Konstanz - die Stadt am... Formaldehyd!?
Die schönen blauen Plakate sind der Siegerentwurf eines Wettbewerbs unter Designstudenten. Die Konstanzer haben extra eine Jury zusammengesetzt, damit der Wissenschaftsstandort Konstanz auch wirklich angemessen präsentiert wird.
"Stätte für Spitzenforschung und innovative Technologien und Wirtschaftsunternehmen zu sein", das mache Konstanz neben der Lage am schönen Bodensee aus, heißt es in der Begründung der Jury. Dazu passt nur leider ganz und gar nicht, dass alle Beteiligten offenbar kläglich an der Strukturformel von Wasser gescheitert sind[1]:
Das üben wir aber noch mal, ja?
Das beste daran ist, dass nicht nur die Konstanzer etwas zu lachen haben. Wie wir aus der zugehörigen Pressemitteilung erfahren, wird die Blamage bald bundesweit Verbreitung finden: "Das Konstanzer Unternehmen SCHWARZ-Außenwerbung GmbH [...] hat Teile seines beachtlichen Kontingentes in ganz Deutschland für diese Kampagne zur Verfügung gestellt."
(via, Bilder von C182Skylane, das sehenswerte Original gibt's hier)
Update: Marcus Anhäuser von den Scienceblogs weist gerade darauf hin, dass die Uni Konstanz ganz offiziell eine Elite-Uni ist. Gnihihi.
Und weil die Frage in den Kommentaren aufkam, hier noch mal der Unterschied:
Bildquelle: Marcus Anhäuser/Plazeboalarm
.
.
[1] Kann mir vielleicht ein Konstanzer Leser kurz bestätigen, dass es sich nicht um einen Hoax handelt? Ich halte meine Quellen zwar für hinreichend zuverlässig, aber es fällt mir wirklich schwer, das zu glauben.
Ähnliche Artikel:
- Zink und die Entstehung des Lebens
- Das Leben entstand nicht aus Aminosäuren
- Lebensmittelallergien - eine Massenpsychose?
- Schrecken Labors Frauen ab?

Sie haben, glaube ich, nicht so richtig verstanden, worum es hier geht:
1. "Im übrigen ist eine chemische Strukturformel auch nichts anderes als eine gestalterische Vereinfachung der Wirklichkeit."
Bei der Formel auf dem Plakat geht es nicht darum, dass sie etwa eine 'Vereinfachung' der richtigen Formel wäre, sondern darum, dass sie eine klare 'Verfehlung' dieser ist.
2. Die Idess des Plakates ist doch wohl offensichtlich und eigentlich ganz gut. Es geht doch eben darum, den Aspekt des Wissenschaftsstandorts Konstanz zu unterstreichen, wobei mit der jedem Bekannten Lage zur Strukturformel eigentlich eine geschickte Brücke zu eben diesem Aspekt geschlagen worden ist(oder wäre - wenn da nicht der Fehler wäre, der den Brückenschlag eben zu einem ungeschickten macht).
Zitat:"Ich könnte jetzt lange erklären warum es in dieser Form auf dem Plakat ist, doch habe ich den Eindruck, dies interessiert gar nicht."
Es ist, so vermute ich, in dieser Form auf dem Plakat, weil niemand es für nötig gehalten hat oder sich verantwortlich gefühlt hat dafür, das gründlich zu überprüfen. Sondern man sich eher an der Aussage des Plakats erfreut hat. So ein Fauxpas ist menschlich, jedoch kein Beispiel für gute Arbeit, wie sie wissenschaftlich sein sollte. Ertragen Sie den Spott einfach.
Nur so am Rande:
Es gibt eine ganze Reihe deutscher Universitäten, die ihren offiziellen Namen mit Rechtschreibfehlern garniert haben, z. B. die „Eberhard Karls Universität Tübingen“ oder die „Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover“. Natürlich sind das Eigennamen und die Universitäten dürfen sich nennen, wie sie wollen, aber sie nennen sich ja auch nicht „Universitäht“.
Zitat: "Sie haben, glaube ich, nicht so richtig verstanden, worum es hier geht"
Müssen solche Einstiegssätze eigentlich sein? Oder reicht es nicht, einfach nur einen Widerspruch zu formulieren? Glauben Sie mir - ich kann der Debatte intellektuell folgen ;)
Zitat: "Bei der Formel auf dem Plakat geht es nicht darum, dass sie etwa eine 'Vereinfachung' der richtigen Formel wäre, sondern darum, dass sie eine klare 'Verfehlung' dieser ist."
Eine Verfehlung wäre es, wenn sie etwas komplett anders darstellen würde. Das tut sie definitiv sie nicht, sie stellt gar nichts dar. Wenn nun ein Fachpublikum in dieser (fiktiven) Formel etwas anderes sieht als gemeint, dann ist das m.E. noch keine Verfehlung, denn der Laie (und an den richtet sich das Plakat) sieht darin Wasser. Im übrigen würde das Fachpublikum auch aufschreien, wenn die Grafik tatsächlich Formaldehyd darstellen sollte. Dann würde nämlich die Doppelbindung zwischen C und O fehlen. Also kann mir keiner erzählen, dass hier zwangläufig CH2O dargestellt ist.
Zitat: "Die Idess des Plakates ist doch wohl offensichtlich und eigentlich ganz gut."
Ihr POV, den ich respektiere aber nicht teile. Und Sie schreiben ja selbst: "eigentlich ganz gut". Das ist schon etwas anderes als "gut".
Es gibt doch nichts besseres, um ein paar "kleinkarierte Chemie-Nerds" menschlicher erscheinen zu lassen, als ein paar ausgewachsene Bedenken-Nerds. Irgendwer muss doch mit heiligem Ernst darauf hinweisen, dass man so eine Sache nicht so ernst nehmen darf, über sie ein paar Späße zu machen.
Danke dafür.
@Heiko Müller: Danke, tut gut.
@Kritiker: Herr Wörnle hat mit seinem Organisationstalent angesichts sehr begrenzter Mittel seines Büros auf geniale, weil kostengünstige Weise einen studentischen Wettbewerb und einen lokalen Plakatwerber zusammengeführt. Ergebnis: eine bundesweite Plakatkampagne mit einem hübschen, treffenden Plakat als Werbung für seine Stadt für Kosten in etwa der Höhe von schätzungsweise der Hälfte des Inhalts seiner Kaffekasse. Das sollen die gelangweilten, neidischem Chemo-Autisten (sorry, bin auch nur ein Mensch) hier erstmal nachmachen. Ob das eine professionelle Werbeagentur in der Darstellung noch besser und hübscher gemacht hätte, würde ich auch nicht unterschreiben wollen. Mir gefällt´s. Farblich ist es dem Auge wohltuend, bzw. anziehend und es trifft die schon fast mediterranen Lichtverhältnisse vor Ort - und es ist professionell schlicht gehalten.
Sehr geehrter Herr Fischer,
hallo Lars,
ich darf ja jetzt wohl auch du zu Ihnen sagen.
Also vielen Dank für deine fachlichen und ideeelen Ratschläge:
"Außerdem ist der Link zwischen Strukturformel und Luftkurort irgendwie nicht so schlüssig, und man würde dir völlig zu Recht dreisten Ideenklau vorwerfen. Würd mir also an deiner Stelle was anderes überlegen... :-)"
Sagst du.
Ich bin da ja schon mal auf die Nase gefallen, als ich die Idee hatte, im Wort Luftkurort durch Drehen an der alphabetischen Formel das erste r (Radium "Ra" ist bei uns im Trinkwasser, das sollte man eh verschweigen) durch ein h (Wasserstoff "H" und dieses wieder durch Helium "He")zu ersetzen. Damit hätten wir dann einen einmaligen Luftkuhort. So wollte ich eine riesengroße mit Helium gefüllte Gummikuh über unserem Ort schweben lassen. Was mir aber von der O2-Aufsichtsbehörde verboten wurde.
Weißt du, ob in Konstanz ein Job für mich frei ist?
Liebe Grüße
Hansi
Nach eigenem Bekunden soll diese Kampagne Konstanz als Wissenschafts- und Forschungsstandort ins Bewusstsein Bringen. Na, und wer ist die Haupt-Zielkundschaft für eine solche Kampagne? Doch wohl Wissenschaftler und Forscher.
Ob das offenbar wissenschaftsunkundige kapieren wollen oder koennen oder nicht, spielt kein Klavier.
Mag ja sein, dass es einige für Pillepalle oder Pedanterie von "Chemie-Nerds" halten, ob man von Wasser oder einer anderen chemischen Verbindung redet. Was wichtig und was Pillepalle ist, was richtig oder was falsch ist, enscheidet in der Naturwissenschaft aber nun einmal nicht irgendein Gelaber. Das ist in der Journalistik, der Politik und auch in manchen anderen Gebieten vielleicht anders.
Das zum einen. Ob es jetzt begriffen wird oder nicht, ist dabei auch noch egal.
Wenn man so tut, als sei einem Wissenschaft und Forschung wichtig, wenn man seinen Standort als Zentrum der Wissenschaft und Forschung präsentiert und vor allem, wenn man vielleicht auch will, dass es Studenten und Wissenschaftler und Forscher nach Konstanz zieht, dann muss man eben auch eine Kampagne lancieren, die genau DIESE ZIELGRUPPE anspricht.
Das gewünschte Ergebnis erreicht man aber nicht mit so einer Lachnummer. Da muss man sich schon etwas mehr Mühe geben, um am diese Zielgruppe heranzukommen.
Anderen mag das egal sein. Japanische Touristen wollen gerade noch wissen, wo man Kuckucksuhren verpacken lassen kann. Tagestouristen wollen vielleicht noch wissen, wie man auf die Mainau kommt. Andere meinen, wissenschaftliche Details seien Pillepalle für Nerds. Für diese Zielgruppen macht man aber eh nicht so eine Kampagne, oder warum sollte man?
Wenn es jetzt noch darum geht, WARUM man sich um Wissenschaftler und Forscher besonders bemühen sollte: Ganz einfach, weil nämlich der Wohlstand unseres an Rohstoffen armen Landes ganz entscheidend davon abhängt, von welcher Qualität die hier gemachte wissenschaftliche Forschung ist. Weil wir nämlich diese "Nerds" und "Pedanten" brauchen, vielleicht mehr, als wir Leute brachen, die alles für Pillepalle und Nerd-Zeug halten, was mit Wissenschaft zu tun hat.
Hoffentlich spricht sich das endlich herum, das wird nämlich höchste Zeit.
Abschließend: Man muss in den Kommentaren so etwas lesen muss wie "Der hat Abi, der kennt die Strukurformel für Wasser". Also wirklich, dass ich nicht lache! Wir sind hier im Deutschland des frühen 21sten Jahrhunderts. Abi schafft man hierzulande problemlos auch dann noch, wenn man so wenig weiß, dass man Wasser für ein Element hält.
Genialer Vorschlag!
Mit dem Humor haben Sie auch recht, aber es ist da manchmal nicht so einfach mit, wenn einem als Schöngeist mitten im schönsten Spätsommer eine Horde johlender, gelangweilter Sadisten entgegenkommt. Aber Sie haben da mit Ihrem Vorschlag sicher geholfen. Ich habe das Herrn Wörnle zugeschickt. Holen Sie sich da auf jeden Fall möglichst bald ihren Wein ab. Die Gegend ist um diese Zeit wirklich ein Traum.
@ Hansi
"Luftkuhort"
Na, das ist aber auch mal was feines. :-)
Danke für den Beitrag, auch wenn er meine Argumentation zunichte macht. Ich bin nämlich immer davon ausgegangen, dass sich die Plakataktion an allgemeines Publikum richtet, und habe deshalb des "Fehler" als gestalterische Freiheit durchgehen lassen (auch wenn ich die Plakatidee als solche nach wie vor grottenschlecht finde). Ist die Zielgruppe tatsächlich im wissenschaftlichen Umfeld zu suchen, dann revidiere ich meinen Beitrag.
Allerdings erschließt sich mir dann eines nicht: Wenn die Aktion tatsächlich (Nachwuchs-)Wissenschaftler ansprechen soll, dann ist ja Plakat das denkbar schlechteste Medium. Dann müsste das Ding in Fachpublikationen, Studentenzeitschriften, themenaffinen Weblogs u.ä. erscheinen und nicht am Straßenrand. Und dann wäre die ganze Geschichte ja noch peinlicher, weil wir dann nicht mehr über einen Fehler in der Darstellung, sondern über komplett mangelnden Sachverstand, was den Einsatz von Medien angeht, sprechen. Und obwohl ich gerade bei Stadtmarketing schon viel erlebt habe - DAS wäre dann nun wirklich beispiellos. Kann ich gar nicht glauben.
Vorneweg möchte ich sagen dass mir der Fehler nicht aufgefallen wäre, Chemie war nie mein Interessensgebiet... Promoviere allerdings in den Sozialwissenschaften.
Aber eine Werbekampagne für den Wissenschaftsort Konstanz zu starten, welche solch ein elementarer Fehler beinhaltet, ist einfach peinlich. Und das darf wohl gesagt werden, ohne gleich als penibel abgestempelt zu werden...
Grüße aus Kopenhagen, übrigens erhalten hier in Dänemark die Studierenden ein Gehalt dafür, dass sie studieren. Vielleicht gibts darum hier bedeutend mehr "Elite". Oder einfach gute, freie Bildung
Martin
Hallo Herr Wörnle, Hallo Mit-Kommentatoren
Jemand - bzw. mehrere "Jemande" hat / haben unbestreitbar Mist gebaut - so wie es halt jedem Menschen zuweilen passiert. Menschen machen nunmal Fehler, Computer übrigens auch.
Das wirklich zum schieflachen Lächerliche an der Sache ist doch, wie nun nach bester "Nicht Sein Kann Was Nicht Sein Darf" - Tradition versucht wird, diesen Fehler unter den Tisch zu kehren, schön zu reden, oder gar als nicht zu verachtenden Beitrag zur künstlerischen Gestaltung zu verkaufen.
Ich habe so meine Zweifel ob ähnliche Argumente anklang finden würden, wenn sich ab Herbst die Konstanzer Schüler und Studenten in ihren Chemie-Prüfungen auf künsterlische Freiheit berufen.
Stattdessen könnte man vielleicht einfach mal zugeben, dass etwas schief gelaufen sein könnte.
Daran ist nicht der Student schuld, der das Plakat gemalt hat und evtl. nochmal hätte nachschauen können, auch nicht der Professor der ihm nicht ausreichend nachhaltig das Zeichnen von chemischen Formeln beigebracht hat, und auch nicht das "Entscheidungsgremium" das vermutlich in 10 Minuten 200 Entwürfe in 10x10 cm großen Entwurfsausdrucken vorgesetzt bekommen hat, auf denen die besagten Formeln jeweils exakt einen Pixel Platz eingenommen haben. Und letztendlich auch nicht der hochbezahlte PR-Mensch, der das Ganze aus akutem Termindruck in 2 Millisekunden abgenickt hat.
Konstanz hat die Aufmerksamkeit die es wollte, auch wenn deren Art und Weise vielleicht nicht ganz der ursprünglichen Intention der PR-Firma entspricht. Jemand mit zwei Gramm Grips im Gehirn wird wissen, dass vermutlich auch Konstanzer Chemiker Wasser von Formaldehyd unterscheiden können. Jemand mit einem Gramm mehr wird sich zusätzlich trotzdem trauen im Bodensee zu baden.
Vielleicht würde es Konstanz, besonders diesem griesgrämigen Zirkel, der sich über das Plakat echauffiert, und jenem, der es zu verantworten hat, auch mal gut tun zu zeigen:
Wir sind nicht nur See, Elite-Uni und Mainau, nein, wir können auch zu unseren menschlichen Fehlern stehen und darüber lachen.
Vielleicht würde das Konstanz noch ein Stück attraktiver machen als jedes Plakat in dem mit genau dieser Attraktivität geworben wird.
... habe das latente Gefühl, dass sich Hr. Wörner ("mit Abi!") und "Hansi" zusammentun sollten. Welch' kongeniale Ergüsse würden sich dann erst über's Land verteilen! ^^
Die Idee selbst finde ich auch gut. Auch die farbliche Gestaltung. Auch der gewählte Schriftsatz ist nett. Gar nicht zu leugnen. Gute Ideen sind wiochtig, kein Zweifel.
Auch die Idee, die der Lehrling des Klempners neulich bei mir im Keller hatte, war ganz gut. Eigentlich. Nur dann ging's bei der Ausführung daneben, weil das Können fehlte. Aber über die enstandene Sauerei konnte ich wirklich nicht nicht freuen.
Das trifft auch hier recht genau zu.
So, billig war die Kampagne. Das mag wohl sein. Manchmal kommt es teuer zu stehen, wenn man immer alles für lau haben will.
Mit Blick auf einige wenige muss ich sagen: Ich muss sagen, ich ziehe eine Stadt, in der es vor Wissenschaftlern wimmelt, allemal einer Stadt vor, in der es vor Leuten wimmelt, denen denen Wissenschaft eher egal ist und es cool finden, ausfallend gegen jene zu werden, die wissen wovon sie reden.
Ist eigentlich auch ein bisschen symptomatisch. Man sollte bloß nie etwas wissen oder können. Das ruft sofort Neider auf den Plan.
Ich kenne den Herrn Wörnle. Der kennt die Strukturformel für Wasser. Sie kennen den nicht und Sie wissen nicht, wie der sein Abi gemacht hat, aber ich weiß das. Sie wissen auch nicht, welche Zielgruppen Herr Wörnle als u.A. Tourismusmanager bei seiner Kampagne im Auge hatte. Sie wissen auch nicht, ob alle Chemiker so kleinkariert sind wie scheinbar einige etwas gelangweilte Chemo-Nerds in diesem Blog (sind sie nicht). Sie wissen also wenig bis nichts in dieser Sache, meinen aber umso mehr Bescheid kundtun zu müssen, und sei es mit frei erfundenen Unterstellungen. Weiter so.
Die Idee war gut, die Umsetzung preiswert und bieder. Dennoch (oder deswegen?) hat jeder, trotz stilisierter (und dadurch mutierter) Formel, die Botschaft verstanden... bis auf ein paar penible Chemiker und, in ihrem Gefolge (sie sind immer in irgend einem Gefolge) zwei, drei peinlich von der Konkurrenz berührte Werber. Im Gegensatz zu Vernünftigen trauen sie ihren Augen und sind nun überzeugt vom Formaldehyd im Bodensee.
Ich denke, es wäre vorteilhaft für alle anderen, sie in dem Glauben zu lassen!
Wer ist Hr. Wörner? Und wieso mit "mit Abi!" - Ich denke mit W.
Herr Wörnle ist nicht Touristik- Manager in Konstanz. Das Stadtmarketing hat vielmehr die Aufgabe die Stadt als Standort zu bewerben. Dieser Aufgabe kommt die Einrichtung meines Erachtens -
abgesehen von dieser Peinlichkeit- nur wenig nach. Die Tätigkeit erschöpft sich im wesentlichen in der Veranstaltung entbehrlicher Events wie einem Flohmarkt oder Oldtimer- Treffen, während die Unternehmen in die nahe Scheiz abwandern.
Wie schon von Jan Hattenbach richtig festgestellt: Das Verstecken hinter einem Pseudonym scheint ungemein zu enthemmen. Aber dies nur am Rande.
Ich kann und will mich zu den sicherlich zahlreich vorhandenen positiven Eigenschaften nicht äußern, weder lobend noch abwerten, da mir diese nicht bekannt sind.
Ich kann mich allerdings schon zu dem spezifisch naturwissenschaftlichen Kenntnissen äußern, die er hier an den Tag legt, und die wirkt unmissverständlich lückenhaft.
Was man von Abiturienten an Kenntnissen erwarten darf, und was man lieber nicht erwarten sollte, das weiß ich nur zu gut.
Dass ich hier Vorwürfe irgendeiner Art, oder gar beleidigende Bezichnungen an Chemiker oder andere Wissenschaftler gerichtet hätte, egal ob hier oder anderswo, ist mir neu, lassen Sie mich das gerade noch überprüfen .... nein es war nicht ich sondern ein gewisser "Burkhard". Da muss Ihnen eine Verwechslung unterlaufen sein. Kann ja mal vorkommen.
Was mich an der ganzen Sache am meisten stört, ist, dass sie in gewisser Weise symptomatisch ist. Naturwissenschaft interessiert nicht wirklich jemanden (außer Naturwissenschaftler). Man hält sie nicht wirklich für wichtig, zumindest nicht soweit, als das man sich Mühe geben müsste.
Wenn es jetzt um etwas anderes ginge, einen Opernball, eine politische Kundgebung, ein Kochbuch ... irgendwas, was "wichtig" ist halt, ja DANN hätte man das ganze sehr viel sorgfältiger durchgezogen.
@ Hansi
... schrieb ich "Wörne", meint' ich Wörnle; keine Absicht. aber sie haben recht, "Hansi", man sollte da schon genau bleiben! ; )
und "mit Abi" bezieht sich auf den guten Wörnle-Bekannten Burkhard, fragen sie den "wieso?" ... interessiert mich durchaus auch!
>Aber eine Werbekampagne für den
>Wissenschaftsort Konstanz zu starten,
>welche solch ein elementarer Fehler
>beinhaltet, ist einfach peinlich. Und
>das darf wohl gesagt werden, ohne
>gleich als penibel abgestempelt zu
>werden...
Danke, das trifft's genau. Um mehr geht's hier gar nicht.
@marc Mein Lieber, Designer sind Luft für mich. Marketingmenschen sind die wahren Helden. Die machen aus "light" "lite" und sind auch in der Lage, aus "Elite" "Elight" zu machen. Und zum Schluß haben sie sogar das elektrische Licht erfunden.
@Sabine Trentsch
Aber nur die Frauen!! LOL
Lieber Kode, die Fachrichtung hieß Visuelle Kommunikation und ich habe das nicht nur vier Jahre intensiv studiert, sondern unser Institut wurde auch mit Aufträgen zur Plakatgestaltung überschüttet, die wir armen schlecht oder gar nicht bezahlten Studenten umsetzen mussten. Und zum Einfallsreichtum des Designers: Die Textblase ist eindeutig von der mittlerweile viel kopierten und überaus erfolgreichen Be-Berlin-Kampagne abgekupfert, fast dieselbe Form, und - soweit ich das vom Foto sehe - auch dieselbe Farbe. Dieses Design ist zur Zeit total "in" und jeder Hobbydesigner kopiert es für seine Sommergrillparty.
http://www.sei.berlin.de/kampagne/
http://images.google.de/...=N&hl=de&tab=wi
Übrigens die Duschvorhänge von O2 sind Dauerbrenner bei Ebay. Wenn die Konstanzer das auch schaffen, werde ich mir auch eins ersteigern und in Formaldehyd baden. Versprochen!
Ansonsten würde ich die Kommentare hier auch nicht allzu ernst nehmen.
Werter (Herr?) Burkhard,
ich bin - ebensowenig wie die meisten Blogger hier - ein klassischer "Nerd".
Ich für meinen Teil kenne die Gestalten, die hier bloggen (zwei Ecken weiter ist mein eigener Blog). Und hier sind kluge, oft sehr breit gebildete Leute - aber eben auch, wie ich gerne für mich selbst zugegeben will: Bedarfskorinthenkacker. Wenn's drauf ankommt, können wir aber auch grosse Haufen scheissen - um's mal drastisch zu sagen.
Ich selber nehme für mich in Anspruch, nicht prinzipiell malign zu sein - sondern eben nach je nach Bedarf und je nach Angebot. Da war die Steilvorlage aus Konstanz, die der Lars aufgriff, ja nun schlecht zu überbieten.
Zur weiteren Rechtfertigung meiner ursprünglich sehr maliziösen Beiträge zum aktuellen Thema möchte ich noch anmerken, dass ich meinerseits in meiner Funktion als Blogger/Kolumnist durchaus segensreich zum Marketing der Ortschaft Bötzingen am Kaiserstuhl beigetragen habe. Weswegen, das kann Ihnen Google sagen, wenn Sie meinen Namen zusammen mit dem Bötzingens eingeben.
Gelegenheit macht Wohltäter, Gelegenheit macht Spötter. Der Bötzinger Muskateller, den man mir gab, war fein. Und weder ich noch die anderen Damen und Herren hier sind grundsätzlich übelwollend. Nur scharfzüngig und mitunter auch -sinnig.
Wer hätte es schöner schreiben können!?!
Gruß
Richard
@Michael Kahn:
Sehen Sie, genau das stört – jedenfalls mich – an Ihren und einigen anderen Beiträgen hier. Sie argumentieren im Namen der Wissenschaft, arbeiten sich selbst aber nicht an der Leitdifferenz wahr/falsch, sondern an einer normativen – und damit eben gerade nicht wissenschaftlichen – Fragestellung darüber ab, wie mit wissenschaftlichem Fundus umzugehen sei. Dass Sie nun ausgerechnet der Werbung vorwerfen, dass sie nach anderen Spielregeln spielt, erscheint in diesem Kontext geradezu naiv. Wie Ihre Argumentation im Rahmen einer Abiturprüfung bewertet werden würde, vermag ich allerdings nicht einzuschätzen.
>Wenn's drauf ankommt, können wir aber >auch grosse Haufen scheissen
Applaus, Applaus!
Das schlage ich als Leitmotiv der Scilogs vor. :-)
Ich kann bestätigen, dass das Plakat formal falsch ist.
Möchte aber dennoch ein paar Ideen in die Debatte sträuen.
Hier wird doch vergessen, wen dieses Plakat erreichen soll. Jeder Mensch, der in der Schule Chemie büffeln musste, weiss vlt noch das H2O aus einem Wasserstoff und einem Sauerstoff besteht,aber doch nicht wie es in ValenzStrichFormel dargestellt wird. Er schaut auf das Plakat und zählt. 2 H und ein O; Die auch noch mit einander Verbunden sind. Er erkennt, dass soll WASSER sein ohne auch nur eine Ahnung von der ValenzStrichFormel zu haben. Das genau ist es doch, was man erreichen wollte und nicht etwa die korrekte Darstellung, oder? :)-
Schauen wir uns das mal von der Künstlerischen Seite an:
Würden wir H2O korrekt darstellen, so könnten wir aufgrund der Stellung der Atome zueinander, welche ein Dreieck bilden, keine Wabenstruktur aufbauen. Erst diese aber macht das Plakat so künstlerisch wertvoll. Hätten wir dagegen Dreiecke, wie H2O in der ValenzStrichFormel nun mal dargestellt wird, so verlören wir die Kämmerung (Waben) die uns Betrachtern zeigen soll, dass der Bodensee kulturell nicht ein ganzes, sondern ein aus vielen Teilen zusammengesetztes Werk ist. Wenn ich mich nicht irre ist auch Konstanz dargestellt als einzelne Wabe, hat somit nicht Alleinanspruch auf den See, sondern sieht sich als "Elementares Teil" des Sees.
Vielleicht könnt ihr mein Unbehagen etwas verstehen. Ach ja eines noch. Ich hatte mich letztes Jahr bei der Uni Konstanz beworben, weil sie eine gute Uni ist. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie sich mit dem Elite Banner schmückt. Die Qualität der Lehre ist entscheidend, nicht die Aushängeschilder.
Grüße eines Biologen aus Konstanz.
Ich will nicht alle hier über einen Kamm scheren. Ich bin kein Blogger und habe keine Erfahrung damit, weil man sich ja denken kann, dass sich hier auch negative Charaktere tummeln. Ich bin nur hier, weil es einen persönlichen Bekannten trifft. Das hier kommt mir außer den wenigen konstruktiven, ausgleichenden oder umsichtigen Kommentare
vor wie eine teils von gelangweiltem Sadismus, teils von einer Art Jagdfieber motivierte Menschenjagd. Man muss nicht bleiben, wenn das Haus sich außer mit ein paar vernünftigen Gestalten vermehrt mit Gesocks füllt, aber wundern tut es mich schon, dass einige scheinbar vernünftige genau das tun. Niveau im DURCHSCHNITT etwas zu abseitig. Ich für meinen Teil bin dann mal weg, denn mehr kann ich für meinen Freund nicht tun, ohne mich selbst über ein angebrachtes Maß hinaus der geistigen Verschmutzung hier auszusetzen. War aber mal interessant, nur halt nichts für mich. Na denn...
Tut mir Leid, aber ich habe keine Ahnung, worauf Sie hinauswollen:
"[ich arbeite] mich nicht an der Leitdifferenz wahr/falsch ab, sondern an einer normativen Fragestellung [...], wie mit wissenschaftlichem Fundus umzugehen sei."
Wahrscheinlich liegt es ganz allein an mir, dass dieser Worte Sinn sich mir beharrlich verbirgt. Haben alle anderen diesen Satz verstanden? Koennte jemand ihn mir dummen Nerd bitte erklären?
Wissenschaftliche, historische, technische oder andere Inhalte sind keine heilige Kuh. In einer Werbung kann man, um einen Effekt zu erzielen, eine, beispielsweise humoristische Veränderung bewusst vornehmen. Das ist alltäglich und auch vollkommen in Ordnung, manchmal sogar genial.
Beispiel:
http://www.emma.de/...RTEmagicC_5040da6bda.jpg.jpg
Es besteht allerdings ein Unterschied zwischen einem absichtlich herbeigeführten Effekt und einem ungewollten Fehler. Ersteres kann lustig sein, letzteres ist meist nur lächerlich.
Es ist verwunderlich, einerseits derartig verbal einzuschenken, wie ihnen das in Ihren ziemlich unglaublichen Entgleisungen mehrfach passiert, und andererseits anderen vorzuwerfen, sie würden geistige Verschmutzung betreiben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Wörnle, der an keiner Stelle derartig aus dem Rahmen fiel wie Sie, sich über diese Art von "Unterstützung" freut.
Da Sie kein Blogger sind, ist Ihnen auch vielleicht nicht bekannt, dass Sie nicht unbedingt anonym bleiben, auch wenn Sie anscheinend nicht den Mut haben, ihre Aussagen mit ihrem Namen zu versehen. Sie hinterlassen beispielsweise leicht mal die IP-Adresse. Dies nur mal als kleiner Denkanstoß, wenn Sie das nächste Mal das Bedürfnis überfällt, andere Menschen zu beleidigen.
Herr Schmidt wünscht zu sagen, dass es die Sache der Wissenschaft sei "Wahrheiten" herauszufinden, aber dann die Sache der Geisteswissenschaftler/Designer/whoever (er lässt das offen) daraus zu machen, was sie wollen.
Also etwas so.
Einstein: "E = m mal c quadrat"
Der Werbefritze: "Alles ist relativ, nur die Qualität von Hoffmann's Verbandswatte nicht"
So tatsächlich geschehen in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Dass "c" gerade NICHT relativ ist, muss hier, glaube ich, nicht gesagt werden.
Der Herr Schmidt übersieht nur leider, dass es auf dem Hintergrund einer Kampagne "pro Wissenschaft" durchaus eben keine "normative" Frage ist, wie man Wasser darstellt, wenn man sich schon aus dem Fundus der Formeln der Chemie bedient. Das verkrüppelte Formalin ist gerade im Rahmen der Kampagne eindeutig FALSCH. Da kommt er leider nicht drumrum, und selbst wenn er jetzt anfängt noch weitere normative Nebelkerzen zu zünden. Die graphische Darstellung der Strukturformel von H20 ist nicht verhandelbar. Nicht im Rahmen der Wissenschaft/Chemie.
Mal angenommen, die Stadt Mannheim (Duden-Verlag) wünschte mit ihrer orthographischen Kompetenz zu werben. Und schrieben dann "Orthographie" so, wie ich es gerade tue. Da hätten wir doch auch was zu lachen! Ja, die Orthografie ist normiert. Aber wenn sie es erst mal ist, dann gibt es eine falsche und eine richtige.
(Hoffentlich war das "f" jetzt richtig..)
Also, verglichen mit anderen virtuellen Austauschplattformen in denen (meist anonym) gezankt wird, ist das hier doch ein nettes Kaffekränzchen! Gut, der ein oder andere Anonymus stellt sich vielleicht bewusst etwas dumm, um nur ja nicht die Intention der Kritiker verstehen zu wollen, und dann etwas Krawall zu schlagen. Aber auch das entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Leider ist das Popcorn bald alle :-)
> Leider ist das Popcorn bald alle :-)
Hier auch. Aber wir haben heute das Betriebsbarbecue, also werde ich nicht verhungern.
@Elias
Jeder Mensch, der in der Schule Chemie büffeln musste, weiss vlt noch das H2O aus einem Wasserstoff und einem Sauerstoff besteht,aber doch nicht wie es in ValenzStrichFormel dargestellt wird.
Bitte stellen Sie die Leute mit Chemie-GK oder LK, wie in meinem Fall, nicht in ein schlechtes Licht.
Er schaut auf das Plakat und zählt. 2 H und ein O; Die auch noch mit einander Verbunden sind.
Ja - so miteinander verbunden sind, dass es schlichtweg keinen Sinn ergibt!
...was man erreichen wollte und nicht etwa die korrekte Darstellung, oder?
Das kommt auf den Kontext an. Für wen wurde den Werbung gemacht und zu welchem Zweck? Wirbt man im gleichen Atemzug mit einem Wissenschaftsstandort ist das was dort gemacht wurde meiner Meinung nach eine ganz schlechte Idee. Aber das wurde hier ja schon zu genüge diskutiert...
Die Qualität der Lehre ist entscheidend, nicht die Aushängeschilder.
Ahja!
Man kann sehr wohl sein hart erarbeitetes Image durch eine schlechte Kampagne binnen kürzester Zeit ruinieren.
Wie schnell und ob überhaupt die Forschungsgelder versiegen weiß ich nicht. Ich nehme es mal an, dass ein schlechtes Image auch einen negativen Einfluss auf die Gelder hat. Das aber nur am Rande...
Meiner Auffassung nach sind Naturwissenschaften eine ernste Sache. Ist die Institution nichts wert, ist mein Zeugnis auch nichts wert, egal wie viele einsen da drauf stehen. Soviel zum Aushängeschild! Was glauben sie eigentlich warum einige Akademiker nach Harvard, Oxford oder nehmen wir hier ansässige Institute wie bspw. das MPI oder ans Frauenhofer wollen? Hmm?!
Gruß von einem anderen Biologen aus einer anderen Stadt, die auch am H2O! (Neckar) liegt.
Die Diskussion ist schon total lustig! Der Plakat-Patzer auch! Na ja, vielleicht ist der Bodensee nur total verschmutzt!
Die Werbeleute sollten auch lernen, dass Ihre Kunden gebildete Menschen sind. Die kaufen nicht alles ab, nur weil es attraktiv aussieht!
Man hätte doch nicht 30 Entwürfe machen sollen, sondern EINEN Richtigen!
Damit stelle ich in der Tat nicht nur ihre Chemische-Kompetenz in Frage, sondern auch die fachliche (Marketing und Werbung bzw. Management) Kompetenzen in Frage.
Mit freundlichen Gruß,
Adriana
"Damit stelle ich in der Tat nicht nur ihre Chemische-Kompetenz in Frage, sondern auch die fachliche (Marketing und Werbung bzw. Management) Kompetenzen in Frage."
Herr Wörnle ist gelernter Architekt ...
Vielen Dank Helmut Wicht für die Vermittlung, die den Punkt leider nicht ganz trifft.
Was ich zu sagen wünschte, war, dass hier nie jemand ernsthaft bestritten hat oder bestreiten würde (nehme ich jedenfalls an), dass die Darstellung des H2O auf diesem Plakat von der „richtigen“ Notation abweicht. Das tut sie eindeutig und damit ist die Frage doch auch schon erledigt. Wie langweilig, weiter darüber zu reden.
Gerade deswegen ist interessant, warum dieser Punkt über Seiten hinweg immer wieder aufs Neue ausgerollt wird. Offensichtlich doch, weil nicht wirklich über die richtige Notation von Wasser oder über den richtigen Umgang mit einem Wissenschaftsstandort gesprochen werden soll, sondern über Berechtigte und Nicht-Berechtigte.
Wenn Michael Khan ausführt, dass es Bereich gäbe, wo man „nicht durch Gelaber alles so hinbiegen kann, dass am Ende keiner weiß, was nun Sache ist“, dann tut er das nicht, um den Naturwissenschaften zu Hilfe zu eilen – die haben solchen Beistand kaum nötig – sondern um etwas über sich und die anderen, über Abiturschüler und Opernbälle loszuwerden.
Es ist ein schlimmes Missverständnis, nur, weil es die technische Möglichkeit zum Bloggen gibt, sich quasi jederzeit ermächtigt und aufgefordert zu fühlen, Leute im Namen von was auch immer – und sei es die Notation von H2O – zur Abbitte zu zwingen.
Das war es, woran ich mich gestört habe.
Honi soit qui mal y pense
Leute, kommt auf den Teppich, schaut doch mal in eine x-beliebige Tageszeitung, jeder durch seine fachspezifische Brille. Er stellt fest, dass das, was er fachlich beurteilen kann, fehlerheft ist! Was folgt daraus, wenn sich dann alle zusammen finden: nichts ist richtig berichtet. Schaut doch mal auf Eure Diskussionsbeiträge und natürlich auch auf meinen; wer beherrscht schon die Sprache, mit der er sich ausdrückt.
"Leute im Namen von was auch immer – und sei es die Notation von H2O – zur Abbitte zu zwingen."
Das sehe ich anders. Ein paar Beiträge weiter vor hat Michael Khan sich lobend über SPON geäußert. Die haben nämlich einen Fehler gemacht, ihn korrigiert und darauf hingewiesen. Das war es. Schließlich machen wir doch alle Fehler und sind auf eine fehlertolerante Umwelt angewiesen.
Wenn aber der Fehler, als "vermeintlicher Fehler" etc. bezeichnet wird, er also gar nicht mal als Fehler eingesehen wird, dann muß man sich nicht wundern, wenn hier entsprechende Kommentare kommen.
Aber es ist so wie Michael Kahn es schon geschrieben hat. Plötzlich steht nicht derjenige im schlechten Licht, der den Fehler verursacht hat, sondern der, der drauf aufmerksam macht.
Lieber Herr "Burkhard",
bitte mäßigen Sie Ihren Ton.
Danke.
L.F.
Soviel Wasser mit Formaldehyd zu tun hat, soviel hat Khan mit "Herbstoffensive in Afghanistan inclusive Bomben auf Zivilisten" zu tun.
Wie kann man nur so etwas schreiben ...
Nö
Schweinerei dat von SPON, meiner Leib- und Magensite.
Wenn Sie einen Zusammenhang nicht nachvollziehen können, heißt das noch lange nicht, dass er nicht vorhanden ist.
Verstehn se nich, oder?
Zitat: "Mein Lieber, Designer sind Luft für mich. Marketingmenschen sind die wahren Helden. Die machen aus "light" "lite" und sind auch in der Lage, aus "Elite" "Elight" zu machen. Und zum Schluß haben sie sogar das elektrische Licht erfunden."
Ach herrjeh. Ist das unlustig^^ *gähn*
ist das jetzt vorbei hier?
"Wenn Sie einen Zusammenhang nicht nachvollziehen können, heißt das noch lange nicht, dass er nicht vorhanden ist."
Woher das nur immer kommt. Wenn man dummes Zeug ablehnt hat man es nicht verstanden. Ja, ich verstehe. :-) Was sagte doch Helmut Kohl, wenn er bei einer Wahl Stimmen verloren hat? Der Wähler hat meine Politik nicht verstanden. Dabei hat der Wähler viel zu gut verstanden.
"ist das jetzt vorbei hier?"
So lange Burkhard hier ist, geht es immer weiter.
Menschenjäger aus Passion, Menschenjäger aus Sadismus, Dummköpfe, ein paar wenige mehr oder weniger Gutwillige, ein paar halbwegs Gebildete und Intelligente, pofeliger Blogwart (kannste ja alles löschen L.F.)...tja, das ist also die vielgerühmte Blogosphäre. Nix für mich. Schmuddelig irgendwie.
Lass gut sein, Martin. Man muss nicht jedes schon so offensichtliche Getrolle mit Aufmerksamkeit adeln.
Ja, hast recht. Aber er tut mir irgendwie ein bißchen leid. Er merkt einfach nicht, daß er sich mit diesem "Schuld sind immer nur die anderen" total verrennt.
As to the advertising, it seems to be now Worldwide. Konstanz is in the news. One other formula in use here is the 6 P's
and I think it would anywhere.
(Proper Planning Prevents Piss Pure Performance)
Ist wahrscheinlich in der Geschichte des Netzes nicht der erste Neuling, der seine eigene Empörung beim Lesen auf vermeintliche Hasstiraden der Schreiber projiziert und mal allen beweisen will, dass er das noch besser kann.
Die BZgA sollte mal ein Infoblatt herausgeben: "Emotionale Gefährdungspotenziale beim Onlinediskutieren".
Wir sind davon ja gottseidank nie betroffen :-)
Werte Herren,
das ist ganz dummes Zeug was Sie da kolportieren und hat mehr mit den kindisch-pubertären Reaktionen auf einen Fauxpas zu schaffen, als mit einer fairen erwachsenen Umgangsweise.
Warum haben Sie nicht einfach mit ruhiger Souveränität die Verantwortlichen diskret auf ihren Fehler hingewiesen, anstatt sich öffentlich halb tot zu kichern?
Ich komme aus Mannheim der Stadt an Rhein und Neckar wo garantiert mehr Gift im Flusswasser ist, als in der schönen Konstanzer Bucht.
Mir ist dieser Fauxpas völlig egal, habe ich doch im Mai eine wundervolle Woche direkt am See verbracht.
Die Plakate sind mir damals auch angenehm aufgefallen: Eine gelungene Werbung, die sich nicht überhebt und auch fix zugänglich ist.
Daß es um Wasser geht und um Lebensqualität, habe ich sofort verstanden.
Daran wird sich auch nach Ihrer "fundamentalen Entdeckung" nichts ändern.
Ebenso wenig wird sich der überaus positive Eindruck über Konstanz und die Region nicht ändern
Viele Grüße aus der Stadt am Formaldehyd (BASF, Roche, Benckiser etc.)
Das was sich hier als oberflächliches Geplänkel manifestiert ist doch eigentlich das Resultat eines konträren "Berufsethos". Während die Naturwissenschaften um größtmögliche Objektivität und Transparenz bemüht sind, geht es beim angewandten Marketing hauptsächlich darum, den Absatz eines Produktes zu fördern. Die Werbung als Instrument des Marketings wird hierbei eingesetzt um Menschen gezielt und auch unbewußt zu beeinflussen. Einem Naturwissenschaftler kann soetwas nicht gefallen und so ist er froh, einmal die Gelegenheit zu haben, den Werbeleuten eins auswischen zu können ;-) Ich könnte auch jedesmal kotzen, wenn ich leicht durchschaubare, stereotypische Werbebotschaften über mich ergehen lassen muss... Wie bringt soetwas die Menschheit voran?
Wie enttäuschend. Eine verbale Breitseite, so verworren, dass ihr Sinn vollkommen im Dunkel blieb und entsprechende Neugier weckte ... und des Rätsels Lösung ist nichts als eine unklare Gemengelage aus ein wenig persönlicher Attacke, ein wenig verfälschender Zitierkunst und einer Menge Küchenpsychologie? Da bin ich aber enttäuscht. Ich hätte mehr erwartet.
Zur Sache: dass die gewählte Strukturformel falsch ist, bestreitet in der Tat keiner. Es ging in der Diskussion darum, ob es etwas ausmacht, dass eine falsche Strukturformel verwendet wurde oder ob das im gegebenen Kontext nichts ausmacht. Das ist ein ganz anderes Thema.
Da Sie offenbar schon an der Stelle etwas missverstanden haben und nach eigenem Bekunden der Meinung anhingen, hier würde noch die Richtigkeit der gewählten Strukturformel debattiert, muss wohl über den Rest Ihrer Argumentation an dieser Stelle jetzt nicht groß diskutiert werden und damit auch nicht über absurde Spekulation über eine wie auch immer geartete Motivation von Teilnehmern an der Diskussion.
Denn mal ganz ehrlich: Wenn Sie noch nicht einmal das Grundthema einer Diskussion richtig wiedergeben können oder wollen und Ihre Gedanken auch nicht in so klare Worte fassen können oder wollen, dass man versteht, worauf Sie hinauswollen (das fiel offenbar nicht nur mir schwer), warum nehmen Sie dann an, dass Ihre Psychologisiererei von Bedeutung oder Interesse ist?
Da ist mir selbst die Unflätigkeit des Herrn Wö .. äh, "Burkhards" noch lieber. Die ist wenigstens kurz und knapp.
Natürlich schadet selbst eine misslungene Werbekampagne nicht wirklich der Stadt Konstanz oder der Region Bodensee (die im Übrigen in der Tat so schön sind, wie Sie schreiben).
Es wäre ja auch schlimm, wenn eine Werbekampagne so einen Effekt und damit so eine Macht hätte.
Unter Umständen verbirgt sich hinter der "misslungenen" Kampagne eine ganz neue, subtile Werbestrategie, die hier nur nicht verraten werden darf. Meine Theorie lautet mittlerweile: Die falsche Strukturformel soll kompetente Wissenschaftler mit Helfersyndrom darauf aufmerksam machen, wie dringend sie in Konstanz benötigt werden. Voll gelungen, würde ich sagen. ^^
Also, ich muss sagen, Ihre Theorie klingt plausibel.
Da kann ich nur hoffen, dass deise Kampagne bundesweit ausgedehnt wird und nicht nur das Fachgebiet Chemie umfasst.
Obwohl ich befürchten muss, dass der Vorrat kompetenter Wissenschaftler mit Helfersyndrom vielleicht nicht so ausgedehnt ist, wie man hoffen könnte.
Anlass, dem Wissenschaftsstandort Deutschland helfend zur Hand zu gehen, gibt es genug, und nicht erst seit kurzem. Dennoch ist wohl eher ein Nettoabfluss junger Wissenschaftler statt. Insofern sind - anders als an anderer Stelle hier in der Diskussion behauptet - die Naturwissenschaften durchaus schutzbedürftig.
Natürlich könnte der Brain Drain aus Deutschland auch eine absichtlich lancierte Tendenz sein, mit dem Ziel, unwiderstehlich für vom Helfersyndrom befallene Wissenschaftler zu werden. Das wäre durchaus eine mit Ihrer Theorie konsistente Möglichkeit.
Die gesamte Forschungspolitik der vergangenen Jahrzehnte wäre demnach Teil einer großangelegten Strategie ... Master-Plan sagt man wohl dazu.
Da hier ja dauernd Leute mit frisch amputiertem Humor aufschlagen, die partout nicht verstehen können, weshalb man auch mal einen nicht ganz so ernst gemeinten Beitrag schreibt (als wenn ihr meine ernst gemeinten Beiträge lesen würdet): Es eine beliebte Unterhaltung unter Chemikern, chemische Fehlleistungen aus Presse, Marketing und Politik zu sammeln. Das hat nichts speziell mit dieser Kampagne zu tun.
Zumal eigentlich praktisch immer erbärmlicher Unsinn dabei rauskommt, wenn Nicht-Chemiker sich über Chemie äußern. Es fällt nur nicht auf, weil niemand hier auch nur den blassesten Schimmer von Chemie hat. Es gibt kein anderes Wissensgebiet, in dem totale Unwissenheit so allgemein gesellschaftlich akzeptiert ist wie in der Chemie.
Und wenn man mal bedenkt, dass es heutzutage praktisch kein Gebiet des Alltagslebens gibt, in dem Chemie keine entscheidende Rolle spielt, ist das nicht nur peinlich, sondern kurzsichtig und gefährlich.
Wer sich wie einige Kommentatoren hier in dieser selbstgewählten Unmündigkeit auch noch suhlt, hätte eigentlich wesentlich ärgeres verdient als den weitgehend harmlosen Spott in diesem Blogpost.
Nachdem ich diese Realsatire den gesamten Tag (mehr oder weniger) live verfolgen durfte, habe ich das drängende Bedürfnis, mich bei allen Diskutierenden für diese unglaublich unterhaltsame Diskussion zu bedanken. Der Anteil der Freiwillig- und Absichtlichkeit ist dabei zwar, wie der vorangegangene Beitrag von Lars treffend nahelegt, in Einzelfällen allerdings unterschiedlich zu bewerten. Sei's drum...
Seine Beobachtungen der Werbung leitete Niklas Luhmann einst mit der Frage ein, wie gut situierte Mitglieder der Gesellschaft so dumm sein könnten, viel Geld für Werbung auszugeben, um sich ihren Glauben an die Dummheit anderer zu bestätigen (Realität der Massenmedien, p. 85) - nun wurde im vorliegenden Falle offensichtlich nicht einmal viel Geld dafür ausgegeben. Ob die vorliegende Werbung dabei unglaublich clever ist (weil sie Erwartungserwartungen antizipiert und verletzt hat - auch Nike inszenierte schon werbewirksam Demonstrationen gegen Nike) oder unglaublich peinlich (insbesondere in Kombination mit den wenig gelungenen Dementi und gedoppelten Kommentatoren): Sie hat (zumindest bei mir) sowohl Aufmerksam- als auch Heiterkeit erregt - und ohne diesen Artikel wäre mir besagtes Plakat heute nachmittag in Hamburg vermutlich niemals aufgefallen.
Danke Lars für dieses Kleinod, das erst durch die anschließende Diskussion seine volle Wirkung entfalten konnte.
Gerne versuche ich das Gesagte noch einmal für Sie zu formatieren: Wenn Sie sich hier schon als Retter der Wissenschaft aufspielen wollen, was angesichts des Gegenstands reichlich albern scheint, dann machen Sie das doch bitte mit der Rationalität, die Sie ja offenbar für sich in Anspruch nehmen. Was ich von Ihnen lese, über alle Beiträge hinweg, ist pauschales und ziemlich emotionalisiertes Geschimpfe auf Menschen, die Ihnen ncht passen. Ihr normatives Getue disqualifiziert diese Runde und – wie schon gesagt – mich stört das.
wie geil, eine Erwähnung bei SPON und ein Link hierher...
"Was ich von Ihnen lese, über alle Beiträge hinweg, ist pauschales und ziemlich emotionalisiertes Geschimpfe auf Menschen, die Ihnen ncht passen."
Entschuldigung, aber langsam nervt es etwas. Bitte zeigen Sie uns, wo Herr Khan irgendjemanden beschimpft hätte. Dieses aufs äußerste gepflegete Unbedingtangegriffenseinwordenwollen ist auf die Dauer einfach lächerlich. Gut's Nächtle!
PS: Das Popcorn ist aus, so langsam ist das Thema auch durch. Wers jetzt noch nicht hat (insbesondere nach L.F's Klarstellung) der kapierts auch nicht mehr.
Ihre Einschätzung ist auch jetzt noch unangebracht und unzutreffend. Ferner steht es Ihnen nicht zu, mir oder anderen Vorschriften zu machen. Was Sie stört, hat keinerlei normative Wirkung.
Beleidigung gelöscht.
L.F.
Wenn Sie ähnlich profundes Wissen z.B. über Graf Zeppelin geäußert hätten, wenn Sie die Lage von Konstanz falsch eingezeichnet hätten, wenn die Umrisse des Bodensees nicht stimmen würde, wären Sie ihren Job los. Aber Richtigkeit bei chemischen Formeln interessiert nicht, obwohl es die Chemiker in Deutschland sind, die durch ihre Wertschöpfung dafür sorgen, daß so für den Fortschritt der Menschheit überflüssigen Berufe wie der Ihre mit durchgefüttert werden.
Da scheint sich der Südkurier mit deinen Federn zu Schmücken.
oder hast du die Info aus dem Südkurier?
http://www.suedkurier.de/...nsee;art372448,3918876
"Da scheint sich der Südkurier mit deinen Federn zu Schmücken.
oder hast du die Info aus dem Südkurier?"
Der Südkurier schreibt nur: "Bundesweit wird über die Werbung mit einer falschen chemischen Formel gesprochen, die der SÜDKURIER aufdeckte."
Die hätten ja ruhig mal schreiben können, wo und wann sie es aufgedeckt haben wollen. In einem Kommentar schrieb einer, der Südkurier hätte am Sonnabend davon berichtet. Aber so weit ich weiß hat Lars kein Abo vom Südkurier.
Nee, der Südkurier hatte das Thema wohl tatsächlich schon letzten Samstag irgendwo aufgegriffen. Aber wer liest die schon? ^^
Dass die jetzt fröhlich so tun als hätte das allgemeine Medienecho was mit ihrer Berichterstattung zu tun, ist natürlich eher amüsant. Aber das würd ich an deren Stelle genauso machen...
Zitat: "Ach herrjeh. Ist das unlustig^^ *gähn*
Sauerstoffmangel mein Bester.
Oder doch nur ein Kind von Traurigkeit?
Ich bin Konstanzer und bin auch in der Lage den Fehler zu erkennen, ... wenn ich es mir genau anschaue. Ich hätte es nicht bemerkt.
Und genau da sehe ich das Problem. Hier wird zu viel Gehirnleistung für etwas verschwendet, was so viel Aufmerksamkeit nicht braucht.
Ich kann Euch Blogger nicht verstehen. Wenn sich keiner der Verantwortung stellt, heißt es immer "na toll ... keiner will's gewesen sein".
Und wenn mal endlich jemand den Mut hat öffentlich und offensiv die Verantwortung zu übernehmen,
wird er wegen einfacher Formalien, wie Rechtschreibfehler angegriffen.
Ich finde das Verhalten von Herrn Wörnle vorbildlich.
"Wer Fehler nicht eingesteht, kann auch nicht aus ihnen lernen. Und wer nicht lernt, ist keine Mensch"
Unbek. Autor
Ich wars- mir ist der Fehler schon vor Wochen, als die ersten Plakate in Konstanz hingen, aufgefallen.
Als ich wegen einer anderen Sache mit dem Redakteur sprach, gab ich ihm den Tipp. Darauf kam der erste Artikel am Samstag
@Wrzlprmft
Was soll denn bitte an
"Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover" falsch sein?
Vermissen wir ein "t"? Wohl zu viele Kekse gefuttert ... :)
Lieber Herr Wörnle! Obwohl selbst Chemiker vor dem Ende seiner Berufstätigkeit, ich finde das Plakat gelungen!
Selbst wenn die Struktur des Wassermoleküls richtig getroffen wäre, hätte man die Idee der hexagonalen Struktur in der Grafik mit dem "gequetschten Tetraederwinkel" nicht verwirklichen können. Spätestens daran hätten sich dann die ersten Besserwisser entzündet. Ich bin schon glücklich, dass die 2 in der Summenformel tiefgestellt ist und dadurch keine H zwanzig entstanden ist, wie man es selbst bei Chemikern liest. Nach vielen Jahren in diesem Beruf lernt man, mit Worthülsen wie B2B(soll heißen "Buisiness to Buisiness")umzugehen und Synergien zu schaffen, nicht etwa "Gemeinsame Energien einzubringen", sondern eine Hälfte einzusparen und die Arbeit von zwei Schultern auf eine zu verlagern.
Ich finde Ihr Statement, aus dem die Presse einen "erbosten Kommentar" gemacht hat, mutig und ehrlich. Für mich ist es noch immer überraschend, wie aus dem witzelnden Gespött der Fachleute Schlagzeilen von Nicht-Fachleuten werden.
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, da fehlt ganz viel:
"Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover"
Für den einen sind es Bindestriche, für andere die breitesten Punkte der Welt.
Und erzählen Sie mir nicht, das es umgefallene Kommata sind.
Sorry, dass, ich reich noch ein s nach.
Nicht, dass jemand nachher behauptet,der Spruch "Konstanz, die Stadt am Waser" sei von mir.
Was sollen wir denn mit "Krümelmosster"?
"Konstanz, die Stadt am Wanner"
@Hasi
Leicht verwirrt, unsere Hanni, was?
Bleib lieber bei den Pferden.
"Sorry, dass, ich reich noch ein s nach."
Was war das denn?!
Und Du willst mir Nachhilfe in Deutsch erteilen? Nein, danke.
Gottfried-Wilhelm-Leibniz hieß der also, ja? Selten so gelacht.
In Eigennamen (Schulen, Universitäten etc.) ist es erlaubt und mittlerweile durchaus üblich, sich dem Bindestrichdiktat zu widersetzen. Habe kein Problem damit. Aber bei Deiner Zeichensetzung (s.o.) solltest Du lieber dabei bleiben, überschüssige Kommata in Bindestriche umzuwandeln.
Nein, ich finde sie ja nicht mißlungen, egal ob die Formel verunstaltet war oder nicht. Ist mir eh schnuppe.
Das Plakat blieb mir seit Mai in Erinnerung. Das werde ich im Dezember von der Bundestagswahlkampfplakaten nicht behaupten können.
Die Plakatgestaltung ist damit hervorragend gelungen und bewiesen,ein Fehler richtig eingesetzt=100% Erfolg
Nun werd ich auch mal nach Konstant fahren :-)
Das Bild, das wohl Strukturformeln symbolisieren soll, ist zumindest in hohem Masse verwunderlich. Was sagt denn die Konstanzer Chemie dazu? Wurde sie nicht gefragt?
Aber vielleicht ist das Ganze eine hoch innovatve Idee für einen weiteren Exzellezcluster.
Ein Vorschlag für die Werbeagentur: kleine Fische des Bodensee anstelle von Strukturgebilden.
Hallo Herr Wörnle,
jetzt nicht halbherzig werden. Das Plakat hat die veröffentlichte geistige Elite Deutschlands erreicht. Ist doch ein Erfolg (für den Designer).
Und jetzt fürs Volk, nocheinmal in grösserer Auflage die Plakate verteilen, kleben - im Internet verkaufen für 4,99€ frei Haus plus Autoaufkleber.
Das ist eine Aktion und bessert Konstanz' Image auf, und lässt Fernsehen und Politiker den Weg in Uni finden. Vielleicht sieht ja dann auch ein Verantwortlicher, dass der bauliche Zustand bejammernswert ist diamitral zum geistigen Zustand.
Grüsse aus dem Hegau
Rüdiger G. Baerns
jetzt habe ich mir die diskussion tatsächlich eine halbe stunde eingefahren und schreibe nun auch noch was. und dass nur, weil ich viele der kommentare wirklich bestürzend finde. klar, die haben alle wie ich gerade nichts besseres zu tun und so, aber trotzdem: ist es nicht krass, das einigermaßen gebildete menschen sich hier ernsthaft über zig seiten hinweg mit so einem fuck auseinander setzen und sich dabei auch noch extrem viel mühe geben, sich ja nicht zu verstehen? was machen die eigentlich wenn es mal um was wichtiges geht? sich hoffentlich zusammenreißen, was? echt gestört...
Hui, da keilt aber einer richtig aus. Ruhig Brauner.
1. Trotz Hannilein vermute ich mal, dass Sie nicht der Kerkeling sind.
2. Herr Wörnle zitiert "überflüssige Symbolstrichlein", Sie "überflüssige Bindestrichlein".
Das passt doch gut zusammen. Herr Wörnle für das Visuelle und Plakative, Sie für das Verbale.
Auch ich kenne Herrn Dipl. Ing. H. Wörnle sehr gut und darum wundert mich seine Erklärung in keinster Weise. Es ist mehr als typisch für ihn zu beißen - statt zu schweigen.
Sicher ist jedoch: Schweigen will gelernt sein und das hat Herr W. in keiner seiner „Ausbildungen“ (Zimmermann-Architekt) gelernt.
Manchmal ist es besser nichts zu sagen, als nicht beweisbare Kommentare aus einem nicht vorhandenen Hut zu ziehen.
Ganz wird es also nicht vermeidbar sein, dass der Ton der auf dem Bau üblich ist, durch den Leiter der Stadtmarketing Konstanz GmbH vermieden wird.
Deshalb ist es für mich eigentlich logisch, dass weitere Versuche von Hr. W, oder seinem Ghostwriter verfassten Erklärungen, in diesem Forum folgen werden nachdem die vom Stadtmarketing veranstaltete „elitäre Oldtimerausfahrt“ heute wieder in der Stadt am Wasser endet und dadurch wieder Kapazitäten für Kommentare frei werden.
Ps: Ich berufe mich auf das Recht der Anonymität und werde meinen Namen nicht nennen.
Das von mir verfasste Einsteiger-Buch "Chemie für Ahnungslose" vom Hirzel-Verlag in Stuttgart könnte segensreich wirken, damit auch bei Designern in Zukunft die Valenzstrichformel für Wasser sitzt!
Herzliche Grüße
Katherina Standhartinger
Das ist definitv kein Hoax.
Grüße aus KOTZtanz, die Stadt der Wissenschaft...
@ michael jackson vom 30.08.2009
Recht haben Sie. Hier vertun ganz offensichtlich halbgebildete Leute ihre und die Zeit anderer Menschen.
Da hat ein chemisch nicht vorgebildeter Werbefuzzi ein Plakat entworfen und wollte Wasser irgendwie symbolisieren. Nun hat er wohl mal gehört (in der Grundschule vielleicht? ...) daß Wasser aus 2 H und einem O Atom besteht. Die hat er halt mit Strichlein aneinander gebunden. Ok chemische Darstellung nicht korrekt, aber optisch besser anzusehen. So einfach ist das...
Und hier vergeuden Hirnis kostbare Zeit. Naja können wohl sonst Nix :-(