MicroRNAs und ihre Rolle in der Krebsentstehung
MicroRNAs (kurz: miRNAs) sind kleine regulatorische Moleküle in unserem Körper, die an der Abschaltung von Genen auf verschiedenen Ebenen beteiligt sind. Sie werden derzeit sehr intensiv erforscht, weswegen noch nicht allzuviel über ihre Entstehung und über ihren Wirkmechanismus bekannt ist. Hier möchte ich trotzdem ein paar Sachen, die man eben doch schon weiß, erläutern.
Die Gene, durch die diese miRNAs entstehen, findet man in fragilen chromosomalen Regionen. Dabei handelt es sich um Regionen im Erbgut, die einer erhöhten Anfälligkeit an DNA-Schäden unterliegen. Häufig handelt es sich beim Vorliegen solcher Schäden um Brüche oder Lücken in der DNA, weswegen die richtige Anordnung der Gene in dieser Region gestört ist. Wird ein Gen abgelesen, dass eine miRNA zur Folge hat, dann entsteht als allererstes ein Primärtranskript, das aus ca. 65-70 Bauteilen (den sogenannten Basen) besteht. Diese Bauteile können miteinander wechselwirken, wodurch eine charakteristische Haarnadelstruktur entsteht. Dieses Primärtranskript wird nun in unseren Zellen weiter verarbeitet, wobei das fertige Endprodukt ein miRNA-Doppelstrang mit ca. 21-23 Bauteilen Länge ist.
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