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Das hässliche Vieh ist entziffert

06. Juli 2011, 20:21

Das Erbgut eines der schönsten Tiere weltweit - des Nacktmulls - ist sequenziert worden und liegt den Wissenschaftlern nun komplett für weitere Forschungszwecke vor. Ich frage mich: Wieso erst jetzt?
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Geschrieben in Molekularbiologie , Medizin , Krebs | 3 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


MicroRNAs und ihre Rolle in der Krebsentstehung

30. Oktober 2010, 14:16

MicroRNAs (kurz: miRNAs) sind kleine regulatorische Moleküle in unserem Körper, die an der Abschaltung von Genen auf verschiedenen Ebenen beteiligt sind. Sie werden derzeit sehr intensiv erforscht, weswegen noch nicht allzuviel über ihre Entstehung und über ihren Wirkmechanismus bekannt ist. Hier möchte ich trotzdem ein paar Sachen, die man eben doch schon weiß, erläutern.

Die Gene, durch die diese miRNAs entstehen, findet man in fragilen chromosomalen Regionen. Dabei handelt es sich um Regionen im Erbgut, die einer erhöhten Anfälligkeit an DNA-Schäden unterliegen. Häufig handelt es sich beim Vorliegen solcher Schäden um Brüche oder Lücken in der DNA, weswegen die richtige Anordnung der Gene in dieser Region gestört ist. Wird ein Gen abgelesen, dass eine miRNA zur Folge hat, dann entsteht als allererstes ein Primärtranskript, das aus ca. 65-70 Bauteilen (den sogenannten Basen) besteht. Diese Bauteile können miteinander wechselwirken, wodurch eine charakteristische Haarnadelstruktur entsteht. Dieses Primärtranskript wird nun in unseren Zellen weiter verarbeitet, wobei das fertige Endprodukt ein miRNA-Doppelstrang mit ca. 21-23 Bauteilen Länge ist.  » weiter

Geschrieben in Molekularbiologie , Krebs , RNA-Biologie | 3 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Stummschalten von Genen: Die RNA-Interferenz

03. Oktober 2010, 15:20

Die Chalkon-Sythase ist an der Pigmentierung von Petunien beteiligt und war 1990 der Ansatzpunkt für einige Forscher, der zur Entdeckung der RNA-Interferenz (RNAi) führte. Wissenschaftler rund um C. Napoli versuchten durch Einbringen eines Gens in Petunien, dessen Blütenfarbe zu verstärken. Überraschenderweise verstärkte sich diese nicht, sondern die nachkommenden Pflanzengenerationen waren vielfarbig oder gar weiß. Ein überraschendes Ergebniss, das mit dem Abwehrmechanismus der Pflanze zu erklären ist: Diese schaltete nicht nur das fremde eingebrachte Gen ab, sondern ebenfalls die pflanzeneigenen Gene, die mit der Pigmentsynthese zu tun hatten. Ein paar Jahre später 1998 wurde dieses Phänomen auch im Modellorganismus C. elegans - ein Fadenwurm - beobachtet. Heute weiss man, dass dieser Mechanismus des Gen-Ausschaltens ein alter Selbstverteiduigungsmechanismus ist, um Infektionen durch RNA-Viren oder Transposons abzuwehren und ebenfalls in Säugern vorkommt. » weiter

Geschrieben in Molekularbiologie , RNA-Biologie | 2 Kommentare | 1 Trackbacks | Permalink


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