Crowdfunding für die Wissenschaft funktioniert!

22. Februar 2013 von Katja Machill in Allgemein

Wir freuen uns über die ersten erfolgreich finanzierten Sciencestarter-Projekte

Drei Monate, drei erfolgreiche Projekte, zwei Starter auf Reisen, eine in Hamburg: Aufregend und spannend hat das erste viertel Jahr begonnen und gezeigt, was die Sciencestarter alles draufhaben:

Gestern endete der Finanzierungszeitraum des bislang größten Projekts „PfEn – Energetische Nutzung von Pferdemist“, das mit 14.650 Euro weit über sein Zielbudget von 10.000 Euro hinausgeschossen ist. Saskia Oldenburg will in Hamburg-Harburg eine Anlage zur Trennung von Pferdemist aufbauen, um aus ihm Energie zu gewinnen. PfEn wurde von Saskia mit viel Herzblut beworben. Sie führte etliche Interviews mit Radio und Fernsehen, schrieb Pressemitteilungen und führte Interessierte höchstpersönlich durch Reitstall und Forschungslabor. 109 Personen konnte Saskia so als Unterstützer für ihr Projekt gewinnen. Nun ist es ihr möglich PfEn zu realisieren und so eine neue Möglichkeit der Energieerzeugung zu entwickeln. Herzlichen Glückwunsch! Ihr könnt die Entwicklungen in ihrem Sciencestarter-Blog verfolgen. http://www.sciencestarter.de/pfen/blog/

„There is literature in Africa?“ beendete mit 5.440 Euro als zweites Projekt erfolgreich die Finanzierungsphase. Anne Schelhorn befindet sich im Moment in Dakar und forscht für ihre Doktorarbeit über westafrikanische Literatur. In Bibliotheken und Archiven der Université Cheikh Anta Diop recherchiert sie Text- und Tonmaterial sowie wissenschaftliche Literatur. Mit anderen Wissenschaftlern und Experten tauscht sie sich aus und nimmt vor Ort Performances mündlicher Literatur auf. Ein besonderes Ereignis war dabei eine Fahrt nach Ndiongué Fall, einem kleinen Ort, an dem ein Feiertag zu Ehren des Gelehrten und Diplomaten aus dem 17. Jahrhundert Kocc Barma Fall veranstaltet wurde, dessen Nachkommen dort leben. Der wöchentliche Bericht ist exklusiv für Supporter im Projektblog zu lesen. Anne wird übrigens auf ihrer Reise auch durch die deutsche Presse begleitet und gab bereits Interviews live aus Afrika für Radio und Zeitung. http://www.sciencestarter.de/literatur-in-westafrika

Christian Sterns Projekt „One World One Lab“ wurde als erstes mit 2.419 Euro ausfinanziert. Das Geld ist in einer Kameraausrüstung geflossen, mit der er seine Reise in die Labore der Welt unternimmt. Bis vor kurzem noch in Indien, befindet er sich im Moment in Myanmar und hat am Mittwoch eine Vorlesung in der University of Yangon gehalten. Aufgeschlossen und neugierig treten ihm die Wissenschaftler und Studenten gegenüber. Sie wollen aber auch viel von Christian und seiner Forschung in Deutschland wissen, wodurch reger Austausch entsteht. Über das Entgegenkommen der Myanmarischen Wissenschaftler freut sich Christian sehr. „Ich bekomme hier eine riesen Unterstützung, inklusive aller Mahlzeiten mit den Profs und Geschenke auf der Bühne vom Direktor, Wahnsinn!“ In seinem Blog kann man Christian über seine Reise hinweg stetig begleiten. http://oneworldonelab.wordpress.com/

Fotos finden sich unter: http://www.wissenschaft-im-dialog.de/topmenu/downloads/fotos/sciencestarter/2013.html

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