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"PISA" 2010 - mit Nachhilfe an die Spitze?

23. Juni 2010, 16:03

Es pisat mal wieder. Neben dem Spiel unserer Nationalmannschaft gegen Ghana dürfte die heute von der Kultusministerkonferenz in Berlin vorgestellte PISA-Nachfolgestudie Topthema des Tages in den Medien sein (pdf). Untersucht wurden die Leistungen von Neuntklässlern aller 16 Bundesländer in den Fächern Deutsch und erste Fremdsprache. Insgesamt waren 1466 Schulen beteiligt. Konkret ging es um die 5 Bereiche Lesekompetenz, Hörverständnis und Orthografie in Deutsch sowie Lese- und Hörkompetenz in Englisch bzw. Französisch. » weiter

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Joachim Schoss: An-Stifter für Menschen mit Behinderung

30. September 2009, 18:58

Joachim Schoss war früher ein anderer. BWLer, Unternehmensberater, dann selbst Unternehmer. Mit der Entwicklung von Scout24 wurde er Millionär. Ein Mann auf der Überholspur. Bis ihn vor 7 Jahren das Schicksal ereilte: in Form eines entgegenkommenden Autos - auf der Überholspur.

Als der groß aufgeschossene 95-Kilo-Mann während eines Kurzurlaubs mit einem Motorrad über die Straßen des südafrikanischen Sommers flog, scherte ein angetrunkener Fahrer auf der entgegenkommenden Fahrbahn hinter einem LKW aus und riss Schoss die rechte Körperhälfte weg. Über Wochen kämpften Ärzte um sein Leben; er hatte ein Nahtoderlebnis und ließ in den endlos langen Tagen und Nächten in wechselnden Krankenhäusern sein Leben Revue passieren. Heute sagt er, dass der schlimmste Tag seines Lebens diesem einen neuen Sinn schenkte, denn mittlerweile engagiert er sich mit seiner Stiftung MyHandicap für Menschen mit Behinderungen.  » weiter

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Demjanjuk – Hirnforschung – Schuld

12. Mai 2009, 16:38

Soll man John Demjanjuk überhaupt noch den Prozess machen, fragen sich die Menschen angesichts der Bilder von der Überführung des 89-jährigen Greises vom Münchner Flughafen in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim – eines kranken alten Mannes, an dem ein Urteil ohnehin nicht mehr vollstreckt würde?

Natürlich sollte man. Denn die Verbrechen, welche die Staatsanwaltschaft München I dem mutmaßlichen ehemaligen Aufseher des Vernichtungslagers Sobibór zur Last legt, verjähren nicht: Beihilfe zum Mord in mindestens 29.000 Fällen.

Der Fall Demjanjuk ist aber nicht nur juristisch wichtig. Er ist auch angetan, ein Schlaglicht auf die Diskussion über Schuld, Verantwortung und Willensfreiheit zu werfen, wie sie in den letzten Jahren von einigen Neurobiologen angestoßen wurde. Denn wenn die Protagonisten der Debatte Recht behielten, gäbe es in der Tat keinen Grund, diesen Prozess noch zu führen. » weiter

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Jahrzehnt des Geistes

08. Mai 2008, 16:38

Es klingt wie DAS Projekt überhaupt, das ambitionierteste aller Forschungsvorhaben: den menschlichen Geist verstehen lernen. Dazu soll ein Jahrzehnt des Geistes ausgerufen werden – und Forschungsgelder sprudeln lassen. So möchte es eine Gruppe amerikanischer Neurowissenschaftler.  » weiter

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Kreativrätsel

06. Mai 2008, 17:07

Heute mal was zum Mitmachen. Es gibt ein Spiel, dessen Name mir gerade entfallen ist, dessen Witz aber jedenfalls darin besteht, dass eine Grafik oder ein Bildausschnitt von "irgendwas" gezeigt wird – und jeder Mitspieler muss einen definitorischen Text formulieren, was auf dem Bild zu sehen sein könnte. Bildlegenden dichten sozusagen. Hinterher liest der Spielleiter alle eingereichten Texte vor (darunter auch den echten Begleittext zum Bild, der vom Spielehersteller mitgeliefert wird) – und alle müssen raten, welche vorgetragene Umschreibung wohl die richtige ist. » weiter

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"Eine deutsche Diskussion"

03. April 2008, 08:19

Wolfgang Prinz, Direktor am Leizpiger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, ist einer der bekanntesten deutschen Psychologen. Als solcher beschäftigt er sich seit Jahren auch mit den Themen Bewusstsein und Willensfreiheit. Den freien Willen vergleicht er dabei gern mit einem Einhorn: Er erscheine uns als ein gegebenes Naturding, sei aber in Wahrheit nur ein kulturelles Konstrukt. Im Rahmen einer großen Podiumsdiskussion bei den Münchner Wissenschaftstagen bat ich Prof. Prinz, den Vergleich noch einmal zu erläutern und außerdem die Relevanz der oft in der Debatte angeführten Libet-Experimente einzuschätzen. Letztere hält Prinz für überhaupt nicht aussagekräftig bei der Gretchenfrage der Hirnforschung der letzten Jahre. Warum er dennoch meint, dass es keinen freien Willen gibt, verrät er in diesem Mitschnitt.

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Julian Nida-Rümelin: Bedroht die Hirnforschung womöglich unsere humanistischen Ideale?

19. Dezember 2007, 08:12

Julian Nida-Rümelin ist heute mein Gast in der Guten Stube. Vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen, mit ihm und anderen Experten im Rahmen der Münchner Wissenschaftstage eine Podiumsdiskussion zum Thema "Bewusstsein und Willensfreiheit" zu führen. Der renommierte Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, einer breiten Öffentlichkeit auch als Kulturstaatsminister im 1. Kabinett Schröder bekannt, vertrat in der zum Bersten gefüllten Aula der LMU die Ansicht, ein reduktionistisches Menschenbild, wie es derzeit von manchen Biologen und Hirnforschern propagiert wird, berge Gefahren für unsere Demokratie und unsere humanistischen Ideale. Ich bat ihn, diesen brisanten Gedanken in der Guten Stube ein wenig zu vertiefen, und freue mich, dass er heute mein Gast ist. Herzlich willkommen im Salon der zwei Kulturen!  » weiter

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Wolfram Hogrebe: Was ist der Mensch? Wer ist der Mensch?

15. November 2007, 09:09

Mein erster Gast in der Guten Stube ist Wolfram Hogrebe. Er ist Ordinarius für Theoretische Philosophie an der Uni Bonn und einer der profiliertesten deutschen Philosophen. Kennen gelernt haben wir uns auf der letzten Frankfurter Buchmesse als Teilnehmer eines Podiums über Natur- und Geisteswissenschaften. Dort nahm Professor Hogrebe den eliminatorischen Reduktionismus aufs Korn – also den Versuch der Rückführung auch aller geistigen Prozesse auf reines Naturgeschehen –, der derzeit von einer Reihe prominenter Naturwissenschaftler gepredigt wird – eine Art "Wissenschaftssekte", wie Hogrebe sich in Frankfurt ausdrückte. In der Guten Stube erläutert er, warum es notwendigerweise "Verstehensgrenzen" für die naturwissenschaftliche Methodik gibt. Ein Rest, ein real unknown, bleibe bei der Erforschung des Menschen immer bestehen. Warum auch die Life Sciences nie die Geisteswissenschaften ersetzen könnten. Herzlich willkommen, Herr Hogrebe! » weiter

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