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Unterschätzte Gesundheitsgefahr durch Holzrauch

08. Februar 2012, 22:32

Winterzeit ist ja bekanntlich Kaminzeit, besonders wenn es draußen so kalt ist wie im Moment. Und da der Trend nicht nur hierzulande zu Feuerstelle und Holzpellet-Ofen geht, ist es an der Zeit, mal auf die unterschätzen Gefahren von Holzöfen hinzuweisen. Der Rauch von brennendem Holz ist nämlich weitaus gesundheitsschädlicher als die Abgase der meisten anderen Brennstoffe.

Der Mensch wärmt sich seit hunderttausenden von Jahren an offenen Feuern, aber daraus kann man natürlich nicht folgern, dass man den Siff gefahrlos einatmen könnte. Holz neigt dank seiner kompakten Struktur dazu, unvollständig zu verbrennen, besonders in offenen Feuerstellen, und dabei entstehen haufenweise unerfreuliche Substanzen» weiter

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Wie der Klimawandel Schokolade teuer macht

25. Januar 2012, 12:10

Letzten September erschien eine Studie, die ein für dieses Thema ungewöhnliches Presseecho hervorrief -sie kommt zu dem Schluss, dass etwa die Hälfte der Weltproduktion an Kakao durch den Klimawandel bedroht ist. Schokolade könnte langfristig auch bei uns wieder ein teures Luxusgut werden.

Die Landwirtschaft in Ghana und der Elfenbeinküste interessiert hierzulande eigentlich nur Spezialisten. Im Fall der im September 2011 erschienenen Agrarstudie liegt die Sache jedoch anders - es geht um um Kakao und darum, dass der Schokoladenrohstoff in Zukunft dank des Klimawandels knapp werden könnte - ein Horrorszenario.[1]

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Die Studie stammt vom Centro Internacional de Agricultura Tropical (CIAT), das über die CGIAR von den Industrieländern finanziert wird und der Landwirtschaft in tropischen Ländern wissenschaftliche Expertise zur Verfügung stellt, und befasst sich mit den Bedingungen für die Kakaokultur in Westafrika. Da Ghana und die Elfenbeinküste etwa die Hälfte der weltweiten Kakaoproduktion bestreiten, betrifft das Ergebnis der Untersuchung nicht nur die Region, sondern die globale Schokoladenwirtschaft. » weiter

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Bricht der Vulkan Laacher See 2012 aus?

02. Januar 2012, 18:38

Ich muss mich mal mit dem Unfug befassen, der gerade im Netz über den Laacher See verbreitet wird. Der Laacher See nimmt die Caldera eines Vulkans ein, der vor knapp 13000 Jahren das letzte Mal ausgebrochen ist und es innerhalb der nächsten paar tausend Jahre wohl auch wieder tun wird, wie Vulkane das halt so machen.

Nun haben wir ja jetzt gerade das Weltuntergangsjahr 2012 und dürfen uns auf tonnenweise hirnrissige Katastrophenszenarien in allen möglichen Medien freuen. Die Daily Mail macht heute den Anfang und schreibt, der Laacher See stünde kurz vor einem Ausbruch. Das Blatt bezeichnet die Caldera als Supervulkan und behauptet, er würde regelmäßig alle zehn- bis zwölftausend Jahre ausbrechen. Demnach sei der nächste Ausbruch überfällig und könne im Prinzip schon morgen passieren und ganz Europa unter Asche begraben.  » weiter

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Die komplizierte Geschichte des Großen Sterbens

25. September 2011, 15:30

Die rätselhaftesten Episoden in der Geschichte des Lebens sind die Massensterben, die den Planeten in regelmäßigen Abständen heimgesucht haben. Das größte derartige Ereignis fand vor 251 Millionen Jahren statt, und seine Ausmaße waren kataklysmisch: Über 90 Prozent allen Meereslebens starb aus und mit ihm ein kaum geringerer Anteil aller Lebewesen an Land.

ResearchBlogging.orgPaläontologen nennen diese Episode das Große Sterben. Doch es gibt keine geologisch einzigartige Katastrophe, die diesen globalen Untergang zu jener Zeit schlüssig erklären könnte - die fossilen Hinterlassenschaften zeigen eine erstaunlich komplexe ökologische Krise am Übergang vom Perm zur Trias. Mit Hilfe der geologischen Spuren können wir nun ein ungefähres Bild dessen zeichnen, was damals auf der Erde geschah.  » weiter

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Wo sind die radioaktiven Stoffe aus Fukushima gelandet?

28. August 2011, 23:09

ResearchBlogging.org Beim Reaktorunglück von Fukushima sind beträchtliche Mengen radioaktives Material in Form von Staub und Dampf die Atmosphäre gelangt - doch wo sind sie gelandet? Radioaktiver Staub, Gase und Aerosole driften mit dem Wind, lagern sich mit der Zeit ab oder werden vom Regen ausgewaschen. Prinzipiell kann man berechnen wie die Luftströmungen und das Wetter während des Unglücks den Fallout verteilt haben, indem man ein kleinräumiges Klimamodell mit dem Ausstoß radioaktiver Stoffe füttert.

Deswegen haben japanische Forscher nach dem Unglück ein Transportmodell entworfen, das die betroffene Landfläche samt Tokio komplett erfasst und beschreibt, wie sich die gesundheitlich bedeutendsten Radionuklide - Cäsium-137 und Jod-131 - nach dem Unglück verteilt haben. Demnach sind 13 Prozent des insgesamt ausgestoßenen Iods und 22 Prozent des Cäsiums in Japan auf dem Land niedergegangen, davon je etwa zwei Drittel in der Präfektur Fukushima. Weitere 10-20 Prozent landeten im Pazifik, etwa 60 Prozent verließen den Simulationsbereich, überwiegend Richtung Osten.  » weiter

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Von Massensterben und schleichendem Rückzug

07. Januar 2011, 08:16

Also, es gibt ja diese Sorte B-Movies, die ungefähr so anfangen: In irgendeiner Kleinstadt in den USA fallen plötzlich hunderte Vögel tot zu Boden. Dann sterben in einem Fluss in der Nähe alle Fische. Und während sich noch alle wundern, werden plötzlich überall tote Fische und Krabben an die Küste gespült, und auf der ganzen Welt fallen Vogelschwärme tot vom Himmel. Meistens muss dann im weiteren Verlauf die Welt gerettet werden.

In der Wirklichkeit ist es meistens umgekehrt: Spektakuläre Massensterben sind bei näherer Betrachtung gar nicht so ungewöhnlich, während die wirklich gravierenden Probleme auf leisen Sohlen daherkommen. Zwischen den Meldungen von fotogen (und geruchsintensiv) abgenippelten Schwarmtieren berichteten einige Medien weitgehend unbeachtet vom schleichenden Untergang anderer Lebensformen: In Nordamerika nämlich gehen die Populationen vieler Hummelarten deutlich zurück. Und das ist im Einklang mit globalen Trends, die uns mehr Sorgen machen sollten als ein paar tausend tote Wirbeltiere.  » weiter

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Blick in eine trockene Zukunft

17. November 2010, 00:18

Ich neige ja dazu, Klima- und Ressourcenthemen eher pessimistisch zu sehen. Allerdings hat kürzlich ein Herr Aiguo Dai vom National Center for Atmospheric Research einen kleinen Review über Dürre und Klimawandel (pdf) publiziert, der mich wie einen sonnigen Optimisten dastehen lässt.

Dass der Klimawandel mehr Trockenheit bringt ist keine wirklich neue Erkenntnis, aber wie bald und wie schlimm, das war bisher immer die Frage. Einige Effekte sehen wir jetzt schon, in Australien, im Mittelmeerraum, am Amazonas, aber was laut Dai schon in den nächsten zwei, drei Jahrzehnten auf uns zukommt, ist alarmierend. Denn wenn die präsentierten Modelle ungefähr richtig liegen... Aber seht selbst.


Szenario nach Dai für die Dekade ab 2090. Negative Werte stehen für Trockenheit relativ zum jeweiligen regionalen Normal des 20. Jahrhunderts (die Legendenbeschriftung ist in dem Punkt leider irreführend). Bild: UCAR

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Unterwegs

26. Oktober 2010, 11:03

Ich arbeite gerade an einem etwas umfangreicher recherchierten Artikel über die momentan besonders seltenen Seltenen Erden. Damit ihr euch in der Zwischenzeit nicht langweilt, habe ich außerdem bei Frau Jekylla im Blog einen Gastbeitrag verfasst, in dem ihr nachlesen könnt, wo ich mich letzten Sonntag so herumgetrieben habe.



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Das Chikungunya-Fieber kommt nach Mitteleuropa

05. Oktober 2010, 21:43

Es wird mal wieder Zeit, dass ich über scheußliche Krankheiten schreibe – da passt es gut, dass eine davon gerade an unsere Haustür klopft. Das Chikungunya-Fieber, eigentlich in Afrika, Asien und Indien beheimatet, ist in Frankreich angekommen. Ihren Namen hat die Krankheit von ihrem charakteristischsten Symptom, der gebeugten Haltung der Kranken, verursacht durch schwere Gelenk- und Gliederschmerzen. Ansonsten ist der Effekt vergleichbar mit dem Dengue-Fieber. Es gibt übrigens kein Mittel gegen Chikungunya – man behandelt die Symptome, bis die Infektion von alleine weggeht.

Es gibt ein paar gute Gründe, sich über das tropische Fieber Gedanken zu machen. Der aktuelle Ausbruch in Frankreich ist schon das zweite Mal, dass das Virus in Europa von Mensch zu Mensch übertragen wird statt wie üblich mit Fernreisenden ins Land zu kommen. Überträger des Virus ist die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus, die vor 30 Jahren in Europa ankam und sich seither langsam ausbreitet. Im Fokus der blutsaugerischen Landnahme steht Deutschland. Und ihr blinder Passagier, das Chikungunya-Virus, hat vor ein paar Jahren gezeigt, dass es mehr drauf hat als nur Gliederschmerzen.

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Der Indus sucht sich sein neues, altes Bett

11. September 2010, 23:05

Die Flutkatastrophe in Pakistan ist zwar aus der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend verschwunden, doch die Lage ist weiterhin ernst. Die Wassermassen sind kurz davor, einen Teil der Provinz Sindh in eine riesige Flussinsel zu verwandeln. Nördlich des Sperrwerks Sukkur haben die Fluten das Westufer des Flusstales durchbrochen und sich einen neuen Kanal gesucht, der weit nach Westen ausgreift und im Manchhar-See endet, im Satellitenbild links unten.


Bild: NASA, MODIS. Gefunden bei FishOutOfWater/DKos

Der wiederum ist nur durch eine schmale Landbrücke vom Indus getrennt. Steigt das Wasser noch einen halben Meter, fließt der Manchhar-See in den Indus und vervollständigt den neuen Flussarm. Dadurch wäre mit dem Indus-Highway eine der wichtigsten Schnellstraßen der Region unterbrochen, vier Städte hätten plötzlich keine Landverbindung mehr zum Rest Pakistans.  » weiter

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