Fheler – kein Erfolg ohne Misserfolg

6. November 2013 von Katja Schwab in Gelassenheit

Es gibt Berufe, die man (nicht) hätte wählen sollen. Es gibt Menschen, die man (nicht) hätte heiraten sollen. Es gibt Dinge, die man (nicht) hätte kaufen sollen. Es gibt Risiken, die man (nicht) hätte eingehen sollen. Es gibt Chancen, die man (nicht) hätte ergreifen sollen. Es gibt viele Entscheidungen, die man hätte treffen sollen oder die man eben nicht hätte treffen sollen. Wir alle machen Fehler.

 

Fehler sind unangenehm. Man will sie nicht haben. Man will sie nicht machen. Und doch ist irren menschlich, wie jeder von uns weiß. Und zwar zu ungefähr 60 bis 90 Prozent. Wenn irgendwo irgendetwas Schlimmes passiert, geht das meistens auf menschliches Versagen zurück, etwa bei Auto- und Arbeitsunfällen zu 90 Prozent und bei Flugzeugabstürzen zu 70 Prozent.[i] Rechnet man mit, dass Menschen die Technik erfunden haben, liegen wir sogar bei 100 Prozent Fehlerverursachung.

Fehler wollen wir in der Regel vermeiden. Auch wenn in der Theorie seitenlange Abhandlungen über die vielfältigen Vorteile der Fehlertoleranz geschrieben werden, sind wir in der Praxis weit von einer vernünftigen Fehlerkultur entfernt. „Es gibt repräsentative Untersuchungen zur Frage, wie man in verschiedenen Kulturen und Nationen mit Fehlern umgeht. Unter 61 analysierten Staaten hat es Deutschland dabei auf den vorletzten Platz – vor Singapur – geschafft“, bedauert Professor Michael Frese, Fehlerforscher an der Justus-Liebig-Universität Gießen.[ii] In unserer Gesellschaft sind Fehler nichts Gutes. Möglicherweise haben wir das in der Schule gelernt: Fehler führen zu schlechten Noten. Aber auch die Medien verzeihen Fehler von Menschen, die zum Beispiel in der Öffentlichkeit stehen, nicht. „Verwunderlich ist die Angst vorm Fehler, vorm Versagen und Scheitern nicht. Deshalb wird vertuscht und geschwiegen“, sagt Frese, „und wir verlieren enorme Chancen dadurch.“ Ohne Fehler leben wir in einer Kultur, in der niemand etwas dazulernt.

Dabei steckt in dem Wort ‚Fehler‘ bereits eine andere Sichtweise. Schauen Sie sich einmal genau die Buchstaben an: F E H L E R. Fehler sind H E L F E R. Jeder Fehler, den ich mache, gibt mir die Möglichkeit zu erkennen, dass ich dazulernen kann. Wer Erfolg haben wolle, der verdopple seine Fehlerrate, soll einst Thomas Watson, der Gründer von IBM, gesagt haben. Viele Menschen denken, dass die Wegweiser Erfolg und Misserfolg in zwei verschiedene Richtungen zeigen. Sobald sie scheitern, kehren sie – im Glauben, den falschen Weg eingeschlagen zu haben – um. Dabei gehören Erfolg und Misserfolg zusammen, denn das Scheitern ist ein wichtiger Aspekt des Erfolges. Wenn kleine Kinder laufen lernen, fallen sie oft hin. Aber dann stehen sie wieder auf und versuchen es weiter, bis sie die ersten erfolgreichen Schritte tun. Eine von vielen Erfolgsgeschichten, die auf vielen Misserfolgen aufbaut und dem Wunsch, es zu schaffen. Kinder lernen auch, wenn sie größer werden, dass Stürze schmerzen. Die Angst zu versagen ist erlernt, denn unsere Gesellschaft belohnt den Erfolg, nicht den Misserfolg. Möglicherweise neigen wir unter anderem deshalb dazu, immer andere für das eigene Scheitern verantwortlich zu machen. Aber es bringt nichts, sich einzureden, die Familie, die Chefin oder der Kollege seien schuld an den Misserfolgen. Verzichten Sie auf die Schuldfrage. Wenn wir nicht die Verantwortung für das Geschehen übernehmen, können wir auch nichts ändern. Wir bleiben so lange hilflos, solange wir glauben, keine Kontrolle über die Situation zu haben. Wir können die anderen nicht ändern, wir können nur selbst etwas ändern. Wir haben nur Kontrolle über die Dinge, die wir selbst in der Hand haben. Es bringt wenig, sich über die Fehler, die andere Menschen haben und machen, zu ärgern. Diese Dinge liegen in der Regel außerhalb unseres Einflussbereiches. Aber wir können schauen, wie wir mit der Situation umgehen können. Um Alternativen zu finden, müssen wir sie auch suchen.

Stellen Sie sich auf der einen Seite all Ihre schmerzvollen Momente des Scheiterns, all Ihre Niederlagen vor, und auf der anderen Seite all Ihre Erfolge. Welche Erinnerungen würden Sie lieber behalten, wenn Sie auf eine Seite vollständig verzichten müssten? Aus Fehlern wird man klug. Fehler und Misserfolge holen uns aus der Komfortzone. Alltägliche Routine, liebgewonnene Rituale, kuschelige Gewohnheiten oder eingespielte Abläufe – Fehler im System zwingen uns zum Nachdenken. Und trotzdem ist es nicht so einfach, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wir nehmen die Welt eben nicht objektiv wie eine Kamera wahr, sondern sehen die Realität verzerrt oder verfärbt. Einige Menschen tragen eine rosarote Brille und sehen alles positiv, andere Menschen tragen eine dunkle Brille und sehen alles negativ. Die einen sind erfolgsorientiert, die anderen misserfolgsorientiert. Beide Typen von Menschen sehen die Ursachen für ihre Erfolge, aber auch für ihre Misserfolge ganz unterschiedlich. Optimisten sehen in Erfolgen eher das Ergebnis ihrer Fähigkeiten („Ich kann das“) und begründen Misserfolge eher mit ungünstigen Umständen („Da hatte ich Pech, das kann jedem mal passieren“). Pessimisten suchen die Ursache für Misserfolge eher in ihren Charaktereigenschaften („Ich bin unfähig, mir gelingt nie etwas“) und interpretieren Erfolg als Zufall („Ich hatte Glück“ oder „Das hätte jeder geschafft“). Natürlich gibt es diese zwei Typen nicht in Reinform, aber der eine oder andere hat sicher Tendenzen in die eine oder andere Richtung bei sich festgestellt. Nicht nur die Zuschreibung für die Ursache unserer Erfolge und Misserfolge ist verzerrt, sondern auch die Bewertung unserer Leistung. Tatsache ist, ein leicht positiv verklärter Blick auf die Welt färbt die Wirklichkeit nicht nur schön, sondern verändert sie tatsächlich. Eine positive Grundeinstellung zum Leben steht in empirischen Zusammenhang mit Gesundheit, Leistung und Lebenserwartung.

Menschen sind fehlbar, und trotzdem ist es schwer, sich einzugestehen, dass man etwas nicht geschafft hat. Und genau hier beginnt erfolgreiches Scheitern: die Situation akzeptieren, aus den Fehlern lernen und weitermachen. Wer aus seinen Fehlern nicht lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen. Wenn wir das Machen von Fehlern als bewussten Lernprozess verstehen, können wir nach vorne schauen und gelassen unseren Weg gehen.

Sicher, nicht alles ist möglich. Aber es gibt meistens viel mehr Möglichkeiten, als man denkt. Wenn es nicht funktioniert wie gewünscht, gibt es kein „nie“, sondern nur ein „noch nicht“ oder „so nicht“. Bei einem negativen Erlebnis umzukehren und aufzuhören, aus Furcht vor weiteren Misserfolgen, scheint auf den ersten Blick der einfachere Weg, doch er führt nicht dahin, wo wir hinwollen. Die Fehler, dir wir machen, helfen uns dabei, dieses Ziel zu erreichen. Der Weg zum Erfolg liegt in der Bereitschaft zum Misserfolg. Also ziehen Sie los und machen Sie Fehler! Aber versuchen Sie, ein- und denselben Fehler nicht zu wiederholen.

 

Das ist ein Beitrag aus meinem Buch: „Das kleine Handbuch für mehr Gelassenheit im Alltag", (2013), Freiburg im Breisgau: Kreuz Verlag.


[i] Hallinan, J., T. (2009): „Lechts oder rinks. Warum wir Fehler machen“, München: Ariston Verlag.

[ii] zitiert nach: brand eins (08/2007): „Fehlanzeige“ von Lotter, W.


18 Kommentare zu “Fheler – kein Erfolg ohne Misserfolg”

  1. Horst Antworten | Permalink

    Das Streben nach Erfolg - Keine Bewußtseinsschwäche ohne Bewußtseinsbetäubung!?

  2. Michael Blume Antworten | Permalink

    Vielen Dank für den klugen und richtigen Post!

    Mir fällt dazu der zunächst seltsam klingende Umstand ein, dass es in den evangelischen (!) Kirchen eine neue Nachfrage nach Beichten gibt, obgleich diese gemeinhin als "katholisch" gelten. Als ein Grund dafür - und für einiges neue Interesse gerade auch von "erfolgreichen" Menschen an Religion - wird diskutiert, dass sich Menschen der Überlastung durch vermeintliche Fehlerlosigkeit zunehmend bewusst werden und wieder Orte suchen, an denen Vergebung und Versöhnung geschieht, wir trotz unserer Fehlerhaftigkeit angenommen werden. Ob da was dran ist?

    • Horst Antworten | Permalink

      Das klingt überhaupt nicht seltsam, wenn man bedenkt, daß auch die Evangelischen den Christus als Sündenbock funktionalisiert akzeptieren, für ihre gebildete Suppenkaspermentalität - "Vergebung und Versöhnung", sind so systemrational-heuchlerische Bewußtseinsbetäubung, von gleichermaßen gepflegt-manipulierbarer Bewußtseinsschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewußtsein", im geistigen Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" ;-)

      Fast unvorstellbare Möglichkeiten, in geistig-heilendem Selbst- und Massenbewußtsein, erst wenn Mensch seinen fehlerhaften / schwachsinnigen Kreislauf (Konfusion in Überproduktion von Kommunikationsmüll, für den nun "freiheitlichen" Wettbewerb um ...) seit der "Vertreibung" beendet, für wirklich-wahrhaftige Vernunft und ...! :-)

  3. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Fehler sind auch der Komplexität der Umwelt geschuldet und dem regelmäßig vorkommenden Sachverhalt, dass der Kenntnisstand nicht ausreicht, aber gehandelt werden muss (weil das Nicht-Handeln absehbare ungünstige Konsequenzen hat).
    Die Wissenschaft baut auf dem Trial & Error-Prinzip auf. Zudem sind Fehler meist nur ex post feststellbar, waren dann zwar effektiv Fehler, aber es bleibt unklar, ob es auch ex ante Fehler waren.
    Last but not least ist sogar diese Aussage falsch: 'Man soll einen Fehler immer nur einmal machen.'

    Die gute Nachricht ist, dass man versuchen kann Fehler oder Minderleistungen zu verwalten.

    MFG
    Dr. W

  4. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    @Michael Blume: Beichte und Korrektur
    Beichte ist mit Reue und Sühne verbunden, wobei die Reue und die darauf folgende Umkehr im Zentrum stehen.Jemand muss aber die Reue annehmen. Und das ist in der katholischen Kirche der Priester.
    Luther und Calvin haben diese Mittlerfunktion von kirchlichen Amtsträgern zwischen Gläuigen und Gott gestrichen, die Mittelmänner also entfernt und den Gläubigen Gott direkt unterstellt. Dieser Gott kann nun aber nicht wie der Priester sagen: Gott vergibt dir, denn Gott spricht ja nicht. Damit ist der Evangelisch-Gläubige mit seinen "Sünden" ein Leben lang allein. Er weiss nicht ob Gott ihm diese abgenommen hat. Er weiss nicht einmal ob eine Korrektur nötig ist, ob er seine Fehler korrigieren soll. Das weiss er erst im Jenseits. --- Was relativ spät ist.

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Hier ist zwischen dem Fehler und der Sünde zu unterscheiden.
      Sündig zu werden oder direkt sozusagen unethisch zu handeln auf der einen Seite und Fehler zu machen auf der anderen Seite spielen nicht in der selben Liga.

      Insofern würde der Schreiber dieser Zeilen an Hand des Artikels kein Plädoyer für die sittliche Fehlleistung herauslesen wollen und auch keine Erklärung suchen wollen, warum angeblich zurzeit Beichtstühle eingerannt werden.

      MFG
      Dr. W

      • Martin Holzherr Antworten | Permalink

        Es gibt einen Graubereich zwischen Fehler und Sünde. Was aber noch viel wichtiger ist: Sie können etwas als simplen Fehler, als fehlerhaftes Verhalten betrachten, sie können das gleiche aber auch als Verhalten empfinden, mit dem sie Schuld auf sich laden. Das gilt vor allem im Verhalten gegenüber anderen Menschen. Plötzlich geht ihnen auf, dass sie einen anderen Menschen falsch behandeln und dieses Gefühl ist mit Schuldgefühlen verbunden. Ob hier nun (objektiv?) eine Sünde vorliegt oder nicht ist zweitrangig, im Vordergrund steht das Schuldgefühl. Wer kann sie vom Schuldgefühl befreien? Braucht es dazu jemand anderen oder schaffen sie das alleine.

        • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

          Wer kann sie vom Schuldgefühl befreien?

          Offensichtlich genügt hier nicht einen eigenen Fehler festzustellen, denn Fehler geschehen, sind sinnvoll und dürfen auch ein zweites Mal in ähnlicher Form gemacht werden, wenn deren Beschaffenheit ungeklärt ist, was oft der Fall ist.

          Auch geht es bei den hier behandelten Fehlern nicht um das 'Gefühl'.

          MFG
          Dr. W

          • Martin Holzherr | Permalink

            denn Fehler geschehen, sind sinnvoll und dürfen auch ein zweites Mal in ähnlicher Form gemacht werden, wenn deren Beschaffenheit ungeklärt ist, was oft der Fall ist.

            Fehler sind meist harmlos und sowieso muss man damit leben. Aber nicht immer sind sie harmlos und nicht immer ist es einfach damit zu leben. Das zeigt obige Textstelle:

            Wenn irgendwo irgendetwas Schlimmes passiert, geht das meistens auf menschliches Versagen zurück, etwa bei Auto- und Arbeitsunfällen zu 90 Prozent und bei Flugzeugabstürzen zu 70 Prozent.[i] Rechnet man mit, dass Menschen die Technik erfunden haben, liegen wir sogar bei 100 Prozent Fehlerverursachung.

  5. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Rechnet man mit, dass Menschen die Technik erfunden haben, liegen wir sogar bei 100 Prozent Fehlerverursachung.

    Kann ja nicht stimmen.

    Denn der Mensch hat nicht die Natur erfunden und die Technologie bzw. die technische Implementierung arbeitet bewusst mit sogenannten Restrisiken,

    MFG
    Dr. W (der sich aber bevorzugt gemeldet hat um zwischen Fehlern und sittlicher Minderleistung unterschieden zu sehen)

  6. Katja Schwab Antworten | Permalink

    Im Grunde dreht sich die Debatte auch um die Frage, wie "Fehler" definiert werden. Ich spreche im obigen Beitrag von menschlichen Fehlern. Diese sind (es ist schon spät, als Einstieg muss erstmal wikipedia reichen) "Fehler, die ein Mensch durch sein Handeln (Fehlbedienung) oder durch seinen körperlich-geistigen Zustand zu verantworten hat. Fehlverhalten kann sowohl wissentlich als auch unwissentlich begangen werden". Legt man diese Definition zu Grunde, dann fallen auch Sünden darunter. (Im oberen Beitrag hatte ich die unwissentlich begangenen Fehler im Fokus, aber ich find's gut, wenn sich die Diskussion auch in andere Richtungen entwickelt.)

    • Horst Antworten | Permalink

      Wenn diese Welt- und "Werteordnung" eine menschenwürdigere / wirklich-wahrhaftigere wäre, so daß Mensch NICHT eine systemrationale Karriere in Zeit-/Leistungsdruck von Kindesbeinen hinlegen muß, wären Fehler (physische wie psychische) sicher nicht einmal halb so schlimm, und Psychologen wären ziemlich sicher weniger bis garnicht gebraucht ;-)

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Im Grunde dreht sich die Debatte auch um die Frage, wie "Fehler" definiert werden.

      Fehler oder Fehlleistungen sind dann gegeben, wenn in einer bekannten Anforderungslage eine Methodik ins Auge gefasst wird, die dann aber mangel- oder fehlerhaft umgesetzt wird.

      Zynisch formuliert: Wer verbrecherisch tätig wird und wie oben beschrieben konsequent vorgeht, macht keine Fehler.

      MFG
      Dr. W

  7. Karsten Kruschel Antworten | Permalink

    Dagegen, daß man aus Fehlern gefälligst was lernen soll, ist ja im Prinzip nichts einzuwenden. Leider aber gerät der Mensch immer öfter in Situationen, in denen er für seine Fehler erstens nichts kann und zweitens auch nichts dabei lernt.

    Manche Situationen und Systeme sind inzwischen so komplex, daß sie systemisch zu Fehlern führen. Man denke nur daran, wie verwirrende und undurchdachte Benutzeroberfächen zur fehlerhaften Bedienung von Fahrkartenautomaten oder Computerprogrammen führen. Auch Internet-Seiten sind mitunter so gestaltet, daß sie den Benutzer in die Irre führen (manchmal sogar absichtlich).

    Da sind Fehler dann alles andere als Helfer.

  8. Gerald Fix Antworten | Permalink

    Es gibt Situationen, in denen bestehen Menschen darauf, Fehler gemacht zu haben.

    Ich habe gestern bei einem Schachspiel zugeschaut. Schwarz hat einen fantastischen Zug gefunden und die Partie einige Zeit später auch gewonnen. Nach dem Spiel habe ich mit dem Verlierer gesprochen und ihm gesagt, wie sehr mir der Zug seines Gegners gefallen habe. "Ach was, den Zug habe ich vorausgesehen, ich habe danach nur einen Fehler gemacht."

    Ähnlich ist es vor Gericht, wenn jemand darauf besteht, kein schlechter Mensch zu sein, sondern nur einen Fehler gemacht zu haben.

    Offensichtlich gibt es eine Grenze, ab der mehr auf dem Spiel steht, als Fehlerlosigkeit. (Ein Schachspieler, der nicht aufgrund eines Fehlers verliert, kann nur noch die Überlegenheit des Gegners anerkennen.) Oder irre ich mich?

    • Dr. Webbaer Antworten | Permalink

      Offensichtlich gibt es eine Grenze, ab der mehr auf dem Spiel steht, als Fehlerlosigkeit. (Ein Schachspieler, der nicht aufgrund eines Fehlers verliert, kann nur noch die Überlegenheit des Gegners anerkennen.) Oder irre ich mich?

      Sie irren insofern als dass Sie über das Schachspiel die Trennung von Fehlerhaftigkeit und Moral (oder anderem) belegen zu scheinen wollen und Sie irren insofern beim Schachspiel, weil dort regelmäßig, auch von den Spitzenspielern, grobe Fehler und viele kleinere Fehler gemacht werden. [1]

      MFG
      Dr. W

      [1] was auch der Grund dafür ist, dass diese Spitzenspieler gegen jeden besseren Toaster im Schach verlieren würden

  9. Horst Antworten | Permalink

    "... habe ich mit dem Verlierer gesprochen ..."

    - wie wäre es denn, wenn beide Gewinner sind? ;-)

    Mit dem Gericht sollte / kann man keine vernunftbegabte Vergleiche anstellen, dort geht es AUSSCHLIESSLICH auch nur um systematische Ausbeutung und systemrationale Unterdrückung, dieser Welt- und "Werteordnung"! :-(

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