AKTUELLE POSTS RSS

 

Die Lex Guttenberg und die Ehrlichkeit der Wissenschaft

24. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Die Universtiät Bayreuth hatte natürlich keine Wahl: Die Beweise für das wissenschaftliche Fehlverhalten des Herrn zu Guttenberg, die das Projekt GuttenPlag in den letzten Tagen zusammengetragen hat, sind erdrückend und er selbst hat mit seiner Bitte um „Rücknahme“ seines Dr. jur. dieses Fehlverhalten zugegeben. Eine andere Entscheidung als die Aberkennung des Doktorgrades kam deshalb nicht in Frage. Wenn es etwas gibt, das eine Universität mit aller Kraft verteidigen muss, dann ist es der Wert der akademischen Grade, die sie verleiht.... weiter

 

Auf der Zielgeraden: Keine Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz

23. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Der Verein Deutsche Sprache und einige Politiker betreiben seit Jahren eine Kampagne, um Deutsch als Staatssprache im Grundgesetz zu verankern. Gemeinsam mit der Bild haben sie nach eigenen Aussagen über 70 000 Unterschriften für diese Forderung gesammelt, eine Onlinepetition beim Bundestag bekam 5 165 Mitzeichnungen. Diese grundgesetzliche Verankerung der deutschen Sprache ist unsinnig und potenziell schädlich. Mit einer Gegenpetition an den Bundestag, die noch bis zum 3. März läuft, soll sie deshalb verhindert werden. Aufgrund des jetzt entstandenen Medieninteresses fasse... weiter

 

Tag der Muttersprache 2011

21. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Die Petition „Keine Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz“ befindet sich im Endspurt. Sie kann noch bis zum 3. März 2011 online beim Petitions-ausschuss des Deutschen Bundestages mitgezeichnet werden. Den ursprünglichen Aufruf zur Mitzeichnung kann man hier nachlesen, die häufigsten Gegen-argumente bespreche ich hier, die Sprachsituation in Deutschland hier, und mögliche Gefahren einer grundgesetzlichen Verankerung hier. Heute ist der Internationale Tag der Muttersprache, den die UNESCO im Jahr 2000 ins Leben gerufen hat, um „ein Bewusstsein für die Wichtigkeit kultureller... weiter

 

Guttenberg Roadkill

16. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Ein echter Macher: Gutenberg gab uns die beweglichen Lettern. Guttenberg bewegt gleich ganze Absätze. [Zoonpolitikon] Ich kann natürlich zur Aufklärung der Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg nicht viel beitragen, außer einer Reihe sarkastischer Tweets, die ich zum größten Teil ohne Quellenangabe aus Jürgen Grafs verquast-verklärter Verteidigung von Helene Hegemanns literarischem Meisterdiebeswerk aus dem letzten Jahr abgeschrieben habe und die die interessierten Leser/innen selber suchen müssen. Aber ich bin selbst Wissenschaftler und muss deshalb bei meinen eigenen Texten immer darauf achten, sauber zu... weiter

 

Warum die Idee einer Staatssprache Deutsch nicht harmlos ist

15. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Die Petition „Keine Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz“ befindet sich im Endspurt. Sie kann noch bis zum 3. März 2011 online beim Petitions-ausschuss des Deutschen Bundestages mitgezeichnet werden. Den ursprünglichen Aufruf zur Mitzeichnung kann man hier nachlesen, die häufigsten Gegen-argumente bespreche ich hier, die Sprachsituation in Deutschland hier, und mögliche Gefahren einer grundgesetzlichen Verankerung hier. In der Diskussion um die Petition „Keine Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz“ kommt häufig das Argument, dass die Petition zu aufgeregt und schwarzmalerisch... weiter

 

Ein Jahr Sprachlog

12. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Vor ein paar Wochen (am 24. Januar) hatte das Sprachlog seinen ersten Geburtstag. In der kurzen Atempause zwischen dem Anlaufen der Petition „Keine Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz“ und der Verkündung des ersten „Anglizismus des Jahres“ hatte ich nicht die Ruhe , das zum Anlass zu nehmen, um über das vergangene Jahr nachzudenken, deshalb hole ich es heute nach. Die Entscheidung, das Bremer Sprachblog zu schließen und hier in neuer Form weiterzuführen, habe ich mir vor einem Jahr nicht... weiter

 

Cyberwörter

10. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Auf neusprech.org, einem empfehlenswerten Watchblog für Euphemismen in der politischen Sprache, schreiben die Autoren heute über das gerade wieder aktuelle Wort Cyberwar und fragen sich, warum die Politik dieses Wort möglichen Eindeutschungen vorzieht: Immerhin könnten sie den Begriff auch problemlos übersetzen und von Internetkrieg faseln. Tun sie aber nicht. Klingt das in ihren Ohren vielleicht, als würde das Internet zurückschlagen und sich für all die Schmähungen rächen, die Politiker so über es verbreiten? Wahrscheinlich nicht. Es klingt vielmehr harmloser. Denn... weiter

 

Deutschlernen leicht gemacht

5. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Die Befürworter einer Festschreibung des Deutschen als Staatssprache im Grundgesetz argumentieren häufig mit einer integrationsfördernden Wirkung. Ein paar Beispiele: Ich will keine Zuwandererfamilien, die sich bis in die dritte Generation weigern, die Sprache des Landes korrekt zu lernen, in dem sie leben! [Unterschriftensammlung der Bild-Zeitung, zitiert z.B. hier] Wir steuern auch sprachlich auf Parallelgesellschaften zu. Berlin-Kreuzberg und Neukölln sind fast schon autarke Gebiete. Vom Gemüsehändler bis zum Zahnarzt spricht dort alles türkisch. Ich sehe deshalb die Festlegung auf Deutsch als... weiter

 

Die Sprachen der Bundesrepublik sind…

4. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Die Petition „Keine Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz“ befindet sich im Endspurt. Sie kann noch bis zum 3. März 2011 online beim Petitions-ausschuss des Deutschen Bundestages mitgezeichnet werden. Den ursprünglichen Aufruf zur Mitzeichnung kann man hier nachlesen, die häufigsten Gegen-argumente bespreche ich hier, die Sprachsituation in Deutschland hier, und mögliche Gefahren einer grundgesetzlichen Verankerung hier. „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch” -- diesen Satz wollen die Befürworter einer verfassungsrechtlich geschützten Landessprache ins Grundgesetz aufnehmen, und argumentieren unter anderem damit,... weiter

 

Anglizismus des Jahres: Das Ergebnis

1. Februar 2011 von Anatol Stefanowitsch

Was als spontane Idee begann und als aufwändiger Nominierungs- und Auswahlprozess weiterging, erreicht heute seinen vorläufigen Höhepunkt: Der erste „Anglizismus des Jahres“ in der noch jungen Geschichte dieser Wörterwahl ist da. Anglizismus des Jahres 2010 ist leaken. Die Jury hat an diesem Wort nicht nur seine Aktualität überzeugt, sondern auch die Tatsache, dass es sich um eine wirkliche Bereicherung des deutschen Wortschatzes handelt und dass es sich bestens in das Lautsystem, die Morphologie und die Grammatik des Deutschen einfügt. Dass... weiter