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Bloggen vom Heidelberg Laureate Forum

22. September 2013 von Beatrice Lugger

„Haben Sie Mitleid mit ihren Zuhörern", diese Aussage war unter den Worten, mit denen Klaus Tschira heute offiziell das erste Heidelberg Laureate Forum eröffnete. Er meinte damit die Laureaten der Informatik und Mathematik (Fields, Abel, Turing, Nevanlinna), die diese Woche gemeinsam mit 200 noch nicht gekürten ‚Nachwuchsforschern’ aus aller Welt eine Woche in Heidelberg ihre Ideen diskutieren. Nicht jeder im Saal verstünde, was der andere mache. Deshalb also bitte verständliche Vorträge halten. Ich kann diese Bitte nur unterstreichen. Zwar bin... weiter

 

Wissenschaftskommunikation in Lindau

28. Juni 2013 von Beatrice Lugger

Mit einem Panel nimmt sich in diesem Jahr die Lindauer Nobelpreisträgertagung des wichtigen Themas Kommunikation in der Wissenschaft an. Das freut mich natürlich sehr – und ich darf auch noch mitdiskutieren! Unter dem Motto ‚Why communicate’, werden also die Nobelpreisträger Robert Gilbert, Brian Kobilka, Sir Harold Kroto und Ada Yonath sowie der Student Simon Engelke und ich am Donnerstag Nachmittag unsere Ansichten teilen. Einige meiner zentralen Ansichten zur Wissenschaftskommunikation vor allem im Web habe ich im englischen Teil der Lindau... weiter

 

Mendeley in den Händen von Elsevier

10. April 2013 von Beatrice Lugger

Nun sind sie also eingezogen. Die Guten bei den Bösen. Die Stars der jungen Szene öffentlicher Wissenschaft, Mendeley, gehören seit vorgestern zu Elsevier. Genau jenem britisch-niederländischen Verlag also, der mit seiner Lobbyarbeit rund um den sogenannten Research Work Act vor gut einem Jahr, einen Boykott der Wissenschaftscommunity provozierte. Insgesamt gilt der Verlag als einer der Preistreiber und Verhinderer der Open Access Bewegung. Entsprechend groß ist das Raunen, das nun durch Blogs und Tweets weht. Mendeley wurde 2008 von drei deutschen... weiter

 

Die Peer-J Mitgliedschaft fürs Publizieren

19. Februar 2013 von Beatrice Lugger

Das wissenschaftliche Onlinejournal PeerJ bietet Forschern für wenig Geld ein lebenslanges Recht dort zu veröffentlichen. Am vergangenen Dienstag gingen die ersten 30 Artikel des neuen Open Access Journals online. Damit startete ein völlig neues Publikationsmodell, über das ich im Vorfeld bereits berichtet hatte und auch die Zweifel darüber. Es klingt fast unglaublich. Für nur 129 US-Dollar (96 Euro) können auf der neuen Publikationsplattform PeerJ Forscher das lebenslange Recht erwerben, einmal pro Jahr einen Artikel zu publizieren:; für 239 Dollar zweimal... weiter

 

Publikationen sind nur ein Teil wissenschaftlicher Produkte

14. Januar 2013 von Beatrice Lugger

Die rund 50.000 Wissenschaftler und Ingenieure, die alljährlich bei der US-amerikanischen National Science Foundation, NSF, Anträge auf Förderung einreichen, sind vom heutigen Montag an gefordert mehr als Publikationen in den biographischen Informationen zu listen. Dies ist ein klares Signal und zeigt, welchen Stellenwert weitere Möglichkeiten wissenschaftlicher Reputationsbildung inzwischen haben. Vor allem Online-Werkzeuge könnten und werden hier eine wichtige Rolle spielen. Biographical Sketch(es), has been revised to rename the “Publications” section to “Products” and amend terminology and instructions accordingly. This change... weiter

 

Nobel öffnet sich neuen Wegen für einen Dialog

6. Dezember 2012 von Beatrice Lugger

Dieser Tage ist Adam Smith, Editorial Director der Nobel Media AB, sehr beschäftigt. Trotzdem hat er mir ein paar Fragen zu Zielen und Langlebigkeit des Nobel Week Dialogue beantwortet. Diesem neuen Format, das ein wissenschaftliches Thema in den gesellschaftlichen Kontext stellt und offene Gespräche fördert. Es wird am Sonntag das erste Mal stattfinden und ich werde dabei sein können – sofern kein weiterer Schneesturm Stockholm über 24 Stunden zum Stillstand zwingt. Adam Smith ist übrigens auch derjenige, der seit Jahren... weiter

 

Nobel Week Dialogue in Stockholm

3. Dezember 2012 von Beatrice Lugger

Die Verleihung der Nobelpreise in Stockholm bildet am 10. Dezember natürlich den Schluss- und Höhepunkt der sogenannten Nobel Week mit diversen Veranstaltungen, die jetzt beginnt. Doch am Tag davor findet in diesem Jahr zum ersten Mal ein weiterer Höhepunkt statt, der Nobel Week Dialogue, der unter dem Motto "Genetic Revolution" steht. Es werden nicht einfach 50 Jahre der Nobelpreisvergabe an Francis Crick, James Watson und Maurice Wilkins gefeiert. Der Dialogue nimmt diese 50 Jahre zum Anlass, um sowohl rückblickend als... weiter

 

0000-0001-7825-8747 – Meine ORCID Nummer

14. November 2012 von Beatrice Lugger

Seit Mitte Oktober können Forscher sich bei ORCID registrieren und ihre Nummer holen, mit der sie ein Leben lang verbunden bleiben (können). Open Researcher & Contributor ID (ORCID) ist eine schlichte alphanumerische Folge, die einzelne Wissenschaftler inmitten der Heerschar der unzähligen Forscher weltweit, endlich eindeutig identifizierbar machen soll. Denn bisher gab es da einige Schwierigkeiten. Wer etwa ist L. Müller? An welchen Forschungsschriften hat sie oder er mitgewirkt? Nicht nur Allerweltsnamen, auch abgekürzte Vornamen, schwer zuordenbare asiatische Namen oder Namensänderungen... weiter

 

Ein Vergleich für Forscher unter sich: Der Researchgate Score

9. Oktober 2012 von Beatrice Lugger

Im Forschungsnetzwerk ResearchGate werden neuerdings die Aktivitäten oder das Schweigen der Mitglieder in diesem Netzwerk mit einer Punktzahl (engl. score) bewertet. Wer wenig aktiv ist, bekommt kaum Punkte und hat einen niedrigen ResearchGate Score. Wer fleißig Daten auf die Plattform lädt, Fragen stellt und mitdiskutiert, wird per metrischem Verfahren belohnt; der RG Score steigt. Ich habe einen RG Score von 10,84. Ob das gut oder schlecht ist, entscheidet die Sichtweise. Auf ResearchGate kann man Rohdaten, Grafiken, Publikationen, positive wie negative... weiter

 

Mendeleys Analysetool für Universitäten und Institute

7. August 2012 von Beatrice Lugger

Es ist die logische Konsequenz einer Entwicklung, die 2009 begann. Erst speisten Forscher wissenschaftliche Literaturdaten, Literaturlisten und ihre Bewertungen von Literatur in das System Mendeley ein. Nun will Mendeley damit mehr Geld verdienen, indem sie weitere bezahlende Kunden anlocken. Die Auswertung der Daten liegt auf der Hand. Wie Mendeley heute Mittag bekannt geben wird, sollen Kunden der Mendeley Institutional Edition fortan spezielle Analysen der Daten ihrer Forschergruppen und Institute abrufen können. „Zum ersten Mal erfassen wir auf Universitäts- oder Institutsebene,... weiter