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Ein Limit von zwei Grad Erwärmung ist aus geowissenschaftlicher Sicht notwendig

KlimaLounge | 18. November 2009, 15:29

Gastbeitrag von Hubertus Fischer, Nicolas Gruber, Gerald Haug und Peter Lemke

Die wissenschaftlichen Fakten sind klar: Die Menschheit verändert durch das Verbrennen fossiler Energieträger und das Abholzen der Regenwälder die Erdatmosphäre. Die heutigen durch den Mensch verursachten Emissionen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) betragen fast 10 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Heute liegen diese Emissionen 80% über den Werten von 1970. Deshalb ist der atmosphärische CO2-Gehalt auf mittlerweile fast 390 ppm (390 CO2 Moleküle/1 mio Luft Moleküle) angestiegen und liegt damit um etwa 100 ppm über den vorindustriellen Werten dieser und aller vorangegangenen Warmzeiten der letzten 800.000 Jahre. Dadurch hat sich das globale Klima in den letzten 100 Jahren um ca 0.8 °C erwärmt.  » weiter

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Ein Loch in der Antarktis – Die erste Simulation der letzten fünf Millionen Jahre unseres Eiskontinents

Anders Levermann | 30. März 2009, 14:00

Ohne eine fundamentale Veränderung der globalen Energieversorgung wird es in diesem Jahrhundert weitere zwei Grad wärmer werden. So heiß war es das letzte Mal im Pliozän vor mehr als drei Millionen Jahren. Die erste Simulation der Antarktis, die bis in diese Zeit zurückreicht, wurde jetzt veröffentlicht. Sie zeigt, dass die Westantarktis in der Vergangenheit mehrfach praktisch eisfrei war. Meeresspiegelschwankungen von fünf bis sieben Metern waren die Folge. Der Antwort auf die Frage,  » weiter

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Der Hansen-Faktor

Stefan Rahmstorf | 19. April 2008, 14:32

James Hansen ist Leiter des NASA-Klimaforschungsinstituts in New York und einer der prominentesten amerikanischen Klimatologen. Im Sommer 1988 erregte er Aufsehen, als er vor dem US-Kongress drei Szenarien der künftigen Klimaerwärmung präsentierte. Zwanzig Jahre später wissen wir: Hansen hatte damals Recht. Das mittlere Szenario B, von ihm damals als das plausibelste Szenario bezeichnet, trat ein (siehe Diskussion hier).

Nun hat Hansen mit einer neuen Arbeit international ein breites Medienecho ausgelöst – u.a. Guardian, FAZ und taz berichteten, die taz druckte dazu auch ein Interview mit mir, und auch aus der Politik erreichten mich Anfragen dazu. Zu den Koautoren von Hansen bei dieser Studie gehören einige der führenden Paläoklimatologen, wie Jim Zachos von der University of California und Valerie Masson-Delmotte vom Institut Pierre Simon Laplace bei Paris, denen wir wichtige Erkenntnisse über die Klimaentwicklung in der Erdgeschichte verdanken. Daten über diese früheren, natürlichen Klimaveränderungen sind es denn auch, auf denen die Analyse von Hansen und Kollegen beruht. Die wichtigste Folgerung der Autoren lautet, dass die CO2-Konzentration unterhalb von 350 ppm stabilisiert werden muss, um unsere Erde in einem Zustand zu erhalten, „der dem ähnelt, auf dem die Zivilisation sich entwickelte und an den das Leben auf der Erde angepasst ist“. Das ist insofern radikal, als 350 ppm deutlich unterhalb der heutigen CO2-Konzentration liegt, denn der Mensch hat diese bereits von 280 auf derzeit 385 ppm erhöht. 

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Was war los im Jahr 536 n. Chr.?

Gavin A. Schmidt | 25. März 2008, 17:59

Gastkommentar von Gavin A. Schmidt (Foto) vom Goddard Institute for Space Studies in New York. 

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"During this year a most dread portent took place. For the sun gave forth its light without brightness… and it seemed exceedingly like the sun in eclipse, for the beams it shed were not clear."

Dieses Zitat von Prokopios von Caesarea, das ich der Einfachkeit halber auf Englisch wiedergebe, deckt sich mit einer Reihe anderer Quellen weltweit. Sie alle erwähnen ein Phänomen, das oft als „trockener Nebel“ beschrieben wird und das mit einem kalten Sommer, Missernten und einer ganzen Reihe anderer Widrigkeiten einherging. » weiter

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Die Bringschuld der Klimaforscher

Stefan Rahmstorf | 06. März 2008, 08:14

In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren, während meiner Schulzeit und meines Physikstudiums, war die Rolle des Naturwissenschaftlers in der Gesellschaft ein heißes Thema. Es war die Zeit des nuklearen Wettrüstens und der Anti-Atomkraft-Bewegung, der Debatten von Experten und Gegenexperten. Unter uns Physikstudenten wurde oft und leidenschaftlich darüber diskutiert, welches die korrekte Haltung eines Wissenschaftlers bei solchen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen sei. Wir diskutierten über Texte wie Brechts Leben des Galilei, Dürrenmatts Physiker und Kipphardts In der Sache J. Robert Oppenheimer. Diese Theaterstücke und Brechts böses Wort von den Wissenschaftlern als „Geschlecht erfinderischer Zwerge, die für alles gemietet werden können“ haben meine eigene Einstellung nachhaltig mit geformt. » weiter

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