Was bedeuten Pyramide und Schrift auf der US-Dollarnote?

25. Januar 2013 von Michael Blume in Freimaurer

Wenn über den mutmaßlichen Einfluss von Freimaurern und Illuminaten - mit ihrer "Hauptstadt" Karlsruhe? - gesprochen wird, so weisen die Spekulationen unweigerlich auf die US-Dollarnote. Wie könne es sein, dass sich solch mysteriöse Symbole wie die dreizehnstufige Pyramide samt göttlichem Auge und lateinischer Ankündigung einer "neuen Weltordnung" auf den Geldscheinen der mächtigsten Nation der Erde befinden? Sei dies nicht ein überaus starker Beweis für eine mächtige Verschwörung? Im sciebook "Freimaurer, Rosenkreuzer, Illuminaten - Symbole, Geschichte, Einfluss & Wirkung" beantworte ich (auch) diese Fragen - wie auch gleich hier im Blog - und habe daher eine Großaufnahme der US-Note auf das Cover genommen, hier zum Studieren:

Wo kommt diese Pyramide her?

Als die europäischen Eroberer und Siedler in Nord-, Mittel- und Südamerika vordrangen, stießen sie bald auch auf - Pyramiden. Von einfachen, pyramidenförmigen Hügeln ("Mounds") nordamerikanischer Kulturen bis zu den eindrucksvollen Stufenpyramiden etwa der Maya riefen sie verständlicherweise Staunen hervor - zumal auch die ägyptischen Hieroglyphen erst 1822 entziffert werden konnten. Kein Wunder, dass schon ab dem 17. Jahrhundert immer fantastischere Spekulationen in Büchern, Zeitschriften und Vorträgen kursierten. Waren Ägypter nach Amerika gelangt? Oder die "verlorenen Stämme Israels", wie es auch der US-amerikanische Prophet Joseph Smith (1805 - 1844) im Buch Mormon verkündete? Oder gar Bewohner von Atlantis, Außerirdische? Bis heute haben sich diese esoterischen Mythen gehalten und werden etwa in UFO-Religionen oder Maya-Weltuntergangslegenden kultiviert.

Nach dem heutigen Forschungsstand haben sich Pyramidenbaukulturen jedoch einfach unabhängig voneinander entwickelt: Die Grundform bietet sich für einfache Grab- und Altarhügel an und kann dann kulturell immer weiter und höher entwickelt und verfeinert werden. Damit werden die Pyramiden einerseits zu religiösen Gemeinschaftsprojekten, aber auch zu Symbolen religiös-politischer Hierarchien (wörtlich: heilige Ordnungen) - in Ägypten ebenso wie in Amerika. Doch damals war die Befundlage noch lange nicht so klar.

Als sich ab 1725 Freimaurerlogen außerhalb von Großbritannien zu gründen begannen, griffen auch sie gerne auf geheimnisvolle Pyramidensymbolik zurück. In Nordamerika waren die Freimaurerbewegungen sogar besonders populär: Das Bürgertum aus unterschiedlichsten Herkunftsländern musste sich eine gemeinsame Identität erst schaffen und die Kirchen waren noch zersplittert und schwach entwickelt. Der Vorteil einer gewissen Geheimhaltung kam hinzu - viele Revolutionäre gegen den britischen König und damit Gründungsväter der Vereinigten Staaten von Amerika vernetzten sich in Freimaurerlogen. Und so legte auch der erste Präsident der USA, George Washington (1722 - 1799), seinen Amtseid 1789 in New York auf eine Bibel der Freimaurerloge St. John ab. Damit unterstrich er auch: Wir sind (überwiegend) religiös, aber keine bestimmte (z.B. katholische oder evangelische) Kirche soll bei uns Staatskirche sein. So begann sich die keiner bestimmten Konfession verpflichtete amerikanische Zivilreligion zu entwickeln - mit eigenen Ritualen, Feiertagen, Mythen, Symbolen und Tugendlehren.

Das Große Siegel der USA

Die junge Nation brauchte nun aber auch ein Siegel. So wurde der Kongresssekretär Charles Thomson (1729 – 1824) 1782 beauftragt, dem US-Kongress einen Entwurf vorzulegen. Thomson war selbst kein Freimaurer und arbeitete später im Ruhestand u.a. an Bibelübersetzungen. Doch war es ihm und dem Kongress wichtig, für die junge Nation eine übergreifende Symbolik anzubieten, die sich weder auf eine bestimmte, christliche Konfession noch auf ein bestimmtes, europäisches Land (und schon gar nicht Großbritannien!) beziehen sollte. So wählte Thomson für die Vorderseite einen Adler und für die Rückseite - eine Pyramide.


Vorder- und Rückseite des Siegels der Vereinigten Staaten, nach Thomson 1782. Bild: Wikipedia

Thomson erläuterte dazu schriftlich, die Pyramide “verkörpert Stärke und Ausdauer. Das Auge und das Motto darüber weisen auf die vielfachen zeichenhaften Eingriffe der Vorsehung zugunsten der amerikanischen Sache hin. Das Datum darunter (1776) ist das der Unabhängigkeitserklärung und die Worte darunter bezeichnen den Beginn der amerikanischen Ära, die von diesem Datum an begann.“

Für die Schriftzüge wählte Thomson „Annuit Coeptis“, lateinisch für: „Er (Gott) hat unsere Unternehmungen begünstigt.“ und darunter „Novus Ordo Seclorum“ für „Neue Ordnung der Zeitalter“. Dabei handelt es sich um ein Zitat des antiken Römers Vergil (ca. 40 v. Chr.), das die utopische Hoffnung auf eine goldene Ära beschreibt. Also auch hier: Religion und Mittelmeersymbolik, sogar Latein (eine US-Staatssprache war noch gar nicht festgelegt) - aber keine Sätze oder Symbole einer bestimmten Kirche. Der Siegelentwurf fand breite Zustimmung und gilt, mit nur geringen Änderungen, bis heute.

Und warum 13 Pyramidenstufen, 13 Streifen auf dem Adler, 13 Pfeile in seinen Klauen usw.? Gerne blogge ich einmal gesondert über die Zahlenmystik der 13 (Unglück und Neuanfang). Doch hier ist die Erklärung bestürzend einfach: Der US-Staatenbund bestand zunächst aus 13 Gründungsstaaten! Klar also, dass diese Zahl im Siegel dominieren sollte - und man später wohlweislich darauf verzichtete, sich bei jeder Erweiterung mit neuen Siegelzeichnungen abzuplagen.

Anti-Masonismus

Doch ab Anfang des 19. Jahrhunderts begann die Kritik an der Freimaurerei zu wachsen. Anhänger der Republik bemängelten die Geheimhaltungsformen, die gegen die britische Monarchie notwendig gewesen, einer demokratisch-offenen Gesellschaft aber unwürdig, ja schädlich seien. Auch die erstarkenden, christlichen Kirchen grenzten sich immer stärker von den Freimaurern ab. Bis heute ärgern sich insbesondere christliche Fundamentalisten massiv darüber, dass diese ganzen zivilreligiösen Symbole ihnen eine Umdeutung der USA in einen "christlichen Staat" erschweren - was ja auch genau einer ihrer Zwecke war. Während die Mitgliederzahlen der Logen langsam sanken, wuchs die Zahl der antimaurerischen Verschwörungstheorien. Auch das Siegel wurde nun für ein "Freimaurer-" oder "Illuminatensiegel" gehalten.

Die Konflikte verschärften sich noch durch den Bürgerkrieg zwischen Süd- und Nordstaaten und die Geldpolitik: Teilweise bis heute wird in den USA erbittert gestritten, ob die Bundesregierung über die Zentralbank überhaupt das Recht habe, die Währung der Vereinigten Staaten zentral zu bestimmen. Sollte man Papiergeld aus dem fernen Washington trauen?

Ja, fanden die "Progressiven", unter denen sich weiterhin viele Freimaurer befanden. 1934 würdigte dann einer von ihnen, der US-Minister und spätere Vizepräsident Henry Agard Wallace (1888 – 1965) das Große Siegel gegen die lauter werdenden Kritiker ausdrücklich – und verfügte, dass seine Rückseite ab 1935 auf die Dollarscheine zu prägen sei. Dazu deutete er die Symbole US-zivilreligiös, wobei er auch den masonischen Begriff für Gott verwendete: „Der große Baumeister aller Welten muss mehr Anerkennung finden, bevor der Schlussstein endlich an seinen Platz gesetzt wird und dieses Volk auf dem Höhepunkt seiner Macht in der Lage sein wird, die Führung unter den Völkern zu übernehmen und die neue Ordnung der Zeitalter einzuleiten.“

Ein Symbol, das Emotionen hervor ruft

Und so erscheint das US-Siegel gerade auch auf den Dollarnoten heute so aufgeladen: Revolution und Pyramidenmystik, lateinisches Raunen von Vorsehung und neuen Zeitaltern, das göttliche Auge und Freimaurerdeutungen sind so zusammengebacken, dass sie kaum ohne Gefühle betrachtet werden können. Veränderungen wären gegen die Tradition, organisatorisch und finanziell teuer und politisch kaum durchsetzbar. Und warum auch? Das Siegel der USA erinnert daran, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sehr wohl von überwiegend religiösen, meist christlich geprägten Menschen ins Leben gerufen wurden - aber auch, dass diese gerade keine bestimmte Staatsreligion, sondern eine Trennung von Kirche und Staat und einen freien Wettbewerb woll(t)en. So wird die Pyramide auch weiterhin ein Stein des Anstoßes für religiöse Fundamentalisten sowie Verschwörungstheoretiker aller Art bleiben.

* Zum sciebook "Freimaurer, Rosenkreuzer, Illuminaten - Symbole, Geschichte, Einfluss & Wirkung"

* Zum sciebook "Die Mormonen. Der amerikanische Prophet Joseph Smith und seine Kirche"


12 Kommentare zu “Was bedeuten Pyramide und Schrift auf der US-Dollarnote?”

  1. Quercus Antworten | Permalink

    "Doch ab Anfang des 18. Jahrhunderts begann die Kritik an der Freimaurerei zu wachsen."

    Da ist doch vermutlich das 19. Jh. gemeint, oder?

  2. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Quercus

    Stimmt, da haben Sie Recht! Es sollte 19. Jahrhundert heißen, ich hatte z.B. an die Anti-Masonic- Party gedacht. Danke für das aufmerksame Lesen und den Hinweis! Wird korrigiert.

  3. Quercus Antworten | Permalink

    Henry A. Wallace

    "1934 würdigte dann einer von ihnen, der US-Finanzminister und spätere Vizepräsident Henry Agard Wallace (1888 – 1965) das Große Siegel gegen die lauter werdenden Kritiker ausdrücklich – und verfügte, dass seine Rückseite ab 1935 auf die Dollarscheine zu prägen sei."

    Henry A. Wallace war - auch laut dem Wikipedia-Artikel, den Sie verlinkt haben - nie Finanzminister, sondern von 1933 bis 1940 Landwirtschaftsminister.

    S.a. http://en.wikipedia.org/...etaries_of_the_Treasury

    Auch wenn er deswegen vermutlich nie für die Gestaltung der Rückseiten von Dollarscheinen zuständig war, ist sein Name ist dennoch im Zusammenhang mit dem Thema Verschwörungstheorien interessant.

    Er war Anhänger von Nicholas und Helena Roerich und deren aus der Theosophie kommenden Lehre des Agni Yoga (Lebendige Ethik). Helena Roerich behauptete, direkte Botschaften von einer an einem geheimen Ort "Shambala" lebenden Bruderschaft der "Meister der Weisheit" oder "Mahatmas" zu erhalten, zu denen z.B. Buddha, Konfuzius, Jesus und Richard Wagner gehörten. Nicholas Roerich sollte danach als Führer eines neu zu schaffenden idealen Landes ausersehen gewesen sein.

    1947 gab es eine Affäre um Wallace, als Briefe an Roerich aus den 30er Jahren öffentlich wurden, in denen Wallace sich als dessen treuer Jünger gab und ihn mit "Dear Guru" ansprach.

    http://en.wikipedia.org/...ace#Roerich_controversy

    Natürlich sprengt das das Thema des Artikels.

    Mir sind nur zufällig sowohl Roerich als auch Wallace seit vorgestern ein Begriff. Da gab es nämlich im Deutschlandfunk ein Feature über Roerich, in dem auch dessen Einfluss nicht nur auf Henry Wallace, sondern sogar auf den Präsidenten Franklin D. Roosevelt thematisiert wurde. Zuvor hatte ich weder von Wallace noch von Roerich jemals gehört.

    http://www.dradio.de/...dungen/dasfeature/1965399/

    In der Sendung hieß es auch, "Agni Yoga" habe gerade in Russland heute noch viele Anhänger, und diese bildeten in Gestalt der russischen Roerich-Gesellschaft ein sehr einflussreiches Netzwerk.

    Ich kann das alles falchlich nicht beurteilen, doch halte ich den DLF für eine normalerweise einigermaßen seriöse Informationsquelle.

    Natürlich habe ich mit diesen Hinweisen mit keinem Wort irgendwelchen NWO- o.ä. Verschwörungsthoerien das Wort geredet. Aber ich habe schon zu oft Leute erlebt, die so auf Stichworte konditioniert sind, dass sie keinen Satz mehr im Zusammenhang lesen können (und das Netz scheint diese Effekte zu potenzieren), als dass ich nicht lieber vorsichtshalber noch zu Protokoll gebe, dass ich die genannten Verschwörungstheorien ausnahmslos für gequirlten Schwachsinn halte. Punkt.

    Etwas anderes ist, dass es durchaus immer wieder mächtige Leute und Netzwerke gibt, die irgendwelche elitären Welterlösungsphantasien hegen oder sich davon - und/oder von magischem Denken, wie war das noch mit Ronnie Reagan und der Astrologie? - beeinflussen lassen, und das ist doch ein faszinierendes Phänomen.

    In diesem Sinne kann ich nur empfehlen, sich das oben verlinkte DLF-Feature anzuhören oder zu lesen (als pdf oder Audio on Demand rechts auf der DLF-Seite). Vielleicht findet sich ja sogar noch jemand, der das fachkundig kommentieren kann.

  4. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Quercus

    Dank Ihrer Recherchen habe ich nun zum ersten Mal in diesem Leben einem Wikipedia-Eintrag mehr Vertrauen geschenkt als einem Bucheintrag! :-)

    Denn weitere Zuständigkeiten für Wirtschaft erhielt Wallace erst ab 1941. Spannend sind seine eigenen Erinnerungen, nach denen er die Idee mit dem Siegel Präsident Roosevelt vorgetragen habe, der selbst auch Freimaurer gewesen sei.
    http://greatseal.com/dollar/hawfdr.html

    Was umgekehrt aber eben auch aufzeigt, dass kein "freimaurerischer Plan" hinter dem Ganzen steckt, sondern dass die beiden selbst erst einmal darauf kommen mussten, das bis dahin kaum "genutzte" Siegel zu verwenden. Spannend auch, dass Roosevelt ein katholisches Kabinettsmitglied gefragt haben soll, ob es dagegen Einwände geben würde.

    Zu "Agni Yoga" & Co.: Geheimgesellschaften verschiedenster Art treffen wir in nahezu allen kulturellen Kontexten der Erde an, von den "Ghost Societies" und Totemverbünden von Wildbeutern über esoterische Orden bis zu Freimaurerlogen und Studentenverbindungen (in den USA z.B. auch Skulls and Bones, die ich in o.g. sciebook auch behandele). Solche Bünde schaffen Gemeinschaftserfahrungen und ggf. durchaus auch hilfreiche Netzwerke, doch waren und sind sie in Zahl und Einfluss nicht in der Lage, unfehlbaren und "globalen" Einfluss auszuüben. Entsprechend stimme ich Ihnen zu: Es lohnt durchaus, sich spannende Verbindungen anzuschauen - aber eben auch deren jeweilige Grenzen im Auge zu behalten.

    Danke für das konstruktive Mitsuchen und -diskutieren!

  5. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Eingreifen bei Web-Trollereien

    Nun habe ich auf Bitte des einen den seltsamen Diskurs der "Webbären" gelöscht. Pseudonyme sind ja meines Erachtens nicht geschützt, aber nach Datenlage haben Sie beide auch schon früher miteinander zu tun gehabt. Suchen Sie sich doch bitte ggf. andere Orte für Nachstellungen und Web-Trollereien. Beste Grüße, M.B.

  6. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    @Blume

    Danke.

    Es wäre natürlich gut gewesen, wenn Sie die ursprüngliche Nachricht Ihres Kommentatorenfreundes nicht gelöscht hätten, aber es wurde hier schon verstanden: nun freiberuflich unterwegs.

    Weiterhin viel Erfolg!
    MFG
    Dr. W

  7. Wegdenker Antworten | Permalink


    „und die Kirchen waren noch zersplittert und schwach entwickelt.“

    Daran hat sich ja nichts geändert. Es sei denn man lässt "Protestantismus" als gemeinsame Religion gelten, dann waren die USA zu beginn homogener als jetzt.

    „eine US-Staatssprache war noch gar nicht festgelegt“

    Ist sie auf Bundesebene bis heute nicht. In vielen Bundesstaaten auch nicht.

    „Anhänger der Republik bemängelten die Geheimhaltungsformen, die gegen die britische Monarchie notwendig gewesen, einer demokratisch-offenen Gesellschaft aber unwürdig, ja schädlich seien.“

    Die Freimaurer selbst, möchte ich hinzufügen, sehen sich auch nicht als politische Partei oder Vereinigung. Explizit politische oder religiöse Gespräche sind in regulären Logen verboten, während andererseits der Glaube an ein "höchstes Wesen" vorausgesetzt wird.
    Bei den irregulären Logen ist es schwer zu sagen, da sich grundsätzlich jede Vereinigung "Freimaurerloge" nennen kann. Die von ihnen, die sich an Frankreich orientieren, werden wohl eher "progressive" politische Ansichten vertreten.

    „Während die Mitgliederzahlen der Logen langsam sanken, wuchs die Zahl der antimaurerischen Verschwörungstheorien.“

    Gibt es dafür eine Quelle? Soweit ich weiß gibt es in den USA immer noch mehr Logenmitglieder als in irgendeinem anderen Land.

  8. Wegdenker Antworten | Permalink

    Korrektur

    Frankreich meint natürlich die Orientierung an die dortige Großloge, "Grand Orient de France".
    Das wäre dann das Stichwort "Liberale Freimaurerei", das noch mal von den Regulären Logen verschieden ist. Wie groß die Zahl an selbsternannten Logen ist, die weder liberal noch regulär sind, weiß ich nicht. Ich habe aber bisher nichts von solchen gehört.

    P.S.: Ich bin auch kein Experte auf den Gebiet, vielleicht sollte ich die Ausführungen deshalb relativieren. Jeder Interessierte kann ja selbst nachforschen.

  9. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Wegdenker: USA

    Danke für die vielen Nachfragen, von denen ich einige gerne aufgreife!

    Schwache, zersplitterte Kirchen: Im Jahr der Unabhängigkeitserklärung 1776 gehörten weniger als ein Fünftel der Nordamerikaner einer Kirchengemeinde an. Die alten (Staats-)Kirchen Europas waren (zumal außerhalb der großen Städte) kaum mit Gemeinden vertreten, ethnisch zersplittert und den Bedürfnissen und Wettbewerb der "neuen Welt" auch kaum gewachsen. Die neuen, oft von der Basis her wachsenden US-Kirchen (Methodisten, Baptisten, Kongregationalisten, Mormonen, Unitarier etc.) waren noch gar nicht gegründet bzw. klein und ohne eindrucksvolle Strukturen und Gebäude, theologische Lehrämter und Fakultäten etc. Die Leute waren durchaus häufig religiös, aber bastelten sich ihre Glaubensnetzwerke selbst bzw. besuchten die Gottesdienste und Veranstaltungen der verschiedenen entstehenden, miteinander konkurrierenden Kirchengemeinden. Erst um etwa 1905 überstieg die Zahl der US-Bürgerinnen und -Bürger mit festen Kirchenmitgliedschaft erstmals die 50%-Grenze.

    Ein bissel über diese Zeit berichtet habe ich z.B. in diesem Artikel:
    http://www.blume-religionswissenschaft.de/...2.pdf

    Und, ja, in den USA sind auch heute noch viele Freimaurerlogen aktiv, zuzüglich der populären Studentenbünde (das deutsche Analogon zu Verbindungen und Burschenschaften). Aber weltweit geht der Trend in Logen in Richtung 1. Humanismus (die GOF ist mit der Ablehnung des Theismus längst nicht mehr alleine) und, passend dazu, 2. der demografischen Unterjüngung. Schätzungen reichen von noch vier bis sechs Millionen Freimaurern weltweit - soviel wie die USA des 19. Jahrhunderts (bei deutlich geringerer Gesamtbevölkerungszahl!) noch alleine zustande brachten.

    Es gibt aber auch durchaus auch Aufbrüche, etwa in Frankreich oder z.B. eine aktuelle Logenneugründung in Bautzen:
    http://www.afuamvd.de/neue-loge-in-bautzen/

    Die Suche nach dem Geheimnisvollen und Mystischen (befeuert auch durch zahlreiche Thriller & Filme), die regionale Schwäche kirchlicher Angebote und die bleibende Sehnsucht nach verbindlicher Vergemeinschaftung könnte der Freimaurerei im 21. Jahrhundert durchaus noch einmal Auftrieb geben.

  10. Wegdenker Antworten | Permalink

    Antwort

    Erst um etwa 1905 überstieg die Zahl der US-Bürgerinnen und -Bürger mit festen Kirchenmitgliedschaft erstmals die 50%-Grenze.

    Das war mir gar nicht klar, ist aber ein interessanter Fakt.
    Aber hat das wirklich eine Bedeutung, oder waren die Leute früher einfach informelle Mitglieder einer bestimmten Konfession?

    Und, ja, in den USA sind auch heute noch viele Freimaurerlogen aktiv, zuzüglich der populären Studentenbünde (das deutsche Analogon zu Verbindungen und Burschenschaften).

    Naja, mit den Studentenbünden hat das ja nur indirekt zu tun. Gemeinsam ist nur die Bereitschaft, möglicherweise lebenslang einem Verein anzugehören.

    Es gibt aber auch durchaus auch Aufbrüche, etwa in Frankreich oder z.B. eine aktuelle Logenneugründung in Bautzen:

    Dabei handelt es sich streng genommen nur um die Wiedereröffnung einer Loge, die 1933 aufgelöst werden musste.
    Damit ist ja noch keine Neuorientierung verbunden.
    Und einen gemeinsamen Glauben gab es unter den Freimaurern meines Wissens noch nie.

  11. Michael Blume Antworten | Permalink

    @Wegdenker

    Ja, für uns Europäer erscheinen Religionsgemeinschaften als etwas Gegebenes, gegenüber dem man sich ggf. abgrenzt. In den USA mussten sie dagegen von den Menschen selbst her gegründet und aufgebaut werden - ganz ohne staatliche Unterstützung wie Kirchensteuer, Religionsunterricht o.a. Die obrigkeitsstaatlichen Herkunftskirchen waren oft in Europa geblieben, theologische Grundkenntnisse oft kaum noch vorhanden.

    Der Mormonismus ist das Paradebeispiel für eine US-Kirche, die in der religiös zerklüfteten und formal kaum gebildeten Familie Smith begann und schließlich binnen zwei Jahrhunderten globale Geschichte schrieb (und weiter wächst).

    Dass Logen und Bünde in diesem langen Vakuum eine besondere Rolle spielten versteht sich daher gut.

  12. axel.tigges Antworten | Permalink

    13

    Nun alles sehr flache Erklärungen. Wer nachfragt findet mehr Antworten. Warum wird in Amerika die Zahl 13 verteufelt? Man findet sie auf der Dollarnote 11 Mal. Es gibt kein Flugzeugsitz, keine Hausnummer, keine Etage mit der Zahl 13. Wer sich mit Mystik beschäftigt findet die Antwort: In der Bibel steht unter Matth. 6,24 Du kannst nur einem Herren dienen Gott oder dem Mammon. Wer den einen liebt, muss den anderen hassen. Und im alten Testament steht, nehmet untereinander keine Zinsen, von Fremden ja. Nun wer das Ganze dann auf der Dollarnote unter IN GOD WE TRUST verkauft verhöhnt natürlich das was uns Christus, der 13. unter den Aposteln mitteilen wollte. Und so deckt auch der Mystiker Daskalos den 13. im Siegel des Salomon symbolisch auf: http://www.spirit-life-center.ch/...los-Symbol.jpg auf der ONE DOLLAR NOTE ist er als 13. Pentagramm eingebaut. Wer tiefer schaut und sich mit Kabbala auseinandersetzt sieht etwas sehr deutlich der Pfad 26 ist der Pfad des Teufels auf der TAROT-KARTE ( TARO-ROTA-TORA...)
    http://mms.new-paradigm.net/...reeoflifeicon-1.png ( Der Lebensbaum, der 10 Weisen den ZION)
    Wer nun rechnet von Alpha bis Omega für GOD= 7+15+4. Buchstabe im Alphabeth erhält 26 also GOD, wer das umdreht erhält DOG, also IN DOG WE TRUST, wir vertrauen auf den Hund der uns Schafe beisst und beschützt wenn wir seinem Vorhaben der NWO folgen, also keinen Schuldenerlass für die Armen wie das zu seinem eigenen Schaden Alfred Herrhausen gefordert hat, und Josef Ackermann aufgedeckt hat, der nicht auch sein Schicksal erleiden wollte. http://www.youtube.com/watch?v=mn6HRKvqiNk Also die Systemhalter eine ganz harmlose Gruppe. Das ist absolut lachhaft. Der Euro ist mit 12 Pentagrammen dem Dollar untergeordnet, denn er muss den Dollar stützen, damit die Amerikaner als Weltpolizei, sogar ohne UNO-Auftrag jetzt Syrien platt machen wollen, weil der Herr Kerry, ohne Beweise vorlegen zu können, dem syrischen Präsidenten unlogische Giftgasangriffe an der eigenen Bevölkerung in die Schuhe schieben möchte. Ach diese Märchenstunden, wenn es nicht so grausam wäre. Es geht doch nur um die Rohstoffe. Und wer sich gegen die Autorität des Dollar gewehrt hat, wie Saddam Husein und Gaddafi sind längst eliminiert obwohl Bush zugegeben hat, es hat überhaupt keine Giftgasfabriken im Irak gegeben, also wie in Syrien ein Angriff unter falscher Flagge. Und immer dahinter der DOLLAR= 62 also GOTT 7+15+20+20. Das ist ein Gott? Oder wie es Heinrich Heine von seinem Freund Amschel Rothschild schon sagte: DAS GELD IST UNSER GOTT UND ROTHSCHILD SEIN PROPHET, für den Kundigen ist hier nichts hinzuzufügen, und der Unkundige muss es als Verschwörungstheorie ablehnen, weil er ja den Freimaurern gehorchen muss, soweit er Karriere machen will.

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