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Wie eine andere Revolution in der Medizin aussehen könnte

26. August 2011, 19:20

Mal wieder wird diskutiert, ob in der Medizin nicht nur hinreichend auf das körperliche, sondern auch auf das seelische Wohl des Patienten eingegangen wird. Dies geschieht derzeit im aktuellen Heft der GEO mit der Titelstory "Die neue Heilkunst" als auch in zahlreichen Blogs (hier, hier und hier), die sich mit diesem Artikel auseinandersetzen. Immer wieder stehen hier die beiden Gesundheitssysteme "Schulmedizin" und Alternativmedizin (Im GEO-Artikel auch als Naturheilkunde bezeichnet, wobei Alternativmedizin eben nicht gleich Naturheilkunde ist. In diesem Artikel setze ich aber aus Übersichtsgründen, wie die Autorin in der GEO auch, Alternativmedizin und Naturheilkunde gleich) im Fokus. So kann man in der GEO z.B. folgendes nachlesen:
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"Schulmedizin" und Naturheilkunde in der GEO

24. August 2011, 21:12

Ein Krebspatient muss in erster Linie körperlich geheilt werden, sich bei der Behandlung aber auch noch gut aufgehoben fühlen, damit die Heilung so unterstützt wird. Es ist kein Geheimnis: Bei einer Chemotherapie muss die Psychologie des Patienten mitspielen. Wieso? Eine Chemotherapie zieht sich über Monate harter Einzelsitzungen in denen Patienten Gift in die Venen verabreicht bekommen, um so entartete Zellen zum Absterben zu bringen. Das geht auf die Psyche und zehrt an den Nerven, da das Gift neben den bösen Krebszellen auch gesunde Zellen wie Blut- oder Immunzellen abtötet und es durchaus vorkommt, dass man nach einer gewissen Zeit erst einmal einige Therapiezyklen aussetzen muss, damit sich der Körper von der bisherigen Vergiftung erholen kann, um so für die nächste Sitzung bereit zu sein. Diese Zeit ist für den Krebspatienten sicherlich nicht einfach, da man diese ganze "Scheisse" einfach nur noch hinter sich bringen möchte, es aber nicht kann, weil der Körper nicht mitspielt. An dieser Stelle müssen Patienten psychologisch betreut und unterstützt werden, damit sie nicht aufgeben, schließlich ist Krebs keine Krankheit, die mal eben schnell geheilt werden kann und schon garnicht sanft. Es ist ein harter Kampf der auch psychologisch geführt werden muss, nicht zuletzt da immer wieder Chemotherapien abgebrochen werden, weil Patienten die seelischen Qualen nicht mehr ertragen können und die körperlichen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Abgeschlagenheit schon garnicht. Jeder kann nachvollziehen, dass es einen Menschen psychisch nicht wirklich gut gehen kann, wenn er durch die Chemotherapie seine Haare verliert, sich wohlmöglich hässlich findet und so aussieht als ob er schon Tage nicht mehr geschlafen hat. Auf der Strasse erntet er mehr Blicke als gewöhnlich und seine soziale Interaktion verändert sich dramatisch. Nicht selten kommt es vor, dass wegen solchen Gründen eine Therapie abgebrochen wird.
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Teste dein medizinisches Wissen

22. August 2011, 13:00

In der Public Library of Science - einem Open Access-Journal für biomedizinische Forschung - gibt es ein paar nette Fragebögen namens "Test your Knowledge: Ten Questions about..." mit denen man versuchen kann Fragen rund um Diabetes, Demenz, Schlaganfall, Influenza und Co. zu beantworten. Eine nette Idee wie ich finde, da mit den Fragebögen gleich die Antworten mitgeliefert werden und man so durchaus Sachen erfahren kann, die man eventuell noch nicht wusste. Wer also Lust auf ein paar Quizrunden hat, der klickt auf den jeweiligen Link und dann oben rechts auf "Download PDF". Viel Spass! 
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Präimplantationsdiagnostik seit heute in Ausnahmefällen erlaubt

07. Juli 2011, 17:40

Es ging wieder heiß her die letzten Tage. Die Rede kann natürlich nur von der Debatte über die gesetzliche Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) sein, deren Entscheidung heute auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages stand. Ergebnis: Sie wird in Ausnahmefällen zulässig sein. So besagt es der Gesetzesentwurf 17/5451, der von den Bundestagsabgeordneten Ulrike Flach, Peter Hintze, Dr. Carola Reimann und zahlreichen anderen eingereicht wurde und für den die Mehrheit des Bundestages abstimmte.
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Das hässliche Vieh ist entziffert

06. Juli 2011, 20:21

Das Erbgut eines der schönsten Tiere weltweit - des Nacktmulls - ist sequenziert worden und liegt den Wissenschaftlern nun komplett für weitere Forschungszwecke vor. Ich frage mich: Wieso erst jetzt?
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Die Geschichte der Medizin: Begebt euch auf eine Zeitreise!

22. Juni 2011, 00:02

Das New England Journal of Medicine oder auch kurz NEJM genannt, ist ein wöchentlich erscheinende wissenschaftliche Zeitschrift, die sich - wie der Name schon sagt - mit Medizin beschäftigt. Sie wurde im Jahre 1812 vom US-amerikanischen Chirurgen John Collins Warren ins Leben gerufen und publiziert seitdem wichtige medizinische Studien, die der Zeitschrift zu ihrem heutigen Renommee verhalfen.
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Gehirn kaputt dank Chemotherapie

17. Juni 2011, 20:09

Medikamente die während einer Chemotherapie verabreicht werden, nennt man Zytostatika und sie bewirken als Zellgifte, dass Krebszellen nach einer gewissen Behandlungszeit anfangen abzusterben. Dabei greifen diese Wirkstoffe in den Stoffwechsel- und in die Zellteilungsvorgänge ein, die nicht nur in den malignen Zellen stattfinden, sondern sie können auch gesunde Zellen des Körpers schädigen, die sie über das Blut erreichen. Aus diesem Grund können bei einer Chemotherapie so viele Nebeneffekte wie Haarausfall, Erschöpfung, Übelkeit, Blutarmut oder auch ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeprägt werden. Die meisten dieser Symptome verabschieden sich nach Beendigung der Chemotherapie allerdings wieder, manche können aber für den Rest des Lebens bleiben oder sich gar erst Jahre später nach Therapie äußern. Beispiele dafür wären Unfruchtbakeit, Zweittumore, Depression, Lungenemphyseme oder gar ein sogenanntes "Chemobrain", welches bei mir auf der krasse-Langzeiteffekte-von-Chemotherapien-Liste ganz oben steht.
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Heute ist Weltnichtrauchertag - Rauchen ist Scheisse!

31. Mai 2011, 11:12

Jedem sollte heutzutage bekannt sein, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist und die Entstehung von Krebs fördert, zich Trillionen Studien beweisen dies! Ganz offensichtlich ist der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs, da in Deutschland bei Männern neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen sind. Aber nicht nur das, auch die Entstehung anderer Krebsarten konnten mit dem Rauchen bereits in Zusammenhang gebracht werden. Dazu gehören fast alle Kopf-Hals-Tumoren, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, das Leberkarzinom, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Blasenkrebs und Harnleiterkarzinom, das Nierenzellkarzinom und myeloische Leukämien. Das hört sich für den einen oder anderen vielleicht nach ein bischen zu viel des Bösen an, aber so sieht die Realität nun mal aus, zu der ein Expertengremium der Internationalen Agentur für Krebsforschung Anfang 2010 kam. Man braucht sich aber auch nur mal die Zahlen anschauen, die weltweit erfasst wurden und besagen, dass fünf Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens sterben und laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tabakrauch für einen von zehn Todesfällen unter Erwachsenen gilt. Somit wird klar, dass auch Passivrauchen nichts Gutes ist, da Passivraucher ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen aufweisen. Raucher sollten sich daher bewusst sein, dass sie in Anwesenheit anderer Menschen sie 4.800 Stoffen aussetzen, die mit dem Rauch ausgestoßen werden. 90 davon sind krebserregend. Weitere Zahlen, die das Passivrauchen als gesundheitsschädigend einstufen und Sätze wie "stell´ dich nicht so an, das ist ja nur ein bischen Rauch" überflüssig machen, sind folgende (pro Jahr auf Deutschland zutreffend):
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Fakten und Behandlungsmöglichkeiten zum EHEC-Serotypen O104

27. Mai 2011, 16:43

Die Infektion mit den enterohämorrhagischen Escherichia coli-Bakterium (EHEC) hat mittlerweile die 700er Grenze überschritten und Analysen und Fahndungen nach der Infektionsquelle gehen auf Hochtouren weiter, da man nicht alles auf die spanischen Gurken schieben kann. Man muss wissen, wo genau sich diese Gurken den EHEC eingefangen haben und noch wichtiger ist eigentlich wieso. Bis das nicht geklärt ist, können andere Lebensmittel als Infektionsquelle schlichtweg nicht ausgeschlossen werden, da sie ebenfalls mit EHEC in Kontakt gekommen sein könnten. Während sich Spanier und Deutsche im Moment also gegenseitig Vorwürfe machen und den Ball zuspielen, sich Landwirte als Beschuldigte fühlen und Gemüse-Großhändler angeblich riesen Verluste machen, breitet sich die Infektion länderübergreifend aus. Währenddessen sitzen in deutschen Labors Wissenschaftler, die das Genom des derzeit grassierenden Serotyps O104 sequenzieren, um so eventuelle Mutationen im Genom aufdecken zu können, die den Stamm so aggressiv machen könnten. Eine Sequenzierung würde aber auch helfen, die Entwicklung eines Schnelltests voranzutreiben. Er soll eine zuverlässige Diagnose des Bakteriums gewährleisten und muss die Oberflächenproteine (O) der Bakterien und die der Geißeln (H) charakterisieren, womit sie sich u.a. fortbewegen und an Darmzellen anheften, können. Auf diese Weise können potenziell infizierte Menschen schneller und zuverlässiger behandelt werden. 
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EHEC-Ausbruchstamm identifiziert (Update)

26. Mai 2011, 13:09

Im Konsiliarlabor des Robert Koch-Instituts (RKI) am Institut für Hygiene der Universitätsklinik Münster konnte gestern Abend endlich der genaue Bakterienstamm identifiziert werden, der derzeit für den Ausbruch des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) verantwortlich ist. Es handelt sich nicht um einen neuen, sondern um einen "altbewährten" Stamm des Serotyps O104 (er besitzt also spezielle Oberflächenproteine), der hier auch als HUSEC 41 bekannt ist und zu den 42 bereits bekannten EHEC-Typen, die seit 1996 bisher in Deutschland kursierten, zählt. Seit 2007 sind in Deutschland zu den 42 Stämmen keine weiteren dazugekommen, weswegen man bisher bei der Aggresivität des Infektionsverlaufes daran dachte, man hätte es mit einem neuen Stamm zu tun, was sich ja jetzt als falsch herausgestellt hat. Das Genom des derzeit kursierenden Stammes wurde bisher noch nicht komplett entschlüsselt und so muss man weiterhin darauf warten, ob es nicht doch noch signifikante Mutationen aufweist, die den bisher unauffällig in Erscheinung getretenen Stamm so aggresiv machen. Solche Untersuchungen laufen aber schon, ebenso wie die Entwicklung eines Schnelltests, der bei Patienten bzw. Verdachtsfällen eine schnelle Bestätigung der neuen Erregervariante bieten soll.
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Geschrieben in Medizin , Virologie & Infektionsbiologie | 3 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


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