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Fakten und Behandlungsmöglichkeiten zum EHEC-Serotypen O104

27. Mai 2011, 16:43

Die Infektion mit den enterohämorrhagischen Escherichia coli-Bakterium (EHEC) hat mittlerweile die 700er Grenze überschritten und Analysen und Fahndungen nach der Infektionsquelle gehen auf Hochtouren weiter, da man nicht alles auf die spanischen Gurken schieben kann. Man muss wissen, wo genau sich diese Gurken den EHEC eingefangen haben und noch wichtiger ist eigentlich wieso. Bis das nicht geklärt ist, können andere Lebensmittel als Infektionsquelle schlichtweg nicht ausgeschlossen werden, da sie ebenfalls mit EHEC in Kontakt gekommen sein könnten. Während sich Spanier und Deutsche im Moment also gegenseitig Vorwürfe machen und den Ball zuspielen, sich Landwirte als Beschuldigte fühlen und Gemüse-Großhändler angeblich riesen Verluste machen, breitet sich die Infektion länderübergreifend aus. Währenddessen sitzen in deutschen Labors Wissenschaftler, die das Genom des derzeit grassierenden Serotyps O104 sequenzieren, um so eventuelle Mutationen im Genom aufdecken zu können, die den Stamm so aggressiv machen könnten. Eine Sequenzierung würde aber auch helfen, die Entwicklung eines Schnelltests voranzutreiben. Er soll eine zuverlässige Diagnose des Bakteriums gewährleisten und muss die Oberflächenproteine (O) der Bakterien und die der Geißeln (H) charakterisieren, womit sie sich u.a. fortbewegen und an Darmzellen anheften, können. Auf diese Weise können potenziell infizierte Menschen schneller und zuverlässiger behandelt werden. 
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EHEC-Ausbruchstamm identifiziert (Update)

26. Mai 2011, 13:09

Im Konsiliarlabor des Robert Koch-Instituts (RKI) am Institut für Hygiene der Universitätsklinik Münster konnte gestern Abend endlich der genaue Bakterienstamm identifiziert werden, der derzeit für den Ausbruch des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) verantwortlich ist. Es handelt sich nicht um einen neuen, sondern um einen "altbewährten" Stamm des Serotyps O104 (er besitzt also spezielle Oberflächenproteine), der hier auch als HUSEC 41 bekannt ist und zu den 42 bereits bekannten EHEC-Typen, die seit 1996 bisher in Deutschland kursierten, zählt. Seit 2007 sind in Deutschland zu den 42 Stämmen keine weiteren dazugekommen, weswegen man bisher bei der Aggresivität des Infektionsverlaufes daran dachte, man hätte es mit einem neuen Stamm zu tun, was sich ja jetzt als falsch herausgestellt hat. Das Genom des derzeit kursierenden Stammes wurde bisher noch nicht komplett entschlüsselt und so muss man weiterhin darauf warten, ob es nicht doch noch signifikante Mutationen aufweist, die den bisher unauffällig in Erscheinung getretenen Stamm so aggresiv machen. Solche Untersuchungen laufen aber schon, ebenso wie die Entwicklung eines Schnelltests, der bei Patienten bzw. Verdachtsfällen eine schnelle Bestätigung der neuen Erregervariante bieten soll.
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Informationen zum derzeitigen gefährlichen Durchfallerreger EHEC (Update)

25. Mai 2011, 14:02

Was man über enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterien (EHEC) und über das durch sie verursachte hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) wissen muss, hat Lars hier schon gut zusammengefasst. Zurzeit ist die Infektionsquelle leider noch unbekannt, wird aber von einem Team des Robert-Koch-Instituts in Hamburg gesucht, da dort bisher die meisten HUS-Fälle gemeldet wurden. Man sollte wissen, dass solche Bakterien natürlicherweise im Darm von Wiederkäuern vorkommen und über Kot auf den Menschen übertragen werden können. Normalerweise werden in Deutschland jährlich rund 900 Infektionen durch die EHEC-Bakterien gemeldet, um so verwunderlicher ist es also, dass derzeit so viele Infektionen auf einmal auftreten, die Zahl der schweren Verläufe der Krankheit zudem sehr ungewöhnlich und die Altersgruppen untypisch sind. Grund dafür könnte ein neuer Serotyp des Bakteriums sein, der durch eine Mutation des Erbguts zustande gekommen sein könnte. Genauere Analysen und Untersuchungen muss man jedoch abwarten. Bis dahin sollte man nicht in Panik geraten und sich über dieses Thema genauer informieren. Im Folgenden habe ich mal ein paar Links zusammengestellt, wo man gute und kompetente Informationen erhält:
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Verheißungsvolle Ergebnisse aus der Aidsforschung

06. April 2011, 17:44

Infektionskrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache, wobei ein Drittel aller Todesfälle durch die "großen drei" AIDS, Malaria und Tuberkulose zustande kommen. Während Tuberkulose durch Myobakterien ausgelöst wird, wird Malaria hauptsächlich durch eine Infektion mit den einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht. Das einzige Virus, das unter diesen drei Krankheiten zu finden ist, ist das HI-Virus, welches bekannterweise das Immunschwäche-Syndrom AIDS auslösen kann. Das Virus wird in zwei Typen HIV-1 und HIV-2 unterteilt, die dann wiederum in weitere Subtypen unterteilt werden. Morphologisch lassen sich die beiden Virustypen nicht unterscheiden, da ihre Verschiedenheit nur auf ihr Erbmaterial zurückgeht. So unterscheiden sich HIV-1 und HIV-2 zu ca. 50% in der Sequenz ihres Erbguts, trotzdem können beide AIDS auslösen. Die weltweite AIDS-Pandemie wird aber zu 90% durch das Virus des Typ 1 verursacht, welches wesentlich pathogener und infektiöser als Typ 2 ist. So würde vor allem eine wirksame Therapie oder Impfschutz gegen Typ 1 vielen Menschen helfen. Vielleicht wäre es in ferner Zukunft so möglich, das HI-Virus komplett, ähnlich wie es bei dem Pockenvirus der Fall war, auszurotten. Dies klingt derzeit aber noch zu utopisch.
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HIV und AIDS: Stand der Forschung

07. Dezember 2010, 14:52

Alles fing im Herbst 1980 an als Dr. Michael Gottlieb einen bleichen und extrem dünnen Patienten untersuchte, dessen Mund überall weiße Stellen aufwies. Zudem litt der Patient unter unkontrollierten Husten und starken Schmerzen in der Lunge, woraufhin die Diagnose Pneumocystis-carinii-Pneumonie gestellt wurde. Dabei handelte es sich um eine opportunistische Lungenentzündung, die – wie man heute weiß – auftritt, wenn man unter einer Immunschwäche leidet. Kurze Zeit darauf berichtete Dr. Gottlieb im Morbidity and Mortality Weekly Report dann über eine Häufung dieser seltenen Form der Lungenentzündung, die durch den Pilz Pneumocystis jirovecii ausgelöst wird und eben hauptsächlich Patienten mit schwerwiegender Immunschwäche befällt. 1983 wurde dann zum ersten mal das HI-Virus durch Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi beschrieben, dass als sogenanntes Retrovirus das Immundefektsyndrom AIDS auslösen kann.
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Der Mensch und das Epstein-Barr-Virus

05. Dezember 2010, 16:35

Man schätzt, dass etwa 15 bis 20 Prozent aller Tumorerkrankungen des Menschen kausal mit Virusinfektionen zusammenhängen. Zur Tumorbildung und Entstehung des Krebses kommt es allerdings nicht direkt nach der Infektion mit solch einem Virus, sondern es handelt sich um einen aufbauenden und langsamen Prozess, bei dem das Virus auch nicht immer der Alleinverursacher ist, sondern daran beteiligt sein kann. Die Infektion erfolgt meistens über die Schleimhäute oder über das Blut, wobei das Virus Oberflächenstrukturen von Zellen als Eintrittsschranke benutzt. Eine Tumorfördernde Virusgruppe über die ich hier jetzt sprechen möchte, sind die Herpesviren, genauer betrachtet das Epstein-Barr-Virus (abgekürzt EBV).
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