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Nano-News der Woche (1)

von Claudia Kaiser, 22. Oktober 2008, 15:28

Passend zu meinen Forschungen werde ich über den Tellerrand hinweg sehen und ab sofort hier im Blog in einem wöchentlichen Rückblick über die interessantesten News auf dem Gebiet der Nanotechnologie berichten.

Themen der letzten Woche waren:

  • Klebrige Geckofüsse, die als Vorbild für einen neuartigen Klebstoff, auf der Basis von Kohlenstofffasern im Nanometerbereich, verwendet werden. Die Wissenschaftler imitierten mit den senkrecht nebeneinander gereihten Strukturen die enorme Haftung, aber gleichzeitig einfache, schnelle und rückstandtsfreie Ablösung, die es den Geckos ermöglicht senkrecht an Gegenständen entlang zu klettern und innerhalb weniger Sekunden das 15fache an ihrer Körperlänge zurück zu legen.
  • Die Aufnahme des Nano-Fingerprint eines 2D-Kristalls. Einer Kooperation aus niederländischen, russischen, deutschen und östereichischen Wissenschaftlern ist damit ein entscheidender Schritt in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der "bottom-up"-Elektronik gelungen. Diese Technologie fügt Bauteile aus den kleinstmöglichen Einheiten der Materie zusammen und ermöglicht elektronische Bauteile in Nanometer-Dimensionen.
  • Ein entscheidender Schritt auf dem Gebiet der Anwendung im medizinischen Bereich ist Dresdner Forschern gelungen. Sie testeten in einer Studie Nanoteilchen für hyperthermischen Behandlungen in der Krebstherapie. Dazu wurden Carbon nanotubes (CNTs) mit magnetischen Partikel gefüllt, gezielt in Tumorgewebe transportiert und dort kontrolliert aufgeheizt. Die temperaturabhängigen Änderungen wurden durch CNTs (mit Kupferiodid gefüllt) die in der Magnetresonanz temperaturabhängige Änderungen zeigen, detektieren. Eine mögliche Anwendung ergibt sich in der kontaktlosen Temperaturmessung, so dass operative Eingriffe vermindert werden könnten.  

 



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Kommentare

  1. Martin Huhn gegen Kälte
    23.10.2008 | 10:20

    "Carbon nanotubes (CNTs) mit magnetischen Partikel gefüllt, gezielt in Tumorgewebe transportiert und dort kontrolliert aufgeheizt"

    Super! Ich lasse meinen ganzen Körper mit diesen CNTs vollpumpen und dann kann ich auch im Winter mit T-Shirt in der Kälte spazieren gehen. ;-)

  2. Claudia Kaiser gegen Kälte
    23.10.2008 | 10:23

    Nur funktioniert die kontrollierte Aufheizung im Moment nur von Außen, das bedeutet zwar kein Shirt, dafür ein riesen Steuerelement. Wie modisch man diese gestalten kann...

  3. Martin Huhn bottom-up
    23.10.2008 | 10:29

    Ich vertraue da ganz der "bottom-up"-Elektronik. Aus dem riesigen Steuerelement werden tausende kleine Steuerelemente, die mit den Stoffasern des T-Shirt feinstverwoben werden und dann klappt das wieder. :-)

    Jetz weiß ich auch, warum die bei Star Trek immer nur diese dünnen Hemden an hatten, obwohl nicht immer die Sonne schien.

    Was ist eigentlich mit dieser Nano Spritze geworden, wo die Injektion schmerzfei sein soll. Hat sich da noch was getan?

  4. Claudia Kaiser Spritze
    23.10.2008 | 10:32

    Das eine sind die technischen Ergebnisse, die oft sehr schnell erfolgreich sind. Das andere sind dann all die notwendigen Bedingungen, die bis zu einem medizinischen Einsatz erfüllt werden müssen. Und solche Studien sind (gerechterweise) langwierig und aufwendig. Die Forscher hatten damals glaub ich 2-3 Jahre mindestens bis zur Markteinführung angegeben.

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