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Was Descartes von Data (nicht) lernen könnte

13. Mai 2012, 15:43

Der Funktionalismus behauptet, dass ein Computer, der das gleiche leisten kann wie das menschliche Gehirn, diesem praktisch in jeder Hinsicht gleichen müsse, also auch Bewusstsein besitze. Der Philosoph René Descartes (1596-1650) stellte sich sogar die folgende Frage: Sind wir Menschen nicht auch mehr oder weniger „denkende Maschinen“, die lediglich aus organischen Materialien bestehen? Verfolgt man seinen mechanistischen Ansatz weiter, so würde eine Maschine mit Denkfähigkeit und Bewusstsein eine neue Spezies darstellen. Künstlich erschaffen und ohne eigene Reproduktionsfähigkeit – aber mit der Fähigkeit der Selbsterkenntnis ausgestattet.  » weiter

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Kaffeequalia und Nachbars Katze

14. April 2012, 16:27

Ich gehöre zu den Menschen die Kaffee, weil ich ihn nicht mag, wenn überhaupt, nur mit viel Zucker trinken. Und da ich neulich schon über Zucker, Evolution und Konditionierung gebloggt habe, will ich heute was über den Kaffeegenuss schreiben. Was? Ausgerechnet DU, der keinen Kaffee mag, werden einige einwenden. DAS kann ja heiter werden. Ja, das wird es und ich möchte gleich vorwegsagen,  » weiter

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Die Auferstehung des „Jesus-Gens“

07. April 2012, 15:14

Was macht eigentlich …? Und so googelte ich neulich nach einem Bekannten, einem Evolutionsgenetiker aus dem Kölner Institut für Genetik, der für seinen Postdoc nach Seattle, USA gegangen war. Direkt auf der ersten Googleseite stieß ich auf ein Paper von ihm, dass bereits von Ed Yong bei Research Blogging besprochen wurde. Darin geht es um IRGM (Immunity-related GTPase M), das „Jesus-Gen“. Jesus-Gen deshalb weil es im Laufe der Evolution der Säugetiere „gestorben“ und im gemeinsamen Vorfahren der Menschenaffen „wiederauferstanden“ ist. Aber IRGM starb nicht einfach so - es wurde ermordet.  » weiter

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Genexpression im Gehirn live beobachten!

15. März 2012, 06:19

ResearchBlogging.org

Um die Expression eines bestimmten Gens im Gehirn der Maus unter verschiedenen Bedingungen zu untersuchen, wird die Maus nach dem Experiment normalerweise getötet, um die spezifische mRNA dieses Gens aus dem Gehirn zu isolieren. Philip Liu und sein Forscherteam in Boston, Massachusetts gelang es die spezifische Genexpression im Maushirn direkt im lebenden Tier zu beobachten.  » weiter

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Es war einmal ein Paper

06. März 2012, 17:37

Es war einmal - so fangen Märchen an aber keine Paper. Das dachte ich bisher auch bis mich ein Kollege auf diese Perle aufmerksam machte.  » weiter

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Blutdiamanten und ihr geologischer Fingerabdruck

04. März 2012, 12:48

Der geologische Fingerabdruck eines Diamanten soll helfen herauszufinden, aus welcher Mine der Diamant stammt. Bisher ist es praktisch unmöglich mit geologischen und mineralogischen Methoden einen Diamanten eindeutig einer Mine zuzuordnen, das liegt daran, dass Diamanten ziemlich rein sind, eine einheitliche Struktur haben und unter ähnlichen Bedingungen entstehen. Das bedeutet auch je reiner und wertvoller ein Diamant ist, umso schwieriger ist es seine geografische Herkunft festzustellen.  » weiter

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Black History Month 2012: Frankreich und seine Befreier

28. Februar 2012, 09:10

Ich habe neulich einen tollen Dokumentarfilm aus Kamerun gesehen. Er heißt: "La France et ses liberateurs" Der kamerunische Regisseur Charles Onana hat 10 Jahre gebraucht diesen Film fertig zu stellen. In dieser Doku geht es um die afrikanischen Soldaten aus den französischen Kolonien Afrikas, die im zweiten Weltkrieg für die Befreiung Frankreichs gekämpft haben.  » weiter

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Black History Month 2012: Sharon Dodua Otoo und ihre Buchreihe Witnessed

19. Februar 2012, 13:33

Sharon Dodua Otoo ist Schwarze Britin – Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“. Sie lebt in Berlin und ist seit Jahren in der Schwarzen deutschen Community tätig. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind der Alltagsrassismus und das Empowerment.  » weiter

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Black History Month 2012: Don Cornelius R.I.P.

05. Februar 2012, 08:59

Es ist Black History Month und wie letztes Jahr, werde ich zu diesem Anlass wieder eine kleine Artikelserie bringen. Mein erster Artikel wird eine kleine Hommage an eine afroamerikanische Popkulturikone der 70er. Don Cornelius, Erfinder und Moderator der populären Musikshow Soul Train verstarb am 1. Februar diesen Jahres im Alter von 75 Jahren. Seine Sendung war damals das Karrieresprungbrett fuer schwarze Musiker: The Jackson 5, Curtis Mayfield, Gladys Knight and the Pips, the Temptations, Shalamar um nur einige zu nennen. Da sie von Beginn an als eine Tanzshow von Schwarzen für Schwarze konzipiert war, fand Cornelius am Anfang keine Sponsoren und keine Firmen die Werbung schalten wollten. Es schien wenig aussichtsreich, aber zum Glück sagten sich einige Leute aus der Entertainmentindustrie: “Lasst es uns versuchen.”

Überraschenderweise wurde die Show über die afroamerikanische Community hinaus bekannt und beliebt. Soul Train setzte Trends in Frisuren, Mode und Tanz. Wer damals nicht the robot, the whichaway, the bump, the bus stop, the hustle beherrschte brauchte sich gar nicht auf die Tanzfläche zu wagen.
Die Sendung wurde 30 Jahre lang ausgestrahlt und wurde vor allem unvergessen durch die Soul Train Line.

Was das ist möchte ich hier noch nicht verraten und nur sagen sie wurde Kult.  Ich finde selbst in Deutschland 2012 sollte man sie auf Hochzeiten, Geburtstagen, Examensfeiern, Abschlussfeiern etc. zum Pflichtprogramm machen.

Aber seht selbst.....



Soul Train Line zu "Dance with me" von Chaka Khan und Rufus

Weiterführende Links

Don Cornelius

Five Ways “Soul Train” Changed America

Last Stop! Soul Train Exhibit Opens At Smithsonian Museum



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Warum Wissenschaftler glauben müssen

22. Dezember 2011, 06:03

Wissenschaftler müssen glauben, an ihre Ideen zumindest, denn wo bliebe sonst der ganze Forschungseifer? Das Problem ist nur, dass dieses Verb mit dem Dativ verwendet wird. Ich glaube wem….. - deshalb vermutet der Wissenschaftler lieber, denn er traut keinem über den Weg und deshalb traut ihm keiner …..wenn er da fremde Gene in die Tomate bringt und behauptet für alle nur das Beste zu wollen. Nur darf man sich als Laie nicht täuschen lassen und die Vermutung als die kleine Schwester des Glaubens belächeln, denn oft hat sie viele Verehrer, die nicht wissen, ob sie eine echte Prinzessin oder ein falsches Luder ist. Während im Alltag eine Frau jenseits der 70 manchmal despektierlich als alte Schachtel bezeichnet wird, ist es in der Wissenschaft anders: Je älter sie wird, desto begehrenswerter wird sie und deshalb wächst auch das Unbehagen, wenn man immer noch nicht weiß, woran man mit ihr ist. So ging ein Raunen durch die Menge und man hörte hier und da Seufzer der Erleichterung als Andrew Wiles nach 360 Jahren die Fermatsche Vermutung, eine echte Prinzessin, nach Hause führte.

I had this very rare privilige of been able to pursue in my adult life what had been my childhood dream.

Andrew Wiles

Außerdem steckt in vermuten, dass Wort Mut und den muss man oft haben als Wissenschaftler. Man muss das Risiko in Kauf nehmen, dass die jahrelange Forschungsarbeit umsonst war, man endgültig gescheitert ist, im schlimmsten Fall dem Spott der Kollegen und der johlenden Menge ausgeliefert. Das akribisch geführte Laborbuch als Tagebuch der geplatzten Träume.

1884

10. Januar. Hydrodynamik getrieben.
11. Januar. Problem der Hydrodynamik aufgegeben
27. Januar. Über elektromagnetische Strahlen nachgedacht
13. Mai. Ausschließlich Elektrodynamik.
16. Mai. Den ganzen Tag Elektrodynamik gearbeitet.
26. Juni. Elektrodynamik bis aufs Abschreiben fertig.
3. Juli. Elektrodynamik nachgedacht.
4. Juli. Elektrodynamik immer noch ohne Erfolg.
11. Juli. Meistenteils vergeblich Elektrodynamik nachgedacht.
14. Juli. Ausschließlich Elektrodynamik getrieben.
17. Juli. In schlechter Stimmung und nichts angreifen können.
24. Juli. Unlustig zur Arbeit.
7. August. In Ries Reibungselektrizität gesehen, daß das bisher Gefundene meist schon bekannt.
16. September. Hydrodynamik wieder aufgenommen.
18. September. Wieder einmal ohne Erfolg Hydrodynamik getrieben.
24. Oktober. Wieder zur Elektrodynamik gewendet.
25. Oktober. Elektrodynamik nachgedacht.
29. Oktober. Sehr schlechte Laune.
30. Oktober. Hydrodynamisches Problem wieder angegriffen.
6. November. Heftig gerechnet an der Hydrodynamik.
7. November. Wiederum intensiv gerechnet. Abends hoffte Erfolg zu haben, aber das Result wieder nichts!
11. November. Nichts getan und ganz mutlos wegen des Mißglückens des hydrodynamischen Problems.

Aus dem Tagebuch von Heinrich Hertz

Wir sagen die Alma mater und ihre Forscher und meinen doch Mutter Courage und ihre Kinder, denn es herrscht Krieg um Geld. Andere arbeiten und werden anschließend von ihrem Arbeitgeber bezahlt, der universitäre Wissenschaftler hingegen muss oft erst einem Dritten, dem Sponsor, erklären an was er arbeiten will, damit dieser seinem Arbeitgeber Geld gibt, von dem der dann einen Teil dem Wissenschaftler gibt. Eine Ménage-à-trois  die oft nicht glücklich für den Wissenschaftler ausgeht, denn die Ausgangsbedingungen sind hier für ihn noch schlechter als beim Ultimatumspiel.

Beim Ultimatumspiel trifft ein Wohltäter trifft zwei Männer. Einem der beiden überreicht er 100 Euro mit dem Auftrag, sie nach Belieben auf sich und den zweiten Mann aufzuteilen. Dieser hat zwei Möglichkeiten: Er nimmt das Angebot des ersten an, oder er lehnt ab. Dann aber, so die Spielregel, nimmt der Wohltäter die 100 Euro wieder an sich, und keiner bekommt etwas.

Der Wissenschaftler bekommt kein Angebot, sondern muss selber nachfragen. Wenn der Wissenschaftler nach BAT bezahlt wird, hat der Arbeitgeber keine Möglichkeit dem Wissenschaftler ein faires Angebot zu machen. Das Angebot wird vornherein immer ein schlechtes sein, weil das Gehalt nie im Verhältnis zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden steht.

Wie Tarzan von Liane zu Liane hangelt sich der Forscher von befristeter Drittmittelstelle zu befristeter Drittmittelstelle, der PostDoc als König des Dschungels: „Ich bin ein Star holt mich hier raus!“ Diese prekäre berufliche Situation bereitet dem Wissenschaftler schlaflose Nächte, in denen er in seinem Kopf verschiedene Probleme wälzt, bis Folgendes geschieht:

In der dritten Nacht löscht er in sich selbst die vier Geistesgifte aus: die Begierde, das Festhalten an materiellen Dingen, die falschen Wahrnehmungen und die Unkenntnis.

Aus dem Leben des Buddhas

Sich selbst zu ändern, weil man die Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft nicht ändern kann, aber in der Wissenschaft glücklich werden möchte. Für Manche vielleicht ein Weg………

Weiterführende Links

Die Tagebücher von Heinrich Hertz



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