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Gute Gründe, wieso Wissenschaftler mit dem Bloggen beginnen sollten

03. Mai 2012, 10:55

Was in den U.S.A. schon längst gang und gäbe ist, kommt in Deutschland nur spärlich in Fahrt: Wissenschaftler die nicht nur forschen, sondern auch über ihre Arbeit und neue Forschungsergebnisse bloggen. Wenn man es richtig anstellt, kann es nur gut für die Karriere sein - Keine Frage! » weiter

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Präimplantationsdiagnostik seit heute in Ausnahmefällen erlaubt

07. Juli 2011, 17:40

Es ging wieder heiß her die letzten Tage. Die Rede kann natürlich nur von der Debatte über die gesetzliche Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) sein, deren Entscheidung heute auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages stand. Ergebnis: Sie wird in Ausnahmefällen zulässig sein. So besagt es der Gesetzesentwurf 17/5451, der von den Bundestagsabgeordneten Ulrike Flach, Peter Hintze, Dr. Carola Reimann und zahlreichen anderen eingereicht wurde und für den die Mehrheit des Bundestages abstimmte.
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Es wird immer besser

22. Juni 2011, 22:59

Eigentlich wollte ich mir ja heute einen schönen Abend machen, da der morgige Feiertag dazu einlädt, aber stattdessen bekam ich etwas sehr Irritierendes zu lesen. Ich dachte eigentlich, dass wir den ersten April schon lange hinter uns haben, aber wurde Frau Koch-Mehrin heute Nachmittag wirklich als Vollmitglied zum Forschungsausschuss des Europaparlaments berufen, wie eben hier getitelt wurde? Kümmert sie sich bald wirklich um Verbreitung und Auswertung wissenschaftlicher Erkenntnisse, obwohl ihr doch vor kurzem erst der Doktortitel wegen massiven Plagiarismus aberkannt wurde?
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SciLogs-Treffen 2011 in Deidesheim: Die wahre Geschichte

20. März 2011, 21:19

Am gestrigen Samstag wurde im Rhein-Neckar-Kreis eine erhöhte Nerdkonzentration gemessen! Zum vierten Mal fanden sich die Blogger der SciLogs traditionell im rheinland-pfälzischen Örtchen Deidesheim zusammen, um die Zukunft der SciLogs zu diskutieren. Alles fing mit einer Bahnfahrt mitten in der Nacht an, zumindest für Martin Ballaschk vom Blog "Detritus", der aus Berlin anreiste und mit dem ich bereits Morgens um 6 Uhr vor dem Treffen twitterte. Wie bei ihm, so war auch bei allen anderen die Vorfreude groß, schließlich sollte es ordentlich Wein und gutes Essen geben. Da konnte man den eigentlich Grund des Treffens leicht aus den Augen verlieren. Meine Anreise führte mich zuerst nach Mannheim, wo ich auch prompt zufällig auf Martin stieß und mit ihm zusammen den Rest der Anfahrt zurücklegte. Bereits hier wurde schon ordentlich über Wissenschaft, Forschung und über das Bloggen diskutiert.
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Ein kritischer Kommentar zum Umgang mit Japans Situation

17. März 2011, 13:35

Drüben im Blog "Graue Substanz" von Markus Dahlem gab es einen Artikelkommentar, der folgendes besagt:

Im Moment aber ist es vielleicht wichtiger, daß alle Blogger (gerade die Wissenschaftler) den Mut finden, einen Standpunkt zu beziehen, was die Lehren aus Fukushima und das kaum glaubwürdige, volatile Verhalten der Regierenden betrifft.

Wenn dies erwünscht ist, dann komme ich dem natürlich gerne nach. Ich habe mich bewusst aus dem Thema herausgehalten, da ich mich nicht wirklich als kompetent genug empfinde, die Fukushima-Situation in Japan zu besprechen. Die Argumentation des Kommentators kann ich allerdings gut nachempfinden, der genug von Experten, Ingenieuren und sonstigen Fachleuten hat. Was denken allgemein die Wissenschaftler zur derzeitigen Situation in Japan UND in Deutschland? Es wird nun politischer, als es in einem Wissenschaftsblog anzunehmen ist. Die Umstände rechtfertigen dies aber.
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Chronik einer Lächerlichkeit und Wissenschaftsethos

24. Februar 2011, 14:55

Nein, vielleicht, ja. So könnte man die Geschehnisse um zu Guttenbergs Doktorarbeit und derer Plagiatsvorwürfe der letzten Tage zusammenfassen. Am Anfang waren sie abstrus und wurden zurückgewiesen. Dann waren sie zur Hälfte wahr und Herr zu Guttenberg wollte vorrübergehend auf seinen Doktortitel verzichten. Mittlerweile aber erweisen sich die Vorwürfe gegen zu Guttenberg, er habe über 200 Stellen seiner Doktorarbeit wortwörtlich ohne Quellenangabe übernommen, als bewiesen. Nachzulesen ist dies im GuttenPlag Wiki. Nun möchte er ganz auf seinen Titel verzichten. Bricht man die Informationen auf den einfachsten Nenner hinunter, muss man sagen, der Verteidigungsminister hat die Arbeit anderer als seine eigene ausgegeben. Seine Doktorarbeit ist demnach kein komplett selbst geschriebenes Werk und verdient somit auch keinen Dissertationstitel. In der Wissenschaft nennt man so etwas Plagiarismus und wird in der Regel hart bestraft, denn bei einer wissenschaftlich verfassten Arbeit muss schriftlich immer versichert werden, dass die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen als Hilfsmittel benutzt wurden. Dies wurde hier missachtet, ob bewusst oder unbewusst ist nun die große Frage. Gelegentlich kommt es natürlich vor, dass Fußnoten nicht richtig gesetzt bzw. vergessen werden. Wenn allerdings längere Absätze in rund 200 Fällen wortwörtlich und ohne Quellenangabe übernommen wurden, so muss man von der Logik her ganz klar von einem bewussten Vorgehen sprechen, was die wissenschaftlichen Werte auf das Äußerste verletzt. Die Grundlage von Wissenschaft ist nämlich Ehrlichkeit. Der Verteidungungsminister sprach nun, hat sich entschuldigt und war wohl von seinem ergeizigen Vorhaben als Familienvater und Abgeordneter eine Doktorarbeit zu schreiben, überfordert, wie er selbst zugab. "Von einem Plagiat könne man allerdings nicht sprechen", sagte er, denn er handelte "ohne bewusstes Täuschungsvorhaben" als er Satz nach Satz aus Seminar- und Diplomarbeiten, ja aus Reiseführern und Tageszeitungen ohne Kennzeichnung übernahm. Die Universität Bayreuth, an der er die Dissertation verfasste, erkannte ihm nun völlig zurecht seinen Doktortitel ab, da nach der Promotionskommission der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Universität ein Fehlverhalten im erheblichem Ausmaß begangen wurde. Ein hartes, aber richtiges Urteil, dass Herr zu Guttenberg tief trifft, obwohl sich die Kommission in ihrer Stellungnahme noch sehr bedeckt hielt. Dennoch ist Guttenbergs Glaubwürdigkeit stark angeschlagen. Was die Gesellschaft und die Bürger nun daraus machen, müssen sie selber entscheiden. Die Kanzlerin und andere Politiker sind sich aber einig: Er muss um jeden Preis gehalten werden. Ist dies tragbar und möglich? Für die meisten Bürger Deutschlands nach den letzten Umfragen anscheinend schon.
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Die Daniel Düsentriebe der realen Welt

14. Januar 2011, 15:15

Wer kennt sie nicht: die Micky Maus-Hefte und die Geschichten von Tick, Trick und Track, Donald und Onkel Dagobert? So ziemlich jeder hat schon einmal in sie hinein geblättert und erinnert sich auch an Daniel Düsentrieb und seinem komischen Helferlein. Als Erfinder ist er die Person, die aufgesucht wird, falls man mal wieder in die Vergangenheit reisen muss oder ein Gegenstand gebraucht wird, der "Wunder" vollzieht. Er ist in den Micky Maus-Heften Wissenschaftler, Erfinder und Ingenieur zugleich und der Ansprechpartner, wenn es um Wissensfragen geht. Dieses Bild eines Wissenschaftlers hat sich bestimmt in Kinderköpfen so festgesetzt. Daher, wenn man ein Problem hat, geht man einfach zu einem Erfinder der dann bis zum Abendgrauen ein Apparat entwickelt hat, der die Probleme auf einen Schlag löst. Vielleicht liegt es daran, dass manche Menschen noch im Erwachsenenalter ein verzerrtes Bild von der Wissenschaft und den darin arbeitenden Menschen haben. In der realen Welt gibt es aber keine Daniel Düsentriebe! Seinen Part übernehmen abertausende, wenn nicht millionen Wissenschaftler, die Tag aus Tag ein forschen, nachdenken und experimentieren und dies jahrelang bis dabei überhaupt etwas bei rumkommt.
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Naturwissenschaft als Bewusstseinserweiterung

12. Januar 2011, 12:32

Wir Menschen leben in einer Welt in der wir die Sachen danach beurteilen, was sie darstellen. Ich sehe etwa ein rotes Auto und denke mir "ah ja, ein rotes Auto...müsste mal wieder gewaschen werden" oder etwa ein Flugzeug fliegt über mir hinweg und ich registriere "oha, da ist wieder so einer dieser Jumbos unterwegs, die so viel Lärm machen". Wir sehen etwas und nehmen es so hin, weil es so für uns normal ist. So machen es viele Menschen, aber durchaus nicht alle: Sieht z.B. ein Physiker das selbe rote Auto, so denkt er sich vielleicht "da, wieder so ein scheusslich dreckiger Ferrari, dessen Farbe ich mit der Wellenlänge von 620 nm gerade wahrnehmen muss". Anders ausgedrückt, auch er sieht rot! Ein Ingenieur beispielsweise sieht den gleichen Jumbo-Jet vorrüberfliegen, denkt sich dabei aber "einfach erstaunlich, wie so ein schweres Ding durch den Bernoulli-Effekt einen Auftrieb erzeugen und fliegen kann, wenn mein Opa das noch sehen könnte...". Je nachdem, zu welchem Schlag von Person man gehört, denkt man anders über verschiedenste Sachen.
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