SciLogs International .eu.be.es.de
scilogs Gute Stube spektrum.de

aktuelle Artikel RSS

Neurophilosophie

22. Januar 2008, 08:12

Jaja, die Hirnforschung (einmal mehr!). Ich sitze gerade an der Transkription eines Audiomitschnitts von einem Interview mit einem sehr interessanten Zeitgenossen. Das Interview wird aller Voraussicht nach in Gehirn&Geist 3/2008, also Mitte Februar, erscheinen, aber das Thema ist spannend und passt einfach so gut auch in diesen Blog der 2 Kulturen, dass ich hier eine "Vorabmeldung" bringen möchte. Oder besser gesagt eine Art Gedankenblase des Interviewers, deren Inhalt in dieser Form im verschrifteten Interview nicht zu lesen sein wird.  » weiter

Geschrieben in Zwei Kulturen | 14 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Hans J. Markowitsch: Gedächtnis – Perspektiven aus Natur- und Geisteswissenschaft

07. Januar 2008, 13:32

Das Gedächtnis beschäftigt Ägyptologen ebenso wie theoretische Informatiker – von Neuropsychologen und Kulturhistorikern ganz zu schweigen. Interdisziplinäre Gedächtnisforschung betrieb mein heutiger Gast u.a. mit dem Sozialwissenschaftler Harald Welzer, Direktor des Center for Interdiciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Mein Besucher selbst ist Professor für Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld und Direktor am dortigen Zentrum für interdisziplinäre Forschung. Über seine viel beachteten Studien berichtete Hans J. Markowitsch auch schon einmal in Gehirn&Geist (pdf). Offline bemerkte er, dass die größte Schwierigkeit beim gemeinsamen Forschen mit Vertretern anderer Disziplinen die Sprache sei. Denn was die Kollegen aus den anderen Fakultäten zum Beispiel eben unter "Gedächtnis" verstünden, sei mitunter völlig verschieden von der eigenen Lesart. Die Begriffe der Partner erst einmal verstehen zu lernen sei daher die wichtigste Voraussetzung für fächerübergreifende Projekte. Und ein erfahrungsgemäß langwieriger Prozess, der Monate oder gar Jahre in Anspruch nehme – Zeit, die womöglich der eigentlichen Forschung fehlt. Ich bat Herrn Markowitsch, seine Erfahrungen mit uns in der Guten Stube zu teilen, und freue mich, dass er der Einladung gefolgt ist! » weiter

Geschrieben in Interdisziplinarität vor Ort | 3 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Julian Nida-Rümelin: Bedroht die Hirnforschung womöglich unsere humanistischen Ideale?

19. Dezember 2007, 08:12

Julian Nida-Rümelin ist heute mein Gast in der Guten Stube. Vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen, mit ihm und anderen Experten im Rahmen der Münchner Wissenschaftstage eine Podiumsdiskussion zum Thema "Bewusstsein und Willensfreiheit" zu führen. Der renommierte Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, einer breiten Öffentlichkeit auch als Kulturstaatsminister im 1. Kabinett Schröder bekannt, vertrat in der zum Bersten gefüllten Aula der LMU die Ansicht, ein reduktionistisches Menschenbild, wie es derzeit von manchen Biologen und Hirnforschern propagiert wird, berge Gefahren für unsere Demokratie und unsere humanistischen Ideale. Ich bat ihn, diesen brisanten Gedanken in der Guten Stube ein wenig zu vertiefen, und freue mich, dass er heute mein Gast ist. Herzlich willkommen im Salon der zwei Kulturen!  » weiter

Geschrieben in Menschenbild | 17 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Der Bachelor – Chance oder Todesurteil für interdisziplinäres Denken?

09. Dezember 2007, 22:09

Im Zuge des Bologna-Prozesses werden auch in Deutschland flächendeckend Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Was der Baccalaureus Artium (B.A.) in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen leistet, ist derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen. Kritiker unken, hier werde der Trend zum Schmalspurstudium zementiert: Kürzere Ausbildungszeit, weniger nach links und rechts schauen.  » weiter

Geschrieben in Interdisziplinarität vor Ort | 7 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Michael Pauen: Streit zwischen den Kulturen? Nur zu!

26. November 2007, 09:09

Philosophie und Hirnforschung, das ist schon eine exklusive Mischung. Und eine explosive, denn hier geht's ans Eingemachte, an das, was "den Menschen ausmacht": Bewusstsein, Identität, Freiheit... Zum Zusammenhang von Neuroforschung und Philosophie hat mein heutiger Gast, Michael Pauen, 2007 ein wunderbares Buch veröffentlicht: Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes (DVA). Herr Pauen ist Professor für Philosophie des Geistes an der Humboldt-Universität Berlin und Sprecher der Berlin School of Mind and Brain. In dieser von der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderten Einrichtung forschen Mediziner, Biologen, Psychologen und Vertreter weiterer Disziplinen gemeinsam – eine interdisziplinäre Denkwerkstatt par excellence. In der Guten Stube macht sich Professor Pauen dafür stark, nicht über die Unterschiede zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu lamentieren, sondern sie als Möglichkeit fruchtbarer gegenseitiger Kritik zu nutzen. Ich freue mich sehr über Ihren Besuch, Herr Pauen! » weiter

Geschrieben in Zwei Kulturen | 3 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Papa Geisteswissenschaften

20. November 2007, 11:30

Als C.P. Snow 1959 die Debatte um die "zwei Kulturen" anstieß, stellte er den Naturwissenschaftlern die Gruppe der "literarisch Gebildeten" diametral gegenüber – ein Begriff, den deutsche Kommentatoren ohne Umschweife durch "die Geisteswissenschaftler" ersetzten.

In der Tat sind die Geisteswissenschaften eine ziemlich deutsche Errungenschaft, wenn auch durchaus mit den "humanities" des angloamerikanischen Unibetriebs vergleichbar. Ihr Erfinder ist der Philosoph und Psychologe Wilhelm Dilthey (1833-1911).  » weiter

Geschrieben in Zwei Kulturen | 10 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Wolfram Hogrebe: Was ist der Mensch? Wer ist der Mensch?

15. November 2007, 09:09

Mein erster Gast in der Guten Stube ist Wolfram Hogrebe. Er ist Ordinarius für Theoretische Philosophie an der Uni Bonn und einer der profiliertesten deutschen Philosophen. Kennen gelernt haben wir uns auf der letzten Frankfurter Buchmesse als Teilnehmer eines Podiums über Natur- und Geisteswissenschaften. Dort nahm Professor Hogrebe den eliminatorischen Reduktionismus aufs Korn – also den Versuch der Rückführung auch aller geistigen Prozesse auf reines Naturgeschehen –, der derzeit von einer Reihe prominenter Naturwissenschaftler gepredigt wird – eine Art "Wissenschaftssekte", wie Hogrebe sich in Frankfurt ausdrückte. In der Guten Stube erläutert er, warum es notwendigerweise "Verstehensgrenzen" für die naturwissenschaftliche Methodik gibt. Ein Rest, ein real unknown, bleibe bei der Erforschung des Menschen immer bestehen. Warum auch die Life Sciences nie die Geisteswissenschaften ersetzen könnten. Herzlich willkommen, Herr Hogrebe! » weiter

Geschrieben in Menschenbild | 22 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


Kein Schnee von gestern

08. November 2007, 11:45

Am 7. Mai 1959 hielt der britische Physiker und Romancier Charles Percy Snow seinen berüchtigten Vortrag über die "zwei Kulturen". Darin behauptete der Naturwissenschaftler, der in den 1930ern am ehrwürdigen Christ's College in Cambridge geforscht hatte und sich später als Schriftsteller einen Namen machte, dass wir bei der Lösung der großen Probleme der Welt – Armut, Bevölkerungsexplosion, Wettrüsten – notwendig scheitern müssten, wenn es nicht gelänge, ein massives Kommunikationsproblem zu beheben: das zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. » weiter

Geschrieben in Zwei Kulturen | 13 Kommentare | 0 Trackbacks | Permalink


«zurück   1 2 3 4 5 6 7 8 9
szmtag