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Das schrägste Nobelpreisträger-Interview aller Zeiten (3/3)

01. Juli 2010, 14:25

Ob sie planten, irgendwann im Laufe ihrer Karriere wieder dauerhaft in ihre Heimatländer zurückzukehren, fragte Chemie-Nobelpreisträger Aaron Cichanover die Doktoranden und Postdocs im Rahmen des wohl ungewöhnlichsten Nobelpreisträger-Interviews aller Zeiten. Er selbst habe früher deutlich bessere Angebote von US-Elitehochschulen ausgeschlagen, um wieder in Israel zu arbeiten, fügte er hinzu. Aktuell belaste der Braindrain von Toptalenten vor allem die Länder Afrikas. „Wir alle sollten versuchen, die Welt weiter zu entwickeln“, so Ciechanover. Auf Inseln der Glückseligkeit zu forschen, während ringsum die Wüste liege, dürfe nicht das Motiv von Wissenschaftlern sein.  » weiter

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Das schrägste Nobelpreisträger-Interview aller Zeiten (2/3)

01. Juli 2010, 08:39

Die erste Frage des wohl ungewöhnlichsten Nobelpreisträger-Interviews aller Zeiten lautete, was aus Sicht von Nachwuchsforschern einen guten wissenschaftlichen Betreuer ausmacht. Schnell herrschte Einigkeit darüber, dass gute Betreuung vor allem Verfügbarkeit bedeutet. Sein Doktorvater, Paul Rupar (ebenfalls Nobelpreisträger) sei leider viel auf Reisen, beantworte aber jede E-Mail innerhalb von 12 Stunden, hob der junge Chemiker Evans Boney vom Caltech hervor. Ob man sich denn nicht häufig ausgenutzt fühle als Doktorand, hakten die interviewenden Laureaten nach. Sein Betreuer verstehe es zwar in der Tat bestens, Arbeit zu verteilen, so der junge Astrophysiker Baybars Kulebi aus Heidelberg. Doch sei es für ihn selbstverständlich, die Paper und Buchkapitel des Chefs zu schreiben. Das System verlange es so, ausgenutzt fühle er sich nicht. » weiter

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Das schrägste Nobelpreisträger-Interview aller Zeiten (1/3)

30. Juni 2010, 18:25

Die klügste Insel der Welt – so darf sich Lindau dieser Tage getrost nennen. 59 Nobelpreisträger der Fächer Physik, Chemie sowie Medizin/Physiologie treffen bis Samstag auf 675 handverlesene Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus der ganzen Welt. Das Programm besteht aus morgendlichen Plenarveranstaltungen in der großen Inselhalle sowie intimeren Vorträgen und Diskussionen an den Nachmittagen, die an verschiedenen Orten des idyllischen Bodensee-Städtchens stattfinden. Nirgends sonst auf der Welt dürfte der Draht für junge Talente zu den höchstdekorierten Wissenschaftlern unserer Zeit kürzer sein als hier. Das Motto lautet: 59 Nobelpreisträger – und ich. Ein Zupfen am Ärmel, und schon ist man im Gespräch. » weiter

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