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Von einem der herzog, das Land zu verändern

02. September 2010, 08:08

13 Jahre nach seiner „Ruck-Rede: Roman Herzog erhält Lennart-Bernadotte-Medaille

„Ich erwarte eine Informations- und Wissensgesellschaft. Das ist die Vision einer Gesellschaft, die jedem die Chance einräumt, an der Wissensrevolution unserer Zeit teilzuhaben. Das heißt: bereit zum lebenslangen Lernen zu sein, den Willen zu haben, im weltweiten Wettbewerb um Wissen in der ersten Liga mitzuspielen.“ » weiter

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Optimale Grundlagenforschung. Oder: Nicht in Programme, in Köpfe investieren!

27. Februar 2009, 10:55

Kann man als Wissenschaftler irgendwo auf der Welt genau das tun, was man eigentlich möchte: Wissen allein aus Neugierde schaffen? Ohne den Zwang, verwertbare Ergebnisse hervorbringen zu müssen, Produkte zu entwickeln, Antworten auf vorgegebene Fragen zu finden?

Gestern Nachmittag war ich auf Einladung der Deutschen Gesellschaft der Freunde des Weizmann-Instituts zu Gast in Weinheim. Im dortigen Hermannshof sprach der Präsident des Weizmann-Instituts, Prof. Daniel Zajfman. Sein Vortrag hatte den etwas platitüdenhaften Titel „The Business of Science. Building a Better World“ – enthielt aber dafür umso mehr gute Gedankenanstöße, wie man Wissenschaftlern optimale Bedingungen für ihre Arbeit schafft. » weiter

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Interdisziplinäre Wissenschaft

16. Januar 2009, 18:16

Im Anschluss an den letzten Beitrag möchte ich heute ein paar Eindrücke von dem Symposium „Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften. Expertisen für das 21. Jahrhundert“ geben, das vorgestern in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zu Ende ging. Die Tagung hätte auch gut unter einer Überschrift wie „Interdisziplinäre Wissenschaft – Ziele, Probleme, Erfahrungsberichte“ firmieren können. Denn zahlreiche Vorträge und Diskussionen kreisten weniger um die Geisteswissenschaften und ihre "Schlüsselthemen" als solche, als um die Beiträge, welche Geisteswissenschaftler im Zusammenspiel mit Kollegen anderer Fächer leisten oder leisten könnten – angefangen bei Themen wie „Autonomie" und "Willensfreiheit“ bis hin zur Entwicklung von Landkarten für Handys und andere mobile Endgeräte.  » weiter

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EWP-Premiere naht

26. September 2008, 14:42

Die Vorbereitung der ersten Sitzung des Europäischen Wissenschaftsparlaments befindet sich in der Schlussphase. Die Idee hinter dem etwas hochtrabend klingenden Namen und dem gemeinsamen Konzept der RWTH und der Stadt Aachen liest sich gut: Forscher, Wirtschaftsvertreter, Politiker sowie NGOler diskutieren (auf Englisch) alle zwei Jahre eine bedeutende wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit – und zwar nicht exklusiv unter ihresgleichen, sondern gemeinsam mit engagierten Bürgern aus der ganzen EU: Schülern, Studenten, Hausmännern, Rentnerinnen... » weiter

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Die Bologna-Chance

30. August 2008, 13:42

Vorgestern brachte die FAZ auf ihrer Seite „Forschung und Lehre“ ein schönes Plädoyer für mehr Interdisziplinarität. Unter der Überschrift „Gesucht sind zwei Kulturen in einem Verstand“ brach Manfred Laubichler, Professor an der Arizona State University, eine Lanze für die Integration wissenschaftshistorischer Module in die neuen naturwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge, wie sie derzeit im Zuge des Bologna-Prozesses neu in Deutschland konzipiert werden (müssen).  » weiter

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Hans-Ferdinand Angel: Beten im Tomographen

15. Mai 2008, 18:30

Hans-Ferdinand Angel ist Religionspädagoge mit Faible für die Naturwissenschaften – und somit ein höchst interessanter Gesprächspartner in der Guten Stube. Hier beschreibt er heute sehr persönlich, wie antike Philosophie, moderne Religionskritik sowie die Naturwissenschaften seinen Weg vom 10-jährigen Schüler in einem süddeutschen Benediktinerkloster zum Professor für Religionspädagogik an der Universität Graz prägten.

Als Theologe macht sich Hans-Ferdinand Angel nachhaltig für den Dialog mit Biologie und Hirnforschung stark. So verfasste er für Gehirn&Geist einen Artikel zur „Neurotheologie“ (freies pdf). Heute nimmt Prof. Angel als Diskutant bei dem von Mitblogger Michael Blume veranstalteten Workshop „Evolution der Religionen“ teil. Seinem Beitrag für die Gute Stube entnehmen wir, dass er skeptisch ist, ob komplexe – etwa religiöse – Erfahrungen einer naturwissenschaftlichen Erforschung unter Laborbedingungen überhaupt zugänglich sind. Wenn das kein Stoff für rege Diskussion ist! Herzlich willkommen, Herr Angel! » weiter

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Ein Abend mit Eric Kandel

19. April 2008, 09:37

Es war eine Sternstunde, eine intellektuelle – und eine menschliche. Gestern abend sprach Nobelpreisträger Eric Kandel beim Neuroforum Frankfurt der gemeinnützigen Hertie-Stiftung über die zeitgleiche Entdeckung des Unbewussten in Psychoanalyse, Literatur und Kunst im Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Kandel, der im Alter von 8 Jahren vor den Nazis geflohene Wiener Jude, strebte als junger Mann in den USA, seiner neuen Heimat, zunächst selbst eine Karriere als Psychoanalytiker an. In freien Worten, gestützt durch einige sympathisch schlicht gehaltene, ganz offensichtlich „selbstgestrickte“ Powerpoint-Charts, berichtete er zunächst über den Werdegang Sigmund Freuds. Ein für mich neuer Aspekt dabei: Obwohl Freud so viel über sie arbeitete, habe er über quasi keinerlei persönliche Anschauung über die Sexualität der Frau verfügt. » weiter

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Expertenrunden nach Musil

04. Februar 2008, 13:14

Bis heute ist mir diese Textstelle im Gedächtnis geblieben, über die ich während meiner Promotion mehrfach meditierte – subtile Ironie von Feinsten. Es geht um eine Passage in Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" (kurz: MoE), auf die ich vor ein paar Tagen bereits in anderem Zusammenhang hinwies. » weiter

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Hans J. Markowitsch: Gedächtnis – Perspektiven aus Natur- und Geisteswissenschaft

07. Januar 2008, 13:32

Das Gedächtnis beschäftigt Ägyptologen ebenso wie theoretische Informatiker – von Neuropsychologen und Kulturhistorikern ganz zu schweigen. Interdisziplinäre Gedächtnisforschung betrieb mein heutiger Gast u.a. mit dem Sozialwissenschaftler Harald Welzer, Direktor des Center for Interdiciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Mein Besucher selbst ist Professor für Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld und Direktor am dortigen Zentrum für interdisziplinäre Forschung. Über seine viel beachteten Studien berichtete Hans J. Markowitsch auch schon einmal in Gehirn&Geist (pdf). Offline bemerkte er, dass die größte Schwierigkeit beim gemeinsamen Forschen mit Vertretern anderer Disziplinen die Sprache sei. Denn was die Kollegen aus den anderen Fakultäten zum Beispiel eben unter "Gedächtnis" verstünden, sei mitunter völlig verschieden von der eigenen Lesart. Die Begriffe der Partner erst einmal verstehen zu lernen sei daher die wichtigste Voraussetzung für fächerübergreifende Projekte. Und ein erfahrungsgemäß langwieriger Prozess, der Monate oder gar Jahre in Anspruch nehme – Zeit, die womöglich der eigentlichen Forschung fehlt. Ich bat Herrn Markowitsch, seine Erfahrungen mit uns in der Guten Stube zu teilen, und freue mich, dass er der Einladung gefolgt ist! » weiter

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Der Bachelor – Chance oder Todesurteil für interdisziplinäres Denken?

09. Dezember 2007, 22:09

Im Zuge des Bologna-Prozesses werden auch in Deutschland flächendeckend Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Was der Baccalaureus Artium (B.A.) in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen leistet, ist derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen. Kritiker unken, hier werde der Trend zum Schmalspurstudium zementiert: Kürzere Ausbildungszeit, weniger nach links und rechts schauen.  » weiter

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