Homöopathie – Erst das Phänomen, dann die Erklärung

7. März 2010 von Joachim Schulz in Experimentelles

Schon vor Jahren habe ich ein paar Seiten zur Homöopathie ins Netz gestellt. Sie enthalten keine besonderen Weisheiten, nur ein paar Worte dazu, warum ich persönlich weder an das Simileprinzip noch an den Prozess der Potenzierung glaube. Dieses Thema ist immer wieder aktuell und ich bekomme hin und wieder eine Rückmeldung zu meinen Seiten ins Postfach. Homöopathie-Befürworter belächeln mich dabei oft wegen der kritischen Einstellung zur Homöopathie, die man bei uns Naturwissenschaftlern so oft findet. Was ich nicht erklären könne, würde ich einfach leugnen. Wenn es denn so einfach wäre...

Tatsächlich beflügeln unerklärliche neue Phänome die Naturwissenschaft nicht selten. Historische Beispiele sind die zunächst experimentell gefundene Radioaktivität oder die zunächst theoretisch vorhergesagte "spukhafte Fernwirkung" in der Quantenmechanik, die Verschränkung räumlich getrennter Quantenobjekte. Die Radioaktivität haben wir theoretisch mittlerweile ganz gut im Griff. Man weiß wann sie auftritt und man kann sie berechnen. Auch in Bezug auf das Verhalten verschränkter Teilchen hat sich die Quantenmechanik bewährt. Die Effekte Radioaktivität und Verschränkung sind trotz ihrer nach wie vor rätselhaften Natur anerkannt und Teil der etablierten Physik. Und vielleicht ist auch bei ihnen in der theoretischen Erklärung noch nicht das letzte Wort gesprochen. Schließlich lässt sich das Verhalten eines einzelnen Quants nie voraussagen. Nur ein Ensemble gleicher Atome oder Elektronen verhält sich deterministisch.

Welche Probleme sollten Physiker also mit den Phänomenen Ähnlichkeitsprinzip ("Simile-Prinzip") und "Potenzierung" haben? Für beides gibt es ja schon theoretische Erklärungsansätze. So führte bereits Hahnemann selbst das Ähnlichkeitsprinzip darauf zurück, dass die künstlichen Ursachen stärker wirken als die natürlichen und so die Krankheit quasi übernehmen und den Körper wieder in den Normalzustand zurückbringen. Und das Prinzip der Potenzierung wird im allgemeinen dadurch erklärt, dass das Lösungsmittel durch die richtige Verschüttelungsmethode die Struktur des Wirkstoffes übernimmt und verstärkt. Hier gibt es meiner Erfahrung nach unterschiede zwischen eher materialistisch denkenden Homöopathen, die eine chemische oder physikalische Veränderung des Lösungsmittels annehmen, und eher spirituell eingestellten Homöopathen, die eine feinstoffliche, also geistliche Ursache vermuten. Wie dem auch sei, Erklärungsansätze liegen vor. Damit habe ich als Naturwissenschaftler keine Probleme. Was mir fehlt ist das Phänomen.

Beide Grundprinzipen der Homöopathie sind so einfach, dass sie sich leicht nachweisen lassen müssten. Wenn jedes oder zumindest ein Großteil aller Krankheitssymptome durch ein Medikament geheilt werden könnten, das bei gesunden Patienten ähnliche Symptome hervorruft (Ähnlichkeitsprinzip), dann wäre das offensichtlich. Aber so einfach ist die Medizin leider nicht. Das Simileprinzip existiert nicht. Wenn die sich die Wirkung eines Wirkstoffes durch gekonntes Verschütteln oder Verreiben verstärken ließe, dann hätten hunderte britische Homöopathie-Skeptiker am 30. Januar beim 10:23 'overdose' event starke Vergiftungserscheinungen gezeigt. Das Phänomen "Potentierung" existiert auch nicht.

Kritisch sein ist ein Grundprinzip der naturwissenschaflichen Vorgehensweise. Wenn von neuen Prinzipen berichtet wird, dann können wir nicht blind davon ausgehen, dass diese auch existieren. Man wird sich vielmehr Experimente ausdenken, mit denen die Existenz überprüft werden kann. Lässt sich ein Phänomen nicht nachweisen, so ist nichts zu erklären. Alle Erklärungsversuche für nicht existente Phänomene sind Sciencefiction. Im Vergleich zu den Alternativwissenschaften, in denen jedes Phänomen und jede Erklärung recht unkritisch übernommen wird, sind die Naturwissenschaften daher konservativ. Von der Erstentdeckung eines neuen Phänomens bis zur Anerkennung in der Naturwissenschaft braucht es Zeit. Und die meisten Ideen und Ansätze schaffen es nicht, den Filter der kritischen Überprüfung zu überstehen. Den Verfechtern der Homöopathie ist es nun schon seit mehr als zweihundert Jahren nicht gelungen nachzuweisen, dass die ihr zu Grunde liegenden Phänomene existieren. Das macht es schwer, ihnen zu glauben.


55 Kommentare zu “Homöopathie – Erst das Phänomen, dann die Erklärung”

  1. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Homöopathie: Warum nicht ignorieren?

    Mich verwundert, dass sich ein Physiker überhaupt mit Homöopathie beschäftigt -wenn auch nur im ablehnenden Sinne.

    Zum andern wundere ich mich, dass die Homöopathie - oder ist es nur das Simile-Prinzip - 300 Jahre überlebt hat.

    Wäre da nicht Isaac Newton, der sich in seiner Freizeit mit Alchemie beschäftigt hat (aus der Wikipedia: „Heimlich des Nachts experimentierte derselbe Mensch, der über die Grundlage der gesamten Naturlehre nachsann, oft in versteckten Laboratorien.“).

    Homöopathie, das Simile-Prinzip, Alchemie, Astrologie, ... hat vielleicht mehr mit der menschlichen Psyche und dem Glauben an verborgene Zusammenhänge zu tun als mit Wissenschaft. Deshalb ist dieses Zeug solange am Leben geblieben.

  2. Karl Bednarik Antworten | Permalink

    Antikörper

    Es gibt eine einzige Ausnahme:

    Impfungen beruhen auf der Aktivierung des Immunsystems durch Antigene und auf der Bildung von antigen-spezifischen Antikörpern.

    Deshalb kann das Verabreichen eines geschwächten Kranheitserregers vor eben dieser Krankheit schützen.

    Wenn man unbedingt will, dann kann man hier die hohe morphologische Ähnlichkeit und mit gewissen Einschränkungen die hohe Verdünnung wiederfinden.

    Die restlichen Aussagen der Homöopathie sind natürlich einfach nicht zutreffend.

  3. KRichard Antworten | Permalink

    Placebo, Nocebo

    Neben der Placebo-Wirkung wird in den letzten Monaten auch verstärkt das Nocebo-Phänomen in den Medien beschrieben: das ist eine negative (schädliche) Placebo-Wirkung.
    Wenn man beide zusammen erforscht, dann kann man eventuell die Wirkung der Homöopathie besser verstehen.

  4. Thomas Schmitz Antworten | Permalink

    "Verstärkung" durch Potenzierung

    Zitat:"Wenn die sich die Wirkung eines Wirkstoffes durch gekonntes Verschütteln oder Verreiben verstärken ließe, dann hätten hunderte britische Homöopathie-Skeptiker am 30. Januar beim 10:23 'overdose' event starke Vergiftungserscheinungen gezeigt. Das Phänomen "Potentierung" existiert auch nicht. "
    Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet aber auch, dass man sichmit de zu kritisierenden Konzept umfänglich vertraut macht. Die Potenzierung einer Verstärkung gleichzusetzen ist schlichtweg Unfug! kein ernstzunehmender Homöopath würde solch einen Unsinn behaupten. Der Begriff der Potenzierung bezieht sich ausschließlich auf das Zubereitungsverfahren und bezeichnet den "Dynamisiserungsgrad" in der praktischen Vorgehensweise der Verschüttlung oder Verreibung. Nicht aber der Wirkung. Das Simileprinzip hat mit der Potenzierung gar nichts zu tun! Ich rate zum Selbstversuch bzw reproduzierbaren Experiment: Wenn Sie einmal Übelkeit verspüren, die sich anfühlt, als ob Sie ein Glas Salzwasser getrunken hätten, ohne dies allerdings getan zu haben, dann tun Sie genau das: trinken Sie einen Schluck Salzwasser. Sie werden sehen, dass die Übelkeit sehr zügig zurückgeht. Ohne jede Potenzierung. Oder folgendes Experiment: Wenn Sie sich mal den Finger verbrannt haben, lassen Sie nicht wie üblich KALTES Wasser drüberlaufen, sondern sehr warmes Wasser,bei dem Sie die Temperatur bis zur Schmerzgrenze erhöhen(nicht verbrühen!). Sie werden feststellen, dass zwar währenddessen der Schmerz nicht abnimmt, wie es beim kalten Wasser der Fall ist, allerdings wird das Schmerzphänomen dann nach der Warmwasseranwendung nach kürzester Zeit, also innerhalb von wenigen Minuten, vorbei sein. Währenddessen der Finger nach der Kaltwasseranwendung immer wieder zu schmerzen beginnt, wenn Sie die Anwendung beenden. Und das über längere Zeit.
    Das sind zwei von vielen Phänomenen, die jeder für sich zu Hause durchführen kann. Dann kann man sich auch nochmal mit der Materie beschäftigen und zum Beispiel auch beobachten, dass die Homöopathie auch bei Tieren und Pflanzen funktioniert, bei denen man die häufig genannte Plazebowirkung von vornherein ausschließen kann.
    Warum gibt es immer wieder Leute, die versuchen eine bewährte Theorie mit Hinweis auf die fehlende wissenschaftliche Beweisbarkeit als falsch hinzustellen? Das bedeutet, dass all jene, die, ob privat oder beruflich mit dieser Theorie arbeiten als Idioten diskreditiert werden. Seriöses wissenschaftliches Arbeiten orientiert sich am Phänomen und versucht die entsprechenden Mechanismen der Ursache zu finden. Wenn dies nicht gelingt, sollte man aber das Phänomen nicht einfach leugnen.

  5. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Thomas Schmitz

    "Das sind zwei von vielen Phänomenen, die jeder für sich zu Hause durchführen kann."

    Es geht mir in diesem Beitrag nicht um ein paar Hausrezepte gegen leichte Übelkeit oder Sofortmaßnahmen bei leichten Verbruehungen. Die Homöopathie tritt ja als ganz allgemeines Konzept gegen ernsthafte Erkrankungen auf.

    "Dann kann man sich auch nochmal mit der Materie beschäftigen und zum Beispiel auch beobachten, dass die Homöopathie auch bei Tieren und Pflanzen funktioniert, bei denen man die häufig genannte Plazebowirkung von vornherein ausschließen kann."

    Der Plazeboeffekt lässt sich durchaus auch bei Tieren und Pflanzen beobachten. Genau das ist doch der Grund, warum man Studien auch dort doppelblind durchführt.

    "Das bedeutet, dass all jene, die, ob privat oder beruflich mit dieser Theorie arbeiten als Idioten diskreditiert werden."

    Das habe ich nicht behauptet und ich lasse mir solch eine Aussage auch nicht unterschieben. Ich habe dieses Thema sachlich begonnen und möchte alle Diskutierenden bitten, die Debatte nicht auf eine persönliche Ebene zu ziehen. Damit ist niemandem geholfen.

  6. KRichard Antworten | Permalink

    Wirkweise

    Die Bindungen zwischen benachbarten Wassermolekülen haben eine Bestandsdauer um ca. 50 Femtosekunden - d.h. das ist die maximale Dauer, welche man für ein chemisches Gedächtnis wässrige Lösungen ansetzen kann. D.h. wässrige Lösungen haben kein Gedächtnis.

    Anders ist es bei Menschen - bei allem was wir erleben wird mit den Erfahrungen aus unserem Gedächtnis verglichen. Außerdem hat jedes Lebewesen ein gewisses Maß an Selbstheilungskräften. So lassen sich viele Heil-/Schadwirkungen von wirkstofflosen Substanzen erklären.

  7. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @KRichard: Wirkungsweise

    Stimmt schon. Derzeit ist kein Mechanismus bekannt, der die Information lange genug speichern könnte.

    Diese Argumentation geht jedoch an der Aussage meines Blogbeitrags vorbei. Es wäre ja denkbar, dass es einen Mechanismus gibt, der uns bisher verborgen blieb. Dazu allerdings müsste man erst einmal nachweisen, dass die Potenzierung oder Dynamisierung überhaupt funktioniert, dass also ein hochpotenziertes Medikament über den Placeboeffekt hinaus Wirkung zeigt.

    Dieser Nachweis steht aus. Und solange es kein reproduzierbares Phänomen gibt, brauchen wir über die Mechanismen nicht diskutieren.

  8. Luchs Antworten | Permalink

    nicht immer harmlos

    Hallo Joachim,

    ich stimme Dir in allen Deinen Aussagen zu, die im übrigen sehr klar und treffend formuliert sind, bis auf eine Kleinigkeit. Du schreibst:

    „Wenn sich die Wirkung eines Wirkstoffes durch gekonntes Verschütteln oder Verreiben verstärken ließe, dann hätten hunderte britische Homöopathie-Skeptiker am 30. Januar beim 10:23 'overdose' event starke Vergiftungserscheinungen gezeigt.“

    Auch wenn Du es nicht so gesagt hast, aber diese Aussage legt den GEFÄHRLICHEN Schluss nahe, dass Homöopathie immer harmlos ist. Ich darf hier esowatch zitieren:

    http://www.esowatch.com/...?title=Hom%C3%B6opathie

    „Glaubt man den Befürwortern der Homöopathie, so wäre die Anwendung stets nebenwirkungsfrei, und dies mag im allgemeinen auch auf die so genannten Hochpotenzen bezogen plausibel erscheinen. Wenn man die Problematik der Homöopathie-Wirkungslosigkeit (gegenüber Placebo) und des Zeitverzuges durch Verzicht auf wirksame Therapien außer Acht lässt, lassen sich aber in der Fachliteratur Angaben zu Nebenwirkungen durch niedrig potenzierte Homöopathika finden. Nicht jedes als homöopathisches Medikament zugelassene Mittel enthält die Wirksubstanzen in hinreichender Verdünnung (bzw. „hoher Potenz“), so dass es frei von unerwünschten Nebenwirkungen wäre. Als Beispiel kann hier ein Mittel gegen Bluthochdruck namens „Homviotensin“ ® genannt werden, das als nebenwirkungsfrei vermarktet wird, aber einige Phytotherapeutika in ausreichender Konzentration enthält um pharmakologische Wirkungen zu entfalten. Zitat Bewerbung: Eine Tablette Homviotensin zu 320 mg enthält, arzneilich wirksame Bestandteile Reserpinum Trit. D3 32,0 mg (HAB1, Vorschrift 6); Rauwolfia Trit. D3 32,0 mg; Viscum album Trit. D2 32,0 mg; Crataegus Trit. D2 64,0 mg. Die sonstigen Bestandteile sind Lactose und Magnesiumstearat [...] Hier sind also herzwirksame Substanzen in erheblicher Konzentration zu finden. Als Nebenwirkungen werden zusätzlich verstopfte Nase und depressive Verstimmung genannt. Die meisten homöopathischen Komplexmittel funktionieren nicht homöopathisch, sondern haben eindeutig pharmakologische Wirkungen."

    mfg
    Luchs

  9. jf Antworten | Permalink

    seit mehr als dreihundert Jahren

    Wurde die Homöopathie nicht um etwa 1800 von Hahnemann entwickelt? Oder gibt es in dieser "Wissenschaft" auch eine Zeitdilatation? ;-)

  10. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Luchs: Verharmlosung nicht beabsichtigt

    Hallo Luchs,

    Auf niedrig Potenzierte Mittel bin ich bewusst nicht eingegangen. Es gibt ja keinen Wissenschaftlichen Grund, warum die keine Wirkung zeigen sollten.

    Allerdings verwundert mich dein Beispiel. Dort ist von Reserpinum in einem Blutdruck senkendem Medikament die Rede. Waere das nicht Allopathie?

    @jf:
    Oh, peinlich. Ich habe einfach 21. Jahrhundert minus 18. Jahrhundert gerechnet, ohne zu berücksichtigen, dass Hahnemann am Ende seines Jahrhunderts publizierte, wir dagegen noch am Ende des unseren stehen. Ich werd das oben korrigieren.

  11. hic fuit Antworten | Permalink

    Theorie immunisiert

    In Hahnemanns Organon ist festgehalten, wann Homöopathie nicht wirkt. http://www.dzvhae.com/...anon-burgdorf-verlag.pdf, §259 und Fußnote zu §260.
    Ebenso ist die Kritik an der 10.23 - Aktion seitens der Homöopathie, dass man die Mittel falsch eingenommen habe (z.B. wurde kritisiert, dass die Dosen nicht über den Tag verteilt eingenommen wurden), dahingehend zu verstehen, dass man nichts falsch machen darf, wenn man möchte, dass ein homöopathisches Mittel wirkt.

    Insgesamt kann ich nur schließen, dass sich die Homöopathie durch solche Regeln als Theorie immunisiert, und zwar kräftig, durchaus nicht homöopathisch. Im Effekt bedeutet das, dass sich die Homöopathie jeder kritischen Würdigung entzieht, und dies ist das Kennzeichen von Pseudowissenschaft.

  12. Ines Antworten | Permalink

    Falsch Verstanden?

    "In Hahnemanns Organon ist festgehalten, wann Homöopathie nicht wirkt. http://www.dzvhae.com/...anon-burgdorf-verlag.pdf, §259 und Fußnote zu §260."

    Natürlich wirkt sie auch nicht, wenn man die übrigen 289 §§ ignoriert. (z.B. die Simileregel, wie bei 10:23.)

    "Ebenso ist die Kritik an der 10.23 - Aktion seitens der Homöopathie, dass man die Mittel falsch eingenommen habe (z.B. wurde kritisiert, dass die Dosen nicht über den Tag verteilt eingenommen wurden), dahingehend zu verstehen, dass man nichts falsch machen darf, wenn man möchte, dass ein homöopathisches Mittel wirkt."

    Es wollte sicher auch kein Homöopath, dass bei dieser Aktion jemand zu Schaden kommt. Also gut, dass die Leute das nur einmal eingenommen haben. Ganz sicher gab es einige, die zufällig ihr Simile erwischt haben, wenn es dann auch noch eine Hochpotenz war, gabs ja vielleicht auch Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen etc. (je nach dem, welche Arznei es war). Aber welcher Gegner hätte das schon auf die homöopathische Arznei zurückgeführt?

    @ Joachim: In Ö sind nur Medizinier Homöopathen (eigentlich doch auch Naturwissenschafter, oder?). Bin vor über 10 Jahren zufällig auf die Homöopathie gestoßen, theoretisch ebenfalls sehr skeptisch, hab mich aber von der Wirkung überzeugen lassen. Nach über 10 Jahren hätte ich viele unglaubliche Fälle zu erzählen, die natürlich kein Gegner glauben würde. Ich weiß jedenfalls, dass Homöopathie funktioniert und wäre dankbar, wenn ihr endlich herausfindet, warum!

  13. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Simile-Regel

    "Natürlich wirkt sie auch nicht, wenn man die übrigen 289 §§ ignoriert. (z.B. die Simileregel, wie bei 10:23.)"

    Nun, was die Leute bei 10:23 gemacht haben, ist der klassische Arzneimitteltest nach Hahnemann: Das homöopathische Medikament sollte beim Gesunden ähnliche Symptome auslösen, wie sie bei der zu behandelnden Krankheit auftreten.

    Da wurde keine Regel ignoriert. Die homöopathischen Mittelchen haben schlicht alle versagt.

  14. Ines Antworten | Permalink

    Noch etwas

    @ Luchs: 1. Kein Homöopath hat gelernt, dass die Homöopathie keine Nebenwirkungen haben kann. Deshalb gibt es z.B. auch verschiedene Potenzarten und verschiedene Verabreichungsformen.
    2. Komplexmittel haben mit klassischer Homöopathie nichts zu tun und werden nicht nach dem Simileprinzip verabreicht (daher auch von klassischen Homöopathen abgelehnt).
    Meines Wissens wurden auch für die Lancet-Studie nur 8 Studien mit Komplexmitteln verwendet und keine einzige klassisch homöopathische. Der Ausgang überrascht daher nicht.

  15. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Nachweis

    "Ich weiß jedenfalls, dass Homöopathie funktioniert und wäre dankbar, wenn ihr endlich herausfindet, warum!"

    Hast du meinen Blog oben gelesen? Warum es funktioniert ist zweitrangig. Wenn du zu wissen glaubst, dass Homöopathie funktioniert und andere dir nicht glauben, dann bist du in der Position, es zu beweisen.

    Wenn du also eine gute Idee hast, wie man das Simileprinzip endlich mal wissenschaftlich nachweisen kann, dann wende dich an die Hersteller der homöopathischen Medikamente oder an ein medizinisches Institut deines Vertrauens. Erstere verdienen viel Geld mit Homöopathie, das sie sicher auch in Studien zu investieren bereit sind. Schließlich könnten sie so mehr Kunden gewinnen. Letztere sind immer bestrebt, bessere Behandlungsmethoden zu finden und zu publizieren.

    Wenn dir der Nachweis, dass Homöopathie wirklich funktioniert, gelingen sollte, dann wirst du weltberühmt und, wenn dir danach ist, steinreich. Aber Vorsicht: Ich meine nicht den Nachweis, dass irgendein niedrig potenziertes Medikament eine pharmakologische Wirkung hat. Das glaubt dir jeder unbesehen. Weise nach, dass das Simileprinzip generell funktioniert und dass Dynamisierung oder Potenzierung machbar ist.

  16. Ines Antworten | Permalink

    Arzneimittelprüfung

    @ Joachim
    Da gab es den Chinarinden-Versuch von Hahnemann. Der hat aber die Chinarinde pur in höheren Dosen genommen und danach Wechselfieber entwickelt. Deshalb hat er dann ja auch mit den Potenzierungen begonnen. Er wollte ja heilen, nicht krank machen.
    Bei Arzneimittelprüfungen werden hohe Potenzen über mehrere Tage eingenommen, erst dann entwickeln sich Symptome. (Klassischer Fall von falsch angelegter "Studie" und nicht von Arzneiversagen).

  17. Ines Antworten | Permalink

    Beweise

    Abgesehen davon, dass ich praktizierende Tierärztin bin (Zeitproblem), komme ich mit 5g homöopathischer Arznei (ca. 5€ Einkaufspreis) für geschätzte 100 Behandlungen aus. Das genau ist das Problem, warum es zu wenige Studien gibt - es ist damit kein Geld zu machen. Das wäre ja für alle Krankenkassen wünschenswert, aber die Pharma-Lobby weiß das zu verhindern.
    Offenbar war die Entscheidung in GB auch sehr Lobby-geprägt und in der Schweiz gab es eigentlich ein positives Ergenis: http://www.heilpraxisnet.de/...oeopathie-41002.php
    Es gibt schon Beweise, dass die H funktioniert (z.B. Kaulquappentest von Ender), das Problem ist ja nur, dass die Schulmedizin lediglich Tests akzeptiert, die für so komplexe Abläufe nicht geeignet sind und das wissen auch die Schulmediziner.
    Übrigens: Ich will nicht berühmt werden, es reicht mir schon, wenn ich nicht mit Kartenlesern und Esoterikern in einen Topf geworfen werde.

  18. Ines Antworten | Permalink

    Potenz

    P.S. Entschuldigung, kein klassischer Homöopath würde etwas mit niedrigen Potenzen beweisen wollen!
    Es gibt unzählige Fallberichte, z.T. auch von Tumorheilungen (z.B. Jens Wurster - auch von schulmedizinischen Kliniken überprüft!). Die machen aber in der Schweiz stundenlange Anamnesen um das richtige Mittel zu finden. Das läßt sich doch nicht mit einer Doppelblindstudie vereinen! Wenns also nicht wichtig ist wie es funktioniert, verstehe ich die Ablehung nicht.

  19. Luchs Antworten | Permalink

    @Ines

    Spontanheilungen bei Krebs sind gar nicht so selten. Der Placeboeffekt bei Babys und Tieren ist bekannt. In vitro Doppelblindstudien sind IMMER moralisch zu verantworten. Es gibt meines Wissens keine einzige in vitro Studie, die die Wirksamkeit eines hochpotenzierten (Arnei- oder homöopathischen) Mittels beweist, hochpotenziert im Sinne von chemisch inhaltsleer.

    mfg
    Luchs

  20. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Ein kleiner Anfang reicht

    "P.S. Entschuldigung, kein klassischer Homöopath würde etwas mit niedrigen Potenzen beweisen wollen!"

    Das ist in Ordnung. Wie gesagt, fände ich das auch nicht so überzeugend, wie ein Beweis der Wirksamkeit von Hochpotenzen.

    "Es gibt unzählige Fallberichte"

    Ja, Fallberichte haben aber den Makel, dass sie nicht reproduzierbar sind. Man weiß hinterher nie, wie die Krankheit ohne homöopathischer Behandlung verlaufen wäre.

    "Die machen aber in der Schweiz stundenlange Anamnesen um das richtige Mittel zu finden. Das läßt sich doch nicht mit einer Doppelblindstudie vereinen!"

    Dann muss man eben klein Anfangen. Es wird doch auch gewöhnlichere Krankheitsbilder geben, die man doppelblind behandeln kann. Oder man führt einen Arzneimitteltest, wie du ihn oben beschrieben hast, doppelblind durch. Da gibt es genügend Vorschläge von Leuten, die sich besser auskennen als ich. Warum macht das keiner? Warum immer diese Ausflüchte?

    Hast du man das Organon gelesen? Paragraph 25 klingt nicht so, als sei es sehr kompliziert.

    "Wenns also nicht wichtig ist wie es funktioniert, verstehe ich die Ablehung nicht."

    Die Ablehnung kommt daher, dass es wichtig ist, dass es ein Medikament _nachweislich_ funktioniert, bevor man es auf Patienten anwendet.

    Ich bin ja nur Experimentalphysiker, aber wenn ich einfach schreibe, "Ich weiß, dass das Graviton existiert, aber ich kann es nicht nachweisen, weil das zu kompliziert wäre und man damit nicht viel Geld verdienen kann.", dann würde man mich zu recht auslachen. Wer etwas behauptet, muss es Beweisen. So einfach ist Wissenschaft.

  21. Ulrich Berger Antworten | Permalink

    @ Joachim Schulz:

    "Oder man führt einen Arzneimitteltest, wie du ihn oben beschrieben hast, doppelblind durch. Da gibt es genügend Vorschläge von Leuten, die sich besser auskennen als ich. Warum macht das keiner? Warum immer diese Ausflüchte?"

    Das wird ja gemacht. Die Ergebnisse sind desaströs und deshalb erfährt man von den Homöopathen nichts darüber: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17227742

  22. Ines Antworten | Permalink

    Beweis

    "Spontanheilungen bei Krebs sind gar nicht so selten."
    Ich würde dir das Buch von Jens Wurster "Die homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierter Tumore" empfehlen, da sind Fälle drinnen, wo die Tumore nach Chemo etc. immer größer werden und jedesmal nach hom. Arznei kleiner.

    Der Placeboeffekt bei Babys und Tieren ist bekannt.
    Bestreite ich nicht, den erkennen die schulmedizinier aber an, auch wenn sie nicht wissen wie er funktionert!

    In vitro Doppelblindstudien sind IMMER moralisch zu verantworten.

    Sie sind aber vielleicht nicht für jede Behandlungsmethode die richtige Wahl:
    http://www.psychophysik.com/...-0911-dellmour.html

    Ja, Fallberichte haben aber den Makel, dass sie nicht reproduzierbar sind. Man weiß hinterher nie, wie die Krankheit ohne homöopathischer Behandlung verlaufen wäre.

    Das stimmt leider oft, auch wir wissen nicht in jedem Fall, ob es nicht ohne Arznei auch so gelaufen wäre. (Weiß ich aber auch nicht, wenn ich ein Antibiotikum gebe) Dann gibt es aber Fälle, wo Patienten seit Jahren trotz schulmedizinischer Behandlung an immer wiederkehrenden Problemen (z.B. Mandelentzündungen) leiden. Wenn die nach einer Behandlung nicht mehr kommen und sich solche Fälle häufen, sieht das anders aus. Beweis ist das im schulmedizinischen Sinne nicht, aber in der Krebstherapie werden auch Methoden angewandt, die eine Erfolgsquote von weniger als 5 % haben, das findet jeder normal? Und da ist es keine Selbstheilung, wenn es mal klappt? (Abgesehen davon, dass diese Methoden wesentlich teurer sind!)

    Hast du man das Organon gelesen? Paragraph 25 klingt nicht so, als sei es sehr kompliziert.

    Die Krux ist der § 153. Du musst nämlich das Mittel suchen, das ähnlich zu den ungewöhnlichen Symptomen einer Erkrankung ist. Wenn du also einen Patienten mit Schnupfen hast, ist nicht der Schnupfen selber für die Arzneiwahl wichtig, sondern das, was er (und andere nicht) an Symptomen hat. Z.B. rinnenden Nase in der Nacht, Besserung im Freien, Kopfschmerz rechts, schlechter beim Vorneüberbeugen etc. etc. Das gibt für jeden Patienten eine andere Arznei.
    In meinem Repertorium hab ich 328 Arzneien für Schnupfen und nur eine ist die richtige. Dann noch Doppelblind?

    Ich bin ja nur Experimentalphysiker, aber wenn ich einfach schreibe, "Ich weiß, dass das Graviton existiert, aber ich kann es nicht nachweisen, weil das zu kompliziert wäre und man damit nicht viel Geld verdienen kann.", dann würde man mich zu recht auslachen. Wer etwas behauptet, muss es Beweisen. So einfach ist Wissenschaft.

    Ich weiß nicht genau, ob mir dein Graviton so wichtig ist wie die Heilung meiner Patienten. Für mich sind glaubwürdige Falldokumentationen Beweis genug und wenn ich mir die langen Listen an Nebenwirkungen von schulmedizinischen Medikamenten durchlese, bin ich sehr froh eine Alternative zu haben.

  23. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    Nichts vorhanden

    "...und wenn ich mir die langen Listen an Nebenwirkungen von schulmedizinischen Medikamenten durchlese, bin ich sehr froh eine Alternative zu haben."

    Du hast aber keine Alternative. Was du hast ist eine 200 Jahre alte Idee, die nie Verifiziert werden konnte.
    Und das obwohl die Homöopathie eine starke Lobby hat und, wie Ulrich Berger oben dankenswerter Weise gezeigt hat, oft genug versucht wurde, einen Beweis zu erbringen.

  24. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    Praxisuntauglich

    Hier muss ich nochmal nachhaken:

    "Die Krux ist der § 153. Du musst nämlich das Mittel suchen, das ähnlich zu den ungewöhnlichen Symptomen einer Erkrankung ist.[...]
    In meinem Repertorium hab ich 328 Arzneien für Schnupfen und nur eine ist die richtige. Dann noch Doppelblind?"

    Soll das heißen, dass du einen Schnupfen Homöopathisch gar nicht sicher behandeln kannst, weil es Aussichtslos ist unter den 328 Arzneien die richtige zu finden?
    In dem Fall ist Homöopathie einfach nicht praxistauglich. Dann funtioniert sie schon wegen des Auswahlproblems nicht.

    Wenn du dir dagegen vorstellen kannst, die richtige Auswahl zu treffen, sehe ich das Problem nicht. Dann stellt man einfach 328 echte Präparate und 328 Placebos zur Verfügung und macht damit eine randomisierte Doppelblind-Studie. So furchtbar schwierig ist das nun auch wieder nicht.

  25. hic fuit Antworten | Permalink

    Immer noch immunisiert

    Ines, auch wenn ich von den 10 Geboten nur das sechste gelesen habe, ist es ja wohl trotzdem gültig. Dieses unvollständige Zitieren müssen alle normativen Texte unbeschadet überstehen können, sonst taugen sie nichts.
    Es bleibt also dabei: die Paragraphen 259/260 des Organon immunisieren die Homöopathie gegen Kritik.

    Und wenn sich bei einer der nächsten 10.23 - Aktionen die Kritiker 1a-individuelle homöopathische Mittel verschreiben lassen, sie vorschriftsgemäß nehmen und die Mittel trotzdem nicht wirken, dann wird sich bestimmt wieder ein Prinzip finden, gegen das die Kritiker verstoßen haben sollen.

    Ich fasse erneut zusammen, wogegen Ines nicht argumentiert hat: Homöopathie immunisiert sich nachweislich gegen Kritik. Sie läßt keine theoretische oder praktische Widerlegung zu. Das ist ein Kennzeichen von Pseudowissenschaft.

  26. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @hic fuit: Praxisuntauglichkeit

    "Es bleibt also dabei: die Paragraphen 259/260 des Organon immunisieren die Homöopathie gegen Kritik."

    Ganz im Gegenteil. Dieser Paragraph ist ein Schwachpunkt dieser Theorie. Ich zitiere den Paragraphen 259 mal aus meiner Ausgabe:

    "Bei der so nöthigen als zweckmäßigen Kleinheit der Gaben, im homöopathischen Verfahren, ist es leichtbegreiflich, daß in der Cur alles Uebrige aus der Diät und Lebensordnung entfernt werden müsse, was nur irgend arzneilich wirken könnte, damit die feine Gabe nicht durch fremdartig arzneilichen Reiz"

    Wenn man diesen Paragraphen wörtlich nimmt, macht er jede homöopathische Behandlung in der Praxis unmöglich. Es wird nie gelingen, alle Einflüsse, die "nur irgend arzneilich wirken könnte[n]", auszuschließen.

    Wenn man relativiert (der Text ist alt und wir wollen nicht dogmatisch sein), dann könnte man den Paragraphen auch als Warnung vor möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auffassen. Das kommt auch in der richtigen Medizin vor. Deshalb stellt man ja den Vergleich mit Placebotherapien an. Es kommt letztlich nur darauf an, ob eine Kur besser hilft als eine Scheintherapie.

    Wenn jegliche Wirkung der Homöopathie aufgrund von Wechselwirkungen eh im Rauschen untergeht, dann ist diese Theorie so Praxisrelevant wie "meine Gravitonen". Heilen kann man damit dann nicht.

  27. KRichard Antworten | Permalink

    Doppelblindstudie u.a.

    Ich bin immer sehr skeptisch, wenn ich von Arzeiwirkungsstudien / Doppelblindstudien oder ähnlichem lese. Teilweise wird bei solchen Studien derartig gepfuscht, dass jede Aussage völlig sinnlos ist.

    Dies sauge ich mir nicht aus den Fingern, sondern habe es selbst miterlebt:
    Ich kannte in den 1980er Jahren in Heidelberg Leute, welche gleichzeitig an verschiedenen medizinischen Studien teilgenomen haben. Je nach Studienzweck konnte man damit sehr gut Geld verdienen. So berichtete z.B. eine Bekannte, dass sie in einer Studie ein Medikament einnimmt, welches den Blutdruck erhöht - gleichzeitig nahm sie an einer anderen Studie teil, wo sie Medikamente bekam, welche den Blutdruck senkten.
    Man kann sich ausrechnen, welche Aussage solche Studien haben.
    Ich weiß nicht, ob es heute ein Zentralregister gibt, in dem alle Teilnehmer von solchen Studien erfasst werden (um Überschneidungen erkennen zu können) - wenn nicht, dann sind viele solcher Studien fragwürdig.

  28. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @KRichard: Skepsis

    Skepsis ist natürlich immer angebracht und im Einzelfall muss man überprüfen, ob eine Studie wirklich aussagekräftig ist.

    Bei der Homöopathie verwundert es mich aber, wie blauäugig die Befürworter da herangehen. Es gibt nicht den geringsten Nachweis dafür, dass auch nur die Grundprinzipien der Homöopathie funktionieren, und dennoch vertrauen die selben Leute, die der richtigen Medizin kritisch gegenüberstehen, diesem Verfahren blind.

  29. Ines Antworten | Permalink

    Praxistauglich

    Du hast aber keine Alternative. Was du hast ist eine 200 Jahre alte Idee, die nie Verifiziert werden konnte.

    Ich praktiziere die Alternative seit über 10 Jahren erfolgreich.
    Bin in der täglichen Praxis tätig und kein Studienspezialist, aber offensichtlich gibt es schon viele positive Studien. Weil ich weiß, dass es in der Praxis funktionert, glaube ich auch gerne, dass Gegner positive Studien nicht erwähnen
    Da gibt es aber Leute, die das besser wissen: http://www.homoeopathie-welt.ch/...amp;reporeid=45

    Ines, auch wenn ich von den 10 Geboten nur das sechste gelesen habe, ist es ja wohl trotzdem gültig.

    Das 6. Gebot macht noch keinen guten Christen und der § 259 und 260 noch keinen guten Homöopathen.

    Dieses unvollständige Zitieren müssen alle normativen Texte unbeschadet überstehen können, sonst taugen sie nichts.
    Es bleibt also dabei: die Paragraphen 259/260 des Organon immunisieren die Homöopathie gegen Kritik.

    Die Fußnote zum §260 klingt auch für mich sehr komisch, soweit ich weiß hat Hahnemann nur Zigarrenrauch erlaubt (wahrscheinlich weil er selber rauchte). Er hat den § aber sicher nicht geschrieben weil er eine Ausrede brauchte, sondern weil er bei seiner täglichen Arbeit herausfand, dass Arzneien manchmal erst dann wirkten, wenn er z.B. zu häufiges Kaffeetrinken verbot. (Wahrscheinlich sollte man bei Einnahme eines Blutdruchsenkers auch nicht wahllos Kaffee trinken)
    Dass die H. aber als Regulationstherapie noch empfindlicher auf die äußeren Lebensumstände des Patienten ist als die Schulmedizin finde ich eigentlich logisch.

    Der § 259 spricht quasi von Wechselwirkungen (die gibt es ja auch in der Schulmedizin)

    Möglicherweise sind aber auch diese beiden §§ einer der Gründe, warum die H. in Doppelblindstudien nicht überzeugt. In der Praxis würde man nämlich, wenn ein gut gewähltes Mittel nicht wirkt nach der individuellen Ursache suchen und evtl. auch ein neues Mittel wählen.

    Soll das heißen, dass du einen Schnupfen Homöopathisch gar nicht sicher behandeln kannst, weil es Aussichtslos ist unter den 328 Arzneien die richtige zu finden?
    In dem Fall ist Homöopathie einfach nicht praxistauglich. Dann funtioniert sie schon wegen des Auswahlproblems nicht.

    Es ist nicht aussichtslos mit dem nötigen Wissen, und offenbar gabs da ja auch schon positive Studien.
    Mit der Schulmedizinischen Behandlung eines Schnupfen siehts ja nebenbei bemerkt gar nicht so rosig aus.
    Bin persönlich zur H gekommen, weil mein Sohn als Kleinkind 2 Jahre lang mehrmals Angina und Mittelohrentzündungen hatte. Sicherlich 10 verschiedenen Antibiotika in 2 Jahren. Der Schulmediziner fand seine Methode trotzdem praxistauglich. Dann war ich erstmals beim Homöopathen. Am nächsten Tag war mein Sohn gesund und hat in den nächsten 10 Jahren kein einziges Mal mehr ein Antibiotikum gebraucht.
    Solche Geschichten kenne ich nun schon in rauen Mengen.
    Wer unbedingt schulmedizinische Studien braucht, soll halt auch bei der Schulmedizin bleiben. Mir persönlich ist auch egal ob Krankenkassen die H zahlen oder nicht, aber wenigstens sollen sie nicht die Herstellung homöopathischer Arzneien verhindern.

  30. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Motive

    Bin in der täglichen Praxis tätig und kein Studienspezialist, aber offensichtlich gibt es schon viele positive Studien. Weil ich weiß, dass es in der Praxis funktionert, glaube ich auch gerne, dass Gegner positive Studien nicht erwähnen

    Diese Argumentation kommt immer wieder. Ich verstehe sie nicht. Man wird doch nicht als Gegner oder Befürworter der Homöopathie geboren. Ich bin gerade deshalb gegen Homöopathie, weil ich keinen wissenschaftlichen Nachweis kenne, der belegt, dass Simileprinzip oder Potenzierung funktionieren. Würde ich eine positive Studie kennen, so hätte ich sie auch erwähnt.

    Welches Motiv sollte ich haben, irgend was zu verschleiern?

    Es ist nicht aussichtslos mit dem nötigen Wissen, und offenbar gabs da ja auch schon positive Studien.

    Nenne mir nur eine solche Schnupfen-Studie und ich werde sie hier im Blog detailliert vorstellen. Gerade weil man Schnupfen mit richtiger Medizin nicht heilen kann, wäre das doch der Durchbruch für die Homöopathie.

    Nochmal: Anekdoten helfen nicht weiter. Wärst du einverstanden, wenn die Pharmaindustrie ein Medikament relativ ungetestet und nur mit ein oder zwei Fallstudien herausbringen würde?

  31. Ines Antworten | Permalink

    "Diese Argumentation kommt immer wieder. Ich verstehe sie nicht. Man wird doch nicht als Gegner oder Befürworter der Homöopathie geboren."

    Selbstverständlich nicht. Ich war die erten 25 Lebensjahre auch "Schulmedizin-gäubig". Wenn man täglich mit ihr zu tun hat, lernt man aber auch, wie unvollkommen sie ist. z.B. bei der Behandlung chronischer oder psychischer Probleme.
    Und natürlich sind wir meist keine Studienspezialisten, weil wir unser tägliches Brot mit Therapien verdienen müssen. Das Thema mit der Finanzierung von Studien hatten wir ja schon.

    "Ich bin gerade deshalb gegen Homöopathie, weil ich keinen wissenschaftlichen Nachweis kenne, der belegt, dass Simileprinzip oder Potenzierung funktionieren. Würde ich eine positive Studie kennen, so hätte ich sie auch erwähnt."

    Leztens hast du noch behauptet es wäre nich so wichtig wie Homöopathie funktionert. Studien kannst du sicher über die verschiedenen Homöopathie-Gesellschaften bekommen. Da gibt es viele kleine, die in der Lancet-Studie ausgeschlossen wurden. Die Historie zum PEK auf der Schweizer Seite www.homoeopathie-welt.ch liest sich wie ein Krimi!

    "Welches Motiv sollte ich haben, irgend was zu verschleiern?"
    Du vermutlich nicht, aber die Pharmaindustrie, Mediziner die so wie du nur Doppelblindstudien und nich Fallverläufen glauben und neuerdings vielleicht auch die Krankenkassen (s. PEK in der Schweiz)?

    "Nochmal: Anekdoten helfen nicht weiter. Wärst du einverstanden, wenn die Pharmaindustrie ein Medikament relativ ungetestet und nur mit ein oder zwei Fallstudien herausbringen würde?"

    Ich weiß, solange ich nicht 2 Schulmediziner neben mir stehen habe (die ich selbst bezahle) sind Fallberichte nur Anekdoten. Es tut mir leid, dass du noch nicht solche "Anekdoten" erlebt hast, dann wüsstest du nämlich, dass sie stimmen, auch wenn kein Wissenschaftler daneben steht.
    Mit schulmedizinischen Medikamenten ist das etwas anderes. Die nehme ich nach Möglichkeit trotz Studien nicht, wegen der Nebenwirkungen und wegen der kurzfristigen Symptomunterdrückung, die noch lange nicht mit einer Heilung gleichzusetzten ist. Das beste Beispiel ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: da sind doch einige Mädchen gestorben trotz Studie! Hast du so etwas schon von der Homöoapthie gehört?
    Abgesehen davon gibt es natürlich nicht nur 1 oder 2 homöopathische Fallberichte.

  32. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Unvollkommene Schulmedizin

    In Sachen "Schulmedizin" gebe ich dir Recht. Sie ist unvollkommen. Deshalb bin und war ich auch nie schulmedizingläubig. Aber darum geht es hier ja gar nicht. Wir diskutieren Homöopathie.

    Die Homöopathie tritt mit einem großen Versprechen an und das muss sie dann auch einlösen. Die Schulmediziner, die ich kenne, sind deutlich bescheidener als die Homöopathen, die glauben alles heilen zu können und es nicht beweisen zu müssen.

    Leztens hast du noch behauptet es wäre nich so wichtig wie Homöopathie funktionert.

    Das behaupte ich auch immer noch. Die Studien sollen zeigen, DASS die Homöopathie funktioniert. Erst wenn wir da sicher sind, können wir nach Mechanismen suchen. Daher das Thema dieses Blogs: "Erst das Phänomen, dann die Erklärung"

    Es tut mir leid, dass du noch nicht solche "Anekdoten" erlebt hast,

    Oh, ich habe Anekdoten mit Homöopathie erlebt. Und ich wünschte, ich hätte es nicht. Aber meine negative Erfahrungen mit Homöopathen sind genau so nichtssagend, wie deine positiven. Deshalb werde ich sie hier nicht diskutieren.

    Mit schulmedizinischen Medikamenten ist das etwas anderes. Die nehme ich nach Möglichkeit trotz Studien nicht, wegen der Nebenwirkungen und wegen der kurzfristigen Symptomunterdrückung, die noch lange nicht mit einer Heilung gleichzusetzten ist.

    So sehe ich das auch. Wegen der Nebenwirkungen nehme ich Medikamente nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Und wenn ich welche nehme, dann in der Regel keine, die nur Symptome unterdrücken, sondern welche, die die Ursache bekämpfen.

    Und da liegt doch der Unterschied zur Homöopathie. Lies mal im Organon nach: Homöopathie bekämpft ausschließlich die Symptome. Wissenschaftlich basierte Ärzte versuchen die Ursachen zu finden.

  33. Luchs Antworten | Permalink

    Hallo Ines,

    Luchs: "Der Placeboeffekt bei Babys und Tieren ist bekannt."
    Ines: "Bestreite ich nicht, den erkennen die schulmedizinier aber an, auch wenn sie nicht wissen wie er funktionert!"

    Das sehe ich anders. Die Symptome der meisten Krankheiten verlaufen von heftig nach mild oder unterliegen zumindest zeitlichen Schwankungen. Wenn jemand bemerkt, dass es einem Tier schlecht geht, dann müssen dessen Symptome gerade ziemlich heftig sein. Da ist es auch ziemlich wahrscheinlich, dass sich die Symptomatik in der nahen Zukunft bessert, egal ob mit oder ohne Placebo. Und natürlich registrieren und genießen auch Tiere persönliche Zuwendungen.

    Luchs: "In vitro Doppelblindstudien sind IMMER moralisch zu verantworten."
    Ines: "Sie sind aber vielleicht nicht für jede Behandlungsmethode die richtige Wahl:"

    Ich verstehe Deinen Einwand nicht. Natürlich kann eine in vitro Studie keine Behandlung sein. Aber nimmt man mal z.B. schulmedizinische Medikamente gegen Herpes labialis. Die meisten dieser Medikamente können ihre Wirksamkeit auch in Doppelblind in vitro Studien nachweisen. Warum gibt es meines Wissens keine einzige in vitro Studie, die die Wirksamkeit eines klassischen homöopathischen Medikaments beweist?

    mfg
    Luchs

  34. Ines Antworten | Permalink

    @ Joachim

    Die Homöopathie tritt mit einem großen Versprechen an und das muss sie dann auch einlösen. Die Schulmediziner, die ich kenne, sind deutlich bescheidener als die Homöopathen, die glauben alles heilen zu können und es nicht beweisen zu müssen.

    Das ist nicht richtig. Ich kenne keinen seriösen Homöoapthen der behauptet er könne alles heilen. Ich gebe dir aber recht, dass es auch freaks gibt, die wenig Ahnung haben (oft auch keine ordentliche Homöoapthie-Ausbildung) und eine etwas unrealistische Sichtweise.

    Es tut mir leid, dass du noch nicht solche "Anekdoten" erlebt hast,
    Oh, ich habe Anekdoten mit Homöopathie erlebt. Und ich wünschte, ich hätte es nicht. Aber meine negative Erfahrungen mit Homöopathen sind genau so nichtssagend, wie deine positiven. Deshalb werde ich sie hier nicht diskutieren.

    Es hätte mich aber interssiert! Ich glaube nämlich, dass die meisten Leute Homöopathie mit homöopathischer Selbstbehandlung und Komplexmitteln gleich setzen und dann die mangelnde Wirkung auf die Homöopathie und nicht auf die falsche Mittelwahl schieben.
    Auch in Ö darf z.B. jeder Tierarzt Homöoapthie anwenden und auf sein Ordinationsschild schreiben, auch wenn er keine Ahnung davon hat. Wenn dann die Erfolgsquote bei annähernd Null liegt wundert mich das auch nicht.

    So sehe ich das auch. Wegen der Nebenwirkungen nehme ich Medikamente nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Und wenn ich welche nehme, dann in der Regel keine, die nur Symptome unterdrücken, sondern welche, die die Ursache bekämpfen.

    Welche wären das denn? Ich kenne nämlich nur ganz wenige, die wirklich die Ursache bekämpfen.

    Und da liegt doch der Unterschied zur Homöopathie. Lies mal im Organon nach: Homöopathie bekämpft ausschließlich die Symptome. Wissenschaftlich basierte Ärzte versuchen die Ursachen zu finden.

    Oh, da bist du falsch informiert. Die Ursache zu finden - also die schulmedizinisch Diagnostik - ist auch für die Homöopathen unverzichtbar. Und da sind wir auch sehr froh über die vielen Errungenschaften der modernen Medizin, gar keine Frage. Aber bei der Behandlung sieht es ganz anders aus. Ein Beispiele:
    Wick MediNait bei Erkältungen: Beinhaltet 4 Wirkstoffe.
    1.Paracetamol: Fiebersenker, Entzündungshemmer (dabei ist das Fieber und die Entzündung wichtig um die Abwehrzellen zu aktivieren - also für die Bekämpfung der Viren). 2.Dextromethorphan: Ein Morphium abkömmlich, der den Hustenreiz unterdrückt (damit kann man zwar besser schlaffen, die Viren und Entzündungsprodukte werden aber nicht abgehustet).
    3. Ephedrin, ein Gefäßvereneger (Schleimhaut schwillt ab, dafür kommen auch weniger weiße Blutkörperchen, die ja für die Abwehr zuständig sind zum Ort des Geschehens)
    4.Doxylamin: Ein Antihistaminikum, das normalerweise Allergiker zur Milderung der Symptome verwenden.
    Das ist für mich Unterdrückung pur! Gegen die Viren, die die Erkältung auslösen - oder noch besser gesagt, gegen die schlechte Abwehrlage des Körpers wird nichts getan.
    Im weitern Sinne sind auch Antibiotika nur Unterdrücker. Sie nehmen dem Körper die Gelegenheit Abwehrstoffe zu produzieren, deshalb kommen die Infekte dann auch gleich wieder. Besser wäre es den Körper zu einer bessere Abwehr zu verhelfen, damit er sich selbst heilen kann.

    Die Homöopathie bekämpft keine Symptome, sie wählt nur die Arzneien nach den Symptomen aus, das ist ein Unterschied!

  35. Ines Antworten | Permalink

    @ Luchs

    "Das sehe ich anders. Die Symptome der meisten Krankheiten verlaufen von heftig nach mild oder unterliegen zumindest zeitlichen Schwankungen. Wenn jemand bemerkt, dass es einem Tier schlecht geht, dann müssen dessen Symptome gerade ziemlich heftig sein. Da ist es auch ziemlich wahrscheinlich, dass sich die Symptomatik in der nahen Zukunft bessert, egal ob mit oder ohne Placebo. Und natürlich registrieren und genießen auch Tiere persönliche Zuwendungen."

    Da hast du natürlich recht. Es gibt Fälle, wo mir die Tierbesitzer ganz begeistert erzählen, wie toll die Arznei gewirkt hat und ich mir denke: "wäre vielleicht auch ohne abgeheilt."
    Aber dann gibt es Fälle, wo ich ganz sicher bin, dass es nicht so wäre.
    Ich schildere noch eine "Anekdote" weil ich leider keine Doppellindstudie habe: 2 1/2 jähriger Kater pinkelt seit 2 Jahren!! mehrmals pro Tag an verschiedenste Stellen in der Wohnung (das machen Katzen immer dann, wenn sie irgendeinen psychischen Stress haben). Besonders schlimm ist es, wenn die Besitzerin beruflich mehrer Tage weg ist. Schulmedizischer Tierarzt hat Psychopharmaka (1 Tabl. täglich) gegeben, ohne Erfolg. Von mir bekommt der Kater eine C200 als Tropfen für einige Tage. Der Kater war innerhalb von 10 Tagen völlig sauber, viel selbstbewusster etc. Keine vermehrte Zuwendung, keine Schwankung! (Über 1 Jahr Beobachtungszeit, die Besitzerin ist ganau so oft weg wie vorher, auch sonst keine Änderung der Umstände)

    "Ich verstehe Deinen Einwand nicht. Natürlich kann eine in vitro Studie keine Behandlung sein. Aber nimmt man mal z.B. schulmedizinische Medikamente gegen Herpes labialis. Die meisten dieser Medikamente können ihre Wirksamkeit auch in Doppelblind in vitro Studien nachweisen. Warum gibt es meines Wissens keine einzige in vitro Studie, die die Wirksamkeit eines klassischen homöopathischen Medikaments beweist?

    Ich vermute nur - das ist nicht mein Spezialgebiet:
    1. Klassische Einzelmittel sind nicht patentierbar, bringen also kein Geld. Deshalb gibts höchstens kleine Studien, die die schulmediziner dann nicht anerkennen.
    2. Herpes: 86 mögliche Arzneien, und nur eine ist die richtige. In der täglichen Praxis nicht selten, dass man erst beim 2. oder 3. Mittel das richtige erwischt - dürfte man das in der Studie?
    3. Man testet ein schulmedizinisches Medikament gegen eine bestimmte Erkrankung und vergleicht mit einem Test einer generellen Methode. So wie Valium gegen Gesprächstherapie?
    4. Vielleicht gibt es doch schon eine Studie und du hast sie noch nicht gefunden.
    Bin am 21.4. bei einem Vortrag darüber, vielleicht bin ich nachher schlauer.

  36. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Symptombehandlung

    Danke für deine Korrektur. Ich muss meine Behauptung revidieren. Tatsächlich kann man aus dem Organon nicht entnehmen, dass Hahnemann nur die Symptome zu behandeln vorschlug. Er sagte lediglich, dass nur die Symptome als Diagnose-Möglichkeit zur Verfügung stünden. Das war ja zu einer Zeit auch korrekt.

    Dein Beispiel mit Wick MediNait ist recht unpassend, weil ich dir doch schon sagte, dass ich solche Medikamente meide.

    Was die Antibiotika betrifft, muss ich dir aber widersprechen. Wenn eine Infektionskrankheit durch Bakterien verursacht ist, dann ist ein passendes Antibiotikum genau das Mittel der Wahl. Natürlich ist es gut, wenn das Immunsystem das allein schafft. Aber wenn nicht...
    Ich bin zu jung zum Sterben. ;)

    Welche wären das denn? Ich kenne nämlich nur ganz wenige, die wirklich die Ursache bekämpfen.

    Ich bin Glücklicherweise nur selten Krank gewesen. Bei Kopfschmerzen hilft mir fast immer Bewegung (Laufen). Ist vermutlich meist eine Verspannung, aber das ist wohl kein so gutes Beispiel.

    Und bei Erkältungen weiß ich, dass da kein Kraut gegen gewachsen ist. Da kaufe ich mir eine Packung Taschentücher und warte die acht Tage ab, die es dauert.

    Aber wir kommen jetzt wirklich vom Thema ab. Die Selbstbehandlung kleiner Wehwehchen ist ein eigenes Thema.

    Ich erwarte ja von den Homöopathen nur, dass sie zeigen, dass das Simileprinzip wirklich öfter wirkt als nicht und dass hochpotenzierte Medikamente tatsächlich irgend eine Wirkung zeigen.

    Wenn das nämlich mal gelingen sollte, dann gäbe das einen Ansatz, nach den Mechanismen dahinter zu suchen.

  37. Luchs Antworten | Permalink

    @Ines

    Danke für die Antwort. Der Fall des Katers ist auch für mich beeindruckend. Wie häufig sind solche Erfolgserlebnisse? Bei so vielen von Dir behandelten Tieren könnte m.E. auch einfach eine zufällige zeitliche Übereinstimmung stattgefunden haben.

    Aber ich muss gestehen, dass ich auch schon mehrfache Versuche unternommen habe, meine Allergie gegen Pollen und Hausstaub mittels Homöopathie in den Griff zu kriegen. Hat bei mir alles nicht das geringste bewirkt, auch nicht Akupunktur. Aber das homöopathische Komplexmittel Me...rulent, eigentlich gegen Erkältung gedacht, hilft mir im Fall von Heuschnupfen tatsächlich.

    mfg
    Luchs

  38. Ines Antworten | Permalink

    @ Joachim

    Dein Beispiel mit Wick MediNait ist recht unpassend, weil ich dir doch schon sagte, dass ich solche Medikamente meide.

    Entschuldigung, aber ich kenne sehr viele Leute die das wegen der kleinsten Erkältung sofort nehmen (oder Aspirin C)und denken es wäre völlig harmlos (wird ja in der Werbung auch so dargestellt).

    Was die Antibiotika betrifft, muss ich dir aber widersprechen. Wenn eine Infektionskrankheit durch Bakterien verursacht ist, dann ist ein passendes Antibiotikum genau das Mittel der Wahl. Natürlich ist es gut, wenn das Immunsystem das allein schafft. Aber wenn nicht...
    Ich bin zu jung zum Sterben. ;)

    Natürlich, deshalb hab ich auch dieses Beispiel gewählt. Ich habe auch Antibiotika in meiner Ordination, hab sie vor 10 Jahren noch fast täglich eingesetzt (mangels Alternative). Heute verwende ich sie ca. alle zwei Wochen einmal. Ich lass auch keinen sterben, wenn ich das passende Mittel nicht finde, oder wenn nach Hahnemann "die Lebenskraft schon zu weit geschwächt ist". Es werden aber heute wegen jeder banalen Infektion AB verschrieben, die Resistenzlage der Keime ist dementsprechend.

    Welche wären das denn? Ich kenne nämlich nur ganz wenige, die wirklich die Ursache bekämpfen.
    Ich bin Glücklicherweise nur selten Krank gewesen. Bei Kopfschmerzen hilft mir fast immer Bewegung (Laufen). Ist vermutlich meist eine Verspannung, aber das ist wohl kein so gutes Beispiel.

    Ist ein gutes Beispiel. Mit Verbesserung der Körperhaltung (und evtl. Homöopathie) würdest du das Problem vielleicht ganz los werden.

    Ich erwarte ja von den Homöopathen nur, dass sie zeigen, dass das Simileprinzip wirklich öfter wirkt als nicht und dass hochpotenzierte Medikamente tatsächlich irgend eine Wirkung zeigen.

    Hab nicht erwartet, dass dir meine Fallbeispiele genügen.

    Wenn das nämlich mal gelingen sollte, dann gäbe das einen Ansatz, nach den Mechanismen dahinter zu suchen.

  39. Ines Antworten | Permalink

    Danke für die Antwort. Der Fall des Katers ist auch für mich beeindruckend. Wie häufig sind solche Erfolgserlebnisse? Bei so vielen von Dir behandelten Tieren könnte m.E. auch einfach eine zufällige zeitliche Übereinstimmung stattgefunden haben.

    Hab solche Katzen häufig. Vielleicht alle 2-3 Wochen eine. Ca. 70-80% Erfolgsrate. Leider klappts nicht bei allen so toll, einige werden nur besser (pinkeln deulich seltener), bei manchen muss ich auch einige Male das Mittel wechseln, bis ich das richtige hab. Trotzdem, im Vergleich zur Schulmedizin... Bevor ich das Problem homöopathisch behandelt habe hatte ich nur Katzen, wo das nie besser wird, deshalb glaub ich an keinen Zufall mehr.

    Aber ich muss gestehen, dass ich auch schon mehrfache Versuche unternommen habe, meine Allergie gegen Pollen und Hausstaub mittels Homöopathie in den Griff zu kriegen. Hat bei mir alles nicht das geringste bewirkt, auch nicht Akupunktur. Aber das homöopathische Komplexmittel Me...rulent, eigentlich gegen Erkältung gedacht, hilft mir im Fall von Heuschnupfen tatsächlich.

    Also im Metavirulent ist offenbar zumindest eine Arznei drin, die dir hilft (für mich ja keine richtige Homöopathie). Es sind auch bis auf das Influencinum nur Tiefpotenzen. Laut Hahnemann kann man mit denen sowieso keine chronischen Krankheiten heilen, höchstens kurzfristig bessern. Ob sich Allergien überhaupt heilen lassen ist sowieso die Frage, sind ja z.T. auch genetisch bedingt. Ich habe aber einige Hunde, denen es (mit passender Hochpotenz) um Häuser besser geht. Haben viel seltener und viel leichtere Symptome.
    Falls du bisher nur selbst Dinge ausprobiert hast solltest du dir vielleicht doch einmal einen richtig guten Homöoapthen suchen? Und Geduld haben!

    War vor kurzem bei einem Seminar eines sehr guten Homöoapthen (Humanmediziner)über Arzneien, die sehr selten gebraucht werden (kleine Arznein). Er hat von Fällen berichtet, bei denen er bis zu einem Jahr braucht, bis er endlich die richtige Arznei gefunden hat. So gesehen hat Joachim vielleicht recht, dass die Praxistauglichkeit nicht immer optimal ist, aber in Fällen wie Allergien, unter denen man ein ganzes Leben leidet, finde ich das auch erträglich (für die Doppelblindstudien natürlich eine Kathastrophe!)

    LG ines

  40. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    @Ines: Katzen

    Deine 80-90% Erfolgsrate ist natürlich beeindruckend. Um so erstaunter, dass es offenbar so schwer ist, eine Wirkung von Hochpotenzen an einfachen Modellsystemen zu demonstrieren.

    Es geht mir ja nicht darum, Homöopathie nieder zu machen. Es wäre nur wünschenswert sie, wenn sie denn funktioniert, einmal auf eine solide Grundlagen zu stellen. Eben so, dass sie naturwissenschaftlich greifbar wird. Im Moment kommt sie mir mehr wie eine Zauberkunst vor.

    Das mit den lebenslangen Allergien muss ich übrigens Relativieren.
    Achtung Anekdote!
    Ich habe als Kind und Jugendlicher unter starkem allergischen Asthma gelitten. Als ich etwa 20 war, verschwand dieses Leiden vollständig. Bin seit fast 20 Jahren beschwerdefrei. Ohne Schulmedizin und ohne Homöopathie.
    Hätte ich mich in dem Zeitabschnitt, als die Allergie gerade verschwand, in einer Behandlung befunden, dann wäre ich jetzt überzeugt, dass das geholfen hat.

  41. Ines Antworten | Permalink

    @ Joachim

    70-80%, wir wollen nicht übertreiben, aber danke!

    Mit der Allergie hast du recht, in der Regel wird man sie aber nicht so überraschend los. Ich kenne auch Patientenbesitzer, die sich trotz Katzenallergie eine Katze nehmen und dann verschwindet die Allergie. Das hab ich schon mehrmals gehört.

    Wenn du an einer Doppelblindstudie mit einem Antihistaminikum teil genommen hättest, wärs das gleiche gewesen. 100% sicher ist man nie!

  42. Balanus Antworten | Permalink

    Kater-Anekdote

    Bei solch einem Verlauf wäre mein erster Gedanke, dass das Absetzen des Psychopharmakons dem Tier gut getan hat.

    Ähnliches ist hin und wieder im Altenheim zu beobachten: Der/die Bewohner/in liegt sterbend danieder, alle Medikamente werden abgesetzt, und siehe da, er/sie erholt sich wieder.

  43. Ulrich Berger Antworten | Permalink

    Anekdoten ...

    ... sind ganz schön hinterhältige Luder. Die setzten sich zusammen und tuscheln. Wenn eine von ihnen merkt, dass sie im Rahmen einer klinischen Studie beobachtet worden ist, so warnt sie alle anderen: "Achtung, RCT-Alarm! Sofort raus hier und abtauchen, bis der Spuk vorbei ist!" Danach machen sie weiter als sei nix passiert.

  44. Joachim Schulz Antworten | Permalink

    Anekdotentheorie

    Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Eine klinische Studie ist ja letztlich auch nichts anderes als eine Anekdotensammlung unter kontrollierten Bedingungen. Diese kontrollierten Bedingungen sind aber wichtig, weil alle Menschen ein Wenig zur Selbsttäuschung neigen. Vorurteile können durch Alltagserfahrungen nicht widerlegt werden.

    Ich werde am Thema bleiben und ein Wenig recherchieren. Da ist sicher noch der eine oder andere Artikel von mir drin.

  45. Ines Antworten | Permalink

    @Balanus

    Das Absetzen des Medikamentes war schon Monate her

  46. Carsten Schmidt Antworten | Permalink

    Wick Medinight / Gripostad C / u.ä.

    Erstmal vielen Dank für den interessanten Beitrag und die angeregte Diskussion.

    Ich würde mich als interessierten Laien bezeichnen, der hinsichtlich Schulmedizin und Alternativer Medizin gleichsam skeptisch ist.

    Die im Betreff genannten Medikamente würde ich immer meiden. Inhaltsstoffe und deren Wirkweise sind mir bekannt, aber eine Frage zu diesem Thema bewegt mich schon.

    Im Bekanntenkreis sehe ich immer wieder Anwender obiger (u.ä.) "Arzneimittel" - die statt mehrer Tage Krankenlager und eventuell angeschlossener Rekonvaleszenzphase - nach 2 Tagen Einnahme einen deutlich milderen Krankheitsverlauf haben - und auch danach sofort wieder fit sind.

    Ich hab aus bereuflichen Gründen 1x zu einem solchen Mittel greifen müssen - und eigentlich ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Gibt es dafür eine Erklärung? Einen irgendwie gearteten Ansatz?

    (Sicherlich wäre evtl nicht jedesmal die Krankheit dann wirklich voll ausgebrochen, aber - alles in allem - gibt mir die Empirie da zu denken).

    Ich bitte um Nachsicht, ob meiner etwas artfremden Frage.

    Würde mich aber über eine Antwort sehr freuen.

    Erholt sich der Körper eventuell - wirklich im Schlaf, bzw weil die Symptome nicht stören? Hilft die Bewegung, die Arbeit, etc. wenn ich dan unterdrückter Symptome weiterhin aktiv bin?

  47. Ines Kitzweger Antworten | Permalink

    spät aber doch

    Nachdem ja alle diese Medikamente Entzündungshemmer, Fiebersenker, Coffein etc. enthalten, fühlt man sich sicherlich gleich wohler.
    Andererseits hat mir letztens eine befreundete Anästhesistin erzählt wie viele junge Männer bei ihnen auf ein Spenderherz warten. Die meisten wegen Herzmuskelentzündungen nach übergangenen grippalen Infekten.
    Ich behaupte mal, ohne diese Medikamente wären sie vielleicht eher im Bett geblieben.

  48. Joachim Antworten | Permalink

    @Ines Kitzweger: Komplexmittel

    Kann schon sein. Nur was hat das mit Homöopathie zu tun. Natürlich sind die Komplexmittel gegen Symptome des Grippalen Infekts nicht der Weisheit letzter Schluss und oft sogar schädlich. Aber das ändert nichts daran, dass auch Homöopathika keinen nachweisbaren Effekt haben.

    Kann man sich nicht darauf einigen, dass gegen einige Erkrankungen schlicht keine Kur bekannt ist? Ich habe nicht behauptet, dass Medizin alle Krankheiten heilen könne, aber es ist ziemlich sicher, dass Homöopathika keine Wirkung haben.

  49. Ines Kitzweger Antworten | Permalink

    @ Joachim

    Habe letzte Woche einen Vortrag von Dr. Dellmour zum Thema "Wissenschaftlichkeit in der Homöopathie" gehört. Er verfasst regelmäßit Artikel für die ÖGHM
    Vielleicht kann er dich überzeugen - hochinteressant!
    http://www.homoeopathie.at/...me_ID=51&nav=210

  50. Ines Kitzweger Antworten | Permalink

    Komplexmittel

    Es war, glaube ich, nicht von (homöopathischen) Komplexmitteln die Rede, sondern von Grippostad und Co.
    Mit Homöopathie hat es nur insoweit zu tun, dass die Besserung mit dem richtigen homöoapthischen Einzelmittel! wahrscheinlich genauso schnell eintritt.
    Es ist nicht bewiesen, dass Homöopathie nicht wirkt!!! Das stimmt, nur weil das irgendein radikaler Gegner so sagt, noch lange nicht!

  51. Joachim Antworten | Permalink


    Es ist nicht bewiesen, dass Homöopathie nicht wirkt!!!

    Nun, die Vertreter der Homöopathie verwenden ein paar Mechanismen der Immunisierung gegen Kritik, wie sie für Pseudowissenschaften typisch sind. Die Grundlagen, die Hahnemann publiziert hat, sind schon durch den Nachweis von Krakheitserregern widerlegt. Hahnemann hat die Existenz von Krankheitserregern bestritten. Sie passen auch nicht recht zum Konzept der Homöopathie. Die modernen Homöopathen haben die Homöopathie dann umgedeutet als eine Art Stärkung des Immunsystems. Nachweise dazu fehlen allerdings.

    Homöopathie ist ein Glaubenssystem. Sie besteht aus einer Reihe von Regeln, die man sich frei ausgedacht hat. Keine dieser Regeln hat einer wissenschaftlichen Überprüfung je standgehalten.

    Die Forderung, echte Mediziner sollten doch beweisen, dass Homöopathie nicht wirkt, ist unsinnig. Wer eine Behauptung aufstellt, ist in der Pflicht sie zu Belegen. Die Homöopathen versuchen das tatsächlich schon seit mehr als 200 Jahren und kommen über ein paar statistisch kaum relevante Ergebnisse nicht hinaus. Alle bisher dokumentierten "Wirkungen" der Homöopathie sind mit der Annahme, dass es sich um einen puren Placebo-Effekt handelt, vereinbar. Es gibt einfach kein Phänomen, das mit dem Ideengebäude der Homöopathie erklärt werden könnte.

    Homöopathie ist Magie, keine Wissenschaft.

  52. Ines Kitzweger Antworten | Permalink

    Es ist nicht bewiesen, dass Homöopathie nicht wirkt!!!

    Entschuldigung ich habe schlampig gelesen und gedacht du hättest behauptet es sei bewiesen, dass H nicht wirkt. Hast du nicht!

    Nun, die Vertreter der Homöopathie verwenden ein paar Mechanismen der Immunisierung gegen Kritik, wie sie für Pseudowissenschaften typisch sind.

    Das ist einfach nicht richtig. Es gibt einen ganzen Haufen Studien, auch In Vitro-Studiendie, die die Wirkung der H eindeutig zeigen. Gerade die werden aber immer von allen Gegnern "vergessen". Ich habe dir den Link zu den Artikeln von Friedrich Dellmour geschickt, wenn du wirklich an der Wahrheit interessiert bist, kannst du von ihm sicherlich alle Studien genannt bekommen!

    Die Grundlagen, die Hahnemann publiziert hat, sind schon durch den Nachweis von Krakheitserregern widerlegt. Hahnemann hat die Existenz von Krankheitserregern bestritten. Sie passen auch nicht recht zum Konzept der Homöopathie. Die modernen Homöopathen haben die Homöopathie dann umgedeutet als eine Art Stärkung des Immunsystems. Nachweise dazu fehlen allerdings.

    Wie fast alle Kritiker hast auch du keine Homöopathie-Ausbildung und noch nie jemanden homöopathisch behandelt!
    Selbstverständlich hat Hahnemann die Bakterien und Viren nicht gekannt - so wie keiner zur damaligen Zeit. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Immunsystem dafür Verantwortlich ist, ob man erkrankt oder nicht, schließlich wissen wir heute doch, dass Bakterien und Viren überall vorhanden sind und trotzdem sind wir nicht alle ständig krank.
    Niemand hat irgendetwas uminterpretiert. Hahnemanns Organon ist nach wie vor quasi unser "Gesetzestext". Dass er sich etwas komisch liest ist auch klar, hätte Hahnemann heute gelebt hätte er statt "Lebenskraft" wahrscheinlich "Autoregulation" gesagt, und die ist eben immer noch dafür ausschlaggebend, ob jemand eine Grippe bekommt oder nicht.

    Homöopathie ist ein Glaubenssystem. Sie besteht aus einer Reihe von Regeln, die man sich frei ausgedacht hat. Keine dieser Regeln hat einer wissenschaftlichen Überprüfung je standgehalten.

    Hahnemann hat sein ganzes Leben am Krankenbett seiner Patienten zugebracht und Erfahrungen gesammelt. Klinische Erfahrungen, nicht am Schreibtisch frei erfunden weil ihm langweilig war.
    Warum glaubst du, dass in Indien die H anerkannt ist? Weil dort bei den letzten Cholera- und Typhus-Epidemien die Homöopathen viel erfolgreicher waren als die "Schulmediziner".

    Die Forderung, echte Mediziner sollten doch beweisen, dass Homöopathie nicht wirkt, ist unsinnig.

    Da hast du recht - hab ich aber auch noch nie gehört!
    Bei uns in Ö ist übrigens auch jeder Homöopath "echter Medizinier" und das ist auch gut so. Nur wir kennen beide Seiten!

    Wer eine Behauptung aufstellt, ist in der Pflicht sie zu Belegen. Die Homöopathen versuchen das tatsächlich schon seit mehr als 200 Jahren und kommen über ein paar statistisch kaum relevante Ergebnisse nicht hinaus. Alle bisher dokumentierten "Wirkungen" der Homöopathie sind mit der Annahme, dass es sich um einen puren Placebo-Effekt handelt, vereinbar.
    Homöopathie ist Magie, keine Wissenschaft.

    Das stimmt auch nicht. Lies doch die Studien die es schon gibt!
    Und glaub nicht alles, was von Pharmafirmen gesponserte Studien angeblich herausgefunden haben. Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass viele Pharmafirmen einen eigenene Stab an Mitarbeitern haben, die nur die Aufganbe haben, die Zusassung von Konkurenz-Medikamenten zu verhindern.
    Stell dir vor, was die für Einbußen hätten, wenn jeder 2. nur noch zum Homöopathen ginge!

  53. Joachim Antworten | Permalink

    Kritiklosigkeit

    Hallo Ines,

    dein Vorgehen hier führt uns unweigerlich zu einem Patt. Auf diese Art werden wir beide uns am Schluss als Sieger fühlen und nichts gelernt haben:

    Und glaub nicht alles, was von Pharmafirmen gesponserte Studien angeblich herausgefunden haben. Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass viele Pharmafirmen einen eigenene Stab an Mitarbeitern haben, die nur die Aufganbe haben, die Zusassung von Konkurenz-Medikamenten zu verhindern. Stell dir vor, was die für Einbußen hätten, wenn jeder 2. nur noch zum Homöopathen ginge!

    Genau so könnte ich dir unterstellen, alles zu glauben, was Homöopathie-Lobby gesponserte Studien angeblich herausgefunden haben. Die würden schließlich gewinnen, wenn jeder zweite nur noch zum Homöopathen ginge.

    So verhärten sich die Fronten: Du wirfst mir Inkompetenz vor und mir bleibt nichts anderes übrig als entweder klein beizugeben oder dir das selbe vorzuwerfen.

    Du hast ja recht: Verglichen mit einigen Auswüchsen der Pharmaindustrie mit ihren absichtlich abgebrochenen Studien und ihren Werbebotschaften, man müsse nur das richtige (nicht-hömöopathische) Komplexmittel nehmen und schon ginge es einem besser, ist die Homöopathie das kleinere Übel. Die hat wenigstens keine Nebenwirkungen.

    Aber auch du musst doch sehen, dass mit der Homöopathie auch Geld zu verdienen ist. Auch hier gibt es Lobby-Verbände, die davon leben, Homöopathie zu verkaufen. Und ausgerechnet eine Homepage solch eines Lobby-Verbandes empfiehlst du mir als unabhängige Quelle...

    Als Alternative zur Homöopathie sehe ich nicht, ich dachte ich hätte das klargestellt, das unhinterfragte Einwerfen rezeptfrei erhältlicher Pharmaka, sondern echte, evidenzbasierte Medizin. Also eine eingehende Untersuchung der Symptome und möglichen Ursachen gefolgt von einer Therapie, die sich in der Vergangenheit bei ähnlichen Fällen nachweislich bewährt hat. Solch eine Therapie kann darin bestehen, sich ins Bett zu legen und Tee zu trinken. Sie kann auch darin bestehen, Sport zu treiben oder die Ernährung umzustellen. Damit verdient dann weder die Pharmaindustrie noch die Homöopathie-Industrie. Das stört mich gar nicht, denn ich arbeite weder für die einen noch für die anderen.

    Für den Link bin ich dir Dankbar. Ich habe die Texte schon quergelesen und mir einige Gedanken gemacht. Sie werden dir nicht gefallen. Ich werde darüber aber wohl einen eigenen Blogbeitrag schreiben: Herr Dellmour bestätigt eindeutig, dass es sich bei Homöopathie nicht um eine Wissenschaft sondern um magisches Denken handelt.

    Noch eines:

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Immunsystem dafür Verantwortlich ist, ob man erkrankt oder nicht, schließlich wissen wir heute doch, dass Bakterien und Viren überall vorhanden sind und trotzdem sind wir nicht alle ständig krank.

    Die Erforschung des Immunsystem haben wir nicht der Homöopathie zu verdanken, sondern der modernen Biochemie und der Schulmedizin. Die Behauptung, eine Substanz fördere das Immunsystem, ist im Moment in der Werbung sehr beliebt. Mit dem Argument verkauft man Yoghurts, Fitnessdrinks, rezeptfreie Medikamente und nicht zuletzt auch Naturheilkunde und Homöopathika. Einen echten Nachweis zu bringen, wie und an welcher Stelle eine Substanz das Immunsystem positiv beeinflusst, ist ungleich schwerer. Es mag sein, dass einige in der Homöopathie verwendete Mittel solche Einflüsse haben. Aber das Simileprinzip ist mit den bisher bekannten Mechanismen des Immunsystems nicht vereinbar. Und die Potenzierung schon gar nicht.

  54. der Realisator Antworten | Permalink

    der Notwendikkeit halber

    Determinstsch?

    Also Ich bin der meinung, dass hier ein kleiner Rechnfehler der Quanten vorliegt.
    Da man(n) davon ausgehen muss, sollte (+das sich die Quanten werder sozial noch asozial verhalten).
    Vielmehr sollte man(n) miteinbeziehen, dass Qanten auch nicht mehr wie Du und Ich sind, die das machen was alle machen !!!!
    Die Richtung wird vorgegeben von mehr oder weniger vorhandenen Impulsen, die das Raum-Zeitgefüge für einen (DU) oder ein ganzen sozusagen Megapuls den ganzen Kneul an Informationen bereit hält.
    Um mal wieder zurück zu kommen, zu deinem, Beitag der Wissenschaft!
    Könnte es sein, dass alles , mit allem bezahlt wird....Und der gesunde Körper damit bezahlt das ER den Wirkstoff an sich bindet....und der ERKRANKTE Körper nichts mehr verlagt da ER ja vorgespielt bekommt schon alles zu haben was man(n) braucht.......um weiter existieren zu können....Und könnte es nicht sein,,,,, dass jede krankheit einen sozusagen Geist besitzt, der für die Krankheit und nur für die Krankheit arbeitet....... Und dieser Geist nur erkennen muss,das alles eins IST.....

    Zünde ein Streichholz an ..............
    Und DU wirst (UNIVERSEN,KULTUREN,LEBEWESEN,SONNENSYSTEME,UND ANDERE ENERGIETRÄGER) sehen!!!!
    Sie kmmmen und vergehn im gleichen MOM!!!
    DENK MA NACH!!!
    Wenn man(n) nicht so weit gucken kann wie das UNIVERSUM,,,, dann muss Man(n) halt ins kleine gehen und man findet das ganze nochma in klein!!!!!!!!!!!!!!

  55. Stefan No. Antworten | Permalink

    Homöopathischer Glaube

    Wie bei jedem Aberglauben (und jeder Religion) bleiben seine/ihre Anhänger von wissenschaftlich exakt begründeten Zusammenhängen unbeeindruckt, insbesondere, wenn es dabei um die eigene Krankheit geht.

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