Wovon rede ich, wenn ich von Deutschland rede

3. August 2013 von Yoav Sapir in Allgemein

Wenn ich von Deutschland rede, von meiner Deutschland, dann rede ich von etwas, was auch, aber nicht nur, ja gar nicht in erster Linie politisch ist.
 
Weil es eben nicht nur politisch ist, unterliegt es auch keinen politischen Diktaten, wie etwa dem Anspruch der BRD auf Deutschland. Es lässt keinen politischen Neusprech gelten. Dazu gehört auch die Differenzierung zwischen Staat, Staatlichkeit und Staatsangehörigkeit einerseits und allen anderen Dimensionen des Deutschen andererseits.
 
Mein Deutschland hat sehr viel mit Sprache zu tun, ist aber nicht darauf beschränkt. Sprache ist ein Spiegel, was anderes reflektiert und wahrnehmbar macht. Aber nicht alle Spiegel sind gleich, und die deutsche Sprache ist ein besonderer Spiegel, der manches erscheinen lässt, was in anderen Sprachen verborgen bleibt.
 
Wenn ich an »echte« Deutsche denke, fällt mir Freud ein. Wenn ich an »echt« Deutsches denke, fällt mir Wien ein. Wenn ich Freud und Wien als sehr deutsch erlebe, dann ist das eben meine Erfahrung. Denn mein Deutschland ist kein Ort und kein Pass, sondern ein Geisteszustand. Es ist eine Vorstellung, ein Konzept, eine Idee, die sich mancherorts und bei manchen Menschen besser und deutlicher verwirklicht (hat) als sonst.
 
Deutschland gehört nicht den »Deutschen«, die sich allzu oft des Deutschen unwürdig erweisen. Deutschland ist global ausdehnbar und dennoch lokal verankert. Deutschland ist folglich auch sehr jüdisch.


52 Kommentare zu “Wovon rede ich, wenn ich von Deutschland rede”

  1. Jordanus Antworten | Permalink

    Deutschland ist sehr jüdisch

    Schön, dass zu hören! Über solche Ähnlichkeiten habe ich mir auch oft Gedanken gemacht, sie aber angesichts der Historie wieder als beinahe blasphemisch verworfen. Ich finde Deinen Blick auf Deutschland hochinteressant, manchmal fehlt mir aber noch ein bisschen die Substanz, vielleicht Beispiele, die Deine Thesen illustrieren. Bin gespannt auf weitere Posts!

  2. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Das zum Beispiel

    Deutschland ist folglich auch sehr jüdisch.

    ...fände der Schreiber dieser Zeilen schon einmal sehr gut. - Was ist noch gut an D bzw. an D als Geisteszustand und für Sie?

    MFG
    Dr. W

  3. Helmut Wicht Antworten | Permalink

    Butter bei die Fische...

    Das klingt formal gut. Konzept. Idee. Essenz. Geisteshaltung.

    Jetzt aber mal inhaltliche Butter bei die formalen Fische: was IST "Deuschland/-tum" Deiner Ansicht nach? Was sind die Inhalte dieses Konzepts?

  4. Horst Antworten | Permalink

    Deutschland ist global ausdehnbar

    "Deutschland ist folglich auch sehr jüdisch."

    Als Mensch, der den ganzen Planeten als Heimat empfindet, der sich gegen jegliche symptomatische Spaltung des nun "freiheitlichen" Wettbewerbs stellt, damit diese Welt endlich eine befriedende Werteordnung entwickelt, kann ich in Deinem Text nur diesem einen folgen und mit guten Wünschen begrüßen.

  5. fegalo Antworten | Permalink

    Zum "Deutsch"

    Auch dieser Text ist sehr rätselhaft. Liegt ihm die Vorstellung zugrunde, dass es so etwas wie einen „Wesenskern“ des Deutschen gibt, und wäre eine solche Vorstellung nicht etwas überholt? Da wir wohl wissen, wie sich die Nationen gebildet haben, ist doch das, was uns als „deutsch“ erscheint, etwas ziemlich Kontingentes. Es ist nicht mehr als ein diffuses quale, und wenn wir es einem „französisch“ oder „britisch“ gegenüberstellen, so ist darin außerhalb nationalistischer Denkweisen weder eine Norm noch ein Wert gedacht. Insofern erschließt sich mir nicht, was man sich von einer Qualifizierung von Autoren oder Städten als besonders „deutsch“ verspricht, (unabhängig davon dass es sich bei den Genannten auch noch um Österreicher handelt).

    „Deutschland gehört nicht den »Deutschen«, die sich allzu oft des Deutschen unwürdig erweisen.“

    Hier bin ich vollends irritiert. Das klingt, als hätte „das Deutsche“ eine heilige Qualität, die für sich selbst steht, und der man am Ende noch als Deutscher Genüge zu leisten hätte. Dem kann ich nicht folgen. Ich hatte vielleicht immer hohe Ideale, aber „deutsch“ zu sein, war nicht dabei.

    Auch wenn man Deutschland ohne Zweifel unter die Handvoll der großen europäischen Kulturnationen zählen muss, so werden wir doch keine Eigenschaft oder Qualität finden, die wir als „das Deutsche“ definieren und irgendetwas darauf zurückführen können.

  6. Dietmar Hilsebein Antworten | Permalink

    Deutschland -oder doch nicht?

    "Wenn ich an »echte« Deutsche denke, fällt mir Freud ein."

    Und mir Beethoven -jetzt gerade. Morgen denke ich vielleicht an Nietzsche und übermorgen an Kant. Nietzsche hat sich bekanntlich als Pole gefühlt und wieder andere als Weltenbürger. Aber "echte" Deutsche -ich weiß nicht recht...Ich fühle mich an Kaiser Wilhelm Zwei erinnert, der da keine Parteien kannte, sondern Deutsche. Hätte er andere mit einbezogen, wer weiß. Vielleicht wären wir gut beraten, wenn wir weder Parteien noch Deutsche, sondern Menschen kennten. So mag der Mensch sich des Menschen unwürdig erweisen, aber nur daher, weil ein Kontrast zum Tiere erlebt und erfahren wird. Der Deutsche kann sich des Deutschen nicht unwürdig erweisen, da als Deutscher nur bezeichnet wird, dessen Ahnen im Siedlungsgebiet der Deutschen ansässig war. Man nannte sie deutsch. Was liegt daran? Später kam hinzu, daß ein Kontrast zu anderen Völkern konstruiert wurde. Im Schützengraben des ersten Weltkrieges erkannte dann so mancher Soldat, daß der Franzose neben ihm gar nicht so fremd war, wie es die Obrigkeit glauben machen wollte. Auch er hatte Frau und Kinder daheim, die auf ihn warteten.

  7. Stefan Antworten | Permalink

    Nur dass dieser Begriff "Deutsch" oder auch "Englisch" seit dem 18. Jahrhundert einen Bedeutungswandel durchgemacht hat. Mit dem modernen Staat und dem Nationalismus, bekamen diese Begriffe auch einen nationalistischen Unterton.

    Dieser "Neusprech" ist also gute 200,300 Jahre alt.

    Jetzt kann man natürlich diesen durchaus sehr alten Neusprech wieder versuchen aufzuheben und dieses Konstrukt der Nationalstaaten beseitigen. Nichts ist mir lieber als das. Aber dann wäre es auch angebracht, dieses dazu zu sagen. Ansonsten kommt es nur logsicherweise zu Missverständnissen, denn in unserer modernen Welt, in der Welt der Nationalstaaten ist es eher Neusprech, Begriffe wie "Deutschland" nicht in nationalstaatliche Kategorien zu denken.

    Ich versteh nur nicht was an Sigmund Freud so deutsch gewesen sein soll, er selbst kam aus PYíbor, Tschechien, seine ganze Verwandtschaft kam aus Galizien, Umgebung Tysmenitz.

    Wien als deutsch zu bezeichnen, im Sinne der Kategorie "Deutschland" ist schlicht ahistorisch. Wenn dann war das was sich heute Österreich nennt und früher sich Deutsch-Österreich nannte, ein Teil der "deutschen Länder". Die sich später - ohne Kaisertum Österreich, also der Deutsche Bund - zu Deutschland zusammenfügte. Seitdem hat der inzwischen nationalistisch geprägte Begriff "Deutschland" einen weiteren Wandel erlebt, eben im Sinne der Kleindeutschen Lösung ohne Österreich.

    Während Österreich ohne Wien (aber auch da gab es eine sehr starke deutschnationale [und zugleich antisemitische] Strömung) sich nach dem Ende der Monarchie zu Deutschland zugehörig fühlte. Hatte Wien als Hauptstadt eines Vielvölkerreich, das sich gegen Osten und Südosten erstreckte, nur wenig Bezug zu Deutschland. Der Begriff "Schlawiner", heute im Wienerischen als Synonym für einen liebenswerten Gauner verwendet, war ein Schimpfwort der restlichen (Deutsch-) ÖsterreicherInnen, das sich gegen Wien richtete. Es bedeutet nichts anderes als "Slawe".

    Von 2 Millionen EinwohnerInnen gab es 600.000 TschechInnen (Wien war die größte tschechische Stadt). Über 200.000 Juden und Jüdinnen (und hier nicht "Jeckes", sondern "Polacken", Begriffe nach Nathan Birnbaum, um 1900, heute wird letzterer Begriff meist rassistisch verwendet), also meist aus Galizien. Und weitere jeweils 10.000e Kroaten, Slowaken Ungarn, Polen, etc. Innerhalb von 30 Jahren im 19. Jahrhundert wanderten 800.000 Menschen nach Wien ein, 80 % davon aus den Kronländern der Monarchie. Die Sprache und die gesamte Kultur zeugt von diesem Einfluss. Das Wienerische ist heute noch stark geprägt vom Tschechischen, mit starken Einfluss des (Ost-) Jiddischen. Wien ist ein heute Mischmasch aus tschechischer, ungarischer, kroatischer, serbischer, slowakischer (und immer mehr türkischer) Kultur, mit Nachwirkungen des alten monarchistischen Gehabes. Wobei aber die deutsche Sprache als verbindendes und übegreifendes Element wirkt(e) (was wiederum einen starken Assimilationsdruck für die verschiedenen Kulturen bedeutete, die sich sehr schnell als "echte WienerInnen" verstanden).

    Deutschen Einfluss gibts erst seit wenigen Jahren, wegen dem Numerus Clausus in Deutschland. ;-)

    Und wenn Freud deutsch war, dann kommen Powidl aus Hamburg...

  8. Yoav Sapir Antworten | Permalink

    @ Stefan

    Ich sage nur Folgendes:

    I.
    Eine Gegenüberstellung des Deutschen Bundes und "Österreich" gilt nicht, erstens, weil Österreich dazugehörte, ja sogar den Vorsitz innehatte (vgl. 1866 Preußen gegen Deutschland bzw. den Deutschen Bund), und zweitens, weil der Begriff "Österreich" damals gar nicht dafür stand, wofür es heute steht (war Tirol "Österreich" bzw. "österreichischer" als Mähren? Freilich nicht...)

    II.
    Als Nationalstaat existiert "Deutschland" unter diesem Namen erst seit 1949, und selbst das war damals nicht unumstritten. Bis dahin wurde offiziell nur von der adjektivischen Form Gebrauch gemacht. Identisch mit den Reichsgrenzen war "Deutschland" vor Hitler nie - aber das ist eine andere Diskussion. Mehr dazu in diesem früheren Text: http://www.scilogs.de/...te/2008-06-12/deutschland

  9. Stefan Antworten | Permalink

    @I: Ja, wenn wir jetzt I-Tipfel reiten wollen... der Deutsche Bund stellte sich in seiner Gesamtheit (unter Führung Preußens), bei Auschluss Österreichs, gegen eben dieses Österreich und dessen angestrebte Großdeutsche Lösung unter der Führung Österreichs. Das kam de facto einen Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Bund gleich, der sich damit zugleich auflöste. Österreich anerkannte, nach der Niederlage gegen Preußen, die eigenstaatliche Entwicklung "Deutschlands" an und verzichtete auf Mitwirkung daran.

    Und ja, klar stand der Begriff Österreich damals für etwas anderes als heute. Aber auch dieser Begriff änderte sich mit der Zeit, wie der Begriff "Deutschland". Und der Begriff "Deutschland" hat sich soweit geändert, dass "Deutschland" oder "deutsch" auf Österreich nicht zutrifft. Noch weniger auf Wien.

    Aber selbst dieser "Neusprech" ist nun 100 Jahre alt.

    @II: Als offizieller Begriff gabs "Deutschland" nicht, aber es ist klar, dass damit vor allem das nationalstaatliche Konstrukt (auch wenn es ein uneindeutiges Konstrukt war) spätestens ab der kleindeutschen Lösung gemeint war, aber wohl schon zuvor mit dem Norddeutschen Bund.

    Wer "Deutschland" sagte hatte ab den 1860ern eine ganz bestimmte Vorstellung und meinte damit sicher nicht Österreich.

    So heißt es auch im Artikel II des Vorfriedens von Nikolsburg: "Seine Majestät der Kaiser von Österreich erkennt die Auflösung des bisherigen deutschen Bundes an und gibt seine Zustimmung zu einer neuen Gestaltung Deutschlands ohne Beteiligung des österreichischen Kaiserstaates."

    Denn Begriff "Deutschland" auf dem ungefähren Staatsgebiet des heutigen Deutschland, gab es also sehr wohl schon damals.

    Es ist schon wichtig Begriffe zu hinterfragen, vor allem nationalstaatliche, aber historische Entwicklungen zu ignorieren und Begriffe ein subjektiv neu zu besetzen, ist auch nicht ganz unproblematisch. Vor allem, wenn ich sie ohne Erklärung vorraussetze, dann sind mIssverständnisse vorrausprogrammiert. ;-)

  10. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    „Können die »Deutschen« (was das auch immer bedeuten mag) Deutschland nicht mehr außerhalb des politischen Käfigs denken, das Deutsche kaum noch selber und unabhängig konzipieren?“

    Tut man das („Deutschland ... außerhalb des politischen Käfigs denken“, im vorigen Artikel von Yoav Sapir) nicht immer noch mit großer Selbstverständlichkeit – nicht unbedingt auf dem Gebiet der Kultur (in gewissem Sinn hat die deutschsprachige Schweiz keine deutsche Kultur), aber doch auf dem Gebiet der Literatur? Ein deutscher Schriftsteller ist, wer deutsch schreibt. Gottfried Keller war einer, Karl Kraus war einer, Hertha Müller ist eine deutsche Schriftstellerin, war, wenn ich recht informiert bin, schon eine, als sie noch keine BRD-Staatsbürgerin war.

    Doch die Sprache einfach in Geographie zu übersetzen, in ein „Deutschland“, ohne daß die verzwicktesten Probleme auftreten, so wie es einmal war, als „Deutschland“ als Staat politisch noch nicht existierte und einfach das Gebiet bedeutete, in dem man vorwiegend deutsch sprach („von der Maas bis an die Memel“) – das geht einfach nicht mehr. Ganz ohne die spezielle deutsche Geschichte: die Idee des Nationalstaats und damit der territorialen ethnischen/sprachlichen Reinheit hat es unmöglich gemacht. Wenn man jemanden aus Polen, den man im Angloamerikanischen einen „ethnic German“ nennt, einen Deutschen nennen würde, kommt sofort der Einwand, daß das doch ein Pole sei und wie könne man sich denn anmaßen usw., und nicht gerade selten steckt auch eine Anmaßung dahinter. Es ist aber genauso, wenn man einen französisch sprechenden Kanadier einen Franzosen nennt. Daß es einige Ausnahmen gibt, die aus alten Zeiten überlebt haben (Schweiz, auch Rumänien), daß die sogenannten Indigenen, von der Lausitz bis nach Brasilien, überall eine Ausnahme sind, ändert nichts daran, daß sonst auf der Welt die Nationalstaatsidee eine ungute Realität geschaffen hat, die sich ihre Verfechter im 19. Jahrhundert wohl nicht vorgestellt haben.

    Wohin geht aber die Tendenz? Man frage die Kinder: "Deutschland" ist der Name einer Fußballmannschaft, nichts weiter.

  11. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Existiert Deutschland, existiert die EU?

    Deutsche äussern sich zur nationalen Frage oft ähnlich wie Ludwig Trepl in seinem Komnentar vom 05.08.2013, 08:54:
    "Wohin geht aber die Tendenz? Man frage die Kinder: "Deutschland" ist der Name einer Fußballmannschaft, nichts weiter."

    Doch die anderen europäischen Nationen sehen das - und zwar völlig zurecht - ganz anders. Für Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, ja selbst für Frankreich ist Deutschland der neue Hegemon der europäischen Union, das Land, das sagt wo es durchgeht und das bestimmt, was die anderen Eurozonenländer für Reformschritte zu unternehmen haben um nicht den Anschluss an Deutschland zu verlieren.

    Damit verschliesst die Haltung "Deutschland ist einfach der Name einer Fussballmannschaft" die Augen vor der Realtiät der Anderen und letztlich auch vor der eigenene Realität: Möglich dass viele deutsche Bundesbürger Mühe mit der eigenen Nationenzugehörigkeit haben. Sicher aber ist auch, dass die Einwohner Deutschlands nicht als Europäer empfinden und sich auch nicht als Europäer sehen. Gemanagt wird Europa aber von den gleichen Leuten, die Deutschland regieren. Die Regierenden Deutschlands bestimmen weitgehend was in Europa passiert, vor allem geben sie Ratschläge an die Länder, die ihm Rahmen der Eurokrise ihre Souveränität verloren haben und entscheiden sogar fast unter sich, wie Krisenfälle konkret abgewickelt werden. So geschehen in der Zypernkrise wo Schäuble und Merkel als Krisenmanager und Entscheider auftraten und auch so wahrgenommen wurden und wo die Zuständigen der EU-Kommission wie der Eurogruppenchef Dijsselblom dem Zuschauer mehr als Erfüllungsgehilfe von Schäuble und Co. erschienen.

    Doch auch Schäuble distanziert sich in „Wir wollen kein deutsches Europa“ von der effektiven Führungsrolle des Landes innerhalb der EU.

    Schäuble spricht ein wichtiges Problem an, wenn er schreibt:
    "Einige Kommentatoren meinen sogar, dass die notorische "deutsche Frage" zurück ist. Deutschland soll auf der einen Seite "zu stark" sein, um sich in Europa einzuordnen, aber doch auch "zu schwach", um den Kontinent zu führen."

    Weiter schreibt er:
    "Die Vorstellung ist verfehlt, in Europa müsse - oder könne - einer führen. Die deutsche Zurückhaltung hat dabei nicht nur mit unserer schuldbeladenen Geschichte zu tun. Das besondere politische Gebilde Europa eignet sich nicht dafür, dass einer führt und die anderen folgen. ...
    Nein, wir wollen kein "deutsches Europa". Wir verlangen nicht von anderen, "so zu leben wie wir" -"

    Doch Deutschland wird zwangsläufig eine führende Rolle in Europa einnehmen, solange Europa nur ein lockerer Staatenbund ist. Das ist eben der riesige Unterschied zu den USA. Es gibt die USA, nicht aber Europa als Bundesstaat. Der amerikanische Präsident regiert nicht als Vertreter seines Herkunftsstaates sondern als Vertreter aller US-Amerikaner.

    Und Merkel regiert mit ihrer Regierungsmannschaft zwangsläufig in Europa hinein ohne Europäerin zu sein, einfach weil Deutschland so gross und dominant ist. Sie bleibt Deutsche auch wenn sie in Ludwigs Trepls Schlusssatz einstimmen würde: "Deutschland ist der Name einer Fussballmannschaft". An der Realität, dass Deutschland Europa gerade jetzt weitgehend führt würde es auch nichts ändern wenn Deutschland nur eine Fussballlmanschaft wäre.

  12. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Lieber Herr Sapir,
    gehen Sie gerne mal beizeiten in medias res, die Seele Deutschlands interessiert Ihren Kommentatorenfreund auch, gerade auch in der Außenansicht (die hier geteilt wird).
    MFG
    Dr. W

  13. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    @ Martin Holzherr: Volk und Firma

    „An der Realität, dass Deutschland Europa gerade jetzt weitgehend führt würde es auch nichts ändern wenn Deutschland nur eine Fussballmannschaft wäre.“

    Das stimmt wohl, wirft aber einige Fragen auf. „Deutschland“ ist natürlich nicht nur eine Fußballmannschaft, sondern die Kinder (und immer mehr Erwachsene) verstehen dieses Wort halt so. Weder die Idee der Sprachgemeinschaft, noch die Idee der Kulturgemeinschaft (das wäre etwa Yoav Sapirs Position) hat außerhalb recht begrenzter, vor allem klassisch-bildungsbürgerlicher Kreise noch große Kraft. Die (nicht nur) im Nationalsozialismus herrschende Idee der Abstammungsgemeinschaft spielt nur noch am rechten Rand des politischen Spektrums eine Rolle. Die, die „Deutschland“ sind, die Spieler, erfüllen – zum Glück – all diese Bedingungen großenteils nicht.

    Was aber ist „Deutschland“ außer einer Fußballmannschaft noch, bzw. wessen Mannschaft ist denn das? Man liegt wohl nicht richtig, wenn man meint, es handle sich mittlerweile um eine „Nation“ im französischen Sinne (statt um ein „Volk“ im deutschen), konstituiert durch eine Verfassung. Das mag eine gute normative Idee sein (man denke an Habermas’ „Verfassungspatriotismus“), aber beschreibt nicht die Realität. „Deutschland“ ist auch nicht die Mannschaft derer, die zufällig in einem bestimmten Gebiet leben, so wie früher eine Mannschaft im wesentlichen aus den Spielern bestand, die zufällig in einer bestimmten Stadt lebten. Sondern „Deutschland“ ist die Mannschaft einer Firma, wie alle anderen Mannschaften der Tendenz nach auch. Unter den Deutschen ist dieses Verständnis wohl stärker ausgeprägt, weil man von der schuldbeladenen Geschichte loszukommen versucht, aber anderswo geht es auch in diese Richtung. Die nationalen Kulturen und Sprachen werden in vielen Ländern zugunsten einer vermeintlich internationalen, tatsächlich angloamerikanischen mehr oder weniger abgeschafft. Die Beziehung zu „Deutschland“ ist wie die zu jeder Firma: Man hat, für eine begrenzte Zeit, einen Vertrag geschlossen, und so lange der läuft, spielt/arbeitet man für diese Firma.

    Die Frage ist, wie weit das trägt: Jubelt man auch nur, so lange der Vertrag läuft? Kann man aus der emotionalen Gemeinschaft auch so aussteigen wie ein Spieler oder Trainer, der den Verein oder die Nationalmannschaft wechselt? Funktioniert die Überführung von „Nationen“ und „Völkern“ in Firmen auch noch, wenn von den Ideen, die früher damit verbunden waren, von der Verfassungs- über die Sprach- und Kultur- bis zur Abstammungsgemeinschaft, nichts mehr übrig ist?

  14. Ingo Bading Antworten | Permalink

    Aschkenasim und Deutschland

    Du bist aschkenasischer Jude, nicht wahr?

    Dann dürftest Du doch Deutschland direkt in Deinen Genen haben. Nicht wahr? Die Hälfte aller aschkenasischen Juden weltweit sollen ja - nach genetischen Studien - von nur vier nichtjüdischen Frauen abstammen, die vor etwa tausend Jahren am Rhein lebten. Was man ihnen ja auch sehr oft schon rein äußerlich ansieht. Jahrhundertelang war die Muttersprache der aschkenasischen Juden - auch in Polen und Rußland - das Jiddische, also ein deutscher Dialekt.

    Erst die Auswanderer nach den USA haben diesen Dialekt abgelegt.

    Wo immer Du also hingehst, trägst Du "Deutschland" mit Dir. So wie ich. Und wohl die meisten hier.

    Wohl nicht ganz einfach, sich dessen würdig zu erweisen.

    An dem deutschen Volkscharakter haben aschkenaische Juden nun auch viel "mitgeformt". Nicht nur durch den Glauben an ihren Nationalgott Jahweh und seine "Botschaften".

    Auch etwa durch Heinrich Heine oder durch Karl Marx.

    Nach Karlheinz Deschner (s. "Molloch") kam Adolf Hitler an die Macht, weil er von New Yorker jüdischen Bankhäusern finanziert worden ist. Andere Juden in Regierungsnähe in den USA und Großbritannien haben sich dann dafür verantwortlich gesehen, mit Stalins Hilfe den Deutschen jenen "Denkzettel" und jene "Umerziehung" zu verpassen, die vielleicht eher jenen Bankern in New York hätte verpaßt werden müssen, die sich über den, den sie da finanzierten, nicht im Unklaren gewesen sein können. Keine Ahnung.

    Das alles fühlt sich jedenfalls nach jener "Strategie der Spannung" an, die Allen Dulles und der CIA dann auch mit zahlreichen anderen Bananenrepubliken weltweit durchexerzierten in Revolutionen, Staatsputschen, Machtergreifungen, in Krieg (heißen und kalten) und Frieden.

    Mitunter haben Freud-Schüler und die Frankfurter Schule jedenfalls, davon bin ich fest überzeugt, ihre Experimente am falschen Objekt durchgeführt.

    Leute wie Robert Trivers oder Noam Chomsky versuchen das schon seit Jahrzehnten zu korrigieren, wenn ich das recht verstehe. Ich glaube, sie erweisen sich ihres Erbes in weiten Teilen damit als würdig. Ihnen wäre noch mehr Erfolg zu wünschen, als sie bisher hatten.

  15. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    @Ingo Bading: Sprache Gene

    Korrektur: Genetische Studien zeigen, dass
    Ashkenazi Jews originated in the Middle East during the Bronze Age (between 2500 BC and 700 BC) spreading later to Europe.

    Weiter gilt:" about 40% of the current Ashkenazi population is descended matrilineally from just four women, or "founder lineages", that were "likely from a Hebrew/Levantine mtDNA pool" originating in the Middle East in the 1st and 2nd centuries CE. Although Haplogroup K is common throughout western Eurasia, "the observed global pattern of distribution renders very unlikely the possibility that the four aforementioned founder lineages entered the Ashkenazi mtDNA pool via gene flow from a European host population"

    Viele weitere genetische Studien mit ganz unterschiedlichen Methoden bestätigen "a common genetic origin, which is consistent with an historical formulation of the Jewish people as descending from ancient Hebrew and Israelite residents of the Levant"

    Was sie dazu schreiben ist entweder falsch oder irreführend:"Die Hälfte aller aschkenasischen Juden weltweit sollen ja - nach genetischen Studien - von nur vier nichtjüdischen Frauen abstammen, die vor etwa tausend Jahren am Rhein lebten"
    Genetisch kann man nicht feststellen ob jemand jüdisch ist oder nicht. Man kann lediglich die ursprüngliche Herkunft erschließen, weil Völkerwanderungen früher die Ausnahme waren und die meisten dort blieben, wo sie waren.
    Auch die Sprache (Jiddisch) hat mit den Genen nichts zu tun.

  16. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    @Ludwig Trepl: Die D.Firma funktioniert

    Im Gegensatz zur italienischen Firma mit so obskuren Figuren wie Berlusconi , mit Mafia und Korruption funktioniert die deutsche Firma so gut, dass man in Abwandlung eines geflügelten Ausdrucks sagen  sollte: "von der deutschen Firma soll die Welt genesen"
    Damit will ich andeuten, dass die Sicht von Staatengebilden als Firmen die Unterschiede zwischen den europäischen Ländern nicht kleiner macht sondern sie lediglich in einem andern Licht erscheinen lässt. Anstatt dass man von der andern Kultur der mediterranen Länder spricht muss man bei der "Firmensicht" plötzlich von dysfunktionalen politischen Systemen im Süden sprechen. Und genau das tun Schäuble und Merkle.
    Sie schreiben:
    "Die nationalen Kulturen und Sprachen werden in vielen Ländern zugunsten einer vermeintlich internationalen, tatsächlich angloamerikanischen mehr oder weniger abgeschafft. Die Beziehung zu „Deutschland“ ist wie die zu jeder Firma: Man hat, für eine begrenzte Zeit, einen Vertrag geschlossen, und so lange der läuft, spielt/arbeitet man für diese Firma."
    Unterschiedliche Firmen haben zwar unterschiedliche Firmenkulturen, doch vor dem Wettbewerb sind sie alle gleich. Wer nicht mehr wettbewerbsfähig ist, muss über die Bücher gehen, liebgewonnene Gewohnheiten (Streiks und starke Gewerkschaften in Italien,unflexible Arbeitsbedingungen) ablegen und von den Siegern lernen, denn von den Siegern lernen heißt Siegen lernen. Tatsächlich hab ich in unzähligen Interviews mit deutschen Politikern immer wieder konstruktive Vorschläge für die Verbesserung des politischen Systems der Euro-Krisenländer vernommen. Ursula von der Leyen will die Jugendarbeitslosigkeit in den Südländern (und in Frankreich) durch Einführung des dualen Bildungssystems beheben. Andere Politiker sahen Handlungsbedarf anderswo.

    Was diese deutschen Politiker aber nicht begreifen oder nicht begreifen wollen ist die simple Tatsache, dass sie immer als deutsche Politiker sprechen, nicht als Europäer, denn Europa als etwas über den Nationen gibt es (noch) nicht.

  17. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    Sind die Deutschen heute wenigerDeutsch?

    Bis ins 20. Jarhhundert hinein war es wichtiger Bayer, Preusse, Rheinländer oder Österreicher zu sein als Deutscher. Wobei all diese "Deutschen" eben doch vieles gemeinsam hatten sobald man sie mit den Südländern oder den Engländern verglich. In gewissem Sinne ist das heute noch so. Dazwischen - zwischen der Zeit wo es keinen überzeugenden deutschen Nationalstaat gab und der heutigen Zeit - lag die dunkle Zeit wo die Deutschen sich als grossdeutsche Nation konstruieren wollten mit solchen Phantastereien wie der Herkunft aus dem Germanentum und einer Rassenzugehörigkeit, die aus deutsch sprechenden Menschen Menschen deutscher, ja arischer, Abstammung machen wollte.
    Wenn Ludwig Trepl schreibt: "„Deutschland“ ist die Mannschaft einer Firma, wie alle anderen Mannschaften der Tendenz nach auch." so beschreibt er in welche Richtung sich das heutige deutsche Nationalgefühl entwickelt, verkennt aber, dass schon das "alte", vornationale, vorhitlerische Deutschland eine multikulturell zusammengesetzte oder mindestens regional ganz unterschiedlich gefärbte "Firma" war.
    Weil heute viele Deutschen Mühe mit Deutschland als Nation haben definieren sie die Nation oft von dem her, was sie alles nicht ist, wie im SPON-Artikel "Nation ist ein Gefühl" geschehen (Zitat):
    Nation sei "keine Religion, kein Territorium, kein wirtschaftliches Interesse, sondern ein Gefühl".
    und für diese deutsche Nation gibt es zwei Perspektiven:
    "Für die Deutschen gäbe es aber zwei Fluchtidentitäten: Die des Europäers oder die des regional verwurzelten Bürgers." Jürgen Habermas will an den Deutschen als zukünftigen Europäer glauben, muss aber frustriert eingestehen, dass (Zitat)"die «euroskeptischen Stimmungen» das Einzige sind, «was die europäischen Bürger eint»"
    Und tatsächlich ist heute Europa in Geber- und Nehmerländer aufgespalten, in Schuldner und Gläubiger. Und zu den Gebern und Gläubigern gehört Deutschland als Primus (inter Pares?). Deutschland also als der Stärkere, nun nicht aufgrund von Gewaltanwendung (wie im 2. WK) sondern aufgrund besserer Haushaltsführung ("schwäbische Hausfrau") und überlegener Wirtschafts- und Wettbewerbskraft, die der sozialen Disziplin, ja Operbereitschaft der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten zu verdanken ist, welche eine Einsicht in die Notwendigkeit von Lohnverzicht, Hartz IV und den Rest der Schröder-Agenda eint.
    Und die heutigen Eurokrisenländer sollen sich doch bitte ein Vorbild an diesem harten Weg nehmen, den Deutschland schon gegangen ist.
    Das Problem an dieser in Deutschland weit verbreiteten Haltung gegenüber den Eurokrisenländer ist allerdings, dass die Deutschen eben nicht als Europäer sprechen. Genauso wenig wie ein Spanier, ein Franzose oder ein Italiener Europäer ist, genau so wenig sind Deutsche Europäer. Und weil es keine gemeinsame europäische Identität gibt, gibt es auch kein europäisches Problembewusstsein und keine europäische Solidarität. Mit ganz brutalen Folgen für diejenigen "Firmen" (aka Länder/Nationen), die nicht mithalten können mit den Deutschen (und den andern Nordländern).
    Wegen dieser fehlenden europäischen Sicht dominiert heute in Europa die deutsche/evangelische Sicht, wo sich die Schuldner und Schuldigen in Asche und Staub legen müssen und über Austerität irgendwann in naher oder ferner Zukunft wieder vorrücken können in den Kreis der Wesen, denen auch eine schwäbische Hausfrau einen Kredit gewährt.
    Was das "deutsche Modell" für die Eurokrisenländer letztlich als Zukunft bedeutet wird im Blogbeitrag "Ist Austeritätspolitik für die Euro-Peripherieländer sinnvoll?" drastisch so zusammengefasst:
    "Machen wir uns also nichts vor. Die Perspektive dieser Südländer in der Eurozone ist null. Wir schaffen gerade an der Peripherie der Eurozone großflächige Verödungszonen. Da ist es natürlich nur folgerichtig, dass sich die staatliche Haushaltspolitik dort darauf einrichtet. Länder wie Kambodscha können sich schließlich auch keine Sozialpolitik leisten. Warum also Griechenland? Der Euro hat halt seinen Preis!"

    Wer als Deutscher (laut Trepl also Mitglied der deutschen Firma) für die Eurozone in der heutigen Form eintritt muss konsequenterweise von den Spaniern, Griechen, Italienern und selbst Franzosen folgendes fordern: "Lernt endlich deutsch, dann könnt ihr eine Arbeitsstelle in einer deutschen Firma (ja der deutschen Firma) finden und unser duales Berufsbildungssystem wird eucht fit machen, eure eigene Firma, heisse sie nun Spanien, Italien oder Frankreich so zu führen wie ein deutsches hochseetüchtiges Boot, das dem Meer trotzt und in alle Weltengewässer vordringen kann.

  18. Ingo Bading Antworten | Permalink

    Genetik der aschkenasischen Juden

    @ Martin Holzherr:

    Ja, über diese Frage scheint es noch unterschiedliche Meinungen in der Forschung zu geben, deren Weiterentwicklung ich in seit 2007 nicht mehr so genau verfolgt habe.

    2006 und 2007 gab es jedenfalls Forscher, die die genetischen Erkenntnisse so interpretierten, wie von mir wiedergegeben:

    http://studgendeutsch.blogspot.de/...bt-wenig.html

    Ich glaube, so würde es auch im Rahmen eines allgemeineren Bildes mehr Sinn machen.

    Schon die Tatsache, daß wir Neandertaler-Gene in uns tragen, zeigt, daß es (oft) vorteilhaft ist für in andere geographische Zonen einwandernde Populationen, sich mit Einheimischen zu vermischen (in geringeren oder größeren "Dosen"). Da ja diese Populationen genetisch schon seit langen Jahrhunderten oder Jahrtausenden an ganz andere geographische Räume und kulturelle Lebensweisen angepaßt sind.

    JENE jedenfalls, DIE sich mit einheimischen Neandertalern vermischt haben, haben offensichtlich in der Folge einen höheren Fortpflanzungserfolg gehabt als jene, die das nicht gemacht haben (bzw. auch als jene, die sich zu VIEL vermischt haben).

    Und ich denke, dieser allgemeinere Zusammenhang läßt sich inzwischen häufiger nachweisen für Populationen, die in andere Regionen zuwandern und dort weiterevoluieren (oft aus Gründerpopulationen heraus).

    Selbst wenn es bei der sehr kleinen Gründerpopulation der aschkenasischen Juden KEINE Einmischung Einheimischer gegeben hätte, wird doch wohl davon ausgegangen werden müssen, daß die deutsche Muttersprache, die geographische und kulturelle Umgebung solche Selektionsfaktoren dargestellt haben, daß sie das spezifische genetische Muster des aschkenasischen Judentums mitgeprägt haben können.

    Also auch wenn die von mir zitierten Interpretationen von 2007 inzwischen widerlegt worden sein sollten, würde gesagt werden können, daß die Genetik des aschkenasischen Judentums sich über entscheidende Jahrhunderte hinweg herausselektiert hat in Auseinandersetzung mit einer muttersprachlich deutschen Umwelt.

    Man kann es ja überhaupt für einzigartig halten, daß ein Volk wie die Juden regelmäßig als MUTTERSPRACHE die Sprache des Gastlandes annimmt und DENNOCH seine Abgeschlossenheit bewahrt. Das ist wohl fast ein einzigartiges Phänomen, was auch zeigt, wie VIEL Selektion hier stattgefunden haben kann.

    "Das" Deutsche wird also meiner Meinung nach auf jeden Fall in irgendeiner Weise in der Genetik der traditionell deutschsprachigen Juden, also der aschkenasischen Juden enthalten sein.

    In vielen Erbkrankheiten zeigen die Aschkenasim ein sehr spezfisches Muster aber in vielen gleichen sie eben auch dem Verteilungsmuster ihrer mitteleuropäischen Nachbarn.

    All das ist ja auch deshalb so wesentlich, weil sich eben die aschkenasischen Juden heute genetisch so spezfisch von ihrer Ausgangspopulation, den sephardischen Juden unterscheiden. Nicht zuletzt, was die IQ-Genetik betrifft. Die deutsche Umwelt scheint für die IQ-Evolution einen stärkeren Anreiz gegeben zu haben, als die romanischsprachige Umwelt, in der die sephardischen Juden evoluierten.

  19. Martin Holzherr Antworten | Permalink

    @Ingo Bading: Genetik der Aschkenasisch

    Sie scheinen mir sehr spekulationsfreudig. Zudem halten sie genetische und kulturelle Einflüsse kaum auseinander. Gene werden aber in den kurzen Zeiträumen, die wir hier betrachten  nur über Rekombination (Wahl des Eheprtners) und allenfalls epigenetisch neu gemischt und verebt. Wenn sie schreiben:"daß die Genetik des aschkenasischen Judentums sich über entscheidende Jahrhunderte hinweg herausselektiert hat in Auseinandersetzung mit einer muttersprachlich deutschen Umwelt." , so sagen sie damit, dass die besser an die deutsche Umgebung Angepassten mehr Kinder hatten. Das könnte sein. Doch die Anpassung an die Umgebung kann auch rein kulturell erklärt werden, durch kulturellen Austausch, der in Deutschland noch  stattfand, bei den später nach Osteuropa ausgewanderten Aschkenasim aber kaum noch.
    Genetische Besonderheiten der Aschkenasim - auch Unterschiede zu den Sephardin - lassen sich weitgehend durch die kleine Gründergruppe, die auch im 11. Jahrhundert erst auf 20'000 Mitglieder angewachsen war, jetzt aber 8.5 Millionen umfasst, erklären.
    Was den IQ betrifft, so ist auch dieser kulturell mitbedingt. Einerseits war die Alphabetisierung bei den Juden höher, andererseits hatten sie im Vergleich zu ihrer Umgebung oft anspruchsvollere Berufe. Das gilt übrigens auch für die Sephardin, welche z.B. in  Spanien Diplomaten- und Beraterposten innehatten und auch sonst einen unverhältnissmässig hohen Anteil an nichtbäuerlichen Berufen ausübten. Es gibt viele bekannte Persönlichkeiten, Künstler und Wissenschaftler sephardischer Herkunft (Spinoza,Ricardo, Pissarro, Canetti, Derrida, ...), nur gibt es eben viel weniger Sepharden als Aschkenasim.

  20. grummel Antworten | Permalink

    @yoav sapir
    vielleicht wär es sinnig gewesen, wenn sie ihre artikel aus den jahren '08 und '09 verlinkt hätten.
    ohne diese sind sie nicht zu verstehen.

  21. Geoman Antworten | Permalink

    Konsolidierte Nationalstaaten

    @ Herr Trepl

    In vielem stimme ich Ihnen zu..., aber (!!!!) Deutschland mag emotional oder aus naiver Jugendperspektive betrachtet, eine Fußballmannschaft (kurioserweise mit Legionären wie Mesut Özil, die beim Singen der Hymne vielleicht aus Respekt vor oder Zugeständnis an) ihre(n )türkischen Wurzeln, die Lippen nicht auseinander kriegen) sein, aber existenziell betrachtet ist Deutschland ein konsolidierter Nationalstaat, der die Menschenrechte garantiert, also das absolute Gegenteil einer "unguten Realität".

    Es gibt hier aber auf SciLogs so 'ungute Typen' wie Blume, die die Nationalstaaten verunglimpfen oder gar zugunsten von Multi-Kulti-Paradiesen abschaffen möchten und die Rechte von (durchaus intoleranten) Minderheiten mit Migrationshintergrund... so befördern, dass auch das derzeit noch konsolidierte, aber in der Substanz schon bedrohte Deutschland - wenn sich diese vermeintlichen Minderheiten- oder Menschenrechtler denn durchsetzen- nur als
    'failed state' enden kann.

    Ich vertraue derzeit noch der Mehrheit der Deutschen, die sich weniger der politically correcten Multi-Kulti-Ideologien hingeben, sondern der Tradition der Aufklärung und der Freiheit verpflichtet fühlen

  22. Geoman Antworten | Permalink

    Konsolidierte Nationalstaaten

    @ Ludwig Trepl

    In vielem stimme ich Ihnen zu..., aber (!!!!) Deutschland mag emotional oder aus naiver Jugendperspektive betrachtet, eine deutsche Fußballmannschaft (kurioserweise mit Legionären, wie Mesut Özil, die beim Singen der Hymne vielleicht aus Respekt vor oder Zugeständnis an ihre(n) türkischen Wurzeln, die Lippen nicht auseinander kriegen) sein, aber existenziell betrachtet ist Deutschland ein konsolidierter Nationalstaat, der die Menschenrechte garantiert, also das absolute Gegenteil einer "unguten Realität".

    Es gibt hier aber auf SciLogs so 'ungute Typen' wie Blume, die die Nationalstaaten verunglimpfen oder gar zugunsten von Multi-Kulti-Paradiesen abschaffen möchten und die Rechte von (durchaus intoleranten) Minderheiten mit Migrationshintergrund... so befördern, dass auch das derzeit noch konsolidierte, aber in der Substanz schon bedrohte Deutschland - wenn sich diese vermeintlichen Minderheiten- oder Menschenrechtler denn durchsetzen- nur als
    'failed state' enden kann.

    Ich vertraue derzeit noch der Mehrheit der Deutschen, die weniger den 'politically correcten' Multi-Kulti-Ideologien anhängen, sondern die Tradition der Aufklärung und der Freiheit schätzen.

  23. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    BTW

    , geht's hier vielleicht auch ein wenig gegen den Nationalstaat an sich?:
    -> 'Im Rückblick auf die deutsche Geschichte und im Hinblick auf deren künftige Konstruktion liegt folglich der Schluss nahe, dass im deutschen Mitteleuropa die kurzlebige Einstaatlichkeit einen eigentlich kaum realisierbaren Ausnahmefall bildet und dass »Deutschland« nunmehr pluralistisch, d.h. mehrstaatlich begriffen werden soll.' (Quelle)

    Auch beispielsweise Israel betreffend und so?, Moshe Zuckermann und so?

    MFG
    Dr. W

  24. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    PS:

    War nicht mit Geoman abgesprochen, haha.

    MFG
    Dr. W (der zudem auch eine andere Perspektive pflegt, der Geoman-Beitrag kam zudem als Dublette)

  25. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    @ Ingo Bading Rassenlehre

    Selten findet man den Kern der NS-Ideologie so schön auf den Punkt gebracht wie in dieser Aschkenasim-Rassenlehre des Kommentators @ Ingo Bading – wobei er das selbst, scheint mir, gar nicht merkt. Ich werde darauf hier nicht antworten. Daraus darf man nicht schließen, daß ich damit einverstanden wäre oer daß man es mit Schweigen übergehen sollte. Ich werde in meinem eigenen Blog demnächst ausführlicher darauf eingehen.

  26. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    @ Geoman

    Warum nennen Sie Özil einen Legionär? Weil er in Spanien spielt oder weil er türkische Eltern hat? Ist Klose ein Legionär, weil er in Italien spielt oder weil er in Polen geboren ist? Oder ist er keiner, weil er „deutschstämmig“ ist? Ist Podolski ein Deutscher, weil seine Eltern (glaub' ich) neben der polnischen die deutsche Staatsangehörigkeit hatten, oder ist er ein Pole, weil er nicht nur in Polen geboren ist, sondern auch einen polnischen Nachnamen hat? Mir erschließt es sich nicht so ganz, wie sich für Sie die Menschheit sortiert.

    Nationalhymne: Nicht nur Özil singt nicht mit, sondern, wenn ich es richtig mitbekommen habe, auch die anderen, die nicht hier geboren sind oder bei denen nicht beide Eltern in jedem Sinne echte Deutsche sind. Sie schließen daraus, daß ihnen das wegen ihrer Bindung an ihre Herkunft Probleme machen würde. Aber könnte es nicht auch daher kommen, daß man ihnen immerzu zu verstehen gibt, daß sie nicht dazugehören?

  27. Balanus Antworten | Permalink

    @Ingo Bading

    » Die deutsche Umwelt scheint für die IQ-Evolution einen stärkeren Anreiz gegeben zu haben, als die romanischsprachige Umwelt, in der die sephardischen Juden evoluierten.«

    Oha, es gibt noch Lamarckisten… ;-)

  28. Geoman Antworten | Permalink

    @ Herr Trepl

    Nu pflegen Sie mal nicht Ihre Vorurteile und unterstellen mir nicht Ausgrenzung von Menschen mit Migrationshintergrund, sondern informieren sich. "Legionär" ist im Mannschaftssport ein eindeutig definierter Begriff:

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Legionär_(Sport)

    Im Übrigen ist inzwischen allgemein bekannt, dass die Schwierigkeiten bei der Integration türkischer Migranten oder Bürger mit Migrationshintergrund nicht daher rühren, dass man ihnen zu verstehen gibt, dass sie nicht dazugehören, sondern dass sie sich hartnäckig zum Teil noch in der dritten Generation ausgrenzen.

    Kurz: ich kann diese leidige Leier von den besonders bösen Deutschen, die Migranten ausgrenzen nicht mehr hören. Willkommen ist, wer in Deutschland leben und keinen Brückenkopf in diesem Fall für die Türkei bilden will oder sich als solcher instrumentalisieren lässt.

    Da liegt der Hase im Pfeffer!

  29. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Das ist natürlich

    auch noch ein wichtiger Punkt, wenn es um Deutschland geht:
    Darf es Deutsche geben?

    MFG + GN
    Dr. W

  30. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    @ Geoman

    „Im Übrigen ist inzwischen allgemein bekannt, dass die Schwierigkeiten bei der Integration türkischer Migranten oder Bürger mit Migrationshintergrund nicht daher rühren, dass man ihnen zu verstehen gibt, dass sie nicht dazugehören, sondern dass sie sich hartnäckig zum Teil noch in der dritten Generation ausgrenzen.“

    Mir ist das nicht bekannt. Sie rühren von beidem her. Daß Leute allein wegen ihrer nicht-deutschen Namen (natürlich nicht, wenn diese französisch oder englisch sind, aber z. B., wenn sie türkisch sind) Schwierigkeiten haben, eine Arbeit zu finden, ist hinlänglich belegt.

    „Kurz: ich kann diese leidige Leier von den besonders bösen Deutschen, die Migranten ausgrenzen nicht mehr hören.“

    Da werden Sie wohl recht haben. In den meisten anderen Ländern Europas dürfte die Ausgrenzung der Immigranten (nicht der „Migranten“) stärker sein. Aber das heißt doch nicht, daß es sie bei uns nicht gäbe.

    Im Übrigen habe ich weniger an türkische Spieler gedacht als beispielsweise an die Boateng-Brüder oder an John Brooks. Niemand, der einen schwedischen Vater oder eine italienische Mutter hat, hat Probleme, als Deutscher zu gelten. Aber Kevin Prince Boateng hilft nicht einmal seine Verwandtschaft mit dem Nationalhelden Helmuth Rahn: Deutsche haben nun mal nicht schwarz zu sein. Allerdings glaube ich, daß das ein Zustand ist, der nicht mehr lange anhalten wird.

  31. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Es gibt

    hier einen wichtigen Unterschied bspw. zu den Staaten: Dort sind alle, die Staatsbürgerschaft vorausgesetzt, Amerikaner. Was die Einordnung erleichtert, man differenziert dann ganz offiziell nach Rasse. Ein Huch an dieser Stelle.

    Sollte D ein Einwandererland werden, es gibt hier kaum Zweifel, hätte man das Problem, dass es dann Deutsche oder "Deutsche" zu geben hätte, die ihrer Herkunft nach keine Deutschen sind, es fehlte dann am Vereinheitlichenden...

    Abhilfe könnte hier erst die europäische Staatsbürgerschaft schaffen, die aber noch nicht stark nachgefragt ist.

    MFG
    Dr. W

  32. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Trepl

    Niemand, der [zum Beispiel] einen schwedischen Vater oder eine italienische Mutter hat, hat Probleme, als Deutscher zu gelten. (...) Deutsche haben nun mal nicht schwarz zu sein.

    Ist so nicht richtig, die Hautfarbe mag zwar diskriminierender ("unterscheidender") wirken, ist aber, auf deutsche Verhältnisse bezogen, nur ein Merkmal.

    MFG
    Dr. W

  33. Dr. Webbaer Antworten | Permalink

    Herr Sapir

    , vielen Dank für die Ergänzungen.

    Es stellte sich nun bspw. die Frage, wie die Staatsangehörigkeit zusammenbindend wirken kann, in Vielvölkerstaaten. [1]

    Das würde an dieser Stelle sicherlich zu weit führen, es erschließt sich dem Schreiber dieser Zeilen aber nun, dass Sie umfangreich theoretisiert haben.

    MFG
    Dr. W (der das Scheitern eines Zwei-, ehemals Dreivölkerstaates, selbst vor Ort erlebt hat, und noch einiges mehr)

    [1] und die kulturellen Unterschiede erst einmal außen vor lassend

  34. notwendig Antworten | Permalink

    Ich versichere, dass die Diskussion so läuft wie sie läuft, weil Deutschland viel zu schnell, viel zu viele Einwanderer rein gelassen hat. Man fühlt sich als Deutscher in seinem eigenen Land auf der Flucht. Ich suche schon bewusst Orte auf, wo sich keine/wenig Ausländer befinden, und auf längeren Zugreisen schaue ich mir an, in welches Abteil ich mich setze. Das ist absolut nicht richtig, soweit hätte es niemals kommen dürfen. Ist es aber.

    Jedenfalls werden sie von mir keine Zustimmung bekommen, für irgendetwas, was auch nur im Entferntesten nach mehr Zuwanderung riecht. Ganz egal wie vernünftig oder überlegenswert es sei. Der Zug ist abgefahren. Ich kann da nicht aus meiner Haut, und ich werde nicht lügen, nur um dem (komplett schwachsinnigen) Vorwurf des Rassismus auszuweichen (über dieses Zauberwort und seine absurde Macht, könnte man auch mal reden).

    Wenn ein 100%iger Türke und Moslem den Deutschen als Mitglied der Nationalmannschaft vorgesetzt wird, und jeder der nicht einverstanden ist, als Rassist bezeichnet wird, dann sind wir meines Erachtens in einer Zone der Illegalität angelangt. Hier sind offensichtlich grundsätzliche Werte oder Abmachungen gebrochen worden, und in der Richtung darf nicht weiter marschiert werden.

    Es ist doch reinster Nihilismus, wenn man Pässe an jedermann vergibt. Da werde ich niemals zustimmen.

    Falls das von Interesse ist, weltweit machen sich Europäer diese Gedanken, auch im unverdächtigen Quebec

    http://www.vdare.com/...-of-the-open-borders-world

  35. Ingo Bading Antworten | Permalink

    @ Ludwig Trepl

    Der erste, der in dieser Diskussion den Begriff Rasse verwendet, sind Sie.

    Wenn man nicht vom heutigen Kenntnisstand ausgeht, wie ihn auch etwa Hirnforscher Gerhard Roth vertritt, daß der IQ zu 50 bis 80 Prozent genetisch bedingt ist, wird man mir natürlich "Lamarckismus" vorwerfen dürfen. Schöner Scherz! Leider nicht passend.

    Wenn der IQ aber eine genetische Komponente aufweist, und über die Völker der Erde in der Häufigkeit sehr unterschiedlich verteilt ist, ja, eine klare Süd-Nord-Verteilung aufweist, wird wohl nichts anderes angenommen werden können, als daß der IQ ebenso wie die Haut- und Augenfarbe, wie unsere Fähigkeit zur Milchverdauung, wie angeborene Dispositionen zur Depressionsneigung, zu ADHS etc. pp. pp. der Evolution unterliegt.

    Wie ja überhaupt die Evolution fast seit ihren Anfängen die Evolution von Gehirngröße ist, nicht wahr? Also damit stehen wir wirklich in einer langen Kontinuität spätestens seit der Kambrischen Revolution.

    Und - ganz genau - insbesondere jener Evolution, die in Flaschenhals-Ereignissen stattfindet. Genau davon war die Rede. Was hat die kleine Gründergruppe der aschkenasischen Juden in den frühmittelalterlichen alemannischen oder fränkischen Rheinstädten anders gemacht als ihre Ausgangspopulation, das sephardische Judentum?

    Herr Trepl, ich würde mich freuen, wenn Sie sich mit den Dingen sachlich auseinandersetzen würden, gar noch die Unklarheiten, die bisher zu diesen Fragen geblieben sind, besser klären würden - - - und die Ideologismen außen vor halten würden.

    Wer hätte von Ideologismen denn nun nicht wirklich bald genug? Zumal auf Wissenschaftsblogs? Ich jedenfalls schon lange.

    Und wenn Sie schon gleich mit den Nazis kommen: Für mich bedeutet höherer IQ keine menschliche Höherwertigkeit an sich. Das ist Quatsch. Ebensowenig wie ein Mensch mit blauer Augenfarbe höherwertig ist oder ein Mensch, der als Erwachsener Rohmilch verdauen kann. All das sind nur jeweils spezifische Anpassungen, die sich im Rahmen der Gen-Kultur-Koevolution ergeben, die eben, wir wir aufgrund der Erkenntnisse zur "jüngsten Humanevolution" wissen, bis heute weiter geht.

    Die genetische Evolution steht nicht still seit den Eiszeitjägern. Wir sind genetisch gesehen NICHT, wie Konrad Lorenz & Co. noch annahmen, ja, wie sogar noch die traditionelle Soziobiologie in der Regel annahm und annimmt, "Eiszeitjäger in der Metro". Sondern es ist sicher richtiger zu sagen, daß wir genetisch zumindest an die Jahrtausende lange Lebensweise als seßhafte Bauern angepaßt sind. (In Europa gibt es diese Lebensweise seit fast 8000 Jahren.)

    Es spricht viel dafür, daß insbesondere das aschkenasische Judentum schon seit tausend Jahren genetisch angepaßt ist an das Leben in Dienstleistungsgesellschaften. (Siehe den in vielen Zeitungen 2006 behandelten Aufsatz "Natural History of Ashkenazi Intelligence".) Das dürfte insbesondere die Besonderheit und Einzigartigkeit des aschkenasischen Judentums ausmachen, nicht seine Höherwertigkeit.

    Menschen mit hohem IQ können diesen dazu benutzen, ihn für gute wie für schlechte Taten zu benutzen. Ihr Wert als Mensch wird allein durch ihre Taten als Individuen bestimmt, nicht durch ihre angeborenen Dispositionen oder durch irgendeine Gruppenzugehörigkeit.

  36. Ingo Bading Antworten | Permalink

    NS-Philosophen1939 zur dt.-jüd. Symbiose

    Da wir nun schon mal - wieder! - bei den Nazis angekommen sind, will ich die Gelegenheit doch auch einmal nutzen und das Wagnis eingehen, auf bislang wenig beachtete Diskussionsbeiträge hinzuweisen, die mir gerade zum Thema dieses Blogbeitrages auch sonst ganz gut zu passen scheinen.

    In Diskusisonen auf höchster Ebene im Jahr 1939 auf einer von Alfred Rosenberg eröffenten Philosophen-Tagung ist von dem pragmatischen Philosophen Eduard Baumgarten, dem Lehrstuhl-Vorgänger von Hans Albert und dem guten Freund von Konrad Lorenz, eine, wie ich finde, sehr interessante, ja, mehr als auffallende, wenn nicht kühne Meinung zur deutsch-jüdischen Symbiose vertreten worden.

    Während andere Teilnehmer auf dieser Tagung die Meinung vertraten, daß man als Deutscher nichtdeutsches Denken, insbesondere "jüdisches Denken" auf dem Gebiet der Philosophie und der Ethik per se nicht verstehen könne (und umgekehrt), sich also in der Konsequenz für den Abbruch jeglicher Kommunikation mit jüdischem Denken aussprachen, sagte Eduard Baumgarten laut einer philosophiegeschichtlichen Darstellung aus dem Jahr 2002:

    >> "Damit macht man sich doch aber ein x für ein u vor. Bei den Juden ist das Selbstbewußtsein durch Glorifizierung des Leidens gebrochen. Gerade das aber verstehen wir, wie uns Nietzsche gezeigt hat." Und deutlicher: "Meine Rasse wird mir erst zur Welt, wenn sie anderen Rede und Antwort steht; dadurch vollzieht sich der Weg der Rasse zum Logos.">Wie Cordier, der in der Polarität zwischen "meiner" und "der" Welt die "dynamische Spannung" sah, die allein eine "eigenständige Entwicklung" in "gefährliche Offenheit" verspreche, so sperrte sich auch Baumgarten dagegen, ein unverbundenes Nebeneinander partikularer Welten anzunehmen. Am Logos partizipierten alle Rassen, deswegen sei die Behauptung, wir könnten einen Juden nicht verstehen, "ein sehr bequemer, aber vernunftloser Hinweis" (Cordier). (...)

    Baumgarten erinnerte an die von Nietzsche geltend gemachte "Wesensdifferenz von Juden und Germanen". (...) Baumgarten bestand weiter darauf, daß der "Andere" nicht nur Gegner, sondern auch Partner sein könne, dessen Einwirkungen "mich" veränderten.

  37. Yoav Sapir Antworten | Permalink

    @ Ingo

    Wo kann man die Texte dieser Tagung finden?

  38. Geoman Antworten | Permalink

    Vernichtetes jüdisches Humankapital

    Man muss nur die abnehmende Zahl der Nobelpreise für deutsche Forscher oder den Niedergang der deutschen Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert betrachten, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass sich Deutschland in einer Phase des kollektiven Wahns und/oder Neid auf die erfolgreich-avantgardistischen jüdischen Deutschen durch den Holocaust eines wesentlichen Teils seines genetisch-kulturellen Humankapitals beraubt hat.

    Die neuen Deutschen mit türkischen oder islamischen Migrationshintergrund haben diese Lücke bekanntlich in keiner Weise geschlossen, obwohl sie im Minderheiten fürsorglichen Nachkriegsdeutschland beste Voraussetzungen dafür hatten.

  39. Ingo Bading Antworten | Permalink

    @ Yoav

    Hm, ist mein Kommentar gekürzt worden?

    Das hab ich jedenfalls aus diesem Buch:

    Tilitzki, Christian: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Teil 1 & 2. Akademie-Verlag, Berlin 2002

    Auf Seite 960.

  40. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    @ Ingo Bading: Rasse

    "Der erste, der in dieser Diskussion den Begriff Rasse verwendet, sind Sie."

    Das Wort Rasse habe ich als erster verwendet, den Begriff aber Sie. Und zwar verwenden Sie ihn ziemlich genau so, wie er in der NS-Ideologie verwendet wurde, nicht, wie er in der heutigen Biologie verwendet wird.

    "Herr Trepl, ich würde mich freuen, wenn Sie sich mit den Dingen sachlich auseinandersetzen würden ...Wer hätte von Ideologismen denn nun nicht wirklich bald genug?"

    Eben, und darum will ich sachlich auf die Ideologismen hinweisen, die in Ihrem Kommentar enthalten sind.

    Morgen schreibe ich in meinem Blog ausführlicher darüber.

  41. notwendig Antworten | Permalink

    korrektur

    Versehentlich einen falschen link eingefügt, hier der richtige

    http://www.amren.com/...3/08/quebec-for-quebecers/

    Die Leute wollen sich nicht ändern, nur damit Einwanderer sich wohl fühlen. Ist doch nachvollziehbar. Das wird als Rassismus diskreditiert.

    Um zurück auf die Kultur zu kommen, da gibt es einige Punkte, die falsch gesehen werden. Es fängt damit an, das die Kulturen nicht gleichwertig sind, sondern, nur die europäische Kultur ist als einzige wert, erhalten zu werden. Weder in Afrika noch Arabien noch sonst wo in der Welt gibt es Kultur auf diesem Niveau.

    Interessanterweise auch nicht in Asien! Die Asiaten haben einen höheren IQ als die Europäer, trotzdem ist ihre Kultur komplett irrelevant. Jeder kann es bestätigen: es gibt keine Literatur, Film oder Musik aus Asien, die uns etwas zu sagen haben. Das ist ein ganz erstaunlicher Aspekt, den man tiefer betrachten sollte, um ihn zu verstehen.

    Jedenfalls bringt die Einwanderung einer großen Zahl von Menschen aus dem Morgenland die deutsche Kultur nicht weiter, im Gegenteil. Es richtet möglicherweise einen Schaden ungeahnten Ausmaß an. Wir erleben schon die Einschränkungen der Sprache, damit wird unser Denken eingeengt. Die Europäer können sich nämlich ohne Gefahr gegenseitig beleidigen, niemand ruft deshalb "Rassismus". Das ist ein neues Phänomen, seit es vermehrte Zuwanderung gibt. Das verbessert unsere Kultur nicht! Wir werden abgerichtet, nur noch gefahrlose Banalitäten auszusprechen.

    Ich glaube, das die europäischen Nationen überhaupt keine andere Kulturen benötigen, um sich zu verbessern. Es waren immer die anderen, die versuchten mit den Europäern Schritt zu halten. Der Kulturrelaivismus der Linken ist Lichtjahre weg von der Realität.

    Es ist ja nicht so, das die Deutschen irgendwie perfekt wären, im Gegenteil sind sie in großer Zahl sehr neurotisch. Man sieht es deutlich am Umgang mit Kindern, die Saalfrank hat ja recht (und sie hat soweit ich weiß auch niemals eine türkische Familie in ihrer Sendung gehabt)

    http://www.welt.de/...ihren-Defiziten-gesehen.html

    Trotzdem sind es bei allen Defiziten und Neurosen eben Deutsche (oder gerade deshalb). Und wohl jeder Mitleser hier kann noch eine andere Erfahrung bestätigen: man kann mit Ausländern zwar reden, aber man hat keine wirkliche geistige "connection". Wenn man mit Deutschen redet, egal ob man den anderen überhaupt mag oder nicht, man hat diese geistige Verbindung, man weiß wie der andere ungefähr tickt. Redet man hingegen mit einem Türken (bzw Türkischstämmigen), ist da keinerlei Verbindung. Ich behaupte, jeder hier empfindet das so! Ich stelle mich entschieden gegen die Lügen und die Heuchelei in der Debatte. Wir sollten das nicht einfach so beiseite wischen (alle Menschen sind gleich, etc die übliche Propaganda), sondern hier genau aufpassen.

    Einwanderung ist wie das Salz im Essen, zu wenig oder zu viel, und es ist ungenießbar.

    Ab- und Ausgrenzung ist zum k...n . Man müsste es gar nicht tun, hätten wir normale Gesetze.

  42. Ingo Bading Antworten | Permalink

    @ Ludwig Trepl

    Schon daß Sie einfach nur Erörterungen aus der heutigen Forschung heraus schlankweg in Beziehung setzen zum Rase-Begriff der Nationalsozialisten ist nicht nur hochgraidg diffamierend, sondern eben schlicht Ideologie. Ich habe auf wissenschaftliche Forschungen hingewiesen, wie sie unter anderem in dem Aufsatz "Natural History of Ashkenazi Intelligence" erörtert werden.

    Wenn Sie glauben, irgendwelche "Exempel statuieren" zu müssen, arbeiten Sie sich bitte an diesem Aufsatz ab und ähnlichen Forschungsartikeln.

    Aber gleich mit den Nazis zu kommen, jagt eh jede Sachlichkeit über alle Jordane dieser Welt.

    Zwischen den aschkenasischen und sephardischen Juden bestehen seit Jahrhunderten Heiratsschranken, also Fortpflanzungsbarrieren. Und wenn Sie sich mit dem Rassebegriff in der heutigen Biologie beschäftigen wollen, noch dazu bezogen auf den Menschen, empfehle ich Ihnen das Kapitel "A Grasshoppers Tale" in "The Ancestors Tale" von Richard Dawkins (2004), ein herovrragendes Buch, das es auch auf Deutsch gibt.

    Darin wird unter anderem ausgeführt, daß es nicht der weitestführende Ansatz ist, ausgerechnet mit Definitionsfragen in einer Wissenschaft wie der Biologie anzufangen.

    Dawkins weist darauf hin, daß Grashüpfer-ARTEN untereschieden werden allein aufgrund ihres Gesanges, während beim Menschen von vielen Anthropologen Rasseunterschiede infrage gestellt werden, obwohl hier eine viel größere phänotypische Vielfalt und Unterschiedlichkeit vorliegt als bei der Trennung zweier Grashüpfer-Arten.

    Wobei zu beachten ist, worauf Dawkins auch hinweist, daß die phänotpyische Vielfalt des Menschen in Europa noch einmal viel größer ist als etwa in China. Zum Beispiel: In Europa macht es Sinn, im Personalausweis Augenfarbe und Haarfarbe anzugeben. In den ostasiatischen Ländern bekanntlich nicht.

    Aber ich weiß schon: ohne Nazis geht es bei manchen nicht. Dann muß das eben so sein.

  43. Ludwig Trepl Antworten | Permalink

    @ Ingo Bading

    „Schon daß Sie einfach nur Erörterungen aus der heutigen Forschung heraus schlankweg in Beziehung setzen zum Rasse-Begriff der Nationalsozialisten ist nicht nur hochgraidg diffamierend, sondern eben schlicht Ideologie.“

    Da verwechseln Sie etwas. Man nennt es nicht Ideologie, sondern Ideologiekritik, wenn Aussagen, die sich für wissenschaftlich ausgeben, es vielleicht sogar sind, daraufhin untersucht werden, ob sie mit den Positionen einer Ideologie übereinstimmen oder sich ihr sogar verdanken.

    Daß das, was Sie da äußern, im Prinzip mit der NS-Ideologie übereinstimmt, liegt für jeden auf der Hand, der auch nur einigermaßen weiß, wie diese Ideologie funktioniert. Daß Sie sich diffamiert fühlen, zeigt, daß Ihnen die nicht vollständige, aber doch sehr weitgehende strukturelle Übereinstimmung gar nicht bewußt ist. Aber es gibt sie nun einmal. Ich kann nichts dafür, daß das so ist. Sie sollten dankbar dafür sein, daß man Sie darauf hinweist.

    Im übrigen haben Sie nicht nur „auf wissenschaftliche Forschungen hingewiesen“. Solche Forschungen wären die zur biologischen Abstammung der Ashkenasim. Die vier Rheinländerinnen gab es oder es gab sie nicht und ihre Gene haben sich in der Population ausbreitet oder nicht, das sind Behauptungen objektiver Tatsachen. Solche Fragen sind durch empirische Forschung entscheidbar. Aber daß das etwas mit der „Intelligenz“ der Ashkenasim zu tun hat, daß gar „das Deutsche“ auf diese Weise in die Ashkenasim eingedrungen ist, daß das durch eine bestimmte, etwa selektierende evolutionsbiologische Wirkung der Kultur, in der sie lebten, geschehen ist – das sind nicht Ergebnisse „wissenschaftliche Forschungen“, sondern Interpretationen, die von bestimmten Ideologien nahegelegt werden oder die nur im Rahmen dieser Ideologien möglich sind.

    Und noch was: Mit dem Hinweis auf Dawkins wollen Sie mir wohl sagen, daß es bei Menschen Rassen gibt. Gewiß gibt es die, es kommt nur darauf an, was mit „Rasse“ und was mit „gibt“ gemeint ist, siehe dazu meinen Blog-Artikel „Menschenrassen gibt es doch“. Der Hinweis auf die Grashüpferarten ist biologisch daneben, aber das kann ich Ihnen hier nicht in Kürze erklären, dazu müßten Sie etwas von Biologie verstehen, jedenfalls von deren Grundzügen. – daß „die phänotpyische Vielfalt des Menschen in Europa noch einmal viel größer ist als etwa in China“ ist völliger Blödsinn. Es ist ein alter Aberglaube der Europäer, die nie dort gewesen sind, daß die Chinesen alle gleich aussehen. Auch für uns ist der Unterschied in der äußeren Erscheinung zwischen einem typischen Nordchinesen und einem typischen Südchinesen eher größer als der zwischen einem typischen Norweger und einem typischen Sizilianer. Abgesehen davon ist es eine Frage der willkürlichen Wertung, ob man Haarfarbe und -form größere Bedeutung zuschreibt oder kleinere als bestimmten anderen Merkmalen, in denen sich Chinesen sehr, dagegen Europäer kaum unterscheiden. „Phänotpyische Vielfalt“ ist keine von den Wertzuschreibungen des Beobachters unabhängige Eigenschaft der Population, wie man das etwa von der Individuenzahl oder ihrer Dichte sagen könnte.

  44. Ingo Bading, M.A. Antworten | Permalink

    ^^ statt :-)

    Dawkins spricht oder berichtet davon in dem betreffenden Kapitel, daß die anthropologischen Vielfaltsunterschiede zwischen Europa und Asien objektiv erforscht werden sollen. Was ich referiert habe, waren zunächst, glaube ich, nur "Vorannahmen", die plausibel klingen, aber die zu überprüfen sind.

    Viele Asiaten sagen selbst, daß sie alle "gleich aussehen". Von dieser Seite bin ich überhaupt erst auf das Beispiel mit dem Personalausweis hingewiesen worden. Ihnen ist es auch oft peinlich, wenn sie sehen, wie konformistisch sich viele Asiaten verhalten. Aber das ist ein langes Thema.

    Mir scheint, daß die konformistische, kollektivistische Kultur Ostasiens auch auf eine Reduzierung von anthropologischer Vielfalt hingewirkt hat.

    Aber Sie haben ganz recht, darauf hinzuweisen, daß Asiaten die Welt anders wahrnehmen als wir. Das sagte ich ja auch schon. Beispielsweise bei der Gesichtererkennung nehmen sie ganz andere Dinge wahr, als wir. Das wirkt sich ja bis in die Smiley-Sprache aus, wie ich mal in einem Artikel, glaube sogar hier bei Spektrum las.

    Europa sagen :-)
    Asiaten sagen: ^^

    Asiaten reden so, weil sie viel genauer auf die Sprache der Augen und der Augenbrauen achten, als Europäer.

    Also bezüglich dieser Dinge dürften noch viele Fragen offen sein. Aber vielleicht habe ich auch seither einfach manchen Forschungsartikel übersehen. Ich habe mich im Jahr 2008 mit all diesen Dinge sehr intensiv beschäftigt und weiß nicht so recht, was sich seither auf diesen Gebieten getan hat.

    Wissenschaft übrigens, die mit Ideologie übereinstimmt, bleibt Wissenschaft. Es ist untunlich, sie dann noch Ideologie zu nennen. Ich jedenfalls empfinde das als Abwertung. Ich weiß ja nicht, wie Sie das finden.

    Wenn allerdings vom wissenschaftlich erforschten SEIN aufs sauber philosophisch argumentierendes oder ideologisch argumentierendes SOLLEN geschlossen wird, dann hat jeder Recht, von Philosophie oder Ideologie zu reden. Ohne Frage. Aber auch diese beiden Bereiche können um so strukturierter argumentieren, um so mehr sie wissen über die SEINS-Ebene. Sonst könnte es sein, daß sie den Elefanten im Raum übersehen.

    Sie schreiben:

    >>Aber daß das etwas mit der „Intelligenz“ der Ashkenasim zu tun hat, daß gar „das Deutsche“ auf diese Weise in die Ashkenasim eingedrungen ist, daß das durch eine bestimmte, etwa selektierende evolutionsbiologische Wirkung der Kultur, in der sie lebten, geschehen ist – das sind nicht Ergebnisse „wissenschaftliche Forschungen“, sondern Interpretationen, die von bestimmten Ideologien nahegelegt werden oder die nur im Rahmen dieser Ideologien möglich sind.

  45. Lothars Sohn Antworten | Permalink

    Hallo, das ist eine sehr schöne Weise, Deutschland zu beschreiben.

    Als Lothringer liegt meine Identität irgenndwo zwischen Deutschland und Frankreich.
    Drei meiner Großeltern sprachen Rheinfränkisch, ein deutsches Dialekt, und ich bin etwa sowohl in einer romanischen als auch germanischen Kultur aufgewachsen.
    Nun ist aber die Zweisprachigkeit wegen der französichen Regierung fast verschwunden.

    Ich habe viele romantische Gefühle für Deutschland, mag aber nicht die BRD und all die Absurditäten, die damit verbunden sind.

    Lothars Sohn – Lothar’s son

    http://lotharlorraine.wordpress.com

  46. D. Werner Antworten | Permalink

    Staat?

    Da hier soviel von BRD und Deutschland als Staat(en) zu lesen ist, möchte ich auch etwas loswerden: es gibt kein "Deutschland"; allenfalls als ein bereits in 1919 kreierter Begriff. Wer anderer Meinung ist, darf mir gerne mitteilen, wo die Staatsgründungsurkunde einzusehen ist.
    Deutschland "sitzt" - seit die BRD liquidiert wurde - als Feind gegen den wirklichen Staat in der UN!

    Des weiteren gibt es die übergeordnete BRD Finanz GmbH, die beim HR in FFM eingetragen ist, und deren alleiniger Gesellschafter laut Geheimvertrag Cajo (Chaim) Koch-Weser ist. Dort laufen ALLE Gelder, die den DEUTSCH(c) über Steuern, ZWANGSgelder, ZWANGSgebühren, ZWANGSabgaben usw. via Erhebungsstelle IM FinanzAMT abgepresst werden, zusammen.
    Entgegen anders lautender Beschwörungen ist diese Gesellschaft nicht für Kreditvergaben und Finanzaktionen für Deutschland zuständig.

    Die am 03.10.1990 wegen Insolvenz zwangsliquidierte BRD war ebenfalls niemals ein Staat, sondern installiert als die ausführende Gewalt der Besatzer.
    Wem diese sog. "Regierung" also diente und dient, sollte sich daraus ergeben. Sei 10/1990 ist das der Bund, s. Art. 133 GG. Wer dieser Bund ist, erschließt sich, wenn man weiß, dass die sog. "Sieger" hier herrschen - im Alliierten Kontrollgebiet.

    Der einzige existente Staat auf teutschem Boden ist das Deutsche Reich! Bevor nun die erfolgreich umerzogenen Gutmenschen aufheulen, google man stichwortartig nach der Rede von Prof. Dr. Carlo Schmidt zum Grunzgesetz, bzw. nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (Prof. Jutta Limbach) aus 07/1973

    Das Buch von Prof. Johannes Fried "Die Geschichte Deutschlands . Zurück in die Geschichte bis 1024" gibt weiterhin deutlich Aufschluss darüber, wer hierzulande zuerst siedelte: die Ashkenazis, auch weniger auffällig als Ashkenasim bezeichnet. Erst später kamen die Germanen, die germanischen Stämme mit ihren ureigenen Stammesdialekten.

    Die "deutsche" Sprache - das Hochdeutsch - entspringt dem Jiddish; ist also eine Kunstsprache wie Latein oder Griechisch; sie repariert sich selbst - s. Computer.

    Die Ashkenazis domestizierten die wilden Germanen zu dem, was diejenigen mit PERSONALausweis und der StaG Sprache, also DEUTSCH(c) seit 1945 im Kriegsgefangenenlager Alliiertes Kontrollgebiet heute auch sind: Sklaven!Um die Sklaven zu verstehen, wurde ihnen von ihren Herren das Hochdeutsch (Untersprache des Jiddish) aufgedrückt.
    Einfach bei Wikipedia (engl. Ausgabe) nach jiddish language googlen...

    Jedoch gab es harte Widerstandssprachen wie z. B. das Friesich, Bayrisch, Sächsisch, Kölsch, Schlesisch u. a.
    Insofern ist es nicht zwingend ein Zeichen von Bildung, wenn Leute das schicke 0815-Hochdeutsch bevorzugen und ihre ureigenen Heimatdialekte ablehnen!
    Ob die Abschaffung der Nationalstaaten ein Vorteil ist, und wem diese Bestrebungen dienen, wird sich in Kürze zeigen!

    http://www.deutsche_staedte.de

    http://en.wikipedia.org/wiki/Askenazi_Jews

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