Aufzeichnung ionisierender, radioaktiver Strahlung vorgenommen. In der freien Natur zeigt das gerät normal 0 bis 15 mR / h (Millirad pro stunde) an. Ein Mensch verträgt maximal 100mR / Tag. Am 15. März, während des Gebetes in der Pfarrkirche, wurden jedoch 100000 mR /h abgezeigt. Am 18. März wurde die Untersuchung erneut durchgeführt. Um 17 Uhr lag sie bei 1000 mR/h. Ein Zusammenhang zur Zunahme der betenden und der Intensität des Gebetes wurde festgestellt. In der leeren Kirche betrug die Messung übrigens 20 mR /h. Um Radioaktivität kann es sich hier nicht handeln, sonst wären alle Gläubigen sofort tot umgefallen. Aber irgendeine Art von Strahlung wurde gemessen. Um was für eine Energie handelte es sich hier? Und wo liegt der Empfänger?

    Die Außerirdischen sind noch hier. Sie beobachten uns. Sie „hören uns ab“. Real oder über Projektionen. Es dürfte an uns selbst liegen, wann wir herangereift sind, die nächste Erkenntnisstufe zu überschreiten und den Beweis für ihr Hiersein zu finden. Indikator für eine weitere Öffnung des Embargos wird vermutlich unser geistiges, moralisches und ethisches Erscheinungsbild sein. Darauf weisen zumindest viele Überlieferungen – nicht zuletzt auch die der Hopi – hin.
    Wir alle wissen, dass es global betrachtet mit dem politisch-ethischen Handeln derzeit nicht gerade zum besten steht. Kriege und Morde überziehen die Welt, dumpfer Rassismus und blutiger Terror lassen unseren Planeten nicht sehr reinladend und seine Bewohner nicht sehr intelligent erscheinen.
    Lassen wir uns aber dennoch optimistisch sein, daß die dunklen geistigen Mauern einstürzen und Eiserne Vorhänge das Gewissen der Menschen nicht länger verhängen. Denn dann ist es vielleicht bald soweit, dass wir den Beweis in den Händen halten, daß extraterrestrische Intelligenzen – auf die eine oder andere Weise – hier waren und hier sind.

    Besuche und Eingriffe extraterXretrischer Intelligenzen (ETI) im Verlaufe der Erd- und Menschheitsgeschichte vorausgesetzt muß eine derartige Hypothese, argumentiert der Autor, Naturwissenschaftler Dr. Johannes Fiebag auch in der Lage dazu sein, mögliche Schwachstellen in der Argumentation zu erkennen und zu erklären. Ein nicht unwesentlicher Kritikpunkt an der Prä-Astronautik oder Paläo-SETI-Hypothese ist die immer wieder vertretene Auffassung einer Unvereinbarkeit zwischen dem anzunehmenden wissenschaftlich-technologisch Standard einer uns besuchenden außerirdischen Intelligenz und der tatsächlich durch Überlieferungen beschriebenen Technologie. Hochentwickelte ET, die dazu in der Lage sind interstellare Entfernungen zu überbrücken, sollten über Möglichkeiten verfügen, die sich in unseren Augen ausschließlich als magisch (d.h. nur in ihrer Wirkung, nicht in ihrer Ursache erkennbar) klassifizieren lassen würden. Dies schlösse, nach Johannes Fiebag auch die vollständige Beherrschung psychischer und sogenannter para-psychischer mit ein.
    Demgegenüber zeigen die tradierten Überlieferungen eine Götter-Technologie, die in geradezu auffälliger Weise der unserigen vielleicht um maximal hundert Jahre in die Zukunft projiziert entspricht. Als Beispiel seien hier genannt:
    das Raumschiff des Ezechial
    der (umgebaute) Tempel des Ezechial
    die Manna-Maschine
    die Beschreibung der Vimanas in der altindischen Literatur
    Darstellungen von Astronauten (erkennender Götter, wie beispielsweise des Großen Marsgottes in der Sahara und des fliegenden Gottes von Palenque oder der Figur auf der Stele von EL Baul
    das verhalten der Götter (Kriege, Intrigen etc.,. die eher auf ein noch primitives Verhalten, weniger auf ein hochentwickeltes schließen lassen). Konfrontationen der Götter

    Das ist nach, nach Johannes Fiebag im Grunde unvereinbar mit der Annahme uns besuchender und uns weit überlegender ETI (auch wenn man ausschließlich relativ primitive technische Kulturen, die sich lediglich Generationsraumschiffen bedienen, voraussetzt)
    Dies insbesondere dann, wenn man bedenkt, über welche Zeiträume diese Besuche stattfanden. Selbst nur eine Zeitspanne von der Entstehung des Menschen (Intelligenzsprung) bis heute betrachtet, ist es unverständlich, warum sich in diesen zwei millionen Jahren keine extreme Standardveränderung der Technologie ergeben haben soll. Das Raumschiff des Ezechial ist noch immer ein im Grunde recht simples und von uns selbst in vielleicht wenigen Jahrzehnten konstruierbares Gerät. Warum sollten es ETI, die dazu in der Lage waren, unseren Planeten vor Jahrmillionen zu besuchen, nach Ablauf dieser Zeit (nämlich vor nur etwa 2500 Jahren) noch immer benutzen?

    Noch augenfälliger wird diese Diskrepanz, wenn wir annehmen, dass derartige, die Evolution lenkende Eingriffe, noch viel früher, d.h. vermutlich während der gesamten, nahezu vier Milliarde Jahre dauernden Lebensgeschichte stattfanden. (Erdaltertum) Es bieten sich nur zwei Möglichkeiten, dieses Paradoxon zu lösen. Demnach wäre es denkbar, dass extraterrestrische Gesellschaften, die ja vermutlich wie wir eine dynamische, progressive Entwicklung durchlaufen, sich nach bestimmten Zeiträumen aus definierten Tätigkeiten (z.B. Beobachtung und Lenkung der Evolution auf anderen Planeten) zurückzuziehen und diese Aufgaben jüngeren interstellaren Gesellschaften überlassen (Exopsychologie). Dies setzt allerdings eine nahtlose Aneinaderreihung von sich in den Aufgabenbereich ablösenden Gesellschaften voraus. Aufgrund unserer eigenen Geschichte können wir sagen, dass eine derartige Delegierung von Aufgaben nicht ganz unproblematisch sein dürfte. Allerdings ist dies eine extrem soziozentrische Sicht, da die extraterrestrische Zivilisation ganz anderen gesellschaftlichen Bedingungen unterliegen können als wir.

    Mimikry-Hypothese:

    Eine zweite Möglichkeit soll an dieser Stelle diskutiert werden, die hier als Mimikry-Hypothese des Autors Johannes Fiebag in die Diskussion eingeführt wird.

    Mit Mimikry wird in der Biologie ein Verhalten von Pflanzen und Tieren bezeichnet, sich ihrer jeweiligen Umwelt optimal tarnend anzupassen. Auf unsere Fragestellung übertragen beinhaltet die Mimikry-Hypothese, folgen wir J. Fiebag, folgendes:

    Außerirdische Intelligenzen, die fähig sind, uns zu besuchen, besitzen einen so hohen technologischen (man könnte sagen magischen) Standard, dass sie ihr Erscheinen dem jeweiligen intellektuellen Niveau der Menschen unterschiedlicher Zeiten und unterschiedlicher Kulturen anpassen können. (Magie) Gleichzeitig vermögen sie, künftigen Raumfahrt betreibenden Generationen – d.h. in diesem Falle uns, die wir beginnen, ihre Spuren zu entdecken und dadurch auf einen Kontakt vorbereitet werden . Hinweise auf ihre Existenz, ihre Besuchstätigkeit und ihre Möglichkeiten zu geben (Paläo-SETI)

    Und:
    Ein solche Hypothese vermag hinreichend gut bestimmte, mit besuchen von ETI in einem ursprünglichen Kontext gebrachte Phänomene zu erklären, insbesondere das anscheinend primitive Niveau der von ETI verwendeten Technologie. Sie wäre benutzt worden, um uns heute die Möglichkeit zu geben, sie als Technologie (und nicht als Wunder, Magie, Mystik) zu interpretieren und auf diese Weise die wahre Natur der dahinter stehenden Intelligenz zu erkennen. Gleichzeitig war sie aber so gestaltet bzw. wurde so verwendet, daß die in früheren Zeiten lebenden Menschen sie ihrem eigenen Erkenntnishorizont zuzuordnen vermochten, d.h. einfach als Manifestationen Überlegener, im Regelfalle göttlicher Mächte einordnen konnten. Als Beispiel für eine derartige, sich kontinuierlich dem jeweiligen in Raum und Zeit spezifizierten Kulturkreis und seiner Vorstellungswelt anzupassen, seien hier genannt:

    die biblischen Gotteserscheinungen, die zum einen z.T. ausgezeichnet die dahinterstehende Technologie erkennen lassen (Raumschiff und Tempel des Ezechial, Manna-Maschine), zum anderen den Hebräern wie göttliche Offenbarung erscheinen mußten.
    Die indischen Göttererscheinungen, die sich gleichfalls diesem Kulturkreis und seinen religiös-mystischen Auffassungen anpassten und darüber hinaus heute exakte technologische Interpretationen erlauben (Vimanas, Militärtechnologie etc.)
    Die während des Mittelalters beobachteten Himmelserscheinungen, die jeweils dem damaligen Vorstellungshorizont entsprachen (fliegende Schilde, Feen, Zwerge etc.) heute aber Parallelen zu antiken und aktuellen Kontakten aufzeigen lassen
    Das Luftschiffphänomen im ausgehenden 19. Jahrhundert bei dem Objekt beobachtet worden, die zwar allgemein dem Verständnis der damaligen Menschen entsprachen, andererseits aber jenseits des konkreten aktuellen technologischen Standards lagen
    Das Marienerscheinungsphänomen der vergangenen Jahrhunderte bis heute, das sich als extreme Variante dieses Mimikry-Verhalten erweist und in solchen Fällen zum Tragen kam oder kommt, in denen katholisch geprägte Bevölkerungsgruppen einer Observierung oder Manipulierung unterliegen sollten oder sollen
    Schließlich das Ufo-Phänomen unserer Tage. Ufos und die damit verbundenen direkten Kontakte und Entführungen entsprechen sehr gut unseren Vorstellungen außerirdischer Raumschiffe, ihrer Insassen und deren Verhaltensmodi. Sie mögen gerade deswegen, meint Johannes Fiebag, nichts anderes repräsentieren als die dem ausgehenden 20. Jahrhunderts angepaßte Reflexionen eben dieser Vorstellungen einer extraterrestrischen Technologie und somit eine Synthese zwischen einer real existierenden außerirdischen Kraft und unseren eigenen Imaginationen bilden.

    Tarn-Projektionen:

    Die Mimikry-Hypothese verbindet auf diese Weise bezüglich des letzten Punktes auch einige Argumente, die bislang von Seiten der psychologisch orientierten Ufo-Forscher vorgetragen wurden (Ufos als Phänomen des Unbewussten) mit der gängigen Hypothese materieller Objekte. Ufos wären demnach – genauso wie Marienerscheinungen, die Luftschiffe des letzten Jahrhunderts, die fliegenden Schilde des Mittelalters und die Götter – und Gotteserscheinungen des Altertums - nichts anders als die unserer jeweiligen Vorstellungswelt angepassten Tarn-Projektionen einer außerirdischen Intelligenz, die mit diesem Mimikry-Verhalten ihre eigenen Pläne durchsetzt und uns dabei so überlegen ist, dass wir selbst heute noch Schwierigkeiten hätten, sie als biologische - oder zumindest ehemals biologische - Wesenheit zu erkennen. (Dies alles schließt natürlich nicht die Existenz oder auch Anwesenheit weniger weit fortgeschrittener interstellarer Kulturen im Sonnensystem aus.

    Wie wahrscheinlich ist die Existenz einer solch überragenden Intelligenz in der Galaxis? Da wir – wie Fogg belegt hat - davon ausgehen müssen, dass die gesamte Milchstraße bereits besiedelt war, als unser Sonnensystem erst entstand, ist die Wahrscheinlichkeit sogar als extrem hoch anzusetzen.
    Eine Intelligenz, die auf eine mehr als vier Milliarden Jahre andauernde bewußte und schließlich bewußt selbst gesteuerte Evolution zurückblicken kann, dürfte nur noch wenig mit dem gemein haben, was wir unter biologischen Leben verstehen. (Exobiologie)
    Die bewußte Manipulation psychischer Kräfte (wie z.B. Präkognition, Bilokation, Astralreisen etc.) dürfte ihnen vermutlich ebenso geläufig sein wie der Austausch mit anderen Seinsdimensionen oder - wie sich nach der grundlegenden Arbeit von M.S. Morris u.a. gezeigt hat – auch von Zeitreisen.
    Es ist zwar kaum anzunehmen, dass sich eine solche Rasse seit Jahrmillionen unserem Planeten widmet,, aber bereits wesentlich unter diesem maximum Niveau stehende Zivilisationen oder Zivilisationsgemeinschaften dürften dazu in der Lage sein, die hier dargestellten Phänomene zu produzieren. Deardorff nennt einen um nur 500 Jahre in die Zukunft projizierten Entwicklungsstand, bei dem sämtliche Handlungen als für uns magische Ereignisse erscheinen würden.
    Die von Johannes und Peter Fiebag formulierte Mimikry-Hypothese setzt demnach folgendes voraus:

    In der Galaxis existiert zumindest eine sehr weit fortgeschrittene Zivilisation, die die Erde (und vermutlich nicht nur sie) seit langer Zeit beobachtet bzw. die Entwicklung des Lebens auf ihrer Oberfläche lenkt oder die entsprechenden Aufgaben delegiert hat und dabei ein wohlwollenden Interesse gegenüber der Menschheit hegt.
    Diese hochentwickelte Intelligenz oder ihre delegierten verfügen über einen Technologie-Standard, den wir auch heute noch als magisch betrachten würden
    Aufgrund ihrer Technologie ist es der fremden Intelligenz möglich, zu verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Orten und an das jeweilige Kulturniveau angepasst, Eingriffe vorzunehmen. Diese Eingriffe werden zweigleisig gefahren: Zum einen bewirken sie in der konkreten Situation eine als himmlisch getarnte, in jedem Fall aber überlegene Offenbarung übergeordneter Mächte, die ein zielgerichtete Manipulation überhaupt erst ermöglicht, zum anderen erlauben sie uns, die wir jetzt selbst die schwelle zum Technologie-Zeitalter überschritten haben, ein erkennen, interpretieren und Einordnen, das die Voraussetzungen für ei en künftigen bewussten Kontakt und die Aufnahme jn den, wie immer man es nennen möge, galaktischen Klub schafft.
    Ein solches Verhalten setzt eine langfristige Planung und viel Erfahrung auf diesem Gebiet voraus. Es muß daher angenommen werden, dass ein entsprechendes Programm auf der Erde weder zum ersten noch zum einzigen mal durchgeführt wird oder wurde und dass bereits zahlreiche andere Kulturen in der Galaxie diesen Lernprozeß absolviert haben

    Wie jede andere, muß auch die Mimikry-Hypothese Voraussagen machen können, anhand derer man ihren Wahrheitsgehalt überprüfen kann. Aus obigen ergibt sich, dass proportional zum zunehmenden Fortschritt in der Technologie ein ebenso zunehmendes Erkennen technologischer Inhalte in alten Überlieferungen verbunden sein sollte (Beispiel: die Rekonstruktion der Manna-Maschine ist ohne das Wissen von Laser-Strahlen oder Mikrocomputer nicht möglich).
    Demnach sollten Textstellen, Abbildungen und anderen Überlieferungen, die sich bei unserem momentanen Technologiestandard noch als märchenhaft mystisch oder okkult erweisen, in Zukunft sinnvoll interpretierbar und auf ihren ursprünglichen Gehalt hin rückführbar sein.
    Die von den Gebrüdern Fiebag formulierte Hypothese verbindet also die Interdict-Hypothese Foggs und die Leaky-Embargo-Hypothese Deardorffs miteinander und stellt somit eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Fragenkomplex außerirdischer Intelligenz und seiner Einflußnahme auf die Entwicklung des Lebens auf der Erde. Sie sollte bei künftigen Diskussionen auf jeden Fall berücksichtigt werden

    Weiterführendes zur Mimikry-Hypothese:

    Wenn man die häufigsten Beobachtungen beim Auftreten von UFOs in Relation setzt zu dem, was sich uns bei Marienerscheinungen zeigt, dann erkennt man sehr schnell die deutlichen Übereinstimmungen, die sich bei beiden Phänomenen ergeben. Die Vielzahl dieser Übereinstimmungen ist aber nicht mehr zufällig – jedenfalls nicht nach allen Gesetzen der Zufallsrechnung und Statistik -, und wir müssen deshalb hinter beiden den gleichen Verursacher annehmen. Religiöse Verbrämung dort, wo es nötig ist. Maskierung den sozio-kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen angepaßt. Rückgriff auf die Phantasien und Vorstellungen der Menschen selbst. Tarnung unter einem Deckmantel dessen, was wir selbst zu sehen wünschen. Das ist nichts anderes als ein ausgeprägtes Mimikry-Verhalten.

    Mimikry: Optimale Anpassung und Tarnung

    Was heißt das Wort MIMIKRY überhaupt? Es kommt aus der Biologie und ist laut Duden-Lexikon in seiner ersten Bedeutung die Schutztracht wehrloser Tiere, die in Färbung oder gestalt wehrhafte oder ungenießbare Tiere nachahmen, und in der davon abgeleiteten zweiten Bedeutung „Anpassung“ und „Tarnung“. Und genau das ist es: Anpassung.

    Diese fremde, außerirdische Intelligenz passt sich uns an: unserem Verständnis, unseren Vorstellungen, unseren Phantasien, Ängsten und Hoffnungen und in kaum einem anderen Aspekt wird dies deutlich wie im Phänomen der Marienerscheinungen. Im Grunde machen ja auch wir nichts anderes, wenn wir – sofern wir keine ausbeuterischen Interessen haben – uns einem neuentdeckten Stamm in der Südsee oder in Afrika zuwenden. Unsere Ethnologen reisen in dieses gebiet – eben NICHT ausgestattet mit Hubschraubern und allem möglichen technischen Brimborium, sondern als Menschen, die sich bewusst auf das Niveau der Einheimischen begeben, ihre Sitten und Gesetze befolgen und nachahmen und so in ihrer Gemeinschaft verstanden und akzeptiert werden, ein Forscherverhalten, das man heute als „teilnehmende Beobachtung“ bezeichnet. Man könnte diese als Vorstufe zu einem weit höher entwickelten Mimikry-verhalten betrachten, wie es Außerirdische uns gegenüber offensichtlich an den tag legen.

    Was besagt die Mimikry-Hypothese nun genau? Ich habe 1990 geschrieben:

    Uns zu besuchen fähige außerirdische Intelligenzen besitzen einen so hohen technologischen („magischen“) Standard, dass sie ihr erscheinen dem jeweiligen intellektuellen Niveau der Menschen unterschiedlicher Zeiten und unterschiedlicher Kulturen anpassen können. Gleichzeitig vermögen sie künftigen, Raumfahrt betreibenden Generationen – d.h. in diesem falle uns, die wir beginnen, ihre Spuren zu entdecken und dadurch auf einen Kontakt vorbereitet werden – Hinweise auf ihre Existenz, ihre Besuchstätigkeit und ihre Möglichkeiten zu geben

    Beispiel für eine derartige, sich kontinuierlich dem jeweiligen in Raum und Zeit spezifizierten Kulturkreises und seiner Vorstellungswelt anzupassen, gib es unzählige, etwa:

    Die BIBLISCHEN GOTTESERSCHEINUNGEN die zum einen ausgezeichnet die dahinterstehende Technologie erkennen lassen. Raumschiff und Tempel des Ezechial, Manna-Maschine), zum anderen auf die Hebräer wie göttliche Offenbarungen wirken mussten

    Die INDISCHEN bzw. indianischen Gotteserscheinungen, die sich gleichfalls diesem Kulturkreis und seinen religiös-mystischen Auffassungen anpaßten und darüber hinaus heute exakte technologische Interpretationen erlauben (Vimanas, Militärtechnologie etc.)

    Die während des Mittelalters beobachteten Himmelserscheinungen, die jeweils dem damaligen Vorstellungshorizont entsprachen („fliegende Schilde“, „Feen“, „Zwerge“ etc.), heute aber Parallelen zu antiken und aktuellen Kontakten aufzeigen lassen;

    Das Luftschiffphänomen im ausgehenden 19. Jahrhundert, bei dem Objekte beobachtet wurden, die zwar allgemein dem Verständnis der damaligen Menschen entsprachen, andererseits aber jenseits des konkreten technologischen Standards lagen;

    Die Marienerscheinungen der vergangenen Jahrhunderte bis heute, die in solchen Fällen zum Tragen kamen oder kommen, in denen katholisch geprägte Bevölkerungsgruppen einer Oberservierung oder Manipulation unterliegen sollten;

    Schließlich das UFO-Phänomen unserer tage: UFOs und die damit verbundenen „CE-III-Kontakte“ und Entführungen entsprechen sehr gut unseren Vorstellungen außerirdischer Raumschiffe, ihrer Insassen und deren Verhaltensmodi. Sie mögen deswegen nichts anderes repräsentieren als die dem ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert angepaßte Reflexion eben dieser Vorstellungen einer extraterrestrischen Technologie. Sie bilden somit eine Synthese zwischen einer tatsächlich existierenden außerirdischen kraft und unseren eigenen Imaginationen

    Die Mimikry-Hypothese verbindet auf diese Weis auch jene Argumente, die bislang von Seiten der „psychologisch“ orientierten UFO-Forscher vorgetragen wurden (also UFOs als Phänomen des Unbewußten) mit der gängigen Hypothese materieller Objekte. UFOs wären demnach genauso wie Marienerscheinungen, die Luftschiffe fes letzten Jahrhunderts, die fliegenden Schilde des Mittealters und die Götter- und Gotteserscheinungen des Altertums – nichts anderes als die unserer jeweiligen Vorstellungswelt angepassten Tarn-Projektionen einer außerirdischen Intelligenz, die mit diesem Mimikry-Verhalten ihre eigenen Pläne durchsetzt und uns gleichzeitig Informationen über die dahinterstehende Struktur ihrer Eingriffe vermitteln kann. Mit anderen Worten - Wir hätten es mit einer hoch komplexen, von langer Hand geplanten und im Grund auf uns Menschen am beginn des Raumfahrtzeitalters angestimmten Strategie zu tun. Eben mit der von Erich von Däniken bereits vor Jahren so treffen titulierten „Strategie der Götter“.

  65. Achim Morina Antworten | Permalink

    Religionen haben eh eine Beweisnotwendigkeit! 100 Milliarden Galaxien und mögliche Dimensionen, sowie Billionen Parallele Universen, dazu werden in den Veden schon Außerirdische beschrieben sowie andere Universen. Das Problem ist nur, das wir hier im Westen total mit dem monotheistischen Gedanken- Unsinn vergiftet sind und nicht von Mythen, Legenden und Lügen lassen können

    Aber auch der eigentliche Schöpfungsvorgang wurde von sumerischen Chronisten der Nachwelt überliefert. Er unterscheidet sch ganz wesentlich von jener Erzählung, die uns aus den Kindheitstagen in Erinnerung geblieben ist. Damals erfuhren wir in der Religionsstunde, Gott habe nicht gleichberechtigt Adam und danach in höchst patriarchalischer Manier unwissenschaftlich Eva bastelt, wie es Frauenfeindlich formuliert geheißen hatte. Wissenschaftlich gesehen ist ein derartiges Vorgehen höchst unwahrscheinlich. Nach welchen logischen Gesetzmäßigkeiten, ging diese angeblich „göttliche“ Urzeugung über die Bühne?. Gott, was auch immer das ist, ist zwangsläufig auch Logik im absoluten Sinne, wenngleich nur wir kleinen unwichtigen Kreaturen - das so deuten mögen.

    Es muß also irgendwelche Fehlerquelle existieren Eine Fehlerquelle, der jene hebräischen Chronisten zum Opfer gefallen sind, die seinerzeit für das wissenschaftlich unhaltbare Desaster im Bibeltext verantwortlich waren. Die Ursachen hierfür sind uns heute bekannt. Sie müssen im Unverständnis jener höchst patriarchalischen Exegeten gesucht werden, die einst an der Wiege alttestamentlicher Aufzeichnungen standen und ihr Bericht basiert nämlich auf einem sumerischen Vorbild: dem berühmten Dilmun-Gedicht. Darin ist unter anderem auch von den kranken Organen des Gottes Enki die Rede. Eines davon war interessanterweise – die Rippe.

    Wir verdanken es in erster Linie dem 1897 in Russland geborenen, führenden Keilschriftforscher der USA. Prof. Samuel N.Kramer, dass wir nunmehr das Rätsel über den Schöpfungsakt in der biblischen Überlieferung, worin Adams „Rippe“ entscheidende Bedeutung zukommt, als so gut wie gelöst betrachten können. Dieses dank der modernen und zeitdictes, die nunmehr einen logischen Sinn ergeben. Nach biblischen Vorbild bedeutet der Name Eva (sumerisch: chawa)“sie, welche Leben schafft“. Das sumerische Wort für Rippe aber lautet ti. Nin-ti wiederum hieß die zur Heilung von Enkis Rippe herbeigeführte Göttin, die über medizinische Kenntnisse verfügte. Kramer übersetzt den namen Nin-ti mit „Herrin der Rippe“. Weil aber das sumerische Wort ti auch „Leben schaffen“ bedeutet, kann Nin.-ti auch mit Herrin, welche Leben schafft, übersetzt werden.

    Die Aufgabe Nin-tis ist in den sumerischen Keilschrifttexten fest umrissen. Geht man jetzt noch einen Schritt weiter uns setzt das Wort ti in Verbindung mit dem begriff „Lebenskraft“, dann ergibt sich daraus eine völlig, anderslautende Interpretation jener ominösen Bibelpassage, in der von Evas Zeugung aus Adamas „Rippe“ die Rede ist. Im Sinne der heute gültigen Molekularbiologie hätte demnach Gott (oder wie bei den Sumerern nachzulesen: die Göttin Nin-ti) dem biblischen Adam (sumerisch: adamah) „Lebenskraft“ entnommen, um danach die Männin Eva zu schaffen. Was aber ist Lebenskraft? Doc nicht anderes als die Urform alles leben . die Zelle!. Dieser Zeugungsprozeß im Paradies (wer immer ihn auch vorgenommen haben sollte) erinnert uns in bestimmte Weise an den Ablauf eines Vorganges, wie er durch künstliche Mutation am genetische Code herbeigeführt werden kann, um menschliche, intelligente Lebewesen zu programmieren.

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      @Achim Morina

      Religiöse Mythen sind keine wissenschaftlichen Hypothesen, unterliegen also keiner "Beweisnotwendigkeit". Bei "Paläo-SETI" wie auch z.B. dem biblischen Kreationismus sieht das dagegen etwas anders aus: Hier werden Glaubensaussagen - z.B. an eine 7-Tage-Schöpfung oder an Eingriffe von Außerirdischen in die irdische Geschichte - als wissenschaftliche Hypothesen präsentiert. Das wäre dann nach wissenschaftlichen Kriterien zu belegen...

  66. Grenzwissenschaft Antworten | Permalink

    DIe Grundthese der Prä-Astronautik entspricht wegen der unzähligen "Indizien" (eher Beweise) imho glasklar der Tatsächlichkeit - logisch, dass die Mainstreamwissenschaft nur Spott statt neutrale Betrachtung dazu aufbringt. Seit jeher war es so, dass nach gewissem Fortschritt die Wissenschaft in einen dogmatisch agierenden Mainstream verfällt, bis progressive Individuen die angestauten Dogmen durchbrachen. Das lässt sich als historisches gesetz festschreiben - dazu schreibe ich derzeit auch einen metwa 20 seitigen Aufsatz.

    Warum stürzen sich die Kritiker immer auf die populistischen Theorien, die innerhalb der seriäsen Prä-Astronatikszene wenig Anklang finden? Von denen behauptet niemand, dass Stonehenge oder die Pyramiden von Außerirdischen errichtet worden sind. Was aber ist mit Puma Puncu und co?

    Oder: wusstet ihr, dass ein NASA-Wissenschaftler Däniken widerlegen wollte, durch Berechnungen etc. aber zum Schluss gelang, dass in der Bibelstelle der Begnung des Propheten Ezekiel mit dem "Thronwagen des Herrn" tatsächlich ein außerirdisches Raumschiff beschrieben wird? Siehe dazu auch folg. Artikel samt Bildern und techn. Zeichnungen des NASA-Ingenieurs: https://grenzwissenschaftler.wordpress.com/2015/07/28/das-bibel-ufo-des-hesekiel/

    Progressive Grüße an alle :)

    • Michael Blume Antworten | Permalink

      Liebe(r) @Grenzwissenschaft,

      erlauben Sie mir zunächst die Feststellung, dass auch ich - wie jeder Mensch - Aussagen weltanschaulich-religiös glaube, obwohl ich sie nicht wissenschaftlich beweisen kann. Beispielsweise glaube ich an die Geltung der Menschenrechte, obwohl mir völlig klar ist, dass sich diese allenfalls historisch beschreiben, nicht aber wissenschaftlich "beweisen" lassen.

      Ebenso kann ich die Hoffnung auf und den Glauben an Kontakte der Menschheit mit Außerirdischen sehr gut stehen lassen. Nur: Empirisch-wissenschaftlich sind Thesen genau dann, wenn auch angegeben ist, wie sie sich falsifizieren lassen. Eine physikalische Formel, der Prozess der Evolution oder der Zusammenhang von Religion & Demografie sind deswegen empirisch-wissenschaftliche Thesen, weil sie sich durch einen widerstreitenden, physikalischen Befund, ein einziges Hasenfossil im Kambrium oder eine einzige nichtreligiöse und dennoch dauerhaft kinderreiche Menschenpopulation falsifizieren ließen.

      Wenn Sie also die Auffassung vertreten, dass die Bibelstelle des Propheten Ezekiel mit dem "Thronwagen des Herrn" die Sichtung eines außerirdischen Raumschiffes beschreibt, so wäre 1. die Plausibilität konkurrierender Thesen (z.B. religiöse Vision, Auseinandersetzung mit und narrative Überbietung von babylonischen Prozessionswagen) abzuwägen und vor allem 2. anzugeben, wie sich diese These überprüfen und ggf. falsifizieren ließe. Das - genau das - ist der Standard empirischer Wissenschaft(en).

      PS: Ich würde mich selbst sehr freuen, miterleben zu können, dass sich Kontakte mit außerirdischen Zivilisationen ergeben! Aber gerade DESWEGEN plädiere ich dafür, dass wir wissenschaftliche und erkenntnistheoretische Standards wirklich ernstnehmen, statt wissenschaftliche Thesen und weltanschauliche Hoffnungen miteinander zu verwechseln.

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