Kurzbericht vom NASCH-Forum
Von 22. bis 24. März 2010 fand auf Schloss Eringerfeld das erste NaSch-Forum statt.
"NaSch" steht dabei für den Nachwuchs aus dem Förderprogramm „Schlüssel- themen der Geisteswissenschaften" der VolkswagenStiftung. Bei der dreitägigen Veranstaltung trafen sich knapp 40 Nachwuchswissenschaftler aus den Schlüsselthemen-Projekten, um über Methoden und Perspektiven in den Geisteswissenschaften zu diskutieren.
Teilnehmer des Nasch-Forums (Foto: Nasch)
Aufgrund der grundsätzlich interdisziplinär aufgestellten Projekte, haben auch (und gerade) die Nachwuchswissenschaftler dieser Förderlinie der VW-Stiftung die Möglichkeit, sich während der Projektarbeit mit anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinenan an einer konkreten Forschungsfrage abzuarbeiten. Dass dies nicht nur eine spannende Arbeit sein kann, sondern die beteiligten Mitarbeiter der unterschiedlichen Disziplinen auch vor einige Herausforderungen stellt, liegt auf der Hand und ist einer der Gründe dafür, dass sich die Mehrheit des wissenschaftlichen Nachwuchses vor etwas mehr als einem Jahr am Rande des Statussymposiums der Schlüsselthemen-Projekte in Berlin für das Stattfinden eines gemeinsamen Treffens ausgesprochen hat.
Der methodische Austausch zwischen den Disziplinen war daher ein Schwerpunkt des Forums. In Modul 3 wurde zunächst in Kurzvorträgen aus den Reihen der Nachwuchswissenschaftler der Frage nachgegangen „Was ist eine Methode in meiner Disziplin“. Anschließend wurde anhand eines kurz vorgestellten Beispielgegenstandes in disziplinären (und damit projektübergreifenden) Kleingruppen spezifische methodische Herangehensweisen entwickelt und dann im Plenum vorgestellt und diskutiert. Ziel des Moduls war es, das Verständnis für die jeweils fachfremden methodischen Herangehensweisen zu verbessern und den Nutzen anderer Disziplinen für die eigene Arbeit besser einschätzen zu können.
Das Thema interdisziplinäres Arbeiten wurde noch ein weiteres Mal im Workshop von Stephan Schleim zum Thema „Disziplinäre Grenzen überwinden“ sowie im Modul „Evaluationder Arbeit in den Schlüsselthemen-Projekten“ aufgegriffen. Bei letzterem hatten die Teilnehmer die Chance, sich über die konkreten Arbeitsbedingungen in den Projekten auszutauschen, und dabei vor allem Probleme innerhalb der eigenen Projektarbeit anzusprechen und Verbesserungsvorschläge zu machen.
Natürlich besteht wissenschaftliche Arbeit nicht nur aus der Anwendung von Forschungsmethoden sondern auch (und zu einem nicht unerheblichen Teil) aus ganz profanen Aufgaben wie Projektmanagement oder der Organisation von Veranstaltungen, weswegen zu diesen Themen Workshops von Monika Rieger bzw. Jana Bressem und Silva Ladewig statt fanden.
Neben Fragen die mehr oder weniger mit der laufenden Projektarbeit der jungen Wissenschafter zu tun haben, ging es auf Schloss Eringerfeld auch um berufliche Perspektiven für frisch promovierte Geisteswissenschaftler (die meisten Teilnehmer des Forums sind gerade dabei zu promovieren oder haben diese Phase kürzlich abgeschlossen). Neben einem Workshop von Ellen Fricke zum Thema „Karriereplanung“ hatten die Teilnehmer insbesondere beim Vortragsmodul „Promotion und dann“ die Möglichkeit sich über Fördermöglichkeiten für ihre weiteren Forschungsvorhaben zu informieren. So stellten Vera Szöllosi-Brenig (VolkswagenStiftung), Sabine Gieske (BMBF) und Anja Buckow (DFG) die Fördervarianten ihrer Institutionen vor.
In weiteren Modulen erzählten hochkarätige Gastredner von ihren eigenen Karrierewegen und gaben dem Nachwuchs wertvolle Tipps. Von Henning Lobin und Gerhard Lauer wurden im Modul "WISSENschaffen in den Wissenschaften" aktuelle Entwicklungen internet basierten Arbeitens in den Geisteswissensschaften vorgestellt
Stephan Schleim hat dankenswerter Weise nebenan in den Brainlogs bereits einen ausführlichen Bericht mit Schwerpunkt auf den Vortragsmodulen verfasst, sodass ich mir hier unnötige Redundanz ersparen kann.

Orgateam (v.l.) Nicole Schmiade, Jan Schmirmund, Anita Bader (mit Jaron), Isabell Stamm, Daniel Kersting. Foto: Alexander Bader
Bleibt mir noch, mich im Namen des gesamten Orga-Teams (bestehend aus Anita Bader, Nicole Schmiade, Isabell Stamm, Daniel Kersting und meiner Wenigkeit) bei allen Teilnehmern (für die super Atmosphäre), den Referenten (für anregende und lehrreiche Vorträge und Workshops), der VolkswagenStiftung (für die Finanzierung), dem ZMI (für organisatorischen support) und auch dem Team von Schloss Eringerfeld (für eine sehr zuvorkommende Behandlung) herzlich zu bedanken und mich ansonsten der Vorfreude auf eine baldige Wiederholung hinzugeben.
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