KlimaLounge Highlights 2010
Auch dieses Jahr blicken wir kurz auf einige Highlights des vergangenen KlimaLounge-Jahres zurück. Von den 33 im Jahr 2010 publizierten Artikeln haben immerhin fünf die magische Grenze von 10.000 Lesern übersprungen. Am meisten gelesen wurde unsere Replik auf den unsäglichen "Wolkenschieber"-Artikel im SPIEGEL. Auch der thematisch verwandte SPIEGEL vs. ZEIT Beitrag war unter unseren Top 5. Ein anderes Topthema waren die (angeblichen) Fehler im IPCC-Bericht. Wir waren wohl weltweit die ersten, die den Vorwürfen gegen den Weltklimarat auf den Grund gegangen sind und feststellen mussten, dass sie zumeist frei erfunden waren. Die meisten klassischen Medien sind erst etliche Monate und fünf Untersuchungsberichte später auch zu dieser Einsicht gelangt (siehe Climategate: ein Jahr danach). Das hohe Interesse an diesen Themen zeigt die wichtige Funktion von Wissenschaftsblogs als Korrektiv für den Unfug, der (neben vielen seriösen Berichten) zuweilen in den Medien zirkuliert.
Ein Hit dieser Art war auch die Jahrtausendwinter-Ente: sie steht ja auch aktuell noch auf Platz 1 der meistgelesenen Artikel aus den 25 Wissenslogs. Die meisten unserer Artikel tauchen in dieser Hitliste auf (aktuell sind acht KlimaLounge-Artikel darunter). Aber nicht alle: das Thema Klima garantiert nicht automatisch viele Leser, sondern die Leserzahl schwankt je nach Artikel um mehr als einen Faktor zwanzig. Im Dezember haben wir insgesamt die Zahl von einer halben Million Seitenaufrufe überschritten und damit all unsere Erwartungen übertroffen.
Elfenbeinturm? Der Große Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg. (© S.R.)
In diesem Jahr konnten wir auch die Auflösung der Klimawette präsentieren - die Klimawette war einer der meistgelesenen und in den Medien zitierten Artikel des ersten KlimaLounge-Jahres, der inzwischen die Marke von 20.000 Lesern weit übersprungen hat. Und unser damaliger Beitrag Ist die Erderwärmung vorbei? hat schon weit über 40.000 Leser gefunden - und ist leider heute nach wie vor aktuell. Ein viel beachtetes Thema des abgelaufenen Jahres waren auch die Wetterextreme in Russland, Pakistan usw. - siehe Das Jahrzehnt der Wetterextreme.
Regelmäßig werden unsere Artikel auch von den Medien aufgegriffen, kürzlich etwa der Beitrag zur globalen Temperatur 2010 von Focus. Im Rekordtempo ging das mit der Jahrtausendwinter-Ente: publiziert am 3. Dezember um 11:30 Uhr wurde der Beitrag schon am selben Tag um 16:35 Uhr in der Sendung Forschung Aktuell im Deutschlandfunk erwähnt (ohne dass wir davon wussten).
Eine erfreuliche Bereicherung der Perspektive waren die Gastbeiträge von Dirk Notz, Tore Hattermann, Robin Avram, dem Realclimate-Autorenteam, Georg Feulner, Olivia Serdeczny und Brigitte Knopf. Der Beitrag von Brigitte zur Laufzeitverlängerung ist für die Wissenschaftsblog-Auslese 2010 nominiert worden, was uns sehr freut! Trotz aller Mediendiskussion haben wir von Brigitte erstmals konkret anhand der Originalgrafiken erklärt bekommen, was im Energiegutachten der Bundesregierung eigentlich drinsteht. Übrigens sind wir immer offen für Gastbeiträge von Kollegen - wer sich also einmal im Bloggen versuchen möchte, kann sich gerne bei uns melden. Je mehr Wissenschaftler aus dem Elfenbeinturm herauskommen und sich am öffentlichen Diskurs beteiligen, desto besser.
All unseren Lesern wünscht das KlimaLounge-Team, dass 2011 für Sie persönlich ein schönes und erfülltes Jahr werden wird!
Anders Levermann, Stefan Rahmstorf und Martin Visbeck
Update 17. Januar: Zufällig erfahren wir gerade, dass die KlimaLounge im Wikio-Ranking der meistzitierten Wissenschaftsblogs aktuell auf Platz 2 liegt.
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Sehr geehrte Klimalounge-Autoren,
ich finde es wichtig, dass Sie die Öffentlichkeit aus erster Hand kompetent informieren und nicht (nur) darauf hoffen, dass Ihre Standpunkte korrekt von den Medien widergegeben werden.
Die Skeptickerseite ist nicht gerade zurückhaltend mit Publikationen. Die Folgerungen aus der Klimaforschung sind politisch und werden teilweise polemisch diskutiert. Deshalb dürfen Sie sich nicht auf Ihre Kernaufgaben zurückziehen sondern müssen m. E. einen Teil Ihrer Kraft auf den Dialog mit der Öffentlichkeit verwenden.
Lieber Stefan,
sie nehmen sich Zeit innerhalb weniger Tage mehrere Artikel unter Klimalounge zu schreiben. Sie haben aber keine Zeit oder Muse, meine letzten 2 Beiträge zu veröffentlichen.
Habe ich ihr Programm vielleicht zu sehr durchschaut? Um die Anonymität raus zu nehmen möchte ich bekannt geben, dass mein Name Christian Zenkl ist und ich unter dem Pseudo meines kleinen Unternehmens "wettercafe" hier poste, bzw. vor hatte, meinen Senf auf ihre Ansichten zu drücken.
Sie, lieber Stefan glauben offensichtlich daran, dass alleine die Anzahl an Publikationen ein Gradmesser für die Qualität klimarellevanter Fragen sein soll. Sie präsentieren das globale Klima als weitestgehend verstanden und tun so, als ob sie selbst den Durchblick hätten. Wir wissen doch alle, dass dem nicht so ist.
Das Klima des Planeten ist doch nur ansatzweise gut verstanden und ihre "alles ist CO2" Hypothese ist nichts weiter, als Programm. Das wissen sie wahrscheinlich, benehmen sich aber wie ein strebsamer, ehrgeiziger und höriger Schüler. Denkern sie mal drüber nach, ob sie weiter Knecht sein wollen, weil es grad schick ist und ob sie ihren Namen wirklich als politisch verseuchter Diener sehen wollen.
Viele Menschen verstehen übrigens, dass wir uns eher um die Energiefrage kümmern sollten, mit allem was damit zusammenhängt, als um den beschissenen Klimaalarmismus, welchen auch sie betreiben.
Was ist das IPCC? Eine politische Organisation oder? Jendenfalls keine Instutition, die unabhängig ihre Klimawissenschafter wählt. Dabei sein ist alles, ein olympischer Gedanke sozusagen.
Vielleicht ist der Hintergrund sogar richig und wichtig, vor allem für alle Industriestaaten (Energiefrage), aber diese Volksverblödung über den Wetterextreme Alarmisnmus ist ganz einfach Bullshit, das zu mindest sollten sie eigentlich wisse und nichts Gegenteiliges veröffentlichen. (Oh sorry, da will ja die Münchner Rückversichrung was von ihnen od. sie was von denen, eiei, wie "geldgeil" sind sie denn?)
Lesen sie doch mal "Heisse Luft" von Reinhard Böhm (Klima ZAMG) und stecken sie sich danach bitte ihren Wetterextrem Alarmismus sonst wo hin, ok?
Sie dürfen diesen vulgären Beitrag ruhig veröffentlichen und auch meine zwei Letzen, denn, lieber Herr Rahmstorf, wir wissen eh fast alle, dass sie nichts weiter darstellen, als einen braven, strebsamen Akademiker, der alles machen wird, um weiter Berater der Bundesregierung bleiben zu dürfen.
Wie weit sie damit ins Abseits laufen, wissen sie wohl auch selbst am besten. Im Anseits stehen sie allerdings schon lange und wir schmunzeln, obwohl wir weinen sollten. Traurig könnten wir alle sein, weil ihr es nicht schafft, seriös zu bleiben.
Lernen sie Herr Rahmstorf, lernen sie vor allem weniger überheblich zu sein und weniger laustark zu posaunen, was denn die Menschen in 100 Jahren für Probleme haben könnten. Werden sie doch etwas denmütiger und akzeptieren sie bitte, dass niemand von uns heute wissen kann, wie weit die Menschheit in 50 od. 100a sein wird. Auch um 1910 hat niemand gewusst, was um 2010 Standard sein wird, kapieren sie das?
Also, meine Bitte: hören sie doch endlich mit ihrem Alarmismus auf und besinnen sich auf das, was man über das Klima sagen darf und zwar: lieber Bürger, das Klima ist deine geringste Sorge!
[Antwort: Zu Beginn eines neuen Jahres ist vielleicht auch ein guter Zeitpunkt, um nochmals auf unsere Diskussionsmoderation hinzuweisen. Daher dieser Kommentar als ein gutes Beispiel für die Dinge, die wir normalerweise nicht veröffentlichen. Die Zeit, einen solchen Kommentar zu schreiben, ist vergeudet: kein menschliches Auge scant das weiter als bis zum ersten ad hominem, dann ist die Maus auf der delete-Taste. Was wir dagegen gerne publizieren: Sachargumente, die für unsere Leser interessant sein könnten, nicht zu lang, zum Thema des Artikels und ohne persönliche Angriffe. Stefan Rahmstorf]
Sehr geehrter Herr Rahmstorf,
Ihren Blog verfolge ich mit Begeisterung seit geraumer Zeit. Insbesondere finde ich Ihren Umgang mit der Klimaberichterstattung in den Medien bemerkenswert. Wie Sie bin ich auch der Meinung, dass "klimaskeptischen" Positionen überproportional viel Platz eingeräumt werden. Dies haben Sie hier oft zu Recht bemängelt.
Dennoch sollte man den Medien zu Gute halten, dass sie die "Klimaskeptiker" zunehmend in das Ihnen gebührende Licht stellen, und sie als das entlarven, was sie sind. Ich habe hier mal ein paar Artikel aus den renommierten Portalen zusammengestellt, in denen die "Skeptiker" nicht ganz so gut wegkommen:
http://www.spiegel.de/...gel/print/d-74090731.html
http://www.faz.net/...6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.zeit.de/...and/2010-12/cancun-skeptiker
http://www.ftd.de/...a-revisionisten/50170720.html
http://www.welt.de/...rd-immer-waermer-na-und.html
http://www.focus.de/.../diskussion_aid_234319.html
http://www.taz.de/.../1/schwur-gegen-verschwoerer/
Ich finde, das alles macht Hoffnung auf seriöse und differenzierte Berichterstattung. Allen ein gutes Jahr 2011!
Schöne Grüße
Christian Hermanns
Hallo,
ich hatte das Glück in einer Ringvorlesung an der Uni Köln zum Thema Laufzeitverlängerungen und Klimaschutz Dr.Lindenberger vom EWI sprechen zu können, der dort das von seinem Institut erarbeitete Energiegutachten für die Bundesregierung vertreten sollte. Ich hab ihn ganz konkret auch auf die 3 Grafiken, die von Brigitte Knopf hier im Blog besprochen worden, angesprochen. Ich habe meine Kritik und Argumente angebracht, wie sie auch Brigitte Knopf erläutert hat und er konnte dem nur zustimmen. Er betonte allerdings, dass die generellen den Strommarktbestimmenden Mechanismen bekannt seien und es unbestreitbar wäre, dass ein abgeschriebenes AKW günstiger ist als der Neubau von subventionierten Anlagen der Erneuerbaren Energien als Ersatz für das AKW.
Ich habe das so stehen lassen und mich gefragt, wofür dann das Gutachten überhaupt geschrieben wurde, wenn das Ergebnis der Politiker ja schon vorher feststand.
Hallo KlinaLounge Team, sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,
ich möchte mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken, dass Sie mit diesem Blog die interessierte Öffentlichkeit verständlich, und doch fachlich fundiert (zitieren von wichtigen papers) über neue Entwicklungen hinsichtlich des Klimas unseres Heimatplaneten informieren. Sie tun das neben Ihrer "normalen" Arbeit als Wissenschaftler, und die ist stressig genug.
Es ist sehr wichtig, dass sie mit diesem Blog so weit aus dem Elfenbeinturm herauskommen (in dem man sich auch duraus gemütlich einrichten könnte...)
Stefan K.