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Von Cyberscience noch weit entfernt - Digitale Wissenschaftskommunikation in Deutschland

Gerd Fritz | 20. Januar 2012, 13:42

Gestern ist wieder ein Band zur digitalen Wissenschaftskommunikation erschienen, online und in Open Access:

Anita Bader, Gerd Fritz, Thomas Gloning: Digitale Wissenschaftskommunikation 2010-2011 – Eine Online-Befragung. Unter Mitarbeit von Jurgita Baranauskaite, Kerstin Engel und Sarah Rögl. URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8539/

Die hier ausgewertete Online-Befragung zur digitalen Wissenschaftskommunikation in Deutschland wurde in der Zeit vom 23.06.2010 bis 09.03.2011 durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich 1053 WissenschaftlerInnen, ein ziemlich guter Rücklauf für eine derartige Befragung. Die Auswertung und Analyse gibt Aufschluss darüber, wie unterschiedliche Gruppen von WissenschaftlerInnen digitale Formate wie Mailinglists, Blogs, digitale Rezensionsportale und Open-Peer-Review-Zeitschriften in ihrer wissenschaftlichen Praxis nutzen und wie sie das Potenzial und die tatsächlichen Nutzung dieser Formate in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen einschätzen.

Hier in Kurzform die wichtigsten Ergebnisse, von denen uns einige überraschend erscheinen. Detaillierte Zahlen gibt es im Auswertungsteil des Bandes und im Anhang. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Vortragsform gibt es hier: http://connect1.hrz.uni-giessen.de/p53682457/

  1. E-Mail hat sich als Kommunikationsmedium Nummer eins in den Wissenschaften durchgesetzt und hat das Telefon deutlich überflügelt. Das ergab sich quasi nebenbei aus den Antworten zu einer allgemeinen Frage zu genutzten Kommunikationsmedien.
  2. Eine erste Überraschung: Die von Manchen schon abgeschriebenen Mailinglists sind in ihrer Funktion als „Servicelisten“ mit Tagungsankündigungen, Stellenausschreibungen usw. weiterhin ziemlich erfolgreich, allerdings mehr im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften (73% Nutzer) als bei den Naturwissenschaften (53%). In dieser Servicefunktion sind sie sowohl für aktive als auch passive Nutzer effizient und ihre Nutzung ist wenig zeitintensiv – ein entscheidender Faktor angesichts des schmalen Zeitbudgets vieler WissenschaftlerInnen. Als Diskussionsformat spielen die Mailinglists allerdings keine bedeutende Rolle, obwohl viele von ihnen in ihren Anfängen (auch) als Diskussionsforen gedacht waren.
  3. Nutzung von Mailinglists

  4. Die Nutzung wissenschaftlicher Blogs ist praktisch zu vernachlässigen. Nur 8% der WissenschaftlerInnen unserer Stichprobe nutzen Blogs in irgendeiner Form in ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Und auch hier eine Überraschung: Die jungen WissenschaftlerInnen, DoktorandInnen und Postdocs ("digital natives"?), machen in der Nicht-Nutzung von Blogs keine Ausnahme. Das Lesen und Schreiben von Blogposts gilt bei vielen Wissenschaftlern als Zeitverschwendung, da Blogs im Ruf stehen, kein ausreichendes wissenschaftliches Niveau zu erreichen. Insbesondere gilt die aktive Teilnahme an Diskussionen oder gar Kontroversen als wenig attraktiv, weil sie zeitintensiv und im Hinblick auf die Reputation auch risikoträchtig sein kann. Auch ein Potenzial von Blogs in einer Unterhaltungs- und Identifikationsfunktion für eine Wissenschaftler-Community wird kaum gesehen. Dieser negative Befund steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu der Tatsache, dass es international durchaus ernstzunehmende Forschungsblogs gibt, beispielsweise in Disziplinen wie der Mathematik (vgl. http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8227/) oder der Meteorologie.
  5. Open Peer Review ist in den Naturwissenschaften inzwischen recht gut etabliert. Dagegen zögern die Geistes- und Kulturwissenschaften noch, dieses Modell für die Begutachtung von wissenschaftlichen Aufsätzen vor ihrer (endgültigen) Publikation anzunehmen. Die Vorteile der größeren Transparenz von Open Peer Review sehen insbesondere die jüngeren WissenschaftlerInnen. Die ProfessorInnen dagegen, die ja mehrheitlich die Gutachten zu erstellen und die öffentlichen Diskussionen mit den AutorInnen zu führen hätten, sprechen sich aus der Gutachterperspektive insgesamt nur zu 37% für die Veröffentlichung von Gutachten aus. Aus der Autorenperspektive ("Als AutorIn befürworte ich ...") sind es nur 35%, bei den Geistes- und Kulturwissenschaften sogar nur 27%. Auch hier schlägt die zeitliche Belastung dieses interaktiven Verfahrens negativ zu Buche. Darüber hinaus zweifeln viele WissenschaftlerInnen am Nutzen der zusätzlichen Veröffentlichung von Gutachten und Diskussionen vor der Publikation eines Artikels. Angesichts des Erfolgs von Open-Peer-Review-Zeitschriften wie ACP ist diese Einschätzung bemerkenswert (vgl. den Aufsatz von Ulrich Pöschl unter: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8227/)
  6. Aus der Gutachterperspektive sprechen sich nur 37% der befragten Professoren für die Veröffentlichung von Gutachten aus.

Zusammenfassend kann man sagen: Nach den Daten unserer Befragung haben Service-Formate wie Mailinglists oder auch digitale Rezensionsorgane eine relativ gute Akzeptanz. Dagegen scheint die interaktive und kollaborative Nutzung von geeigneten digitalen Formaten (Mailinglists, Blogs, Wikis) bisher noch wenig verbreitet zu sein. Dies hängt wohl primär mit der individualisierten Leistungsanerkennung in vielen Zweigen der Wissenschaft zusammen. Open Peer Review als interaktives Format spielt bisher nur in den Naturwissenschaften eine bedeutendere Rolle. Grundlegende Veränderungen der Wissenschaftspraxis, die man von der Nutzung von digitalen Formaten in der Wissenschaftskommunikation erwarten könnte, scheinen bisher in der Breite der Wissenschaften in Deutschland noch nicht eingetreten zu sein. Es fällt auf, dass es einerseits international erfolgreiche Modelle für die wissenschaftliche Nutzung digitaler Formate gibt, andererseits aber diese Formate nur zögerlich aufgenommen werden. Wir scheinen uns noch in der Frühphase eines Verbreitungsprozesses zu befinden. Von Cyberscience sind wir noch weit entfernt.



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Digitale Wissenschaftskommunikation - Potenziale und Barrieren

Gerd Fritz | 27. Juli 2011, 14:34

Zu den Aufgaben eines Forschungsblogs gehört es, über neuere Forschungen zu berichten, auch wenn es die eigenen sind. Deshalb hier ein Hinweis auf einen neuen Sammelband zum Thema „Digitale Wissenschaftskommunikation – Formate und ihre Nutzung“, der vor einigen Tagen erschienen ist, online und für jeden zugänglich: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8227/

Die Grundfrage, mit der sich die Beiträge dieses Bandes in der einen oder andern Form befassen, könnte man so formulieren: Sind wir schon im Zeitalter der digitalen Wissenschaftskommunikation angekommen? Die Beiträge behandeln neuere Entwicklungen der internen Wissenschaftskommunikation, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung von interaktiven digitalen Formaten wie Mailinglists, wissenschaftlichen Blogs, Wikis und Open-Peer-Review-Zeitschriften. Überblicksdarstellungen, detaillierte Fallstudien und Interviews mit Protagonisten der digitalen Kommunikationspraxis loten die Potenziale dieser Formate aus, sie skizzieren Nutzungsprobleme und Entwicklungstendenzen und beschreiben Formen der tatsächlichen Nutzung dieser Formate. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, wie Veränderungen der Wissenschaftskommunikation sich auf die wissenschaftliche Praxis generell auswirken.

In den ersten drei Beiträgen wird das derzeitige System von digitalen Formaten in der Wissenschaftskommunikation im Überblick beschrieben, u.a. mit Bezug auf die Entwicklungen des Web 2.0, die Entstehung von Formatvarianten und Formatkonstellationen, Fragen der Qualitätssicherung, die Möglichkeiten der kollaborativen Nutzung von digitalen Formaten sowie die Entstehung und Entwicklung von sozialen Netzwerken im Bereich der digitalen Wissenschaftskommunikation.

Es folgt eine Gruppe von Fallstudien, die sich mit der Nutzung von Mailinglists (quantitativ und im historischen Längsschnitt), dem Open-Peer-Review-Verfahren, Texttypen in Wissenschaftsblogs sowie Kontroversen in digitalen Formaten der Wissenschaftskommunikation beschäftigen. Aus der Insider-Perspektive behandelt Ulrich Pöschl, der Hauptherausgeber von „Atmospheric Chemistry and Physics“, Fragen des Open-Peer-Review-Verfahrens. Die Fallstudien zielen auf bisher kaum dokumentierte empirische Details und verstehen sich gleichzeitig als Erprobungen von methodischen Prinzipien der Kommunikationsanalyse für den Bereich digitaler Formate. Sie bieten z.T. überraschende Ergebnisse wie z.B. die Beobachtung, dass Mailinglists in bestimmten Funktionen weiterhin eine beträchtliche Vitalität zeigen.

Den Abschluss bilden Interviews mit John Baez und Urs Schreiber, den Gründern des mathematischen Gruppenblogs „The n-Category Café“, sowie mit Anatol Stefanowitsch, dem Gründer des „Bremer Sprachblogs“ und heutigen Betreiber des „Sprachlog“. Diese Interviews geben vielfältige Hinweise auf die Praxis des wissenschaftlichen Blogs und die Reflexion dieser Praxis durch die Protagonisten selbst.

Insgesamt zeigen die Untersuchungen eindrucksvoll das Potenzial dieser Formate für die Wissenschaftskommunikation, für kontroverse und kollaborative Wissensgenerierung. Auf der anderen Seite gibt es weiterhin bei vielen Wissenschaftlern Barrieren und Bedenken gegen die Nutzung digitaler Formate, insbesondere der kollaborativen Nutzung interaktiver Formate. Eine Online-Umfrage an deutschen Universitäten, deren Ergebnisse wir im Herbst publizieren, zeigt:  Die besonderen Potenziale der digitalen Formate werden in vielen Bereichen bisher nur in Ansätzen strategisch genutzt und auch nicht systematisch ausgeschöpft. Das Zeitalter der digitalen Wissenschaftskommunikation, so scheint es, hat in der Breite erst begonnen.

Übrigens: Eine einschlägige Darstellung in einem anderen Format findet sich unter: http://connect1.hrz.uni-giessen.de/p53682457/.



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Erfolgreicher Wissenschaftsblog – Texttypen im „Language Log“

Gerd Fritz | 22. Juni 2011, 21:10

Was macht einen erfolgreichen Wissenschaftsblog aus? Nun, die aktuellen Themen, die richtige Mischung von Texten unterschiedlicher Art, der lockere Tonfall und – natürlich – die zuverlässigen Verfasser von Beiträgen, die die Kontinuität sichern. Alle diese Merkmale sind beim „Language Log“ erfüllt, dem wohl international attraktivsten Linguistenblog. (Ein schöner Sprachblog in Deutschland ist auf WissensLogs natürlich wohlbekannt: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/).
    Der erste Eindruck beim Lesen des „Language Log“ ist der einer unüberschaubaren Vielfalt von Textelementen und Textvarianten, von der wissenschaftlichen Beschreibung eines sprachlichen Sachverhalts über die Kritik an einer grammatischen Auffassung, den Buchtipp und die wissenschaftshistorische Skizze bis hin zu Witzen und Nachrufen. Das Produktionsprinzip scheint zu sein: Anything goes!
    Ich wollte mir das einmal genauer anschauen und habe eine kleine Fallstudie zu den Texttypen gemacht. Diese Fallstudie erscheint in ein paar Wochen in einem Sammelband mit dem Titel „Digitale Wissenschaftskommunikation – Formate und ihre Nutzung“, online und mit Open Access. Wir werden darüber berichten. Hier schon einmal eine „sneak preview“ auf die Fallstudie.
    „Language Log“ wurde im Sommer 2003 von den Linguisten Mark Liberman, einem Phonetiker und Computerlinguisten, und Geoffrey K. Pullum, einem Grammatiker, an der Universität von Pennsylvania eingerichtet. Es handelt sich um einen Gruppenblog, d.h. neben den Initiatoren postet auch immer eine kleine Anzahl von anderen Personen, darunter recht bekannte Linguisten. Liberman und Pullum wollten „a small high-quality Internet magazine“ einrichten, genauer gesagt „a magazine devoted entirely to linguistic topics like syntax and phonetics but aimed entirely at a general non-linguistic readership”. Neben diesem Ziel, eine größere Öffentlichkeit mit linguistischen Themen und Arbeiten vertraut zu machen und damit auch Werbung für das Fach Linguistik zu machen, spielte auch ein zweites Ziel eine Rolle. Der Blog sollte es den Verfassern von Beiträgen ermöglichen „to have a place where preliminary thoughts of a not too-serious nature can be laid out and viewed by a few thousand close friends“. Vor allem sollte die Veröffentlichung schneller gehen als bei wissenschaftlichen Zeitschriften, wo es mindestens 15 Monate dauert, bis ein Beitrag das Licht der gedruckten Welt erblickt und mindestens nochmals 15 Monate, bis jemand im Druck reagiert. Das Blog-Format dagegen ist für “speed freaks”: „On “Language Log”, you can see your stuff published where everyone in the world can see it for free just 15 seconds after you write it, and you often have some feedback in 15 minutes. That’s improvement of four or five orders of magnitude. It’s scholarship on methamphetamins. Publication for speed freaks”. „Language Log“ ist in seiner Funktion nicht primär ein Forschungsblog („research blog“) wie etwa das „n-Category Café“ im Bereich der mathematischen Kategorientheorie, wohl aber ein „(sprach)wissenschaftsbasierter“ Blog, dessen Beiträge von professionellen Linguisten geschrieben und zum Teil auch von solchen gelesen und kommentiert werden.
    Wenn man sich die einzelnen Beiträge anschaut, dann lassen sich immer wiederkehrende Elemente feststellen:

  • Es wird beschrieben, wie ein Wort auf neue Art verwendet wird (z.B. das englischer Wort random),
  • es wird ein sprachlicher Zweifelsfall erklärt,
  • es wird ein Sprachnörgler kritisiert, der völlig normalen Sprachgebrauch dogmatisch ablehnt,
  • es werden Argumente vorgebracht, warum man eine bestimmte sprachliche Form ruhig verwenden kann,
  • es wird darüber geklagt, dass die USA-Bevölkerung zu wenig Grammatikkenntnisse besitzt usw.

Daneben finden wir in Texten dieses Blogs nicht selten Vorwürfe, Beschimpfungen und Äußerungen negativer Gefühle eingefügt, was für wissenschaftliche Texte sonst eher ungewöhnlich ist, aber zu dem engagierten Tonfall des Blogs beiträgt.
    Solche funktionalen Bausteine, wie wir Textstücke mit Beschreibungen, Erklärungen, Kritik, Argumentation, Klagen usw. nennen, kommen entweder als zentrales Element eines ganzen Blogposts vor – also in einem Blogpost, der im Wesentlichen aus einer Beschreibung besteht – oder in Verbindung miteinander, z.B. als Kritik plus Argumentation für diese Kritik. Man kann also unterschiedliche Texttypen danach klassifizieren, welche funktionalen Bausteine aus diesem Baukasten vorkommen, allein oder in Verbindungen. Auf diese Art und Weise kann man auch Cluster von Texttypen identifizieren, die untereinander verwandt sind, also etwa alle Texte, in denen argumentiert wird. Wenn man dieses Verfahren anwendet, kann man ein kleines Familienbild der Texttypen im Blog zeichnen, was ich am Ende dieses Posts auch tun werde.
Wie in vielen Wissenschaftsblogs dienen kleinere funktionale Elemente der Textorganisation, dem Themenmanagement und dem Wissensaufbau, beispielsweise:

  • die Eröffnung mit einem Bezug auf aktuelle Ereignisse (sehr häufig),
  • die Themenangabe in der Überschrift,
  • die Kennzeichnung eines Posts mit einem oder mehreren thematischen Tags,
  • der Querverweis auf frühere Behandlungen des Themas im Blog oder die Behandlung des Themas in anderen Blogs (mithilfe eines Links),
  • eine bibliographische Angabe (mithilfe eines Links),
  • ein ergänzender Verweis auf einschlägige Literatur (mithilfe eines Links),
  • ein Verweis auf sonstige Hintergrundinformationen (mithilfe eines Links).

Der einzelne Blogbeitrag kann beispielsweise nach folgendem Muster gebaut sein:
    Der Verfasser des Posts eröffnet mit dem Hinweis auf einen aktuellen Fund aus den Medien, der ein Beispiel für ein sprachliches Problem darstellt. Zu diesem Fund – einer Videosequenz mit einer Äußerung eines Politikers – gibt er einen Link. Der Verfasser beschreibt dann das sprachliche Problem und den gängigen Sprachgebrauch. Schließlich macht er sich über den Politiker lustig und beklagt dann die verbreitete linguistische Unkenntnis.
Derartige Muster und mannigfaltige Varianten und Erweiterungen lassen sich aus dem beschriebenen funktionalen Baukasten aufbauen.
    Mit diesem Arsenal an Handlungsmöglichkeiten können vielfältige kommunikative Aufgaben gelöst und kommunikative Bedürfnisse von Wissenschaftlern (Verfassern und Lesern) befriedigt werden, von der Information über aktuelle Diskussionen in der Wissenschaft und die Aufklärung über Probleme des Sprachgebrauchs, die Werbung für das eigene Fach und die Stärkung einer linguistischen Community bis hin zur wissenschaftsnahen Unterhaltung. In dieser Vielfalt der befriedigten Bedürfnisse liegt ein wesentlicher Grund für die Attraktivität dieses Blogs.
    Zum Abschluss also das versprochene Familienbild in Form einer kleinen Netzgraphik. Die Kanten zwischen den Knoten zeigen jeweils eine funktionale Verwandtschaft. Außenseiter, die nur durch das Thema Sprache und Sprachwissenschaft mit dem Rest verknüpft sind, haben keine solche Kante.

Texttypen

(1) Beschreibung
(2) Beschreibung/Bewertung
(3) Erklärung/Beschreibung
(4) Erklärung/Argumentation
(5) Kritik/Argumentation
(6) Kritik/Argumentation/Beschreibung
(7) Diskussion   
(8) Satire
(9) Sich-Beklagen
(10) Rezension
(11) Wissenschaftsgeschichte
(12) Persönliches Erzählen
(13) Witz
(14) Nachruf

   
Familienbild

Vielleicht war das doch alles ein wenig zu komprimiert? Hoffentlich kein Problem, denn die längere Fallstudie ist ja demnächst zugänglich. Oder war der Post zu lang? Er umfasst ca. 1000 Wörter, ist also knapp halb so lang wie der längste Post im „Language Log“ mit 1994 Wörtern.



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„science blogging“ und „research blogging“

Gerd Fritz | 06. Juni 2011, 09:46

Seit kurzem wundern sich meine Familie und meine Freunde, dass ich dauernd Geschichten aus den Naturwissenschaften erzähle – also etwa zur Evolution des Halses der Giraffen und zu ihren Schwimmfähigkeiten, zum elektrosensorischen System der Haifische, zur Bildung von Canyons, zur Verwendung von Dispergierungsmitteln bei Ölkatastrophen oder zur Beobachtung von Kometen –, während ich mich doch eigentlich auf meine Arbeiten zur Texttheorie konzentrieren sollte. Nun, die Erklärung ist einfach. Ich habe mir ein Exemplar von „The Open Laboratory 2010. The Best of Science Writing on the Web“ schicken lassen (Chapel Hill, North Carolina: Coturnix 2011) und lese das jetzt. Eine großartige Print-Sammlung von 55 Blogposts, ausgewählt aus 900 Vorschlägen und herausgegeben von Jason G. Goldman und Bora Zivkovic. Verfasser der Blogposts sind professionelle Wissenschaftsautoren und Wissenschaftsjournalisten, etablierte Wissenschaftler mit Blogpraxis und Nachwuchswissenschaftler und -blogger. Es fällt auf, dass einige Posts unter so prominenten Adressen wie „scientificamerican.com“ erschienen sind. In seinem Vorwort schreibt Bora Zivkovic einige interessante Dinge, z.B. die Feststellung „2010 was a year of upheavals and large changes in the science blogosphere“ (vii). Dazu gehörte die (verdeckte) Einrichtung eines kommerziellen Blogs durch die Firma PepsiCo auf dem ScienceBlogs Network und der darauf folgende Skandal. Aber auch sehr allgemeine Entwicklungen: „But with the growth and professionalization of science blogging, and with many science writers and journalists now blogging about science as well as publishing in mainstream press, the lines have begun to blur” (viii). Journalismus und Bloggen als Kontinuum. Ein bemerkenswerter Trend!
Dass diese Blogposts erfolgreiches (Natur-)Wissenschaftsblogging darstellen, sieht man schon daran, dass ich als Laie diese Sachen mit Interesse und ohne große Verstehensprobleme lese – ein Sprachwissenschaftler mit allgemeinen naturwissenschaftlichen Interessen und einem Sohn, der Bioinformatik studiert, das steckt natürlich an. Aber wie würde das ein Naturwissenschaftler sehen? Offensichtlich gehören diese Blogposts eher zum journalistischen Genre als zum Typ des Forschungsblogs. Natürlich sind da die Grenzen fließend. Manche Posts haben lange Literaturlisten wie ein richtiger wissenschaftlicher Aufsatz. Aber es wird mehrheitlich doch über Forschung berichtet und nicht Forschung betrieben. Diesen Genreunterschied haben vor einiger Zeit die Mathematiker, Physiker und Blogger John Baez und Urs Schreiber in einem Interview betont: Über einen anderen wissenschaftlichen Blog sagt Baez: „Anyway, that blog is nice, but they don't actually do cutting edge research on the blog. They tend to explain ideas from physics in ways that laymen can understand. So as a result their blog's much more popular than ours –“ und ergänzt: “Those other blogs are very good. They're a great way for people to learn about physics. But we're doing something a little different.” Direkt anschließend erläutert Schreiber: “Many blogs are run as a kind of magazine or newspaper. Right? As a journalist would do. You know, recording all sorts of things. But that's not what we're doing.” 
In einer Online-Umfrage unter deutschen Wissenschaftlern haben wir kürzlich nach der Nutzung von Blogs gefragt. Die Antwort war ernüchternd. Blogs werden kaum genutzt, sie gelten als Zeitverschwender. Ein ähnliches Ergebnis brachte übrigens eine Untersuchung von Harley u.a in den USA. Wo sind also die erfolgreichen „research blogs“? Sie müssten die wirklichen Bedürfnisse der Forscher befriedigen und in den normalen wissenschaftlichen Arbeitsprozess integriert sein. Wie macht man das? Jason Goldman schreibt in seinem Vorwort zum „Open Laboratory 2010”: „Naysayers and curmudgeons would triumphantly declare that blogs are dead, but they could not be more wrong“ (x). Der Mann hat sicher recht. Aber wie sieht es mit den Forschungsblogs aus?


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Ideenschnipsel – Plädoyer für Kurztexte in der Wissenschaft

Gerd Fritz | 20. Januar 2011, 21:38

Die heutige Wissenschaft scheint die mittelgroße bis große Form zu verlangen, vom 25-Seiten-Aufsatz, vielleicht im klassischen „research-article“-Format, bis zur 400-Seiten-Monographie. (Warum werden die Dissertationen immer länger?) Aber was ist mit den kleinen Ideenschnipseln, die eigentlich zu klein für ein großes Format sind, die aber zu schade zum Wegwerfen sind und vielleicht den Keim für Größeres in sich tragen? Nun, sie werden zum Aufsatz ausgewalzt oder sie verschwinden in den Fußnoten der großen Formate. Beides erscheint nicht optimal. » weiter

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Ein toller Fund

Gerd Fritz | 13. Januar 2011, 13:16

Beginne einen Blogpost damit, dass du deinen Lesern einen aktuellen, attraktiven Fund mitteilst, am besten aus den Medien, der Presse, dem Fernsehen oder dem Internet! Das ist ein guter Tipp. Beispielsweise eröffnet Mark Liberman im Language Log vom 12.01.2011 seinen Post zum Thema „Language skills and the law“ mit einem Hinweis auf einen aktuellen Zeitungsbericht über die Lage eines taubstummen Angeklagten vor Gericht. Gefühlte 66,6% der Posts in diesem Blog beginnen mit derartigen Funden.

Funde haben etwas Erfreuliches, wenn man unerwartet, durch Zufall auf etwas Interessantes stößt. Suchen ist Arbeit, Finden ist Glück. (Natürlich gibt es auch „grausige Funde“, bei Google über 100.000 Hits. Aber über die wollen wir nicht reden.) Gerade auch Wissenschaftler freuen sich über Funde und teilen sie gerne Freunden und Kollegen mit. Nicht umsonst gibt es eine Mathematiker-Online-Kolumne mit dem Namen „This Week‘s Finds“. Und schon vor hundert Jahren gab es in wissenschaftlichen Zeitschriften den Beitragstyp „Miszellen“ oder „Kleine Beiträge“, in denen kleine Entdeckungen mitgeteilt werden konnten, die für einen richtigen Aufsatz zu unbedeutend, aber zu schade zum Wegwerfen waren. Also entspricht diese Praxis in (wissenschaftlichen) Blogs offensichtlich einem tiefen Bedürfnis von Wissenschaftlern.

Ja, und jetzt kommt mein toller Fund, diesmal aus dem alten Gutenbergmedium. Ich habe ihn unter dem Weihnachtsbaum gefunden, also nicht ganz zufällig: Hans Magnus Enzensbergers neues „Album“, 2011 erschienen, aber 2010 schon unterm Weihnachtsbaum. Das „Album“ ist selbst eine Fundsammlung, eine Art Fundbüro für wunderbare kleine Texte und Abbildungen unterschiedlichster Herkunft, viele von Enzensberger selbst, andere von bekannten und (mir) unbekannten Verfassern oder Herstellern, in überraschenden und die Phantasie und das Nachdenken anregenden Konstellationen. Beispielsweise so schöne kleine Schnipsel wie „Politik ist kein Vergnügen, hat wenig damit zu tun, wie man Vorräte sammelt, sich wärmt, sich bildet oder zu Frauen kommt“ (Niklas Luhmann). Oder Lenins Lieblingslied (mit Noten, in f-Moll). Ein „Sammelsurium“, eine „ragbag“, ein „scrapbook“, eine „Wundertüte“. So der Herausgeber und Autor selbst. Und es fängt auch gleich mit einem reflexiven Fund über Funde an: „So wie die Elster mit allem, was sie findet, und sei es noch so unscheinbar, ihr Nest schmückt. Dabei holt sie gerne, was glitzert hervor. Ob Straß oder Diamant, ist ihr ziemlich gleichgültig.“ Und von dort geht’s gleich weiter zur Elsternfarbe im Parzivalprolog. Da freuen sich die Germanisten. – Aus jedem Fund könnte man einen Blogpost machen. Muss aber nicht sein. Hat noch jemand einen schönen, glitzernden Fund?



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Angst vor der Beschleunigung?

Gerd Fritz | 07. Januar 2011, 12:05

Wenn wir über die Vorzüge von Blogs, Mailinglists, Open Peer Review oder Twitter nachdenken, fällt uns schnell (!) die Beschleunigung der Abläufe ein. Wer einen Aufsatz zur Publikation bei einer Printzeitschrift einreicht, muss mindestens 15 Monate warten, bis er publiziert ist. Auf einem Blog dauert es 15 Sekunden: „On ‚Language Log', you can see your stuff published where everyone in the world can see it for free just 15 seconds after you write it, and you often have some feedback in 15 minutes. That’s improvement of four or five orders of magnitude. It’s scholarship on methamphetamins. Publication for speed freaks”. So schreiben die Betreiber des „Language Log“ Und da gibt es auch diese herrlichen Fälle, wenn ein Doktorand aus, sagen wir: Irkutsk, zu einem Problem keine Idee und auch keine Literatur hat und das auf seiner Mailinglist seinen Kollegen mitteilt. Innerhalb von 24 Stunden bekommt er 20 hochkarätige Hinweise, die ihm die Augen öffnen. Oder diese wunderbaren Momente, wenn auf einem Blog oder einer Mailinglist durch die schnelle Abfolge von Posts ein „Flow“ entsteht, wie bei einem guten Gespräch unter Kollegen in der Cafeteria. Da muss man nicht fragen, ob die Beschleunigung für die Beteiligten gut ist. » weiter

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Wechselwirkung zwischen zwei Kulturen

Henning Lobin | 09. April 2010, 10:13

Im Jahr 1959 stellte der britische Physiker und Autor C. P. Snow die These auf, dass sich die naturwissenschaftlich-technische Sphäre und die Sphäre von Geisteswissenschaften und Literatur wie zwei völlig fremde Kulturen einander gegenüberstehen. Grundlegende Kenntnisse und Auffassungen der einen Kultur würden von der anderen nicht geteilt, ja oftmals nicht einmal wahrgenommen. Die geisteswissenschaftlich-literarische Kultur präge dabei die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft – für die meisten Intellektuellen sei das Unwissen über den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik überhaupt kein Problem, aber könne man sich einen „gebildeten“ Menschen vorstellen, kein einziges Stück von Shakespeare oder Goethe zu kennen? » weiter

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Kurzbericht vom NASCH-Forum

Jan Schmirmund | 29. März 2010, 13:20

Von 22. bis 24. März 2010 fand auf Schloss Eringerfeld das erste NaSch-Forum statt. 

"NaSch" steht dabei für den Nachwuchs aus dem Förderprogramm „Schlüssel- themen der Geisteswissenschaften" der VolkswagenStiftung. Bei der dreitägigen Veranstaltung trafen sich knapp 40 Nachwuchswissenschaftler aus den Schlüsselthemen-Projekten, um über Methoden und Perspektiven in den Geisteswissenschaften zu diskutieren.

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"Googeln" für die Wissenschaft?

René König | 09. März 2010, 16:12

Die Suche im Netz hat einen Namen: Google. Der Konzern dominiert nicht nur den Suchmaschinenmarkt bei allgemeinen Webrecherchen – „Googeln“ ist auch längst Teil der wissenschaftlichen Alltagspraxis geworden. Welchen Einfluss hat dies auf Forschung und Lehre?

Mythos der „Black Box“
Google umweht ein mythenhafter Wind: In Sekundenbruchteilen gibt die Suchmaschine Antworten auf unsere meist in Form von wenigen Stichwörtern formulierten Fragen – und führt uns dabei häufig mit erstaunlicher Präzision zu den gewünschten Informationen. Doch genauso alltäglich wie diese Praxis geworden ist, so rätselhaft sind die hintergründigen Vorgänge geblieben, die zu diesen Resultaten führen. Durchschnittliche NutzerInnen wissen über die Funktionsweise der Suchmaschine meist nahezu nichts und selbst in der Fachliteratur wird Google häufig mit der Metapher der „Black Box“ mystifiziert.

„Deep Web“ – blinde Flecken der vermeintlichen Alleswisser
Entgegen dem Mythos der allwissenden Antwortmaschine hat Google (genauso wie andere Suchmaschinen) jedoch durchaus ihre blinden Flecke – und die sind nicht unwesentlich: Im sogenannten „Deep Web“ verbergen sich riesige Datenmengen, die für Suchmaschinen aus unterschiedlichsten Gründen nicht zugänglich sind. Dazu gehören auch viele wissenschaftliche Publikationen, die z. B. oftmals nicht erkannt werden können, da sie passwortgeschützt sind. 

Ranking ist Macht
Zudem greift Google durch sein Ranking von Ergebnissen massiv in den Suchvorgang ein. Untersuchungen zum Nutzungsverhalten zeigen, dass in der Regel nur die ersten Resultate Beachtung finden. Zusammen mit der Marktmacht des Konzerns führt dies dazu, dass Content-Anbieter ihre Webseiten strategisch an Google anpassen müssen. In der Privatwirtschaft wird dies im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (auch SEO – Search Engine Optimation) bereits intensiv praktiziert. In der Wissenschaft geschieht dies noch nicht in dem Maße, doch auch hier wurde unlängst ein Konzept für akademische Suchmaschinenoptimierung vorgestellt. Das zeigt, dass die Problematik der durch Google bedingten Relevanzherstellung auch in der Wissenschaft bereits erkannt wird.

Google-Relevanz vs. akademische Relevanz
Freilich sind die Relevanzkriterien für den akademischen Sektor andere als die für den alltäglichen Universalgebrauch einer Suchmaschine. Gemeinsam ist beiden Bereichen, dass sie die Relevanz von Inhalten vor allem anhand von Referenzen bestimmen: In der Wissenschaft in Form von Zitaten, bei Google in Form von Hyperlinks, die eine Webseite erhalten hat. Der eklatante Unterschied liegt auf der Hand: erstere stützen sich allein auf die Referenzen von FachkollegInnen, während Hyperlinks im Netz prinzipiell von jedem gesetzt werden können. 

Intensive Nutzung trotz Schwächen
Hinzu kommt, dass Google ohnehin viele akademische Inhalte gar nicht findet und anzeigt, so dass die hier erzeugte Relevanz keinesfalls der wissenschaftlichen Bedeutung entsprechen muss. Vor allem für den Nachwuchs ist es daher schwer, in diesem Kontext Wichtiges von Unwichtigem oder gar Falschem zu trennen. Dennoch zeigen Untersuchungen und die Erfahrung von Lehrenden immer wieder, dass Google eine beliebte Alternative zu traditionellen Angeboten zur Suche nach wissenschaftlichen Informationen darstellt. Anlässlich des von Google angedrohten Rückzugs aus China wurden kürzlich in einer Nature-Studie WissenschafterInnen zu ihrer Nutzungsweise der Suchmaschine befragt. Von den 764 Teilnehmenden gaben über 80 % an, Google für die Literaturrecherche zu nutzen – trotz der oben aufgeführten Schwächen.

Neue Lösungen und Probleme durch Spezialsuchmaschinen 
Einigen Problemen wird teilweise durch die Schaffung von Spezialsuchmaschinen begegnet. So macht Google Scholar durch Kooperationen mit Verlagen und Bibliotheken viele akademische Publikationen zugänglich, die ansonsten in den Tiefen des Webs verborgen blieben, und Google Books macht durch die Digitalisierung ganzer Bibliotheken riesige Textsammlungen zu einem Teil der Online-Welt. Dabei eröffnen sich auch zusätzliche Möglichkeiten, wie etwa die schnelle Volltextsuche oder das Zurückverfolgen und Analysieren von Zitaten. Gleichzeitig entstehen jedoch auch neue Probleme. So wird etwa die häufig mangelhafte Qualität von Metadaten kritisiert, die u. a. dazu führen kann, dass Dokumente falsch bewertet und somit im Ranking unangemessen hoch oder niedrig positioniert werden können. Auch wendeten sich viele AutorInnen und Verlage gegen die Digitalisierung und (wenn auch nur auszugsweise) Bereitstellung ihrer urheberrechtlich geschützten Werke. Vielfach begegnet man zudem der teilweise monopolartigen Marktmacht des Konzerns und seiner exzessiven Speicherung von Nutzungsdaten mit Skepsis und Ablehnung. 

Wissenschaft und Google bleiben voneinander abhängig
Doch ein Ende des Erfolgs der Angebote – allen voran der Universalsuchmaschine Google – ist weder im Allgemeinen, noch im Wissenschaftssystem, in Sicht. So muss sich die Wissenschaft auch weiter mit Google auseinandersetzen und auch der Konzern ist auf die Kooperation mit akademischen Partnern angewiesen, wenn er seinem Ziel, so die Selbstbeschreibung auf der Google-Webseite, „(…) die auf der Welt vorhandenen Informationen zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen“, erfüllen will. 


Ein Mini-Assessment zu Google, Google Scholar und Google Books im Rahmen des Projekts Interactive Science wird demnächst hier veröffentlicht.  

Eine Version dieses Textes erscheint auch im Newsletter des ITA.


 



 

 



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