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Open Source live in der Krebsforschung

29. Oktober 2011, 16:49

Es ist in Mode gekommen sich für Open Source auszusprechen und auch ich bin einer, der das Prinzip dahinter unterstützt: Forschungsergebnisse für Jedermann öffentlich zu machen. Wie sinnvoll das für die Gesellschaft sein kann, kann man im exzellenten Vortrag vom Krebsforscher Jay Bradner sehen. Er und seine Arbeitsgruppe haben ein Molekül entwickelt, welches sich nach ersten Untersuchungen als ziemlich erfolgsversprechend in der Behandlung von NUT-Mittellinien-Karzinomen erwies. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Kreberkrankung für die es im Moment noch keine richtige Behandlung gibt, umso wichtiger ist es also, die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben. Und was macht man da am besten? Statt dass Jay Bradner sich mit dem Molekül alleine auseinandersetzt, wie es Wissenschaftler eigentlich machen, wenn sie etwas Neues entwickeln, macht er ein Crowd-Sourcing-Projekt daraus und lässt weltweit über 70 weitere Laboratorien an der Erforschung des Moleküls teilhaben. Jeder hat Zugang zum Molekül und zu den Daten. Am Ende wurden sie zusammengetragen und ja, diese Open Source-Krebsforschung hat in diesem Fall wirklich etwas gebracht. Seht selber...
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"Schulmedizin" und Naturheilkunde in der GEO

24. August 2011, 21:12

Ein Krebspatient muss in erster Linie körperlich geheilt werden, sich bei der Behandlung aber auch noch gut aufgehoben fühlen, damit die Heilung so unterstützt wird. Es ist kein Geheimnis: Bei einer Chemotherapie muss die Psychologie des Patienten mitspielen. Wieso? Eine Chemotherapie zieht sich über Monate harter Einzelsitzungen in denen Patienten Gift in die Venen verabreicht bekommen, um so entartete Zellen zum Absterben zu bringen. Das geht auf die Psyche und zehrt an den Nerven, da das Gift neben den bösen Krebszellen auch gesunde Zellen wie Blut- oder Immunzellen abtötet und es durchaus vorkommt, dass man nach einer gewissen Zeit erst einmal einige Therapiezyklen aussetzen muss, damit sich der Körper von der bisherigen Vergiftung erholen kann, um so für die nächste Sitzung bereit zu sein. Diese Zeit ist für den Krebspatienten sicherlich nicht einfach, da man diese ganze "Scheisse" einfach nur noch hinter sich bringen möchte, es aber nicht kann, weil der Körper nicht mitspielt. An dieser Stelle müssen Patienten psychologisch betreut und unterstützt werden, damit sie nicht aufgeben, schließlich ist Krebs keine Krankheit, die mal eben schnell geheilt werden kann und schon garnicht sanft. Es ist ein harter Kampf der auch psychologisch geführt werden muss, nicht zuletzt da immer wieder Chemotherapien abgebrochen werden, weil Patienten die seelischen Qualen nicht mehr ertragen können und die körperlichen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Abgeschlagenheit schon garnicht. Jeder kann nachvollziehen, dass es einen Menschen psychisch nicht wirklich gut gehen kann, wenn er durch die Chemotherapie seine Haare verliert, sich wohlmöglich hässlich findet und so aussieht als ob er schon Tage nicht mehr geschlafen hat. Auf der Strasse erntet er mehr Blicke als gewöhnlich und seine soziale Interaktion verändert sich dramatisch. Nicht selten kommt es vor, dass wegen solchen Gründen eine Therapie abgebrochen wird.
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Das hässliche Vieh ist entziffert

06. Juli 2011, 20:21

Das Erbgut eines der schönsten Tiere weltweit - des Nacktmulls - ist sequenziert worden und liegt den Wissenschaftlern nun komplett für weitere Forschungszwecke vor. Ich frage mich: Wieso erst jetzt?
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Gehirn kaputt dank Chemotherapie

17. Juni 2011, 20:09

Medikamente die während einer Chemotherapie verabreicht werden, nennt man Zytostatika und sie bewirken als Zellgifte, dass Krebszellen nach einer gewissen Behandlungszeit anfangen abzusterben. Dabei greifen diese Wirkstoffe in den Stoffwechsel- und in die Zellteilungsvorgänge ein, die nicht nur in den malignen Zellen stattfinden, sondern sie können auch gesunde Zellen des Körpers schädigen, die sie über das Blut erreichen. Aus diesem Grund können bei einer Chemotherapie so viele Nebeneffekte wie Haarausfall, Erschöpfung, Übelkeit, Blutarmut oder auch ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeprägt werden. Die meisten dieser Symptome verabschieden sich nach Beendigung der Chemotherapie allerdings wieder, manche können aber für den Rest des Lebens bleiben oder sich gar erst Jahre später nach Therapie äußern. Beispiele dafür wären Unfruchtbakeit, Zweittumore, Depression, Lungenemphyseme oder gar ein sogenanntes "Chemobrain", welches bei mir auf der krasse-Langzeiteffekte-von-Chemotherapien-Liste ganz oben steht.
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Heute ist Weltnichtrauchertag - Rauchen ist Scheisse!

31. Mai 2011, 11:12

Jedem sollte heutzutage bekannt sein, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist und die Entstehung von Krebs fördert, zich Trillionen Studien beweisen dies! Ganz offensichtlich ist der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs, da in Deutschland bei Männern neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen sind. Aber nicht nur das, auch die Entstehung anderer Krebsarten konnten mit dem Rauchen bereits in Zusammenhang gebracht werden. Dazu gehören fast alle Kopf-Hals-Tumoren, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, das Leberkarzinom, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Blasenkrebs und Harnleiterkarzinom, das Nierenzellkarzinom und myeloische Leukämien. Das hört sich für den einen oder anderen vielleicht nach ein bischen zu viel des Bösen an, aber so sieht die Realität nun mal aus, zu der ein Expertengremium der Internationalen Agentur für Krebsforschung Anfang 2010 kam. Man braucht sich aber auch nur mal die Zahlen anschauen, die weltweit erfasst wurden und besagen, dass fünf Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens sterben und laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tabakrauch für einen von zehn Todesfällen unter Erwachsenen gilt. Somit wird klar, dass auch Passivrauchen nichts Gutes ist, da Passivraucher ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen aufweisen. Raucher sollten sich daher bewusst sein, dass sie in Anwesenheit anderer Menschen sie 4.800 Stoffen aussetzen, die mit dem Rauch ausgestoßen werden. 90 davon sind krebserregend. Weitere Zahlen, die das Passivrauchen als gesundheitsschädigend einstufen und Sätze wie "stell´ dich nicht so an, das ist ja nur ein bischen Rauch" überflüssig machen, sind folgende (pro Jahr auf Deutschland zutreffend):
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F.A.Z., Krebs und Naturheilkunde

06. Mai 2011, 18:52

Ab und zu meckere ich ja mal darüber, dass in Deutschland zu wenig Wissenschaftskommunikation betrieben wird und umso mehr freue ich mich darüber, dass ich gestern die Blogs bei der F.A.Z. entdeckt habe. Ja ich weiß, für manche bin ich vielleicht sehr spät dran, aber ich habe davon gleich mal 3 Stück abonniert und zwar Planckton, Biopolitik und Tierleben. Vielleicht kann ich mit dieser Empfehlung hier ja dazu beitragen, dass wir Wissenschaftsblogger uns in Deutschland untereinander besser vernetzen. Ich habe zwar nicht alle Blogeinträge von dort durch, aber der erste Eindruck passt und ich hoffe, dass der eine oder andere von hier auch dort mal vorbeischaut. Sören, der hier bei uns in "Vom Hai gebissen" bloggt, dürfte sich beispielsweise für den F.A.Z.-Blog Tierleben interessieren. Bei Biopolitik sprang mir gleich der Eintrag über die Präimplantationsdiagnostik ins Auge, über die ich zukünftig garantiert auch nochmal schreiben werde.
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Die wichtigsten Forschungsergebnisse zu Krebs im Überblick

14. April 2011, 14:53

Fast ein Drittel des Jahres ist rum und es hat sich vieles getan in der Krebsforschung. Die wichtigsten deutschen Meldungen möchte ich hier nun widergeben. Wenn man auf den Pfeil neben der jeweiligen Meldung klickt, kommt man zum gesamten Pressetext und kann sich die Details durchlesen. Falls sich jemand wundert, wieso ich die englischen Meldungen ausgelassen habe: Das würde hier schlichtweg die Dimension sprengen!   » weiter

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Sterben heutzutage weniger Menschen an Krebs?

22. März 2011, 13:22

Der Krebsinformationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg bietet bei Fragen rund um Krebs eine optimale Anlaufstelle. Hier kann man sich über die verschiedenen Krebsarten informieren, die Grundlagen der Krebsentstehung nachlesen und einiges über Risikofaktoren, Vorbeugung, Früherkennung etc. erfahren. Sehr empfehlenswert! Natürlich gibt es auch viele Adressen, Links und Telefonnummern, wenn man weitergehende Fragen hat. Für den ultimativen Überblick gibt es auch eine A bis Z-Liste. Nicht zu vergessen, ist auch das Robert-Koch-Institut mit seinen Krebsregisterdaten und Informationen und Broschüren rund um diese Krankheit.
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Wie entsteht Krebs? Ein vereinfachter Blick auf die Auslöser

07. März 2011, 18:56

100 Billionen Zellen hat der erwachsene Mensch in seinem Körper und jede einzelne birgt das Risiko zu entarten und zur Krebszelle zu werden. Nun könnte man sich fast fragen, wieso dann nicht jeder Mensch an Krebs erkrankt, schließlich ist das Risiko sehr hoch. Diese Frage ist im Grunde leicht zu beantworten: Der Mensch besitzt viele Proteine, die als Wächter auf Krebsjagd gehen und geschädigte Zellen, die das Potential aufweisen zur Krebszelle zu werden, vernichten. Es kommt jetzt leider doch vor, dass jährlich ca. zwischen 400.000 und 450.000 Tausend Menschen in Deutschland an Krebs neu erkranken. Die Wächterproteine besitzen also auch ihre Grenzen. Man muss nun auf der molekularen Ebene gucken, was los ist. Wieso fallen die Wächterproteine in bestimmten Fällen aus? Wieso werden so viele Mutationen in einer Zelle angehäuft, so dass sie entartet? Wieso wird diese geschädigte Zelle dann nicht vernichtet?
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Cytogenetik und die Genetik von Krebs: Methoden und Errungenschaften

20. Januar 2011, 15:52

Mittlerweile weiß man, dass Veränderungen in den Genen oder auf der Ebene von Chromosomen zu Krebs führen können und das diese beiden Einflüsse auf der genetischen Ebene die Hauptursache für ein Tumorwachstum sind. Als man sich aber vor circa 50 Jahren das Ziel in der Wissenschaft gesetzt hatte Chromosomenabnormalitäten zu charakterisieren und mit Krebs in Verbindung zu bringen, hatte man sich einiges vorgenommen. Das Sammeln von Daten und deren Auswertung lassen aber heute zurückblickend den Wissenschaftszweig der Cytogenetik - der Erforschung der Chromosomen - als erfolgreich etabliert gelten. Gene und Genmutationen, die auf bestimmten Bereichen der Chromosomen liegen und vorkommen können, sind mittlerweile identifiziert worden und gelten als Auslöser bestimmter Krebsarten. Dieses Wissen über die genetischen Veränderungen trägt dazu bei, dass Therapien entworfen und entwickelt werden können, womit man den Krebs bekämpfen kann. Man kann ihn jedoch nicht immer heilen und es lässt sich durch den jetzigen Wissensstand sagen, dass er niemals auszurotten sein wird. Schliesslich handelt es sich hierbei nicht um ein Virus das eliminiert werden kann, wie es bei dem Pockenvirus der Fall war, sondern es sind Mutationen in Genen und in Chromosomen und unser Erbgut kann man nicht eliminieren. Man kann es nur behandeln.
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